Güterverkehr steigt um 38 %

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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Alexyessin » Mi 12. Nov 2014, 20:15



Wie viel Vertiefung bräuchte denn die Elbe für Panmax oder gar für die Megaschiffe?
Nebenbei ist das für den Binnengüterverkehr eh wurscht. Aber weder die Isar noch der Lech taugen zu Tiefwasserrinnen, weil der "Stop"See fehlt.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon frems » Mi 12. Nov 2014, 20:22

Alexyessin » Mi 12. Nov 2014, 20:15 hat geschrieben:
Wie viel Vertiefung bräuchte denn die Elbe für Panmax oder gar für die Megaschiffe?
Nebenbei ist das für den Binnengüterverkehr eh wurscht. Aber weder die Isar noch der Lech taugen zu Tiefwasserrinnen, weil der "Stop"See fehlt.

Panmax sind kein Problem. Der Hafen hat zwar einen Binnenschiffanbindung über Elbe und Elbe-Trave-Kanal, aber für die Binnenschifffahrt ist die Elbvertiefung nicht, sondern für die Seefahrt und dann die Hinterlandverkehre, wo die Binnenschifffahrt quasi gar keine Rolle spielt. Die Akzeptanz ist auch hoch. In Umfragen über 70% für die Vertiefung. Strikt dagegen 20% oder so. Das Problem ist eher, daß unsere Richter nicht wissen, wie sie die Wasserrahmenrichtlinie zu verstehen haben. Protest gegen die Elbvertiefung ist de facto nicht vorhanden.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon frems » Sa 22. Nov 2014, 14:58

Apropos:

Verkehrsminister Winfried Hermann hat das Gutachten zur Stärkung des Kombinierten Verkehrs in Baden-Württemberg vorgestellt. Gemeinsam mit den Gutachtern von TCI Röhling Transport Consulting International informierte er über Möglichkeiten, die Umwelt zu entlasten, indem Güterverkehr teils auf der Straße, teils auf der Bahn oder mit dem Binnenschiff abgewickelt wird.

http://www.sinsheim-lokal.de/?p=50323

(zu TCI sag ich mal lieber nichts :| )

Der Kombinierte Verkehr (KV) erfreut sich in der Wirtschaft wachsender Beliebtheit. Er werde von Verladern und Spediteuren als preisgünstige und umweltfreundliche Alternative zum Lkw angesehen, heißt es in der Logistik-Umfrage 2014 des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME).

http://www.eurotransport.de/news/bme-lo ... 81509.html

Wie gesagt, statt durch Asphalt läßt sich durch Vernetzung (ITS) bei multimodalen Transportketten so einiges rausholen. Manchmal scheiterte es bisher an ganz "banalen" Dingen wie nicht-krankbaren Sattelschleppern, die man daher gleich auf dem LKW ließ, obwohl die Schiene noch reichlich Kapazitäten hatte.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Alexyessin » Sa 22. Nov 2014, 17:05

frems » Sa 22. Nov 2014, 14:58 hat geschrieben:Wie gesagt, statt durch Asphalt läßt sich durch Vernetzung (ITS) bei multimodalen Transportketten so einiges rausholen. Manchmal scheiterte es bisher an ganz "banalen" Dingen wie nicht-krankbaren Sattelschleppern, die man daher gleich auf dem LKW ließ, obwohl die Schiene noch reichlich Kapazitäten hatte.


Das Prinzip der rollenden Landstraße ist ja nichts neues und wird auch oft benützt, gerade über den Alpentransit. Nur wäre es halt auch am Anbieter ( Bahn ) dies mit den reinen Container bzw. WABs zu kombinieren.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon jack000 » Fr 23. Jun 2017, 16:36

Die Bundesregierung will angesichts des rasanten Verkehrswachstums die Güterbahnen im Wettbewerb mit dem Lkw stärken. Dafür sollten die Trassenkosten halbiert und ein Forschungsprogramm zur Bahn-Modernisierung aufgelegt werden, sagte Verkehrsminister Alexander Dobrindt am Freitag in Berlin bei der Vorstellung des „Masterplan Schienengüterverkehr“:

„Das ist die größte Entlastung für den Schienen-Güterverkehr der vergangenen Jahrzehnte.“ Im Haushalt für 2018 würden allein für die Reduzierung der Trassenpreise 350 Millionen eingeplant.

Vorgesehen ist in dem Plan außerdem eine Abgabenentlastung beim Bahn-Strom sowie ein Streckenausbau, um Engpässe zu beseitigen und längere Züge zu ermöglichen. Das Bahn-Forschungsprogramm soll sicherstellen, dass die technische Entwicklung auf der Schiene mit der auf der Straße mithalten kann.

Gütersparte der Deutschen Bahn steckt in der Krise

Dobrindt steht von verschiedenen Seiten unter Druck: Zum einen hat der Verkehrssektor wegen des starken Wachstums der vergangenen Jahre als einziger bislang keinen Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Der Treibhausgasausstoß des Verkehrs liegt noch genauso hoch wie 1990. Der Anteil der umweltfreundlichen Bahnen am Güterverkehr insgesamt ist 2016 auf unter 18 Prozent gesackt, der Lkw hat einen Anteil an der Verkehrsleistung von über 70 Prozent.

Zudem steckt die Gütersparte der Deutschen Bahn in einer tiefen Krise und hatte 2015 dem Staatskonzern einen Milliarden-Verlust eingebrockt. Der einstige Fast-Monopolist DB Cargo hat inzwischen über 40 Prozent Marktanteil an Konkurrenten verloren. Der Masterplan soll nun allen Güterbahnen zugute kommen.

Viele Vorhaben wie auch die Senkung der Trassenpreise können erst in der nächsten Wahlperiode umgesetzt werden. Allerdings stehen sowohl SPD als auch Union dahinter.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/a ... 74107.html
Schon mal ein gute Ansatz aber wirklich wirkungsvoll? Welche Güter können denn noch auf die Schiene gebracht werden? Online Shopping ist inzwischen ein "heute kaufen, morgen erhalten"-Geschäft geworden und da wird man mit Bahn eher nix machen können.
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Alexyessin » Mo 26. Jun 2017, 10:47

jack000 hat geschrieben:(23 Jun 2017, 17:36)

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/a ... 74107.html
Schon mal ein gute Ansatz aber wirklich wirkungsvoll? Welche Güter können denn noch auf die Schiene gebracht werden? Online Shopping ist inzwischen ein "heute kaufen, morgen erhalten"-Geschäft geworden und da wird man mit Bahn eher nix machen können.


Wobei ich mal ganz dezent behaupten würde, das dieser "Kleinscheiß" nicht wirklich die Menge macht.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Der Neandertaler » So 6. Aug 2017, 09:14

Hallo Alexyessin.[quote="Alexyessin"Wobei ich mal ganz dezent behaupten würde, das dieser "Kleinscheiß" nicht wirklich die Menge macht.[/quote]
Kleine Anmerkung ... kleine Ergänzung:
    Ich kann mich erinnern, als die Forderung aufkam: "Güter auf die Bahn!", daß der ADAC seinerzeit mal nachgerechnet hat ... und versucht hat, aufzuzeigen, was dies bedeutet ... bedeuten würde.
    Der ADAC hat dargestellt, daß der Schienenverkehr nur etwa 10 Prozent des gesamten Güterverkehrs ausmacht, und daß man davon lediglich einen sehr geringer Anteil (nur etwa drei Prozent) auf die Schiene verlegen könnten. Der Rest sei Nah- oder Stadtverkehr ... also: Verteilerverkehr. Dies würde aber bedeuten, daß dort, wo zur Zeit ein Gleis liegt und um alles korrekt und effektiv ablaufen zu lassen, daß dort künftig ein weiteres Gleis hinzu kommen müsse.
    Fazit:
      Soviel Aufwand nur, um einen sehr geringen Teilerfolg zu bewerkstelligen?
    Und wenn man nun von Prognosen ausgeht (die sowieso recht ungenau sind), daß der Güterverkehr zukünftig steigen wird, wird man wohl mit dem einen zusätzlichen Gleis wohl nicht hinkommen.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Quatschki » So 6. Aug 2017, 09:48

Alexyessin hat geschrieben:(26 Jun 2017, 11:47)

Wobei ich mal ganz dezent behaupten würde, das dieser "Kleinscheiß" nicht wirklich die Menge macht.

>10 Millionen Pakete täglich, wenn es auf Weihnachten zugeht
Die Waren müssen vom Hersteller in die Logistikzentren gebacht werden, von dort in die Paketzentren und von da an die Haushalte.
Natürlich wäre es denkbar, zwischen den Logistik-Zentren des Versandhandels und den Paketzentren von DHL, DPD oder Hermes einige Dutzend Postzüge statt hunderter LKW fahren zu lassen. Es gibt nur keine Schiene und es war auch nie eine vorgesehen, als man das System in den Gewerbeparks an der Autobahn so aufgebaut hat.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Alexyessin » Mi 16. Aug 2017, 15:23

Quatschki hat geschrieben:(06 Aug 2017, 10:48)

>10 Millionen Pakete täglich, wenn es auf Weihnachten zugeht
Die Waren müssen vom Hersteller in die Logistikzentren gebacht werden, von dort in die Paketzentren und von da an die Haushalte.
Natürlich wäre es denkbar, zwischen den Logistik-Zentren des Versandhandels und den Paketzentren von DHL, DPD oder Hermes einige Dutzend Postzüge statt hunderter LKW fahren zu lassen. Es gibt nur keine Schiene und es war auch nie eine vorgesehen, als man das System in den Gewerbeparks an der Autobahn so aufgebaut hat.


Die Schiene war auch nie für Postpaketversand gedacht. Das ist halt Kleinscheiß.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Elser » Fr 18. Aug 2017, 15:50

Alexyessin hat geschrieben:(11 Nov 2014, 13:42)

Es ist immer erst mal die gute alte Sache von Angebot und Nachfrage. Der Kunde wünscht Bertechsgaden Flensburg Express Zustellung 10:00 Uhr Nextday. Kein Problem - aber halt nur per LKW oder mit dem Flugzeug, nur das es mit dem LKW wesentlich billiger ist.
Wie also willst du da mehr Verkehr auf die Schiene bringen?



Begrenzung der zulässigen Gesamtgewichte von Fernlastzügen auf z.B. max. 24 Tonnen. Verinnerung der Achslasten auf max. 7 Tonnen. 40-ig Tonner auf einen Aktionsradious von 100 km Luftlinie beschränken (nur Zubingerverkehr). Effektivere Überwachung der Lenkzeiten, Geschwindigkeitsbeschränkungen und Sicherkeitseinrichtungen der LKW. Überholverbot von LKW durch LKW von mehr als 60 km/h. Verbannung der landwirtschaftlichen Fahrzeuge von der Autobahn. Muss man nur machen, dann würden viele unsinnigen Transporte (z.B. Milchprodukte durch die ganze Republik hin- und herkarren) sogar ganz wegfallen und es würden wieder viele regionale Arbeitplätze neu entstehen und nicht durch rumänische oder bulgarische LKW-Sklaven unnötig gemacht. Die Strassen und Brücken hielten länger. Auf unseren Autobahnen wäre nicht so'n Chaos. Weniger Unfalle durch eingeschlafene LKW-Fahrer. Keine mit LKW zugestellten Raststättenplätze......usw. Solange wir allerdings von der Autoindustrie regiert werden, kann man solche vernünftigen Gesetze wohl nicht erwarten.

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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Alexyessin » Mi 23. Aug 2017, 09:32

Elser hat geschrieben:(18 Aug 2017, 16:50)

Begrenzung der zulässigen Gesamtgewichte von Fernlastzügen auf z.B. max. 24 Tonnen.
Elser


Was sollen die dann laden? Damit würdest du das Gegenteil erreichen - nämlich mehr LKW auf den Straßen anstatt weniger.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Elser » Mo 28. Aug 2017, 00:05

Alexyessin hat geschrieben:(23 Aug 2017, 10:32)

Was sollen die dann laden? Damit würdest du das Gegenteil erreichen - nämlich mehr LKW auf den Straßen anstatt weniger.


Genau - dann würdest Du für einen bayrischen Joghurt in Dortmund 2,00 € bezahlen müssen, oder würdest gleich einen aus der dortmunder Molkerei, für 0,50 €, kaufen. :) . Ich bin sicher - der LKW-Transport würde dann so teuer werden, das unsinnige Transporte damit unterblieben. Genau darum geht's. Es würden dann nur noch mit Fern-LKW transportiert werden, was unbedingt nötig wäre.

Jetzt kriegs Du auch den bayrischen Joghurt in Dortmund für 0,50 € und zahlst den Rest dann über die, im Stassenbau verschwendeten, Steuern. Außerdem würden enorm viele Schäden an Umwelt und Gesundheit eingespart. Von dem Ende des LKW-Wahnsinns auf unseren Autobahnen einmal ganz zu schweigen. Ist das alles , für Dich, wirklich so schwer zu erkennen?

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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Quatschki » Mo 28. Aug 2017, 07:00

Der Ansatz ist genauso einfach wie richtig.
Kleinere LKW statt Gigaliner!
Wobei ich nicht glaube, dass ein Joghurtlaster die Gewichtsgrenzen ausschöpft
Da ist eher das Volumen der limitierende Faktor.

Aber so wie es jetzt auf einigen Transitautobahnen läuft, mit Mo-Fr durchgehender LKW-Wand in der rechten Spur, könnte man auch parallel Fernförderbänder bauen und da die Container draufstellen.
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Alexyessin » Mo 28. Aug 2017, 09:53

Elser hat geschrieben:(28 Aug 2017, 01:05)

Genau - dann würdest Du für einen bayrischen Joghurt in Dortmund 2,00 € bezahlen müssen, oder würdest gleich einen aus der dortmunder Molkerei, für 0,50 €, kaufen. :) . Ich bin sicher - der LKW-Transport würde dann so teuer werden, das unsinnige Transporte damit unterblieben. Genau darum geht's. Es würden dann nur noch mit Fern-LKW transportiert werden, was unbedingt nötig wäre.

Jetzt kriegs Du auch den bayrischen Joghurt in Dortmund für 0,50 € und zahlst den Rest dann über die, im Stassenbau verschwendeten, Steuern. Außerdem würden enorm viele Schäden an Umwelt und Gesundheit eingespart. Von dem Ende des LKW-Wahnsinns auf unseren Autobahnen einmal ganz zu schweigen. Ist das alles , für Dich, wirklich so schwer zu erkennen?

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Du glaubst doch nicht ernsthaft, das du eine Preisspanne von € 1,50.- auf einen Becher Joghurt bekommen würdest.
Ich mess heute Abend mal aus, wieviele Becher auf einen Standard Kühler passen.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Kritikaster » Mo 28. Aug 2017, 14:03

Elser hat geschrieben:(18 Aug 2017, 16:50)

Begrenzung der zulässigen Gesamtgewichte von Fernlastzügen auf z.B. max. 24 Tonnen. Verinnerung der Achslasten auf max. 7 Tonnen. 40-ig Tonner auf einen Aktionsradious von 100 km Luftlinie beschränken (nur Zubingerverkehr). Effektivere Überwachung der Lenkzeiten, Geschwindigkeitsbeschränkungen und Sicherkeitseinrichtungen der LKW. Überholverbot von LKW durch LKW von mehr als 60 km/h. Verbannung der landwirtschaftlichen Fahrzeuge von der Autobahn. Muss man nur machen, dann würden viele unsinnigen Transporte (z.B. Milchprodukte durch die ganze Republik hin- und herkarren) sogar ganz wegfallen und es würden wieder viele regionale Arbeitplätze neu entstehen und nicht durch rumänische oder bulgarische LKW-Sklaven unnötig gemacht. Die Strassen und Brücken hielten länger. Auf unseren Autobahnen wäre nicht so'n Chaos. Weniger Unfalle durch eingeschlafene LKW-Fahrer. Keine mit LKW zugestellten Raststättenplätze......usw. Solange wir allerdings von der Autoindustrie regiert werden, kann man solche vernünftigen Gesetze wohl nicht erwarten.

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Dann lass mal ganze Wirtschaftsbereiche zusammenbrechen.

Die Gestellung von Bahnwaggons ist ja heute schon weitgehend Glückssache. Das würde sicher besser, wenn die Ladekapazitäten und Transportberechtigungen für LKW dermaßen beschränkt würden, wie Du es forderst.

Lass mich raten: Du hast mit Logistik beruflich nur geringe Berührungspunkte?
Der am höchsten entwickelte Sinn ist der Unsinn. (Peter E. Schumacher)
Wo der Sinn aufhört, beginnt der Wahnsinn. (Erhard Horst Bellermann)
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Der Neandertaler » Sa 2. Sep 2017, 12:06

Kritikaster hat geschrieben:Lass mich raten: Du hast mit Logistik beruflich nur geringe Berührungspunkte?
Logistik kommt nicht von Logik.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Kritikaster » Sa 2. Sep 2017, 12:10

Der Neandertaler hat geschrieben:(02 Sep 2017, 13:06)

Logistik kommt nicht von Logik.

Was Du nicht sagst! :eek:
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Alexyessin » So 3. Sep 2017, 00:48

Der Neandertaler hat geschrieben:(02 Sep 2017, 13:06)

Logistik kommt nicht von Logik.


Und ein Fuhrpark fährt ;)
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon frems » So 3. Sep 2017, 00:58

Kritikaster hat geschrieben:(28 Aug 2017, 15:03)
Die Gestellung von Bahnwaggons ist ja heute schon weitgehend Glückssache. Das würde sicher besser, wenn die Ladekapazitäten und Transportberechtigungen für LKW dermaßen beschränkt würden, wie Du es forderst.

Nunja, wenn der Schienengüterverkehr finanziell attraktiver wird, hat das unweigerlich mit der Angebotsplanung der Eisenbahnverkehrsunternehmen zu tun und letztendlich auch mit den öffentlichen Investitionen, um die Kapazitäten zu erhöhen und zuverlässiger zu machen. Dass in den letzten Jahren das Eisenbahnwesen recht stiefmütterlich behandelt wurde und die Politik das Straßenwesen bevorteilt hat, lag ja vor allem auch an dem Wachstum des Güterkraftverkehrs auf dem Verkehrsträger Straße. Nur so am Rande. Eine künstliche Verteuerung der Lkw-Verkehre halte ich auch nicht für erstrebenswert, aber man sollte nicht davon ausgehen, dass dadurch kein Schwung in andere Verkehrssysteme kommen würde, wenn es um längere Relationen geht, auf denen Verkehre günstiger und/oder schneller abgewickelt werden könnten. Den Lkw nutzen Spediteure ja nicht, weil sie die Karren so hübsch finden oder gerne Tom Astor hören, sondern weil sie damit derzeit auf vielen Abschnitten besser bzw. wirtschaftlicher fahren.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Kritikaster » So 3. Sep 2017, 07:32

frems hat geschrieben:(03 Sep 2017, 01:58)

Nunja, wenn der Schienengüterverkehr finanziell attraktiver wird, hat das unweigerlich mit der Angebotsplanung der Eisenbahnverkehrsunternehmen zu tun und letztendlich auch mit den öffentlichen Investitionen, um die Kapazitäten zu erhöhen und zuverlässiger zu machen. Dass in den letzten Jahren das Eisenbahnwesen recht stiefmütterlich behandelt wurde und die Politik das Straßenwesen bevorteilt hat, lag ja vor allem auch an dem Wachstum des Güterkraftverkehrs auf dem Verkehrsträger Straße. Nur so am Rande. Eine künstliche Verteuerung der Lkw-Verkehre halte ich auch nicht für erstrebenswert, aber man sollte nicht davon ausgehen, dass dadurch kein Schwung in andere Verkehrssysteme kommen würde, wenn es um längere Relationen geht, auf denen Verkehre günstiger und/oder schneller abgewickelt werden könnten. Den Lkw nutzen Spediteure ja nicht, weil sie die Karren so hübsch finden oder gerne Tom Astor hören, sondern weil sie damit derzeit auf vielen Abschnitten besser bzw. wirtschaftlicher fahren.

Kann ich unterschreiben.

Interessant wäre es, wenn man einen echten Konkurrenzkampf um die Attraktivität der Verkehrswege hätte. Dazu müssten allerdings Schiene und Straße komplett privatisiert werden, und der Gedanke widerstrebt mir dann doch.
Der am höchsten entwickelte Sinn ist der Unsinn. (Peter E. Schumacher)
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