Güterverkehr steigt um 38 %

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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Elser » Di 2. Jan 2018, 11:06

Alexyessin hat geschrieben:(02 Jan 2018, 08:10)

Weil du dieses sachlich- und fachlich korrekte Gegenargument immer noch nicht entkräften konntest.
Wie also möchtest du verhindern, das dank der Laderaumverknappung mehr LKWs auf die Straßen kommen?



Du hast keine "kokrreten Gegenargument"!
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Alexyessin » Di 2. Jan 2018, 12:48

Elser hat geschrieben:(02 Jan 2018, 11:06)

Du hast keine "kokrreten Gegenargument"!


Na sicher, Elser.

Wenn du das Zuladegewicht bei LKWs von jetzt circa 24 to auf circa 12 to reduzieren willst, kommt es zu einer Laderaumverknappung, welche dazu führen wird, das wieder mehr LKWs auf den Straßen unterwegs sein werden.

Du hättest jetzt die Möglichkeit dieses fachlich und sachlich korrekte Gegenargument genau so sachlich zu widerlegen und uns Diskutanten einen besseren Vorschlag zu bringen.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Elser » Di 2. Jan 2018, 19:58

Alexyessin hat geschrieben:(02 Jan 2018, 12:48)

Na sicher, Elser.

Wenn du das Zuladegewicht bei LKWs von jetzt circa 24 to auf circa 12 to reduzieren willst, kommt es zu einer Laderaumverknappung, welche dazu führen wird, das wieder mehr LKWs auf den Straßen unterwegs sein werden.

Du hättest jetzt die Möglichkeit dieses fachlich und sachlich korrekte Gegenargument genau so sachlich zu widerlegen und uns Diskutanten einen besseren Vorschlag zu bringen.



1. Habe ich so nie gefordert.

2. Siehe Einleitung meines Beitrags vom 19.12.2017, 09.14 Uhr !

3. Du scheinst nicht viel von LKWs zu verstehen.

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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Alexyessin » Di 2. Jan 2018, 20:06

Elser hat geschrieben:(02 Jan 2018, 19:58)

1. Habe ich so nie gefordert.

2. Siehe Einleitung meines Beitrags vom 19.12.2017, 09.14 Uhr !

3. Du scheinst nicht viel von LKWs zu verstehen.

Elser


1. Doch, hast du

2. Das war auch kein Gegenargument

3. Billiger Versuch, aber ich will ja nicht so sein. Ich arbeite in einer Spedition, als Disponent und mach meine Weiterbildung zum BW Logistik. Glaub mir, ich habe durchaus Ahnung vom Thema LKW, Zug, Flexibilität, Binnenschiff, Schwerlast. Wo ich zugegebener Weise nicht ganz firm bin ist die Luftfracht, aber ich denke nicht, das du diesen Bereich mit deiner These wirklich anschneiden willst.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon H2O » Di 2. Jan 2018, 20:50

Alexyessin hat geschrieben:(02 Jan 2018, 12:48)

...

Wenn du das Zuladegewicht bei LKWs von jetzt circa 24 to auf circa 12 to reduzieren willst, kommt es zu einer Laderaumverknappung, welche dazu führen wird, das wieder mehr LKWs auf den Straßen unterwegs sein werden.

...


Das war doch das schlagende Argument für den Versuch mit den sogenannten Giga-Linern: Mehr Fracht je Fahrzeug, um die Zahl der Fahrzeuge herab setzen zu können oder eben mehr Fracht mit der gleichen Anzahl Fahrzeuge bewegen zu können.

Dagegen sprach der erhöhte Straßenverschleiß trotz Erhöhung der Achsenzahl am Schlepper. Und natürlich die gewaltige Schwungmasse v²*m/2 beim Aufprall auf einen Verkehrsstau. Ob dieses Spiel inzwischen abgepfiffen wurde... weiß ich nicht.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Alexyessin » Di 2. Jan 2018, 20:53

H2O hat geschrieben:(02 Jan 2018, 20:50)

Das war doch das schlagende Argument für den Versuch mit den sogenannten Giga-Linern: Mehr Fracht je Fahrzeug, um die Zahl der Fahrzeuge herab setzen zu können oder eben mehr Fracht mit der gleichen Anzahl Fahrzeuge bewegen zu können.

Dagegen sprach der erhöhte Straßenverschleiß trotz Erhöhung der Achsenzahl am Schlepper. Und natürlich die gewaltige Schwungmasse v²*m/2 beim Aufprall auf einen Verkehrsstau. Ob dieses Spiel inzwischen abgepfiffen wurde... weiß ich nicht.


Irgendwann komm auch die Gesichte der Verkehrssicherheit mit ins Boot. Und Gigaliner dürfen ja nur mehr Ware laden aber das Gewicht ist trotzdem auf die 40 to Gesamt beschränkt. Darüber nur mit Genehmigung und Unteilbarer Ladung.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon H2O » Di 2. Jan 2018, 21:09

Alexyessin hat geschrieben:(02 Jan 2018, 20:53)

Irgendwann komm auch die Gesichte der Verkehrssicherheit mit ins Boot. Und Gigaliner dürfen ja nur mehr Ware laden aber das Gewicht ist trotzdem auf die 40 to Gesamt beschränkt. Darüber nur mit Genehmigung und Unteilbarer Ladung.


Ich verstehe das jetzt so, daß Giga-Liner allgemein unterwegs sind mit 40 t Höchstlast. Kommt also auf das "spezifische Gewicht" der Last an, wie voll die Kiste wird. Und bei 40 t ist Schluß. Alles andere sind Sondergenehmigungen.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Alexyessin » Di 2. Jan 2018, 21:17

H2O hat geschrieben:(02 Jan 2018, 21:09)

Ich verstehe das jetzt so, daß Giga-Liner allgemein unterwegs sind mit 40 t Höchstlast. Kommt also auf das "spezifische Gewicht" der Last an, wie voll die Kiste wird. Und bei 40 t ist Schluß. Alles andere sind Sondergenehmigungen.


So ist es. Und sobald es teilbares Gut ist, brauchst keiner Behörde mit einer Sondergenehmigung kommen.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 3. Jan 2018, 00:29

Der Kurztext wenn man mit "Giga-Liner" googelt unter EuroCombi -Wikipedia lautet :
n Deutschland versuchte das Fahrzeugwerk Krone im Mai 2005 mit einer ersten Gigaliner-Testfahrt u. a. nachzuweisen, dass 57 % mehr Ladevolumen (157 m³ statt 100 m³), rund 65 % mehr Stellplätze für Europoolpaletten (56 statt 34), etwa 20 % weniger Schadstoffausstoß und circa 15 % weniger Diesel-Verbrauch...
Wer Federbetten u.ä. transportieren muss, wird sich besonders über mehr "Volumen" freuen. Das "Zauberwort" ist also "Volumen"...

Wer sich das WIKI "EuroCombi" zu Gemüt führt, kann problemlos mitreden - mir reicht zum Verständnis bereits der Kurztext. Allerdings gibt es da noch einige wirklich "größere" - volkstümlich "schwerere" Überlegungen "Lastzugkombinationen mit 25,25 Meter Länge und 60 Tonnen Gesamtgewicht verringern den Bedarf an Verkehrsfläche um 25 %. Zwei 60-Tonnen-LKW können bis zu drei herkömmliche 40-Tonner ersetzen“.

Ob das Brücken und Fahrbahndecken auch noch (dauerhaft) aushalten :?:
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Alexyessin » Mi 3. Jan 2018, 11:47

immernoch_ratlos hat geschrieben:(03 Jan 2018, 00:29)

Ob das Brücken und Fahrbahndecken auch noch (dauerhaft) aushalten :?:


Das ist der eine Punkt, der andere ist, das solche Vehikel für den normalen Straßenverkehr schlichtweg zu lang werden.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon frems » Mi 3. Jan 2018, 16:08

immernoch_ratlos hat geschrieben:(03 Jan 2018, 00:29)
Ob das Brücken und Fahrbahndecken auch noch (dauerhaft) aushalten :?:

Für die Deckschicht sind Gigaliner eine Entlastung. Entscheidend ist nämlich nicht das Gesamtgewicht.

Besonders starke Auswirkungen haben die von schweren Lkw ausgehenden Schwingungen. Diese gelten als Hauptverursacher für eine beschleunigte Abnutzung von Fahrbahndecken, denn die Straßenabnutzung steigt mit der vierten Potenz der Achslast.

https://www.forschungsinformationssyste ... /is/39816/

Das Vierte-Potenz-Gesetz (auch Vierte-Potenz-Regel genannt) besagt, dass die Beanspruchung einer Straße durch ein Kraftfahrzeug umso größer ist, je größer die Achslast des betreffenden Fahrzeugs ist. Die Beanspruchung der Straße steigt proportional zur vierten Potenz der Achslast des die Straße befahrenden Fahrzeugs. Diese Gesetzmäßigkeit wurde im Rahmen einer wissenschaftlichen Versuchsreihe am Ende der 1950er Jahre in den Vereinigten Staaten entdeckt und war maßgebend für die Entwicklung von Standardbauweisen im Straßenbau.

https://de.wikipedia.org/wiki/Vierte-Potenz-Gesetz

Für Brücken kann man es nicht pauschal sagen, da es zahlreiche Konstruktionsformen gibt, für die die Gesamtlast unterschiedliche Relevanz hat. Das Hauptproblem bei Brücken ist eher der DTVw-Wert in Relation zur Kapazität. Das heißt, so komischen es klingen mag, eine stagnierende, stabile Nutzung durch Pkw und Lkw belastet einzelne Segmente des Bauwerks durch die ausgelösten Vibrationen mehr als ein Wechselspiel. Daher ist für viele Brücken auch nicht das Problem durch schwerere Lkw gekommen, sondern durch die Zunahme. Für jeden Interessierten empfehle ich mal eine größere Brücke mit Hohlkörper zu besuchen. Beton und Stahl schwingen bzw. vibrieren da gerne auf mehreren Zentimeter und das über viele Jahrzehnte. Da kann sich vermutlich jeder grob denken, was so ein Bauwerk aushalten muss. Und wenn alle Stricke reißen, muss man eben eingreifen:

Die Straßenbauer der Hamburg Port Authority (HPA) stehen offenbar vor einem größeren Problem: Die Argentinienbrücke auf Hamburgs Haupthafenroute leidet unter dem schweren Verkehr. Und zwar so stark, dass die Statik den Ingenieuren Sorgen bereitet. Um schwerere Schäden an der Querung über den Reiherstieg zu vermeiden, wird der Verkehr eingeschränkt. Für alle Laster gilt ab 1. März Tempo 30 und ein Überholverbot. Schwere Lkw mit einem Gewicht von mehr als 44 Tonnen dürfen nur in Ausnahmefällen über die Brücke fahren; und zwar nach vorheriger Anmeldung, mit Polizeibegleitung, im Schritttempo und in der Fahrbahnmitte.

https://www.abendblatt.de/wirtschaft/ar ... e-Lkw.html

Bei der Suche nach dem Beispiel stieß ich noch auf einen anderen Punkt. So wurden die Lkw wie oben beschrieben schwerer, aber völlig ausgereizt bzw. -gelastet sind sie auch nicht. Aufgrund der Konstruktion (hohe Spannweite und lichte Höhe) wird die Köhlbrandbrücke hingegen vor allem durch das Gesamtgewicht (z.B. bei Stau) belastet. Es gibt halt solche und solche Fälle. Bei Deutschlands längster Straßenbrücke, der Hochstraße Elbmarsch, sähe es wieder andres aus.

Als eine Konsequenz wird zum 30. Januar dieses Jahres ein Überholverbot für LKW in Kraft treten, berichtete Meier weiter. In den zurückliegenden Monaten wurden umfangreiche Messungen der Verkehrsmengen und auch der Gewichte vorgenommen. Ergebnis: Allein im Zeitraum April bis Oktober 2011 rollten über die rund 3,6 Kilometer lange Brücke mehr als 3,7 Millionen Fahrzeuge, das heißt PKW und LKW. Sie brachten es zusammen auf rund 27 Millionen Tonnen Gesamtgewicht. Meier: „In den 1970er Jahren lag das Durchschnittsgewicht für einen LKW bei gut zwölf Tonnen. Heute sind es bereits 21 Tonnen.“

https://www.verkehrsrundschau.de/nachri ... 95278.html
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Boraiel » Mi 3. Jan 2018, 19:28

frems hat geschrieben:(03 Jan 2018, 16:08)

Für die Deckschicht sind Gigaliner eine Entlastung. Entscheidend ist nämlich nicht das Gesamtgewicht.


https://www.forschungsinformationssyste ... /is/39816/


https://de.wikipedia.org/wiki/Vierte-Potenz-Gesetz

Für Brücken kann man es nicht pauschal sagen, da es zahlreiche Konstruktionsformen gibt, für die die Gesamtlast unterschiedliche Relevanz hat. Das Hauptproblem bei Brücken ist eher der DTVw-Wert in Relation zur Kapazität. Das heißt, so komischen es klingen mag, eine stagnierende, stabile Nutzung durch Pkw und Lkw belastet einzelne Segmente des Bauwerks durch die ausgelösten Vibrationen mehr als ein Wechselspiel. Daher ist für viele Brücken auch nicht das Problem durch schwerere Lkw gekommen, sondern durch die Zunahme. Für jeden Interessierten empfehle ich mal eine größere Brücke mit Hohlkörper zu besuchen. Beton und Stahl schwingen bzw. vibrieren da gerne auf mehreren Zentimeter und das über viele Jahrzehnte. Da kann sich vermutlich jeder grob denken, was so ein Bauwerk aushalten muss. Und wenn alle Stricke reißen, muss man eben eingreifen:


https://www.abendblatt.de/wirtschaft/ar ... e-Lkw.html

Bei der Suche nach dem Beispiel stieß ich noch auf einen anderen Punkt. So wurden die Lkw wie oben beschrieben schwerer, aber völlig ausgereizt bzw. -gelastet sind sie auch nicht. Aufgrund der Konstruktion (hohe Spannweite und lichte Höhe) wird die Köhlbrandbrücke hingegen vor allem durch das Gesamtgewicht (z.B. bei Stau) belastet. Es gibt halt solche und solche Fälle. Bei Deutschlands längster Straßenbrücke, der Hochstraße Elbmarsch, sähe es wieder andres aus.


https://www.verkehrsrundschau.de/nachri ... 95278.html

Ich glaube nicht, dass das “Vierte-Potenz-Gesetz” einer neuerlichen wissenschaftlichen Überprüfung standhält.
Libertas veritasque.
Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon frems » Do 4. Jan 2018, 00:48

Boraiel hat geschrieben:(03 Jan 2018, 19:28)

Ich glaube nicht, dass das “Vierte-Potenz-Gesetz” einer neuerlichen wissenschaftlichen Überprüfung standhält.

Wenn du ein besseres Gesetz kennst, lass es uns bitte wissen
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Elser » Do 4. Jan 2018, 18:57

Alexyessin hat geschrieben:(02 Jan 2018, 20:06)

1. Doch, hast du

2. Das war auch kein Gegenargument

3. Billiger Versuch, aber ich will ja nicht so sein. Ich arbeite in einer Spedition, als Disponent und mach meine Weiterbildung zum BW Logistik. Glaub mir, ich habe durchaus Ahnung vom Thema LKW, Zug, Flexibilität, Binnenschiff, Schwerlast. Wo ich zugegebener Weise nicht ganz firm bin ist die Luftfracht, aber ich denke nicht, das du diesen Bereich mit deiner These wirklich anschneiden willst.



1. Wann und wo?

2. Wenn man es absolut nicht wahrhaben, oder Verstehen, will.....

3. Hab ich's mir doch gedacht, das Du nur Deine eigenen Pfründe (Job) erhalten willst. Dafür habe ich durchaus Verständnis. Es macht Deine Aussagen aber nicht wahrer. :( . Diese werden auch nicht besser, wenn Du dich dann dumm stellst.

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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 4. Jan 2018, 19:02

frems hat geschrieben:Für die Deckschicht sind Gigaliner eine Entlastung. Entscheidend ist nämlich nicht das Gesamtgewicht.
Ist logisch - hatte mich zu sehr auf die anderen Aspekte konzentriert. Eigentlich geht WIKI "EuroCombi bei Technische_Aspekte" auf "Achs- und Meterlasten" ein, das hatte ich zunächst überlesen.... :?
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Alexyessin » Fr 5. Jan 2018, 07:56

Elser hat geschrieben:(04 Jan 2018, 18:57)

3. Hab ich's mir doch gedacht, das Du nur Deine eigenen Pfründe (Job) erhalten willst. Dafür habe ich durchaus Verständnis. Es macht Deine Aussagen aber nicht wahrer. :( . Diese werden auch nicht besser, wenn Du dich dann dumm stellst.


Keine eigenen Pfründe, Elser, ich kann auch bei der Bahn arbeiten.
Ergo geht dein argumentum ad personam ganz weit daneben.

Also, was ist denn nun mit der Laderaumverknappung? Möchtest du weniger Ware in Deutschland produziert haben?
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Elser » Fr 5. Jan 2018, 19:40

Alexyessin hat geschrieben:(05 Jan 2018, 07:56)

Keine eigenen Pfründe, Elser, ich kann auch bei der Bahn arbeiten.
Ergo geht dein argumentum ad personam ganz weit daneben.

Also, was ist denn nun mit der Laderaumverknappung? Möchtest du weniger Ware in Deutschland produziert haben?


Nein - wieso ? Dein Vorhalt ist unlogisch. Meine Vorschläge zielen darauf ab, dass weniger auf der Strasse transportieren wird und unsinnige Transporte unlukrativ werden, um die regiolale Wirtschaft zu stärken, den Schadstoffausstoss und den Strassenverschleiß zu verringern. Ich bin sicher dass Du das verstanden hast. Es passt Dir nur irgentwie nicht in deinen Kram . Da Du aber wissen musst, dass meine Zielsetzung richtig ist, stellst du dich dumm. Konstruktiv argumentieren kannst Du nicht, darum fährst du hier die Masche, dass der Wahnsinn auf unseren Strassen alternativlos sein und verfällst in eine destruktive Schleifendiskusion. Das bringt nichts. Ich mache da nicht mehr mit.

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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Alexyessin » Fr 5. Jan 2018, 20:04

Elser hat geschrieben:(05 Jan 2018, 19:40)

Nein - wieso ? Dein Vorhalt ist unlogisch. Meine Vorschläge zielen darauf ab, dass weniger auf der Strasse transportieren wird und unsinnige Transporte unlukrativ werden, um die regiolale Wirtschaft zu stärken, den Schadstoffausstoss und den Strassenverschleiß zu verringern


Nein, mein Vorbehalt ist logisch.
Weniger LKW auf der Straße wirst du nicht durch Dekret erreichen.
Die Bahn ist zu unflexibel, das ist ein Faktum. Selbst wenn es wieder zurückgehen würde in die Zeit des vollen Netzplans von 1992 kann die Bahn nicht diese Flexibilität bieten, die der LKW bietet.
Und definiere bitte "unsinnige" Transporte?
Des weiteren wirst du Standorte nicht lukrativer / unlukrativer machen, weil ein Transport teuerer würde. In eine Standortbestimmung fallen mehr wirtschaftliche Faktoren als nur der reine 100kg Satz.

Also, wie willst du das machen? Ganz normale sachliche Einwände, Elser und ich bitte dich genau so sachlich darauf zu antworten.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon H2O » Sa 6. Jan 2018, 11:20

Alexyessin hat geschrieben:(05 Jan 2018, 20:04)

Nein, mein Vorbehalt ist logisch.
Weniger LKW auf der Straße wirst du nicht durch Dekret erreichen.
Die Bahn ist zu unflexibel, das ist ein Faktum. Selbst wenn es wieder zurückgehen würde in die Zeit des vollen Netzplans von 1992 kann die Bahn nicht diese Flexibilität bieten, die der LKW bietet.
Und definiere bitte "unsinnige" Transporte?
Des weiteren wirst du Standorte nicht lukrativer / unlukrativer machen, weil ein Transport teuerer würde. In eine Standortbestimmung fallen mehr wirtschaftliche Faktoren als nur der reine 100kg Satz.

Also, wie willst du das machen? Ganz normale sachliche Einwände, Elser und ich bitte dich genau so sachlich darauf zu antworten.


Sie haben ja Recht, daß ein LKW auf dem bestehenden Wegenetz viel flexibler ein zu setzen ist als das auf dem bestehenden Schienennetz mit Bahnwaggons denkbar ist. Außerdem herrscht unter den Fuhrunternehmen ein beinharter Wettbewerb, der weitere günstige Lösungen im Transportwesen fördert. Das Wegenetz bezahlt der Steuerzahler. Ich glaube nicht, daß der Frachtverkehr seinen Anteil an diesen Kosten trägt. Muß auch nicht, denn die Transportaufgabe ist lebenswichtig für die Allgemeinheit.

Das Problem, das Elser aber so nicht ausdrücklich als Problem umreißt, ist die große Menge von LKWs, die praktisch Stoßstange an Stoßstange unsere Fernstraßen füllen. Erstaunlich, daß nicht noch viel mehr gräßliche Unfälle mit LKW zu verzeichnen sind! An der Umweltbelastung durch diese Fahrzeugflotte wird bisher nicht sonderlich gemäkelt; sie dürfte erheblich sein. Ein glaubhafter Vergleich mit dem Schienenverkehr fehlt; der Schienenverkehr ist auch viel zu sehr vernachlässigt worden, weil erstens der Wettbewerb im Bereich Schienenverkehr nicht richtig entwickelt wurde und zweitens das Schienennetz viele Jahre lang geschrumpft ist... unwirtschaftlich im zugelassenen Betrieb.

Um einen echten Wettbewerb der Verkehrsträger in Gang zu bringen, müßte der Betrieb des Schienenetzes vom Transportbetrieb abgetrennt werden, müßte das Schienennetz erst einmal ausgebaut und gepflegt werden zu Lasten der Steuerzahler, und viele Transportunternehmen müßten die Freiheit haben, günstige Lösungen in Technik und Dienstleistung zu entwickeln... so wie das mit LKW ja auch möglich ist. Daß die Transportaufgabe auch auf den Schienennetzen eine Form der Dienstleistung für die Allgemeinheit ist, das wird oft genug durch platte Kostenvergleiche verdrängt. Wenn schon, dann müßte das Gesamtsystem Straßenverkehr gegen das Gesamtsystem Schienenverkehr oder Luftverkehr gehalten werden.

Derzeit kann ich mir kaum noch vorstellen, daß die "38 Prozent" noch auf der Straße zu wuppen sind. Deshalb könnte man daran denken, zunächst die Mehrleistung auf die Schiene zu verlegen und diesen Verkehrsträger zuvor entsprechend aus zu bauen. Auch dort gibt es ja den Konflikt zwischen Personenverkehr und Frachtverkehr um die Verkehrsfläche... und Unfälle auch dadurch. Ohne planvolle Konzepte, viel Mühe und Investitionen ist da nichts zu machen. Jedenfalls nichts aus der Sicht eines Laien. Andererseits haben uns die Fachleute doch auch in eine Lage gebracht, die so kaum noch Luft nach oben läßt.
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Re: Güterverkehr steigt um 38 %

Beitragvon Alexyessin » Sa 6. Jan 2018, 11:50

H2O hat geschrieben:(06 Jan 2018, 11:20)

Sie haben ja Recht, daß ein LKW auf dem bestehenden Wegenetz viel flexibler ein zu setzen ist als das auf dem bestehenden Schienennetz mit Bahnwaggons denkbar ist. Außerdem herrscht unter den Fuhrunternehmen ein beinharter Wettbewerb, der weitere günstige Lösungen im Transportwesen fördert. Das Wegenetz bezahlt der Steuerzahler. Ich glaube nicht, daß der Frachtverkehr seinen Anteil an diesen Kosten trägt. Muß auch nicht, denn die Transportaufgabe ist lebenswichtig für die Allgemeinheit.


Natürlich trägt der Frachtverkehr seinen Anteil. Via Maut und vor allem via Steuern.

H2O hat geschrieben:(06 Jan 2018, 11:20)
Das Problem, das Elser aber so nicht ausdrücklich als Problem umreißt, ist die große Menge von LKWs, die praktisch Stoßstange an Stoßstange unsere Fernstraßen füllen. Erstaunlich, daß nicht noch viel mehr gräßliche Unfälle mit LKW zu verzeichnen sind! An der Umweltbelastung durch diese Fahrzeugflotte wird bisher nicht sonderlich gemäkelt; sie dürfte erheblich sein. Ein glaubhafter Vergleich mit dem Schienenverkehr fehlt; der Schienenverkehr ist auch viel zu sehr vernachlässigt worden, weil erstens der Wettbewerb im Bereich Schienenverkehr nicht richtig entwickelt wurde und zweitens das Schienennetz viele Jahre lang geschrumpft ist... unwirtschaftlich im zugelassenen Betrieb.


Das Problem hier ist die Privatisierung der Bahn. Daher muss dieses Unternehmen - und alle Bahnunternehmen, die es jetzt gibt, wirtschaftlich denken und handeln. Vor der Privatisierung hatte die Bahn eine sogenannte Zustellungspflicht, egal was - sie mussten es transportieren, sofern es nicht Verkehrstechnisch dagegen verstösst ( Breite über 260 cm zum Beispiel ). Um das zu steuern gab es vom Staat die Tarife, an die sich eben auch alle Speditionen und Fuhrunternehmen zu halten hatten ( Kundensatztafel und ähnliche Aufstellungen die heute nur noch den älteren Berufstätigen bekannt sind ) dazu noch die Kabotage. Dies alles ist mit der Liberalisierung gefallen.

H2O hat geschrieben:(06 Jan 2018, 11:20)
Um einen echten Wettbewerb der Verkehrsträger in Gang zu bringen, müßte der Betrieb des Schienenetzes vom Transportbetrieb abgetrennt werden, müßte das Schienennetz erst einmal ausgebaut und gepflegt werden zu Lasten der Steuerzahler, und viele Transportunternehmen müßten die Freiheit haben, günstige Lösungen in Technik und Dienstleistung zu entwickeln... so wie das mit LKW ja auch möglich ist. Daß die Transportaufgabe auch auf den Schienennetzen eine Form der Dienstleistung für die Allgemeinheit ist, das wird oft genug durch platte Kostenvergleiche verdrängt. Wenn schon, dann müßte das Gesamtsystem Straßenverkehr gegen das Gesamtsystem Schienenverkehr oder Luftverkehr gehalten werden.


Meine Rede seit langem. Solange die Bahn AG eben auch den direkten Zugriff auf das Netz hat, wird es keinen echten Wettbewerb bei den Schienentransporteuren geben können.

H2O hat geschrieben:(06 Jan 2018, 11:20)
Derzeit kann ich mir kaum noch vorstellen, daß die "38 Prozent" noch auf der Straße zu wuppen sind. Deshalb könnte man daran denken, zunächst die Mehrleistung auf die Schiene zu verlegen und diesen Verkehrsträger zuvor entsprechend aus zu bauen. Auch dort gibt es ja den Konflikt zwischen Personenverkehr und Frachtverkehr um die Verkehrsfläche... und Unfälle auch dadurch. Ohne planvolle Konzepte, viel Mühe und Investitionen ist da nichts zu machen. Jedenfalls nichts aus der Sicht eines Laien. Andererseits haben uns die Fachleute doch auch in eine Lage gebracht, die so kaum noch Luft nach oben läßt.


Diese 38 % benennen aber den kompletten Satz aller Transportierten Güter - eben auch Binnenschiff, Bahn, Flugverkehr.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat

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