Fahrradfahrer vs. Fußgänger

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Was sollte Vorrang haben?

Freie Fahrt für freie Fahrradfahrer
9
26%
Schutz von Fußgängern
25
74%
 
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon frems » Mo 18. Jan 2016, 14:37

Elser hat geschrieben:(18 Jan 2016, 13:28)

Typische Antwort aus der "S"PD-Häschenschule. Nur keine möglichen Wähler verärgern. Lieber um die Eier tanzen. Wird aber nicht reichen! :D

Elser

Hat bisher ganz gut gereicht, Genosse Elser. Davon abgesehen zieht der Vorwurf hier nicht, weil die SPD wie die CDU keine Autofahrer verprellen möchte. Der ADAC als größte Lobbyorganisation Deutschlands wird jeden Kanzler absägen, der an diesem unwissenschaftlichen Dogma rüttelt.
Labskaus!

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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon schelm » Mo 18. Jan 2016, 15:12

Elser hat geschrieben:(18 Jan 2016, 13:33)

So sehe ich das auch - immer. Zumal viele Fußgänger sind alte, klapprige Leute sind, die froh sind, dass sie sich noch so eben auf den Beinen halten können.

Elser

Es wird Zeit für eine Reformation der Führerscheinausbildung, dort erreicht man ja die meisten Personen. Verkehr ist ein ganzheitliches Konzept, Regeln müssen unabhängig davon gelten, welche Art Verkehrsteilnehmer man gerade ist. Dies muss vermittelt werden, insbesondere neu, wenn der Autofahrer als Radfahrer und Fußgänger unterwegs ist, da scheint bei sehr vielen noch ein Umschalten vom Regeldenken auf uneingeschränkte Egozentrik zu erfolgen, die andere, auf die Einhaltung von Regeln vertrauend, permanent in Gefahr bringt.

So ist bspw. bei sehr vielen Fußgängern keinerlei Bewußtsein vorhanden Fahrradfahrer zu behindern und zu gefährden, wenn sie sich völlig unkontrolliert / unaufmerksam auf gemeinsamen Verkehrsflächen ( ein ohnehin schwachsinniges Konzept ) bewegen, ja wie selbstverständlich nicht einmal einen direkten Radweg respektieren, sondern diesen selbst belegen, in Dunkelheit, mit freilaufenden Hunden, selbst ohne jede eigne Beleuchtung ( LED ) und ohne jedes Schuldbewusstsein, ergeben sich daraus Beinaheunfälle, da wird grundsätzlich gepöbelt, dem Radfahrer impertinent nahegelegt langsam zu fahren oder einen Bogen um den Fussgänger, wie gesagt, auf dem Radweg. Ganz schnell fallen Beleidigungen und die Androhung von Gewalt, pocht man auf sein Recht.

Ein unerträglicher Zustand. Gleichwohl inakzeptabel erachte ich das Befahren des Bürgersteiges durch Radfahrer und das Fahren ohne Beleuchtung in der Dunkelheit.
Denk ich an D in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht, Heinrich Heine.
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon schelm » Sa 7. Mai 2016, 16:41

Teeernte hat geschrieben:(02 Jan 2016, 00:48)

....heeeeee - wer führt "den" gefährlichen Gegenstand >> Fahrrad ? ????

Hat der Radfahrer irgend wo "Vorfahrt" gegenüber Fußgängern ?

Gibt es die Pflicht von Fußgängern irgendwo - dass sie vor Radfahrern "wegspringen" müssen ?

....der Fußgänger kann//darf jederzeit auf der gemeinsamen Verkehrsfläche stehenbleiben.....

Unfälle mit Fußgängern auf der gemeinsamen Verkehrsfläche verursacht daher (fast immer) der Radfahrer.
(Ausnahme : Stehendes Auto - Autotur wird vom - ehemals Kraftfahrer - nun Fußgänger aufgerissen - ohne auf den Verkehr zu achten.)


....Auf Fußgänger ist besondere Rücksicht zu nehmen....

Rechtslage :



Die Gefahr geht also vom Radfahrer aus, der JEDERZEIT sein Fahrzeug beherrschen (bremsen) MUSS.

http://www.haufe.de/recht/weitere-recht ... 71092.html

Hallo Teeernte, ich hab mich mit diesem Urteil vom OLG Frankfurt noch einmal gesondert befasst und bin dabei zu einer klaren Einschätzung gekommen, die ich in Folge gern begründen möchte :

Ich erachte dieses Urteil als rechtswidrig, als ein klares Fehlurteil. Bereits in der Urteilsbegründung wird von einem Strohmann ausgegangen, so wird argumentiert, es gäbe auf diesen gemeinsamen Verkehrsweg " kein Vorrecht " des Radfahrers. Nur verlangt das auch keiner, sondern es geht um Gleichberechtigung auf einen gemeinsamen Verkehrsweg.
Unter Benutzung des Strohmannes werden im Urteil dem Radfahrer jedwede Rechte abgesprochen und jegliche Rechtssicherheit aberkannt.

Das ist bereits deshalb illegal, weil das OLG hier Bundesrecht außer Kraft setzt, und Bundesrecht ist in diesem Fall die StVO, also gilt auch deren § 1 der von allen Verkehrsteilnehmern Aufmerksamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme verlangt. Das Urteil allerdings enthebt den Fussgänger davon grundsätzlich und vollständig, er wird umfänglich aus der Verantwortung für sein Verhalten entlassen.

Gleichwohl legt der Gesetzgeber dem Radfahrer aber eine Benutzungspflicht dieses Weges auf, verläuft er parallel zur Fahrbahn, entfällt somit für den Radfahrer das Recht die Straße zu benutzen, es sei denn, der gemeinsame Fuss - / Radweg wäre nicht benutzbar ( Witterung, zugeparkt etc. )

Halten wir also fest : Folgt man dem Gesetzgeber und dem Urteil des OLG Frankfurt, besteht für den Radfahrer bei einer solchen Wegesituation keine legale Möglichkeit mehr Rad zu fahren, er darf es nicht auf der Straße - und er kann es nicht vernünftig vertretbar auf dem gemeinsamen Weg, da auf selbigen nur für ihn Verkehrsregeln gelten.

Vergleichbar wäre das, wie wenn ich diesen Richter verhöhne mit der Bemerkung : Was wollen Sie denn ? Sie dürfen doch durch Frankfurt mit ihrem Auto " fahren ", die Sache hat nur einen Haken : Nur für Sie gelten Regeln, für alle anderen nicht .... :rolleyes:
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon Teeernte » Sa 7. Mai 2016, 19:58

schelm hat geschrieben:(07 May 2016, 17:41)

Hallo Teeernte, ich hab mich mit diesem Urteil vom OLG Frankfurt noch einmal gesondert befasst und bin dabei zu einer klaren Einschätzung gekommen, die ich in Folge gern begründen möchte :

Ich erachte dieses Urteil als rechtswidrig, als ein klares Fehlurteil. Bereits in der Urteilsbegründung wird von einem Strohmann ausgegangen, so wird argumentiert, es gäbe auf diesen gemeinsamen Verkehrsweg " kein Vorrecht " des Radfahrers. Nur verlangt das auch keiner, sondern es geht um Gleichberechtigung auf einen gemeinsamen Verkehrsweg.
Unter Benutzung des Strohmannes werden im Urteil dem Radfahrer jedwede Rechte abgesprochen und jegliche Rechtssicherheit aberkannt.

Das ist bereits deshalb illegal, weil das OLG hier Bundesrecht außer Kraft setzt, und Bundesrecht ist in diesem Fall die StVO, also gilt auch deren § 1 der von allen Verkehrsteilnehmern Aufmerksamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme verlangt. Das Urteil allerdings enthebt den Fussgänger davon grundsätzlich und vollständig, er wird umfänglich aus der Verantwortung für sein Verhalten entlassen.

Gleichwohl legt der Gesetzgeber dem Radfahrer aber eine Benutzungspflicht dieses Weges auf, verläuft er parallel zur Fahrbahn, entfällt somit für den Radfahrer das Recht die Straße zu benutzen, es sei denn, der gemeinsame Fuss - / Radweg wäre nicht benutzbar ( Witterung, zugeparkt etc. )

Halten wir also fest : Folgt man dem Gesetzgeber und dem Urteil des OLG Frankfurt, besteht für den Radfahrer bei einer solchen Wegesituation keine legale Möglichkeit mehr Rad zu fahren, er darf es nicht auf der Straße - und er kann es nicht vernünftig vertretbar auf dem gemeinsamen Weg, da auf selbigen nur für ihn Verkehrsregeln gelten.

Vergleichbar wäre das, wie wenn ich diesen Richter verhöhne mit der Bemerkung : Was wollen Sie denn ? Sie dürfen doch durch Frankfurt mit ihrem Auto " fahren ", die Sache hat nur einen Haken : Nur für Sie gelten Regeln, für alle anderen nicht .... :rolleyes:


Beim GEMEINSAMEN Verkehrsweg ist normalerweise die langsamste Geschwindigkeit des langsamsten Verkehrsteilnehmers die Richtgeschwindigkeit ....SCHRITT-GESCHWINDIGKEIT... (Wenn zB PKW in diese Gemeinsam genutzte Fläche eingebunden werden)

Aber der Reihenfolge ... #1 hat 2 Seiten...

Straßenverkehrs-Ordnung (StVO)
§ 1 Grundregeln

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
(2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.


Auf der gemeinsamen Verkehrsfläche können auch Kleinkinder // Kinder am "Strassenverkehr" teilnehmen... - aber auch Blinde, Hörgeschädigte... aber auch geistig Behinderte..oder auch durch Alkohol eingeschränkte Menschen (bis 1,8pro) teilnehmen...

....von dem die gefährdung ausgeht - hat sich so zu benehmen, dass er keinen anderen....>>...geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird...

DESHALB wird die Geschwindigkeit der Teilnehmer zB. begrenzt .... in der Stadt - wenn sich PKW und Fahrräder den Verkehrsweg teilen....

Deshalb werden auch bei über 100 kmh Fahrräder von der Benutzung des Fahrweges ausgeschlossen.

(NUR GUT dass die Bahn dem Staat gehört..... sonst hätte die in Würstelberg dem Radfahrer noch Vorfahrt zu geben.....abwink..)
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon schelm » Sa 7. Mai 2016, 21:33

@ Teeernte :

Leider gehst du auf den Inhalt meines Beitrages nicht ein. Selbst wenn es Recht wäre oder ist, die Richtgeschwindigkeit auf dem gemeinsamen Verkehrsweg auf 10km/h festzuschreiben, also der eines zügig laufenden Fussgängers, so entstünde daraus keine Logik die den Fußgänger von seiner Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme entbinden kann.

Auch ein Fussgänger, der spontan im 90 Gradwinkel den Weg quert und in ein ebenfalls nur 10km/h fahrendes Fahrrad läuft, kann den Radfahrer zum Sturz bringen. Abgesehen davon, ein sicherer Betrieb des Rades mit 10km/h dürfte a) zweifelhaft sein ( Gleichgewicht ) und b) wird das RADFAHREN damit dem Sinne nach ad Absurdum geführt, damit der Radfahrer dem Fussgänger gleichgestellt, somit könnte er auch absteigen und schieben.

Aber, all dies war nicht die Essenz meines Vorbeitrages, denn natürlich könnte man argumentieren, ein Radfahrer wird ja nicht gezwungen einen solchen Weg mit solchen Einschränkungen zu benutzen.

Doch, und hier fängt das beschriebene Problem ja an, wenn ein solcher Weg eingerichtet und benutzbar ist, dann darf der Radfahrer nicht die Straße benutzen. Also wird sein Recht zu fahren damit aufgehoben. Nochmal : Auf der Straße darf er in diesem Fall nicht fahren, und auf dem gemeinsamen Weg ist das Fahren im Sinne der Eigenschaft des Wortes nicht möglich.

Ich bin mir sicher, dass eine solche Entrechtung keinen Bestand in einem letztinstanzlichen Urteil haben kann. Das Recht an Hand der Straßenverkehrsordnung fahren zu dürfen, ist eine Selbstverständlichkeit, man kann es einem Verkehrsteilnehmer nicht mit ordnungspolitischen Raffinessen abspenstig machen.

Wenn also die Einschränkungen auf dem gemeinsamen Weg Bestand haben sollen, dann muss dessen Benutzungspflicht für den Radfahrer im Gegenzug entfallen, alles andere ist Willkür.

Ergänzung : Deine Argumentation Kinder, Gehörlose, Betrunkene etc. ist imho kein wirkliches Argument, denn das gleiche Problem besteht für den Autofahrer auch, und der darf trotzdem mit einer Tonne Gewicht oder mehr , sowie sogar mit 50km/h durch die Stadt " rasen ", obwohl jeder Zeit eine dieser von dir benannten Personen den Bürgersteig spontan verlassen könnte, auf Grund ihrer Einschränkungen.

Im Prinzip wäre hier eine vergleichbare Situation schaffbar, in dem man den gemeinsamen Weg, da wo er breit genug ist, in zwei Hälften teilt, eine Spur für Radfahrer und eine für Fussgänger. Nur dazu müsste die Gesellschaft bereit sein den Radfahrer als Verkehrsteilnehmer mit Rechten zu akzeptieren und nicht als lästiges Hindernis, daran mangelt es aber prinzipiell, auch deshalb meint der Fussgänger eine gemeinsame Verkehrsfläche als reinen Bürgersteig zu verstehen und zu nutzen.
Zuletzt geändert von schelm am Sa 7. Mai 2016, 21:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon Teeernte » Sa 7. Mai 2016, 21:47

schelm hat geschrieben:(07 May 2016, 22:33)

@ Teeernte :

Leider gehst du auf den Inhalt meines Beitrages nicht ein. Selbst wenn es Recht wäre oder ist, die Richtgeschwindigkeit auf dem gemeinsamen Verkehrsweg auf 10km/h festzuschreiben, also der eines zügig laufenden Fussgängers, so entstünde daraus keine Logik die den Fußgänger von seiner Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme entbinden kann.

Auch ein Fussgänger, der spontan im 90 Gradwinkel den Weg quert und in ein ebenfalls nur 10km/h fahrendes Fahrrad läuft, kann den Radfahrer zum Sturz bringen. Abgesehen davon, ein sicherer Betrieb des Rades mit 10km/h dürfte a) zweifelhaft sein ( Gleichgewicht ) und b) wird das RADFAHREN damit dem Sinne nach ad Absurdum geführt, damit der Radfahrer dem Fussgänger gleichgestellt, somit könnte er auch absteigen und schieben.

Aber, all dies war nicht die Essenz meines Vorbeitrages, denn natürlich könnte man argumentieren, ein Radfahrer wird ja nicht gezwungen einen solchen Weg mit solchen Einschränkungen zu benutzen.

Doch, und hier fängt das beschriebene Problem ja an, wenn ein solcher Weg eingerichtet und benutzbar ist, dann darf der Radfahrer nicht die Straße benutzen. Also wird sein Recht zu fahren damit aufgehoben. Nochmal : Auf der Straße darf er in diesem Fall nicht fahren, und auf dem gemeinsamen Weg ist das Fahren im Sinne der Eigenschaft des Wortes nicht möglich.

Ich bin mir sicher, dass eine solche Entrechtung keinen Bestand in einem letztinstanzlichen Urteil haben kann. Das Recht an Hand der Straßenverkehrsordnung fahren zu dürfen, ist eine Selbstverständlichkeit, man kann es einem Verkehrsteilnehmer nicht mit ordnungspolitischen Raffinessen abspenstig machen.

Wenn also die Einschränkungen auf dem gemeinsamen Weg Bestand haben sollen, dann muss dessen Benutzungspflicht für den Radfahrer im Gegenzug entfallen, alles andere ist Willkür.


Der Fussgänger hat einen Bremsweg von NULL Meter. Selbst wenn WIR uns per Fuss unterwegs direkt "treffen" zusammenrammeln - gibts maximal blaue Flecke.

Ich muss also 1 m im VORAUS schauen....bei 5 kmh und Bremsweg von NULL....als Fussgänger - ich muss die Hand nicht raushalten - wenn ich abbiege....

Natürlich versuch ich mich für andere "Berechenbar/vorausschauend" zu bewegen.

Gehen 3 Fussgänger auf einer 10 m breiter Strasse (5kmh) - und 3 Radfahrer donnern mit 40 kmh vorbei..... ists so - als wenn auf der Strasse ein Motorrad an DIR mit 200++ vorbeibrettert.... es kann gutgehen - wenn DU Dich "ordentlich" verhällst - berechenbar eben. (Karrt der Motorradfahrer den Radfahrer um - hat das Motorrad die Schuld - oder ??)

Wird die Strasse VOLL - muss Radler zur NOT SCHIEBEN - wenn er nicht vorankommt....erwarten dass eine Radgasse freigehalten wird - kannst Du vergessen... :D :D
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon schelm » Sa 7. Mai 2016, 22:02

Nein, du bringst den Radfahrer zum Sturz, wenn er dich mit 10km/h überholt und du auf gleicher Höhe spontan nach links im 90 Gradwinkel in das Rad läufst. Machen Jogger gern.....
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon Teeernte » Sa 7. Mai 2016, 22:10

schelm hat geschrieben:(07 May 2016, 23:02)

Nein, du bringst den Radfahrer zum Sturz, wenn er dich mit 10km/h überholt und du auf gleicher Höhe spontan nach links im 90 Gradwinkel in das Rad läufst. Machen Jogger gern.....


Sicherheitsabstand.... mindestens 1,5m - den muss ein Auto (starker Verkehrsteilnehmer) auch gegen den schächeren (Fahrrad) einhalten...

Wenn Du Fahrradfahrer (Starker Verkehrsteilnehmer) diesen Abstand zum Schwächeren Verkehrsteilnehmer nicht hällst.... bist Du Schuld..

(So wie der Radfahrer nicht ins Schlagloch//über den Kanaldeckel Springen MUSS....und einen "Schlenker" machen DARF :D :D ......hat der Radfarer dann RECHT - und das Auto hat ihn trotzdem überfahren) .
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon jorikke » So 8. Mai 2016, 16:41

schelm hat geschrieben:(18 Jan 2016, 15:12)

Es wird Zeit für eine Reformation der Führerscheinausbildung, dort erreicht man ja die meisten Personen. Verkehr ist ein ganzheitliches Konzept, Regeln müssen unabhängig davon gelten, welche Art Verkehrsteilnehmer man gerade ist. Dies muss vermittelt werden, insbesondere neu, wenn der Autofahrer als Radfahrer und Fußgänger unterwegs ist, da scheint bei sehr vielen noch ein Umschalten vom Regeldenken auf uneingeschränkte Egozentrik zu erfolgen, die andere, auf die Einhaltung von Regeln vertrauend, permanent in Gefahr bringt.

So ist bspw. bei sehr vielen Fußgängern keinerlei Bewußtsein vorhanden Fahrradfahrer zu behindern und zu gefährden, wenn sie sich völlig unkontrolliert / unaufmerksam auf gemeinsamen Verkehrsflächen ( ein ohnehin schwachsinniges Konzept ) bewegen, ja wie selbstverständlich nicht einmal einen direkten Radweg respektieren, sondern diesen selbst belegen, in Dunkelheit, mit freilaufenden Hunden, selbst ohne jede eigne Beleuchtung ( LED ) und ohne jedes Schuldbewusstsein, ergeben sich daraus Beinaheunfälle, da wird grundsätzlich gepöbelt, dem Radfahrer impertinent nahegelegt langsam zu fahren oder einen Bogen um den Fussgänger, wie gesagt, auf dem Radweg. Ganz schnell fallen Beleidigungen und die Androhung von Gewalt, pocht man auf sein Recht.

Ein unerträglicher Zustand. Gleichwohl inakzeptabel erachte ich das Befahren des Bürgersteiges durch Radfahrer und das Fahren ohne Beleuchtung in der Dunkelheit.


Gelten denn Fahrrad fahrende Hunde auch als "freilaufend"?
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon schelm » So 8. Mai 2016, 17:29

jorikke hat geschrieben:(08 May 2016, 17:41)

Gelten denn Fahrrad fahrende Hunde auch als "freilaufend"?


https://openjur.de/u/87928.html
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon jack000 » Do 15. Sep 2016, 09:50

Die Sache spitzt sich zu:
Stuttgart - Nach dem Anschlag auf einen Mountainbiker im Stuttgarter Westen ist im Netz eine hitzige Debatte über das teils konfliktreiche Miteinander von Radfahrern und Fußgängern entfacht. In etlichen Kommentaren auf der Facebook-Seite unserer Zeitung machen Nutzer ihrer Wut Luft und verurteilen die grausame Tat. Die rätselhafte Stolperfalle gegen den 26-jährigen Radfahrer in einem Wald sei nichts anderes als versuchter Mord, so das Echo. Doch viele prangern auch die aus ihrer Sicht fehlende Rücksichtnahme mancher Radler an.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 6b857.html

Schon krass dass selbst schwere Verletzungen bis hin zum Tod in Kauf genommen werden. Andersherum zeigt es aber auch mit was für einen Zaster der durch den Wald gerast ist, denn bei normaler Geschwindigkeit hätte man ja in jedem Fall noch bremsen können.
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon schokoschendrezki » Do 15. Sep 2016, 09:58

Dabei stand "Fahrrad" irgendwann mal auch für "Entschleunigung" ... :s
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon schelm » Do 15. Sep 2016, 10:23

jack000 hat geschrieben:(15 Sep 2016, 10:50)

Die Sache spitzt sich zu:

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 6b857.html

Schon krass dass selbst schwere Verletzungen bis hin zum Tod in Kauf genommen werden. Andersherum zeigt es aber auch mit was für einen Zaster der durch den Wald gerast ist, denn bei normaler Geschwindigkeit hätte man ja in jedem Fall noch bremsen können.

1. Der Mountainbiker ist nicht durch den Wald " gerast ", Fahrräder bewegen sich weit unterhalb der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50km/h innerhalb von Ortschaften. Sollte das einem Fussgänger zu schnell sein, dann deshalb, damit er ohne Umsicht Wege queren und benutzen, er im Prinzip jeden Weg als Bürgersteig beanspruchen kann. Auch den Waldweg offenbar, auf dem sich Forstfahrzeuge mit höheren Geschwindigkeiten als Radfahrer fortbewegen.

2. Ein Mountainbiker im Wald fährt in der Regel abseits der Trampelpfade Gefälle und Steigungen, dies ist Sinn des Fahrens mit einem Mountainbike. Aus dem Bericht :

" Wie die Polizei mitteilte, wurde der Mann von einem Seil in Kopfhöhe vom Fahrrad gerissen und schwer verletzt."

3. Das Seil in Kopfhöhe wird also hochwahrscheinlich über einen Waldweg gespannt gewesen sein. Es ist nur relativ sicher rechtzeitig festzustellen, wenn der Radfahrer ein Fussgänger ist, der sein Fahrrad als Gepäck mitführt. Wolltest du das ausdrücken ? Warum sollte ein Radfahrer auf einem Waldweg sich in Schrittgeschwindigkeit bewegen, wenn kein weiterer Verkehr vorhanden ist ? Aber auch dann kann es übersehen werden, denn weder ein Fussgänger noch ein Radfahrer stieren permanent gerade aus auf Augenhöhe.
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon Alexyessin » Do 15. Sep 2016, 10:39

jack000 hat geschrieben:(05 Jun 2014, 09:31)

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... a7acf.html

Schwieriger Konflikt. Was sollte Vorrang haben? Freie Fahrt für freie Fahrradfahrer oder Schutz von Fußgängern?


Ein Radler hat auf einem Gehweg nichts verloren ( es sein denn, es ist ein Kind ) und ein Fußgänger nicht auf dem Radlweg.
Bei Mischwegen bleibt der Konflikt nicht aus, da ja der Fahrradfahrer mit dem STrassenverkehr fahren muss, den Fugängern aber offen gelassen wird ob sie dagegen laufen wollen oder nicht.
Und da hilft das einzige: Rücksichtnahme - und da sind Radler und Latscher immer noch um Längen besser als Autofahrer.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon jack000 » Do 15. Sep 2016, 10:47

Alexyessin hat geschrieben:(15 Sep 2016, 11:39)Bei Mischwegen bleibt der Konflikt nicht aus,

M.E. war das auf einer Strecke, die nicht für Fahrradfahrer erlaubt sind (schmaler als 2 Meter). Trotzdem wird dort gefahren als ob dieses Verbot gar nicht existiert und das ist der Konflikt bei dem Thema.
=> Wenn er also das Seil zu spät/nicht gesehen hat könnte er genauso gut einen Fußgänger übersehen haben und dann wäre der ebenso im Krankenhaus (Rechtfertigt trotzdem nicht so ein Seil)
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon Alexyessin » Do 15. Sep 2016, 12:08

jack000 hat geschrieben:(15 Sep 2016, 11:47)

M.E. war das auf einer Strecke, die nicht für Fahrradfahrer erlaubt sind (schmaler als 2 Meter). Trotzdem wird dort gefahren als ob dieses Verbot gar nicht existiert und das ist der Konflikt bei dem Thema.
=> Wenn er also das Seil zu spät/nicht gesehen hat könnte er genauso gut einen Fußgänger übersehen haben und dann wäre der ebenso im Krankenhaus (Rechtfertigt trotzdem nicht so ein Seil)


Solche Aktionen rechtfertigt es nicht, aber da hilft eher mal bewusst breit zu gehen.
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon schelm » Do 15. Sep 2016, 14:06

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Sep 2016, 10:58)

Dabei stand "Fahrrad" irgendwann mal auch für "Entschleunigung" ... :s

Mental und infrastrukturell herrscht in der Gesellschaft das Bild von der radelnden Omi, die mit 10km/h zum Bäcker düst leider immer noch vor, während andere Länder Milliarden investieren, um dem Radverkehr die benötigte Infrastruktur zu geben ( UK, Dänemark ).

Umstieg aufs Rad wegen Klima und Gesundheit einerseits zu propagieren, Fahrräder zu verkaufen, teurer als manch guter Gebrauchtwagen, andererseits den Radfahrer als Störfaktor und Neutrum im Verkehr zu erachten, angewiesen auf die Gnade anderer gelegentlich mal Platz zu machen (...), passt eben nicht wirklich zusammen.

Allein das Konzept, Fussgänger und Radfahrer auf einen Weg zu packen, zeugt von o.g. gesellschaftlicher Mentalität, nicht nur von infrastruktureller Flickschusterei, denn das Konzept geht nicht einher mit Auflagen an Fussgänger, die diese Wege benutzen. Aber genau das wäre das Minimum, um das Konzept halbwegs vernünftig erachten zu können.

Warum bspw. fahren Fahrzeuge hintereinander? Warum ist das Fussgängern nicht zuzumuten, die sich da bewegen, wo auch schnellere Verkehrsteilnehmer berechtigt sind zu fahren ? Warum gilt auf solchen Wegen nicht uneingeschränkt der Paragraf 1 der Straßenverkehrsordnung hinsichtlich der Gegenseitigkeit ? Ein gemeinsamer Weg ist eben kein Bürgersteig.

@ Jack : Wer einen Fussgänger übersieht, ist abgelenkt, fährt ohne Licht oder unangemessen durch eine Kurve. Ein über den Weg gespanntes Seil zu übersehen ist damit nicht vergleichbar, ist es nicht armdick.
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon relativ » Do 15. Sep 2016, 14:15

Es gibt ja eigentlich kein Weg für Fahrradfahrer und Fussgänger, wo beide Gleichberechtigt sind. Auf Fusswegen auf denen auch Fahrräder fahren dürfen (und das sind die meisten Mischwege) hat immer der Fußgänger vorrang. D.h. der Fahrradfahrer hat die Pflicht aufzupassen wo er hinfährt, der Fussgänger darf einfach stehen bleiben, oder auf seiner Spur weiter gehen.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon jack000 » Do 15. Sep 2016, 14:23

@ Schelm&relativ
Es ging hierbei nicht um einen Mischweg.
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon relativ » Do 15. Sep 2016, 14:26

jack000 hat geschrieben:(15 Sep 2016, 15:23)

@ Schelm&relativ
Es ging hierbei nicht um einen Mischweg.

Aber der im Wald wäre ja auch einer.
Neue Wege in die Natur bauen dafür kann nun wirklich niemand ernsthaft eintreten, es sei denn man legt Künstliche Hügelketten mit Waldbestand für die Mountainbiker an.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.

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