Fahrradfahrer vs. Fußgänger

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Was sollte Vorrang haben?

Freie Fahrt für freie Fahrradfahrer
8
26%
Schutz von Fußgängern
23
74%
 
Abstimmungen insgesamt: 31
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Milady de Winter
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon Milady de Winter » Do 7. Aug 2014, 17:41

Was ist mit dem Schutz von Autofahrern vor diesen wildgewordenen Fahrradfahrern? :x
Zuletzt geändert von Milady de Winter am Do 7. Aug 2014, 17:42, insgesamt 1-mal geändert.
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frems
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon frems » Do 7. Aug 2014, 18:06

Milady de Winter » Do 7. Aug 2014, 18:41 hat geschrieben:Was ist mit dem Schutz von Autofahrern vor diesen wildgewordenen Fahrradfahrern? :x

Den Schutz gibt es in Form von einer dicken Schicht Blech bereits.
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Milady de Winter
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon Milady de Winter » Fr 8. Aug 2014, 09:15

frems » Do 7. Aug 2014, 19:06 hat geschrieben:
Milady de Winter » Do 7. Aug 2014, 18:41 hat geschrieben:Was ist mit dem Schutz von Autofahrern vor diesen wildgewordenen Fahrradfahrern? :x

Den Schutz gibt es in Form von einer dicken Schicht Blech bereits.

Darauf, dass mir so ein rasender Honk einen Blechschaden verursacht, kann ich verzichten. Fahrlässigkeit gibt es nicht nur unter Autofahrern, sondern auch unter Fahrradfahrern und Fußgängern, auch wenn letztere bei einer Kollision mit dem jeweils "Stärkeren" tendenziell den größeren Schaden haben.
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon Gilmoregirl » Fr 8. Aug 2014, 16:45

Wie wäre es ganz einfach, wenn man sich an §1 der STVO hält? Dann kämen solche Diskussionen erst gar nicht auf.

§ 1
Grundregeln

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

(2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.


Aber da sich heutzutage jeder selbst viel zu wichtig nimmt, muss man leider solche Grundsätze diskutieren.
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Milady de Winter
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon Milady de Winter » Fr 8. Aug 2014, 17:47

Da hast Du leider recht, Gili.
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon jack000 » Do 5. Mär 2015, 21:31

Fahradfahrer sind für Fußgänger nicht nur in der Natur, sondern auch in städtischen Bereichen ein Problem.

Der Bund der Fußgänger zum Thema:
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon Cat with a whip » Fr 6. Mär 2015, 02:40

Gilmoregirl » Fr 8. Aug 2014, 16:45 hat geschrieben:Wie wäre es ganz einfach, wenn man sich an §1 der STVO hält? Dann kämen solche Diskussionen erst gar nicht auf.


Derlei Stränge funktionieren aber nur, wenn man so tut, als gäbe es ihn nicht. Asonsten merkt man es kommt das Frühjahr. Das Über-Fahrradfahrer-Aufreg-Thema bekommt bei den Trotteln wieder Konjunktur.
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon Corella » Fr 6. Mär 2015, 13:56

Billie Holiday » Mi 6. Aug 2014, 14:35 hat geschrieben:wenn ich zu Fuß gehe, hasse ich die Radfahrer, wenn ich radel, die Fußgänger und als Autofahrer beide :cool:


Yep, mir geht´s wie Billie.
Im Verkehr herrscht zu viel Gefühl. Zum Teil wohl auch unserer Regelungswut geschuldet. Wird der Radler an einer von drei Einmündungen oder Kreuzungen genötigt, auf Deppen mit aufzupassen, "revanchiert" er sich adrenalinreich auf m Feldweg. Welcher Berufsverkehrfahrer rafft, dass "Radfahrer frei" kein obligatorischer Fahrradweg ist und der Radler vor ihm, an dem er vor der Kurve nicht vorbei kommt, die Straße ABER AUCH benutzen darf.... Vielleicht wäre eine Universalregel, nach der niemand im Recht ist und jeder auf jeden Rücksicht zu nehmen hat und wenn es rummst entsprechend in der Pflicht ist, eine bessere Lösung. Und zwar je schneller und massiger, desto mehr. Neapel und Rom machen es lang schon vor.
Und dann die endlosen Lobbyschlachten. Auf die Förster mit ihrer Bodenverdichtung hab ich da gerade gewartet. Klar, sie haben mittlerweile hohe Standards in dieser Hinsicht. Trotzdem ist die Belastung durch Erholungsuchende gegenüber dem ganz normale Umweltfrevel der Großen Betriebe Forst und Landwirtschaft dramatisch größer. Was bitte ist die Verdichtung durch Mountainbiker bitte im Verhältnis hangparalleler Forstwege mit rückschreitender Erosion oberwärts. Können die Förster aber froh sein, dass das nur Profis verstehen...
Wir haben uns ... der Illusion hingegeben, dass es so etwas wie Umweltkapital nicht gibt. Dass man ... [es] zum Nulltarif nutzen kann und ... in diesen Kapitalstock nicht reinvestieren muss. (Klaus Töpfer 2005)
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon garfield336 » Fr 6. Mär 2015, 14:05

schelm » Do 5. Jun 2014, 09:25 hat geschrieben:Fußgänger beanspruchen leider überall wo Radfahrer auch die gleichen Wege nutzen ( dürfen ), flanieren zu können


Ich beanspruche das Recht zum flanieren.
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon garfield336 » Fr 6. Mär 2015, 14:10

frems » Mi 6. Aug 2014, 14:33 hat geschrieben:Radfahrer müssen ja in ihrer Spur bleiben



Der ist Fahrradfahren sehr schlecht, er fällt oft hin.
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paradoxx
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon paradoxx » Fr 6. Mär 2015, 18:32

Im Zweifel zugunsten des Schwächeren (Langsameren)
Willensbildung ist demokratisch-repräsentativ oder totalitär, eins schließt das andere aus (s. Art. 137 GG)
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon frems » Sa 7. Mär 2015, 13:51

jack000 » Do 5. Mär 2015, 21:31 hat geschrieben:Fahradfahrer sind für Fußgänger nicht nur in der Natur, sondern auch in städtischen Bereichen ein Problem.

Glaubst Du denn, daß aggressive Radfahrer hinterm Lenkrad plötzlich zivilisiert werden? Zumal sie als Autofahrer größere Schäden anrichten. Aber mit Verkehrsströmen kann man Euch Raser ja eh nicht überzeugen. :|
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon jack000 » Sa 7. Mär 2015, 14:02

frems » Sa 7. Mär 2015, 13:51 hat geschrieben:Glaubst Du denn, daß aggressive Radfahrer hinterm Lenkrad plötzlich zivilisiert werden? Zumal sie als Autofahrer größere Schäden anrichten.

Um Gottes Willen, es ging ja auf keinen Fall darum die zu Autofahrern zu machen => Je weniger Leute Autofahren desto besser.
Aber man könnte aus denen Fußgänger machen. Das diese dann als Fußgänger andere Leute anrempeln glaube ich nicht.

Der Unterschied zwischen Autofahrern und Fahrradfahren die Verkehrsverstöße begehen ist, dass Autofahrer genau wissen was sie falsch gemacht haben und sich eine blöde Ausrede einfallen lassen ("Ich habe das Schild nicht gesehen"), während Fahrradfahrer gar nicht erst ihr Vergehen einsehen.

Aber mit Verkehrsströmen kann man Euch Raser ja eh nicht überzeugen. :|

Wer ist "Euch"? Ich halte mich an die Verkehrsregeln und werde niemals in meinem Leben meinen Führerschein verlieren :thumbup:
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon frems » Sa 7. Mär 2015, 14:07

jack000 » Sa 7. Mär 2015, 14:02 hat geschrieben:Um Gottes Willen, es ging ja auf keinen Fall darum die zu Autofahrern zu machen => Je weniger Leute Autofahren desto besser.
Aber man könnte aus denen Fußgänger machen. Das diese dann als Fußgänger andere Leute anrempeln glaube ich nicht.

Ich glaub nicht, daß ein Städter, der ggf. 5-10km für den Arbeitsweg zurücklegt, lieber zu Fuß geht. Da wird er eher aufs Auto setzen, wenn es für die Strecke keine vernünftige ÖPNV-Anbindung gibt.

Der Unterschied zwischen Autofahrern und Fahrradfahren die Verkehrsverstöße begehen ist, dass Autofahrer genau wissen was sie falsch gemacht haben und sich eine blöde Ausrede einfallen lassen ("Ich habe das Schild nicht gesehen"), während Fahrradfahrer gar nicht erst ihr Vergehen einsehen.

Du meinst, ein Radfahrer kennt die Regeln nicht und fährt z.B. aus Unwissen über eine rote Ampel? Das glaub ich eher nicht. Der Unterschied ist vor allem der, daß ein Radfahrer bei Verkehrsverstößen in der Regel sich in Gefahr bringt, während der Autofahrer eine Gefahr für andere ist. Deshalb wird nach Gesetz ja auch anders beurteilt. Als Radfahrer einen Fußgänger zu Tode fahren, dürfte nicht so häufig passieren, während Autofahrer täglich Fußgänger ermorden, was häufig durch Verkehrsverstöße durch Autofahrer (inkl. Lkw-Fahrer) passiert.

Eine Lösung wäre natürlich, wenn man die physische Trennung von Radfahrern und Fußgängern weiter vorantreibt. Aber das ist im Straßenraum meist nur möglich, wenn man den Autofahrern etwas abzwackt. Und was das für ein Gezeter auslöst, kann sich ja jeder denken.

Wer ist "Euch"? Ich halte mich an die Verkehrsregeln und werde niemals in meinem Leben meinen Führerschein verlieren :thumbup:

Das glaubt ja jeder, selbst wenn er 90 ist.
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon schelm » So 8. Mär 2015, 01:23

garfield336 » Fr 6. Mär 2015, 14:05 hat geschrieben:
Ich beanspruche das Recht zum flanieren.

Ich meine mit " flanieren " völlig unaufmerksam und für beide Seiten gefährlich sich auf einer gemeinsamen Verkehrsfläche zu bewegen. Du auch ?
Denk ich an D in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht, Heinrich Heine.
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon schelm » So 8. Mär 2015, 01:28

Gilmoregirl » Fr 8. Aug 2014, 16:45 hat geschrieben:Wie wäre es ganz einfach, wenn man sich an §1 der STVO hält? Dann kämen solche Diskussionen erst gar nicht auf.

§ 1
Grundregeln

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

(2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.


Aber da sich heutzutage jeder selbst viel zu wichtig nimmt, muss man leider solche Grundsätze diskutieren.

Nur leider interessiert das die meisten Fußgänger auf einer gemeinsamen Verkehrsfläche nicht. Sie ignorieren die Radfahrer, verhalten sich wie auf dem Bürgersteig.
Denk ich an D in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht, Heinrich Heine.
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon frems » Sa 2. Jan 2016, 00:33

In Berlin fühlen sich viele Fußgänger von rücksichtslosen Radfahrern auf Gehwegen drangsaliert. Haben Sie viele Beschwerden wegen so etwas?

Bei uns ist eigentlich jedem klar, dass Radfahrer auf dem Gehweg nichts zu suchen haben. Das funktioniert auch gut, weil unsere Radspuren beidseitig baulich abgetrennt sind, also sowohl von der Fahrbahn als auch vom Gehweg. Um es mal deutlich zu sagen: Wenn ich anfangen würde, einfach einen Teil der Gehwege rot einzufärben wie hier in Berlin, würde ich von einem wütenden Mob aus der Stadt gejagt. Die Leute würden das niemals akzeptieren!

http://www.tagesspiegel.de/berlin/kopen ... 67004.html

Da hat der gute Mann wohl recht. Er ignoriert aber, daß es keine physisch getrennten Radwege als Alternativen gibt, sondern nur die normale Fahrbahn, was nicht jedermanns Sache ist, wenn Pkw, Lkw, Busse etc. mit 50, 60 kmh an ihnen vorbeifahren. Bei mageren 13% Radverkehr wird sich da auch kaum ein Politiker die Finger verbrennen wollen, egal wie positiv viele Beispiele bewertet werden. Da ist der rote Streifen an der Seite des Gehwegs sympathischer.
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon Teeernte » Sa 2. Jan 2016, 00:48

schelm » So 8. Mär 2015, 02:28 hat geschrieben:Nur leider interessiert das die meisten Fußgänger auf einer gemeinsamen Verkehrsfläche nicht. Sie ignorieren die Radfahrer, verhalten sich wie auf dem Bürgersteig.


....heeeeee - wer führt "den" gefährlichen Gegenstand >> Fahrrad ? ????

Hat der Radfahrer irgend wo "Vorfahrt" gegenüber Fußgängern ?

Gibt es die Pflicht von Fußgängern irgendwo - dass sie vor Radfahrern "wegspringen" müssen ?

....der Fußgänger kann//darf jederzeit auf der gemeinsamen Verkehrsfläche stehenbleiben.....

Unfälle mit Fußgängern auf der gemeinsamen Verkehrsfläche verursacht daher (fast immer) der Radfahrer.
(Ausnahme : Stehendes Auto - Autotur wird vom - ehemals Kraftfahrer - nun Fußgänger aufgerissen - ohne auf den Verkehr zu achten.)


....Auf Fußgänger ist besondere Rücksicht zu nehmen....

Rechtslage :

Auf einem gemeinsamen Rad- und Gehweg haben Radfahrer nicht Vorrang vor Fußgängern
Auf einem gemeinsamen Rad- und Gehweg haben Radfahrer keinerlei Vorrang vor Fußgängern, sondern hätten umgekehrt auf diese Rücksicht zu nehmen und ihre Fahrweise so einzurichten, dass jede Gefährdung vermieden werde. Der Kläger habe sich grob fahrlässig verkehrswidrig verhalten, als er keinen ausreichenden Abstand zum Grundstückseingang eingehalten habe.
Auf solch kombinierten Strecken gilt: Fahrradfahrer haben viel mehr Sorgfaltspflichten als Fußgänger. Sie müssen jederzeit anhalten können – auch wenn Fußgänger überraschend ihren Weg kreuzen. Wer per Pedes unterwegs ist, darf dagegen so gut wie alles: Er muss weder nach hinten noch um die Ecke herum nach Drahteseln Ausschau halten. Er darf plötzlich stehenbleiben oder den Weg über die gesamte Breite nutzen. Dem Fahrradfahrer bleibt hier nur: Aufmerksam sein, Tempo drosseln und das Beste hoffen.


Die Gefahr geht also vom Radfahrer aus, der JEDERZEIT sein Fahrzeug beherrschen (bremsen) MUSS.

http://www.haufe.de/recht/weitere-recht ... 71092.html

Bei einem gemeinsamen Fuß- und Radweg treffen den Radfahrer höhere Sorgfaltspflichten als den Fußgänger. Diese Pflichten können ihn zur Herstellung von Blickkontakt, Verständigung und notfalls Schrittgeschwindigkeit zwingen:
Radfahrer habe auf kombinierten Geh- und Radwegen keinen Vorrang, Fußgänger müssen sie aber vorbeifahren lassen.
Dabei müssen die Radfahrer jede Gefährdung vermeiden.
Radfahrer haben demnach die Belange der Fußgänger auf solchen Wegen besonders zu berücksichtigen und insbesondere bei unklaren Verkehrslagen gegebenenfalls Schrittgeschwindigkeit zu fahren, um ein sofortiges Anhalten zu ermöglichen.
Auf betagte oder unachtsame Fußgänger muss der Radfahrer besondere Rücksicht nehmen; mit Unaufmerksamkeiten oder Schreckreaktionen muss er rechnen.
Für die Geschwindigkeit von Radfahrern gilt zusätzlich § 3 Abs. 1 Satz 4 StVO: Ein Radfahrer muss innerhalb der übersehbaren Strecke halten können.
Dazu gehört auch, dass er damit rechnet, dass aus Eingängen oder Ausfahrten Personen oder Fahrzeuge auf den Gehweg gelangen können.
(OLG Frankfurt am Main, Urteil v. 09. Oktober 2012, 22 U 10/11).



Fußgänger dürfen den gemeinsamen Fuß- und Radweg auf der ganzen Breite benutzen und dort auch stehenbleiben. Sie brauchen, da dort Radfahrer keinen Vorrang haben, nicht fortwährend nach Radfahrern, die etwa von hinten herankommen könnten, Umschau zu halten.
Zuletzt geändert von Teeernte am Sa 2. Jan 2016, 01:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon Elser » Mo 18. Jan 2016, 13:28

frems hat geschrieben:(05 Jun 2014, 21:31)

Freie Fahrt für Radfahrer und Schutz der Fußgänger.



Typische Antwort aus der "S"PD-Häschenschule. Nur keine möglichen Wähler verärgern. Lieber um die Eier tanzen. Wird aber nicht reichen! :D

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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon Elser » Mo 18. Jan 2016, 13:33

paradoxx hat geschrieben:(06 Mar 2015, 18:32)

Im Zweifel zugunsten des Schwächeren (Langsameren)


So sehe ich das auch - immer. Zumal viele Fußgänger sind alte, klapprige Leute sind, die froh sind, dass sie sich noch so eben auf den Beinen halten können.

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