Fahrradfahrer vs. Fußgänger

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Was sollte Vorrang haben?

Freie Fahrt für freie Fahrradfahrer
8
26%
Schutz von Fußgängern
23
74%
 
Abstimmungen insgesamt: 31
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jack000
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Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon jack000 » Do 5. Jun 2014, 08:31

Seit 1995 untersagt das Landeswaldgesetz Radlern das Befahren von Wegen mit einer Breite von weniger als zwei Metern. Diese Regelung gibt es in dieser Form nur in Baden-Württemberg – und sie betrifft viele Wanderwege. Doch gerade diese Pfade machen für viele Mountainbiker den Reiz aus. „Sie fordern den Fahrer technisch und lassen ihn die Natur intensiver erleben“, sagt Schietinger.

Annette Schramm, Hauptgeschäftsführerin des Schwäbischen Albvereins (SAV) mit Sitz in Stuttgart, ist hingegen froh über die sogenannte Zwei-Meter-Regelung. „Von den Mountainbikern geht ein Gefährdungspotenzial aus“, betont Schramm. Weniger fitte Wanderer und Familien müssten auf schmalen Wegen vor plötzlich auftauchenden Mountainbikern geschützt werden.

[...]
Die DIMB hat gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub, dem Badischen Radsportverband und dem Württembergischen Radsportverband 2013 eine Online-Petition gestartet, in der sie die Abschaffung der Zwei-Meter-Regel fordern. Ihr Wunsch nach einer praxisnahen gesetzlichen Regelung, die Radfahrer nicht diskriminiere und auf persönliche Verantwortung des Waldbesuchers setze, wurde von 58 210 Menschen unterzeichnet.

[...]
Bei Hagen Dilling vom städtischen Forstamt gehen wöchentlich Beschwerden von Spaziergängern ein, die sich im Wald von Mountainbikern gefährdet fühlen. Und er verweist auf die Folgen für den Waldboden.

[...]
Annette Schramm findet es „frustrierend“, wenn Wanderwege, die von ausgebildeten Wegewarten ehrenamtlich gepflegt würden, geschädigt werden.

[...]
Für Martin Schietinger stellt sich jedoch eine grundlegende Frage: „Warum wird mir als Mountainbiker die Benutzung verboten, dem Wanderer aber erlaubt?“ Hendrik Ockenga sagt, die Mountainbiker in Baden-Württemberg wollten keine Waldbesucher zweiter Klasse mehr sein.

[...]
Was ihm bis dahin vermehrt Sorgen bereitet, seien selbsternannte Ordnungshüter, die absichtlich Äste und Steine auf die Wege legten und die Fahrer in letzter Zeit auch mit unter dem Laub versteckten Nagelbrettern gefährdeten – auch auf Wegen von mehr als zwei Meter Breite.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... a7acf.html

Schwieriger Konflikt. Was sollte Vorrang haben? Freie Fahrt für freie Fahrradfahrer oder Schutz von Fußgängern?
Zuletzt geändert von jack000 am Do 5. Jun 2014, 08:38, insgesamt 1-mal geändert.
Deutschland 2017: "Bevor ich loslege, würde ich gerne noch wissen, ob es für Sie in Ordnung ist, dass ich als weibliche Person hier sitze und auch Ihre Dolmetscherin weiblich ist."
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schelm
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon schelm » Do 5. Jun 2014, 09:25

jack000 » Do 5. Jun 2014, 09:31 hat geschrieben:
Seit 1995 untersagt das Landeswaldgesetz Radlern das Befahren von Wegen mit einer Breite von weniger als zwei Metern. Diese Regelung gibt es in dieser Form nur in Baden-Württemberg – und sie betrifft viele Wanderwege. Doch gerade diese Pfade machen für viele Mountainbiker den Reiz aus. „Sie fordern den Fahrer technisch und lassen ihn die Natur intensiver erleben“, sagt Schietinger.

Annette Schramm, Hauptgeschäftsführerin des Schwäbischen Albvereins (SAV) mit Sitz in Stuttgart, ist hingegen froh über die sogenannte Zwei-Meter-Regelung. „Von den Mountainbikern geht ein Gefährdungspotenzial aus“, betont Schramm. Weniger fitte Wanderer und Familien müssten auf schmalen Wegen vor plötzlich auftauchenden Mountainbikern geschützt werden.

[...]
Die DIMB hat gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub, dem Badischen Radsportverband und dem Württembergischen Radsportverband 2013 eine Online-Petition gestartet, in der sie die Abschaffung der Zwei-Meter-Regel fordern. Ihr Wunsch nach einer praxisnahen gesetzlichen Regelung, die Radfahrer nicht diskriminiere und auf persönliche Verantwortung des Waldbesuchers setze, wurde von 58 210 Menschen unterzeichnet.

[...]
Bei Hagen Dilling vom städtischen Forstamt gehen wöchentlich Beschwerden von Spaziergängern ein, die sich im Wald von Mountainbikern gefährdet fühlen. Und er verweist auf die Folgen für den Waldboden.

[...]
Annette Schramm findet es „frustrierend“, wenn Wanderwege, die von ausgebildeten Wegewarten ehrenamtlich gepflegt würden, geschädigt werden.

[...]
Für Martin Schietinger stellt sich jedoch eine grundlegende Frage: „Warum wird mir als Mountainbiker die Benutzung verboten, dem Wanderer aber erlaubt?“ Hendrik Ockenga sagt, die Mountainbiker in Baden-Württemberg wollten keine Waldbesucher zweiter Klasse mehr sein.

[...]
Was ihm bis dahin vermehrt Sorgen bereitet, seien selbsternannte Ordnungshüter, die absichtlich Äste und Steine auf die Wege legten und die Fahrer in letzter Zeit auch mit unter dem Laub versteckten Nagelbrettern gefährdeten – auch auf Wegen von mehr als zwei Meter Breite.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... a7acf.html

Schwieriger Konflikt. Was sollte Vorrang haben? Freie Fahrt für freie Fahrradfahrer oder Schutz von Fußgängern?

Fußgänger beanspruchen leider überall wo Radfahrer auch die gleichen Wege nutzen ( dürfen ), flanieren zu können wie auf dem Gehweg oder einer Shoppingmeile. Das ist das eigentliche Problem. Der Mensch als Fußgänger weigert sich meist standhaft zu akzeptieren ein Verkehrsteilnehmer zu sein und demzufolge Rücksicht und Aufmerksamkeit gegenüber schnelleren Verkehrsteilnehmern walten zu lassen, die ihn nach Selbsteinschätzung nicht töten könnten - im Gegensatz zum Auto.

Würde er das - in Kombi mit der Auflage an Radler / Mountainbiker mittels eigner Rücksicht und Klingelzeichen rechtzeitig auf sich aufmerksam zu machen, könnte man sich arrangieren, unabhängig der Wegebreite.

So bleibt wohl nur die Trennung beider Gruppen von einer Verkehrsfläche.

Freundliche Grüße, schelm
Denk ich an D in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht, Heinrich Heine.
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon relativ » Do 5. Jun 2014, 09:39

Eine Lösung wäre m.M. nach eine Kombination aus Rücksichtnahme und Beschilderung. Bei schmalen Pfaden kann ich mir Warnschilder für Fussgänger als Kompromiss vorstellen und bei breiten Pfaden muss/sollte die Rücksichtnahme vorrang haben.
Was ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann und es eigentlich auch nicht möchte, daß extra Wege für Radfahrer/Fussgänger angelegt werden und oder Pfade, die den Waldboden verdichten und somit schädigen.
Zuletzt geändert von relativ am Do 5. Jun 2014, 09:40, insgesamt 1-mal geändert.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon frems » Do 5. Jun 2014, 20:31

Freie Fahrt für Radfahrer und Schutz der Fußgänger.
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon jack000 » So 20. Jul 2014, 15:53

jack000 » Do 5. Jun 2014, 09:31 hat geschrieben:Freie Fahrt für freie Fahrradfahrer oder Schutz von Fußgängern?

In Stuttgart zumindest scheint "Freie Fahrt freie Fahrradfahrer" Vorrang zu haben:
Stuttgart - Zwischen der Paulinenstraße und der Querspange kann von einem geordneten Verkehrsablauf keine Rede mehr sein. Im seit Anfang Mai bestehenden Engpass an der Gerber-Baustelle fühlen sich Fußgänger von Radfahrern, die dort trotz Verbot durchfahren, massiv behindert.

[...]
Trotz des Durchfahrverbots bei der Gerber-Baustelle hat es zwischen der Sophien- und der Paulinenstraße noch kein Knöllchen für Radfahrer geben. „Dabei ist es ein Wunder, dass es hier noch nicht zu schweren Unfällen gekommen ist“, sagt Hans Rübesamen, Inhaber einer Reinigung an der Ecke Sophien-/Paulinenstraße. „Vor allem morgens und abends ignorieren viele Radler das Durchfahrverbot. Ich muss meine Kunden darauf hinweisen, beim Verlassen des Ladens besonders vorsichtig zu sein.“

Die Polizei, deren Aufgabe es ist, den fließenden Verkehr zu überwachen, hat Rübesamen dort bis jetzt nur einmal gesehen. Im Mai hätten Beamte einige Radler ermahnt, sich an das Verbot zu halten und die kurze Umleitung über Sophien-, Gerber- und Paulinenstraße zu benutzen.

Lautstarker Streit zwischen Fußgängern und Radlern

„Es ist wirklich ein Wunder, dass noch nichts Schlimmes passiert ist“, sagt auch Volker Gegenheimer, der 100 Meter weiter an der Ecke Tübinger-/Paulinenstraße ein Tabakgeschäft betreibt. „Ich wäre selbst einmal fast überfahren worden.“ Er habe noch den Luftzug des „mit höchstens zehn Zentimetern Abstand“ an ihm vorbeirauschenden Radlers am Kopf gespürt. „Ich freue mich darüber, dass immer mehr Leute in Stuttgart aufs Rad steigen“, betont Gegenheimer. „Aber auch Radler sollten sich an die Verkehrsregeln halten.“ Es gebe aber leider jeden Tag lautstarke Auseinandersetzungen zwischen Radfahrern und Fußgängern.

Bei diesem Konflikt sind Joachim Elser die Hände gebunden. Für den fließenden Radverkehr sei die Polizei zuständig. „Wegen des zeitlich befristeten Engpasses vor der Baustelle gibt es keine Kontrollen der Radler“, heißt es bei der Polizei. Beamte des Reviers Hauptstätter Straße seien aber wegen der Großbaustelle öfter vor Ort.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 6cfef.html

Statt eines Miteinander und dem Einhalten von Verkehrsregeln gilt halt: "Der Stärkere gewinnt!"
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon Quatschki » So 20. Jul 2014, 16:48

Man müßte mehr Schikanen wie z.B. versetzte Geländer einbauen
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon Blasphemist » So 20. Jul 2014, 16:55

Im Wald war es früher schlimmer, mit den Radlern.
Mittlerweile haben die Radler kapiert, dass Rücksicht ein positives Verhalten ist. Es gibt kaum noch Rowdies die unbedingt das Bremsen vermeiden wollen. :thumbup:
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon Odin1506 » So 20. Jul 2014, 17:13

Die Städte und Gemeinden sollten mehr zum Schutz von Radfahrern und Fußgänger machen.
Es kann nicht sein, dass das eine zum Ausschluß des anderen führen muß.
Aber auch Fußgänger und Radfahrer sollten sich in gegenseitige Rücksichtnahme üben.
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon Lomond » So 20. Jul 2014, 18:06

Schutz von Fußgängern! :thumbup:

Schutz vor solchen krankhaft egoistischen Radlern des Grauens, die bei Dunkelheit ohne Licht quer durch Fußgängergruppen rasen - ohne Licht, dafür aber mit Lichtgeschwindigkeit.

Viele Räder haben erst gar keine Lampen.

Ich verstehe nicht, warum solche Räder nicht kurzerhand aus dem Verkehr gezogen werden.
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon Lomond » So 20. Jul 2014, 18:08

jack000 » So 20. Jul 2014, 16:53 hat geschrieben:
jack000 » Do 5. Jun 2014, 09:31 hat geschrieben:Freie Fahrt für freie Fahrradfahrer oder Schutz von Fußgängern?

In Stuttgart zumindest scheint "Freie Fahrt freie Fahrradfahrer" Vorrang zu haben:
Stuttgart - Zwischen der Paulinenstraße und der Querspange kann von einem geordneten Verkehrsablauf keine Rede mehr sein. Im seit Anfang Mai bestehenden Engpass an der Gerber-Baustelle fühlen sich Fußgänger von Radfahrern, die dort trotz Verbot durchfahren, massiv behindert.

[...]
Trotz des Durchfahrverbots bei der Gerber-Baustelle hat es zwischen der Sophien- und der Paulinenstraße noch kein Knöllchen für Radfahrer geben. „Dabei ist es ein Wunder, dass es hier noch nicht zu schweren Unfällen gekommen ist“, sagt Hans Rübesamen, Inhaber einer Reinigung an der Ecke Sophien-/Paulinenstraße. „Vor allem morgens und abends ignorieren viele Radler das Durchfahrverbot. Ich muss meine Kunden darauf hinweisen, beim Verlassen des Ladens besonders vorsichtig zu sein.“

Die Polizei, deren Aufgabe es ist, den fließenden Verkehr zu überwachen, hat Rübesamen dort bis jetzt nur einmal gesehen. Im Mai hätten Beamte einige Radler ermahnt, sich an das Verbot zu halten und die kurze Umleitung über Sophien-, Gerber- und Paulinenstraße zu benutzen.

Lautstarker Streit zwischen Fußgängern und Radlern

„Es ist wirklich ein Wunder, dass noch nichts Schlimmes passiert ist“, sagt auch Volker Gegenheimer, der 100 Meter weiter an der Ecke Tübinger-/Paulinenstraße ein Tabakgeschäft betreibt. „Ich wäre selbst einmal fast überfahren worden.“ Er habe noch den Luftzug des „mit höchstens zehn Zentimetern Abstand“ an ihm vorbeirauschenden Radlers am Kopf gespürt. „Ich freue mich darüber, dass immer mehr Leute in Stuttgart aufs Rad steigen“, betont Gegenheimer. „Aber auch Radler sollten sich an die Verkehrsregeln halten.“ Es gebe aber leider jeden Tag lautstarke Auseinandersetzungen zwischen Radfahrern und Fußgängern.

Bei diesem Konflikt sind Joachim Elser die Hände gebunden. Für den fließenden Radverkehr sei die Polizei zuständig. „Wegen des zeitlich befristeten Engpasses vor der Baustelle gibt es keine Kontrollen der Radler“, heißt es bei der Polizei. Beamte des Reviers Hauptstätter Straße seien aber wegen der Großbaustelle öfter vor Ort.

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Statt eines Miteinander und dem Einhalten von Verkehrsregeln gilt halt: "Der Stärkere gewinnt!"


Und so ähnlich ist es in fast allen deutschen Großstädten. :(
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon Lomond » So 20. Jul 2014, 18:10

Blasphemist » So 20. Jul 2014, 17:55 hat geschrieben:Im Wald war es früher schlimmer, mit den Radlern.
Mittlerweile haben die Radler kapiert, dass Rücksicht ein positives Verhalten ist.




Nicht die Radler!

Manche Radler .... vielleicht ..... aber längst nicht alle.

Eher eine Minderheit.
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon frems » Mi 6. Aug 2014, 14:33

Radfahrer müssen ja in ihrer Spur bleiben

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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon Billie Holiday » Mi 6. Aug 2014, 14:35

wenn ich zu Fuß gehe, hasse ich die Radfahrer, wenn ich radel, die Fußgänger und als Autofahrer beide :cool:
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon jack000 » Mi 6. Aug 2014, 20:33

frems » Mi 6. Aug 2014, 15:33 hat geschrieben:Radfahrer müssen ja in ihrer Spur bleiben


Das ist ja schrecklich das auch Fahrradfahrer sich an Regeln halten müssen, bzw. eine minimale Basisintelligenz vorausgesetzt wird :|
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon jorikke » Do 7. Aug 2014, 06:40

Billie Holiday » Mi 6. Aug 2014, 14:35 hat geschrieben:wenn ich zu Fuß gehe, hasse ich die Radfahrer, wenn ich radel, die Fußgänger und als Autofahrer beide :cool:


Versuch es mal mit Schwimmen.
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon frems » Do 7. Aug 2014, 15:45

jack000 » Mi 6. Aug 2014, 21:33 hat geschrieben:Das ist ja schrecklich das auch Fahrradfahrer sich an Regeln halten müssen, bzw. eine minimale Basisintelligenz vorausgesetzt wird :|

Also wenn ein Autofahrer die Regeln bricht und auf dem Radweg parkt, dann unterstellst Du einem Radfahrer, der kurz auf Straße oder Fußweg ausweicht, ihm mangele es an Intelligenz? Raffiniert. :|
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon jack000 » Do 7. Aug 2014, 16:10

frems » Do 7. Aug 2014, 16:45 hat geschrieben:
jack000 » Mi 6. Aug 2014, 21:33 hat geschrieben:Das ist ja schrecklich das auch Fahrradfahrer sich an Regeln halten müssen, bzw. eine minimale Basisintelligenz vorausgesetzt wird :|

Also wenn ein Autofahrer die Regeln bricht und auf dem Radweg parkt, dann unterstellst Du einem Radfahrer, der kurz auf Straße oder Fußweg ausweicht, ihm mangele es an Intelligenz? Raffiniert. :|

Es ist nicht davon auszugehen, dass er nur einem Hindernis ausgewichen ist da es vollkommen logisch ist, dass er ausweichen muss.
So dämlich können doch selbst Polizisten in den USA nicht sein, dafür einen Strafzettel zu geben.
=> Es hat also auf eine andere Art und Weise einen Radweg nicht genutzt!

Natürlich kann man über eine generelle Radwegepflichtnutzung streiten, aber wenn es Vorschrift ist, ist es halt Vorschrift. Alle die von ihm gezeiten Unfälle wären doch so oder so nie real passiert, da eine Minimalintelligenz doch in dem ausreichenden Maße vorhanden sein muss, dass man bei Hindernissen entweder anhält oder ausweicht.

Ausschließen, dass es Hindernisse gibt kann man alleine schon wegen z.B. Baustellen nicht. Im worst case kann er doch einfach anhalten, absteigen, das Fahrrad auf dem Fußweg um das Hindernis schieben und dann auf dem Radweg weiterfahren. Oder er wartet einfach, bis z.B. die Bauarbeiten abgeschlossen sind und fährt dann weiter.
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon frems » Do 7. Aug 2014, 16:17

jack000 » Do 7. Aug 2014, 17:10 hat geschrieben:Es ist nicht davon auszugehen, dass er nur einem Hindernis ausgewichen ist da es vollkommen logisch ist, dass er ausweichen muss.
So dämlich können doch selbst Polizisten in den USA nicht sein, dafür einen Strafzettel zu geben.
=> Es hat also auf eine andere Art und Weise einen Radweg nicht genutzt!

Ja, vielleicht waren es nur Schlaglöcher oder Schilder, die ihm im Wege standen. Willkommen im Alltag von Radfahrern: http://thingsonbikelanes.tumblr.com/

Und doch, dafür bekam er ein Bußgeld aufgebrummt über 50$ und erfuhr erst später, daß er nicht hätte zahlen müssen.

Natürlich kann man über eine generelle Radwegepflichtnutzung streiten, aber wenn es Vorschrift ist, ist es halt Vorschrift. Alle die von ihm gezeiten Unfälle wären doch so oder so nie real passiert, da eine Minimalintelligenz doch in dem ausreichenden Maße vorhanden sein muss, dass man bei Hindernissen entweder anhält oder ausweicht.

Das Video ist doch eine provokante Aktion, um auf die Unverhältnismäßigkeit aufmerksam zu machen. Und so eine generelle Radwegbenutzungspflicht gibt es weder in Deutschland, noch in den USA. Das ist leider ein sehr häufiger Irrglaube von MIV-Nutzern. Über die Ursprünge dieser punktuellen Pflicht rede ich lieber nicht.

Ausschließen, dass es Hindernisse gibt kann man alleine schon wegen z.B. Baustellen nicht. Im worst case kann er doch einfach anhalten, absteigen, das Fahrrad auf dem Fußweg um das Hindernis schieben und dann auf dem Radweg weiterfahren. Oder er wartet einfach, bis z.B. die Bauarbeiten abgeschlossen sind und fährt dann weiter.

Genau, auf dem Weg zur Arbeit bleibt man stundenlang stehen, wenn Bauschilder den einzigen Radweg blockieren. Oder man steigt ab, damit man ebenfalls im Schritttempo das Hindernis "umfährt". Aber wehe man kommt auf die Idee nach eigenem Ermessen einfach um sich zu schauen und eigenständig das Objekt zu umfahren. Das wäre ja eine Ordnungswidrigkeit. :|
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon jack000 » Do 7. Aug 2014, 16:55

frems » Do 7. Aug 2014, 17:17 hat geschrieben:
jack000 » Do 7. Aug 2014, 17:10 hat geschrieben:Es ist nicht davon auszugehen, dass er nur einem Hindernis ausgewichen ist da es vollkommen logisch ist, dass er ausweichen muss.
So dämlich können doch selbst Polizisten in den USA nicht sein, dafür einen Strafzettel zu geben.
=> Es hat also auf eine andere Art und Weise einen Radweg nicht genutzt!
Und doch, dafür bekam er ein Bußgeld aufgebrummt über 50$ und erfuhr erst später, daß er nicht hätte zahlen müssen.

Dann ist doch alles in Butter was die Fahrradwegbenutzung betrifft. Wozu dann das Video wegen eines Verbotes was es gar nicht gibt?
Es geht doch darum, dass er sein Geld wiederbekommen muss was ihm zu Unrecht abgenommen wurde und (Ich kenne die Rechtslage nicht) einen Fahrradweg in den USA ohne Not zu blockieren ist doch sicherlich nicht erlaubt.
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Re: Fahrradfahrer vs. Fußgänger

Beitragvon frems » Do 7. Aug 2014, 17:37

jack000 » Do 7. Aug 2014, 17:55 hat geschrieben:Dann ist doch alles in Butter was die Fahrradwegbenutzung betrifft. Wozu dann das Video wegen eines Verbotes was es gar nicht gibt?

Es gibt das Verbot ja und jeder Polizist hat einen Ermessensspielraum. Wichtiger wäre es natürlich Falschparker etc. sofort das Auto zu entziehen und es für die Staatskasse zu verkaufen. Zudem eine bessere Kommunikation dazu, welche Wege benutzt werden dürfen und welche müssen. Ich hab den Eindruck, daß die wenigsten Personen regelmäßig Gesetzesänderungen, z.B. in der StVO, verfolgen. Da gilt für viele (ob Rad oder Auto) nur die Gewohnheit(en), die sie täglich sehen.

Wenn ein Radweg angelegt ist, dann ist der Radfahrer immer gut beraten, diesen zu benutzen. Die Gemeinde hat ihn meist bewusst angelegt, wenn‘s auf der Straße für Radfahrer und Autos zu eng wird. Grundsätzlich hat der Radfahrer zwischen Radweg und Straße freie Wahl. Es sei denn, der Radweg ist mit einem der drei „Blauen“ gekennzeichnet: Diese Radwege müssen benutzt werden. Dies gilt auch für Rennradfahrer, auch wenn diese mit schnellerer Geschwindigkeit unterwegs sind. Fährt der Radfahrer trotzdem auf der Straße weiter, trägt er bei einem Unfall einen Teil des Schadens oder den ganzen Schaden selbst.

http://www.zdf.de/wiso/fahrrad-mythen-w ... 15880.html

Es geht doch darum, dass er sein Geld wiederbekommen muss was ihm zu Unrecht abgenommen wurde und (Ich kenne die Rechtslage nicht) einen Fahrradweg in den USA ohne Not zu blockieren ist doch sicherlich nicht erlaubt.

Vermutlich so wenig wie in Deutschland. Bloß was machst Du, wenn Bauarbeiter irgendetwas zugestellt haben und niemand anwesend ist? Stehenbleiben und die Polizei rufen? Da muß man realistisch bleiben. Als junger, sportlicher Mann hat man wohlmöglich kein Problem damit kurz auf die Straße zu wechseln, egal wie rücksichtslos dort gefahren wird und der wütende Mob am Steuer denkt, die Straße gehöre ihm alleine und er müsse aus "Rache" möglichst eng am Rad vorbeikacheln. Aber für eine ältere Frau sieht das dann wieder anders aus.
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