Die Infrastruktur in Deutschland zerbröselt

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Re: Die Infrastruktur in Deutschland zerbröselt

Beitragvon H2O » Do 4. Aug 2016, 08:08

frems hat geschrieben:(03 Aug 2016, 22:12)

Es gibt keinen Mangel an Mitteln. Das behauptet die Politik seit Jahrzehnten, wenn sie meint, mit Geldern für andere Vorhaben mehr Wähler zu gewinnen.


Dann stimmt doch meine Aussage um so mehr: Mangel an Mitteln! Schließlich reichen die Mittel nie, um alle Wünsche im Lande zufrieden zu stellen. Und man darf nicht vergessen, daß der Wähler, dieser Lümmel, immer noch Einfluß nimmt auf die Wahl und die Projekte der Politik, auch auf die kurzsichtigeren darunter.
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Re: Die Infrastruktur in Deutschland zerbröselt

Beitragvon frems » Do 4. Aug 2016, 08:20

H2O hat geschrieben:(04 Aug 2016, 09:08)

Dann stimmt doch meine Aussage um so mehr: Mangel an Mitteln! Schließlich reichen die Mittel nie, um alle Wünsche im Lande zufrieden zu stellen. Und man darf nicht vergessen, daß der Wähler, dieser Lümmel, immer noch Einfluß nimmt auf die Wahl und die Projekte der Politik, auch auf die kurzsichtigeren darunter.

Jo, deshalb ist es ja auch okay, wenn Erdogan die Todesstrafe einführt. Die Wünsche jener, die das ablehnen, kann man nicht auch noch berücksichtigen. Bedauerlich ist es nur dann, wenn ein Staat seine Kernaufgaben nicht mehr erfüllen kann/will, obwohl er's -- von den Mitteln her -- problemlos könnte. Aber mit den Folgen dieser Politik muss dann halt Volker oder so leben.
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Re: Die Infrastruktur in Deutschland zerbröselt

Beitragvon H2O » Do 4. Aug 2016, 08:44

frems hat geschrieben:(04 Aug 2016, 09:20)

Jo, deshalb ist es ja auch okay, wenn Erdogan die Todesstrafe einführt. Die Wünsche jener, die das ablehnen, kann man nicht auch noch berücksichtigen. Bedauerlich ist es nur dann, wenn ein Staat seine Kernaufgaben nicht mehr erfüllen kann/will, obwohl er's -- von den Mitteln her -- problemlos könnte. Aber mit den Folgen dieser Politik muss dann halt Volker oder so leben.


Na ja, von der Todesstrafe halte ich auch nichts; wenn aber die riesige Mehrheit (60% oder 80%) der Wähler meint, daß diese Verfassungsänderung beschlossen werden soll, dann sehe ich nicht, wie sie verhindert werden könnte. Man kann natürlich meinen, daß der gemeine Bürger keine Ahnung hat von dem, was ihm gut tut. Vielleicht sind diese Meinungen sogar im Recht. Aber dann sollten wir uns von allgemeinen freien und geheimen Wahlen lossagen und anhand von Wahlzulassungsverfahren und Bürgerprüfungen die Wahlbürger so lange auswählen, bis das uns genehme demokratische Ergebnis gesichert ist.

Ich halte aber auch wenig von der Diktatur der Wohlmeinenden und Besserwissenden.
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Re: Die Infrastruktur in Deutschland zerbröselt

Beitragvon frems » Do 4. Aug 2016, 08:50

H2O hat geschrieben:(04 Aug 2016, 09:44)

Na ja, von der Todesstrafe halte ich auch nichts; wenn aber die riesige Mehrheit (60% oder 80%) der Wähler meint, daß diese Verfassungsänderung beschlossen werden soll, dann sehe ich nicht, wie sie verhindert werden könnte. Man kann natürlich meinen, daß der gemeine Bürger keine Ahnung hat von dem, was ihm gut tut. Vielleicht sind diese Meinungen sogar im Recht. Aber dann sollten wir uns von allgemeinen freien und geheimen Wahlen lossagen und anhand von Wahlzulassungsverfahren und Bürgerprüfungen die Wahlbürger so lange auswählen, bis das uns genehme demokratische Ergebnis gesichert ist.

Ich halte aber auch wenig von der Diktatur der Wohlmeinenden und Besserwissenden.

Ums Verhindern geht's ja nicht, sondern darum, dass Menschen ihren Unmut kundtun dürfen. Demokratie funktioniert nicht ohne Meinungsfreiheit. Ein "Sei still! Red nicht übers Thema! Der Wähler will das so!" ist der Tod jeder liberalen, demokratischen Gesellschaft. Kann man ja auch gut finden. Aufklärung und Liberalismus hatten schon bessere Zeiten. So eine Ochlokratie hat doch immer gut funktioniert.
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Re: Die Infrastruktur in Deutschland zerbröselt

Beitragvon H2O » Do 4. Aug 2016, 09:02

frems hat geschrieben:(04 Aug 2016, 09:50)

Ums Verhindern geht's ja nicht, sondern darum, dass Menschen ihren Unmut kundtun dürfen. Demokratie funktioniert nicht ohne Meinungsfreiheit. Ein "Sei still! Red nicht übers Thema! Der Wähler will das so!" ist der Tod jeder liberalen, demokratischen Gesellschaft. Kann man ja auch gut finden. Aufklärung und Liberalismus hatten schon bessere Zeiten. So eine Ochlokratie hat doch immer gut funktioniert.


Aber ja doch! Unmut äußern ganztags und unablässig, warum nicht. Etwas schwieriger wird die Sache mit dem Zuhören. Eine Zeitungsanzeige aus dem Berlin der 60er Jahre: "Ich höre Ihnen zu; je Stunde 20 DM!" :D

Politik ist in dem Sinne wirklich nicht einfach! Und dabei bin ich völlig einverstanden damit, daß wir unsere öffentlichen Einrichtungen natürlich auf bestmöglichem Stand halten. Wem sagen wir aber dann ins Gesicht, daß mehr Planstellen bei Polizei, Bundeswehr, Kindertagesstätten, Altenheimen,
Krankenhäusern, mehr "bezahlbarer" Wohnraum... 1.000 weitere Wohltaten... nicht drin sind?
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Re: Die Infrastruktur in Deutschland zerbröselt

Beitragvon frems » Do 4. Aug 2016, 09:08

H2O hat geschrieben:(04 Aug 2016, 10:02)

Aber ja doch! Unmut äußern ganztags und unablässig, warum nicht. Etwas schwieriger wird die Sache mit dem Zuhören. Eine Zeitungsanzeige aus dem Berlin der 60er Jahre: "Ich höre Ihnen zu; je Stunde 20 DM!" :D

Politik ist in dem Sinne wirklich nicht einfach! Und dabei bin ich völlig einverstanden damit, daß wir unsere öffentlichen Einrichtungen natürlich auf bestmöglichem Stand halten. Wem sagen wir aber dann ins Gesicht, daß mehr Planstellen bei Polizei, Bundeswehr, Kindertagesstätten, Altenheimen,
Krankenhäusern, mehr "bezahlbarer" Wohnraum... 1.000 weitere Wohltaten... nicht drin sind?

Ich denke, zwischen "niemals über Probleme reden, sonst machen wir Dich platt" und "ganztags und unablässig Unmut äußern" gibt es ein paar Graustufen, die man nicht außer Acht lassen sollte. Und Politik ist schon sehr einfach und hört zu; sie will ja in spätestens vier Jahren gewählt werden. Mehr Planstellen wären auch kein Problem, genau wie eine Ankurbelung des sozialen Wohnungsbaus. Da fließt nur ein winziger Bruchteil der öffentlichen Gelder rein.
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Re: Die Infrastruktur in Deutschland zerbröselt

Beitragvon H2O » Do 4. Aug 2016, 09:22

frems hat geschrieben:(04 Aug 2016, 10:08)

Ich denke, zwischen "niemals über Probleme reden, sonst machen wir Dich platt" und "ganztags und unablässig Unmut äußern" gibt es ein paar Graustufen, die man nicht außer Acht lassen sollte. Und Politik ist schon sehr einfach und hört zu; sie will ja in spätestens vier Jahren gewählt werden. Mehr Planstellen wären auch kein Problem, genau wie eine Ankurbelung des sozialen Wohnungsbaus. Da fließt nur ein winziger Bruchteil der öffentlichen Gelder rein.


Ja, das ist so! Die zu stellende Frage ist weiterhin: Wem nehme ich etwas weg, das er als sozialen Besitzstand empfindet, und er diesen Besitzstand mit der Anzahl seiner "Leidensgefährten" verteidigt? Da hört die Politik zu, und unsere Medien sind der Verstärker des Unmuts. Im Sinne Infrastruktur bekommen Sie mit Sicherheit politische Mehrheiten zusammen, wenn eine sehr große Zahl von Menschen durch den schlechten Zustand der Infrastruktur in offenkundige Nachteile gerät... oder die Medien uns das lange Zeit anhand vieler passender und weniger passender Beispiele "erklären".
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Re: Die Infrastruktur in Deutschland zerbröselt

Beitragvon frems » Do 4. Aug 2016, 09:52

H2O hat geschrieben:(04 Aug 2016, 10:22)

Ja, das ist so! Die zu stellende Frage ist weiterhin: Wem nehme ich etwas weg, das er als sozialen Besitzstand empfindet, und er diesen Besitzstand mit der Anzahl seiner "Leidensgefährten" verteidigt? Da hört die Politik zu, und unsere Medien sind der Verstärker des Unmuts. Im Sinne Infrastruktur bekommen Sie mit Sicherheit politische Mehrheiten zusammen, wenn eine sehr große Zahl von Menschen durch den schlechten Zustand der Infrastruktur in offenkundige Nachteile gerät... oder die Medien uns das lange Zeit anhand vieler passender und weniger passender Beispiele "erklären".

Hervorhebung durch mich. Ja, das ist ohne Zweifel richtig. Und das ist sehr bedauerlich, weil es dann bereits zu spät ist.
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Re: Die Infrastruktur in Deutschland zerbröselt

Beitragvon H2O » Do 4. Aug 2016, 10:14

frems hat geschrieben:(04 Aug 2016, 10:52)

Hervorhebung durch mich. Ja, das ist ohne Zweifel richtig. Und das ist sehr bedauerlich, weil es dann bereits zu spät ist.


Das können wir beiden nicht durch einen Beschluß ändern, außer von Zeit zu Zeit auf diesen bodenlosen Leichtsinn hin zu weisen. Konrad Adenauer: "Nehmen Sie die Menschen so wie sie sind; es gibt keine anderen!"
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Re: Die Infrastruktur in Deutschland zerbröselt

Beitragvon Nele28 » Do 4. Aug 2016, 10:15

Jetzt geht es mobil so richtig in die Sackgasse.
1. Problem: Die Umwelt und der immense Ressourcenverbrauch.
PKW*s und LKW‘ leisten einen Null-Beitrag zum Umweltschutz. Im Gegenteil!
2. Problem: Sinkende Lebensqualität, die mit der wachsenden Mobilität einhergeht.
Wenn alle fahren wollen, kommt keiner mehr so richtig voran.

Zudem muss immer weiter gefahren werden, um irgendwo anzukommen.
Die Anzahl der Menschen,die durch Abgase und Verkehrslärm direkt beeinträchtigt wird, nimmt zu.
Schizophren anzunehmen, dass der Mobilitätsbedarf durch immer mehr Straßen und Ortsumgehungen durch unberührtes Land gelöst werden kann.

Neue Straßen locken wieder neue Autos und LKW’s an Warum wird nicht der Bahn und der Schifffahrt ibs für den Güterverkehr Vorrang eingeräumt`?
Klar, die Gesellschaft braucht Mobilität.
Die Menschen arbeiten immer weiter weg von ihrem Wohnort und die Einkaufszentren liegen weit entfernt. Güter werden immer weniger bevorratet, sondern just in time geliefert. Unser Lebensstil fordert das, was aber immer weniger mit ökonomischen Zwängen, sondern mit schlichter Gedankenlosigkeit zu tun hat. -
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Re: Die Infrastruktur in Deutschland zerbröselt

Beitragvon frems » Do 4. Aug 2016, 10:21

H2O hat geschrieben:(04 Aug 2016, 11:14)

Das können wir beiden nicht durch einen Beschluß ändern, außer von Zeit zu Zeit auf diesen bodenlosen Leichtsinn hin zu weisen. Konrad Adenauer: "Nehmen Sie die Menschen so wie sie sind; es gibt keine anderen!"

Klar, bedauerlich ist es trotzdem. Es ist beim Wohnungsbau ja ähnlich. Jahrelang hat die Politik nicht gehandelt, weil sie die Bürger nicht nerven wollte. Die Mieten waren trotz fallender Leerstandsquote konstant, die Stadt wuchs, schöne Zahlen zur gefallen Arbeitslosenquote und bloß keinen Baulärm erzeugen. Ist doch gar nicht notwendig in einer wachsenden Stadt! Die Miete bleibt doch konstant. Und dann... oh, es wird teurer. Doof. Und nächstes Jahr wieder. Und man kann sich nicht mehr die Miete leisten, also geht man demonstrieren und findet viele Mitstreiter. Die Politik kommt an: Jo, ist schon 'n Problem. Dann fangen wir mal langsam an. Aber erstmal stellen wir neue Leute in den Ämtern ein und arbeiten sie ein. Das dauert. Dann suchen wir die ersten Flächen, weisen ggf. Bauland aus, machen zeitaufwendige B-Pläne und schauen uns dann Konzepte von Investoren an. So in drei, vier Jahren sind dann die ersten Wohnungen fertig, auch wenn es weniger sein werden, als heute pro Jahr benötigt werden. Aber in einem Jahrzehnt haben wir's vielleicht aufgeholt... wenn man noch andere Zahlen ignoriert, z.B. das Auslaufen von Sozialwohnungen, die nach x Jahren dem "normalen" Wohnungsmarkt überführt werden. Das Doofe daran: es haben genug Leute vorweg die Entwicklung analysiert und davor gewarnt, dass es nicht sinnvoll ist, nur die Beine hochzulegen und von der Substanz zu leben, auch wenn die Auswirkungen noch nicht "schmerzhaft" bei der breiten Masse ankommen.

Bei der Infrastruktur kommt erschwerend hinzu, dass wir es mit Vorhaben zu tun haben, die a) mehr Geld kosten, b) deutlich längere Planung benötigen und c) nicht parallel angegangen werden können, da c1) die personellen Kapazitäten fehlen und c2) ein Verkehrskollaps die Folge wäre. Und d) erzeugen marode Verkehrswege extrem hohe volkswirtschaftliche Probleme.

Kann man sagen: ist uns egal. Gerne. Aber dann bitte mit den Konsequenzen leben und sich nicht später bei jenen beschweren, die zeitnah auf bevorstehende Probleme aufmerksam machten.
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Re: Die Infrastruktur in Deutschland zerbröselt

Beitragvon H2O » Do 4. Aug 2016, 10:33

frems hat geschrieben:(04 Aug 2016, 11:21)
...

Kann man sagen: ist uns egal. Gerne. Aber dann bitte mit den Konsequenzen leben und sich nicht später bei jenen beschweren, die zeitnah auf bevorstehende Probleme aufmerksam machten.


Nö, ist nicht "egal"; im Gegenteil: Eine Riesendummheit! Darum wettern wir hier ja. Aber mit den Folgen politischer Dummheiten werden wir leider wohl zu leben haben... es sei denn, wir verlassen dieses unmögliche Land. Nur: Wo liegen die Dinge insgesamt besser... und wer wird uns da hinein lassen?
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Re: Die Infrastruktur in Deutschland zerbröselt

Beitragvon frems » Do 4. Aug 2016, 11:01

H2O hat geschrieben:(04 Aug 2016, 11:33)

Nö, ist nicht "egal"; im Gegenteil: Eine Riesendummheit! Darum wettern wir hier ja. Aber mit den Folgen politischer Dummheiten werden wir leider wohl zu leben haben... es sei denn, wir verlassen dieses unmögliche Land. Nur: Wo liegen die Dinge insgesamt besser... und wer wird uns da hinein lassen?

Frühes Wettern bringt jedenfalls mehr als gezieltes Verschweigen. Ohne Druck bewegt sich da nichts. Vorbilder -- zumindest in Sachen Verkehrsinfrastruktur -- gibt's hier noch und nöcher. Dafür gibt's dort ggf. andere Probleme, die bei uns nicht in Veranwtortung des Merkelregimes liegen und deshalb noch ganz aussehen und wettbewerbsfähig sind. Wenn die Kanzlerin das Land nicht völlig gegen die Wand fährt (die Götter stehen uns bei!), kann man noch als Deutscher relativ unproblematisch nach Dänemark, den Niederlanden oder in die Schweiz ziehen. Aber das muss jeder selbst entscheiden. Anderen ist es wichtiger am Bahnhof zu klatschen statt pünktliche Züge zu haben. Jedem das Seine.
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Re: Die Infrastruktur in Deutschland zerbröselt

Beitragvon H2O » Do 4. Aug 2016, 11:21

frems hat geschrieben:(04 Aug 2016, 12:01)

Frühes Wettern bringt jedenfalls mehr als gezieltes Verschweigen. Ohne Druck bewegt sich da nichts. Vorbilder -- zumindest in Sachen Verkehrsinfrastruktur -- gibt's hier noch und nöcher. Dafür gibt's dort ggf. andere Probleme, die bei uns nicht in Veranwtortung des Merkelregimes liegen und deshalb noch ganz aussehen und wettbewerbsfähig sind. Wenn die Kanzlerin das Land nicht völlig gegen die Wand fährt (die Götter stehen uns bei!), kann man noch als Deutscher relativ unproblematisch nach Dänemark, den Niederlanden oder in die Schweiz ziehen. Aber das muss jeder selbst entscheiden. Anderen ist es wichtiger am Bahnhof zu klatschen statt pünktliche Züge zu haben. Jedem das Seine.


Nun ja, am Bahnhof klatschen, wenn ein Zug einmal pünktlich verkehrt, das ist doch schon wieder eine Maßnahme, der ich mich unter Gelächter anschließen könnte.

Ja, die genannten Länder sind aber auch nicht dat Jelbe vons Ej, was die Aufnahme Fremder betrifft. Also bleibe ich in Polen... :D
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Re: Die Infrastruktur in Deutschland zerbröselt

Beitragvon frems » Do 4. Aug 2016, 11:24

H2O hat geschrieben:(04 Aug 2016, 12:21)

Nun ja, am Bahnhof klatschen, wenn ein Zug einmal pünktlich verkehrt, das ist doch schon wieder eine Maßnahme, der ich mich unter Gelächter anschließen könnte.

Ja, die genannten Länder sind aber auch nicht dat Jelbe vons Ej, was die Aufnahme Fremder betrifft. Also bleibe ich in Polen... :D

Ach, in Polen hat man mit europäischen Einwanderern doch auch keine nennenswerten Probleme. Von einer dänischen Ausländermaut hab ich auch noch nichts gehört.
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Re: Die Infrastruktur in Deutschland zerbröselt

Beitragvon H2O » Do 4. Aug 2016, 11:30

frems hat geschrieben:(04 Aug 2016, 12:24)

Ach, in Polen hat man mit europäischen Einwanderern doch auch keine nennenswerten Probleme. Von einer dänischen Ausländermaut hab ich auch noch nichts gehört.


Richtig, ich fühle mich in Pommern auch gut aufgenommen; nette Nachbarn sind alles! So etwas wie Ausländermaut traue ich unseren dänischen Nachbarn aber ohne Verhör zu! Bringt in deren Randlage nur nix... und rechnen können die Dänen auch.
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Re: Die Infrastruktur in Deutschland zerbröselt

Beitragvon frems » Do 4. Aug 2016, 11:36

H2O hat geschrieben:(04 Aug 2016, 12:30)

Richtig, ich fühle mich in Pommern auch gut aufgenommen; nette Nachbarn sind alles! So etwas wie Ausländermaut traue ich unseren dänischen Nachbarn aber ohne Verhör zu! Bringt in deren Randlage nur nix... und rechnen können die Dänen auch.

Deshalb wird der ÖPNV in Kopenhagen massiv ausgebaut und die Fehmarnbeltquerung überlassen wir lieber dem lütten Land in der Randlage.So kommen immerhin nur 90% der Klagen gegen das Projekt von Deutschlands Merkelisten und nicht 100%.
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Re: Die Infrastruktur in Deutschland zerbröselt

Beitragvon H2O » Do 4. Aug 2016, 11:46

frems hat geschrieben:(04 Aug 2016, 12:36)

Deshalb wird der ÖPNV in Kopenhagen massiv ausgebaut und die Fehmarnbeltquerung überlassen wir lieber dem lütten Land in der Randlage.So kommen immerhin nur 90% der Klagen gegen das Projekt von Deutschlands Merkelisten und nicht 100%.


Fast möchte ich wetten, daß die Fehmarnbeltquerung nicht ganz uneigennützig gebaut werden wird. Denn rechnen können die Dänen sicher ganz ordentlich. Was ich aber nicht so falsch finde... im Gegenteil. So kommt die Fracht schneller von Hamburg nach Stockholm.
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Re: Die Infrastruktur in Deutschland zerbröselt

Beitragvon frems » Do 4. Aug 2016, 13:14

H2O hat geschrieben:(04 Aug 2016, 12:46)

Fast möchte ich wetten, daß die Fehmarnbeltquerung nicht ganz uneigennützig gebaut werden wird. Denn rechnen können die Dänen sicher ganz ordentlich. Was ich aber nicht so falsch finde... im Gegenteil. So kommt die Fracht schneller von Hamburg nach Stockholm.

Eben. Natürlich geht's bei Bauprojekten nicht darum, die triste Landschaft aufzuwerten, sondern um Personen- und Güterverkehre. Ein schönes Projekt. In Deutschland traut man sich seit den 90ern leider nichts mehr. Da müssen selbst die Spanier einen Transrapid bauen, während deutsche Ingenieure fleißig Schweizer Berge zu Käse verarbeiten.
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Re: Die Infrastruktur in Deutschland zerbröselt

Beitragvon jack000 » Mo 20. Feb 2017, 11:11

Im Hamburger Hauptbahnhof ist am Sonntagabend eine 15.000-Volt-Oberleitung auf einen einfahrenden ICE gestürzt. Ein Teil der mehr als 400 Fahrgäste in dem Schnellzug aus München saß über Stunden fest, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Verletzt worden sei aber niemand. Am späten Abend sei damit begonnen worden, die verbliebenen Passagiere aus dem hinteren Teil des Zuges zu bringen, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn.

http://www.spiegel.de/panorama/hamburg- ... 35333.html
Das ist in Stuttgart bei der S-Bahn auch schon passiert, dass die Leitungen von der Decke fallen.
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

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