Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

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Soll es ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen geben?

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immernoch_ratlos
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 22. Jan 2018, 21:18

Dies Kontroverse ist mir völlig unverständlich. Der General tut das wohl einzig relevante - er zitiert entsprechende Presseartikel und muss damit nicht nebulöse und höchst emotionale Scheinbegründungen anführen.

Womit - außer mit höchst unverständlicher Emotionalität - belegst Du Thomas - Deine Aussagen. Jeder "kennt irgendetwas". Dies individuelle Sicht ist allerdings solange unerheblich, bis sie durch entsprechende verifizierbare Fakten belegbar ist.

Warum Menschen überhaupt "etwas tun" bleibt in den meisten Fällen schlicht Enigma. Sicher ist lediglich, das Menschen reichlich unlogisches tun. Oft können sie selbst niemandem erklären warum sie mal so und mal anders reagieren.

Auch wenn sich Menschen entschließen etwas, was ihre Fähigkeiten völlig überfordert, anzuschaffen, kann daraus keine Notwendigkeit abgeleitet werden. Für viele ist ein solcher "Bolide" nichts als ein Statussymbol. Fälschliche Annahmen, mit dem Erwerb würden sich auch die notwendigen Fähigkeiten wie von selbst einstellen, sind schlicht lächerlich.

Leider auch gefährlich. Würden sich diese Leute auf irgendwelchen nicht öffentlichen Strecken den Rest geben, würde mich das sicher völlig ungerührt lassen. Nun meint eine Minderheit, mit dem Besitz gleich Können und besondere Rechte zu erwerben. Das sieht denen selbstverständlich niemand an. Knallt es dann irgendwo, ist der einfachen logische und kausale Schluss zulässig, Fahrer und sein Unvermögen mit seiner Kiste so umzugehen, das sich dadurch die Gefahr recht messbar zusätzlich erhöht, sind Mitanlass zu diesem Unfall gewesen.

Mit steigender Geschwindigkeit wächst die Gefahr des Versagens aller Sicherheitsinstallationen in jedem beliebigen Fahrzeug. Das ist schlichte Mathematik. Der Mensch hat nur nach langem gezielten Training die Fähigkeit erworben mit sehr hohen Geschwindigkeiten umzugehen. Nur eine Minderheit schafft das tatsächlich. Bin sicher, auch zu den Fähigkeiten der normalen "Piloten" gibt es eine "Gaußsche Verteilungskurve" die das belegen würde. Eine andere Minderheit bilden die unterirdisch schlechten Fahrer. Alle drei Fraktionen befinden sich gemeinsam auf dt. Straßen. Es ist lediglich eine Frage des Ortes und des zusammekommens solch widriger Umstände und schon geben wieder welche den Löffel ab.

Da ist es nicht unklug, wenn man über ein Limit einen größeren Teil der Verkehrsteilnehmer zwingt in für sie geeigneter Geschwindigkeit fahren zu müssen. Es entbehrt jeder Logik dies nicht zu tun. Wenn allerdings Politik in schöner Gemeinsamkeit mit den Herstellern solcher "Boliden" agiert, weil die ja wiederum nur mit der "Möglichkeit" sehr schnell zu fahren, schlicht höhere Absatzzahlen sichern können, wird das nix. Und einmal Hand aufs Herz, wen interessiert das schon, wenn einige Tausend Menschen die ich überhaupt nicht kenne, warum auch immer und wo auch immer sich das Hirn (wohl das unnötigste Organ) einrennen. Hauptsache ich begegne diesen Freaks nicht und niemand aus meiner Familie fällt auf den Feld der Blechernen Ehre. :mad:

Ich wünsche mir für alle einen unbestechlichen Tempomaten, der automatisch die vorgeschriebene und hoffentlich auch begründete lokale Geschwindigkeit einhält. Meine Karre hat all die heute notwendigen Gitzmos, die es auch sehr, sehr durchschnittlichen Fahrkünstlern erlauben alleine herumzufahren. ABS - ESP - explodierende Gurtstraffer - Airbags aus allen Richtungen. Wenn ich meine, mal kräftig Gas geben zu müssen, setz mein Turbo ein und so um die +200 km/h schafft die Kiste recht problemlos. Elektrisch zuschaltbarer Vierradantrieb - sechs Vorwärtsgänge und zugegeben nur ein Rückwärtsgang - damit brettere ich jährlich stolze 4.500 km (in 2017) durch die Lande.

Einzig die Höhe der Sitze erleichtert das Einsteigen in den "Klein SUV" doch ganz erheblich im Alter - Klimaanlage - Sitzheizung - NAVI - Tempomat (unnützes Teil, ich muss dem Gerät sagen, wie schnell ich den fahren möchte) ja auch Scheibenwischer hat der vorn und hinten - die Spiegel sind elektrisch verstellbar und wenn ich mich mal für nix interessiere kann ich die einfach einklappen. Beinahe hätte ich die Handgelenk schonenden elektrischen Scheibenheber vergessen - leider nur für die rechten und linken Außenscheiben...

Was mir fehlt sind mindestens nochmal 160 PS, dann würde ich sicher auch ein- zweimal im Jahr ~260 km/h hinlegen und mit etwas Glück so die Statistik nach oben drücken.

Warum habe ich dieses leistungsfähige Gerät - übrigens ein Diesel aus dem Land der Kamikazepiloten - überhaupt angeschafft :?: - sag Du es mir - ein VW-Bus wäre mir im Nachhinein wohl lieber gewesen....
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 22. Jan 2018, 22:21

immernoch_ratlos hat geschrieben:(22 Jan 2018, 21:18)

Warum habe ich dieses leistungsfähige Gerät - übrigens ein Diesel aus dem Land der Kamikazepiloten - überhaupt angeschafft :?: - sag Du es mir - ein VW-Bus wäre mir im Nachhinein wohl lieber gewesen....

Vllt. als Penisverlängerung? :D
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Teeernte » Mo 22. Jan 2018, 22:34

Der General hat geschrieben:(22 Jan 2018, 14:32)

Gibt es durch ein Tempolimit weniger Verkehrstote?
Statistisch kann man einen Zusammenhang zwischen Tempolimit und weniger Verkehrstoten herstellen: 2013 sind auf Autobahnen mit Geschwindigkeitsbegrenzung pro Autobahnkilometer 30 Prozent weniger Menschen tödlich verunglückt als auf Autobahnen ohne Tempolimit.


grüsse


Der Großteil, rund 60 Prozent, aller Unfälle mit Todesopfern ereignen sich auf Landstraßen – obwohl nur 27 Prozent aller Crashs dort passieren. Auf Landstraßen ist das Risiko, tödlich zu verunglücken mehr als doppelt so hoch wie auf anderen Straßen.


Also - ÜBERALL Autobahn....ohne Tempolimit...
:D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Teeernte » Mo 22. Jan 2018, 22:37

Tom Bombadil hat geschrieben:(22 Jan 2018, 22:21)

Vllt. als Penisverlängerung? :D


Heeee..... bei nem Schwulen oder nem Mädel hättst die Mösenvergrösserung oder die Analdehnung bestimmt nicht gebracht.

Such was mit GENDER FREE...
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 23. Jan 2018, 01:00

@Tom

.... Einzig die Höhe der Sitze erleichtert das Einsteigen in den "Klein SUV" doch ganz erheblich im Alter...

was, bitte soll da noch eine Penisverlängerung helfen :p
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relativ
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon relativ » Di 23. Jan 2018, 09:14

Thomas I hat geschrieben:(21 Jan 2018, 14:17)

Also der General redet ja viel Unsinn aber sowas gibt es tatsächlich.
Mir sind ein paar Autobahnabschnitte bekannt bei den ist ein Tempolimit von 6 bis 20 Uhr bzw von 6 Uhr bis 22 Uhr gibt.
Unter anderem war/ist das auf der A7 zwischen Göttingen und Hildesheim der Fall auf den Abschnitt noch nicht ausgebaut sind.

Die meisten Tempolimits die Nachts bestehen, gibt es wegen Lärmschutz, also eher da, wo die Autobahnen ins Städtische gehen.
Tagsüber sind es eigentlich nur Baustellen und als besonders gefährlich eingestufte Streckenabschnitte.
Das hilft uns aber nicht weiter bei dem Problem Verkehrszunahme (volle Straßen) versus kein Tempolimit gleich mehr Staus.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Der General
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Der General » Di 23. Jan 2018, 09:23

Thomas I hat geschrieben:(22 Jan 2018, 20:48)

Hohe Überwachungsdichte in Spanien?
Ahja....
...hast du noch mehr alternative Fakten?


Ja Natürlich hätte ich da noch viel mehr an Fakten und ich verstehe auch gar nicht warum Du nicht Einsichtig bist und diese zur Kenntnis nimmst. Es ist Anhand von vielen Studien klar Belegt, dass Tempolimits auf Autobahnen Leben rettet !

Thomas I hat geschrieben:Warum übrigens ist die Rate der Verkehrsunfall toten auf spanischen und französischen Autobahnen höher als in Deutschland?
Trotz im Schnitt eher geringerem Verkehrsaufkommen?
Und der Tatsache, dass man in Frankreich auf den wichtigsten Autobahnen zu Hauptreisezeiten eh bestenfalls 90 bis 100 fahren kann.

Sorry, du mir andauernd mit alternativen Fakten kommst, Hohe Überwachungsdichte auf spanischen Autobahnen.
Guter Witz, du warst noch nie auf einer spanischen Autobahn unterwegs oder?
Der Autor der Süddeutschen war es sicher nicht.


Sicher, sämtliche Quellen sind Unseriös und die Studien "Fake News" :rolleyes:

Die Rate von Verkehrsunfall toten von Ausländischen Autobahnen ist wieder ein ganz anderes Thema. Schlechte Straßen, Alkohol und Drogen usw. könnten da eine Rolle spielen. Fakt ist und das wurde doch durch die Untersuchung der OECD klar festgestellt, dass einer der häufigsten Auslöser für Unfälle, Überhöhte Geschwindigkeit ist.

Der Autor der Süddeutschen bezieht sich doch auf diese Studie nur.

Thomas I hat geschrieben:Und warum sagt dann das Statistische Bundesamt weiterhin dass zwei Drittel aller schwere Verkehrsunfälle insbesondere diese mit Todesfolgen, auf Autobahnabschnitten statt fanden, die zu dem Zeitpunkt des Unfalls ein Tempolimit unterworfen waren?


Irgendwie kapierst Du gar nicht so Richtig worum es geht oder? Es behauptet doch Niemand, dass durch Tempolimits auf Autobahnen oder sonst wo, absolut keine Unfälle mehr passieren. Es geht darum die Unfälle zu minimieren und da wo Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeführt wurden, haben sich Nachweißlich auch die Schweren Unfälle verringert. Siehe nochmals die Studie Anhand des Bundesland Brandenburg:

http://www.mil.brandenburg.de/cms/detai ... .142482.de

Dort wo in Brandenburg Tempolimits auf Autobahnen eingeführt wurden, ging die Zahl der Unfälle und Verkehrstoten um 20-50 Prozent zurück. Dies deckt sich mit Erfahrungen bei früheren Tempolimits z.B. während der Ölkrise oder bei Großversuchen in den 1970er Jahren.

Also was genau willst Du mir jetzt erzählen bzw. abstreiten ? Ist das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung eine "Limit Mafia" oder was?

Thomas I hat geschrieben:Und auf die schweren Unfälle kommt es ja an oder?
(Und ja, wenn es in einer Baustelle einen Unfall gibt, dann ist das kein Autobahnabschnitt ohne Tempolimit auch wenn da nach Ende der Bauarbeiten wieder kein Tempolimit herrscht. Das gilt auch für einen Abschnitt mit eingeschalteter Verkehrsbeeinflussungsanlage. Ich kenne die Statistiktricks der Limitmafia gut...)
Da gilt dann an die Welt der Rat, keiner Statistik zu trauen die man nicht selbst gefälscht hat.


Mein lieber Thomas, offensichtlich scheinst Du noch sehr Jung zu sein? Jüngere Menschen neigen glaube ich oft dazu alles abzustreiten und alles besser zu wissen auch wenn die Realität ein ganz anderes Bild darstellt.

Ich möchte nochmals betonen, dass ich in früheren Jahren selbst stark gegen Freiheitliche Einschränkungen bzw. Tempolimits auf Autobahnen war. Auch möchte ich niemanden verbieten sich 300 PS Boliden zu kaufen, wenn sie es denn möchten.

Von mir aus dürfen auch alle so schnell fahren wie sie möchten ABER dann bitte nicht im Öffentlichen Raum, sondern dort wo keine Unbeteiligten zu Schaden kommen können !

Der User "immernoch_ratlos" hat das meiner Meinung nach schon Richtig erkannt. Es gibt sehr viele die mit Ihren (meist PS starken) Autos nicht klar kommen, sich Selbst überschätzen und die Grenze zur Physischen Schwelle nicht erkennen. Besonders die jüngere Altersgruppe die sich vom Bruder einen Leihwagen mieten lassen oder die immer größer werdende Zahl von Raser Touristen die am Wochenende Ihre Autos ausfahren möchten sind besonders Gefährdet!

Den Anreiz auf Deutschen Autobahnen zu Rasen muß politisch einen Riegel vorgeschoben werden und selbst wenn nur ein einziger Mensch dank des Tempolimits nicht stirbt, hat sich dieser schon gelohnt :)
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon jack000 » Do 25. Jan 2018, 08:51

Informationen zum Rechtsfahrgebot vom Erklärbär:
Deutschland 2017: "Bevor ich loslege, würde ich gerne noch wissen, ob es für Sie in Ordnung ist, dass ich als weibliche Person hier sitze und auch Ihre Dolmetscherin weiblich ist."
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Positiv Denkender » Fr 26. Jan 2018, 18:03

Der General hat geschrieben:(23 Jan 2018, 09:23)

Ja Natürlich hätte ich da noch viel mehr an Fakten und ich verstehe auch gar nicht warum Du nicht Einsichtig bist und diese zur Kenntnis nimmst. Es ist Anhand von vielen Studien klar Belegt, dass Tempolimits auf Autobahnen Leben rettet !



Sicher, sämtliche Quellen sind Unseriös und die Studien "Fake News" :rolleyes:

Die Rate von Verkehrsunfall toten von Ausländischen Autobahnen ist wieder ein ganz anderes Thema. Schlechte Straßen, Alkohol und Drogen usw. könnten da eine Rolle spielen. Fakt ist und das wurde doch durch die Untersuchung der OECD klar festgestellt, dass einer der häufigsten Auslöser für Unfälle, Überhöhte Geschwindigkeit ist.

Der Autor der Süddeutschen bezieht sich doch auf diese Studie nur.



Irgendwie kapierst Du gar nicht so Richtig worum es geht oder? Es behauptet doch Niemand, dass durch Tempolimits auf Autobahnen oder sonst wo, absolut keine Unfälle mehr passieren. Es geht darum die Unfälle zu minimieren und da wo Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeführt wurden, haben sich Nachweißlich auch die Schweren Unfälle verringert. Siehe nochmals die Studie Anhand des Bundesland Brandenburg:

http://www.mil.brandenburg.de/cms/detai ... .142482.de

Dort wo in Brandenburg Tempolimits auf Autobahnen eingeführt wurden, ging die Zahl der Unfälle und Verkehrstoten um 20-50 Prozent zurück. Dies deckt sich mit Erfahrungen bei früheren Tempolimits z.B. während der Ölkrise oder bei Großversuchen in den 1970er Jahren.

Also was genau willst Du mir jetzt erzählen bzw. abstreiten ? Ist das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung eine "Limit Mafia" oder was?



Mein lieber Thomas, offensichtlich scheinst Du noch sehr Jung zu sein? Jüngere Menschen neigen glaube ich oft dazu alles abzustreiten und alles besser zu wissen auch wenn die Realität ein ganz anderes Bild darstellt.

Ich möchte nochmals betonen, dass ich in früheren Jahren selbst stark gegen Freiheitliche Einschränkungen bzw. Tempolimits auf Autobahnen war. Auch möchte ich niemanden verbieten sich 300 PS Boliden zu kaufen, wenn sie es denn möchten.

Von mir aus dürfen auch alle so schnell fahren wie sie möchten ABER dann bitte nicht im Öffentlichen Raum, sondern dort wo keine Unbeteiligten zu Schaden kommen können !

Der User "immernoch_ratlos" hat das meiner Meinung nach schon Richtig erkannt. Es gibt sehr viele die mit Ihren (meist PS starken) Autos nicht klar kommen, sich Selbst überschätzen und die Grenze zur Physischen Schwelle nicht erkennen. Besonders die jüngere Altersgruppe die sich vom Bruder einen Leihwagen mieten lassen oder die immer größer werdende Zahl von Raser Touristen die am Wochenende Ihre Autos ausfahren möchten sind besonders Gefährdet!

Den Anreiz auf Deutschen Autobahnen zu Rasen muß politisch einen Riegel vorgeschoben werden und selbst wenn nur ein einziger Mensch dank des Tempolimits nicht stirbt, hat sich dieser schon gelohnt :)

Woher maßt du dir an es muss ? Es muss nicht weil die wenigsten Unfälle auf Autobahnen auf überhöhte Geschwindigkeiten zurückzuführen
sind . Am häufigsten verursachen LKW `s Unfälle ,die dürfen nur 80 km /h fahren . Die meisten Unfällen mit PKW´s passieren beim
ausscheren oder beim aus und einfahren an Autobahnzufahrten .Selten, dass dabei Geschwindigkeiten über 120 oder 130 gefahren werden .
Auf Autobahnabschnitten mit hoher Verkehrsdichte gibt es bereits Geschwindigkeitsbegrenzungen bzw. werden die durch
elektronische Anlagen geregelt. Auf Strecken ohne Geschwindigkeitsbegrenzungen passieren die wenigsten Unfälle.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Aldemarin » Di 30. Jan 2018, 11:51

Was spricht gegen ein generelles Tempolimit auf Autobahnen von 150 km/h?
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon jack000 » Di 30. Jan 2018, 11:53

Aldemarin hat geschrieben:(30 Jan 2018, 11:51)

Was spricht gegen ein generelles Tempolimit auf Autobahnen von 150 km/h?

Ich will aber 160 km/h fahren, daher könnte man ein TL von 160 km/h einführen => So müssten sich dann alle danach richten welche Geschwindigkeit ich für richtig halte.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Audi » Di 30. Jan 2018, 12:46

Gestern Abend acc auf 200 km/h gedrückt und schön ruhig auf der dritten Spur bis Ingolstadt gefahren. Ich wäre für 200 auf der Autobahn.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Der General » Mi 31. Jan 2018, 15:28

Positiv Denkender hat geschrieben:(26 Jan 2018, 18:03)

Woher maßt du dir an es muss ? Es muss nicht weil die wenigsten Unfälle auf Autobahnen auf überhöhte Geschwindigkeiten zurückzuführen
sind . Am häufigsten verursachen LKW `s Unfälle ,die dürfen nur 80 km /h fahren . Die meisten Unfällen mit PKW´s passieren beim
ausscheren oder beim aus und einfahren an Autobahnzufahrten .Selten, dass dabei Geschwindigkeiten über 120 oder 130 gefahren werden .
Auf Autobahnabschnitten mit hoher Verkehrsdichte gibt es bereits Geschwindigkeitsbegrenzungen bzw. werden die durch
elektronische Anlagen geregelt. Auf Strecken ohne Geschwindigkeitsbegrenzungen passieren die wenigsten Unfälle.


Was genau verstehst Du nicht an den Studien die ich hier verlinkt hatte ?

Dort wo Tempolimits eingeführt wurden, gingen die Zahlen von Unfällen und Verkehrstoten Deutlich zurück !

Für andere Unfälle, zum Beispiel von LKW´s usw. müsste man andere Lösungen finden, ist hier aber jetzt nicht das Thema.

Im übrigen "Maße" ich mir hier auch nichts an. Es ist eigentlich nur Logisch, dass Tempolimits eingeführt werden, wenn es dadurch weniger Unfälle und Tote gibt. Man könnte das ganze auch mit der damaligen Anschnall Debatte vergleichen. Heute ist es Selbstverständlich das man sich anschnallt.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Der General » Mi 31. Jan 2018, 15:37

Tempo 130 mit 10 km/H Toleranz halte ich für Sinnvoll.

Bei einer Fahrstrecke von 200 KM ist man bei einer Geschwindigkeit von 200 KM/H statt 130 nur 21 Minuten schneller am Ziel !

Eine Zeitersparnis von 35% gleichzeitig liegt der Sprit Verbrauch um 77% höher.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Raskolnikof » Mi 31. Jan 2018, 16:13

Hast du bei deiner Berechnung berücksichtigt, dass es auf deutschen Autobahnen kaum ein Langstreckenziel gibt, bei dem man auf der Autobahn durchgängig 200km/h fahren kann? Sehr häufiges Abbremsen bei so hoher Geschwindigkeit lässt die Durchschnittsgeschwindigkeit gewaltig einknicken.
Ich denke, dass es den 200 Km/h Junkies auch gar nicht darum geht, schneller von A nach B zu kommen. Es ist wohl eher so etwas wie ein Orgasmus, das diesen Rasern ab einer bestimmten Geschwindigkeit überkommt. Bei Jägern ist auch derartiges beim Abschuss eines Tieres bekannt. Ein ehemaliger Arbeitskollege und Jäger erzählte mir mal, wie sich ein Jäger beim oder nach dem Abschuss seines ersten Tieres in die Hose machte. Seitdem frage ich mich, ob die 200+ Fahrer immer mit einer Windel unterwegs sind. :D
Wer anderen eine Bratwurst brät der hat ein Bratwurstbratgerät.
(unbekannter Bratwurstdichter, einer Legende nach aus Thüringen stammend)
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 31. Jan 2018, 18:02

Der General hat geschrieben:(31 Jan 2018, 15:37)

Tempo 130 mit 10 km/H Toleranz halte ich für Sinnvoll.

Bei einer Fahrstrecke von 200 KM ist man bei einer Geschwindigkeit von 200 KM/H statt 130 nur 21 Minuten schneller am Ziel !

Eine Zeitersparnis von 35% gleichzeitig liegt der Sprit Verbrauch um 77% höher.


Welche Kosten ein Auto verursacht darf jeder selbst bestimmen . Erheiternd wenn man erst behauptet durch
schnelleres Fahren würden auf Autobahnen mehr Unfälle verursacht wenn das entkräftet ist kommt man mit der Verbrauchskeule.
Wenn ich 130 fahre verbraucht das Auto ca 5.6 l bei einer gemäßigten Reisegeschwindigkeit 7 l :Auf 77 % komme ich da nicht .
Es geht auch nicht darum ob man 10 oder 20 Minuten später oder früher ankommt .Es geht einfach darum dass man bei
wenig frequentierten BAB den Verkehr flüssiger hält . Bei 500 km wären es schon fast eine Stunde.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon jack000 » Mi 31. Jan 2018, 18:26

Der General hat geschrieben:(31 Jan 2018, 15:28)Dort wo Tempolimits eingeführt wurden, gingen die Zahlen von Unfällen und Verkehrstoten Deutlich zurück !

Es werden dort Tempolimits eingeführt wo es Unfallschwerpunkte auf Grund hoher Geschwindigkeiten oder sonstiger Gründe gibt. Daher ist es logisch, dass die Unfallzahlen dann sinken.
Die Unfalltoten auf deutschen Strassen wo schneller als 130 km/h auf einer Strecke ohne Tempolimit gefahren wurde beträgt 0,5%. (Wobei bei höherer Geschwindigkeit automatisch von einer Schuld des schneller als 130 km/h-fahrenden ausgegangen wird! => Auch wenn man z.B. betrunken, unter Drogeneinfluss oder mit seinem Smart-Phone beschäftigt war oder das Unfallopfer den eigentlichen Verkehrsverstoß (z.B. Geisterfahrer) verursacht hat, wird das in die Statistik aufgenommen)
=> Der Verkehrstote, der durch das nicht vorhandene Tempolimit auf einigen Strecken auf Autobahnen verursacht wurde, ist die absolute Ausnahme unter allen Verkehrstoten in Deutschland!
Deutschland 2017: "Bevor ich loslege, würde ich gerne noch wissen, ob es für Sie in Ordnung ist, dass ich als weibliche Person hier sitze und auch Ihre Dolmetscherin weiblich ist."
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Audi » Mi 31. Jan 2018, 18:45

Raskolnikof hat geschrieben:(31 Jan 2018, 16:13)

Hast du bei deiner Berechnung berücksichtigt, dass es auf deutschen Autobahnen kaum ein Langstreckenziel gibt, bei dem man auf der Autobahn durchgängig 200km/h fahren kann? Sehr häufiges Abbremsen bei so hoher Geschwindigkeit lässt die Durchschnittsgeschwindigkeit gewaltig einknicken.
Ich denke, dass es den 200 Km/h Junkies auch gar nicht darum geht, schneller von A nach B zu kommen. Es ist wohl eher so etwas wie ein Orgasmus, das diesen Rasern ab einer bestimmten Geschwindigkeit überkommt. Bei Jägern ist auch derartiges beim Abschuss eines Tieres bekannt. Ein ehemaliger Arbeitskollege und Jäger erzählte mir mal, wie sich ein Jäger beim oder nach dem Abschuss seines ersten Tieres in die Hose machte. Seitdem frage ich mich, ob die 200+ Fahrer immer mit einer Windel unterwegs sind. :D

Wow, was sich hier manche vorstellen was bei Tempo 200 passiert... Hast du ein Fiat Panda oder was? Wenn du Ein A6, 5 BMW usw mit 200 fährst, merkst du fast keinen Unterschied zu 130 kmh. Es sei denn man fährt abgelutschte Gurken ala Corsa und anderes Zeug. Ich verpeste lieber die Luft mit meinem 3.0TDI und reise komfortabel :D
Zuletzt geändert von Audi am Mi 31. Jan 2018, 18:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Audi » Mi 31. Jan 2018, 18:48

Der General hat geschrieben:(31 Jan 2018, 15:37)

Tempo 130 mit 10 km/H Toleranz halte ich für Sinnvoll.

Bei einer Fahrstrecke von 200 KM ist man bei einer Geschwindigkeit von 200 KM/H statt 130 nur 21 Minuten schneller am Ziel !

Eine Zeitersparnis von 35% gleichzeitig liegt der Sprit Verbrauch um 77% höher.

Der Verbrauch und die Zeitersparnis ist jedermanns Sache. Was geht dich das an wenn ich 11 Liter tanke statt 7-8? Und wenn ich eine halbe Stunde schneller da bin ist es halt so. Ich fahre nicht nach dem Motto : Jetzt rase ich etwas... Wenn man etwas Leistung hat, fährt man flüssiger wenn die BAB frei ist. Wenn sich jemand keine 200 traut, ist das sein Problem und der sollte hier niemanden belehren
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Der General » Do 1. Feb 2018, 00:32

Raskolnikof hat geschrieben:(31 Jan 2018, 16:13)

Hast du bei deiner Berechnung berücksichtigt, dass es auf deutschen Autobahnen kaum ein Langstreckenziel gibt, bei dem man auf der Autobahn durchgängig 200km/h fahren kann? Sehr häufiges Abbremsen bei so hoher Geschwindigkeit lässt die Durchschnittsgeschwindigkeit gewaltig einknicken.
Ich denke, dass es den 200 Km/h Junkies auch gar nicht darum geht, schneller von A nach B zu kommen. Es ist wohl eher so etwas wie ein Orgasmus, das diesen Rasern ab einer bestimmten Geschwindigkeit überkommt. Bei Jägern ist auch derartiges beim Abschuss eines Tieres bekannt. Ein ehemaliger Arbeitskollege und Jäger erzählte mir mal, wie sich ein Jäger beim oder nach dem Abschuss seines ersten Tieres in die Hose machte. Seitdem frage ich mich, ob die 200+ Fahrer immer mit einer Windel unterwegs sind. :D


Es ist nicht "meine" Berechnung sondern eine App die das schnell und einfach berechnet. Selbstverständlich kann man bei einem Langzeitziel nicht permanent 200 km/h fahren. Diese Werte dienten nur mal so als Allgemeine Information !

Über "Jäger und Orgasmusse" möchte ich nicht urteilen, auch wenn DU in Einzelfällen sicherlich Richtig liegst.

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