Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

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Soll es ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen geben?

ja
28
42%
nein
33
50%
weiß nicht/Enthaltung
5
8%
 
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Thomas I
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Thomas I » Mi 13. Dez 2017, 19:58

Der General hat geschrieben:(13 Dec 2017, 14:23)

Die Verkehrsminister bzw. Verantwortlichen sind sicherlich nicht "bescheuert" sondern sind Machtlos gegenüber der Autoindustrie und dessen Lobbyisten ! Wer kauft sich schon ein Neues Auto ab 200 PS wenn man nicht mehr schnell fahren darf ? DAS ist der einzige Grund warum es hier in Deutschland kein Limit gibt.


Hmm, alle meine amerikanischen Verwandte und alle meine Schweizer Verwandten und sehr viele meiner Freunde von Costa Rica bis Finnland und von Frankreich bis Kanada haben Autos mit >200PS.
Das ist ja gerade der Irrglaube der Ökos, die denken mit einem Tempolimit kaufen die Leute statt nem SUV einen Smart...
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Dampflok94
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Dampflok94 » Mi 13. Dez 2017, 20:04

Thomas I hat geschrieben:(13 Dec 2017, 19:58)

Das ist ja gerade der Irrglaube der Ökos, die denken mit einem Tempolimit kaufen die Leute statt nem SUV einen Smart...

Das glaube ich kaum. Es geht wohl eher darm, daß man mit 200 km/h nicht unbedingt die optimalen Verbrauchswerte erzielt.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Nero » Mi 13. Dez 2017, 20:22

Raskolnikof hat geschrieben:(13 Dec 2017, 13:13)

Als fast Dauerradiohörer bekomme ich ständig die Unfallmeldungen auf den Autobahnen zu hören. Sätze wie: Der Unfall ist nach Angaben der Polizei vermutlich auf eine nicht angepasste bzw. überhöhte Geschwindigkeit zurück zu führen" haben sich bei mir schon eingebrannt. Was sollte da dann wohl die logische Konsequenz sein? Ist das so schwierig zu begreifen? Sind denn die Verkehrsminister bzw. Verantwortlichen in anderen EU-Staaten, in denen lange nicht die Verkehrsdichte herrscht wie bei uns in Deutschland alle bescheuert, weil die bis auf die britische Kanalinsel Isle of Man eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf ihren Autobahnen haben? Ich denke nicht.


Zu schnell hinsichtlich der Situation: das kann auch nur Tempo 110 bei unklaren Sichtverhältnissen und schwerem Regenwetter sein. Weiteres Beispiel: deutsche Landstraßen sind generell mit 100 km/h limitiert. Auch hier sind aber immer noch Unfälle aufgrund nicht angepasster (=zu schneller) Geschwindigkeit denkbar: Zum Beispiel Tempo 90 bei Schnee und Glätte.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon jack000 » Do 14. Dez 2017, 01:33

Dampflok94 hat geschrieben:(13 Dec 2017, 20:04)

Das glaube ich kaum. Es geht wohl eher darm, daß man mit 200 km/h nicht unbedingt die optimalen Verbrauchswerte erzielt.

Muss man nicht auch mal bedenken das sowohl die Verkehrstoten wie auch die Abgasbelastung der Gesamtbelastung ausmacht und dafür aber Fahrzeuge konstruiert hat die die sicherchsten der Welt sind, die Abschnitte sind wo die wenigsten Unfälle passieren und der Gesamtverbrauch an Benzin quasi keine Rolle spielt.
=> Warum wird ausgerechnet immer auf diesen Bereich rumgehackt und ausgerechet dieser Bereich und dessen Abschaffung dessen als Lösung für die Verkehrsprobleme an sich angesehen wird wo es eigentlich die wenigsten Probleme gibt?
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Dampflok94 » Do 14. Dez 2017, 12:17

jack000 hat geschrieben:(14 Dec 2017, 01:33)=> Warum wird ausgerechnet immer auf diesen Bereich rumgehackt und ausgerechet dieser Bereich und dessen Abschaffung dessen als Lösung für die Verkehrsprobleme an sich angesehen wird wo es eigentlich die wenigsten Probleme gibt?

Wer tut den so was? Ich kenne niemanden. Natürlich setzen sich einige, z. B. bei den Grünen, für ein Tempolimit auf Autobahnen ein. Aber daß jemand behauptet, damit wären alle Verkehrsprobleme dieses Landes gelöst, habe ich noch nie gehört. Womit ich nicht ausschließen will, es gäbe irgendwo einen Schrat mit dieser absonderlichen Meinung.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Teeernte » Do 14. Dez 2017, 12:52

jack000 hat geschrieben:(14 Dec 2017, 01:33)

=> Warum wird ausgerechnet immer auf diesen Bereich rumgehackt und ausgerechet dieser Bereich und dessen Abschaffung dessen als Lösung für die Verkehrsprobleme an sich angesehen wird wo es eigentlich die wenigsten Probleme gibt?


Je Quadratmeter Wohnraum kann man 300 km fahren..... wer fährt heizt die Wohnung nicht. :D :D :D
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Thomas I » Sa 16. Dez 2017, 02:49

Dampflok94 hat geschrieben:(13 Dec 2017, 20:04)

Das glaube ich kaum. Es geht wohl eher darm, daß man mit 200 km/h nicht unbedingt die optimalen Verbrauchswerte erzielt.


Mit einem SUV in der Stadt auch nicht.
Und was kommt wohl häufiger vor?
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Dampflok94 » So 17. Dez 2017, 20:09

Thomas I hat geschrieben:(16 Dec 2017, 02:49)

Mit einem SUV in der Stadt auch nicht.
Und was kommt wohl häufiger vor?

Ich würde mal sagen ein Tempolimit auf den BAB ist leichter durchzusetzen, als ein Innenstadtverbot für SUVs.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon jack000 » So 17. Dez 2017, 20:33

Dampflok94 hat geschrieben:(17 Dec 2017, 20:09)

Ich würde mal sagen ein Tempolimit auf den BAB ist leichter durchzusetzen, als ein Innenstadtverbot für SUVs.

Die Frage stellt sich was es bringt ... Ein Innenstadtverbot für SUVs ist zu befürworten!
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Dampflok94 » So 17. Dez 2017, 21:06

jack000 hat geschrieben:(17 Dec 2017, 20:33)

Die Frage stellt sich was es bringt ... Ein Innenstadtverbot für SUVs ist zu befürworten!

Das wird schon juristisch schwierig. SUV müßte da genau definiert werden. Scheint mir nicht einfach.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Raskolnikof » Mo 18. Dez 2017, 16:48

Dampflok94 hat geschrieben:(17 Dec 2017, 21:06)

Das wird schon juristisch schwierig. SUV müßte da genau definiert werden. Scheint mir nicht einfach.

So ist es. Leider wird ja oft jedes Auto, welches gewisse äußere Dimensionen überschreitet oder aussieht wie ein wüstengängiges Fahrzeug als SUV bezeichnet. Dahinter verbergen sich dann noch weitere Pauschalurteile wie mindestens 3,5 Liter Hubraum, 250 PS, Allradantrieb, über 10 Liter Spritverbrauch auf 100 km...
Alles Blödsinn!
Ich fahre einen Ford Kuga (Benziner). Allgemein wird der als SUV eingestuft. Was der aber tatsächlich ist: Ein Fahrzeug auf der Basis des Ford Focus, ein Fahrzeug der unteren Mittelklasse, fast 40 cm kürzer als mein alter Ford Mondeo, 1,5 Liter Hubraum, kein Allrad, im Verbrauch sparsamer als der alte Mondeo. Weshalb ich den fahre? Einfach weil der Kuga eine höhere Sitzposition hat. Ab einem bestimmten Alter quält man sich eben nicht mehr so gern in einen niedrige Flunder. Ich nenne das mal seniorengerecht. :)

Wer denn SUVs aus den Innenstädten verbannen will sollte erst einmal ganz genau das, was er SUV nennt, definieren. Anstatt alle SUVs raus aus unseren Städten fände ich dann besser: Alle Privat-PKWs raus aus den Städten. ;)
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon jack000 » Mo 18. Dez 2017, 19:46

Raskolnikof hat geschrieben:(18 Dec 2017, 16:48)
Anstatt alle SUVs raus aus unseren Städten fände ich dann besser: Alle Privat-PKWs raus aus den Städten. ;)

Ganz so radikal muss es ja nicht sein, aber hohe Parkgebühren und ein sehr günstiges P&R-Angebot wären schon mal sinnvoll.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Thomas I » Di 19. Dez 2017, 23:03

Dampflok94 hat geschrieben:(17 Dec 2017, 20:09)

Ich würde mal sagen ein Tempolimit auf den BAB ist leichter durchzusetzen, als ein Innenstadtverbot für SUVs.


Tatsächlich? Ich glaube eher, dass SUV in der Stadt einfacher zu kontrollieren sind als das Tempo flächendeckend auf dem Autobahnnetz.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Dampflok94 » Mi 20. Dez 2017, 09:10

Thomas I hat geschrieben:(19 Dec 2017, 23:03)

Tatsächlich? Ich glaube eher, dass SUV in der Stadt einfacher zu kontrollieren sind als das Tempo flächendeckend auf dem Autobahnnetz.

Du bist doch Jurist. Wie würdest Du denn SUV sauber juristisch definieren?

Und natürlich könnte man das nicht flächendeckend kontrollieren. Kann man bei den bisher bestehenden Tempobeschränkungen in der Stadt oder auf Landstraßen ja auch nicht. Sind diese deswegen falsch?
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 21. Dez 2017, 00:26

Hallo Dampflok - da muss nix mehr juristisch definiert werden, weil das KBA seit 2013 :
WIKI hat geschrieben:das Segment SUV. Modellreihen mit „Offroad-Charakter“ ohne die Typgenehmigung M1G gemäß Richtlinie 2007/46/EG sind in das Segment SUV eingeordnet. Die betreffenden Modellreihen waren zuvor in das Segment Geländewagen eingeordnet. Für Zahlen zu den jährlichen Neuzulassungen von Personenkraftwagen des Segments SUV in Deutschland nach Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes, siehe Liste der Neuzulassungen von Personenkraftwagen in Deutschland nach Segmenten und Modellreihen.
Das KBA lässt ja Fahrzeuge zu und manchmal wissen Bürokraten auch ganz genau was sie tun :thumbup:

Da aber "Sport Utility Vehicle" eine Abspaltung von "echten Geländewagen" sind, würde sich sicher ein Anwalt der Sache annehmen und es als unverhältnismäßig befinden, "nur" einem geradezu willkürlichem Herausgreifen einer allgemein zugelassenen Fahrzeuggruppe das Befahren einer Umweltzone verbieten, wenn diese "emissionstechnisch" die Einfahrbedingungen erfüllen :dead:

Was denkbar wäre - mindestens genauso grotesk - eine Festlegung der Leistung im Verhältnis zur Fahrzeugmasse kWh/kg - wenig kWh zum Gewicht darf - wer mehr hat - darf nicht :? Oder gleich wer katholisch ist, darf nur Sonntag einfahren - evangelische Samstag usw. usf. :(

Ein Geschwindigkeitsobergrenze die mindesten 75,85% der Fahrzeit auf der BAB auch gefahren werden muss :eek: , wäre doch eine schöne Lösung - ich würde die bei 200km/h setzen, die BAB gehört dann endlich den LKW und einer Handvoll Rennfahrern die nach jedem Jahr durch "natürliche" Selektion weiter schrumpfen würden. :|
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Elser » Sa 30. Dez 2017, 11:35

Thomas I hat geschrieben:(13 Dec 2017, 19:58)

Hmm, alle meine amerikanischen Verwandte und alle meine Schweizer Verwandten und sehr viele meiner Freunde von Costa Rica bis Finnland und von Frankreich bis Kanada haben Autos mit >200PS.
Das ist ja gerade der Irrglaube der Ökos, die denken mit einem Tempolimit kaufen die Leute statt nem SUV einen Smart...


Richtig - aber sebst Blödsinnsautos verbrauchen bei 120 deutlich weniger als bei 200. Weniger Verbrauch = weniger Abgase. Ansonsten könnte man noch viel mit einer progressiven KFZ-Steuer regeln. :D

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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon jack000 » Sa 30. Dez 2017, 15:21

Elser hat geschrieben:(30 Dec 2017, 11:35)

Richtig - aber sebst Blödsinnsautos verbrauchen bei 120 deutlich weniger als bei 200. Weniger Verbrauch = weniger Abgase. Ansonsten könnte man noch viel mit einer progressiven KFZ-Steuer regeln. :D

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Bezogen auf den Gesamtbenzinverbrauch in Deutschland aber spielt das keine Rolle.
Am meisten verbrauchen Autos in Städten bei Stop & Go.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Elser » So 31. Dez 2017, 13:54

jack000 hat geschrieben:(30 Dec 2017, 15:21)

Bezogen auf den Gesamtbenzinverbrauch in Deutschland aber spielt das keine Rolle.
Am meisten verbrauchen Autos in Städten bei Stop & Go.



Wie kommst du darauf ? Weil das bei der EG-Messung so herauskommt ? Hierbei wird bei dem Autobahnmodus nur sehr kurz max. 120 gefahren und dabei auch nur sehr verhalten Beschleunigt. Wenn sich aber jemand so einen 2-Tonnen-Hirsch mit hunderten PS kauft, dann will er im allgemeinen auch schnell fahren. Das kann er fast nur noch in Deutschland und das bei, mit LKW völlig verstopften Autobahnen. Das bedeutet dann auch noch, dass er ständig abbremsen und neu beschleunigen muss, um wenigsten ab und zu mal 200 oder schneller fahren zu können. Dabei brauchen die Autos ERHEBLICH (!!!) mehr Kraftstoff, als bei jeder, noch so stockenden, Stadtfahrt. Ein großer Benzin-Suv kommt da auch schon mal auf Verbräuche zwischen 30 - 50 l/100Km. Das wollen viele nur nicht wahrhaben. "Unerheblich" ist das Nicht !!! Nur ein Märchen für und von Rasern. Ja - WENN wir eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 hätten, DANN wäre es nicht so erheblich. Haben wir aber nicht - leider.

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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon immernoch_ratlos » So 31. Dez 2017, 15:29

Wer hier warum auch immer "Obergrenzen" ablehnt, wird gleichgültig durch welche Fachargumente leider nicht umzustimmen sein. Liest man dieses Wiki : Quelle : WIKIPEDIA "Fahrzyklus" sorgfältig, bleibt bei mir nur hängen, es wird je nach Land, Interessengruppen oder was auch immer, zu sehr abweichenden Ergebnissen gekommen. Inwieweit diese "synthetischen Ergebnisse" der tagtäglichen Realität standhalten, halte ich für mehr als "offen".

Auch die jährlichen Verbrauchswerte in toto (die habe ich bereits zu einem anderen Thema gepostet) sind wohl der einzige realistische Maßstab welche den Impakt auf uns und unsere Umwelt wiedergeben. Die bekannten "Nebenwirkungen" sind eine finanzielle Belastung, den die Allgemeinheit in den verschiedensten Formen tragen muss. Nun kann man sich exzessiv über die Gründe streiten. Es gibt gewiss unvermeidbare - es sei denn, man wolle jegliche wirtschaftliche Notwendigkeit leugnen - aber auch durchaus vermeidbare Gründe die zu höherem Verbrauch führen. Für die besteht keinerlei wirtschaftliche Notwendigkeit. Doch offensichtlich ein hochgradig emotionales Bedürfnis :dead:

Obwohl nur wenige, die Eigenschaften die echte Rennfahrer haben müssen, wirklich besitzen, darf in D jeder, der sich so "berufen" fühlt, sich mit Fahrzeugen ausstatten, deren Möglichkeiten längst jenseits der durchschnittlichen menschlich möglichen Dauerleistung liegen. In so ziemlich allen Ländern dieser Welt, wurde das durch "Obergrenzen" auf ein Maß reduziert, was zumindest die Mehrheit am potentiellen Selbstmord "mit Beteiligten" hindert. Recht hinterlistig (ob der juristischen Folgen) gibt es in D auf dem größeren Teil der BAB keine dauerhaft gültigen "Obergrenzen". Wer da wie auch immer versagt, wird alsbald genau danach verurteilt. Nicht das schnelle Fahren ist dort strafbar, sondern das Versagen - gleichgültig warum. Plötzlich gibt es doch eine Obergrenze. Wer die überschreitet, ist mindest teilschuldig am Unfallgeschehen. Wer also die 130 km/h überschreitet - wer tut das nicht :?: - hat solange keine Konsequenzen zu erwarten, bis der (juristisch) "Erfolg" eintritt. Dann hat er nach gängiger Rechtspraxis schuldhaft den Unfall und dessen Folgen mindestens mitverursacht, wenn nicht gar die volle Schuld dadurch entstanden ist.

Das "beweist" doch, der Mensch ist generell für höhere Geschwindigkeiten als diese 130 km/h nicht geeignet. Gleichgültig wie das auch jeder sehen mag. In der Psychiatrie gilt ja auch, den Patient kann seinen eigenen Geisteszustand eben nicht "unabhängig" selbst beurteilen. Wäre bei einem Unfall, der sich hauptursächlich auf Geschwindigkeiten höher als die gültige Richtgeschwindigkeit zurückführen lässt, die unerfreulichen auf den Fahrer beschränkt, könnte man dies getrost und achselzuckend abtun - selbst schuld - nun tot oder ein Krüppel - scheiß drauf. Leider gibt es auch immer andere "Unfallbeteiligte" die so zu Schaden kommen. Gern bringt der "Rennfahrer" auch alle Insassen seiner "Rennmaschine" mit um oder mach sie zu Krüppeln (selbst schuld, wer einem solchen Idioten seine Gesundheit, sein Leben anvertraut). Leider und da wird es echt "öffentlich" muss praktisch jeder der sich auf der BAB befindet, mit solchen "Selbstmordattentätern aus Leidenschaft" ständig rechnen. Gut deren Trost ist dann - ich bin nicht selbst Schuld daran, nun tot oder verkrüppelt zu sein :thumbup:

Apropos "Rennmaschinen" - mindestens jeder ordentliche Mittelklassewagen hat das "Zeug" dazu. So bleibt es jedem selbst überlassen was er / sie denn für die "richtige Geschwindigkeit" hält und das egal wo. Wenn es denn je vernünftige angepasste Geschwindigkeiten geben sollte, dann nur über technische Einrichtungen die den (noch menschlichen) Fahrer zwingen eine "vernünftige" vorgesehene Geschwindigkeit auch tatsächlich einhalten zu müssen.

ALLE - meint, es gibt auch eine tatsächliche Mindestgeschwindigkeit - so was gibt es tatsächlich - wenn auch aus naheliegenden Gründen nicht auf der BAB : das Zeichen Anlage 2 zu § 41 StVO : 275 Vorgeschriebene Mindestgeschwindigkeit (Dieses Verkehrszeichen ist ein blaues, rundes Schild mit einer weißen Dreißig in der Mitte. )
Bei diesem Schild ist die Mindestgeschwindigkeit von 30km/h vorgegeben. Man darf hier nicht langsamer fahren, solange es die Straßenverhältnisse und Wetterlage zulässt. Das Zeichen 279 gibt das Ende der vorgeschriebenen Geschwindigkeit vor (rot durchgestrichene Dreißig).

Bei Vorschriftszeichen muss man immer mit Sanktionen rechnen. Vor allem wenn eine Gefährdung oder gar ein Unfall mit Sachbeschädigung oder Personenschaden aufgrund der Missachtung des Schildes passiert. Hier drohen 5-35 Euro Bußgeld.
Ist doch bemerkenswert, da muss jeder "mindestens 30 km/h schnell" fahren (solange es die Straßenverhältnisse und Wetterlage zulässt) - kann auch 250 und mehr sein, wenn es sonst keine allgemeinen "Obergrenzen" gibt.

"Mobilität" ist gewiss eine Sonderfall des normalen menschlichen Irrsinns....

Hier noch die zuständigen Hieroglyphen : in ihrer ganzen Pracht
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Teeernte » So 31. Dez 2017, 17:46

immernoch_ratlos hat geschrieben:(31 Dec 2017, 15:29)


Das "beweist" doch, der Mensch ist generell für höhere Geschwindigkeiten als diese 130 km/h nicht geeignet. Gleichgültig wie das auch jeder sehen mag. In der Psychiatrie gilt ja auch, den Patient kann seinen eigenen Geisteszustand eben nicht "unabhängig" selbst beurteilen. Wäre bei einem Unfall, der sich hauptursächlich auf Geschwindigkeiten höher als die gültige Richtgeschwindigkeit zurückführen lässt, die unerfreulichen auf den Fahrer beschränkt, könnte man dies getrost und achselzuckend abtun - selbst schuld - nun tot oder ein Krüppel - scheiß drauf. Leider gibt es auch immer andere "Unfallbeteiligte" die so zu Schaden kommen. Gern bringt der "Rennfahrer" auch alle Insassen seiner "Rennmaschine" mit um oder mach sie zu Krüppeln (selbst schuld, wer einem solchen Idioten seine Gesundheit, sein Leben anvertraut). Leider und da wird es echt "öffentlich" muss praktisch jeder der sich auf der BAB befindet, mit solchen "Selbstmordattentätern aus Leidenschaft" ständig rechnen. Gut deren Trost ist dann - ich bin nicht selbst Schuld daran, nun tot oder verkrüppelt zu sein :thumbup:

Apropos "Rennmaschinen" - mindestens jeder ordentliche Mittelklassewagen hat das "Zeug" dazu. So bleibt es jedem selbst überlassen was er / sie denn für die "richtige Geschwindigkeit" hält und das egal wo. Wenn es denn je vernünftige angepasste Geschwindigkeiten geben sollte, dann nur über technische Einrichtungen die den (noch menschlichen) Fahrer zwingen eine "vernünftige" vorgesehene Geschwindigkeit auch tatsächlich einhalten zu müssen.


Hach Gevatter....reine Übungsfrage. Sicher MUSST Du bei 250 schon sehen können - dass in 3 km vor Dir einer ausscheren will... aber (aus Erfahrung) das geht - auch wenn der noch nicht blinkt.

Du kannst aber auch an einem "Kindergarten" / Schulzubringer sehen - dass "Reaktion" nicht an Geschwindigkeit hängt.
Mutti fährt Rückwärts - ohne hinzuschauen - schliesslich muss sie ja dem Sprössling nachwinken. Passiert nix - fällt mal eine Stosstange ab.

RICHTIG. Weil die Autos dazu so ausgebaut wurden.

Meiner Er-FAHR-ung nach - fahren viele bis 180 kmh "mit" - die über 200 kmh - da ists selten - dass über mehr als 5 km einer "Mithält" .
Vollkommen EGAL welcher Auspuffquerschnitt...und Anzahl der Rohre//Hersteller..

Nebenbei - ich kenn viele - die noch schneller fahren als ich .... (wo das Auto leider bei 240...GPS "zu" macht.)
Denen detoniert hin und wieder mal der Motor - auf der Autobahn - mehr nicht.

Was hier oft über die Planke geht - "Möchtegerne" - denen die Erfahrung fehlt - viel Motor....schlechte Reifen und nen Schaukelstuhl als Rahmen.

Was der TÜV zulässt ist DIE MAXIMALE Geschwindigkeit des PKW - nicht die des Fahrers (Beherrschbarkeit des Fahrzeuges)....und nicht die - bei Regen....

Nebenbei - es ist IMMER zu SCHNELL :D :D :D

Wenn Dir mit 130 ....von rechts ein Trabbi zwischen 2 Tiefladern (60kmh) rausschert... ohne zu schauen.

Rollt er nach (weit) links ist alles in ordnung...rollt er nach rechts ist auch nicht schlimm....

Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D

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