Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

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Soll es ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen geben?

ja
25
42%
nein
30
50%
weiß nicht/Enthaltung
5
8%
 
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Positiv Denkender
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Positiv Denkender » Mo 27. Nov 2017, 17:32

immernoch_ratlos hat geschrieben:(27 Nov 2017, 11:29)

Wo Du "Ideologie" siehst, ist nichts, als eine ausgeprägte Leseschwäche. :p

Nach Deiner - darf man so was sagen - "irren Wahrnehmung" ist alles was Dir missfällt Ideologie. Wie viele Jahre schon wird diese Bundesbehörde von einer "schwarzroten" Regierung dominiert - eine Regierung, wo ein CSU-Minister bis zum 22.09.2017 Verkehrsminister war :?:

Deiner Wahrnehmung nach müsste ich das Statistischen Bundesamt eine deutsche Bundesbehörde (früher häufig als StatBA abgekürzt, heute oft als DESTATIS bezeichnet) nicht nur beeinflussen, sondern meine Meinung dort als Richtlinie hinterlassen können.

Geht´s noch ?

Deine "Argumente" kannst Du getrost wegstecken - nicht ich schreibe :Eindeutiger könnte die Aussage wohl kaum sein. Fakt ist, 21 Verkehrstote (pro 1.000 "amtlich" registrierte Unfälle) sterben auf der BAB - die Hälfte hat als Ursache lt. DESTASTIS : "Insgesamt fanden 206 Menschen bei Geschwindigkeitsunfällen auf Autobahnen den Tod, 2.443 wurden schwer verletzt. Das war jeder zweite Getötete (49,8 %) und 41,9 % aller Schwerverletzten auf deutschen Autobahnen."

Wo findet da jemand - ausgenommen Du der Allwissende - irgendwelche "Ideologie". Das ist eine Behörde, deren Auftrag es ist Ereignisse statistisch auszuwerten. Falls Du jemals in Deinem Leben verlässlich und ideologiefreie Zahlen gesucht hast, konntest Du diese mit dem notwendigen Grips dort finden.

Nun darfst Du gerne wieder Dein seltsames Geschwurbel ablassen, das alle Deine Beiträge kennzeichnet - ich werde sie schlicht ignorieren. Es gibt genügend Leute hier, mit denen man sich auch "vernünftig" darüber streiten kann, was wohl die Konsequenzen aus bestimmten Fakten sein könnten. Auf dieser Ebene habe ich eben eine Meinung zu existierenden Fakten, das die teilweise unterschiedlich ist, liegt in der Natur der Sache.

Wenn außer D kein Land ohne generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auskommt, sollte nicht das wenigstens zum Nachdenken anregen :?: D ist für die meisten anderen europäischen Staaten auf Grund seiner geografischen Lage Transitland und besonders stark von ausländischem Verkehr betroffen. Der wird zukünftig wohl kaum abnehmen. Damit steigt das allgemeine Unfallrisiko weiter und gleichzeitig wird es auch immer problematischer hohe - nach oben unbegrenzte Geschwindigkeiten für PKW zu erlauben. Wenn ein PKW mehr als die doppelte erlaubte Geschwindigkeit fahren darf (160 bzw. 200 und mehr km/h) weil ja für LKW bereits Höchstgeschwindigkeiten bestehen, sollte jedem diese Diskrepanz auffallen. Dazu muss man nur mal nachsehen, wie lange es her ist, das diese bindenden Höchstgeschwindigkeiten für LKW usw. existieren, wie schnell damals ein durchschnittlicher PKW überhaupt fahren konnte und wie es damit Heute bestellt ist.

Nicht das ich dies sinnvoll ansehe, aber selbst mein "Turbodiesel" hat eine "bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit" die es in einem immer dichter werdenden Verkehr auch zu beherrschen gilt. Spaßeshalber mal ~200km/h zu fahren - wenn, ja wenn sich dazu mal eine ungefährlich erscheinende Situation ergibt, mag ja gehen, aber wer eine deutlich höhere Geschwindigkeit versucht dauerhaft zu fahren, sollte eigentlich auch die trainierte Reaktionsfähigkeit von Rennfahrern haben. Auf Rennstrecken wird selten ein LKW plötzlich die Fahrbahn blockieren und jemanden der mit 160 ... 180km/h sich dem nähert, fährt damit doppelt so schnell, wie der ausscherende LKW. Längst ein alltäglich vorkommendes Ereignis.

Nur totale Ignoranten können solche Zusammenhänge übersehen. Da seit den 90er Jahren die obersten dt. Gerichte aus der bloßen Tatsache, das die Richtgeschwindigkeit überschritten wurde, generell auf eine Mitschuld des so "zu schnell fahrenden PKW-Lenkers" erkennen, müsste sich jeder der darauf besteht fragen, ob er sein Risiko eventuell dabei zu Tode zu kommen, schwerstens verletzt UND dann noch daran teilschuldig zu sein, nur deswegen erhöht, weil es nicht explizit verboten ist so weit die Richtgeschwindigkeit von 130km/h zu überschreiten.

Selbstverständlich wird es auch weiterhin Verkehrstote auch auf Autobahnen geben. Aber deren Zahl und gleichzeitig die Zahl der Schwerverletzten wird mit dem Einführen einer wirksamen Höchstgeschwindigkeit abnehmen. Dafür lohnt es sich meiner Meinung nach jede Fahrstrecke - also auch BAB generell mit einer Höchstgeschwindigkeit zu belegen. Die PKW-Fahrzeugzelle ist auf relativ niedrige "resultierende" Geschwindigkeit ausgelegt. Danach steigt die Wahrscheinlichkeit für die Insassen schwerste Verletzungen oder den Tod zu erleiden exponentiell an. Das ist schlicht Physik. Neben der mangelnden Fähigkeit durchschnittlicher Fahrer mit heute möglichen Höchstgeschwindigkeiten dauerhaft und gewöhnlich zurechtzukommen, kommt also noch die Gefahr des Versagens der Sicherheitszelle, welche für derart hohe Geschwindigkeiten schlicht nicht konstruierbar ist, entscheidend hinzu. Man muss schon sehr viele Aspekte menschliche Unfähigkeiten, aber auch der Physik, ausklammern um weiter auf unbegrenzter Geschwindigkeit zu beharren.

Zum Glück beharre nicht nur ich darauf . Nochmals die meisten Unfälle passieren beim Spurwechsel beim Aus und Einfädeln bei BAB Zufahrten .
Auffahrunfälle bei mehr als 150 km / h passieren kaum . Man fährt eben dann schneller wenn die Situation es erlaubt .Sonst geht das auch schlecht .
Sobald die Verkehrssituation es erlaubt und durch Verkehrszeichen kein Tempolimit vorgegeben ist gilt freie Fahrt .Es muss nicht immer 200 und mehr sein
sondern 160 -180 ist eine hervorragende Reisegeschwindigkeit wenn es Verkehr und Straße zulassen .Wenn nicht fährt man halt weniger schnell .
Nur das sollte jeder Autofahrer für sich selbst einschätzen können und dürfen .
Am Wochenende fahre ich nach Bayern. Sicher wird es auf dem Hinweg ( Freitag) selten möglich sein schneller als 130 zu fahren . Auf der A27 und A2 wird sicherlich
die Geschwindigkeit über Tempoleitsysteme beschränkt sein . Am Sonntag auf der Rückfahrt geht's schneller . Warum soll man auf 3 spurigen kaum frequentierten BAB dann mit 130 dahin schleichen ? Ca 70 % der Strecke A 27 ,A2 ,A14 , A 9 gelten eh Geschwindigkeitsbegrenzungen . Teils vernünftig
und auch nachvollziehbar . Der Rest ist frei .Ein generelles Tempolimit würde aber schnelleres Fahren grundsätzlich untersagen . Brauchen wir nicht
Die Menschen sind erwachsen . Wichtig ist, für Dungelfritzen gilt rechte Spur benutzen.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon jack000 » Mo 27. Nov 2017, 18:16

immernoch_ratlos hat geschrieben:(27 Nov 2017, 02:43)

Hallo Jack, ich berufe mich bei solchen Zahlen grundsätzlich auf amtliche Dokumentation - ein Link zu DESTATIS ist vorhanden, diese Passage : Da es in diesem Thema "Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?" ausdrücklich um Autobahnen geht, bezieht sich alles auch auf diese.

Dort - explizit dort stirbt jeder Zweite auf Grund von : " Eine der Hauptunfallursachen auf Autobahnen ist zu schnelles Fahren". Da es dort keine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung gibt, ist ein vernünftiger logischer Schluss, genau dort die Ursache zu beseitigen. Wenn in der Gesamtsicht " jeder achte Verkehrstote (12,0 %) entfiel auf eine Autobahn" konstatiert wird, also die Ursache bekannt ist, kann auch nur da eine Veränderung stattfinden. Für mich ist das logisch.

Sollen AUßERDEM noch an anderen "Orten" die Zahl der Getöteten verringert werden, müssen die dort vorherrschenden Gründe "bekämpft" werden. Ganz offensichtlich haben die damit befassten Wissenschaften als wichtigen Grund für die Verkehrstoten auf dt. Autobahnen, die allgemein zu hohe Geschwindigkeit ausgemacht. Was soll ich sonst noch beibringen, um bekannte Tatsachen eine weiteres mal zu bestätigen :?: Oder ist diese Aussagen (ebenfalls von DESTATIS) : wirklich so schwer zu verstehen ? Das auf Landstraßen "risikoerhöhende Faktoren hinzu"(kommen) führt dort neben der "unangepassten" Geschwindigkeit zu 5 mehr Toten, als dies auf BAB der Fall ist, wo bereits zu hohe Geschwindigkeit Ursache für die Hälfte der 21 Toten Unfallopfer (auf 1.000 Unfälle) ist :rolleyes:

Wenn also von 47 Verkehrstoten (pro 1.000 Unfälle) 21 "auf das Konto Autobahn" gehen und davon jeder 2. (= >10) wegen überhöhte Geschwindigkeit zu Tode kommt, kann diese Zahl auch nur dort reduziert werden. Rechnet man noch den großen volkswirtschaftlichen Schaden der "nur" Verletzten - das sind ~42% aller Schwerverletzten die auf BAB zu Schaden kommen, mit ein, bleiben außer emotionalen Einwänden keine sachlichen Argumente mehr übrig.

Was die Unfälle außerhalb von BAB angeht, wird ja durch Maßnahmen die ausschließlich BAB betreffen, keine Grund geliefert, nicht auch dort geeignete Maßnahmen zur Reduzierung zu unternehmen. Das Eine schließt das Andere ja durchaus nicht aus. Womöglich wäre eine parallele Maßnahme zur Bekämpfung "risikoerhöhende Faktoren", angebracht, keine Frage - nur hier geht es um eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung explizit für BAB wo überhöhte Geschwindigkeit bereits die Hälfte aller Verkehrstoten DORT verursacht.

Da steht:
Eine der Hauptunfallursachen auf Autobahnen ist zu schnelles Fahren. Im Jahr 2015 war mehr als ein Drittel (6 916) der Autobahnunfälle darauf zurückzuführen, dass mindestens ein Beteiligter die Höchstgeschwindigkeit überschritten hatte beziehungsweise für die vorliegenden Straßen- oder Witterungsverhältnisse zu schnell fuhr.

Es handelt sich also um das brechen bestehender Regeln => Also für die Diskussion hier völlig sinnlos!

Dort - explizit dort stirbt jeder Zweite auf Grund von : " Eine der Hauptunfallursachen auf Autobahnen ist zu schnelles Fahren". Da es dort keine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung gibt, ist ein vernünftiger logischer Schluss, genau dort die Ursache zu beseitigen. Wenn in der Gesamtsicht " jeder achte Verkehrstote (12,0 %) entfiel auf eine Autobahn" konstatiert wird, also die Ursache bekannt ist, kann auch nur da eine Veränderung stattfinden. Für mich ist das logisch

Es gibt Autobahnen mit Tempolimit und ohne Tempolimit. Die Masse der Unfälle passiert an Stellen ohne Tempolimit. Daher ist deine Aussage nicht aussagekräftig. Es geht um die Bereiche ohne Tempolimit und da passieren nun mal nur 0,5% aller tödlichen Unfälle.

Der ganze Rest deines Zahlenwerks vergleicht auch nur Äpfel mit Birnen.

=> Deswegen bringt ein Tempolimit nichts messbares da die Zahl der Verkehrstoten jedes Jahr um mehr als 0,5% schwankt.

=> Um mal die Größenordnung darzustellen kannst du dir ja mal einen 2m Zollstoch nehmen und irgendeinen Millimeterstrich farblich kennzeichnen. Dann schaust du dir den Zollstock im ausgeklappten Zustand mit etwas Abstabnd an und kannst dann sehen was deine Maßnahme für ein Problem eine Auswirkung haben könnte.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 27. Nov 2017, 19:33

Nun ja ich möchte nichts behaupten was ich nicht mit entsprechendem Zahlenmaterial - also Fakten unterlegen kann. Ich habe folgendes in einem ZON-Artikel vom Mai 2013 gefunden - dort bezweifelt man ebenfalls die Sinnhaftigkeit eines generellen Tempolimit. Wer das auch nur andeutungsweise fordert, zieht sich den Zorn sehr vieler höchst talentierter Autofahrer zu. Doch zunächst einmal der "Verteilungsschlüssel" den die Autoren des Artikels herausgefunden haben (wollen) - ich verfüge über keine amtlichen Zahlen die das unzweifelhaft bestätigen - also mit Vorbehalt : "Auf vielen Autobahnen ist die Geschwindigkeit schon jetzt begrenzt. Wie viele Strecken ohne Tempolimit gibt es überhaupt?" Untertitel ZON

Grundsätzlich gilt auf deutschen Autobahnen immer die empfohlene Richtgeschwindigkeit von 130km/h, auch wenn keine Höchstgeschwindigkeit vorgeschrieben ist. Dies bedeutet die HÄLFTE der ca. 13.000 km BAB fällt unter keine Höchstgeschwindigkeitsregel - also sind ~6.500 km lediglich der "empfohlene Richtgeschwindigkeit von 130km/h" unterworfen.

:?: Warum sich dann dort nur 0,5 % aller tödlichen Unfälle die sich insgesamt auf BAB ereignen im Umkehrschluss also 99,5% aller tödlichen Autobahnunfälle auf den "anderen ~6.500 km ereigenen, würde unweigerlich zu der Forderung führen, jegliche Begrenzung abzuschaffen, weil das 99% aller tödlichen Unfälle vermeiden würde.

Kommt noch hinzu - jedenfalls sagt der ZON-Artikel das so aus - NUR ein Drittel der Autobahnabschnitte (die überhaupt einer Geschwindigkeitsbegrenzung unterliegen) sind "dauerhafte Geschwindigkeitsbegrenzungen" das sind also ~2.200km von 6.500km unterworfen. Oder ganzheitlich betrachtet von insgesamt 13.00km sind lediglich ganze ~17% überhaupt dauerhaft mit einer Höchstgeschwindigkeit eingeschränkt befahrbar. :(

Für weitere ~2.000km besteht ein sog. "situatives Tempolimit" was sich an Hand der jeweiligen Verkehrsbedingungen (Verkehrsaufkommen) angepasst wird und oder Strecken betrifft, wo Nässe - also Witterung, aber auch die Tageszeit (Nacht) - alles "situativ" eben nicht dauerhaft ein Tempolimit vorschreibt. Dort besteht also nur eine "zeitweises Tempolimit" - Ein Frage des Zeitpunkts ob man dort überhaupt mit einer Höchstgeschwindigkeit eingeschränkt wird.

Zu "guter Letzt" kommen deutschlandweit noch ~1.500km durchschnittliche Begrenzungen wegen Baustellen hinzu. Das dürfte die wohl unangenehmste Einschränkung sein, aber auch diese bezieht sich nicht immer auf die ansonsten "ungeregelten Strecken". Fazit, der weitaus größte Teil aller BAB sind keinerlei dauerhaftem Tempolimits unterworfen. :thumbup:

Mir ist angesichts dieser Beschuldigung ich würde "Äpfel mit Birnen" vergleichen und weil für mich dieses Thema sowieso nicht ganz oben auf der Agenda steht, eher nicht nach weiteren sinnlosen Diskussionen zu Mute.

Es ist eben so, was für die Amis der freie Zugang zu Waffen ist, ist dem Deutschen die "frei Fahrt" - wenn es denn sein muss auch in den Tod. Da ich mich früher oft täglich auf sehr viel befahrenen Autobahnen herumtreiben musste, und mir das heute nur noch ganz selten antun muss, wünsche ich allen geborenen Rennfahren ein weiter gutes und gesundes Ankommen, die lieben Angehörigen und alle anderen Verkehrsteilnehmer (zu Unfällen gehören ja meist mindesten zwei "Teilnehmer") die das dadurch auch unbeschadet schaffen - werden froh darüber sein und das ist gut so. :thumbup:
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Nero » Mo 27. Nov 2017, 19:34

Tempolimit? Kommt nicht, was ich gut finde. So einfach ist das.

Ich weiß, das ist etwas platt verkürzend. Von mir aus auch provokativ.

Allerdings ist es die Wahrheit. Limits sind seit Bestehen der BRD in der "Diskussion" und in Wahrheit dient die immer wieder hochkommende (Kurz-)Debatte in der Politik nur dazu, den deutschen Eumel ein wenig zu unterhalten und ggf. noch ein paar Stimmen oder zumindest ein paar dusselige Pluspunkte für den Äußernden selber abzustauben. Mehr ist nicht. Für anderer Bürger, zum beispiel in Foren, ist es wiederum ein prima Beißholz auf dem sie nach Herzenslust rumkauen können. Wie man sieht, erfüllt das Thema viele Funktionen, die über das Eigentliche weit hinausgehen.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon jack000 » Mo 27. Nov 2017, 19:51

immernoch_ratlos hat geschrieben:(27 Nov 2017, 19:33)
:?: Warum sich dann dort nur 0,5 % aller tödlichen Unfälle die sich insgesamt auf BAB ereignen im Umkehrschluss also 99,5% aller tödlichen Autobahnunfälle auf den "anderen ~6.500 km ereigenen, würde unweigerlich zu der Forderung führen, jegliche Begrenzung abzuschaffen, weil das 99% aller tödlichen Unfälle vermeiden würde.

Es geht dabei um sämtliche Verkehrstoten auf allen Deutschen Strassen (ca. 3500) und 70 bei denen in den tempolimitfreien Abschnitten schneller als 130 gefahren wurde.

Mir ist angesichts dieser Beschuldigung ich würde "Äpfel mit Birnen" vergleichen und weil für mich dieses Thema sowieso nicht ganz oben auf der Agenda steht, eher nicht nach weiteren sinnlosen Diskussionen zu Mute.

Es gabe keine "Beschuldigung", sondern den Hinweis darauf. Du hast einen Rückgang von Verkehrstoten bei einem TL prognostiziert der so nicht haltbar ist.

Es ist eben so, was für die Amis der freie Zugang zu Waffen ist, ist dem Deutschen die "frei Fahrt" - wenn es denn sein muss auch in den Tod.

Ja, in der Tat sehe ich diesen Vergleich ebenso. Es hat aber seinen Grund warum es in den USA Tempolimit und liberale Waffengesetze gibt und auch seinen Grund warum das in Deutschland anders ist (Zu viele Deutsche mit Waffen haben entsprechende Folgen gehabt).

Zum Thema Tempolimit und der Sicht aus den USA und den Gründen warum es so ist wie es ist:
Deutschland 2017: "Bevor ich loslege, würde ich gerne noch wissen, ob es für Sie in Ordnung ist, dass ich als weibliche Person hier sitze und auch Ihre Dolmetscherin weiblich ist."
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 29. Nov 2017, 15:59

immernoch_ratlos hat geschrieben:(27 Nov 2017, 19:33)

Nun ja ich möchte nichts behaupten was ich nicht mit entsprechendem Zahlenmaterial - also Fakten unterlegen kann. Ich habe folgendes in einem ZON-Artikel vom Mai 2013 gefunden - dort bezweifelt man ebenfalls die Sinnhaftigkeit eines generellen Tempolimit. Wer das auch nur andeutungsweise fordert, zieht sich den Zorn sehr vieler höchst talentierter Autofahrer zu. Doch zunächst einmal der "Verteilungsschlüssel" den die Autoren des Artikels herausgefunden haben (wollen) - ich verfüge über keine amtlichen Zahlen die das unzweifelhaft bestätigen - also mit Vorbehalt : "Auf vielen Autobahnen ist die Geschwindigkeit schon jetzt begrenzt. Wie viele Strecken ohne Tempolimit gibt es überhaupt?" Untertitel ZON

Grundsätzlich gilt auf deutschen Autobahnen immer die empfohlene Richtgeschwindigkeit von 130km/h, auch wenn keine Höchstgeschwindigkeit vorgeschrieben ist. Dies bedeutet die HÄLFTE der ca. 13.000 km BAB fällt unter keine Höchstgeschwindigkeitsregel - also sind ~6.500 km lediglich der "empfohlene Richtgeschwindigkeit von 130km/h" unterworfen.

:?: Warum sich dann dort nur 0,5 % aller tödlichen Unfälle die sich insgesamt auf BAB ereignen im Umkehrschluss also 99,5% aller tödlichen Autobahnunfälle auf den "anderen ~6.500 km ereigenen, würde unweigerlich zu der Forderung führen, jegliche Begrenzung abzuschaffen, weil das 99% aller tödlichen Unfälle vermeiden würde.

Kommt noch hinzu - jedenfalls sagt der ZON-Artikel das so aus - NUR ein Drittel der Autobahnabschnitte (die überhaupt einer Geschwindigkeitsbegrenzung unterliegen) sind "dauerhafte Geschwindigkeitsbegrenzungen" das sind also ~2.200km von 6.500km unterworfen. Oder ganzheitlich betrachtet von insgesamt 13.00km sind lediglich ganze ~17% überhaupt dauerhaft mit einer Höchstgeschwindigkeit eingeschränkt befahrbar. :(

Für weitere ~2.000km besteht ein sog. "situatives Tempolimit" was sich an Hand der jeweiligen Verkehrsbedingungen (Verkehrsaufkommen) angepasst wird und oder Strecken betrifft, wo Nässe - also Witterung, aber auch die Tageszeit (Nacht) - alles "situativ" eben nicht dauerhaft ein Tempolimit vorschreibt. Dort besteht also nur eine "zeitweises Tempolimit" - Ein Frage des Zeitpunkts ob man dort überhaupt mit einer Höchstgeschwindigkeit eingeschränkt wird.

Zu "guter Letzt" kommen deutschlandweit noch ~1.500km durchschnittliche Begrenzungen wegen Baustellen hinzu. Das dürfte die wohl unangenehmste Einschränkung sein, aber auch diese bezieht sich nicht immer auf die ansonsten "ungeregelten Strecken". Fazit, der weitaus größte Teil aller BAB sind keinerlei dauerhaftem Tempolimits unterworfen. :thumbup:

Mir ist angesichts dieser Beschuldigung ich würde "Äpfel mit Birnen" vergleichen und weil für mich dieses Thema sowieso nicht ganz oben auf der Agenda steht, eher nicht nach weiteren sinnlosen Diskussionen zu Mute.

Es ist eben so, was für die Amis der freie Zugang zu Waffen ist, ist dem Deutschen die "frei Fahrt" - wenn es denn sein muss auch in den Tod. Da ich mich früher oft täglich auf sehr viel befahrenen Autobahnen herumtreiben musste, und mir das heute nur noch ganz selten antun muss, wünsche ich allen geborenen Rennfahren ein weiter gutes und gesundes Ankommen, die lieben Angehörigen und alle anderen Verkehrsteilnehmer (zu Unfällen gehören ja meist mindesten zwei "Teilnehmer") die das dadurch auch unbeschadet schaffen - werden froh darüber sein und das ist gut so. :thumbup:


Versuchst du dich jetzt in Zynismus ? Waffen mit Autos zu vergleichen erhärtet die Annahme dass du eine negative Einstellung zu Autos hast. Hinzu kommt bei
dir Prinzipienreiterei . Wo Tempolimits gelten passieren keine Unfälle ? Prinzip der zügig Fahrende hat immer Schuld . Andere Ursachen lässt du erst gar nicht gelten .
Nochmals die häufigste Unfallurasche sind falsches und plötzlicher Spurwechsel bzw. fehlerhaftes Einfädeln auf BAB AB und Zufahrten .Diese Unfälle
passieren selten bei Geschwindigkeiten über 130 . Der Gesetzgeber hat für viele BAB Abschnitte auf denen höhere Geschwindigkeiten nicht möglich sind
eh durch Verkehrszeichen Tempolimits eingeführt . Wenn sich Autofahrer darüber hinwegsetzen ist das eine andere Sache.
Der Gesetzgeber ist aber auch klug genug höhere Geschwindigkeiten zuzulassen wenn es BAB und Verkehrsdichte erlauben .
Oder passieren die meistens Unfälle spät Abends oder Nachts wenn die Autobahnen fast leer sind ?
Unfallursachen sind weniger auf zu hohe Geschwindigkeiten zurückzuführen ,eher auf Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeiten anderer Fahrer
falsch einschätzen .Gilt auch für Land , Kreis und Bundesstraßen . Die häufigsten Unfälle passieren durch LKW´s .Die dürfen bekanntlich nur 80 km/h fahren .
Monotone Geschwindigkeit schläfert ein .
Zuletzt geändert von Positiv Denkender am Do 30. Nov 2017, 18:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Thomas I » Do 30. Nov 2017, 18:02

jack000 hat geschrieben:(27 Nov 2017, 19:51)

Es geht dabei um sämtliche Verkehrstoten auf allen Deutschen Strassen (ca. 3500) und 70 bei denen in den tempolimitfreien Abschnitten schneller als 130 gefahren wurde.


Es gabe keine "Beschuldigung", sondern den Hinweis darauf. Du hast einen Rückgang von Verkehrstoten bei einem TL prognostiziert der so nicht haltbar ist.


Ja, in der Tat sehe ich diesen Vergleich ebenso. Es hat aber seinen Grund warum es in den USA Tempolimit und liberale Waffengesetze gibt und auch seinen Grund warum das in Deutschland anders ist (Zu viele Deutsche mit Waffen haben entsprechende Folgen gehabt).

Zum Thema Tempolimit und der Sicht aus den USA und den Gründen warum es so ist wie es ist:


Allerdings steigen die Tempolimits in den USA immer weiter an.
In immer mehr Bundesstaaten sind es inzwischen 80mph (129km/h), in Texas ist man sogar bei 85mph (137km/h) und die Tendenz geht dahin, dass es bald wohl die ersten Abschnitte mit 90mph (145km/h) geben wird.
Und damit wäre man im internationalen Vergleich schon ganz oben mit dabei.
Und ein Tempolimit sagt nichts aus darüber wie tatsächlich gefahren wird und werden kann.
Auf italienischen Autobahnen kann man wunderbar mit 160 bis 180km/h reisen, das Tempolimit ist dort ein Papiertiger um den sich niemand schert.
Nicht anders sieht das in Spanien aus.
In Frankreich sollte man das nur auf weniger befahrenen Strecken mit der nötigen Aufmerksamkeit machen.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Do 30. Nov 2017, 18:07

Thomas I hat geschrieben:(30 Nov 2017, 18:02)
....
Auf italienischen Autobahnen kann man wunderbar mit 160 bis 180km/h reisen, das Tempolimit ist dort ein Papiertiger um den sich niemand schert.
Nicht anders sieht das in Spanien aus.
In Frankreich sollte man das nur auf weniger befahrenen Strecken mit der nötigen Aufmerksamkeit machen.
versuch das mal mit deutschem kennzeichen...- :cool:
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Thomas I » Do 30. Nov 2017, 18:17

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(30 Nov 2017, 18:07)

versuch das mal mit deutschem kennzeichen...- :cool:


Ja tue ich regelmäßig und seit Jahren.
Und es passiert garnichts....
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Do 30. Nov 2017, 18:19

Thomas I hat geschrieben:(30 Nov 2017, 18:17)

Ja tue ich regelmäßig und seit Jahren.
Und es passiert garnichts....
ich weiß nicht, ob du nur glück hast oder die italienische polizei nachgelassen haben...
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Thomas I » Do 30. Nov 2017, 18:34

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(30 Nov 2017, 18:19)

ich weiß nicht, ob du nur glück hast oder die italienische polizei nachgelassen haben...


Ich rede von den Autobahnen.
Die wofür man Maut bezahlt und welche den privaten Betreiberfirmen gehören.
Ich habe da noch nie Polizei oder eine Radarfalle erlebt.
Und ich war schon runter bis Sizilien und Apulien.

Einzige Ausnahme: Südtirol. Aber das ist auch nicht so richtig Italien.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon jack000 » Do 30. Nov 2017, 19:50

Thomas I hat geschrieben:(30 Nov 2017, 18:02)Auf italienischen Autobahnen kann man wunderbar mit 160 bis 180km/h reisen, das Tempolimit ist dort ein Papiertiger um den sich niemand schert.

In Frankreich eher auch nicht. Feste Blitzer werden dort auf Schildern angekündigt, mobile Blitzer gibt es nicht, daher ist auch das TL in Frankreich quasi gegenstandslos.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Do 30. Nov 2017, 20:15

dafür kontrollieren sie die mautquittungen an hand der uhrzeit und der strecke. die bullen sind nämlich nicht blöd. blöd is nur wenn man da einen schitt von 237 km/h hat, so wie ein kollege von mir.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Thomas I » Do 30. Nov 2017, 20:24

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(30 Nov 2017, 20:15)

dafür kontrollieren sie die mautquittungen an hand der uhrzeit und der strecke. die bullen sind nämlich nicht blöd. blöd is nur wenn man da einen schitt von 237 km/h hat, so wie ein kollege von mir.


Ein Schnitt von 237km/h halte ich für ein Märchen-Erzählung.
Im übrigen benutze ich Telepass, da gibt es keine Mautquittungen...
...davon mal abgesehen, ein Schnitt von 131km/h setzt schon voraus, dass man auf längeren Abschnitten 160km/h fährt...
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Thomas I » Do 30. Nov 2017, 20:35

jack000 hat geschrieben:(30 Nov 2017, 19:50)

In Frankreich eher auch nicht. Feste Blitzer werden dort auf Schildern angekündigt, mobile Blitzer gibt es nicht, daher ist auch das TL in Frankreich quasi gegenstandslos.


Mobile Blitzer gibt es sehr wohl. Allerdings werden die eher auf viel befahrenen Abschnitten zum Einsatz gebracht.
Feste Blitzer hingegen blitzen oft noch von hinten was in Deutschland dann eh nicht taugt.
Aber auf wenig befahrenen Autobahnen wie der A36 von Deutschland Richtung Lyon oder der A75 (ausser Samstags) kann man problemlos schnell fahren.
Auf beiden Strecken habe ich die 200km/h schon erreicht.
Der General
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Der General » Di 12. Dez 2017, 02:15

Ein Thema wo zu ich mich schon viel früher mal äußern wollte.

Ich hoffe, dass nicht nur ein Tempolimit "Droht", sondern sehr schnell ein Tempolimit endlich auch mal umgesetzt wird !

Diejenigen die "dagegen" sind kann ich sehr gut verstehen und ich bin mir sehr sicher, dass es sich dabei um noch eher Jüngere handelt?!!

Ja, auch ich war früher einmal für die gewisse "Freiheit" auf der Autobahn. Die Zeiten haben sich aber Massiv verändert und aufgrund des Technischen Fortschritts in der Automobil Industrie ist es Mittlerweile einfach nur Fahrlässig zu nennen kein Tempolimit einzuführen!

Der Grund ist ganz einfach. Es gibt Mittlerweile zu viele Verkehrs Idioten, die mit der Technologie, sprich Motoren mit viel zu viel Leistung gar nicht klar kommen und sich selbst überschätzen!

Tödliche Unfälle auf den Autobahnen liegt vor allem an einem zu geringen Abstand und durch Überhöhter Geschwindigkeit. Überall nachzulesen und in sämtlichen Statistiken ersichtlich!

Ein weiteres Kriterium ist Selbstverständlich, dass Heutzutage Jüngere Verkehrsteilnehmer mit dementsprechend wenig Erfahrung immer Häufiger ganz einfach die Gelegenheit bekommen sich PS Starke Fahrzeuge zu zulegen und wenn es auch nur ein Leihwagen fürs Wochenende ist, den der Ältere Bruder spendiert hat.

Wir haben uns vor 3 Wochen ein neues Fahrzeug zugelegt, einen neuen Drittwagen, der eigentlich nur zum gemütlichen Cruisen gedacht ist und ich dieses Auto schon immer haben wollte. Dieses Auto ist ziemlich Sportlich und hat 280 PS unterscheidet sich aber nicht von der 510 PS Version.

Nun bin ich mit diesem Auto zum Einfahren, ca. 1.500 km quer auf Deutschlands Autobahnen gefahren. Von NRW zum Norden bis zum Süden und zurück. Unglaublich was ich Zwischenzeitlich dort alles erlebt habe. Fast Stündlich haben mich "Jung-spunde" auf der Linken Spur zu einem "Rennen" animiert, aber auch ältere Herrschaften mit Ihren fetten SUV´s usw.... Es waren alles PS Protze die sich offensichtlich beweisen wollten ??!

Selbst bei 120 Km/h folgten mir ein paar "Affen" mit einem Audi RS8 auf die Rechten Spur und gaben Lichthupe :rolleyes:

Selbstverständlich gab es das früher auch schon. Da gab es mal VW, Opel oder BMW Fahrer allerdings und das ist das Entscheidende mit viel weniger Höchstgeschwindigkeiten und bei weitem weniger Verkehrsdichte !

Nein, ganz klar stimmen hier die Relationen nicht mehr und es gibt viel zu viele die zu starke Fahrzeuge fahren, die die möglichen Gefahren unterschätzen!

Selbst wenn nur ein Mensch oder eine Familien durch ein Tempolimit, von sagen wir mal 130 km/H. gerettet wäre, ist das ein Erfolg von 100% !!!

Für diejenigen die gerne "Rasen" wollen oder ein Rennen suchen gibt es Rennstrecken (Hockenheim,Nürnburgring ect..). Selbst auf der Heimischen Kart-bahn kann man einiges an Adrenalin absetzen.....

TEMPOLIMIT auf Deutschen Autobahnen ist zwingend erforderlich !

Noch hat die Industrie die Macht aber ich hoffe, dass ändert sich möglichst schnell.

grüsse
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Provokateur » Di 12. Dez 2017, 06:03

Der General hat geschrieben:(12 Dec 2017, 02:15)

TEMPOLIMIT auf Deutschen Autobahnen ist zwingend erforderlich !



Mit der zunehmenden Automatisierung und verbesserten Automatisierung bis hin zum autonomen Fahrzeug wird ein Tempolimit immer weniger erforderlich.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon jack000 » Di 12. Dez 2017, 08:07

Der General hat geschrieben:(12 Dec 2017, 02:15)Für diejenigen die gerne "Rasen"

Definiere mal was "Rasen" ist ... 60, 80, 100, 120, 160 km/h? Und wer bestimmt das überhaupt?
Google ist dabei dieser Meinung: https://www.google.de/search?q=Rasen&so ... 70&bih=615
Deutschland 2017: "Bevor ich loslege, würde ich gerne noch wissen, ob es für Sie in Ordnung ist, dass ich als weibliche Person hier sitze und auch Ihre Dolmetscherin weiblich ist."
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 12. Dez 2017, 09:25

Provokateur hat geschrieben:(12 Dec 2017, 06:03)

Mit der zunehmenden Automatisierung und verbesserten Automatisierung bis hin zum autonomen Fahrzeug wird ein Tempolimit immer weniger erforderlich.


Wunschdenken. Es gibt kein autonomes aka automatisiertes Fahren. Diese Pseudo-Autonomie erfordert eine 4G Internet Verbindung die dem "autonomen" Fahrzeug eine statische Welt aufbereitet. Das "intelligente" Fahrzeug muß dann mit seiner mehr als bescheidenen Sensorik die dynamischen Elemente (Fußgänger, Fahrräder, Tiere, Autos) in diese statische Welt einfügen. Und wehe die Internetverbindung bricht ab.....
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...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 12. Dez 2017, 09:27

Thomas I hat geschrieben:(30 Nov 2017, 20:24)

Ein Schnitt von 237km/h halte ich für ein Märchen-Erzählung.
Im übrigen benutze ich Telepass, da gibt es keine Mautquittungen...
...davon mal abgesehen, ein Schnitt von 131km/h setzt schon voraus, dass man auf längeren Abschnitten 160km/h fährt...

Illusorisch bei dem Verkehr überall. Wäre schön wenn man überhaupt mal 100km am Stück auf Tempo 100 kommt.
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