Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

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Soll es ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen geben?

ja
27
42%
nein
32
50%
weiß nicht/Enthaltung
5
8%
 
Abstimmungen insgesamt: 64
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immernoch_ratlos
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 12. Jan 2018, 13:55

Zwei Themen die sich überschneiden....

Wie ich dazu denke :
KarlRanseier hat geschrieben:Ich betrachte den Zeitgeist, Menschen als bescheuert zu betrachten, skeptisch. Das fängt beim Schlaufon an und endet bei "autonomen Autos".
Jedes Bakterium weiss, wann es sich ernähren muss. Manche Menschen brauchen selbst dafür eine App. Sie lagern ihr Gehirn komplett aus und brauchen ein Navi, um den täglichen Weg zur Arbeit noch zu finden. Das führt langfristig zu Verblödung, die heute bereits zu beobachten ist.
Gleiches gilt für Autos. Wer ABS, ESP, Rückfahrkameras oder Ähnliches braucht, also geistig nicht in der Lage ist, ein motorisiertes Fahrzeug zu kontrollieren und zu steuern, der hat doch die Möglichkeit, auf das Fahrrad, die Bahn oder das Flugzeug auszuweichen. Autos für absolute Vollidioten sind doch gar nicht notwendig.
Habe ich versucht Hier - zum internen Beitrag deutlich zu machen. Was ABS angeht, das hilft ja gelegentlich auch die Probleme die anderer erzeugen besser aufzufangen. Genausogschlecht könntest Du Scheibenbremsen als Resultat der allgemeinen Verblödung einsortieren - oder gleich alle passiven Einrichtungen, die Insassen vor dem Schlimmsten bewahren sollen was von einem der beteiligten Fahrer verursacht wird.

Wenn Du z.B. ESP meinst - wenn das anspricht, ist bestimmt kein Durchschnittsfahrer am Werk. Kameras die übliche Spiegel ersetzen - die bösen toten Winkel überbrücken, also ein Mehr an Sicherheit gewähren - was soll da bitte falsch dran sein :?: Eine Rückfahrkamera, welche sichtbar macht, was da für böse Überraschungen lauern können - OK bestimmte "Superfahrer" benötigen so was selbstverständlich nicht.

Mein Eindruck Du vergleichst das Birnen mit Kokosnüssen. Der Mensch ist ein sehr, sehr unzuverlässiges Gebilde. Was das gern genommene NAVI angeht, solltest Du nicht die handvoll Vollidioten, die es nun wirklich in jeder Sparte menschlichen Daseins gibt, mit dem Groß der Nutzer solch genialer Erfindungen vergleichen, welche eben nun problemlos von A nach B gelangen können, ohne mit zwei Dutzend längst veralteten Straßenkarten mühsam herumhantieren zu müssen. Wer tatsächlich "den täglichen Weg zur Arbeit" per NAVI findet, glaubst Du den gibt es tatsächlich :?: - wenn, dann wohl kaum in signifikanten Zahlen.

Es gibt andere Gründe - Nahrung und Fremdstoffe darin und darum - höchst umstritten zwar - aber sicher in der Masse problematischer, als die paar Volltrottel die Smartphone & CO hervorbringen. :(

Was den allgemeinen Niedergang persönlicher Intelligenz angeht, der lässt sich weit in der Vergangenheit finden. Der Übergang vom Jäger und Sammler - zum ackerbauenden Sesshaften - hat das seinerzeit "eingeläutet". Das Smartphone ist die vorläufige Spitze der Degeneration einerseits, aber wer so was entwickeln kann, ist wohl andererseits auch sicher nicht der Volltrottel in Person. Es ist eben wie mit dem klassischen Beton - es kommt darauf an, was man damit macht....

Nix für ungut, es gibt bessere Beiträge aus Deiner "Feder".... :thumbup:
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Teeernte
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Teeernte » Fr 12. Jan 2018, 15:09

relativ hat geschrieben:(12 Jan 2018, 09:05)

Hab ich schonmal gemacht, nur ist dies unangenehm, wenn man umsteigen muss und die Koffer von 2 Personen tragen muss. Solange mein Sohn seinen Koffer noch nicht selber tragen kann.
Beim Skiurlaub kommt schonmal etwas Gebäck zusammen. Genausogut kann man auch fliegen, nur das ist dann wieder eine Preisfrage.
Auserdem hätte ich ja kein Problem, wenn Autofahrer sich ordentlich Verhalten würden. Evtl. geht das ja in Zukunft.
Ich glaube es ist Technisch heute schon relalisierbar, daß Autos per Signal auf eine bestimmte Geschwindigkeit heruntergeregelt werden, sodass bei voller Autobahn, der Verkehr weiter fließen kann, ohne diese Ziehharmonikaeffekte.


Fernverkehr der Bahn - ist doch nur noch für Bundestagsabgeordnete Richtung Berlin und Retour (ohne Umsteigen) mit Aktenkoffer.....

Mit Kleinkind - halte ich es für sehr gefährlich - im Kalten - über mehrere Stunden (Immer halbstündlich eine weitere halbe Stunde Verspätung) Kinder auf dem zugigen Bahnsteig - möglichst noch bewegungsfrei - zu halten....

Rettungsdienst....Jugendamt ---- Notarzt ...
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Raskolnikof » Fr 12. Jan 2018, 17:07

Die Bahn hat ihre Defizite und Tücken, zugegeben. Aber grundsätzlich ist das die angenehmste Form des Reisens. Ich bin häufiger mit der Bahn unterwegs. Wenn ich nicht mit der Regio sondern auf Langstrecke unterwegs bin dann immer mit Reservierung. ist einfach ein schönes Gefühl des Vorwärtskommens. Massig Beinfreiheit, ruhiges Dahingleiten, kein Stress, WLAN... was will man mehr?
Letztes Jahr war ich zweimal mit dem Nachtzug von Helsinki nach Kemijärvi (Finnisch-Lappland) unterwegs. 900 km für knapp 90 Euro, Aufpreis für Schlafabteil. Mit interrail gehts noch günstiger. Was will man mehr?
Nun ja, Finnland ist nicht Deutschland... Bahnfahren ist bei uns politisch nicht gewollt.
Wer anderen eine Bratwurst brät der hat ein Bratwurstbratgerät.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Thomas I » Fr 12. Jan 2018, 21:26

Elser hat geschrieben:(11 Jan 2018, 18:45)

Tja - wenn das so ist, dann müssen wir natürlich schnell fahren. Danke das Du mich von meiner (!!!) "engstirnigen Ideologie" befreit hast. :)

Elser


Sich zu informieren ist nicht so deine Stärke, lieber ein bisschen vor sich hin polemisieren.
Für mich hast du dich gerade als ernst zu nehmender Diskussionspartner erledigt.
Wenn du lieber auf Trump-Niveau diskutierst such dir andere...
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Thomas I » Fr 12. Jan 2018, 21:31

Raskolnikof hat geschrieben:(07 Jan 2018, 10:08)

Erst informieren dann posten: Handwerksbetriebe, Apothekenfahrzeuge, Rettungsfahrzeuge und andere erhalten Sondergenehmigungen, die das jeweilige Ordnungsamt ausstellt und deutlich sichtbar hinter der Windschutzscheibe ausliegen müssen. Sämtliche Busse des ÖPNV (über 100) sind bei uns in Oldenburg mit Gasantrieb ausgerüstet.
Also, no Problem!
Entschuldigung für OT!


Ich verstehe, alle Halter von Dieselfahrzeugen erhalten eine Sondergenehmigung und das ändert dann alles.
Weil jeder findet dann in der Familie einen Handwerker, Arzt, Apotheker, Feuerwehrmann usw. der ganz unbedingt mit dem Auto mal zum Kunden oder in den Dienst muss...
...ja dann ist das natürlich "No Problem", dummerweise aber "No Wirkung".
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Raskolnikof » Fr 12. Jan 2018, 22:33

@ Thomas I:
Entweder wilsst du nicht verstehen, kannst nicht verstehen oder du willst provozieren.
Das Beispiel Oldenburg steht für sehr viele Städte mit Fußgänger- oder Umweltzonen: Unternehmen, die ein berechtigtes Interesse daran haben, vorgenannte Zonen außerhalb von ausgewiesenen Ladezeiten zu befahren oder auch mit Fahrzeugen, die über keine grüne Umweltplakette verfügen (trifft für OL wegen noch nicht vorhandenen Umweltzonen nicht zu) können beim jeweiligen Ordungsamt eine Sondergenehmigung für ein bestimmtes Fahrzeug beantragen. Die Notwendigkeit solcher Fahrten wird sehr genau überprüft. Wenn derartige Fahrzeuge mit Sondergenehmigung die Fußgängerzone außerhalb der Ladezeiten oder Umweltzonen befahren müssen sie mit Überprüfungen der City-Cops oder der städt. Kontrolleure der Stadtverwaltung rechnen. Dabei wird dann überprüft, ob die Fahrt zu diesem Zeitpunkt zwingend erforderlich war.
Deine Bemerkung:
Ich verstehe, alle Halter von Dieselfahrzeugen erhalten eine Sondergenehmigung und das ändert dann alles.

ist also Unsinn.
Wer anderen eine Bratwurst brät der hat ein Bratwurstbratgerät.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Der General » Sa 13. Jan 2018, 11:13

relativ hat geschrieben:(10 Jan 2018, 11:41)

Ich komme gerade wieder mal aus einen Urlaub wo ich quer durch Deutschland fahren musste.
Ich bin davon überzeugt, daß wir ein generelles Tempolimit brauchen wie z.B. in Österreich.
Die ziehharmonika Staus nehmen, auch durch das immer höhere Verkehrsaufkommen, in einem Umfang zu, der m.M. nicht mehr tragbar ist.
Da ca. 80-90% der Autofahrer m.Erfahrung nicht in der lage sind angepasst zu fahren, ist ein Tempolimit notwendig.


Stressfreies Fahren auf den Autobahnen ist eigentlich leider nur noch Nachts möglich. Von Dortmund zum Allgäu knapp 5,5 Stunden mit Pause, außer den "Dieselknechten" kaum Autos unterwegs war sehr schönes fahren ... :thumbup:
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Thomas I » Mo 15. Jan 2018, 03:03

Raskolnikof hat geschrieben:(12 Jan 2018, 22:33)

@ Thomas I:
Entweder wilsst du nicht verstehen, kannst nicht verstehen oder du willst provozieren.
Das Beispiel Oldenburg steht für sehr viele Städte mit Fußgänger- oder Umweltzonen: Unternehmen, die ein berechtigtes Interesse daran haben, vorgenannte Zonen außerhalb von ausgewiesenen Ladezeiten zu befahren oder auch mit Fahrzeugen, die über keine grüne Umweltplakette verfügen (trifft für OL wegen noch nicht vorhandenen Umweltzonen nicht zu) können beim jeweiligen Ordungsamt eine Sondergenehmigung für ein bestimmtes Fahrzeug beantragen. Die Notwendigkeit solcher Fahrten wird sehr genau überprüft. Wenn derartige Fahrzeuge mit Sondergenehmigung die Fußgängerzone außerhalb der Ladezeiten oder Umweltzonen befahren müssen sie mit Überprüfungen der City-Cops oder der städt. Kontrolleure der Stadtverwaltung rechnen. Dabei wird dann überprüft, ob die Fahrt zu diesem Zeitpunkt zwingend erforderlich war.
Deine Bemerkung:

ist also Unsinn.


Du kannst eine ganze Stadt nicht mit einer Fußgängerzone vergleichen.
Ein Arzt der beispielsweise nächtlich Bereitschaftsdienst hat wird kaum für jede Fahrt zum Krankenhaus in die Stadt einen gesonderten Antrag stellen könnte dann geprüft wird.
Und denkst du wirklich dass der Schlüsseldienst dann um 2 Uhr nachts wenn ich ihn in die Innenstadtlage rufe erst einen Antrag stellt aber mit seinem Auto reinfahren darf bevor er mir die Tür öffnet?

Es wird also mehr generalisierte Ausnahmegenehmigung im großen Zahlen geben.
Und da die Städte noch nicht mal Geld haben genug Mitarbeiter im Ordnungsamt zu haben um auch nur in den Innenstadtlagen das Parken in den Halteverbotszonen zu verhindern (so ist zumindestens die Lage in meiner Heimatstadt Ludwigshafen, ein wenig größer als Oldenburg) ist die Annahme dass da Kontrolleure präsent sind und dich kontrollieren völlig unrealistisch.
Mit welcher Umweltplakette du in die Umweltzone einfährst bleibt faktisch unkontrolliert.
Das Ordnungsamt überprüft dann ganz genau?
Dein Vertrauen in die Kompetenz der Mitarbeiter der Ordnungsbehörden ehrt dich. Allerdings befürchte ich, du würdest sie damit sehr deutlich überfordern.
Mal abgesehen davon, schon aus rechtlichen Gründen kann die Ordnungsbehörde das gar nicht überprüfen.
Einfach weil sie garnicht überprüfen kann ob ein Arzt im Bereitschaftsdienst jetzt in die Klinik fahren musste oder das telefonisch hätte klären können. Denn um das zu beurteilen, müsste sie weitgehend Einblicke in den Klinik Betrieb nehmen und das scheitert wohl am Datenschutz und der ärztlichen Schweigepflicht.
Selbiges gilt für viele andere Berufe. Der Kunde des jeweiligen Handwerkers oder der Empfänger einer Lieferung muss sich kaum gegenüber der Ordnungsbehörde offenbaren warum er welche Leistung in Anspruch genommen hat und der Handwerker jetzt mit dem Auto in die Stadt fahren musste oder nicht.

Insofern würdest dann generelle Ausnahmegenehmigung für bestimmte Fälle geben und die Zahl dieser bestimmten Fälle wird eine unendliche Liste darstellen und man wird kaum im Einzelfall überprüfen können ob der Anlass der Fahrt jetzt tatsächlich einer dieser bestimmten Fälle, weil dafür jede rechtliche Handhabe fehlt und notwendige Ermächtigungsgesetze für die Ordnungsbehörden wohl dann doch an unserer Verfassung scheitern werden.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Thomas I » Mo 15. Jan 2018, 03:05

Der General hat geschrieben:(13 Jan 2018, 11:13)

Stressfreies Fahren auf den Autobahnen ist eigentlich leider nur noch Nachts möglich. Von Dortmund zum Allgäu knapp 5,5 Stunden mit Pause, außer den "Dieselknechten" kaum Autos unterwegs war sehr schönes fahren ... :thumbup:


Ich war gestern in Bamberg. 276km von hier. Hin am Samstag vormittag in 2h15min , zurück am Sonntag Mittag in 2h02min.
Also das ging auch ohne Nacht ganz gut.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Thomas I » Mo 15. Jan 2018, 03:25

immernoch_ratlos hat geschrieben:(10 Jan 2018, 11:33)

Während "wir" uns seit 191 Seiten über Geschwindigkeitsbegrenzungen auf BAB blutige Gefechte liefern, freuen sich unsere Nachbarn über die Vorteile der Langsamkeit : Tempolimits in Europa sind die alle bekloppt ? Überall fahren in etwa die gleichen PKW-Typen wie in D - wozu also all die schönen PS - pardon natürlich kW :?:

Nun setzt F - jedenfalls die dortige Staatsmacht - Laut einer Umfrage sind 59 Prozent der Franzosen gegen die Absenkung der Höchstgeschwindigkeit - auf ein Tempolimit von 80 km/h auf Landstraßen - und hat dafür gute Gründe - so jedenfalls kommt das in diesem (aber auch in allen anderen Artikeln) Artikel "herüber" : Frankreich senkt Tempolimit Da "Rappel(t)" es in der Kiste, Tempo 80 als Höchstgeschwindigkeit auf 400.000 Straßenkilometern.

Damit - so hofft man - werden jährlich "zwischen 350 und 400 Menschenleben" gerettet werden.

Was ist nun mehr grotesk, die hiesige Unbereitschaft über eine "Obergrenze" auf BAB auch nur "nachzudenken" und die allesamt deutlich niedrigen Obergrenzen - gleichgültig ob nun auf gewöhnlichen Landstraßen oder Autobahnen in GANZ Europa :?:


In welchen unserer Nachbarländer findet denn wirklich eine effektive Kontrolle der Tempolimits gerade auf Autobahnen statt?
Dänemark, Finnland, Niederlande, Schweiz, Österreich und Südtirol.
Das war es.
In Italien, Belgien, Spanien, Portugal, Polen, Tschechien, Griechenland kannst du auf Autobahnen so schnell fahren wie du es dir leisten kannst, Kontrollen finden so gut wie nie statt.
In Ungarn, Frankreich, Slowenien und Kroatien sollte man ein bisschen die Augen aufhalten, aber gerade auf den wenig benutzten Abschnitten wo man schön schnell fahren kann finden Kontrollen auch so gut wie nie statt.

In Frankreich habe ich ohnehin den Verdacht mit der Absenkung des Tempolimits sollen die Franzosen mehr auf die kostenpflichtigen Autobahnen gebracht werden.
Gerade im ländlichen Bereich fahren die Franzosen kaum auf die Autobahn. Während man in Deutschland schon mal für eine oder zwei oder drei Abfahrten weit über eine Autobahn fährt auch in ländlichen Regionen, vermeidet der Franzose wegen der Maut das natürlich.
Entsprechend leer sind die Autobahn in der Provinz ausserhalb der Hauptreisezeiten denn auch meistens.
Das gute Eisenbahnnetz, Stichwort TGV, tut sein übriges dazu.
Insofern scheint mir die Intention die Autobahnen jetzt mit dem Regionalverkehr zu füllen, durchschaubar.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon jack000 » Mo 15. Jan 2018, 22:40

Kommentar von einem Welt-Autor:
Deutschland ist ein überreguliertes Land, in dem es Menschen, deren Freiheitsdrang erloschen ist, nach mehr Verboten drängt. Gerne auch entlang jener kleinen, verstopften Freiheitspfade, den Autobahnen.

In Frankreich hat Emmanuel Macron das Tempolimit auf Landstraßen von 90 auf 80 Stundenkilometer gesenkt, und schon setzt ein Chor von Tempolimit-Freunden an, einmal mehr das hohe Lied auf die Entschleunigung zu singen – obwohl die Zahl der Verkehrstoten zurückgeht und Unfallursachen wie Handynutzung und Alkohol oder Drogen an Bedeutung zunehmen. Es sind oft genug dieselben Figuren, die Steuererhöhungen für Bestverdiener wollen, obwohl der Staat in Geld schwimmt.

Vielen Tempolimit-Rufern geht es oft weniger um sachdienliche Lösungen als um eine Aggression. Umverteilen und Ausbremsen meint dasselbe: Der Zorn auf jene wird ausgelebt, die sich für eine zügigere Fortbewegung und eine beschleunigte Existenzform entscheiden.

Den Langsamen fehlt ja auch nichts: Sie müssten weder bremsen noch mehr Steuern zahlen. Sie plädieren dafür, weil es sie nicht betrifft. Sie erleben Ödnis als Entspannung. Die gute Nachricht für diese Menschen ist: Bald gibt es Autos, die sie völlig entspannt von A nach B bringen, vollautomatisch.

Die Mündigkeit des Verkehrsteilnehmers ist ebenso ernst zu nehmen wie die des Bürgers. Bis auf Verkehrskriminelle wie die verurteilten Kudamm-Raser ist ein Sittenverfall kaum zu bemerken. Allerdings verkörpert die Straße weiterhin einen Ort, an dem sich soziale und mentale Unterschiede begegnen. Dabei sind bürgerliche Tugenden wie Rücksicht und Stilempfinden gefragt.

Dieser Appell geht in beide Richtungen: Schwache und Langsame verdienen Solidarität, aber auch diejenigen, die es zügiger wollen und die so gerne von ehrenamtlichen Verkehrserziehern zwangsentschleunigt werden. Die Landstraßen kennen dort Tempolimits, wo es sinnvoll ist. Sie generell auf Tempo 80 runterzuregulieren, hat wenig Sinn. Kontrollen an Gefahrenpunkten mit Tempolimit können helfen. Denn reuige Verkehrssünder lernen, wie schnell und hart auf Tempoüberschreitungen reagiert wird. Das ist alles scharf genug in Deutschland.

https://www.welt.de/debatte/article1725 ... aeren.html
=> Das muss in der Tat mal so gesagt werden! Warum wird der Focus darauf gelegt wo wie wenigsten Unfälle passieren und wo bereits die härtesten Strafen drohen?
Deutschland 2017: "Bevor ich loslege, würde ich gerne noch wissen, ob es für Sie in Ordnung ist, dass ich als weibliche Person hier sitze und auch Ihre Dolmetscherin weiblich ist."
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Der General » Di 16. Jan 2018, 08:13

Thomas I hat geschrieben:(15 Jan 2018, 03:05)

Ich war gestern in Bamberg. 276km von hier. Hin am Samstag vormittag in 2h15min , zurück am Sonntag Mittag in 2h02min.
Also das ging auch ohne Nacht ganz gut.


Man braucht sich nur die Stau Berichte ansehen, dann sieht man das meistens Tagsüber Chaos herrscht auf den Deutschen Autobahnen und nur Nachts einigermaßen alles frei ist ;)
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Der General » Di 16. Jan 2018, 08:20

jack000 hat geschrieben:(15 Jan 2018, 22:40)

Kommentar von einem Welt-Autor:

https://www.welt.de/debatte/article1725 ... aeren.html
=> Das muss in der Tat mal so gesagt werden! Warum wird der Focus darauf gelegt wo wie wenigsten Unfälle passieren und wo bereits die härtesten Strafen drohen?


Dieser Welt Autor, hat meiner Meinung nach gar nicht verstanden worum es geht !

Es gibt viele Befürworter (so wie Ich) die für ein Tempolimit sind, aber nicht die reine Absicht verfolgen anderen etwas verbieten zu wollen. Leider ist es aber mittlerweile dringend Notwendig, warum hatte ich zuvor hier schon dargelegt.

"Wenige Unfälle" kann man so auch nicht stehen lassen, denn täglich gibt es diese zumeist wegen Überhörter Geschwindigkeit.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon relativ » Di 16. Jan 2018, 08:33

Der General hat geschrieben:(13 Jan 2018, 11:13)

Stressfreies Fahren auf den Autobahnen ist eigentlich leider nur noch Nachts möglich. Von Dortmund zum Allgäu knapp 5,5 Stunden mit Pause, außer den "Dieselknechten" kaum Autos unterwegs war sehr schönes fahren ... :thumbup:

Nachts fahren ist nicht jedermanns sache. gerade wenn man alleine, bzw. als einziger Fahrer im Auto sitzt.
Ich fahre gerne früh los, aber fast die ganze Strecke im Dunkeln, ist nicht so mein Ding.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Der General » Di 16. Jan 2018, 09:32

relativ hat geschrieben:(16 Jan 2018, 08:33)

Nachts fahren ist nicht jedermanns sache. gerade wenn man alleine, bzw. als einziger Fahrer im Auto sitzt.
Ich fahre gerne früh los, aber fast die ganze Strecke im Dunkeln, ist nicht so mein Ding.


Deswegen ist die Bahn ja auch Nachts schön frei :)

Klar ist Natürlich das man ausgeschlafen sein muß und vor allem auf "Wildwechsel" aufpassen sollte. Geschwindigkeisbegrenzungen könnte man Nachts aufheben.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon relativ » Di 16. Jan 2018, 09:38

Der General hat geschrieben:(16 Jan 2018, 09:32)

Deswegen ist die Bahn ja auch Nachts schön frei :)

Klar ist Natürlich das man ausgeschlafen sein muß und vor allem auf "Wildwechsel" aufpassen sollte. Geschwindigkeisbegrenzungen könnte man Nachts aufheben.

Allerdings wenn ich es gewohnt wäre nachts zu arbeiten und etwas Jünger, dann wäre dies wohl auch für mich die Alternative.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Thomas I » Di 16. Jan 2018, 19:44

Der General hat geschrieben:(16 Jan 2018, 08:13)

Man braucht sich nur die Stau Berichte ansehen, dann sieht man das meistens Tagsüber Chaos herrscht auf den Deutschen Autobahnen und nur Nachts einigermaßen alles frei ist ;)


Die Stauberichte anzuschauen ist vor allem sinnvoll um nicht selber im Stau zu stehen.
Mein letzter Stau war übrigens Nachts. Die Autobahn war für 90min gesperrt weil eine neue Brücke eingesetzt wurde...
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Thomas I » Di 16. Jan 2018, 19:57

Der General hat geschrieben:(16 Jan 2018, 08:20)

Dieser Welt Autor, hat meiner Meinung nach gar nicht verstanden worum es geht !

Es gibt viele Befürworter (so wie Ich) die für ein Tempolimit sind, aber nicht die reine Absicht verfolgen anderen etwas verbieten zu wollen. Leider ist es aber mittlerweile dringend Notwendig, warum hatte ich zuvor hier schon dargelegt.

"Wenige Unfälle" kann man so auch nicht stehen lassen, denn täglich gibt es diese zumeist wegen Überhörter Geschwindigkeit.


Die überhöhte Geschwindigkeit ist aber eben nicht das schnelle Fahren sondern das zu schnelle, bezogen auf Zeit und Ort.
Das kann auch 60km/h im Nebel auf der Autobahn oder 100km/h im Starkregen oder 80km/h im Schneefall.
Hochgeschwindigkeitsunfälle, also solche mit über 130km/h , sind ziemlich selten.
Die meisten Unfälle passieren da wo es eh schon Tempolimits gibt.

Tempolimits pauschal senken bringt also wenig.
Aber das verstehen viele nicht.
Ich erinnere mich noch das auf meinem ersten Weg zu einer Arbeit das Tempolimit von 100 auf 80km/h gesenkt würde nach dem zwei Mal junge Menschen mit tödlichen Folgen gegen am Straßenrand gefahren waren.
Allerdings waren diese von MDMA und Alkohol benebelt und ihre Autos beim Aufprall auf den Baum jeweils noch über 120km/h schnell.
Die hätten wohl 80 genauso ignoriert wie sie 100 ignoriert.
Und rate wann der Landkreis dann dort geblitzt hat?
Na morgens wenn die Menschen zur Arbeit fuhren.
Die waren zwar weder unter Extasy noch im Vollrausch und wären auch weiterhin in der Lage gewesen auf einer 9m breiten schnurgeraden Bundesstraße die 12km außerorts mit 100 zu fahren, aber die hat man dann im Namen der Verkehrssicherheit zur Kasse gebeten.
Die Jungspunde haben auch weiterhin bei Nachts ihr Leben im Rausch mit überhöhter Geschwindigkeit beendet...
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Der General » Mi 17. Jan 2018, 00:29

Thomas I hat geschrieben:(16 Jan 2018, 19:44)

Die Stauberichte anzuschauen ist vor allem sinnvoll um nicht selber im Stau zu stehen.
Mein letzter Stau war übrigens Nachts. Die Autobahn war für 90min gesperrt weil eine neue Brücke eingesetzt wurde...


Sag mal, was soll jetzt Dein Unsinniges Gegen argumentieren eigentlich ? Du kannst doch nicht ernsthaft behaupten, dass es Nachts auf den Autobahnen genau so Stressig ist wie tagsüber ??? :rolleyes:

Wenn Du Fakten Argumente mit dümmlichen Gegenargumente torpedieren möchtest bitte, aber eine vernünftige Diskussion kommt so nicht zu Stande !
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Der General » Mi 17. Jan 2018, 00:47

Thomas I hat geschrieben:(16 Jan 2018, 19:57)

Die überhöhte Geschwindigkeit ist aber eben nicht das schnelle Fahren sondern das zu schnelle, bezogen auf Zeit und Ort.
Das kann auch 60km/h im Nebel auf der Autobahn oder 100km/h im Starkregen oder 80km/h im Schneefall.
Hochgeschwindigkeitsunfälle, also solche mit über 130km/h , sind ziemlich selten.
Die meisten Unfälle passieren da wo es eh schon Tempolimits gibt.

Tempolimits pauschal senken bringt also wenig.
Aber das verstehen viele nicht.
Ich erinnere mich noch das auf meinem ersten Weg zu einer Arbeit das Tempolimit von 100 auf 80km/h gesenkt würde nach dem zwei Mal junge Menschen mit tödlichen Folgen gegen am Straßenrand gefahren waren.
Allerdings waren diese von MDMA und Alkohol benebelt und ihre Autos beim Aufprall auf den Baum jeweils noch über 120km/h schnell.
Die hätten wohl 80 genauso ignoriert wie sie 100 ignoriert.
Und rate wann der Landkreis dann dort geblitzt hat?
Na morgens wenn die Menschen zur Arbeit fuhren.
Die waren zwar weder unter Extasy noch im Vollrausch und wären auch weiterhin in der Lage gewesen auf einer 9m breiten schnurgeraden Bundesstraße die 12km außerorts mit 100 zu fahren, aber die hat man dann im Namen der Verkehrssicherheit zur Kasse gebeten.
Die Jungspunde haben auch weiterhin bei Nachts ihr Leben im Rausch mit überhöhter Geschwindigkeit beendet...


Auch Du hast offensichtlich nicht Richtig verstanden worum es geht ?!

Es geht darum, dass zu viele sich selbst überschätzen und mit Ihren viel zu starken PS Boliden nicht klar kommen. Besonders die Altersgruppe bis 25 und ab 60 Jahren zählen dazu. Ein Jugendlicher von damals saß früher in einem 100 PS "Boliden"... HEUTE fährt dieser mit locker 200 PS und mehr unter dem Hintern. Früher fuhr ein Rentner einen Opel Omega mit 125 PS Heute einen Turbo aufgeladenen, wobei dieser oftmals gar nicht mehr weiß wo vorne oder hinten ist wenn er Gas gibt.

Ich bin Vielfahrer und erlebe es tagtäglich, nicht nur auf der Autobahn sondern auch in der Stadt. Besonders Ältere in den sogenannten SUV tuen sich doch sehr schwer, vor allem wenn es Dunkel ist und es auch noch regnet :mad2:

Wie schon geschrieben, gibt es mittlerweile "Echte" Touristen die nach Deutschland kommen, nur um auf Deutschen Autobahnen Ihre Autos mit Höchstgeschwindigkeiten Ausfahren zu können. Ich betrachte das als Wahnsinn und ein Armutszeugnis der Politik!

TÄGLICH sterben Menschen durch Fremdverschulden anderer, die einfach nur Rasen was auch Belegbar ist! Durch Geschwindigkeitsbegrenzung auf Deutschen Autobahnen, werden früher oder später solche Idioten aussortiert was gleichzeitig bedeutet, dass Menschenleben gerettet werden !

Auch die Autoindustrie wird dann umdenken müssen... Nur noch Idioten würden sich ein 300 PS Auto zulegen, wenn man diese gar nicht mehr ausfahren kann ;)

Besoffene oder unter Drogen fahren ist ein ganz anderes Thema.

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