Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

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Soll es ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen geben?

ja
26
42%
nein
31
50%
weiß nicht/Enthaltung
5
8%
 
Abstimmungen insgesamt: 62
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Raskolnikof
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Raskolnikof » So 31. Dez 2017, 18:10

immernoch_ratlos hat geschrieben:(31 Dec 2017, 15:29)

Hier noch die zuständigen Hieroglyphen : in ihrer ganzen Pracht

Ich vermisse da noch die neuen amtlichen verkehrszeichen wie z.B.:

http://fs1.directupload.net/images/171231/npdy4dul.jpg
http://fs1.directupload.net/images/171231/ybyf82uc.jpg
http://fs1.directupload.net/images/171231/ywdmantg.jpg
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Teeernte » So 31. Dez 2017, 19:59

Raskolnikof hat geschrieben:(31 Dec 2017, 18:10)

Ich vermisse da noch die neuen amtlichen verkehrszeichen wie z.B.:



Da hast Du....

https://i.pinimg.com/originals/97/d6/bf ... 643d99.jpg
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon jack000 » So 31. Dez 2017, 20:55

Teeernte hat geschrieben:(31 Dec 2017, 17:46)

Hach Gevatter....reine Übungsfrage. Sicher MUSST Du bei 250 schon sehen können - dass in 3 km vor Dir einer ausscheren will... aber (aus Erfahrung) das geht - auch wenn der noch nicht blinkt.

Du kannst aber auch an einem "Kindergarten" / Schulzubringer sehen - dass "Reaktion" nicht an Geschwindigkeit hängt.
Mutti fährt Rückwärts - ohne hinzuschauen - schliesslich muss sie ja dem Sprössling nachwinken. Passiert nix - fällt mal eine Stosstange ab.

RICHTIG. Weil die Autos dazu so ausgebaut wurden.

Meiner Er-FAHR-ung nach - fahren viele bis 180 kmh "mit" - die über 200 kmh - da ists selten - dass über mehr als 5 km einer "Mithält" .
Vollkommen EGAL welcher Auspuffquerschnitt...und Anzahl der Rohre//Hersteller..

Nebenbei - ich kenn viele - die noch schneller fahren als ich .... (wo das Auto leider bei 240...GPS "zu" macht.)
Denen detoniert hin und wieder mal der Motor - auf der Autobahn - mehr nicht.

Was hier oft über die Planke geht - "Möchtegerne" - denen die Erfahrung fehlt - viel Motor....schlechte Reifen und nen Schaukelstuhl als Rahmen.

Was der TÜV zulässt ist DIE MAXIMALE Geschwindigkeit des PKW - nicht die des Fahrers (Beherrschbarkeit des Fahrzeuges)....und nicht die - bei Regen....

Nebenbei - es ist IMMER zu SCHNELL :D :D :D

Wenn Dir mit 130 ....von rechts ein Trabbi zwischen 2 Tiefladern (60kmh) rausschert... ohne zu schauen.

Rollt er nach (weit) links ist alles in ordnung...rollt er nach rechts ist auch nicht schlimm....


[MOD] - Bist du dir sicher überhaupt noch über deinen Gesundheitsstatus im Klaren zu sein?
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Teeernte » So 31. Dez 2017, 22:12

jack000 hat geschrieben:(31 Dec 2017, 20:55)

[MOD] - Bist du dir sicher überhaupt noch über deinen Gesundheitsstatus im Klaren zu sein?


Hach - das fragt mein Arbeitgeber auch 1-2 mal im Jahr und zahlt den Tag die Ärzte... :D
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 1. Jan 2018, 15:16

:thumbup: Nun ja - was immer so herumgeistert und wie sicher sich jeder in modernen KFZ fühlen mag - die "Realität" - hier wissenschaftliche Untersuchungen zeigen ein völlig anderes Bild. Keine Ahnung ob nun die "Wiener Zeitung" besonders schlecht auf das schnelle Fahren auf dt. BAB zu sprechen ist :?: Der Titel Crash-Test: Bei hohem Tempo sind Airbag und Co. praktisch wirkungslos | Bei Tempo 100 gibt es null Überlebenschance verheißt nichts Gutes. Einzige Hoffnung dieser Bericht ist immerhin 10 Jahre alt. Hat sich da doch hoffentlich die Physik dem Verlangen möglichst schnell unterwegs zu sein angepasst :?:

Offensichtlich verweigert die Physik "völlig unbelehrbar" an diesen Tatsachen etwas zu ändern :
Quelle hat geschrieben:Ein wichtiger Parameter ist die Geschwindigkeit des Fahrzeugs1, denn mit dem Anstieg der Geschwindigkeit geht ein Anstieg der Bewegungsenergie einher. Die kinetische Energie steigt gemäß der Formel Ekin = 1/2 m v2 überproportional, da die Geschwindigkeit quadratisch in die Berechnung eingeht. Proportional zur Bewegungsenergie steigt wiederum die Verletzungsschwere an.

Leicht verständlich wird dieser Zusammenhang, wenn dieser durch eine energie-äquivalente Fallhöhe ausgedrückt wird. Eine Aufprallgeschwindigkeit von 30 km/h entspricht einer Fallhöhe von 3,5 m, in etwa gleichzusetzen mit einem Sturz aus dem 1. Stockwerk eines Hauses. Ein Aufprall bei 50 km/h entspricht einer Höhe von 9,8 Metern (3. Stock) und bei 70 km/h von 19,3 Metern (6. Stock).
Der ADAC sicher nicht an "Übertreibung" interessiert - meint dazu :
ADAC hat geschrieben:Moderne Fahrzeuge verfügen heutzutage über einen hohen Sicherheitsstandard. Neben Sicherheitsgurt, Airbags und Gurtstraffern haben die Autobauer natürlich auch konstruktiv an der Karosserie einiges für die passive Sicherheit getan. Und so werben auch immer wieder Hersteller sehr offensiv mit den ausgezeichneten Crashtest-Ergebnissen des europäischen Crashprogramms EuroNCAP – mit den bekannten Fünf Sternen.

Jedoch dürfen sichere Fahrzeug keinesfalls zu einem sorglosen Fahrstil verleiten: Denn erhöht man die Aufprallgeschwindigkeit nur um 16 Kilometer pro Stunde, also von 64 auf 80, können die Folgen für die Insassen dramatisch sein. Dies belegt der aktuelle Crashtest des Renault Laguna, der im offiziellen 64 km/h EuroNCAP-Test das Spitzenergebnis von „Fünf Sternen“ erreicht hat. Waren die Belastungen für die Insassen Fahrer und Beifahrer sowie die beiden gesicherten Kinder auf der Rückbank beim 64 km/h Test noch sehr gering, erhöhen sich die Gefahren insbesondere für den Fahrer und den 1 ½ jährigen Mitfahrer auf der Rückbank bei einem Aufprall mit 80 Kilometern pro Stunde erheblich.

Grund: Die Knautschzone des Renault ist vollkommen aufgebraucht und die Fahrgastzelle ist nicht mehr stabil. Zudem sind die Insassen beim Unfall hohen Belastungen ausgesetzt. Fazit: Das Fahrzeug ist an der Grenze der Belastbarkeit angekommen und steht kurz vor dem Kollaps. Für den Fahrer bedeutet dies ein hohes Verletzungsrisiko im Bereich der Brust und immerhin noch ein mittleres für Knie, Hüfte und Oberschenkel. Auch für einen der kleinen Mitfahrer wird es gefährlich. Insbesondere für die Brust entsteht ein sehr hohes Verletzungsrisiko. Im Vergleich zum Crash mit Tempo 64 verschlechtert sich die Situation für die Insassen somit massiv. Ein Ergebnis, was so auch grundsätzlich auf andere Fahrzeuge übertragbar ist.
Der "Laguna-Test" ist auch nicht gerade "frisch" - doch gäbe es etwas positiveres zu vermelden, würde ich das eher vom ADAC erwarten, als von den sonst üblichen (Fahr) Spaßverderbern, die "uns" auch noch den letzten Nervenkitzel im Alltag wegnehmen würden. :cool:

Die reden hier nicht mal von der Richtgeschwindigkeit von schlappen 130 km/h - nein - schon bei 80 als "resultierender Geschwindigkeit" - man war also achtsam und hat ordentlich und "bremskraftverstärkt" versucht dem Tod von der Schippe zu springen.

Ist doch interessant zu wissen, auch im PKW wurden um die Insassen besser zu schützen, kleine Sprengladungen in die Gurtstraffer integriert. Etwas, was bis vor ein paar Jahren lediglich in Kampfjets (Schleudersitz - da muss ordentlich viel und schnell "gestrafft werden) Hierzu ein kleines Filmchen : Gurtstraffer zünden (slowmotion / zeitlupe) Ist doch bemerkenswert, was alles getan werden muss um wenigstens eine kleine Überlebenschance zu bieten.

Und weil es so schön war noch dies hier - es gibt immer jemanden, der die Sachen falsch einschätzt : IDIOTS at Work 2017! Epic Fails Compilation 2017! February 2017
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Thomas I » So 7. Jan 2018, 02:45

Elser hat geschrieben:(30 Dec 2017, 11:35)

Richtig - aber sebst Blödsinnsautos verbrauchen bei 120 deutlich weniger als bei 200. Weniger Verbrauch = weniger Abgase. Ansonsten könnte man noch viel mit einer progressiven KFZ-Steuer regeln. :D

Elser


Das ist der nächste Irrglaube, das ein generelles Tempolimit Einfluss auf das Tempo hat was die Leute fahren.
Als Montana nach Abschaffung des generellen Tempolimit von 88km/h zu keinem Tempolimit auf Autobahnen überging stieg der Durchschnitt der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeit nur um 8km/h an, allerdings benutzte nun statt etwa 50% nun knapp 85% aller Autoinsassen den Sicherheitsgurt, weil man ja jetzt ganz schrecklich schnell fahren durfte. In der Folge erreichen die Unfalltotenzahlen ein historisches Tief in Montana.
Als man dann aus juristischen Gründen drei Jahre später wieder ein Tempolimit von 120 km/h einführen musste, sank die durchschnittlich gefahrene Geschwindigkeit nur um 3km/h. Da allerdings die Gurtmuffel nun wieder zunahmen, erreichte Montana im folgenden Jahr einen neuen Rekord bei den Unfalltotenzahlen
Als 88km/h erlaubt waren fuhren die Montanesen auf der Autobahn im Schnitt 113km/h, als kein Tempolimit war fuhren sie im Schnitt 118km/h und jetzt mit erlaubten 120km/h fahren sie im Schnitt 115km/h.
Das zeigt also, dass die Mehrheit der Leute ein Tempo fährt bei dem sie sich sicher fühlen, völlig egal was gerade als generelles Limit vorgegeben ist.
Allerdings führt ein generelles Tempolimit wie auch ein starr ausgeschildertes, eher dazu, dass die Leute auch mit dem erlaubten Limit fahren wenn beispielsweise die Witterung eher ein geringeres Limit nahelegt.
Getreu nach dem Motto "es mag zwar schneien aber hier steht ja, dass ich 120 fahren darf"...
Auch dieses Phänomen war in Montana ganz klar zu beobachten und trug zu den enormen Sprünge in den Unfalltotenzahlen erst nach unten und dann wieder nach oben bei.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Thomas I » So 7. Jan 2018, 02:50



Ich hoffe nur, dass du in Folge nicht irgendwann den Rettungswagen, die Feuerwehr oder den Handwerker der deinen Herd reparieren soll oder den Linienbus oder das Taxi vermisst.
Wenn du in der Stadt lebst können die bei konsequenter Beachtung deiner Wunschbeschilderung nicht mehr zu dir gelangen...
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Raskolnikof » So 7. Jan 2018, 10:08

Erst informieren dann posten: Handwerksbetriebe, Apothekenfahrzeuge, Rettungsfahrzeuge und andere erhalten Sondergenehmigungen, die das jeweilige Ordnungsamt ausstellt und deutlich sichtbar hinter der Windschutzscheibe ausliegen müssen. Sämtliche Busse des ÖPNV (über 100) sind bei uns in Oldenburg mit Gasantrieb ausgerüstet.
Also, no Problem!
Entschuldigung für OT!
Zuletzt geändert von Raskolnikof am So 7. Jan 2018, 22:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Elser » So 7. Jan 2018, 13:35

Thomas I hat geschrieben:(07 Jan 2018, 02:45)

Das ist der nächste Irrglaube, das ein generelles Tempolimit Einfluss auf das Tempo hat was die Leute fahren.
Als Montana nach Abschaffung des generellen Tempolimit von 88km/h zu keinem Tempolimit auf Autobahnen überging stieg der Durchschnitt der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeit nur um 8km/h an, allerdings benutzte nun statt etwa 50% nun knapp 85% aller Autoinsassen den Sicherheitsgurt, weil man ja jetzt ganz schrecklich schnell fahren durfte. In der Folge erreichen die Unfalltotenzahlen ein historisches Tief in Montana.
Als man dann aus juristischen Gründen drei Jahre später wieder ein Tempolimit von 120 km/h einführen musste, sank die durchschnittlich gefahrene Geschwindigkeit nur um 3km/h. Da allerdings die Gurtmuffel nun wieder zunahmen, erreichte Montana im folgenden Jahr einen neuen Rekord bei den Unfalltotenzahlen
Als 88km/h erlaubt waren fuhren die Montanesen auf der Autobahn im Schnitt 113km/h, als kein Tempolimit war fuhren sie im Schnitt 118km/h und jetzt mit erlaubten 120km/h fahren sie im Schnitt 115km/h.
Das zeigt also, dass die Mehrheit der Leute ein Tempo fährt bei dem sie sich sicher fühlen, völlig egal was gerade als generelles Limit vorgegeben ist.
Allerdings führt ein generelles Tempolimit wie auch ein starr ausgeschildertes, eher dazu, dass die Leute auch mit dem erlaubten Limit fahren wenn beispielsweise die Witterung eher ein geringeres Limit nahelegt.
Getreu nach dem Motto "es mag zwar schneien aber hier steht ja, dass ich 120 fahren darf"...
Auch dieses Phänomen war in Montana ganz klar zu beobachten und trug zu den enormen Sprünge in den Unfalltotenzahlen erst nach unten und dann wieder nach oben bei.



Entschuldige aber - ich lach' mich tot. Was soll den der Quatsch? :) Ok - wenn das so ist, dann können wir ja ruhig eine Geschwindigkeitsbeschränkung einführen. :D Ach nein - :eek: das geht ja nicht. Wegen der Gurtmuffel - gelle ? :thumbup: Ach - bin ich naiv. :?

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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon immernoch_ratlos » So 7. Jan 2018, 18:48

Solche und ähnliche "Argumente" lassen eigentlich nur einen Schluss zu - Beschränkungen der Geschwindigkeit die vor Ort aus den verschiedensten Gründen geboten sind, kann man angesichts solcher Untersuchungsergebnisse wohl kaum noch dauerhaft im "Belieben" jedes Einzelnen belassen.

Inzwischen bietet die Technologie längst eine ganze Reihe von technologischen Möglichkeiten, den Fahrer "zu seinem Glück" zu zwingen :thumbup: Das dies noch nicht erfolgt, beweist lediglich, die Politiker welche solche gravierenden Veränderungen in Gesetze überführen müssen, fürchten um ihre Wiederwahl. Der Tod von einer unbestimmten Anzahl von Menschen die im Zusammenhang mit Verkehrsunfällen sterben oder zu Krüppeln werden, wird dabei schlicht als sog. "Kollateralschaden" akzeptiert.

Das dies problemlos möglich wäre, zeigt schon z.B. der "Toyota Prius", dort lässt sich z.B. Tempo 50 "erzwingen", in dem (noch) der Fahrer auf E-Antrieb umschaltet, was zur Folge hat, dass Tempo 50 nichtmehr überschritten wird. Das die Kiste dabei außer den Rollgeräuschen keine Motorgeräusche produziert, wird besonders nachts, alle Anlieger erfreuen (davon konnte ich mich gestern live überzeugen). Wer jetzt noch beklagt, man könne das so nicht "länger" durchhalten, wird sich "Stadtfahrten" heraussuchen müssen, die ~63km überschreiten - so ganz nebenbei...

Das ließe sich bei Neufahrzeugen inzwischen längst von "außen" (über GPS oder Funkbarken) erzwingen. Nachrüsten ist bei allen moderneren Fahrzeugen sicher eine graduell unterschiedliches Problem. Doch alles was neu eingeführt wird, kann nicht sofort zu 100% etabliert werden.

Nun beweisen immer mehr ausgereifte Assistenzsysteme - zunächst in hochpreisigen Karossen - es geht mit immer weniger Mensch in der fatalen Entscheidungskette. Warum also nicht ein flächendeckendes an Wetter und andere Bedingungen angepasstes Verkehrssystem :?: Mit Blackbox für jeden - die im Nachhinein problemloser feststellen lässt, wer anteilig wie starke an einem Unfall beteiligt war ?

Warum darf ein LKW-Fahrer praktisch lückenlos überwacht werden, und einer der Millionen "anderen" Fahrer nicht :?: Klar, das gleichzeitig alle "Abschaltvorrichtungen" die solche Maßnahmen verhindern, zu drastischen Strafen führen müssen. Eine gute Idee, z.B. eine LKW der über eine solche technische Einrichtung (und wenn es nur ein "Ausschalter" dafür sei) verfügt, wäre LKW samt Ladung zu einzuziehen und so den tatsächlichen Verursacher mit einer sehr empfindlichen Strafe sicher sehr wirksam abzuschrecken. Das ließe sich sicher auch für alle Fahrzeuge ausdehnen. Technologisch durchaus möglich - Überwachung dieser Einrichtungen spontan mit mobilen Einrichtungen oder eben stationär.

Nein, ich glaube nicht nur, ich weiß sicher - nur so ließen sich sinnvolle Geschwindigkeitsbegrenzungen tatsächlich flächendeckend durchsetzen. Mit zunehmender "KI" und dem Vermögen von Fahrzeugen sowohl untereinander, als auch mit Ampel - Verkehrszeichen usw. datentechnisch zu interagieren, wird sich alsbald dies Frage unausweichlich stellen - bis dahin, müssen alle die "üblichen" Kollateralschäden - Tote und Verletzte dauerhaft verkrüppelte Menschen, milliardenschwere wirtschaftliche Schäden, als "Preis einer sehr fraglichen Freiheit" weiter hingenommen werden.... :dead:
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Thomas I » So 7. Jan 2018, 21:44

Elser hat geschrieben:(07 Jan 2018, 13:35)

Entschuldige aber - ich lach' mich tot. Was soll den der Quatsch? :) Ok - wenn das so ist, dann können wir ja ruhig eine Geschwindigkeitsbeschränkung einführen. :D Ach nein - :eek: das geht ja nicht. Wegen der Gurtmuffel - gelle ? :thumbup: Ach - bin ich naiv. :?

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Wieso Quatsch, zum sogenannten Montana-Phänomen gibt es Untersuchungen und Publikationen in Massen.
Eine solide Kenntnis der englischen Sprache hilft natürlich um sich eingehend mit der Materie zu befassen.
Dafür gibt es im Englischen sogar einen Fachbegriff:
No Speed Limit Safety Paradox.
Google hilft dir, dich mit den Fakten vertraut zu machen bevor du "Quatsch" schreist nur weil die Fakten nicht mit deiner engstirnigen Ideologie konform gehen.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 10. Jan 2018, 11:33

Während "wir" uns seit 191 Seiten über Geschwindigkeitsbegrenzungen auf BAB blutige Gefechte liefern, freuen sich unsere Nachbarn über die Vorteile der Langsamkeit : Tempolimits in Europa sind die alle bekloppt ? Überall fahren in etwa die gleichen PKW-Typen wie in D - wozu also all die schönen PS - pardon natürlich kW :?:

Nun setzt F - jedenfalls die dortige Staatsmacht - Laut einer Umfrage sind 59 Prozent der Franzosen gegen die Absenkung der Höchstgeschwindigkeit - auf ein Tempolimit von 80 km/h auf Landstraßen - und hat dafür gute Gründe - so jedenfalls kommt das in diesem (aber auch in allen anderen Artikeln) Artikel "herüber" : Frankreich senkt Tempolimit Da "Rappel(t)" es in der Kiste, Tempo 80 als Höchstgeschwindigkeit auf 400.000 Straßenkilometern.

Damit - so hofft man - werden jährlich "zwischen 350 und 400 Menschenleben" gerettet werden.

Was ist nun mehr grotesk, die hiesige Unbereitschaft über eine "Obergrenze" auf BAB auch nur "nachzudenken" und die allesamt deutlich niedrigen Obergrenzen - gleichgültig ob nun auf gewöhnlichen Landstraßen oder Autobahnen in GANZ Europa :?:
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon relativ » Mi 10. Jan 2018, 11:41

Ich komme gerade wieder mal aus einen Urlaub wo ich quer durch Deutschland fahren musste.
Ich bin davon überzeugt, daß wir ein generelles Tempolimit brauchen wie z.B. in Österreich.
Die ziehharmonika Staus nehmen, auch durch das immer höhere Verkehrsaufkommen, in einem Umfang zu, der m.M. nicht mehr tragbar ist.
Da ca. 80-90% der Autofahrer m.Erfahrung nicht in der lage sind angepasst zu fahren, ist ein Tempolimit notwendig.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Elser » Do 11. Jan 2018, 18:45

Thomas I hat geschrieben:(07 Jan 2018, 21:44)

Wieso Quatsch, zum sogenannten Montana-Phänomen gibt es Untersuchungen und Publikationen in Massen.
Eine solide Kenntnis der englischen Sprache hilft natürlich um sich eingehend mit der Materie zu befassen.
Dafür gibt es im Englischen sogar einen Fachbegriff:
No Speed Limit Safety Paradox.
Google hilft dir, dich mit den Fakten vertraut zu machen bevor du "Quatsch" schreist nur weil die Fakten nicht mit deiner engstirnigen Ideologie konform gehen.



Tja - wenn das so ist, dann müssen wir natürlich schnell fahren. Danke das Du mich von meiner (!!!) "engstirnigen Ideologie" befreit hast. :)

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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Teeernte » Do 11. Jan 2018, 19:06

relativ hat geschrieben:(10 Jan 2018, 11:41)

Ich komme gerade wieder mal aus einen Urlaub wo ich quer durch Deutschland fahren musste.
Ich bin davon überzeugt, daß wir ein generelles Tempolimit brauchen wie z.B. in Österreich.
Die ziehharmonika Staus nehmen, auch durch das immer höhere Verkehrsaufkommen, in einem Umfang zu, der m.M. nicht mehr tragbar ist.
Da ca. 80-90% der Autofahrer m.Erfahrung nicht in der lage sind angepasst zu fahren, ist ein Tempolimit notwendig.



Stau ist nur HINTEN mist... :D :D :D

...und im "Zähen" Verkehr - mit 120 ...nutzt Dir die "niedrige" Geschwindigkeit nüscht - weil "Lückenspringer" und Rechtsäberholer......die dann 3 km später auf der 3. Spur liegen - aufgefahren...

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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon relativ » Fr 12. Jan 2018, 08:17

Teeernte hat geschrieben:(11 Jan 2018, 19:06)

Stau ist nur HINTEN mist... :D :D :D

...und im "Zähen" Verkehr - mit 120 ...nutzt Dir die "niedrige" Geschwindigkeit nüscht - weil "Lückenspringer" und Rechtsäberholer......die dann 3 km später auf der 3. Spur liegen - aufgefahren...

Zahl mit ! (Deine Versicherung)

Eben von diesen schlechten Autofahren spreche ich doch. Daher mein Vorschlag, die Umerziehung der deutschen Autofahrerkultur.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon JJazzGold » Fr 12. Jan 2018, 08:50

relativ hat geschrieben:(12 Jan 2018, 08:17)

Eben von diesen schlechten Autofahren spreche ich doch. Daher mein Vorschlag, die Umerziehung der deutschen Autofahrerkultur.


Weshalb sind Sie nicht mit der Bahn in Urlaub gefahren?

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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon relativ » Fr 12. Jan 2018, 09:05

JJazzGold hat geschrieben:(12 Jan 2018, 08:50)

Weshalb sind Sie nicht mit der Bahn in Urlaub gefahren?


Hab ich schonmal gemacht, nur ist dies unangenehm, wenn man umsteigen muss und die Koffer von 2 Personen tragen muss. Solange mein Sohn seinen Koffer noch nicht selber tragen kann.
Beim Skiurlaub kommt schonmal etwas Gebäck zusammen. Genausogut kann man auch fliegen, nur das ist dann wieder eine Preisfrage.
Auserdem hätte ich ja kein Problem, wenn Autofahrer sich ordentlich Verhalten würden. Evtl. geht das ja in Zukunft.
Ich glaube es ist Technisch heute schon relalisierbar, daß Autos per Signal auf eine bestimmte Geschwindigkeit heruntergeregelt werden, sodass bei voller Autobahn, der Verkehr weiter fließen kann, ohne diese Ziehharmonikaeffekte.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon KarlRanseier » Fr 12. Jan 2018, 09:15

relativ hat geschrieben:(12 Jan 2018, 09:05)

Hab ich schonmal gemacht, nur ist dies unangenehm, wenn man umsteigen muss und die Koffer von 2 Personen tragen muss. Solange mein Sohn seinen Koffer noch nicht selber tragen kann.
Beim Skiurlaub kommt schonmal etwas Gebäck zusammen. Genausogut kann man auch Fliegen, nur das ist dann wieder eine Preisfrage.
Auserdem hätte ich ja kein Problem, wenn Autofahrer sich ordentlich Verhalten würden. Evtl. geht das ja in Zukunft.
Ich glaube es ist Technisch heute schon relalisierbar, daß Autos per Signal auf eine bestimmte Geschwindigkeit heruntergeregelt werden, sodass bei voller Autobahn, der Verkehr weiter fließen kann, ohne diese Ziehharmonikaeffekte.




Ich betrachte den Zeitgeist, Menschen als bescheuert zu betrachten, skeptisch. Das fängt beim Schlaufon an und endet bei "autonomen Autos".
Jedes Bakterium weiss, wann es sich ernähren muss. Manche Menschen brauchen selbst dafür eine App. Sie lagern ihr Gehirn komplett aus und brauchen ein Navi, um den täglichen Weg zur Arbeit noch zu finden. Das führt langfristig zu Verblödung, die heute bereits zu beobachten ist.

Gleiches gilt für Autos. Wer ABS, ESP, Rückfahrkameras oder Ähnliches braucht, also geistig nicht in der Lage ist, ein motorisiertes Fahrzeug zu kontrollieren und zu steuern, der hat doch die Möglichkeit, auf das Fahrrad, die Bahn oder das Flugzeug auszuweichen. Autos für absolute Vollidioten sind doch gar nicht notwendig.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon relativ » Fr 12. Jan 2018, 10:20

KarlRanseier hat geschrieben:(12 Jan 2018, 09:15)

Ich betrachte den Zeitgeist, Menschen als bescheuert zu betrachten, skeptisch. Das fängt beim Schlaufon an und endet bei "autonomen Autos".
Jedes Bakterium weiss, wann es sich ernähren muss. Manche Menschen brauchen selbst dafür eine App. Sie lagern ihr Gehirn komplett aus und brauchen ein Navi, um den täglichen Weg zur Arbeit noch zu finden. Das führt langfristig zu Verblödung, die heute bereits zu beobachten ist.

Gleiches gilt für Autos. Wer ABS, ESP, Rückfahrkameras oder Ähnliches braucht, also geistig nicht in der Lage ist, ein motorisiertes Fahrzeug zu kontrollieren und zu steuern, der hat doch die Möglichkeit, auf das Fahrrad, die Bahn oder das Flugzeug auszuweichen. Autos für absolute Vollidioten sind doch gar nicht notwendig.

Jo finde eine Partei , die damit Wahlen gewinnt. :D
Ich denke , daß unser Gehirn einen bestimmten Zustand anstrebt, indem wir uns in unseren Körper wohl fühlen. Dazu gehören auch Dinge, die das Leben vereinfachen sollen und somit auch weniger Energie verbrauchen. Diesen Zustand strebt das Gehirn an. Bei einem Menschen passen solche Erleichterungen im Leben, bei einem anderen wiederum eher nicht. Pauschal ist dies wohl eher nicht zu bestimmen.
Daher plädiere ich diesbezüglich und derzeit auch für," keine Wahl haben", und somit für eine technische Lösung des mom. Verkehrsproblems.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.

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