Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

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Soll es ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen geben?

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garfield336
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon garfield336 » Di 21. Nov 2017, 21:03



Es gibt nur ein absolute maximal Geschwindigkeit auf bestimmte Strecken. Das ist aber nicht die erlaubte Geschwindigkeit. Die ist abhängig von seinen personlichen Fahrkünsten den Wetter, Sicht, Strassen, und Verkehrsverhältnissen.

Wenn auf dem Schild steht dass es verboten ist megr als 100km/h zu fahren dann bedeutet das nicht das man 100km/h darf fahren.
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jack000
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon jack000 » Di 21. Nov 2017, 21:35

garfield336 hat geschrieben:(21 Nov 2017, 21:03)

Es gibt nur ein absolute maximal Geschwindigkeit auf bestimmte Strecken. Das ist aber nicht die erlaubte Geschwindigkeit. Die ist abhängig von seinen personlichen Fahrkünsten den Wetter, Sicht, Strassen, und Verkehrsverhältnissen.

Wenn auf dem Schild steht dass es verboten ist megr als 100km/h zu fahren dann bedeutet das nicht das man 100km/h darf fahren.

Ändert nichts daran, das "schleichen" ebenso verboten ist! So darf man z.B. auch nicht mit 20km/h in einer Tempo 50 Zone fahren wenn es keinen Grund darfür gibt ...
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Raskolnikof
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Raskolnikof » Di 21. Nov 2017, 22:01

Auch ohne einschlägige Beschilderung dürfen Kraftfahrzeuge ohne triftigen Grund nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern (§ 3 Abs. 2 StVO).
Eine Mindestgeschwindigkeit kann sogar per Schild (Zeichen 275) vorgegeben werden. Das heißt dann auch, dass die damit beschilderte Straße nicht von Fahrzeugen befahren werden darf, die diese Geschwindigkeit nicht erreichen können.
Wer sich näher mit der Thematik beschäftigen möchte:
https://www.bussgeldkatalog.de/mindestgeschwindigkeit/
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 22. Nov 2017, 02:12

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:f1 piloten bremsen trotzdem auf 1m genau von 360km/h auf 80 ab.
gute musiker schaffen beim timing ähnliches.
wie schaffen wir das, wenn wir alle blind fliegen...-? ;)
Da ist sie wieder, das Misstrauen, ein geradezu religiöse Ungläubigkeit gegenüber wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Auch der Vergleich mit mehr Profifahrern hilft nicht wirklich weiter. Der natürliche „Wimpernschlag“ in der Regel nicht bewusst, sondern unwillkürlich statt. Wie bei allen Sportarten u.ä. Anlässen, kann eine bestimmtes Verhalten trainiert werden. Wie viele ansonsten normale Autofahrer haben ein solches Training ? Jeder der das Geld dafür hat, kann sich ein Fahrzeug kaufen, dass u.U. weit jenseits seiner Fähigkeiten liegt.

Konntest Du irgendwie widerlegen, was sich problemlos im WWW finden lässt ? Du glaubst doch nicht, ich würde mir so was nur mal einfallen lassen ?

Quelle : scinexx.de hat geschrieben:Gehirn macht beim Blinzeln Pause
Gehirnaktivität in Sehzentren während des Wimpernschlags reduziert

Was geschieht während eines Wimpernschlages? Dieser Frage ist ein britisches Forscherteam nachgegangen und stellte dabei Überraschendes fest: Während wir blinzeln, macht unser Gehirn Pause. Das Gehirn schaltet in der nur Millisekunden dauernden Blinzelperiode Teile des visuellen Systems aktiv ab – selbst dann, wenn in dieser Zeit noch Licht ins Auge fällt.
Das geht noch über das einfache Schließen der Augen hinaus.
Diese „Pause“ der Sehzentren im Gehirn könnte auch erklären, warum wir unser eigenes Blinzeln nur selten wahrnehmen. “Wir würden es sofort merken, wenn unsere Außenwelt plötzlich dunkel werden würde, besonders, wenn es alle paar Sekunden passieren würde”, erklärt Bristow. „Aber wir sind uns nur selten unseres Blinzelns bewusst, obwohl es die Menge des ins Auge einfallenden Lichts ähnlich stark verringert.“

Die „pause“ sorgt offenbar dafür, dass unsere Sicht der Außenwelt ohne Dunkelunterbrechungen bleibt. „Das vorübergehende Unterdrücken von Gehirnregionen, die für die visuelle Wahrnehmung wichtig sind, könnte ein Mechanismus sein, der das Gehirn daran hindert zu bemerken, dass die Augenlider sich über die Pupille schieben und die Welt für einen winzigen Moment dunkel wird“, erklärt die Forscherin. Mit anderen Worten: unser Gehirn trickst sich selbst aus, damit wir unser Blinzeln nicht bemerken.
Es ist typisch für praktisch alle Diskussionen hier, es zählt nur das, was man gern wahrhaben möchte. Da stören Fakten nur. Da macht man sich über jemanden lustig und schon ist dieses Problem gelöst.

Dazu habe ich keine Zahlen - was nicht bedeutet es gäbe sie nicht - wie viele dieser "Hobbyrennfahrer" haben bislang einfach nur Glück gehabt ? Die Straßenverkehrsordnung - §3 StVO "Geschwindigkeit" :
dejure.org hat geschrieben:(1) Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen. Beträgt die Sichtweite durch Nebel, Schneefall oder Regen weniger als 50 m, darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden, wenn nicht eine geringere Geschwindigkeit geboten ist. Es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann. Auf Fahrbahnen, die so schmal sind, dass dort entgegenkommende Fahrzeuge gefährdet werden könnten, muss jedoch so langsam gefahren werden, dass mindestens innerhalb der Hälfte der übersehbaren Strecke gehalten werden kann.

(2) Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern.

(2a) Wer ein Fahrzeug führt, muss sich gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Menschen, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, dass eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.

(3) Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt auch unter günstigsten Umständen.....
130 km/h auf der Autobahn: Mehr als nur eine Empfehlung. Nun nicht nur ich ziehe daraus die Erkenntnis, das jeder Fahrzeugführer spätestens aus Anlass eines Unfalls, in der Beweispflicht für sein Verhalten ist. Oder ein Gutachter wird darüber entscheiden. Oder eben ein Gericht :
Quelle hat geschrieben:Die Rechtsprechung des OLG Koblenz argumentierte dabei wie folgt:

Jemand, der die Richtgeschwindigkeit um rund 60 Prozent überschreitet, nur damit er selbst schneller ans Ziel gelangt, zerstört jeglichen Spielraum zur Vermeidung eines Unfalls.

Ein Tempo von 200 Stundenkilometern macht es unmöglich, Gefahrensituationen rechtzeitig abzuwägen und entsprechend zu reagieren.

So hätte die Einhaltung von 130 km/h in Kombination mit einer nur mittelstarken Bremsung den Unfall bereits verhindert.
Aus dem WIKI : "Der Bundesgerichtshof stellte 1992 fest: „wer schneller als 130 km/h fährt, vergrößert in haftungsrelevanter Weise die Gefahr, dass sich ein anderer Verkehrsteilnehmer auf diese Fahrweise nicht einstellt, insbesondere die Geschwindigkeit unterschätzt"

Jetzt dürfen sich die notorischen Faktenverweigerer gern weiter lustig unterhalten..... :p
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 22. Nov 2017, 18:42

Raskolnikof hat geschrieben:(16 Nov 2017, 00:12)

Meine Empfehlung: Generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Autobahnen: 120 km/h. Verstöße dagegen sollte wie in den skandinavischen Ländern geahndet werden.

Du darfst empfehlen was du willst .Dich erhört niemand . Dir bleibt nichts anderes übrig als nach Skandinavien zu ziehen .
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 22. Nov 2017, 18:53

Raskolnikof hat geschrieben:(21 Nov 2017, 22:01)

Auch ohne einschlägige Beschilderung dürfen Kraftfahrzeuge ohne triftigen Grund nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern (§ 3 Abs. 2 StVO).
Eine Mindestgeschwindigkeit kann sogar per Schild (Zeichen 275) vorgegeben werden. Das heißt dann auch, dass die damit beschilderte Straße nicht von Fahrzeugen befahren werden darf, die diese Geschwindigkeit nicht erreichen können.
Wer sich näher mit der Thematik beschäftigen möchte:
https://www.bussgeldkatalog.de/mindestgeschwindigkeit/


Möchte man nicht denn auf BAB besteht eine Mindestgeschwindigkeit wenn nicht durch Verkehrszeichen geändert ist .
Wer mit 80 oder 100 auf der Autobahn tuckelt behindert den Verkehr ohne dafür belangt zu werden .
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 22. Nov 2017, 19:02

immernoch_ratlos hat geschrieben:(22 Nov 2017, 02:12)

Da ist sie wieder, das Misstrauen, ein geradezu religiöse Ungläubigkeit gegenüber wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Auch der Vergleich mit mehr Profifahrern hilft nicht wirklich weiter. Der natürliche „Wimpernschlag“ in der Regel nicht bewusst, sondern unwillkürlich statt. Wie bei allen Sportarten u.ä. Anlässen, kann eine bestimmtes Verhalten trainiert werden. Wie viele ansonsten normale Autofahrer haben ein solches Training ? Jeder der das Geld dafür hat, kann sich ein Fahrzeug kaufen, dass u.U. weit jenseits seiner Fähigkeiten liegt.

Konntest Du irgendwie widerlegen, was sich problemlos im WWW finden lässt ? Du glaubst doch nicht, ich würde mir so was nur mal einfallen lassen ?

Das geht noch über das einfache Schließen der Augen hinaus. Es ist typisch für praktisch alle Diskussionen hier, es zählt nur das, was man gern wahrhaben möchte. Da stören Fakten nur. Da macht man sich über jemanden lustig und schon ist dieses Problem gelöst.

Dazu habe ich keine Zahlen - was nicht bedeutet es gäbe sie nicht - wie viele dieser "Hobbyrennfahrer" haben bislang einfach nur Glück gehabt ? Die Straßenverkehrsordnung - §3 StVO "Geschwindigkeit" :130 km/h auf der Autobahn: Mehr als nur eine Empfehlung. Nun nicht nur ich ziehe daraus die Erkenntnis, das jeder Fahrzeugführer spätestens aus Anlass eines Unfalls, in der Beweispflicht für sein Verhalten ist. Oder ein Gutachter wird darüber entscheiden. Oder eben ein Gericht : Aus dem WIKI : "Der Bundesgerichtshof stellte 1992 fest: „wer schneller als 130 km/h fährt, vergrößert in haftungsrelevanter Weise die Gefahr, dass sich ein anderer Verkehrsteilnehmer auf diese Fahrweise nicht einstellt, insbesondere die Geschwindigkeit unterschätzt"

Jetzt dürfen sich die notorischen Faktenverweigerer gern weiter lustig unterhalten..... :p


Wenn jemand der Fakten verweigert bist du es. Es gibt keine generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf BAB . Das ist Fakt
Da man dich ja nicht zum Verkehrsminister ernennt wird das auch nicht kommen . Es besteht auch kein Grund dazu , denn Geschwindigkeitsleitsysteme
sind die bessere Lösung ,wenn sie denn vernünftig gesteuert werden . A 1 zwischen HB Kreuz und Brinkum ist das nicht der Fall .Das liegt
aber an einem grünen Verkehrssenator . In Hannover A27 und A2 klappt das System bestens .
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon jack000 » Mi 22. Nov 2017, 19:08

Positiv Denkender hat geschrieben:(22 Nov 2017, 18:53)

Möchte man nicht denn auf BAB besteht eine Mindestgeschwindigkeit wenn nicht durch Verkehrszeichen geändert ist .
Wer mit 80 oder 100 auf der Autobahn tuckelt behindert den Verkehr ohne dafür belangt zu werden .

Wenn man den Verkehr behindert wird man belangt ... nur halt zu selten:

Da müsste mal flächendeckend durchgegriffen sowie die Strafen deutlich erhöht werden!
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Raskolnikof » Mi 22. Nov 2017, 20:29

Positiv Denkender hat geschrieben:(22 Nov 2017, 18:53)

...denn auf BAB besteht eine Mindestgeschwindigkeit wenn nicht durch Verkehrszeichen geändert ist .

Stimmt nicht. Anders herum wiord ein Schuh daraus. Es gibt keine Mindestgeschwindigkeit auf Autobahnen, es sei denn, eine solche wird durch eine entsprechende Beschilderung ausdrücklich verlangt. Allerdings darf die Autobahn nur von Fahrzeugen befahren werden, die mindestens 60km/h fahren können. Trotzdem darf ich damit auf der Autobahn auch nur 50 km/h fahren, wenn mir danach ist. Ich darf dabei nur nicht den Verkehrsfluss stören bzw. behindern.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon jack000 » Mi 22. Nov 2017, 21:34

Raskolnikof hat geschrieben:(22 Nov 2017, 20:29)
Allerdings darf die Autobahn nur von Fahrzeugen befahren werden, die mindestens 60km/h fahren können.

Also gibt es eine Mindestgeschwindigkeit die nicht unterschritten werden darf!

Trotzdem darf ich damit auf der Autobahn auch nur 50 km/h fahren, wenn mir danach ist.

Darf niemand!

Ich darf dabei nur nicht den Verkehrsfluss stören bzw. behindern.

Darf man generell nicht!
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 22. Nov 2017, 22:56

Typisch PD - ich stelle den zugehörigen Gesetzestext ein die Straßenverkehrsordnung - §3 StVO "Geschwindigkeit" und Du fabulierst einfach nur herum. Unter §3 StVO (3) ist im Detail geregelt, wo Höchstgeschwindigkeiten vorgeschrieben sind und wo nicht.

Warum sollte das Thema wohl ausdrücklich "Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?" heißen, wenn es schon ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen auf dt. BAB und anderen Schnellstraßen gäbe. :?:

Du bist so vernagelt, das Dir außer allerlei Geschwätz und falschen Behauptungen rein garnix mehr einfällt.

Wer §3 StVO "Geschwindigkeit" im WEB nicht selbst suchen und finden kann braucht dringend Hilfe - einfach hier klicken und lesen :thumbup:

@all

Das ist der Gesetzestext im Wortlaut - mir jedenfalls reicht das um zu verstehen, was man darf, was man kann und letztendlich was man wie tun muss.

Ach ja, für die eher Unkundigen unter uns - so was gibt es leider - wer auf die kleinen Dreieckchen (ganz oben und ganz unten neben den Gesetzestexten) klickt, kann noch jede Menge, sehr ins Detail gehende, weitere Gesetzestexte finden. Aber für alle die das bis zum Erbrechen diskutieren wollen und dabei die Fantasie bemühen - hier die "Grundregeln" §1 StVO :
§ 1
Grundregeln


(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

(2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.
Ich wüsste nicht, was es da noch zu diskutieren gibt. Hier sollte jedem klar sein, dass z.B. das "anlasslose Langsamfahren" auf jeder Straße, und damit selbstverständlich auch auf der BAB bereits einen Verstoß gegen geltendes Recht darstellt - "an­lass­los" DUDEN meint lakonisch "ohne äußeren Beweggrund".

Nicht nur auf BAB gilt explizit lt. §3 StVO (2) "Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern." Was im Grund eine Wiederholung des §1 StVO (2) darstellt. Offensichtlich rechnet der Gesetzgeber mit Menschen, die eine doch recht simple Anordnung nicht verstehen können.

Das deutsches Verkehrsrecht (wie auch alle anderen Gesetze) ist ungleich dem was Foren selbstverständlich erlauben, präzise und zugleich bindend im Wortlaut.

Wer wenigstens der Deutschen Sprache rudimentär mächtig ist, kann gern mal hier nachlesen was in 3.249 gerichtlichen Entscheidungen notwendig wurde, um dieses Recht anwenden zu können.

Ansonsten, aus Dummheit - einfach mal "ohne äußeren Beweggrund", "unangemessen", "völlig grundlos" - also dem allgemeinen Verkehrsfluss zuwider, "langsam" - "in behindernder Weise langsam" zu fahren ist eine Ordnungswidrigkeit und kann besonders auf BAB zu schwersten Unfällen führen. Leider trifft dabei den als "Unfallverursacher" - der / die Fahrer(in) - welche als Folge eines solchen Verhaltens zunächst die alleinige Schuld, weil ja jeder entsprechend §3 StVO (1) "Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird." er / sie per se als der Verursacher angesehen wird.

Um dies in einem beherrschbaren Rahmen zu halten, wird dann die ansonsten nicht strafbewehrte "Richtgeschwindigkeit" 130km/h zum Maßstab der schuldhaften Beteiligung an einem Unfall. Da ist die Rechtsprechung unausweichlich eindeutig.

Warum es keine "Mindestgeschwindigkeit auf öffentlichen Straßen geben kann und auch nie geben wird, sollte doch jedem klar sein. Gäbe es eine solch Bestimmung, würde damit der §1 und alle Pharagraphen welche dem Fahrer allein anheim stellen, was er tun darf und tun kann, zumindest in Frage gestellt. Wer weiß "hier MUSS ich z.B. mindestens 100km/h einhalten, würde dieses Gebot über seine Eigenverantwortlichkeit stellen und könnte damit durchaus "im Recht sein". Der hierarchische Zusammenhang wäre widersprüchlich interpretierbar. Dagegen ist das Verbot eine bestimmte vorgegebene Geschwindigkeit zu überschreiten, nicht weiter relativierend, weil zugleich immer §1 StVO (und alle daraus abgeleiteten Vorschriften) seine Gültigkeit behält.

Recht, besonders das Verkehrsrecht ist teilweise auf den "ersten Blick" unübersichtlich und unverständlich. Dabei ist es hierarchisch, aber auch kausal orientiert. Wer hätte das gedacht, wenn "A" eine "Einbahnstraße in falscher Richtung befährt" begeht eine Ordnungswidrigkeit (25€ Bußgeld) - wird im dabei die Vorfahrt ("rechts vor links" §8 StVO Vorfahrt) genommen, ist "B" unabhängig vom in die falsche Richtung fahrenden "A", schuldig dessen vorrangige Vorfahrtsrecht missachtet zu haben. Hier gilt also die Hierarchie und nicht der kausale Zusammenhang der niederrangigen Falschfahrt. Ist doch erstaunlich....
Zuletzt geändert von immernoch_ratlos am Mi 22. Nov 2017, 23:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Raskolnikof » Mi 22. Nov 2017, 23:06

jack000 hat geschrieben:(22 Nov 2017, 21:34)

Also gibt es eine Mindestgeschwindigkeit die nicht unterschritten werden darf!


Darf niemand!


Darf man generell nicht!

Vielleicht liest du dir einmal den vorigen Beitrag von immernoch_ratlos einmal durch? Dann solltest du verstehen. Selbstverständlich darf ich 50 km/h auf der Autobahn fahren, eben wenn ich den Verkehrsfluss nicht behindere. Beispielsweise nachts um 02.00 Uhr auf der BAB 28, irgendwo zwischen Westerstede und Leer. ;)
Dass ich nur mit einem Fahrzeug, welches über 60 km/h fahren kann auf die Autobahn darf liegt daran, dass ja evtl. mal irgendwo eine Mindestgeschwindigkeit mit entsprechender Ausschilderung gefordert wird.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon jack000 » Mi 22. Nov 2017, 23:27

Raskolnikof hat geschrieben:(22 Nov 2017, 23:06)

Vielleicht liest du dir einmal den vorigen Beitrag von immernoch_ratlos einmal durch? Dann solltest du verstehen. Selbstverständlich darf ich 50 km/h auf der Autobahn fahren, eben wenn ich den Verkehrsfluss nicht behindere. Beispielsweise nachts um 02.00 Uhr auf der BAB 28, irgendwo zwischen Westerstede und Leer. ;)

Totaler Blödsinn! Natürlich darfst du nicht grundlos mit 50 auf der Autobahn fahren ...!
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Raskolnikof » Mi 22. Nov 2017, 23:41

jack000 hat geschrieben:(22 Nov 2017, 23:27)

Totaler Blödsinn! Natürlich darfst du nicht grundlos mit 50 auf der Autobahn fahren ...!

Wer eine derartige Behauptung aufstellt sollte das auch belegen können, vornehmlich mit einem Gesetzestext. Kannst du nicht? Na also! ;)
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Ein Terraner » Mi 22. Nov 2017, 23:49

Raskolnikof hat geschrieben:(22 Nov 2017, 23:41)

Wer eine derartige Behauptung aufstellt sollte das auch belegen können, vornehmlich mit einem Gesetzestext. Kannst du nicht? Na also! ;)

https://www.berlin.de/special/auto-und- ... muss-.html
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Raskolnikof » Do 23. Nov 2017, 00:03

Das ist die Auslegegung der Gesetzesgebung des ACE. Aber immerhin. Der sagt nämlich, Zitat: "Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass auf Autobahnen eine Mindestgeschwindigkeit von 60 km/h gilt. (...) Gegen die StVO verstößt auch, wer ohne triftigen Grund durch Langsamfahren den Verkehr behindert.» Die Geschwindigkeit müsse so gewählt werden, dass sie sich dem Verkehrsfluss anpasse."
Also, wo kein oder kaum Verkehr ist und kein nachfolgender Autofahrer wegen meiner Fahrweise behindert oder ausgebremst wird darf ich auch langsamer als die immer wieder genannten 60 km/h fahren. :)
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 23. Nov 2017, 00:59

Schade, wenn "grundlos" - "keine Ursache habend, unbegründet" falsch interpretiert wird.

Wer irgendwo auf einer öffentlichen Straße - wozu auch die BAB gehören dürften - eine Geschwindigkeit wählt, die ihm auf Grund der herrschenden Verkehrssituation angemessen erscheint "begründet" damit sein Handeln". Der Grund für jede gefahrene Geschwindigkeit ist also in dem Willen des Fahrzeugführers gegeben.

Solange er damit in keiner Weise gegen die StVO verstößt, bleibt das ohne Folgen. Nirgendwo ist eine Stelle in der StVO zu finden, welche (außer einer eventuellen Höchstgeschwindigkeit), eine bestimmte Geschwindigkeit vorschreibt. Weder nach oben und erst recht nicht nach unten.

Wenn also Raskolnikof in Anbetracht einer völlig von anderen Verkehrsteilnehmern freien Situation beschließt, sein Fahrzeug auf dessen zulässige Höchstgeschwindigkeit zu beschleunigen, ist das auf BAB oder vergleichbaren Schnellstraßen OHNE Geschwindigkeitsbegrenzung vollkommen rechtens. Dennoch "wartet im Hintergrund" die Richtgeschwindigkeit von 130km/h darauf, das Raskolnikof, sich wie auch immer fehlerhaft verhält. Es ist also erst ein kausaler Zusammenhang, der die Situation u.U. total verändert.

Warum das nun nicht bei jeder denkbaren Geschwindigkeit zutreffen soll (Anhalten und Parken fällt nicht unter "Fahren"), dafür ist nirgendwo im Gesetz auch nur ein Anhaltspunkt zu finden. Auch da handelt Raskolnikof solange legal im gesetzlichen Rahmen, bis ein ANDERER für die Situation relevanter, ein ändernder Sachverhalt eintritt. Dann, erst dann, kommt es zu einem kausalen Zusammenhang, der die gewählte Geschwindigkeit durchaus - aber erst NUN zum Gegenstand einer rechtlichen Betrachtung macht.

Wenn schon - trotz sog. "Richtgeschwindigkeit" (nach oben) kein Verstoß gegen die StVO vorliegt, auch wenn diese um hohe Werte überschritten wird, warum soll dann eine noch nicht einmal existierende Richtgeschwindigkeit "nach unten" plötzlich ein allein aus dieser Tatsache heraus, plötzlich ein Verstoß sein ?

Taucht allerdings ein dritter Verkehrsteilnehmer im Szenario auf, ändert dies die Situation u.U. grundlegend. Nun WIRD jemand behindert, durch die dann womöglich "unangemessene" Fahrweise. Sollte das zufällig ein Fahrzeug der dort zuständigen Polizei sein, liegt es in derem Ermessen eine Behinderung zu erkennen - Raskolnikof seinerseits kann die Gerichte bemühen, denen dann die Aufgabe zufällt, ob und in wieweit tatsächlich ein Verstoß begründet vorliegt.

Die alten Latriner meinten dazu "Condicio sine qua non" - "„Bedingung, ohne die nicht“: Umstand, der nicht hinweggedacht werden kann, ohne dass ein bestimmter Erfolg entfiele. Diese Faustformel dient im Straf- und Deliktsrecht zur generellen Bestimmung, ob eine Handlung kausal für etwas war. :p
Zuletzt geändert von immernoch_ratlos am Do 23. Nov 2017, 01:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Raskolnikof » Do 23. Nov 2017, 01:11

Der vorige Beitrag von immernoch_ratlos läßt keinen Widerspruch zu! :thumbup:
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 23. Nov 2017, 12:31

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(21 Nov 2017, 18:18)

f1 piloten bremsen trotzdem auf 1m genau von 360km/h auf 80 ab.
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Training, Routine, vielfache Wiederholung. So einen Fahrstil erlernt man und man muss immer wieder nach körperlicher und geistiger Fitness, Zustand des Fahrzeuges, Wetter, Fahrbahn, Verkehr neu abwägen. Man wird auch älter. Die aktuelle Regelung ist jedem starren Limit überlegen, denn sie erlaubt das Mögliche, ohne es zu definieren.
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Re: Droht ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Beitragvon jorikke » Do 23. Nov 2017, 17:09

jack000 hat geschrieben:(22 Nov 2017, 21:34)

Also gibt es eine Mindestgeschwindigkeit die nicht unterschritten werden darf!


Darf niemand!


Darf man generell nicht!


So lange du auf der Autobahn niemand behinderst, darfst du so langsam fahren, wie du Lust hast.
Warum spielst du dich immer als großen Sachverständigen auf und teilst allenfalls gefühltes Wissen mit?
Hast du übrigens die letzte Ausgabe der ADAC Zeitung gelesen?
Wahrscheinlich nicht, nach dem Artikel über das Rechtsfahrgebot wärst du wohl freiwillig abgetaucht, so peinlich müsste dir das sein.

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