War's das für Stuttgart 21?

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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon frems » Sa 17. Sep 2016, 12:35

Welfenprinz hat geschrieben:(17 Sep 2016, 13:26)

Der Ministerpräsident eines Bundeslandes verweigert eine symbolische Handlung um ein Leuchtturmprojekt seines Landes ,weil seine Partei gut abgeschnitten hat?

Gut,ich muss weder schwäbisch noch grün je in meinem Leben verstehen.
Man gut.

Arrr, nein, es kann ihm aber deshalb egal(er) sein. Er muss da nicht mehr in die Kameras grinsen.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Marmelada » Sa 17. Sep 2016, 12:39

Welfenprinz hat geschrieben:(17 Sep 2016, 13:26)

Der Ministerpräsident eines Bundeslandes verweigert eine symbolische Handlung um ein Leuchtturmprojekt seines Landes ,weil seine Partei gut abgeschnitten hat?

Gut,ich muss weder schwäbisch noch grün je in meinem Leben verstehen.
Man gut.
Das "Leuchtturmprojekt" ( :D ) wurde von anderen Ministerpräsidenten initiiert und wird nicht als solches wahrgenommen. Warum sollte er dort irgendwas in die Kameras heucheln?
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Welfenprinz » Sa 17. Sep 2016, 12:49

Ich finde man kann die Anführungsstriche weglassen.
Es geht mir um die Funktion eines Ministerpräsidenten.
Es wechselt die Person,aber nicht das Amt. ;)
Wie schon erwähnt ist S21 jetzt durch alle demokratischen Instanzen dieses Gemeinwesens gegangen,inkl. Volksabstimmung.
Dann ist es kein heucheln ,wenn der MP eine symbolische Grüssonkelhandlung absolviert.

Im gegenteil könnte man darüber diskutieren,was für ein Verständnis dieser MP von den Instanzen dieser Demokratie hat,wenn er es nicht fertig bringt seine persönlichen Befindlichkeiten für das Amt auch mal ein bisschen zurück zu stellen.

Niemand verlangt,dass die Privatperson Kretschmann zum glühenden S21 -Befürworter wird.
Die Handlung des MP Kretschmann ist eine kindische Dummheit.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Marmelada » Sa 17. Sep 2016, 12:58

Das Milliardengrab (ohne Anführungszeichen) wird auch ohne Grußworte von Kretschmann geschaufelt werden. Wer feiern will, wird nicht gehindert.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Welfenprinz » Sa 17. Sep 2016, 13:09

Ob es ohne Grusswort von Kretschmann gegraben wird,ist belanglos.

Nicht belanglos ist das Verhalten eines MP
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Marmelada » Sa 17. Sep 2016, 13:19

Welfenprinz hat geschrieben:(17 Sep 2016, 14:09)

Ob es ohne Grusswort von Kretschmann gegraben wird,ist belanglos.

Nicht belanglos ist das Verhalten eines MP
Das steht beides in direkter Beziehung, da der MP ja kein Grußwort heuchelt (= Verhalten). Vielleicht hat er Angst vor unangenehmen Fragen wie der, wer eigentlich die fehlenden Milliarden aufbringt, wenn nicht Bahn, Bund, Land oder Gemeinde, die ja alle nicht wollen.

http://www.daserste.de/information/wirt ... 1-100.html
Auch bei Stuttgart 21 beklagt der Bundesrechnungshof Intransparenz. So könnten Steuermittel, die eigentlich für den Erhalt des Schienennetzes vorgesehen sind, "ohne Wissen des Bundes" für den neuen Bahnknoten zweckentfremdet werden.

Das befürchtet auch der Bahn-Experte Prof. Christian Böttger, der sich seit vielen Jahren mit dem Staatskonzern beschäftigt: "Die DB AG hat heute 20 Milliarden Euro Schulden. Und wenn jetzt also noch weitere Milliarden kommen, die sie bezahlen müsste für das Projekt Stuttgart 21, dann wären die Schulden irgendwann mal außer Kontrolle. Und das wird dazu führen, dass dieses Geld bei allen möglichen anderen Projekten, die wir für die Bahn in Deutschland dringend brauchen, fehlen wird. Und das betrifft alle Bundesländer und alle Regionen."


¯\_(ツ)_/¯
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Welfenprinz » Sa 17. Sep 2016, 13:23

Die Schulden sind erstmal Sache der Bahn,wie frems ja schon bemerkte.

Ein MP,der das eines Ergebnis eines Volksentscheides +Entscheidungen von demokratischen Instanzen symbolisch brüskiert,ist eine andere Sache.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Marmelada » Sa 17. Sep 2016, 13:40

Welfenprinz hat geschrieben:(17 Sep 2016, 14:23)

Die Schulden sind erstmal Sache der Bahn,wie frems ja schon bemerkte.
Das ändert nichts daran, dass niemand -inkl. der Bahn- für die zusätzlichen Milliarden aufkommen will.

Ein MP,der das eines Ergebnis eines Volksentscheides +Entscheidungen von demokratischen Instanzen symbolisch brüskiert,ist eine andere Sache.
Ja, schrecklich. Die demokratischen Instanzen haben von Beginn an keine Tatsachen offengelegt (zB die Kostenexplosion auf 10 Milliarden, die schon 2011 bekannt war) und der Volksentscheid fand statt als das Kind schon im Brunnen lag.

Danke, Kretschmann. :mad2:
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Welfenprinz » Sa 17. Sep 2016, 13:55

Als “schrecklich“ möchte ich jetzt Kretschmanns Verhalten nicht bezeichnen,es geht ja lediglich um eine symbolische Handlung. Als bezeichnend schon.

Und um auf den Ausgangspunkt zurück zukommen,ich halte es in dem Spiegelartikel für erwähnenswerter als an 150 Demonstranten festmachen zu wollen,dass “ die Proteste nicht abreissen“.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jack000 » Sa 17. Sep 2016, 17:15

Welfenprinz hat geschrieben:(17 Sep 2016, 08:09)@jack: ich kenne die Details natürlich noch weniger,also gar nicht.
Aber ist die Einstufung “ es ist ein Immobilienprojekt“ per se negativ? Jede Stadt hat nur alle paar Jahrzehnte mal Gelegenheit wirklich richtung weisende Gestaltung vorzunehmen. Ist es eine Gelegenheit,die man halt ergreifen oder verstreichen lassen kann?
In der Tallage Stuttgarts ist die frei werdende Fläche doch auf jeden Fall ein immenser Schatz für jeden Stadtplaner.

Generell habe ich gegen die Idee, den Bahnhof unter die Erde zu legen um die Flächen oberhalb anders zu nutzen, mit einer schnellen Verbindung nach Ulm auszustatten und das das ganze einen richtigen Batzen Geld kostet nicht das geringste. Ich gehe auch nicht davon aus, dass die meisten S21 Gegner irgendein Problem mit der Idee haben. Immerhin ist der Beschluss von 1994 und all die Jahre hat sich da niemand daran gestoßen (Auch die Grünen waren erstmal dafür).

Das Problem ist, das S21 Schrott ist und als die Sache nun langsam konkreter wurde und die Leute sich damit beschäftigt haben, kam genau das dabei heraus.

Ich war ja auch Anfangs 100% Befürworter und die meisten Argumente der Gegner haben mich nicht interessiert, denn bis heute:
- ist es mir egal ob da ein Käfer wohnt
- ist es mir egal ob da Bäume versetzt/gefällt werden
- ist es mir egal ob das ganze sehr teuer wird
- etc..., etc...

Das Problem ist, dass S21 Bahntechnisch Schrott ist:
- Der Fahrplan ist auf Kante genäht und der Stresstest äußerst fragwürdig
- Für einen ICE sind in Spitzenzeiten 2 Minuten Haltezeit vorgesehen
- Es sind Doppelbelegungen von Gleisen vorgesehen
- Eine jegliche Erweiterung ist für alle Zeiten ausgeschlossen
- Die Alternative Fahrtstrecke "Gäubahn" zum Bahnhof wird abgeschafft
- Gibt es eine Störung im Fildertunnel bricht alles zusammen
- Es fahren nun auch Fernzüge auf S-Bahn Gleisen und halbieren den S-Bahn Takt
- Für die Fernzüge werden nun 4 Meter hohe Mauern in Ortschaften gebaut
- Der Flughafenbahnhof ist 26m tief in der Erde
- Es können keine Dampf- oder Dieselloks mehr in den Bahnhof fahren
- Der Bahnsteig hat ein Höhenunterschied von 6 Metern
- Stuttgart hat den 2.Pünktlichsten Bahnhof in Deutschland. Es es zu bezweifeln, dass das so bleibt
- etc ...

Hinzukommt, dass die frei werdenden Flächen nur zu einem kleinen Teil mit Wohnungen bebaut werden (Und mit Wohnungen, die sich ein Otto-Normalverbraucher niemals leisten kann).
Ebenso werden diese Büroneubauten viele Pendler anziehen die das Verkehrsdesaster in Stuttgart noch zementieren.
Ebenso ist bei den Bewohnern der neuen Wohnungen nicht davon auszugehen, dass die den ÖPNV nutzen, sondern das es eher mindestens 2 Fahrzeuge pro Haushalt gibt. Natürlich stehen die alle in Tiefgaragen, daher macht das alles dann einen so autofreien Eindruck aber der trügt natürlich.
Insgesamt sind das alles Sackgassen, die somit auch keine anderen Strassen entlasten könnten, sondern die neuen Viertel werden die bereits total überlasteten Strassen noch mehr belasten.
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jorikke » Sa 17. Sep 2016, 19:24

jack000 hat geschrieben:(17 Sep 2016, 18:15)

Generell habe ich gegen die Idee, den Bahnhof unter die Erde zu legen um die Flächen oberhalb anders zu nutzen, mit einer schnellen Verbindung nach Ulm auszustatten und das das ganze einen richtigen Batzen Geld kostet nicht das geringste. Ich gehe auch nicht davon aus, dass die meisten S21 Gegner irgendein Problem mit der Idee haben. Immerhin ist der Beschluss von 1994 und all die Jahre hat sich da niemand daran gestoßen (Auch die Grünen waren erstmal dafür).

Das Problem ist, das S21 Schrott ist und als die Sache nun langsam konkreter wurde und die Leute sich damit beschäftigt haben, kam genau das dabei heraus.

Ich war ja auch Anfangs 100% Befürworter und die meisten Argumente der Gegner haben mich nicht interessiert, denn bis heute:
- ist es mir egal ob da ein Käfer wohnt
- ist es mir egal ob da Bäume versetzt/gefällt werden
- ist es mir egal ob das ganze sehr teuer wird
- etc..., etc...

Das Problem ist, dass S21 Bahntechnisch Schrott ist:
- Der Fahrplan ist auf Kante genäht und der Stresstest äußerst fragwürdig
- Für einen ICE sind in Spitzenzeiten 2 Minuten Haltezeit vorgesehen
- Es sind Doppelbelegungen von Gleisen vorgesehen
- Eine jegliche Erweiterung ist für alle Zeiten ausgeschlossen
- Die Alternative Fahrtstrecke "Gäubahn" zum Bahnhof wird abgeschafft
- Gibt es eine Störung im Fildertunnel bricht alles zusammen
- Es fahren nun auch Fernzüge auf S-Bahn Gleisen und halbieren den S-Bahn Takt
- Für die Fernzüge werden nun 4 Meter hohe Mauern in Ortschaften gebaut
- Der Flughafenbahnhof ist 26m tief in der Erde
- Es können keine Dampf- oder Dieselloks mehr in den Bahnhof fahren
- Der Bahnsteig hat ein Höhenunterschied von 6 Metern
- Stuttgart hat den 2.Pünktlichsten Bahnhof in Deutschland. Es es zu bezweifeln, dass das so bleibt
- etc ...

Hinzukommt, dass die frei werdenden Flächen nur zu einem kleinen Teil mit Wohnungen bebaut werden (Und mit Wohnungen, die sich ein Otto-Normalverbraucher niemals leisten kann).
Ebenso werden diese Büroneubauten viele Pendler anziehen die das Verkehrsdesaster in Stuttgart noch zementieren.
Ebenso ist bei den Bewohnern der neuen Wohnungen nicht davon auszugehen, dass die den ÖPNV nutzen, sondern das es eher mindestens 2 Fahrzeuge pro Haushalt gibt. Natürlich stehen die alle in Tiefgaragen, daher macht das alles dann einen so autofreien Eindruck aber der trügt natürlich.
Insgesamt sind das alles Sackgassen, die somit auch keine anderen Strassen entlasten könnten, sondern die neuen Viertel werden die bereits total überlasteten Strassen noch mehr belasten.


Schon lange frage ich mich ziemlich ratlos, was bringt Menschen dazu, so gegen Stgt. 21 zu opponieren.
Wenn man bei Google eingibt "Stgt.21 Vorteile" bekommt man eine Menge vorgestellt. Ich will jetzt hier nicht alles aufzählen, kann ja jeder selber nachlesen.
Die Gegner von Stgt. 21 haben natürlich auch Argumente.
Man kann bei dir ja einige lesen.
Z.B. "es werden keine Dampflocks mehr in den neuen Bahnhof einfahren können."
"fragwürdiger Stresstest" (nur zur Erinnerung, er wurde bestanden)
" zwei Minuten Haltezeit" ist doch wunderbar, wäre in dem Kopfbahnhof nie erreichbar.
"Doppelbelegungen von Gleisen" ein weiterer Vorteil eines Durchgangsbahnhofs, die können nacheinander ein-u. abfahren, ohne sich zu behindern.
"eine Erweiterung ist für alle Zeiten ausgeschlossen" eine der verblüffendsten Behauptungen. Was in 50 Jahren machbar ist, dazu muss man Prophet sein.
"der Flughafenbahnhof liegt 26m tief in der Erde." Was soll das sein? Ein Argument?
...und so geht es fort, lauter "Nachteile, die sich allenfalls in den Köpfen verbiesterter Gegner so darstellen.
Deine abschließende Beurteilung über das gewonnene Gelände, durch Verschwinden der der potthässlichen Gleisanlagen, ist eine Märerei in der dritten Nachkommastelle der Wichtigkeit.
An erster Stelle steht der gewonnen Raum und das Verschwinden der dann unnützen Gleise usw.
Das dort Wohngebiete für Otto Normalverbraucher entstehen sollen, war nie geplant, fügt sich aber nahtlos in die Tränendrüsenargumentation der Projekt Gegner ein.
Finanziell und Städteplanerisch ist das Projekt schon immer eine win/win Situation für alle Beteiligten gewesen.
...und in einer stillen Stunde kannst du ja mal darüber nachdenken, wem die ganzen aufgewandten Mittel zu gute kommen. Die Kohle wird nicht verbrannt, vielen Menschen in der Region bringt das Vorteile.
Nun noch ein Wort der Anerkennung. Das du Käfer, Bäume und Kosten nicht in deinen Kassandra Katalog aufgenommen hast, lässt hoffen.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jack000 » Sa 17. Sep 2016, 20:31

jorikke hat geschrieben:(17 Sep 2016, 20:24)

Schon lange frage ich mich ziemlich ratlos, was bringt Menschen dazu, so gegen Stgt. 21 zu opponieren.
Wenn man bei Google eingibt "Stgt.21 Vorteile" bekommt man eine Menge vorgestellt. Ich will jetzt hier nicht alles aufzählen, kann ja jeder selber nachlesen.

ja, natürlich das Gesülze was die Hochglanzprospekte versprechen. Ich habe daran auch mal geglaubt.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon frems » Sa 17. Sep 2016, 20:59

jack000 hat geschrieben:(17 Sep 2016, 21:31)

ja, natürlich das Gesülze was die Hochglanzprospekte versprechen. Ich habe daran auch mal geglaubt.

Bring doch mal (Gegen-)Argumente, gerne mit Quellen fernab der Boulevardpresse.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Marmelada » Sa 17. Sep 2016, 21:09

Welfenprinz hat geschrieben:(17 Sep 2016, 14:55)

Als “schrecklich“ möchte ich jetzt Kretschmanns Verhalten nicht bezeichnen,es geht ja lediglich um eine symbolische Handlung. Als bezeichnend schon.
Kretschmann hat drei Möglichkeiten:

Er geht hin und sagt seine ehrliche Meinung dazu. Das würde die schöne Partylaune verderben und ihm wohl ähnliche Kritik einbringen wie das Fernbleiben.

Er geht hin und heuchelt irgendwas. Das würde seine jetzigen Kritiker wohl zufriedenstellen, aus meiner Sicht wäre das selbst für Politikersonntagsreden zuviel der Heuchelei. Jeder, der die letzten Jahre nicht im Wachkoma verbracht hat, weiß, dass die Grünen-Regierung das Ding verbuddeln lässt, weil sie muss und nicht weil sie davon überzeugt ist.

Dritte Möglichkeit, er bleibt weg. Das erscheint mir als die am wenigsten schlechte Lösung. Ehrlicher als Freude darüber zu heucheln und der Feierstimmung tut es auch keinen Abbruch.

Und um auf den Ausgangspunkt zurück zukommen,ich halte es in dem Spiegelartikel für erwähnenswerter als an 150 Demonstranten festmachen zu wollen,dass “ die Proteste nicht abreissen“.
Da können auch 150.000 demonstrieren - die Party ist bestellt, aber keiner der Feiernden will sie bezahlen. Von den Überraschungen ganz zu schweigen, die es in der Praxis voraussichtlich bereithält. Aber eins nach dem anderen. Erstmal abwarten, aus welchem Zauberhut die fehlenden Milliarden genommen werden.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jack000 » Sa 17. Sep 2016, 21:09

frems hat geschrieben:(17 Sep 2016, 21:59)

Bring doch mal (Gegen-)Argumente, gerne mit Quellen fernab der Boulevardpresse.

Was konkret fehlt denn noch? Es ist alles gesagt worden in diesem Strang. Diskutieren bringt da nix mehr, ... ich warte nur ab bis S21 an die Wand fährt ...
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jorikke » Do 27. Okt 2016, 08:09

So langsam hat auch der letzte Promi gemerkt, dass man sich mit Kritik an Stgt.21 nur noch lächerlich macht und wird vom Saulus zum Paulus.
Der frühere "vehemente Projektgegner" ( Zitat Stgt.Zeitung v.h.) OB Kuhn hat jetzt endgültig die Seiten gewechselt und ist vernünftig geworden.
Er hat es wie folgt formuliert. (Auszug Stgt.-Zeitung)
"Stgt.21 ist kein Rückbau, sondern gegenüber dem heutigen Kopfbahnhof ein Zuwachs."
Mit dem achtgleisigen Durchgangsbahnhof würden 30% mehr Taktverkehr möglich, statt 21 würden 30 Züge pro Stunde fahren und in Spitzenzeiten am Morgen
wären 49 statt 35 oder 37 Züge möglich.
Ich erspare mir mal einen scharfen Kommentar aber die Augen reiben und ein bisschen wundern ist schon drin.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jorikke » Do 27. Okt 2016, 08:26

So langsam hat auch der letzte Promi gemerkt, dass man sich mit Kritik an Stgt.21 nur noch lächerlich macht und wird vom Saulus zum Paulus.
Der frühere "vehemente Projektgegner" ( Zitat Stgt.Zeitung v.h.) OB Kuhn hat jetzt endgültig die Seiten gewechselt und ist vernünftig geworden.
Er hat es wie folgt formuliert. (Auszug Stgt.-Zeitung)
"Stgt.21 ist kein Rückbau, sondern gegenüber dem heutigen Kopfbahnhof ein Zuwachs."
Mit dem achtgleisigen Durchgangsbahnhof würden 30% mehr Taktverkehr möglich, statt 21 würden 30 Züge pro Stunde fahren, in der Spitzenstunde an Morgen wären 49 statt der heute 35 oder 37 Züge möglich.
Ende Zitat.
Das ist doch schon mal ein Wort. Das er all die anderen, auch städtebaulichen Vorteile, die einen OB ganz besonders interessieren müssten, unter den Tisch fallen lässt, sei ihm verziehen.
Aller Anfang ist schwer.
Hardcore Gegner wie Rockenbusch fordern in der gleichen Gemeinderatssitzung nach wie vor, die Notbremse zu ziehen.
Die werden wohl nicht mehr geraten. (würde J.v.Manger formulieren.)
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jack000 » Fr 25. Nov 2016, 11:29

Bahn klagt gegen S-21-Projektpartner

Die Bahn möchte vor Gericht erreichen, dass sich die Projektpartner bei Stuttgart 21 an den Mehrkosten beteiligen. Um eine Verjährung zu vermeiden, wird das Unternehmen noch dieses Jahr klagen

[...]
Der Staatskonzern beschreitet den juristischen Weg, da er eine Verjährung seiner Ansprüche befürchtet. Im März 2013 hatte der Aufsichtsrat der Bahn eine Kostensteigerung von 4,5 auf 6,5 Milliarden Euro genehmigt – verbunden mit der Aufforderung an den Vorstand des Unternehmens, bei den Projektpartnern Teile der Mehrkosten wieder einzuwerben. Stadt, Land und Region stehen aber auf dem Standpunkt, kein weiteres Geld bezahlen zu wollen. Oberbürgermeister Fritz Kuhn wie auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (beide Grüne) erklärten wiederholt: „Der Kostendeckel gilt“.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 9009b.html

Jaja, als die 4,5 beschlossen wurden, wurde ein jeder der gesagt hat dass es über 6,5 Mrd.€ werden als Spinner hingestellt. Jetzt wollen die das einklagen, was die zuvor ausgeschlossen haben das es jemals eintreten könnte. Feine Character sind das ... Mit solchen Arschlöchern sollte man keine Verträge machen!
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon frems » So 27. Nov 2016, 15:31

Wenn die Politik eine Baumaßnahme verzögert und verteuert, sollte sie auch die Kosten übernehmen.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jack000 » So 27. Nov 2016, 16:18

frems hat geschrieben:(27 Nov 2016, 15:31)

Wenn die Politik eine Baumaßnahme verzögert und verteuert, sollte sie auch die Kosten übernehmen.

Womit wurden denn Baumaßnahmen verzögert und wie konnte das zu einer Kostensteigerung von 2 Mrd.€ führen?
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