War's das für Stuttgart 21?

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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jack000 » Fr 26. Aug 2016, 15:47

frems hat geschrieben:(26 Aug 2016, 16:41)

Wart doch erstmal ab wie hoch der Endpreis ist. Dann kann man sich noch immer überlegen, ob es sich gelohnt hat oder nicht.

Dann sollte aber alles mit drin sein:
Der erste Bericht befasst sich mit den Zuwendungen des Bundes für das Projekt, dessen Bauherrin die Deutsche Bahn ist. Knapp eine halbe Milliarde Euro waren zugesagt. Doch tatsächlich könnte viel mehr Geld vom Bund nach Stuttgart fließen oder schon geflossen sein.

Einen Haushaltstitel mit dem Namen „Stuttgart 21“, unter dem klar nachzuvollziehen ist, wie viele der zugesagten 500 Millionen Euro wann für das Projekt genau ausgegeben wurden, gibt es nicht. Verschiedenste Posten, etwa im Bereich Regionalförderung, lassen aber offenbar diese Schluss zu: Es fließt auch Geld in das Projekt Stuttgart 21, das bislang so nicht zur Kenntnis genommen wurde.

Ebenso das Geld, wo ca. 1 Mrd. vom Land BW zu viel an die Bahn für die S-Bahn gezahlt wurde und deren Infrastruktur derzeit völlig vergammelt, da diese 1 Mrd. € bereits als versteckte Summe für S21 gelten soll.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon frems » Fr 26. Aug 2016, 15:53

jack000 hat geschrieben:(26 Aug 2016, 16:47)
Ebenso das Geld, wo ca. 1 Mrd. vom Land BW zu viel an die Bahn für die S-Bahn gezahlt wurde und deren Infrastruktur derzeit völlig vergammelt, da diese 1 Mrd. € bereits als versteckte Summe für S21 gelten soll.

Selbst wenn alle erdenklichen Risiken gleichzeitig eintreffen und man an die 10 Mrd. Gesamtkosten entlangschrammt, ist die Frage noch nicht geklärt, ob das Gesamtprojekt diesen Preis wert ist oder nicht.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon frems » Fr 16. Sep 2016, 14:33

Es ist ein Meilenstein für das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21. Sechs Jahre nach dem Baubeginn legt die Bahn feierlich den Grundstein. Doch die Proteste gegen den Megabau reißen nicht ab.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 12610.html

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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Fazer » Fr 16. Sep 2016, 15:55

frems hat geschrieben:(16 Sep 2016, 15:33)

Es ist ein Meilenstein für das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21. Sechs Jahre nach dem Baubeginn legt die Bahn feierlich den Grundstein. Doch die Proteste gegen den Megabau reißen nicht ab.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 12610.html

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Die werden nach Fertigstellung noch da stehen und Plakate hochhalten mit "Kopfbahnhof muss bleiben".... :D
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jorikke » Fr 16. Sep 2016, 18:45

Fazer hat geschrieben:(16 Sep 2016, 16:55)

Die werden nach Fertigstellung noch da stehen und Plakate hochhalten mit "Kopfbahnhof muss bleiben".... :D


Stgt.21 ist für mich ein exzellentes Produkt, was ganz augenfällig macht, wie sehr es vom wichtigtuerischen Straßenpöbel kaputt gemacht werden kann.
Deshalb Entscheidungen über zukunftsweisende Projekte immer von Fachleuten.
Der Pöbel kapiert auch im Nachhinein - nachdem alle Entscheidungen gegen ihn gefallen sind - wie hohl er ist.
Die tanzen heute noch auf der Straße rum und wollen, nachdem die Fertigstellung nicht mehr fern ist, alles einstampfen.
...mein Gott, Walter.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jack000 » Fr 16. Sep 2016, 18:47

jorikke hat geschrieben:(16 Sep 2016, 19:45)

Stgt.21 ist für mich ein exzellentes Produkt,

Sind dir Details bekannt?
Die tanzen heute noch auf der Straße rum und wollen, nachdem die Fertigstellung nicht mehr fern ist, alles einstampfen.

S21 wird BER in seinem vollem Umfang erst nach der Fertigstellung werden ...
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jorikke » Fr 16. Sep 2016, 19:00

jack000 hat geschrieben:(16 Sep 2016, 19:47)

Sind dir Details bekannt?

S21 wird BER in seinem vollem Umfang erst nach der Fertigstellung werden ...


Ach Jack000, alles auf dieser Welt ist erst nach der Fertigstellung fertig.
Willst du damit ausdrücken, solange kann man sich wichtig machen und rummosern?
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jack000 » Fr 16. Sep 2016, 19:08

jorikke hat geschrieben:(16 Sep 2016, 20:00)
Willst du damit ausdrücken, solange kann man sich wichtig machen und rummosern?

Nein, so richtig lustig wird das im Gegensatz zum BER erst nach Fertigstellung ...
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon frems » Fr 16. Sep 2016, 21:01

jack000 hat geschrieben:(16 Sep 2016, 20:08)

Nein, so richtig lustig wird das im Gegensatz zum BER erst nach Fertigstellung ...

Das ist halt so, wenn der Plebs ein paar Überschriften liest und dann Experte ist. Frag mal die S21-Hasser, ob sie Dir ein paar der Probleme beim BER zumindest grob nennen können. Da wird in der Regel gar nichts kommen, denn sonst würden sie nicht die Parolen reinwerfen. Die lesen nur "Huch, Großprojekt, irgendwas läuft nicht! Teurer! Dauert länger!" und da hört es schon auf. So als wenn die Fußballmannschaft laut Regionalblatt 0:3 verliert, man das Spiel nicht einmal sah und erstmal schreit, der Trainer sei dumm und man selbst hätte es besser gemacht.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jack000 » Fr 16. Sep 2016, 21:31

frems hat geschrieben:(16 Sep 2016, 22:01)

Das ist halt so, wenn der Plebs ein paar Überschriften liest und dann Experte ist.

S21-Befürworter bestehen i.d.R. aus Menschen die nicht in der Lage sind das Thema in seiner Gesamtheit zu verstehen.
Ich selbst war auf Grundlage von irgendwelchen Hochglanzprospekten und Propagandaaussagen ja auch erst ein 100% Befürworter von S21 (Als ich Anfangs in der Region wohne, du warst allenfalls ein paar Tage hier)

Als ich mich aber mal näher und intensiv mit dem Thema beschäftigt habe, habe ich festgestellt dass S21 in erster Linie ein Immobilenprojekt und bahntechnisch quasi nicht zu gebrauchen ist.
=> Von einer Erweiterung von ÖPNV-Kapazitäten kann keine Rede sein. Es geht nur darum, dass der ICE von Ulm nach Stuttgart schneller da ist, aber alles andere von S21 hat damit nichts zu tun.

Du selbst machst keinen Hehl daraus Stuttgart und Umgebung nicht zu kennen, daher ist es auch nicht verwerflich keine Ahnung davon zu haben was Sache ist.
Ich aber selbst lebe hier und habe mich mit der Thematik intensiv auseinandergesetzt (Du aber nicht! Denn du kennst nur die Hochglanzprospekte und die leeren Versprechungen) Und daher bin ich der Meinung zu dem Thema eine qualifizierte Ansicht abgeben zu können ...

Frag mal die S21-Hasser, ob sie Dir ein paar der Probleme beim BER zumindest grob nennen können. Da wird in der Regel gar nichts kommen,

Es geht um S21 ... Beides ist völlig falsch geplant, ... bei BER treten die Probleme vor Start auf, ... bei S21 erst danach!
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon frems » Fr 16. Sep 2016, 21:39

jack000 hat geschrieben:(16 Sep 2016, 22:31)

S21-Befürworter bestehen i.d.R. aus Menschen die nicht in der Lage sind das Thema in seiner Gesamtheit zu verstehen.
Ich selbst war auf Grundlage von irgendwelchen Hochglanzprospekten und Propagandaaussagen ja auch erst ein 100% Befürworter von S21 (Als ich Anfangs in der Region wohne, du warst allenfalls ein paar Tage hier)

Als ich mich aber mal näher und intensiv mit dem Thema beschäftigt habe, habe ich festgestellt dass S21 in erster Linie ein Immobilenprojekt und bahntechnisch quasi nicht zu gebrauchen ist.
=> Von einer Erweiterung von ÖPNV-Kapazitäten kann keine Rede sein. Es geht nur darum, dass der ICE von Ulm nach Stuttgart schneller da ist, aber alles andere von S21 hat damit nichts zu tun.

Du selbst machst keinen Hehl daraus Stuttgart und Umgebung nicht zu kennen, daher ist es auch nicht verwerflich keine Ahnung davon zu haben was Sache ist.
Ich aber selbst lebe hier und habe mich mit der Thematik intensiv auseinandergesetzt (Du aber nicht! Denn du kennst nur die Hochglanzprospekte und die leeren Versprechungen) Und daher bin ich der Meinung zu dem Thema eine qualifizierte Ansicht abgeben zu können ...

Für technische Fakten muss man auch nicht (und sollte vor allem nicht) emotional ans Thema herangehen und an der Currywurstbude vorm Bahnhof schon häufig gefuttert haben. Wie oft hast Du die baden-württembergische Landesregierung zum Thema S21 beraten oder gar selbst Ingenieurdienstleistungen angeboten? Siehste. Aufm Fischmarkt herumzubrüllen erklärt Dir auch nicht Schwierigkeiten und politische Entscheidungen im laufenden Bau der Elbphilharmonie. Der Hinweis, Architekturrenderings mal hübsch gefunden zu haben, ist da etwas bedeutungslos.

Es geht um S21 ... Beides ist völlig falsch geplant, ... bei BER treten die Probleme vor Start auf, ... bei S21 erst danach!

Ja, und man hat 0:3 gespielt und damit verloren. Eine schöne Problemanalyse.
Labskaus!

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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jack000 » Fr 16. Sep 2016, 21:42

frems hat geschrieben:(16 Sep 2016, 22:39)

Für technische Fakten muss man auch nicht (und sollte vor allem nicht) emotional ans Thema herangehen und an der Currywurstbude vorm Bahnhof schon häufig gefuttert haben. Wie oft hast Du die baden-württembergische Landesregierung zum Thema S21 beraten oder gar selbst Ingenieurdienstleistungen angeboten? Siehste. Aufm Fischmarkt herumzubrüllen erklärt Dir auch nicht Schwierigkeiten und politische Entscheidungen im laufenden Bau der Elbphilharmonie. Der Hinweis, Architekturrenderings mal hübsch gefunden zu haben, ist da etwas bedeutungslos.


Ja, und man hat 0:3 gespielt und damit verloren. Eine schöne Problemanalyse.

OK, also außer den Hochglanzprospekten keine Ahnung, im Detail sowieso nicht ... das ist aber auch nicht schlimm ...
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon frems » Fr 16. Sep 2016, 22:16

jack000 hat geschrieben:(16 Sep 2016, 22:42)

OK, also außer den Hochglanzprospekten keine Ahnung, im Detail sowieso nicht ... das ist aber auch nicht schlimm ...

Dir fällt folglich auch kein Problem ein. Sag's doch gleich. Braucht man nicht so viele Worte. Blöd nur, dass ich Dich mehrfach mit Details konfrontiert habe, die mir bestens bekannt sind und Dir nicht. Aber hey, wen juckt's... Du wohnst weniger Kilometer entfernt als ich davon. :|
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Powerwolf » Sa 17. Sep 2016, 00:11

Leute, ich falle vom Glauben ab:

Umzugskosten pro Eidechse: 8.000 EUR!

https://www.welt.de/debatte/kolumnen/de ... ahlen.html
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Fazer » Sa 17. Sep 2016, 00:41

Powerwolf hat geschrieben:(17 Sep 2016, 01:11)

Leute, ich falle vom Glauben ab:

Umzugskosten pro Eidechse: 8.000 EUR!

https://www.welt.de/debatte/kolumnen/de ... ahlen.html


Tja, früher hatte Umweltschutz ja noch eine ernsthafte Zielsetzung. Mittlerweile wird das nur noch zur Verhinderung von Projekten genutzt, ohne Sinn und Verstand. Wohlstandsvernichtung, was die Grünen und die Umweltverbände da betreiben.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Welfenprinz » Sa 17. Sep 2016, 07:09

frems hat geschrieben:(16 Sep 2016, 15:33)

Es ist ein Meilenstein für das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21. Sechs Jahre nach dem Baubeginn legt die Bahn feierlich den Grundstein. Doch die Proteste gegen den Megabau reißen nicht ab.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 12610.html

Diese ewiggestrigen Demokratiefeinde lassen aber auch nie locker.


Man sollte eher den SPIEGEL fragen,ob 150 Demonstranten die Wortwahl “Proteste reisse nicht ab“ rechtfertigen.
Im grossen und ganzen bedeutet es schlicht und ergreifend “ es läuft“.


Viel bemerkenswerter ist doch,dass Kretschmann und Kühn nicht anwesend waren.DAS wäre eine Schlagzeile wert gewesen.

@jack: ich kenne die Details natürlich noch weniger,also gar nicht.
Aber ist die Einstufung “ es ist ein Immobilienprojekt“ per se negativ? Jede Stadt hat nur alle paar Jahrzehnte mal Gelegenheit wirklich richtung weisende Gestaltung vorzunehmen. Ist es eine Gelegenheit,die man halt ergreifen oder verstreichen lassen kann?
In der Tallage Stuttgarts ist die frei werdende Fläche doch auf jeden Fall ein immenser Schatz für jeden Stadtplaner.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon frems » Sa 17. Sep 2016, 11:34

Welfenprinz hat geschrieben:(17 Sep 2016, 08:09)

Man sollte eher den SPIEGEL fragen,ob 150 Demonstranten die Wortwahl “Proteste reisse nicht ab“ rechtfertigen.
Im grossen und ganzen bedeutet es schlicht und ergreifend “ es läuft“.


Viel bemerkenswerter ist doch,dass Kretschmann und Kühn nicht anwesend waren.DAS wäre eine Schlagzeile wert gewesen.

Dass sie aus "Termingründen" beide nicht da sind, nimmt ihnen ja auch keiner ab. Andererseits find ich's nicht weiter schlimm, da Kretschmann und Kuhn das Projekt ablehnen. Und 150 sind zwar nicht viel, aber dauerhaft auch nicht wenig, wenn man bedenkt, dass es schon Regierungswechsel, (teure) Schlichtungen und Zugeständnisse, sowie einen Volksentscheid gab. Aber vermutlich stehen die da noch, wenn das Vorhaben längst fertig.

In der Tallage Stuttgarts ist die frei werdende Fläche doch auf jeden Fall ein immenser Schatz für jeden Stadtplaner.

Ist es auch. Damit so große innerstädtische Flächen für die Raumplanung frei werden, braucht man normalerweise einen Weltkrieg, Brände oder Erdbeben. Hier passiert's im Züge eines europäisches Verkehrsprojektes, dass die Schiene stärkt, Reisezeiten verkürzt und Bürger von Emissionen entlastet. Aber gleich kommt der Ruf, man solle neuen Wohnraum und die Schaffung neuer Arbeitsplätze verbieten, pass uff.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Welfenprinz » Sa 17. Sep 2016, 11:52

Ja sicher haben sie es abgelehnt,früher,in der Opposition,und als Privatmensch.
Aber Ministerpräsident eines Landes ist ein Posten mit Verantwortung und keine Plattform zur Verkündung der persönlichen Meinung.
Aber wie ich neulich in der Zeitungsauslage der Tanke sehen konnte,hat es das Demokratieverständnis des Pol-Pot-Verehrers es ja inzwischen schon auf die Titelseite des SPIEGEL geschafft.

Und nein,bei so einem Projekt und in einer 500000-Einwohnerstadt sind 150 nicht viele. Durch so eine Berichterstattung erfahren sie nur eine unangemessene Aufwertung ,es wäre angebracht sie im Sumpf ihrer Bedeutungslosigkeit unbeachtet versinken zu lassen.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon frems » Sa 17. Sep 2016, 11:59

Welfenprinz hat geschrieben:(17 Sep 2016, 12:52)

Ja sicher haben sie es abgelehnt,früher,in der Opposition,und als Privatmensch.
Aber Ministerpräsident eines Landes ist ein Posten mit Verantwortung und keine Plattform zur Verkündung der persönlichen Meinung.
Aber wie ich neulich in der Zeitungsauslage der Tanke sehen konnte,hat es das Demokratieverständnis des Pol-Pot-Verehrers es ja inzwischen schon auf die Titelseite des SPIEGEL geschafft.

Naja, Planung, Bau und Betrieb sind primär etwas für die DB bzw. den Bund. Nach der letzten Wahl können es sich die Grünen erlauben, beim Thema S21 schlechte Verlierer zu sein.

Und nein,bei so einem Projekt und in einer 500000-Einwohnerstadt sind 150 nicht viele. Durch so eine Berichterstattung erfahren sie nur eine unangemessene Aufwertung ,es wäre angebracht sie im Sumpf ihrer Bedeutungslosigkeit unbeachtet versinken zu lassen.

Sagte ich ja: es sind nicht viele, wenn man auf Einwohnerzahl oder frühere Demonstrationen schaut. Dass sich ein harter Sektenkern aber über so viele Jahre noch hält, find ich aber schon interessant.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Welfenprinz » Sa 17. Sep 2016, 12:26

frems hat geschrieben:(17 Sep 2016, 12:59)

Naja, Planung, Bau und Betrieb sind primär etwas für die DB bzw. den Bund. Nach der letzten Wahl können es sich die Grünen erlauben, beim Thema S21 schlechte Verlierer zu sein.

.


Der Ministerpräsident eines Bundeslandes verweigert eine symbolische Handlung um ein Leuchtturmprojekt seines Landes ,weil seine Partei gut abgeschnitten hat?

Gut,ich muss weder schwäbisch noch grün je in meinem Leben verstehen.
Man gut.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.

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