War's das für Stuttgart 21?

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jorikke
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jorikke » Di 9. Jan 2018, 13:48

jack000 hat geschrieben:(09 Jan 2018, 13:34)

Bei einem Projekt, welches vor fast 25 Jahren gestartet wurde kann man schon verlangen, dass man wenigstens ungefähr weiß wo die Gleise nun lang führen sollen. Aber bei S21 wird gerade eine wesentliche Komponente, die all die Jahre gar nicht zur Debatte stand komplett über den Haufen geworfen.


Ach, die wissen nicht einmal wo die Gleise verlegt werden sollen.
Hatte ich völlig falsch verstanden.
Dachte es ginge um die Frage der Auslastung.
Dann kann man ja wieder protestieren. Die armen Irren, die noch immer am Bahnhof in Stgt. in ihrer "Stgt.21 sofort abbrechen Bude" hocken, haben plötzlich wieder einen ganz neuen Lebenssinn.
Hatte mich schon gefragt, ob sie bei der Einweihung des neuen Bahnhofs immer noch auf Abbrechen plädieren oder einfach Platz machen.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jack000 » Di 9. Jan 2018, 18:39

jorikke hat geschrieben:(09 Jan 2018, 13:48)

Ach, die wissen nicht einmal wo die Gleise verlegt werden sollen.
Hatte ich völlig falsch verstanden.
Dachte es ginge um die Frage der Auslastung.
Dann kann man ja wieder protestieren. Die armen Irren, die noch immer am Bahnhof in Stgt. in ihrer "Stgt.21 sofort abbrechen Bude" hocken, haben plötzlich wieder einen ganz neuen Lebenssinn.
Hatte mich schon gefragt, ob sie bei der Einweihung des neuen Bahnhofs immer noch auf Abbrechen plädieren oder einfach Platz machen.

Nun, was sicherlich gebaut wird ist die Neubaustrecke nach Ulm und ein Tiefbahnhof für 4 ICE-Gleise. Der Rest steht zur Disposition da der Flughafenbahnhof offensichtlich Geschichte ist und damit auch diverse andere damit zusammenhängende Komponenten wie bei Dominosteinen fallen können:
- Rohrer Kurve
- Gäubahnverbindung über Flughafen
- Abbau sämtlicher oberirdischen Gleise
=> Dann wäre S21 in seiner wesentlichen Funktion (komplettverlegund des Bahnhofs unter die Erde) beerdigt und beschränkt sich auf zusätzliche Gleise für ICEs im Untergrund und der der Rest bleibt so wie es ist. M.E. die beste Lösung ...
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jack000 » Di 9. Jan 2018, 20:53

Die nächste Lachnummer, der Durchgangsbahnhof könnte zum Kopfbahnhof für Regionalzüge werden, weil diese wieder zurück in den Abstell- und Wartungsbahnhof in Untertürkheim fahren müssen bis zum nächsten Einsatz:
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inha ... dbc0d.html
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon John Galt » Do 25. Jan 2018, 12:22

Stuttgart 25.

Die Deutsche Bahn wird an dem Provinzbahnhof noch pleite gehen.

Der Finanzierungsrahmen des Projekts könnte nach SPIEGEL-Informationen auf rund 8,2 Milliarden Euro steigen, der Eröffnungstermin sich um ein weiteres Jahr auf 2025 verschieben.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 89732.html

Aber zum Glück hat man den Managementexperten Ronald Pofalla angesetzt, der mit seiner unglaublichen Erfahrungen im Bau- und Bahnbereich glänzt.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jorikke » Do 25. Jan 2018, 21:59

John Galt hat geschrieben:(25 Jan 2018, 12:22)

Stuttgart 25.

Die Deutsche Bahn wird an dem Provinzbahnhof noch pleite gehen.



http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 89732.html

Aber zum Glück hat man den Managementexperten Ronald Pofalla angesetzt, der mit seiner unglaublichen Erfahrungen im Bau- und Bahnbereich glänzt.



Alles wird gut.
In wenigen Jahrzehnten wird Stuttgart den schönsten Bahnhof Deutschlands haben.
...und den Kostbarsten.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jack000 » Do 25. Jan 2018, 22:49

jorikke hat geschrieben:(25 Jan 2018, 21:59)

Alles wird gut.
In wenigen Jahrzehnten wird Stuttgart den schönsten Bahnhof Deutschlands haben.
...und den Kostbarsten.

Zumindest den teuersten ...
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon TheTank » Do 25. Jan 2018, 23:05

jack000 hat geschrieben:(25 Jan 2018, 22:49)

Zumindest den teuersten ...

Das wird die Elbphilharmonie der Bahnhöfe...
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon KarlRanseier » Do 25. Jan 2018, 23:24

Könnte man nicht einfach den Bahnhof oben lassen und Stuttgart beerdigen? Viel teurer wäre das wohl auch nicht...
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon pikant » Fr 26. Jan 2018, 14:42

neue Zahlen der Bahn

Kosten jetzt 8.2 Milliarden
Betriebsanfang: 2025

BER bekommt massiv Konkurrenz
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jack000 » Fr 26. Jan 2018, 15:58

pikant hat geschrieben:(26 Jan 2018, 14:42)

neue Zahlen der Bahn

Kosten jetzt 8.2 Milliarden
Betriebsanfang: 2025

BER bekommt massiv Konkurrenz

Vom Aufsichtsrat genehmigt:
Aufsichtsrat genehmigt Kosten bis zu 8,2 Milliarden Euro

Es hatte sich bereits abgezeichnet, nun hat die Deutsche Bahn es bestätigt: Das Bahnprojekt Stuttgart 21 wird bis zu 8,2 Milliarden Euro kosten und erst 2025 in Betrieb gehen.

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inha ... f599b.html
Bedeutet das aber auch das die Bahn damit für die Mehrkosten aufkommt?
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon John Galt » Fr 26. Jan 2018, 16:34

jack000 hat geschrieben:(26 Jan 2018, 15:58)

Vom Aufsichtsrat genehmigt:

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inha ... f599b.html
Bedeutet das aber auch das die Bahn damit für die Mehrkosten aufkommt?


Für die Mehrkosten hat die Bahn ja bereits Klage gegen BW eingereicht.

Letztendlich dürfte aber alles an der Bahn hängenbleiben. Bauherr muss zahlen.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Diplomat » Fr 26. Jan 2018, 17:03

Kurze Antwort zu:........Stutgart 21?

Es wird teurer, noch teurer, noch noch viel viel teurer und niemand aus der Politik wird sich darüber noch aufregen,
lieber einfach schweigen.

Warum?

So lange es die Bahn gibt und noch einen deutschen Steuerzahler, solange haben Politiker mit diesen Mehrkosten
aus Stuttgart21 auch kein Problem.

Da weder Bund noch Politiker für diese "Kosten-Explosion" haftbar gemacht werden können, wegen der Immunität
gegen alle VolksKrankheiten u.a. sonstigen Fehlentscheidungen und natürlich auch gegen seine Wähler die sie mit
einem Mandat ausstatteten - wird Stuttgart21 irgendwann die nächsten 8-10 Jahre fertig werden. Dann allerdings
sind fast alle bisher daran beteiligten Entscheidungsträger aus der Politik im Ruhestand und leben, vorher gut von
den Diäten...und dann von den Pensionen.

So funktioniert Politik. Die lachen sich kaputt über das Schwarzbuch das da alljährlich Steuerverschwendung
ausweist.

Thomas
Willkommen in Deutschland, dem Schlaraffenland Europas, der Erde und des Universums!
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Dampflok94 » Fr 26. Jan 2018, 19:27

jorikke hat geschrieben:(25 Jan 2018, 21:59)

Alles wird gut.
In wenigen Jahrzehnten wird Stuttgart den schönsten Bahnhof Deutschlands haben.

In wenigen Jahrzehnten? :D :D
Aber der schönste Bahnhof wird es sicherlich nicht sein. Er wird auch nie so schön sein wie der alte Stuttgarter Hauptbahnhof.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Dampflok94 » Fr 26. Jan 2018, 19:33

Diplomat hat geschrieben:(26 Jan 2018, 17:03)

Kurze Antwort zu:........Stutgart 21?

Es wird teurer, noch teurer, noch noch viel viel teurer und niemand aus der Politik wird sich darüber noch aufregen,
lieber einfach schweigen.

Warum?

So lange es die Bahn gibt und noch einen deutschen Steuerzahler, solange haben Politiker mit diesen Mehrkosten
aus Stuttgart21 auch kein Problem.

Da weder Bund noch Politiker für diese "Kosten-Explosion" haftbar gemacht werden können, wegen der Immunität
gegen alle VolksKrankheiten u.a. sonstigen Fehlentscheidungen und natürlich auch gegen seine Wähler die sie mit
einem Mandat ausstatteten - wird Stuttgart21 irgendwann die nächsten 8-10 Jahre fertig werden. Dann allerdings
sind fast alle bisher daran beteiligten Entscheidungsträger aus der Politik im Ruhestand und leben, vorher gut von
den Diäten...und dann von den Pensionen.

Die sind doch jetzt schon alle nicht mehr in Amt und Würden.
Wie weit man mit Prognosen daneben liegen kann? Als der damalige Bahn-Chef Heinz Dürr, Verkehrsminister Matthias Wissmann und Baden-Württembergs Ministerpräsident Erwin Teufel 1994 erstmals die Vision eines unterirdischen Bahnhofs für Stuttgart entwarfen, war der Zeit- und Kostenplan noch völlig klar: 4,8 Milliarden sollte der Bau kosten - D-Mark wohlgemerkt.

Quelle
Glaubst Du wirklich, Haftung würde viel ändern? Man müßte ja genau nachweisen, wer warum in welchem Umfang Schaden zu vertreten hat. Und da wünsche ich viel Glück. Wie willst Du nachweisen, daß z. B. Herr Wissmann schuldhaft für Kostensteigerungen verantwortlich ist?
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Misterfritz » Fr 26. Jan 2018, 19:33

John Galt hat geschrieben:(26 Jan 2018, 16:34)

Für die Mehrkosten hat die Bahn ja bereits Klage gegen BW eingereicht.

Letztendlich dürfte aber alles an der Bahn hängenbleiben. Bauherr muss zahlen.
Das ist ja im Grunde egal, ob der Bürger nun via Bund oder via Land das Geld zahlt.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Dampflok94 » Fr 26. Jan 2018, 19:46

Misterfritz hat geschrieben:(26 Jan 2018, 19:33)
Das ist ja im Grunde egal, ob der Bürger nun via Bund oder via Land das Geld zahlt.

Das würde ich so nicht sehen. Für mich als Berliner ist ein Loch in der Kasse von BaWü oder Stuttgart eher irrelevant. Ein Loch in der Bundeskasse hingegen nicht.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Misterfritz » Fr 26. Jan 2018, 19:49

Dampflok94 hat geschrieben:(26 Jan 2018, 19:46)

Das würde ich so nicht sehen. Für mich als Berliner ist ein Loch in der Kasse von BaWü oder Stuttgart eher irrelevant. Ein Loch in der Bundeskasse hingegen nicht.
Das ist natürlich richtig. Allerdings ist die Bahn Baueherr und von denen stammt ja auch die Idee, den Bahnhof zu versenken, oder etwa nicht? Von daher sollte auch die Bahn zahlen.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Dampflok94 » Fr 26. Jan 2018, 20:05

Misterfritz hat geschrieben:(26 Jan 2018, 19:49)

Das ist natürlich richtig. Allerdings ist die Bahn Baueherr und von denen stammt ja auch die Idee, den Bahnhof zu versenken, oder etwa nicht? Von daher sollte auch die Bahn zahlen.

Es war nicht nur alleine die Idee der Bahn. Deswegen zahlen ja auch z. B. Stadt und Land mit für das Projekt. Die wollen jetzt nur nicht die Steigerungen mitbezahlen. Die Stadt z.b. sah die Chance für einen neuen Stadtteil wenn die großen Gleisanlagen im Vorfeld des Kopfbahnhofes nutzbar würden. Auch das Land versprach sich Vorteile in Verbindung mit der NBS nach Ulm.
Bis da ein gericht ein rechtskräftiges Urteil spricht, werden wohl noch einige Jahre ins Land gehen. Mal sehen, ob bis dahin der Bahnhof fertig ist. :cool:
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon jorikke » Fr 26. Jan 2018, 20:39

Dampflok94 hat geschrieben:(26 Jan 2018, 19:27)

In wenigen Jahrzehnten? :D :D
Aber der schönste Bahnhof wird es sicherlich nicht sein. Er wird auch nie so schön sein wie der alte Stuttgarter Hauptbahnhof.


Da kann man durchaus anderer Meinung sein. Der alte Bahnhof mag zu seiner Entstehungszeit, nach den Geschmacksvorstellungen von anno dunnemal, tatsächlich als schön empfunden worden sein.
Die Zeiten ändern sich, der Zeitgeschmack auch.
Ich lebe seit annähernd 50 Jahren im Umfeld von Stgt. und hatte in der Zeit, als die alte Expressgutabfertigung noch im Seitenflügel untergebracht war, mindesten 3x wöchentlich im Bahnhof zu tun.
Schon damals, ich kannte das Hohelied der wunderbaren Architektur des Stgt. Bahnhofs, habe ich ehrlich versucht das nach zu empfinden.
Vergebens, für mich blieb er immer ein grobschlächtiger Klotz, irgendwie im Wege.
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Re: War's das für Stuttgart 21?

Beitragvon Dampflok94 » Fr 26. Jan 2018, 21:03

jorikke hat geschrieben:(26 Jan 2018, 20:39)

Da kann man durchaus anderer Meinung sein. Der alte Bahnhof mag zu seiner Entstehungszeit, nach den Geschmacksvorstellungen von anno dunnemal, tatsächlich als schön empfunden worden sein.
Die Zeiten ändern sich, der Zeitgeschmack auch.
Ich lebe seit annähernd 50 Jahren im Umfeld von Stgt. und hatte in der Zeit, als die alte Expressgutabfertigung noch im Seitenflügel untergebracht war, mindesten 3x wöchentlich im Bahnhof zu tun.
Schon damals, ich kannte das Hohelied der wunderbaren Architektur des Stgt. Bahnhofs, habe ich ehrlich versucht das nach zu empfinden.
Vergebens, für mich blieb er immer ein grobschlächtiger Klotz, irgendwie im Wege.

Du magst mir verzeihen, daß ich als alte Dampflok ein wenig die Modernität scheue. :)

Der Stuttgarter Hauptbahnhof war für mich einer der schönsten in D. Aber Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters und über Geschmack läßt sich nicht streiten. (Haben wir eigentlich ein Phrasenschwein? :D ) Der neue Bahnhof wird sicherlich betrieblich besser sein für die Bahn. Aber schöner? Wobei auch die Frage ist, ob die betriebliche Erleichterung noch diese Kosten berechtigt.

Wenn ich hier in Berlin den Hbf sehe, so ist der auch nicht schön, aber eben funktionell. Schönheit bei Profanbauten ist heute wenig gefragt. Es gibt natürlich Gegenbeispiele. Aber sie sind selten. Wenn ich teilweise alte Industriearchitektur sehe staune ich immer wieder, wie viel Mühe man sich früher doch gegeben hat.
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