Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

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Langfristig wird völlig autonomes Fahren Anteil an den gefahrenen Gesamt-KM(PKW/LKW) umfassen?

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3x schwarzer Kater
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 11. Jun 2018, 08:35

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Jun 2018, 09:18)

Wo soll da eigentlich das Problem sein? Man nehme einen Touchscreen und zeige darauf eine Karte an, dann kann man zur Zieleingabe an den gewünschten Ort so nah wie nötig heranzoomen und muss nur noch drücken, fertig ist die Zieleingabe. Unsinn wie Ziele mitten im See oder mitten im Wald werden nicht angenommen. Außerdem würde niemand einen Außendienstler an die Postadresse schicken, sondern ihm genau erklären, wohin er zu fahren hat, sollte die Anfahrt etwas komplizierter sein.


... oder er schickt mit der Terminbestätigung z.B. einen QR-Code mit, der eingescannt dem Navigationssystem genau mitteilt wohin das Fahrzeug fahren soll.

.... oder das Auto ist (wie heute schon ja auch schon möglich) im Outlook als Ressource angelegt, damit für die Fahrt reserviert. Die GPS-Daten werden mit der Einladung mitgegeben.

Ich erkenne ehrlich gesagt auch nicht, wo denn das Problem sein sollte.
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Tom Bombadil
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 11. Jun 2018, 08:46

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(11 Jun 2018, 09:35)

.... oder das Auto ist (wie heute schon ja auch schon möglich) im Outlook als Ressource angelegt, damit für die Fahrt reserviert. Die GPS-Daten werden mit der Einladung mitgegeben.

Das wäre die smarte Lösung :)
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon frems » Mo 11. Jun 2018, 10:50

maxbreak2 hat geschrieben:(10 Jun 2018, 21:52)

Wieso Feldzug? - Mich interessiert das Thema lediglich und bin daher interessiert wie die Herausforderungen gelöst werden sollen, die damit zusammenhängen.

Die Herausforderungen waren ja nicht sonderlich überzeugend. Die Entwicklung ist ja noch nicht abgeschlossen. So bringt Tesla demnächst ein Update auf den Markt (https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 75645.html) und auch das bedeutet noch nicht vollautomatisches Fahren. Die Unternehmen, zu denen auch deutsche Automobilhersteller gehören, investieren ja nicht aus Langeweile viel Geld in die Entwicklung, sondern wollen halt nicht den zukünftigen Standard verpassen. Denn wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
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BlueMonday
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon BlueMonday » Mo 11. Jun 2018, 11:43

maxbreak2 hat geschrieben:(10 Jun 2018, 14:34)

Der Fahrer hat ihnen bisher mit einem kleinen Schwenk seines Kopfes oder seiner Hand signalisiert, dass sie zuerst fahren sollen.
Ihr autonomes Fahrzeug wird diesen Hinweis nicht korrekt interpretieren können.


Der wesentliche Ansatz beim "autonomen Fahren" ist der Einsatz eines trainierten neuralen Netzes. So, wie man es auf das Erkennen der Fahrspur oder das Auftreten plötzlicher Hindernisse oder das Erkennen von Verkehrzeichen trainieren kann, so kann man es auf alle anderen möglichen Inputs trainieren. Also auch auf das Erkennen von Kopfwackeln oder irgendwelcher Handzeichen. Die Maschine lernt durch Wiederholungen. Sie bekommt einen Input an die Eingangsneuronen (input layer), dann folgt die Verarbeitung dieses Inputs im Netzwerk der internen Neuronen("hidden layer"). Am Ende kommt ein Ergebnis heraus (output). Dieses wird dann von außen bewertet, also wie nah es am erwarteten/gewünschten Ergebnis liegt. Dies wird der Maschine mitgeteilt(Feedback). Sie ändert ihre internen Gewichte ab, also wie die internen Neuronen miteinander verknüpft sind. Bekommt wieder Inputs, wieder Feedback. Wieder Neugewichtung. Dies viele Male. Bis sich intern eine Struktur herausgebidlet hat, die für entsprechende Inputs die erwarteten Outputs liefert.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 11. Jun 2018, 13:00

BlueMonday hat geschrieben:Der wesentliche Ansatz beim "autonomen Fahren" ist der Einsatz eines trainierten neuralen Netzes. So, wie man es auf das Erkennen der Fahrspur oder das Auftreten plötzlicher Hindernisse oder das Erkennen von Verkehrzeichen trainieren kann, so kann man es auf alle anderen möglichen Inputs trainieren. Also auch auf das Erkennen von Kopfwackeln oder irgendwelcher Handzeichen. Die Maschine lernt durch Wiederholungen. Sie bekommt einen Input an die Eingangsneuronen (input layer), dann folgt die Verarbeitung dieses Inputs im Netzwerk der internen Neuronen("hidden layer"). Am Ende kommt ein Ergebnis heraus (output). Dieses wird dann von außen bewertet, also wie nah es am erwarteten/gewünschten Ergebnis liegt. Dies wird der Maschine mitgeteilt(Feedback). Sie ändert ihre internen Gewichte ab, also wie die internen Neuronen miteinander verknüpft sind. Bekommt wieder Inputs, wieder Feedback. Wieder Neugewichtung. Dies viele Male. Bis sich intern eine Struktur herausgebidlet hat, die für entsprechende Inputs die erwarteten Outputs liefert.
Besser und verständlicher kann man das wohl kaum erklären :thumbup: Diese Erklärung lässt sich sicher auch problemlos auf andere ähnlich gelagerte Fälle übertragen.

Im Gegensatz zum Menschen, der an solche Probleme anders herangehen mag, kann eine Maschine ihre sehr hohe Rechengeschwindigkeit vorteilhaft nutzen. Ist ein Szenario einmal erkannt, ist die Reaktionszeit die ein Mensch gewöhnlich aufbieten kann, mühelos zu schlagen. Das ist durchaus noch "Luft" für die Abwägung von sehr ähnlichen Vorgängen also selbständige Optimierung. Werden diese Daten entsprechend erfasst, kann jede Einheit damit weiter optimiert werden...

Was die Hilfsmittel angeht :
Quelle hat geschrieben:Damit automatisierte Autos auf dem "Digitalen Testfeld Autobahn" der A9 exakter steuern können, erhält es nun spezielle Schilder.
Die Teststrecke für autonomes Fahren auf der A9 in Bayern bekommt Landmarkenschilder. Damit sollen automatisierte Fahrzeuge ihren exakten Standort (Längs- und Querposition) selbstständig bestimmen können, wie das Bundesverkehrsministerium mitteilt. Die Landmarkenschilder sollen rund um das Autobahndreieck Holledau auf der A9 und der A93 im Abstand von etwa 2,5 Kilometern errichtet werden. Sie ähneln nicht StVO-Verkehrszeichen, für menschliche Fahrer haben sie keine Bedeutung.
Hier das nunmehr ca. 2 1/2 Jahre alte "Verkehrszeichen" Welche Strecken ein menschlicher Fahrer mit geschlossenen Augen - also blind für sein Umgebung - schon im Normalfall zurücklegt, würde man einer Maschine niemals erlauben. Geht es allerdings um menschliche Fähigkeiten, ist niemand so "pingelig". Was die menschliche Lernfähigkeit angeht, da gibt es ein weiteres Problem. Ein Mensch kann sich durchaus der Realität verweigern und auch bewusst fehlerhaft handeln. Eine Maschine der ein dazu wohl notwendiges Bewusstsein fehlt, ist auch da überlegen.

Gleichgültig wie "man" es der Maschine mitteilt, die Entscheidung (den notwendigen Datenvorrat vorausgesetzt), wird die folgende Handlung stets logisch sein. Für Level 5 Betrieb ist das größte Problem der anfänglich auch noch auf öffentlichen Verkehrswegen agierende Mensch. Ergo wird man ähnlich wie bei der Bahn geschehen, die Verkehrswege ausschließlich derartigen Fahrzeugen vorbehalten müssen. Wenig verwunderlich, wenn Menschen wie E. Musk sich unterirdisch geführte "Röhren" als Verkehrswege wünschen/vorstellen.

Diese Notwendigkeit die größte Fehlerquelle - Menschen - aus diesen Bereichen nach und nach zu entfernen, dürfte die größere Herausforderung sein. Da der Energiebedarf - ein echtes Reichweitenproblem (hohe Verbrauchswerte) für alle Fahrzeuge, besonders aber für batteriebetriebene Fahrzeuge (die beste Wahl für den urbanen Verkehr) bei niedrigen Geschwindigkeiten < 50km/h und sehr extrem bei < 30 km/h darstellt, kann Sicherheit durch langsame Fahrweise eher keine überall massiv angewandte Lösung sein.

Das Problem ist in jeglicher Hinsicht der Mensch und nicht sein "Geschöpf" die Maschine. Dort liegen die größten Herausforderungen für ein solches System. Die Maschine kann kaum mit dem "Verständnis" der Betroffenen rechnen. Eine Gattung, die sich "problemlos" auch völlig widersprüchliches als Scheinrealität vorstellen kann, wir immer und besonders für sich selbst die größte Gefahr darstellen.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon maxbreak2 » Mo 11. Jun 2018, 14:57

BlueMonday hat geschrieben:(11 Jun 2018, 12:43)

Der wesentliche Ansatz beim "autonomen Fahren" ist der Einsatz eines trainierten neuralen Netzes. So, wie man es auf das Erkennen der Fahrspur oder das Auftreten plötzlicher Hindernisse oder das Erkennen von Verkehrzeichen trainieren kann, so kann man es auf alle anderen möglichen Inputs trainieren. Also auch auf das Erkennen von Kopfwackeln oder irgendwelcher Handzeichen. Die Maschine lernt durch Wiederholungen. Sie bekommt einen Input an die Eingangsneuronen (input layer), dann folgt die Verarbeitung dieses Inputs im Netzwerk der internen Neuronen("hidden layer"). Am Ende kommt ein Ergebnis heraus (output). Dieses wird dann von außen bewertet, also wie nah es am erwarteten/gewünschten Ergebnis liegt. Dies wird der Maschine mitgeteilt(Feedback). Sie ändert ihre internen Gewichte ab, also wie die internen Neuronen miteinander verknüpft sind. Bekommt wieder Inputs, wieder Feedback. Wieder Neugewichtung. Dies viele Male. Bis sich intern eine Struktur herausgebidlet hat, die für entsprechende Inputs die erwarteten Outputs liefert.


Ok, das wären dann aber doch "nur" etwas bessere If-Then-Else-Konstrukte? Wie und wo sollen diese ganzen Informationen gespeichert werden? Die Miniaturisierung ist ja schon recht weit, aber diese "gelernten" Infos müsste dann in jedem Fahrzeug gespeichert bzw. vorgehalten werden und das "Fahrzeug" müsste auch schnell genug darauf zugreifen können? Dürfte einen nicht unerheblichen Aufwand an Hardware bedeuten? Und das in jedem Fahrzeug?

Das menschliche Gehirn hat da ganz andere Möglichkeiten bzw. arbeitet ganz anders. Zum Beispiel https://de.wikipedia.org/wiki/Myelin. Zitat aus dem Buch Bounce von Matthew Syed: "A key aspect of brain tranformation is myelin, a substance that wraps around the nerve fibres and that can dramatically increase the speed with which signals pass through the brain." Weiterer Punkt: Das menschliche Gehirn vergisst mit der Zeit Informationen, die es nicht mehr braucht und macht so Platz für andere/wichtigere Informationen.
Und das sind nur zwei Aspekte/Unterschiede zwischen biologischer "Intelligenz" und der Computer-AI, die in die Fahrzeuge verpflanzt werden soll.

Da bin ich mal gespannt, ob das wirklich klappt, die offenen Probleme (Beispiel: Ist das jetzt Kopfnicken oder Kopfschütteln?) mit reinen, relativ primitiven Hardware-Lösungen so abzubilden, das es fehler- und ruckelfrei funktioniert.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon maxbreak2 » Mo 11. Jun 2018, 14:59

immernoch_ratlos hat geschrieben:(11 Jun 2018, 14:00)

Das Problem ist in jeglicher Hinsicht der Mensch und nicht sein "Geschöpf" die Maschine. Dort liegen die größten Herausforderungen für ein solches System. Die Maschine kann kaum mit dem "Verständnis" der Betroffenen rechnen. Eine Gattung, die sich "problemlos" auch völlig widersprüchliches als Scheinrealität vorstellen kann, wir immer und besonders für sich selbst die größte Gefahr darstellen.


Das wird vermutlich nicht klappen, den Menschen komplett aus dem Verkehrsgeschehen zu verbannen.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon maxbreak2 » Mo 11. Jun 2018, 15:06

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Jun 2018, 09:18)

Wo soll da eigentlich das Problem sein? Man nehme einen Touchscreen und zeige darauf eine Karte an, dann kann man zur Zieleingabe an den gewünschten Ort so nah wie nötig heranzoomen und muss nur noch drücken, fertig ist die Zieleingabe. Unsinn wie Ziele mitten im See oder mitten im Wald werden nicht angenommen. Außerdem würde niemand einen Außendienstler an die Postadresse schicken, sondern ihm genau erklären, wohin er zu fahren hat, sollte die Anfahrt etwas komplizierter sein. Auch dein Beispiel mit der Vorfahrt lässt sich lösen, Computer können auch miteinander kommunizieren, also sagt der eine "Ich komme nicht rein, du bist im Weg, deswegen gebe ich meine Vorfahrt auf, fahr weg" und schon ist das Problem gelöst.


Die wenigsten Landwirte werden sich einen teuern KI-Rechner auf ihren Trecker montieren. Außer vielleicht, wenn wir ihnen das doppelte oder mehr für ihre Produkte bezahlen, mit denen sie uns ernähren.

Nix Touchscreen, Du musst diese Seite hier aufrufen und deine Adresse ermitteln: https://map.what3words.com/limo.reserve.skews
Diese kannste dann weiterverwenden als Ersatz für Deine bisherige Postadresse.
Genau so ist das angedacht und nicht anders!

Konkretes Beispiel : Büro Max Mustermann Mitglied Politik-Forum.eu: https://map.what3words.com/lose.herd.adressen
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon maxbreak2 » Mo 11. Jun 2018, 15:16

H2O hat geschrieben:(10 Jun 2018, 23:09)

Das haben Sie alles ganz richtig verstanden. Und ich habe Ihnen mehrfach mühevoll den Weg dahin erklären wollen.

1.
Wir tippen auf dem Navigationsgerät eine Zieladresse ein. Das Navigationsgerät (na ja, das Programm darin) erkennt diese Adresse und kennt dazu die GPS Koordinaten... und schon startet eine Routenberechnung von ihrem Standort [GPS-Koordinate] zur Zieladresse [GPS-Koordinate]
Der Rest der Anreise ist sicher vertraut.

2.
Wir haben ein Spracheingabesystem ähnlich wie Alexa von AMAZON. Dem beten sie die Zieladresse vor: Grevenbroich, Postleitzahl, Max-Müller-Straße 17. Alexa bestätigt Ihnen diese Adresse, oder Sie müssen nachbessern. Jetzt müssen Sie nichts mehr eintippen, denn danach ist die GPS-Koordinate des Ziels unter der Adresse verfügbar. Vielleicht setzen Sie noch dazu: "Kürzester Weg!" oder "Schnellster Weg!" um die Routenberechnung zu steuern.

Diese Prozeßsteuerung kommt aber nie und nimmer mit 3 Worten aus. Aber manchmal auch mit zwei Worten: "Nach Hause!" oder mit drei "Schnell nach Hause!" Das ist dann eine vordefinierte persönliche Adresse. Dazu gehört auch eine Liste von Namen: "Schell zu Irene!" Aber Daimler nimmt Ihnen die Arbeit nicht ab, diese Adressen erst einmal mit dem notwendigen Datensatz "Name, Wohnort, Postleitzahl/Bundesland, Straße, Straßennummer" zu beschreiben. Mit etwas Glück können Sie ihr gespeichertes Adressbuch aus dem Handy in das Navigationssystem übertragen. Dann reicht künftig der Name: "zu Hans Meier über Landstraße" Ein gutes Handy wählt bei dieser akustischen Angabe die zugehörige Telefonnummer, das Navigationssystem die zugehörige GPS-Koordinate.

Aber noch einmal: das große Kunststück ist diese Eingabetechnik heute nicht mehr. Das Kunststück ist nach wie vor die unfallfreie Fahrt durch ein Verkehrsgetümmel mit vielen ständig sich ändernden "Hindernissen", Signalanlagen, Baustellen...


Leider wieder falsch :-(
Da müssen Daimler bzw. die Deutsche Bahn noch relativ viel Aufklärungsarbeit leisten, wenn sie damit wirklich die gute alte Postadresse ablösen bzw. eine sinnvolle Ergänzung liefern wollen:
https://www.deutschebahn.com/de/Digital ... ds-1189470

Ihre Adresse wäre nun:
https://map.what3words.com/besagt.zwar.portr%C3%A4t oder
https://map.what3words.com/unter.ernster.treppen oder
https://map.what3words.com/gefahrlos.er ... f%C3%BCgen oder
https://map.what3words.com/erfolgen.manche.schiff oder
https://map.what3words.com/dar%C3%BCber ... un.sonntag
je nach dem wo genau sie sitzen bzw. was Ihnen am besten gefällt.

Bei diesem System reichen 3 Wörter vollkommen aus, egal wo sie sich befinden auf der Welt.
In Ihrem Fall sagen sie zu Ihrem Navi: "unter ernsten treppen" und ihr Auto fährt sie dann da hin. (wenn das Ihre passende neue Adresse sein soll)
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 11. Jun 2018, 15:44

maxbreak2 hat geschrieben:(11 Jun 2018, 16:06)

Die wenigsten Landwirte werden sich einen teuern KI-Rechner auf ihren Trecker montieren.

Das glaubst aber auch nur du: https://www.wiwo.de/technologie/digital ... 40220.html Außerdem wird da nix montiert, der Hightech-Trecker hat so ein Ding schon direkt an Bord. Mit dem Deutz D30 fahren die Hightech-Bauern nur noch zur Show rum.

Genau so ist das angedacht und nicht anders!

Von wem?
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon maxbreak2 » Mo 11. Jun 2018, 16:00

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Jun 2018, 16:44)

Das glaubst aber auch nur du: https://www.wiwo.de/technologie/digital ... 40220.html Außerdem wird da nix montiert, der Hightech-Trecker hat so ein Ding schon direkt an Bord. Mit dem Deutz D30 fahren die Hightech-Bauern nur noch zur Show rum.

Von wem?


Dann ist aber in Deutschland mindestens eine erneute Flurbereinigung notwendig. Mit den jetzigen Feldgrößen wird das flächendeckend keinen Sinn machen. Ich erinnere mich nur sehr ungern an die letzte Flurbereinigung vor ca. 40 Jahren. OMG, was wurde da gestritten! :mad2:
Cool Deutz D30 - Ja genau, solche Traktoren sind immer noch im Einsatz - unverwüstlich! https://www.google.de/search?q=deutz+d3 ... 2&bih=1034

Von den Firmen, die sich damit eine Zeitersparnis erhoffen und die autonome Fahrzeuge mit Ziel-Koordinaten versehen wollen. Das könnte allerdings funktionieren, aber die Leute müssten das System erstmal verstehen und es sollte schon etwas besser sein als angedacht.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon H2O » Mo 11. Jun 2018, 16:10

maxbreak2 hat geschrieben:(11 Jun 2018, 16:16)

Leider wieder falsch :-(
Da müssen Daimler bzw. die Deutsche Bahn noch relativ viel Aufklärungsarbeit leisten, wenn sie damit wirklich die gute alte Postadresse ablösen bzw. eine sinnvolle Ergänzung liefern wollen:
https://www.deutschebahn.com/de/Digital ... ds-1189470

Ihre Adresse wäre nun:
https://map.what3words.com/besagt.zwar.portr%C3%A4t oder
https://map.what3words.com/unter.ernster.treppen oder
https://map.what3words.com/gefahrlos.er ... f%C3%BCgen oder
https://map.what3words.com/erfolgen.manche.schiff oder
https://map.what3words.com/dar%C3%BCber ... un.sonntag
je nach dem wo genau sie sitzen bzw. was Ihnen am besten gefällt.

Bei diesem System reichen 3 Wörter vollkommen aus, egal wo sie sich befinden auf der Welt.
In Ihrem Fall sagen sie zu Ihrem Navi: "unter ernsten treppen" und ihr Auto fährt sie dann da hin. (wenn das Ihre passende neue Adresse sein soll)


Den Erfolg dieses Systems kann ich aber locker abwarten. In der 3-Worte-Adresse findet man Null Redundanz. Nett ausgedacht, aber mindestens so praktisch wie eine GPS-Adresse, die auch kein Mensch im Kopf bewegt. Dann sucht eben Alexa die 3-Wort-Adresse, die zur guten alten Postadresse gehört... wetten daß? Und damit steht die GPS-Adresse auch fest, damit das Navigationssystem rechnen kann...
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 12. Jun 2018, 13:49

Mit etwas Fantasie lässt sich das Problem der exakten Ortsbestimmung sicher auch anders lösen.

Wenn ich nun "IPv6" (Internet Protocol Version 6) erwähne, dann hat das zunächst nichts mit dem Internet zu tun. Diese Verbindung wird quasi "mitgeliefert".

Warum etwas, was sowieso in Datenbanken Verwendung findet nicht auch gleich für die Ortsbestimmung verwenden ?

Der Vorrat an eindeutigen und einmaligen Kombinationen und wie sich jede IPv6 Adresse zusammensetzt, lässt sich praktisch auf alles was da auf Erden kreucht und fleucht anwenden - ganz sicher auch auf alle Koordinaten die es auf diesem Planeten gibt.

Der "Adressraum" von IPv6 umfasst 2 ^128 (≈ 340 Sextillionen) - damit lässt sich problemlos jeder Quadratzentimeter - gern auch Quadratmillimeter der Erdoberfläche eindeutig nummerieren - jeder derzeitige und künftige Einwohner* = XX.000.000.000, jedes aktuelle und zukünftige Gerät durchnummerieren und für das Internet ist immer noch mehr als genug übrig.

Eine "Sextillion" = 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 und 340.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 sollten, wenn man etwas systematisch betreibt, für alles was jemals zu nummerieren gibt mehr als ausreichen. Dabei müssen einmal vergebene Nummern nicht noch einmal verwendet werden.

Für ein dazu geschaffenes "Übersetzungsprogramm" und entsprechende Rechner sollte das Umschreiben von Postleitzahlen die tückisch auch wo anders in der Welt womöglich identisch sein mögen, eindeutig möglich sein. Da bin ich mir sicher. Das schöne und wichtige dieses System ist für Computer geschaffen und muss nicht erst noch mühsam übersetzt werden.

Womöglich muss man sich international einigen, welche dieser Möglichkeiten Eingang in Datenbanken finden soll - hier der "Alexanderplatz Berlin" gibt es als :

Längengrad und Breitengrad = Breitengrad : 52.521918 / Längengrad : 13.413215
GPS-Koordinaten = 52° 31' 18.905" N 13° 24' 47.574" E (Grad, Minuten, Sekunden)
UTM-Koordinaten (WGS84) = Zone 33U E: 392341.3 N: 5820273.2

Letzteres könnte ich mir "in IPv6" Schreibweise recht gut vorstellen...

Umgekehrt kann jeder Kleincomputer das "menschengerecht" aufbereiten. Umgekehrt - wie teile ich das meinem Fahrzeug oder welcher Maschine auch immer mit was ich suche oder wohin ich gerne möchte ? Mein GPS im Fahrzeug will eine Adresse - die ich eintippe - niemals komplett, das noch recht doofe Gerät bietet mir - wenn ich die Stadt zunächst nenne (auch da muss ich eher niemals alles eintippen) - dann der selbe Akt für den Straßennamen und da sind nur Straßen gelistet, die es auch tatsächlich in dieser Stadt gibt - dann noch die Nummer und gut isses. Welche Möglichkeiten es da noch gibt, wurde ja schon behandelt. Nun ist das der Stand von 2018 - es sind bei dem bisherigen Tempo sicher noch einige erfreuliche Überraschungen möglich.

Wer nur recht präzise eine bestimmten Ort finden / anfahren möchte, hat sicher nicht die Bedürfnisse von "Präzisionsgelenkte Munition" - aber da gibt es sicher noch einige "Abfallprodukte" die sich für autonome Fahren verwerten lassen....
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon maxbreak2 » Di 12. Jun 2018, 21:23

immernoch_ratlos hat geschrieben:(12 Jun 2018, 14:49)

Mit etwas Fantasie lässt sich das Problem der exakten Ortsbestimmung sicher auch anders lösen.

Wenn ich nun "IPv6" (Internet Protocol Version 6) erwähne, dann hat das zunächst nichts mit dem Internet zu tun. Diese Verbindung wird quasi "mitgeliefert".

Warum etwas, was sowieso in Datenbanken Verwendung findet nicht auch gleich für die Ortsbestimmung verwenden ?

Der Vorrat an eindeutigen und einmaligen Kombinationen und wie sich jede IPv6 Adresse zusammensetzt, lässt sich praktisch auf alles was da auf Erden kreucht und fleucht anwenden - ganz sicher auch auf alle Koordinaten die es auf diesem Planeten gibt.

Der "Adressraum" von IPv6 umfasst 2 ^128 (≈ 340 Sextillionen) - damit lässt sich problemlos jeder Quadratzentimeter - gern auch Quadratmillimeter der Erdoberfläche eindeutig nummerieren - jeder derzeitige und künftige Einwohner* = XX.000.000.000, jedes aktuelle und zukünftige Gerät durchnummerieren und für das Internet ist immer noch mehr als genug übrig.

Eine "Sextillion" = 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 und 340.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 sollten, wenn man etwas systematisch betreibt, für alles was jemals zu nummerieren gibt mehr als ausreichen. Dabei müssen einmal vergebene Nummern nicht noch einmal verwendet werden.

Für ein dazu geschaffenes "Übersetzungsprogramm" und entsprechende Rechner sollte das Umschreiben von Postleitzahlen die tückisch auch wo anders in der Welt womöglich identisch sein mögen, eindeutig möglich sein. Da bin ich mir sicher. Das schöne und wichtige dieses System ist für Computer geschaffen und muss nicht erst noch mühsam übersetzt werden.

Womöglich muss man sich international einigen, welche dieser Möglichkeiten Eingang in Datenbanken finden soll - hier der "Alexanderplatz Berlin" gibt es als :

Längengrad und Breitengrad = Breitengrad : 52.521918 / Längengrad : 13.413215
GPS-Koordinaten = 52° 31' 18.905" N 13° 24' 47.574" E (Grad, Minuten, Sekunden)
UTM-Koordinaten (WGS84) = Zone 33U E: 392341.3 N: 5820273.2

Letzteres könnte ich mir "in IPv6" Schreibweise recht gut vorstellen...

Umgekehrt kann jeder Kleincomputer das "menschengerecht" aufbereiten. Umgekehrt - wie teile ich das meinem Fahrzeug oder welcher Maschine auch immer mit was ich suche oder wohin ich gerne möchte ? Mein GPS im Fahrzeug will eine Adresse - die ich eintippe - niemals komplett, das noch recht doofe Gerät bietet mir - wenn ich die Stadt zunächst nenne (auch da muss ich eher niemals alles eintippen) - dann der selbe Akt für den Straßennamen und da sind nur Straßen gelistet, die es auch tatsächlich in dieser Stadt gibt - dann noch die Nummer und gut isses. Welche Möglichkeiten es da noch gibt, wurde ja schon behandelt. Nun ist das der Stand von 2018 - es sind bei dem bisherigen Tempo sicher noch einige erfreuliche Überraschungen möglich.

Wer nur recht präzise eine bestimmten Ort finden / anfahren möchte, hat sicher nicht die Bedürfnisse von "Präzisionsgelenkte Munition" - aber da gibt es sicher noch einige "Abfallprodukte" die sich für autonome Fahren verwerten lassen....


Bei dem Thema "Ortsbestimmung" geht es eigentlich nur am Rande um autonomes Fahren.
Im Grunde ist das Ziel einen "Ersatz" bzw. eine genauere Alternative für die in die Jahre gekommene Postadresse zu finden.
In vielen Ländern auf der Welt gibt es überhaupt keine Postadressen (Straßen/Hausnummern) und da wo es welche gibt, sind die bestehenden Adressen für viele Anwendungen eigentlich zu ungenau.
Die Folge davon ist, dass durch diese ungenauen Ortsangaben viel Zeit bei der Suche nach dem eigentlichen Ziel verloren geht.

Eine Postadresse bzw. die neue Alternative muss vor allem auch für Menschen möglichst einfach zu handhaben sein und nicht nur für Computer.
Deswegen sind Deine genannten Beispiele (GPS-Koordinaten, UTM-, WGS84, IPv6) zwar theoretisch denkbar und für Maschinen eigentlich ideal, aber für den Menschen absolut ungeeignet.
Damit können Menschen schlichtweg nicht umgehen.

Das Prinzip nennt sich "Location Encoding System".
Es gibt eine "Bibel" im Internet die von der Firma Google verfasst wurde, die die Anforderungen an ein solches System zusammenfasst:

https://github.com/google/open-location ... ng-Systems

Ist leider auf Englisch.
Ich habe mal versucht die Anforderungen zu übersetzen:

1. Die Codes sollten kurz genug sein, damit man sie sich leichter merken kann.
2. Ein Code allein sollte ausreichend sein und keine zusätzlichen Informationen wie den Ländernamen erfordern.
3. Um Verwirrung zu vermeiden, sollte ein Ort nur einen Code haben.
4. Codes sollten keine leicht zu verwechselnden Zeichen enthalten (z. B. 0 und O, 8 und B usw.)
5. Codes sollten keine Obszönitäten oder vorzugsweise keine Wörter in irgendeiner Sprache enthalten.
6. Bei zwei Codes sollte man erkennen können, ob sie nahe beieinander sind und die Richtung sollte bestimmt werden können. Diese würde Menschen helfen, den einzuschlagenden Weg leichter zu bestimmen und macht Codes brauchbarer.
7. Codes sollten nicht einen Punkt abbilden, sondern einen Bereich , wobei die Größe des Bereiches variabel ist.
8. Das Verkürzen eines Codes sollte einen größeren Bereich darstellen, der den ursprünglichen Speicherort enthält. Ein Nebeneffekt davon wäre, dass nahe gelegene Codes ein gemeinsames Präfix haben.
9. Der Code für einen Ort sollte deterministisch generiert werden und sollte keine Einrichtung erfordern.

10. Codes sollten offline generiert und dekodiert werden können. Mobile Datennetze sind nicht überall verfügbar bzw. mit Einrichtungskosten verbunden.
11. Codes sollten nicht von einem Anbieter abhängen, so dass die die Verfügbarkeit gewährleistet ist.
12. Der Algorithmus sollte öffentlich veröffentlicht werden und frei zur Verfügung stehen.

Ich würde noch folgende weiteren Punkte für sinnvoll erachten:
13. Der Code sollte eine semantische Beziehung zu dem Bereich bzw. zu dem Gebäude haben, dass er adressiert.
14. Eine Verbindung zu bereits bestehenden Postadressen sollte möglich bzw. integriert sein.
15. Die Angabe einer dritten Dimension sollte möglich sein. (Stockwerk/Ebene) Viele Gebäude haben mehr als ein Stockwerk.
16. Ein strukturiertes Design der Adressen sollte möglich sein. So können ggfs. redundante Teile der Adresse weggelassen werden.
17. Anwendungsspezifische Anpassungen sollten möglich sein (z. B. Anpassung an Gebäude, im Hinblick an Indoor-Navigation usw.)

Um auf den Anwendungsfall autonomes Fahren zurückzukommen:
Person A teilt Person B auf BELIEBIGE Art(Telefon, Blatt Papier, Whatsapp, E-Mail usw.) in Form des neuen Adresscodes (nicht mehr als Postadresse!) einen gemeinsamen Treffpunkt mit.
Person B tippt den neuen Code in das Navi des Fahrzeugs ein oder teilt es dem Navi per Spracheingabe mit.

Erst das Navi rechnet dann den neuen Code in die dem neuen Code eindeutig zugeordnete GPS-Koordinate um und startet dann die Navigation.

Wenn die Struktur des Codes schlau genug aufgebaut ist, dann ist Dein Beispiel mit der "präzisionsgelenkten Munition" überhaupt nicht mehr abwegig. Im Gegenteil, dann stoßen wir recht schnell zum Beispiel auf den Einsatzzweck Logistik und dann sind wir bei einer Genauigkeit im Meter- bzw. Zentimeterbereich.
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon H2O » Mi 13. Jun 2018, 06:14

So kommen wir der Sache schon näher: Die Dateneingabe muß menschengerecht sein, nämlich mit Redundanzen und Mnemocode, damit ein Mensch sich so etwas wenigstens einigermaßen zuverlässig merken kann. Nicht ganz zufällig sind in den allermeisten Städten die Straßennamen nach Helden des Tages benannt, die man sich eher merken kann als eine blasse Nummer 4711 oder 0815. Wir bestehen auch auf unseren Namen und Vornamen. Die Nummer des Personalausweises ist dann wieder ein Merkmal für die Verwaltung, weil die Verwaltung in der guten alten Zeit kein besseres Ordnungsprinzip hatte.

Noch zur Adressierung eines jeden Menschen auf Erden mitsamt seiner Gartenpforte: Eindeutig aber fehlerträchtig. Der arme Adressschreiber vertippt sich, und schon steuere ich Australien an anstatt meine Kleingartenkolonie.

Und am Ende aller Umsetzungen stehen die GPS-Koordinaten des Ziels und aller Zwischenziele, weil das Navigationsprogramm nicht anders auf diesem Globus rechnen kann, und das GPS-Satellitennetzwerk nun einmal so ausgelegt ist. Denkbar und möglich, daß man das Netzwerk eines Tages auf die erweiterte Internetadresse eines jeden Quadratzentimeters umstellt. Der Nutzen davon liegt auf der Hand, wenn man auch Ziele außerhalb unseres Globus ansteuern möchte. :?
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 13. Jun 2018, 08:05

Die Basis für das richtige Finden ist eine klare und fehlerfreie Zuordnung jeglicher Koordinate. Der Mensch der "irgendwie" dahin möchte, wird sein Ziel nennen - die Maschine wird "Rückfragen" stellen, wenn die Zielsetzung nicht eindeutig genug ist.

Das es z.Z. noch keine solche Anwendungen gibt - es gibt derzeit auch kein Level 5 Gefährt - ist kein Hinderungsgrund. Erklärungsmuster auf der Basis des bereits existierenden sind Unsinn. Schließlich müssen zukünftige Anwendungen erst gefunden werden.

In den meisten Fällen werden routinemäßig bereits bekannte Ziele angesteuert werden. Da kann sich leistungsfähige KI sicher auch "Sonderwünsche" "merken". Bei Zielen die wegen unklarer Angaben - schlichtem Nichtwissen des Menschen nicht punktgenau angefahren werden könnten, wird einfach ein Dialog Mensch - Maschine notwendig werden. Das kann - könnte auch Heute schon möglich gemacht werden.

Audiovisuell nähert sich die Maschine zunächst von grob nach fein dem gewünschten Ziel (wenn zumindest einigermaßen klar ist wohin es überhaupt gehen soll). Im Zielgebiet passiert das Selbe, was auch heute schon nicht anders abläuft - Suche nach dem Endziel. Nur eben mit einem ganz anderen Vielfalt an detaillierten Informationen über das Zielgebiet. Der Mensch interagiert mit der Maschine - die Maschine hält - oder "beschafft" sich - weitere Angaben vor Ort. Im Grund - jedenfalls, wenn ich derzeit ein unbekanntes Endziel ansteuern möchte - tue ich exakt das Selbe.

Warum sollte - vorausgesetzt die grobe und richtige Adresse ist bekannt - nicht über ein aktives Display das nähere Zielgebiet "angeboten" werden ? Der Passagier triff eine Entscheidung und revidiert sie gegebenenfalls vor Ort. Diese Interaktion vermeidet die lästige "Eintipperei" durch Spracheingabe oder über Berühren. Ist ein Ziel einmal gefunden, werden alle dafür notwendige Daten gespeichert. Normale Nutzer - sicher die Mehrheit - haben recht eindeutige Vorstellungen wohin es gehen soll. Die komplexeren Ziele werden klar lediglich eine Minderheit betreffen.

Nur ein Beispiel - schon derzeit orientiere ich mich z.B. über Google Maps VOR Fahrtantritt über die genauen Verhältnisse im Zielgebiet. Bei den dort erreichbaren Vergrößerungen kann ich so einen exakten Zielpunkt definieren und im Anschluss auch über audiovisuelle Steuerung anfahren. Nur, hier muss ich all die dabei auftretenden Einflüsse selbst verarbeiten. Das ist für eine Maschine, welche keinerlei "Ablenkung" kennt und mit ihrer Umgebung ggf. interagieren kann, bedeutend einfacher. Da dieser Teil mehr als neunzig Prozent der gesamten Aktion ausmacht, sind die kleinen "Unwägbarkeiten" - wenn sie den überhaupt auftreten - recht nebensächlich. Zumal in Zukunft "Maschinen" vor Ort hilfreicher sein können, als das die heute noch übliche Befragung von Anwohnern oder gar Passanten möglich macht.

Schlicht weder um die Ausführung - also irgendwelchen Code zu verarbeiten - muss sich der Passgier kümmern, noch ist die Zielsetzung ein Problem wie die hier aufgeblasene Prozedur.

Was die Zielsetzung angeht, wenn ich z.B. H2O überraschend "heimsuchen wollte" :p , ist am leichtesten möglich, wenn mir dieser seine Adresse überlässt. Ist die korrekt, werde ich auch Heute schon problemlos dieses Ziel erreichen. Weiß ich außer seinem Pseudonym nichts über seinen Wohnort geschweige denn, sein genaue Adresse, hilft nur eine sorgfältige Recherche z.B. seiner hier gemachten Angaben mit all den "Brosamen" die er womöglich unwissentlich hinterlassen hat, mittels einer daraufhin konstruierten leistungsfähigen KI auszuwerten und, falls das ausreicht, werde ich auch ohne weitere Eingaben dieses Ziel erreichen.

Will sagen - je mehr Informationen die über das Ziel zur Verfügung stehen - desto einfacher und exakter das Ergebnis. Was sich ändert - schon geändert hat - sind längst eine Fülle von Daten, die eine Maschine sehr "selbstständig" auswerten kann. Was das Ding da im Einzelnen tut, muss mich nicht interessieren. Ist wenigstens einmal eine solche Suche "maschinengerecht" formuliert, laute mein Sprachbefehl : suche Adresse von H2O (die Basisangabe z.B. die IP dieses Forums kann ich problemlos per "drag and drop" einbringen - das ist im übrigen auch bei anderen Anwendungsfällen denkbar...

Wenn von einem Ziel zuwenig Daten bekannt sind, wird das Ergebnis fehlerhaft sein - was ist daran neu ? Mit wachsendem Datenbestand und der Fähigkeit diese auch "clever" durch Maschinen zu durchsuchen, wird sich das mit hoher Geschwindigkeit verändern.

Die Frage des privilegieren Zugangs zu solchen Daten ist das Problem und nicht die hohe Wahrscheinlichkeit hundertprozentige Treffer zu erzielen. Wenn die betreffende Maschine sich "indoor" nicht bewegen darf, ist dieser Teil der "Reise" irrelevant für Level 5 Fahrzeuge....
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon H2O » Mi 13. Jun 2018, 09:41

Ja, so wird das wohl vernünftig im Dialog mit der Maschine ALEXA ++ demnächst ablaufen. Wir Anwender merken davon technisch gar nichts.

Sie tun mit der Vorbereitung Ihrer Fahrt mit GoogleMap ein Weiteres: Graphische Eingabe in ein elektronisches Kartensystem. Das funktioniert mit meinem Navigationssystem ohne GoogleMap schon, aber da wird sich bestimmt noch heftig etwas tun.

Vielleicht passiert aber etwas ganz Schlimmes: Durch die automatische Fahrzeugführung verlieren wir die Fähigkeit, uns mit "Karte und Kompaß" zurecht zu finden... und dann wird die elektronische Karte entwertet. Ich erinnere mich an die nette Lästerei gegen meine liebe Frau, wenn die mir lange vor der Erfindung automatischer Navis anhand der Straßenkarten mitteilen sollte, wann ich abbiegen sollte.... :D
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon frems » Mi 13. Jun 2018, 13:50

Wie ich kürzlich schon erwähnte, gibt es innerhalb des Hamburger Hafens bereits ein Terminal, das autonome Fahrzeuge seit Jahren nutzt, um Container zwischen Depot und Containerbrücke herumzufahren -- Probleme, ans richtige Ziel zu kommen, gibt's keine. Nun rollen das zwei Großunternehmen weiter aus, damit mittel- bis langfristig keine Lkw-Fahrer mehr benötigt werden. Dies ist einmal MAN mit dem Hamburger HHLA, das für Umschlag und Suprastrukturen zuständig ist. Zum anderen arbeitet VW mit der Hafenaufsicht HPA, die für Infrastrukturen im Hafen Verantwortung trägt.

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) bekommt ihre Container künftig von selbstfahrenden Fahrzeugen angeliefert – zumindest testweise. Die Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Angela Titzrath, kündigte auf der Hauptversammlung am Dienstag an, dass die HHLA mit einem deutschen Lkw-Hersteller eine Kooperation zum autonomen Fahren starten wird. Nach Informationen des Abendblatts handelt es sich um den Münchner Maschinenbaukonzern MAN. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte das.

Ein Vertrag wurde bereits unterzeichnet. Noch geben sich die Partner zugeknöpft, aber in wenigen Tagen wollen beide Unternehmen Einzelheiten mitteilen. Aus Kreisen erfuhr das Abendblatt, dass MAN in München bereits Teile des Hamburger Containerterminals Altenwerder nachbauen lässt, um dort den Einsatz der fahrerlosen Transporter zu testen. Auch im Hamburger Hafen werden einige Umbauten vorbereitet. Die Kosten sind noch nicht bekannt.

Geplant ist, dass die autonomen Lastwagen Punkt-zu-Punkt-Verkehre übernehmen, also auf immer den gleichen Routen eingesetzt werden. In einer Vorstufe testet die VW-Tochter MAN dies bereits auf der Autobahn 9 zwischen München und Nürnberg. Dort werden in einer Kooperation mit dem Logistikkonzern DB Schenker bereits Waren zwischen zwei Verteilzentren im sogenannten „Platoon“ hin- und herbewegt. Dabei fahren mehrere Lkw hintereinander, die elektronisch verbunden sind. Das erste Fahrzeug, das von einem Fahrer gesteuert wird, gibt Geschwindigkeit und Richtung vor. Mindestens ein weiterer Lkw folgt diesem in geringem Abstand automatisch. Fahrer können aber immer noch eingreifen.

Wie berichtet, arbeitet die Hamburg Port Authority (HPA) an einem ähnlichen Projekt mit dem Volkswagen-Konzern. Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben sieht mehrere Stufen vor: Zunächst soll auf einer abgesperrten Strecke die Zuverlässigkeit der Laster getestet werden. Diese können mithilfe verschiedener Sensoren ihre Position auf der Straße bestimmen, das eingegebene Ziel ansteuern und Kollisionen auf dem Weg vermeiden. In einem weiteren Schritt könnten diese führerlosen Transportfahrzeuge für einen Einsatz auf häufig gefahrenen Strecken getestet werden, etwa als Shuttle-Service zum Leercontainerdepot.

Die Vorstellungen von HHLA-Chefin Titzrath gehen aber noch wesentlich weiter. „In einigen Jahren werden Waren wahrscheinlich auf automatisch gesteuerten Schiffen über die Meere transportiert“, sagte sie in ihrer Rede vor den Aktionären.

https://www.abendblatt.de/wirtschaft/ar ... efern.html
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon maxbreak2 » Do 14. Jun 2018, 08:48

H2O hat geschrieben:(13 Jun 2018, 10:41)

Ja, so wird das wohl vernünftig im Dialog mit der Maschine ALEXA ++ demnächst ablaufen. Wir Anwender merken davon technisch gar nichts.

Sie tun mit der Vorbereitung Ihrer Fahrt mit GoogleMap ein Weiteres: Graphische Eingabe in ein elektronisches Kartensystem. Das funktioniert mit meinem Navigationssystem ohne GoogleMap schon, aber da wird sich bestimmt noch heftig etwas tun.

Vielleicht passiert aber etwas ganz Schlimmes: Durch die automatische Fahrzeugführung verlieren wir die Fähigkeit, uns mit "Karte und Kompaß" zurecht zu finden... und dann wird die elektronische Karte entwertet. Ich erinnere mich an die nette Lästerei gegen meine liebe Frau, wenn die mir lange vor der Erfindung automatischer Navis anhand der Straßenkarten mitteilen sollte, wann ich abbiegen sollte.... :D


Es geht nicht um die Eingabe des Ziels in Ihrem Navigationsgerät und schon gar nicht um die anschließende Navigation zum Ziel selbst. Das ist alles technisch schon lange gelöst.
Sondern lediglich darum, wie Ihnen derjenige, mit dem Sie einen Treffpunkt ausmachen wollen, eben diesen Treffpunkt in Zukunft möglichst genau mitteilen soll.

Um auf Ihr Beispiel zurückzukommen, es stehen aktuell mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.
Ich habe eine existierende Straße verwendet.
Ihr Freund ruft Sie an und erklärt Ihnen, pass auf wir treffen uns in:

1.Grevenbroich, Erckensstraße (Postadresse/alte Lösung)
Neu:
2. "9F383HRP+P3" (https://plus.codes/9F383HRP+P3) Google Lösung Pluscode
3. "DEU 41B.C3Q" (MapCode Deutschland) Keinen direkten Link gefunden. Man muss auf die Seite http://www.mapcode.com gehen und dort den Adresscode händisch eingeben.
4. "VJ28Q.3T4C" (MapCode International)
5. "handwerk.spielzeug.begegnung" (https://map.what3words.com/handwerk.spielzeug.begegnung) What3Words

Wenn Sie sich zwischen den neuen Varianten 2. bis 5. entscheiden müssten, welche Variante würden Sie wählen und warum?
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Re: Sammelstrang Autonome/Selbstlenkende Fahrzeuge

Beitragvon H2O » Do 14. Jun 2018, 13:58

maxbreak2 hat geschrieben:(14 Jun 2018, 09:48)

Es geht nicht um die Eingabe des Ziels in Ihrem Navigationsgerät und schon gar nicht um die anschließende Navigation zum Ziel selbst. Das ist alles technisch schon lange gelöst.
Sondern lediglich darum, wie Ihnen derjenige, mit dem Sie einen Treffpunkt ausmachen wollen, eben diesen Treffpunkt in Zukunft möglichst genau mitteilen soll.

Um auf Ihr Beispiel zurückzukommen, es stehen aktuell mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.
Ich habe eine existierende Straße verwendet.
Ihr Freund ruft Sie an und erklärt Ihnen, pass auf wir treffen uns in:

1.Grevenbroich, Erckensstraße (Postadresse/alte Lösung)
Neu:
2. "9F383HRP+P3" (https://plus.codes/9F383HRP+P3) Google Lösung Pluscode
3. "DEU 41B.C3Q" (MapCode Deutschland) Keinen direkten Link gefunden. Man muss auf die Seite http://www.mapcode.com gehen und dort den Adresscode händisch eingeben.
4. "VJ28Q.3T4C" (MapCode International)
5. "handwerk.spielzeug.begegnung" (https://map.what3words.com/handwerk.spielzeug.begegnung) What3Words

Wenn Sie sich zwischen den neuen Varianten 2. bis 5. entscheiden müssten, welche Variante würden Sie wählen und warum?


Ich würde vermutlich keine der Varianten wählen, sondern die Kommunikation in anderen Varianten abwickeln:

    1.
    Meine Adresse aus meinem Adressregister... oder die meiner Gastgeber, wo ich gerade bin.

    2.
    Funktion "Mein Standort" abrufen und übertragen (wenn ich mit einer Panne unterwegs herum liege)

    3.
    Geoposition auf Karte anklicken und übertragen.

Ich müßte mir also gar nichts merken, und mein hilfsbereiter Freund auch nicht. Der sähe meine angegebene Position dann auf der elektronischen Karte seiner Navigationsfunktion oder seines Handys und bekäme wunschgemäß einen Vorschlag für die Anfahrt und die Reisezeit zu mir.

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