Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

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Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Ebiker » Sa 12. Aug 2017, 15:16

jaja, wie von linksgrünen Gutmenschen gewohnt hätte könnte müßte . Sonst nix. Autoreisezug ist tot. so schaut die Realität aus
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Anderus
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Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Anderus » Sa 12. Aug 2017, 15:20

Ebiker hat geschrieben:(12 Aug 2017, 16:16)

jaja, wie von linksgrünen Gutmenschen gewohnt hätte könnte müßte . Sonst nix. Autoreisezug ist tot. so schaut die Realität aus


Spar Dir deine Beleidigungen, und schreib was Vernünftiges zum Thema.
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Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Ebiker » Sa 12. Aug 2017, 15:42

Das habe ich, im Gegensatz zu dir.
Eines Tages werden Millionen Menschen die südliche Hemisphäre verlassen, um in der nördlichen Hemisphäre einzufallen. Und sie werden sie erobern, indem sie sie mit ihren Kindern bevölkern.
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Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon H2O » Sa 12. Aug 2017, 16:35

Anderus hat geschrieben:(12 Aug 2017, 15:59)

Ohne deine Erfahrung in Zweifel zu ziehen? Glaubst Du wirklich, das es sinnvoll wäre, diese Erfahrung mit den heutigen Möglichkeiten zu vergleichen?
....
Müssten flächendeckend eingerichtet werden, damit niemand weiter als 50 Kilometer fahren muss.
....
Könnte man schon vor der Abfahrt, außerhalb des Zuges, mit beginnen. Sobald man im Bahnhof ankommt, könnte man aufladen. Während der Fahrt, könnte man zum Beispiel einen Ladevorgang "rundum in Perioden", einrichten, damit jedes Fahrzeug optimal, auch während der Fahrt, aufgeladen werden könnte. Im Winter, könnte man den Ladevorgang, mit dem Aufheizen des Innenraums kombinieren.
...
Könnte man dadurch angenehmer machen, indem man die Bahnhöfe, vernünftig gestaltet. Wie in großen Bahnhöfen heute schon üblich, könnte man ganze Einkaufszentren (wie z.B. in Berlin), einrichten. Man könnte ein Kino anbieten, Sauna, Schwimmbad, Ruhesaal zum Lesen, .... . Und, man könnte eine App einrichten und anbieten, wo der Reisende seine Wünsche eingeben kann, und dann lückenlos, insbesondere durch Weckrufe, betreut würde.


Ja, lieber Anderus, Sie sind jetzt erst einmal begeistert von Ihrer Lösungsidee. Dafür habe ich volles Verständnis, denn ich fand die inzwischen untergegangene Lösung mit den Autoreisezügen zunächst ja auch ganz hervorragend. Immerhin habe ich das Angebot in 5 Jahren dreimal angenommen.

Dann möchte ich noch eine Lanze brechen für die Schlafwagen; die waren durchaus gemütlich und gut benutzbar. Wir hatten uns den Luxus eines eigenen Duschbads gegönnt... alles klein, aber brauchbar. Also, vor diesem Teil des Angebots wäre meine Nachfrage nie zurück geprallt. Die Nachteile waren schon die immer länger werdenden Anreisen und die Umstände beim Verladen und Einsteigen.

Sie müssen sich nun Ihre Abhilfen einmal vor Augen halten, und die Kosten, die solche Anlagen sicher verursachen werden. Ich tippe auf -zig Millionen (je Anlage!). Wie will das ein Wirtschaftsbetrieb jemals wieder herein holen? Übersetzen Sie das einmal in die schöne neue Elektrowelt... das wird nicht preisgünstiger zu machen sein.

Im ersten Zorn habe ich die Nachteile der Autoreisezüge auch der unlustigen Beamtenwelt zugeordnet. Das wird sicher für die eine oder andere Gedankenlosigkeit zutreffen. Aber an den Wahnsinnsinvestitionen an den Bahnhöfen ändert das nichts. ob nun Vater Staat seinen Flughafen Schönefeld baut, oder ein auf Gewinn ausgerichtetes Unternehmen diese Endstellen. Am Ende wird die Allgemeinheit unsere Bequemlichkeit bezahlen müssen, oder niemand. Ich tippe auf letztere.

Aber wir werden sicher träumen dürfen; erleben werden wir diese schöne neue Welt nach meinen Erkenntnissen jedenfalls nicht. (Ich ohnehin nicht; mehr als 15 Jahre gebe ich mir nicht, wenn der liebe Gott es gut mit mir meint).
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Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 12. Aug 2017, 18:12

Ich bin als Kind auch mal mit so einem Zug gefahren, fand ich sehr spannend und durch das Rattern der Räder konnte ich gut schlafen. Das ist aber ein Relikt aus vergangenen Zeiten und in Zukunft wird es auch nicht mehr benötigt. eAutos werden die Reichweite steigern, der Autopilot wird das Fahrzeug autonom zum Ziel steuern und die Passagiere können die Fahrt zu nützlichen Aktivitäten nutzen oder einfach nur schlafen.
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Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon H2O » Sa 12. Aug 2017, 18:19

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Aug 2017, 19:12)

Ich bin als Kind auch mal mit so einem Zug gefahren, fand ich sehr spannend und durch das Rattern der Räder konnte ich gut schlafen. Das ist aber ein Relikt aus vergangenen Zeiten und in Zukunft wird es auch nicht mehr benötigt. eAutos werden die Reichweite steigern, der Autopilot wird das Fahrzeug autonom zum Ziel steuern und die Passagiere können die Fahrt zu nützlichen Aktivitäten nutzen oder einfach nur schlafen.


Ich hoffe, daß Sie damit Recht behalten. Ich habe derzeit Probleme, mir die elektrische Energiedichte der Batterien vor zu stellen. Ich tippe auf Wasserstoff und Brennstoffzellen.
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Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon frems » Sa 12. Aug 2017, 18:23

jack000 hat geschrieben:(11 Aug 2017, 20:53)Natürlich bringt sowas nichts bei z.B. S-Bahnen im Nahverkehr da die Reise zu kurz ist um ein sinnvolles aufladen zu ermöglichen. Aber bei längeren Reisen (und das ist bei Autozügen der Fall) macht es Sinn wenn man am Reiseziel mit einem aufgeladenen Auto weiter fahren kann. Ebenso bei längeren Reisen mit dem E-Bike.

Naja, mag theoretisch so sein, aber ich halte von dem Konzept nicht so viel, weil es kaum Nachfrage gibt. Technisch ist es sicherlich möglich, aber was bringt einem eine gute Idee, die erstmal hohe Kosten in die Infrastruktur bedeutet und am Ende kaum Nutzer findet? Wer heute einen Verbrenner fährt und nicht die Autoreisezüge nutzt, wird es auch kaum tun, falls er sich morgen einen Stromer holt. Für seltene Fernreisen setzt man da lieber auf Schnellladesysteme. Selbiges für die rollende Landstraße. Bei den LKW überlegt man eher, per Oberleitung oder Induktionsschleife auf Teilabschnitten von Fernstraßen eine Ladung zu ermöglichen, um somit etwas Zeit zu sparen. Da müsste der Staat dem Eisenbahnwesen schon ähnlich viel Aufmerksamkeit schenken wie dem Straßenwesen und das sehe ich nicht einmal im Ansatz.
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Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Misterfritz » Sa 12. Aug 2017, 18:28

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Aug 2017, 19:12)

Ich bin als Kind auch mal mit so einem Zug gefahren, fand ich sehr spannend und durch das Rattern der Räder konnte ich gut schlafen. Das ist aber ein Relikt aus vergangenen Zeiten und in Zukunft wird es auch nicht mehr benötigt. eAutos werden die Reichweite steigern, der Autopilot wird das Fahrzeug autonom zum Ziel steuern und die Passagiere können die Fahrt zu nützlichen Aktivitäten nutzen oder einfach nur schlafen.
Das hiesse aber, dass noch erheblich mehr an energiefressender Technik an Bord wäre. Das Recihweitenproblem würde damit bestimmt nicht gelöst ;)
Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich alle paar hundert Kilometer für eine längere Zeit halte, nur damit ich Strom "tanken" kann. Um eAutos attraktiv zu machen, muss noch sehr viel passieren.

Und dann stellt sich natürlich die Frage, wie diese Menge an Energie hergestellt werden soll?
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Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Ebiker » Sa 12. Aug 2017, 18:35

Misterfritz hat geschrieben:(12 Aug 2017, 19:28)


Und dann stellt sich natürlich die Frage, wie diese Menge an Energie hergestellt werden soll?


Das ist die Masterfrage auf die die Grünen keine antwort haben
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Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon H2O » Sa 12. Aug 2017, 20:29

Ebiker hat geschrieben:(12 Aug 2017, 19:35)

Das ist die Masterfrage auf die die Grünen keine antwort haben


Doch, doch, DIE GRÜNEN haben Antworten. Nur will diese Antwort vielen Zeitgenossen gar nicht schmecken. Eins ist doch sonnenklar: die größten Energiequellen werden die sein, die wir nicht mehr benötigen: Durch Verzicht und durch intelligente Sparmaßnahmen. Das Verbraucherverhalten muß gründlich geschult werden, weil vielen Menschen gar nicht bewußt ist, wie und wo sie ohne Entbehrungen Energie sparen können... und dann natürlich auch müssen. Ja, Entbehrungen wird es auch geben, wenn man sich nicht auf diese Durststrecken einstellen will.

Um Himmelswillen keine Grünen wählen... das sind doch die Diktatoren mit den Entbehrungen und Durststrecken!
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Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Woppadaq » Sa 12. Aug 2017, 22:16

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Aug 2017, 19:12)

Ich bin als Kind auch mal mit so einem Zug gefahren, fand ich sehr spannend und durch das Rattern der Räder konnte ich gut schlafen. Das ist aber ein Relikt aus vergangenen Zeiten und in Zukunft wird es auch nicht mehr benötigt. eAutos werden die Reichweite steigern, der Autopilot wird das Fahrzeug autonom zum Ziel steuern und die Passagiere können die Fahrt zu nützlichen Aktivitäten nutzen oder einfach nur schlafen.


Ja, das ist die Wunschtheorie der amerikanischen Republikaner, ebenso Hyperloop. Damit wollen sie die weltweite Entwicklung von Hochgeschwindigleitszügen, die sie jahrzehntelang verpennt haben, "überholen ohne einzuholen".

Aber dort formiert sich eine Gegenbewegung, hin zu mehr Realismus.
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Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 12. Aug 2017, 22:23

Der eAuto-Reisezug ist ein Wunschtraum amerikanischer Republikaner? Elon Musk ist Republikaner?
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Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Woppadaq » Sa 12. Aug 2017, 22:36

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Aug 2017, 23:23)

Der eAuto-Reisezug ist ein Wunschtraum amerikanischer Republikaner? Elon Musk ist Republikaner?


Keine Ahnung, aber wenn du dir die Kommentarsektion bei Youtube-Videos zum Thema CAHSR durchliest, verstehst du, was ich meine.

Obwohl ich zugeben muss: diese Einstellung ist nicht auf eine Partei beschränkt.
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Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Anderus » So 13. Aug 2017, 05:24

H2O hat geschrieben:(12 Aug 2017, 17:35)
Ja, lieber Anderus, Sie sind jetzt erst einmal begeistert von Ihrer Lösungsidee. Dafür habe ich volles Verständnis, denn ich fand die inzwischen untergegangene Lösung mit den Autoreisezügen zunächst ja auch ganz hervorragend. Immerhin habe ich das Angebot in 5 Jahren dreimal angenommen.

Glaub mir, ich bin kein Spinner. Natürlich war die Idee, Autoreisezüge anzubieten, von vorn herein undurchdacht. Die Idee war dazu verurteilt, nicht kostendeckend zu arbeiten. Das kann sich auf Dauer, kein Privatunternehmen, was die Bahn heute ist, leisten.

Bei den Elektroautos, ist die Situation aber von vorn herein eine andere. Der heutige Stand der E-Autos, krankt an allen Enden und Kanten. Die Reichweite, selbst im Sommer, lässt sehr zu wünschen übrig. Im Winter, wenn eine Heizung den halben Strom wegfrisst, noch mehr. Wer hier träumt, so wie bei Tesla, er könnte das Problem damit lösen, immer schwerere Batterien zu bauen, könnte schnell an Grenzen kommen, wo die Sache utopisch wird.

Es lässt sich auf Dauer, wenn man dem E-Auto zum Durchbruch verhelfen will, gar nicht vermeiden, die Dinger huckepack zu fahren, um lange Reichweiten, auch mit dem Elektroauto, bewältigen zu können. Vorschläge, die Dinger alle 100 Km aufzuladen, sind völlig hirnrissig. Wie lange sollte eine Reise von 2.000 Km (Spanien), denn dauern?

Wir haben ja den Vorteil, das wir Erfahrung mit Autoreisezügen haben. Wir brauchen ja gar nicht bei Null anzufangen. Man brauchte doch nur, einen Versuchsreisezug, z.B. bei Siemens in Krefeld, in Auftrag zu geben und nach dem neuesten Stand der Technik, entwickeln und bauen zu lassen. Die Gleise und Locks sind vorhanden. Man könnte bevorzugt nachts fahren, und einfach nur mal testen, wie die Sache läuft. Wo liegt da eigentlich das Problem?

Man könnte doch einfach auf die Erfahrungen der Reisezüge zurückgreifen, und in die Entwicklung mit einpreisen. Warum nicht am Anfang, so wie früher, nur, wenn frühzeitig eine Fahrkarte gelöst wird? Nichts spricht dagegen, auf solchen Zügen, auch kleinere Stinker, wie Smart, Lupo, Ka, usw. mitzunehmen. Genauso, wie nichts dagegen spricht, Motorräder, Mopeds oder E-Bikes mitzunehmen, nach dem Motto, "Alles was drauf passt, ungefährlich ist und vernünftig ist (Tiere also nur bedingt), darf auch mitgenommen werden."

Natürlich, müsste die Regierung, die ja ein besonderes Interesse an E-Autos hat, (bis 2020 eine million Fahrzeuge), die Erstellung der Bahnhöfe übernehmen. Für den Versuch, würde es reichen, bei einer Nord-Süd Verbindung, wenn erstmal in Hamburg, Osnabrück, Düsseldorf, Koblenz, Stuttgart und München, Bahnhöfe eingerichtet würden. Da man örtlich flexibel ist, dürfte es auch kein Problem werden, die Erschließungsphase auf 3 Jahre zu begrenzen. Es gäbe sicher viele Ortschaften, im Umkreis von diesen Großstädten, die gerne Bauland anbieten würden, um solche Bahnhöfe erstellen zu können und zu lassen. Ich könnte mir durchaus vorstellen, das die ersten Züge, schon in 4 bis 5 Jahren eingesetzt werden könnten.

Dann möchte ich noch eine Lanze brechen für die Schlafwagen; die waren durchaus gemütlich und gut benutzbar. Wir hatten uns den Luxus eines eigenen Duschbads gegönnt... alles klein, aber brauchbar.

Nun ja, Schlafwagen? Ich hab mir das Ding im bonner Geschichtsmuseum angesehen, was Kanzler Adenauer benutzt hat. Feines Gerät. Würde ich mit, um die ganze Erde fahren. Schlafwagen war mir damals aber zu teuer. Ich war mit einem Liegewagen (6 Betten pro Abteil) schonmal von Bonn nach Rom gefahren. Es geht, wenn nicht gerade die Klimaanlage ausfällt. Trotzdem sollte bei den Reisezügen dran gearbeitet werden, so wie oben vorgeschlagen, das man Kabinen baut, in dem Stil, wie bei den Cab-Hotels. Warum nicht 6 Cabs pro Abteil? und für jedes Abteil, ein Bad mit Toilette und Dusche?
Also, vor diesem Teil des Angebots wäre meine Nachfrage nie zurück geprallt. Die Nachteile waren schon die immer länger werdenden Anreisen und die Umstände beim Verladen und Einsteigen.

Dazu hatte ich ja oben Vorschläge gemacht. Das dürften Probleme sein, die sich spielend lösen lassen. Sogar eine automatische Verladung könnte ich mir vorstellen.

Sie müssen sich nun Ihre Abhilfen einmal vor Augen halten, und die Kosten, die solche Anlagen sicher verursachen werden. Ich tippe auf -zig Millionen (je Anlage!).

Und, was sind denn Millionen? Ganz abgesehen davon, das sich solche Unkosten spielend in 10 Jahren einfahren ließen, kann ich kaum Kosten erkennen, die nicht bezahlbar wären. Was meinst Du, was die Entwicklung und der Bau, des neuen ICE gekostet hat? Grundstücke für Bahnhöfe, ließen sich für billigstes Geld, schon außerhalb von 20 Km einer Großstadt, erwerben. Der Bau des Bahnhofs, könnte für 200 Millionen erstellt werden. Rechnet man also 6 Bahnhöfe für 1,8 Milliarden, und Bau eines Zuges von 200 Millionen, käme man auf eine Summe von 2 Milliarden. Würde man dafür eine AG gründen, würde ich mir sofort für 3000 Euro ein Aktienpaket zulegen.

Aber wir werden sicher träumen dürfen; erleben werden wir diese schöne neue Welt nach meinen Erkenntnissen jedenfalls nicht. (Ich ohnehin nicht; mehr als 15 Jahre gebe ich mir nicht, wenn der liebe Gott es gut mit mir meint).

Warum sollte es der liebe Gott, mit so netten Menschen wie Dir, nicht gut meinen? Geh ruhig von noch 20 Jahren aus. Ich hatte ja oben geschrieben. Die ersten Züge könnten nach meiner Rechnung, schon in 5 Jahren fahren. Erste Versuche, wären sogar schon in 2 Jahren möglich. (Man könnte für die Be- und Entladung alte Güterbahnhöfe nutzen, die heute ungenutzt in der Gegend rumstehen.) Das dürfte doch noch zu deinen Lebzeiten möglich sein?

Was die Sache mit der Energie (Strom) angeht, dürften hier, einige noch im 20. Jahrhundert leben. Mitlerweile wird mit Windkrafträdern soviel Energie erzeugt, das die Dinger in Spitzenzeiten abgestellt werden müssen, weil keiner den Strom benutzen kann. Das Zauberwort, heißt Stromspeicherung, wo mit Hochdruck dran gearbeitet wird. Nur noch eine Frage von wenigen Jahren, bis das Problem gelöst ist.

Was die Skepsis angeht, ist man immer wieder erstaunt, wie leichtgläubig und verbohrt viele Menschen sein können. Wie war das denn damals mit den Atomkraftwerken? Sollten da nicht die Lichter ausgehen? Sollten die Leute nicht auf Zügen in Ohnmacht fallen, die schneller als 100 Km/h fuhren? Sollte der Growian (Großwindanlage) der heute eher eine Kleinwindanlage darstellt, nicht als Witzfigur in die Geschichte eingehen? Sollte nicht die erste Rakete, außerhalb der Atmosphäre verglühen und explodieren? Und, sollten die Astronauten, nicht auf dem Mondstaub, metertief versinken? Tut mir Leid, aber ich kann mit so einer Maschinenstürmerei, nicht das Geringste anfangen, zumal es Autoreisezüge, schon seit fast 100 Jahren gibt.
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Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Teeernte » So 13. Aug 2017, 08:46

Anderus hat geschrieben:(13 Aug 2017, 06:24)

Glaub mir, ich bin kein Spinner. Natürlich war die Idee, Autoreisezüge anzubieten, von vorn herein undurchdacht. Die Idee war dazu verurteilt, nicht kostendeckend zu arbeiten. Das kann sich auf Dauer, kein Privatunternehmen, was die Bahn heute ist, leisten.

Bei den Elektroautos, ist die Situation aber von vorn herein eine andere. Der heutige Stand der E-Autos, krankt an allen Enden und Kanten. Die Reichweite, selbst im Sommer, lässt sehr zu wünschen übrig. Im Winter, wenn eine Heizung den halben Strom wegfrisst, noch mehr. Wer hier träumt, so wie bei Tesla, er könnte das Problem damit lösen, immer schwerere Batterien zu bauen, könnte schnell an Grenzen kommen, wo die Sache utopisch wird.

Es lässt sich auf Dauer, wenn man dem E-Auto zum Durchbruch verhelfen will, gar nicht vermeiden, die Dinger huckepack zu fahren, um lange Reichweiten, auch mit dem Elektroauto, bewältigen zu können.


Deine Zwischenlösung ist .....der Teppich auf Auslegeware ...die auf dem Marmorboden liegt....

Teuer - noch teurer...für die Masse unbezahlbar.

Was meinst Du - kostet die "Mobile" Ladeschale für E-Döschen auf der Strecke Berlin - Hannover ? ...zusätzlich zum 2. Klasse ticket IC ?

(Anreise 2 h vorher inbegriffen..)

Da ist das "Sharing" Auto doch besser.... oder ein Taxi.


13. Oktober 2014, 14:08 Uhr
Abschaffung der Autozüge
Der Zug ist abgefahren
:D :D :D
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Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Tom Bombadil » So 13. Aug 2017, 08:52

Anderus hat geschrieben:(13 Aug 2017, 06:24)

Tut mir Leid, aber ich kann mit so einer Maschinenstürmerei, nicht das Geringste anfangen...

Warum ist es dann für dich unvorstellbar, dass eAutos irgendwann wie heutige PKW nutzbar sein werden, mit 600-700km Reichweite und mit allem nur erdenklichem Komfort?

Wenn du von der Idee so überzeugt bist, kannst du ja mal versuchen, auf Kickstarter Geld einzusammeln!
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Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Teeernte » So 13. Aug 2017, 09:07

Tom Bombadil hat geschrieben:(13 Aug 2017, 09:52)

Warum ist es dann für dich unvorstellbar, dass eAutos irgendwann wie heutige PKW nutzbar sein werden, mit 600-700km Reichweite und mit allem nur erdenklichem Komfort?

Wenn du von der Idee so überzeugt bist, kannst du ja mal versuchen, auf Kickstarter Geld einzusammeln!


Der Wechsel-Akku ist der Dreh und Angelpunkt. Der Akku-Pool der Autowirtschaft .....einheitlich genormt ....und ein großer nimmt davon eben 2 ...zu vernünftigen Preisen. Die Tankstelle hat den Vorrat...und ladet. Automatiktausch - innerhalb einer Minute.

Denkbar auch als EXTENDER ....in Jedem E-Döschen ist ein kleiner Akku für 50km als Standard - und der LONG Range Extender wird "zugeladen/angemietet" - wenn man Langstrecke fährt....

Der Kauf der "Hülle" ist dann bezahlbar - ohne AKKU - und der MietAKKU kostet dann nur die voraussichtliche Strecke....
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Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon immernoch_ratlos » So 13. Aug 2017, 09:27

Wenn es je sinnvoll sein sollte seinen E-PKW mit auf die Reise zu nehmen - warum auch immer - wäre das ein "Markt" der die notwendigen techn. Veränderungen / Voraussetzungen an Zügen herbeiführen würde.

An der Übertragung der Ladeleistung für die Batterien in den huckepack genommen E-PKW würde es ganz sicher nicht scheitern. Die Fahrdrähte die ja auch einen ICE3 (mit Doppeltraktion) der Höchstbelastung von ~18 MW problemlos ermöglichen, sollen im Fahrbetrieb das Laden von X Batteriesystemen nicht ermöglichen :?:

Unabhängig von der Frage, wie sinnvoll ein Fahrzeugtransport überhaupt sein kann, wäre gewiss nicht jeder E-PKW total entladen. Die Annahme, jemand wolle von A nach B wo dann der Zug den Transport nach X übernimmt um eine signifikant große Distanz zu überwinden - also deutlich mehr, als die Streckenleistung des jeweils betroffenen E-PKW hergibt (ohne Ladestopp), kann getrost davon ausgehen, der Ladezustand würde in den allermeisten Fällen noch über 80% liegen. Kein Mensch fährt erst >200 km zur "nächsten Verladestation", wenn der Sinn des Transports das Einsparen von aktiver Fahrzeit sein soll. Ob dann noch Nachladung erforderlich ist und wie hoch der gemeinsame Ladestrom ALLER E-PKW überhaupt ist (warum sollte man das mit einem Gleichzeitigkeitsfaktor von 100% überhaupt tun wollen :?: ) ist eine technisch problemlos zu klärende Frage.

Mein Vertrauen in eine vollautomatische Regelung für den unwahrscheinlichen Fall, es gäbe je solche Transporte in Massen, ist ungebrochen. Die auf eine lange Strecke verteilte Ladeleistung ist nichts als eine machbare Ingenieurleistung. Beim Stand der heutigen Digitalisierung wohl das kleinste Problem.

Auch dann, wenn der individuelle E-PKW "vor Ort" ist - wo immer das sein könnte, erhebt sich die Frage warum dort mit dem eigenen PKW gefahren werden muss :?: Warum nicht ein geeignetes Fahrzeug dort ausleihen (oder andere Möglichkeiten nutzen) :?: Der allgemein niedrige tatsächliche Nutzungsgrad (vor Ort) spricht eher gegen zudem kostspieligen Transport. Erfahrungsgemäß steht auch ein per Huckepack angekommenes Fahrzeug wenigstens zu ~80% am Zielort nur ungenutzt herum.

Dies ist nichts als eine Gespensterdiskussion - in jeglicher Hinsicht - wäre das Mitnehmen seines PKW eine wichtige Option, würde längst ein entsprechender "Markt" mit allen technischen Voraussetzungen existieren. Bislang eher eine ungenutzte Marktnische. Dabei - für eine techn. Realisation, wäre das Laden von E-PKW wohl der geringste Anlass für größeres Kopfzerbrechen.

Die Mobilität wird sich allgemein und grundsätzlich verändern. Wie oft kann ein Bewohner im gut vernetzten Umland - oder gleich im Stadtraum - für den Preis eines alle mindestens 10 Jahre neu anzuschaffenden PKW (jeglicher Bauart) andere Formen der Mobilität nutzen :?:

Heute ist Morgen bereits Vergangenheit - alles was das vernetzte Verkehrssystem betrifft - ist in grundsätzlichem Wandel begriffen. Bisherige Gewohnheiten werden zunehmend hinterfragt. Das wird zu Veränderungen führen - gleichgültig ob das so oder so jedem passt....

Was eher und weitaus vernünftiger ist - der "umgekehrte Weg" - Teile von Autobahnen für den Schwerverkehr elektrifizieren. El. Strom als Antriebsenergie ist selbst wenn man die "Quelle" zunächst unberücksichtigt lässt, im Vergleich zu Antrieb mit Verbrennungsmotoren DOPPELT so effizient. Dieser Quelle : FAZ "Praxistest von Strom-Lkw ab Ende 2018 in Hessen " wird helfen das herauszufinden. Eine existierende Fahrbahn wir "elektrifiziert" - bleibt weiter für die notwendige Übergangszeit auch für die (noch) üblichen LKW (und alle anderen Verkehrsteilnehmer) nutzbar. Das eine so vorhandenes Leitungsnetz auch über Ladestationen E-PKW bedienen kann ist gewiss keine Frage der Übertragungskapazität. Überhaupt, ist so auch der Weg für energiesparendes Fahren im "Verbund" geöffnet. Wer konventionell weiterfahren möchte, tut das zu erhöhten Nutzungsentgelten - die LKW-Maut ist ja schon seit Jahren im Einsatz.
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Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon H2O » So 13. Aug 2017, 09:35

Anderus hat geschrieben:(13 Aug 2017, 06:24)

Glaub mir, ich bin kein Spinner. Natürlich war die Idee, Autoreisezüge anzubieten, von vorn herein undurchdacht. Die Idee war dazu verurteilt, nicht kostendeckend zu arbeiten. Das kann sich auf Dauer, kein Privatunternehmen, was die Bahn heute ist, leisten.

Bei den Elektroautos, ist die Situation aber von vorn herein eine andere. Der heutige Stand der E-Autos, krankt an allen Enden und Kanten. Die Reichweite, selbst im Sommer, lässt sehr zu wünschen übrig. Im Winter, wenn eine Heizung den halben Strom wegfrisst, noch mehr. Wer hier träumt, so wie bei Tesla, er könnte das Problem damit lösen, immer schwerere Batterien zu bauen, könnte schnell an Grenzen kommen, wo die Sache utopisch wird.

Es lässt sich auf Dauer, wenn man dem E-Auto zum Durchbruch verhelfen will, gar nicht vermeiden, die Dinger huckepack zu fahren, um lange Reichweiten, auch mit dem Elektroauto, bewältigen zu können. Vorschläge, die Dinger alle 100 Km aufzuladen, sind völlig hirnrissig. Wie lange sollte eine Reise von 2.000 Km (Spanien), denn dauern?

Wir haben ja den Vorteil, das wir Erfahrung mit Autoreisezügen haben. Wir brauchen ja gar nicht bei Null anzufangen. Man brauchte doch nur, einen Versuchsreisezug, z.B. bei Siemens in Krefeld, in Auftrag zu geben und nach dem neuesten Stand der Technik, entwickeln und bauen zu lassen. Die Gleise und Locks sind vorhanden. Man könnte bevorzugt nachts fahren, und einfach nur mal testen, wie die Sache läuft. Wo liegt da eigentlich das Problem?

Man könnte doch einfach auf die Erfahrungen der Reisezüge zurückgreifen, und in die Entwicklung mit einpreisen. Warum nicht am Anfang, so wie früher, nur, wenn frühzeitig eine Fahrkarte gelöst wird? Nichts spricht dagegen, auf solchen Zügen, auch kleinere Stinker, wie Smart, Lupo, Ka, usw. mitzunehmen. Genauso, wie nichts dagegen spricht, Motorräder, Mopeds oder E-Bikes mitzunehmen, nach dem Motto, "Alles was drauf passt, ungefährlich ist und vernünftig ist (Tiere also nur bedingt), darf auch mitgenommen werden."

Natürlich, müsste die Regierung, die ja ein besonderes Interesse an E-Autos hat, (bis 2020 eine million Fahrzeuge), die Erstellung der Bahnhöfe übernehmen. Für den Versuch, würde es reichen, bei einer Nord-Süd Verbindung, wenn erstmal in Hamburg, Osnabrück, Düsseldorf, Koblenz, Stuttgart und München, Bahnhöfe eingerichtet würden. Da man örtlich flexibel ist, dürfte es auch kein Problem werden, die Erschließungsphase auf 3 Jahre zu begrenzen. Es gäbe sicher viele Ortschaften, im Umkreis von diesen Großstädten, die gerne Bauland anbieten würden, um solche Bahnhöfe erstellen zu können und zu lassen. Ich könnte mir durchaus vorstellen, das die ersten Züge, schon in 4 bis 5 Jahren eingesetzt werden könnten.


Nun ja, Schlafwagen? Ich hab mir das Ding im bonner Geschichtsmuseum angesehen, was Kanzler Adenauer benutzt hat. Feines Gerät. Würde ich mit, um die ganze Erde fahren. Schlafwagen war mir damals aber zu teuer. Ich war mit einem Liegewagen (6 Betten pro Abteil) schonmal von Bonn nach Rom gefahren. Es geht, wenn nicht gerade die Klimaanlage ausfällt. Trotzdem sollte bei den Reisezügen dran gearbeitet werden, so wie oben vorgeschlagen, das man Kabinen baut, in dem Stil, wie bei den Cab-Hotels. Warum nicht 6 Cabs pro Abteil? und für jedes Abteil, ein Bad mit Toilette und Dusche?

Dazu hatte ich ja oben Vorschläge gemacht. Das dürften Probleme sein, die sich spielend lösen lassen. Sogar eine automatische Verladung könnte ich mir vorstellen.


Und, was sind denn Millionen? Ganz abgesehen davon, das sich solche Unkosten spielend in 10 Jahren einfahren ließen, kann ich kaum Kosten erkennen, die nicht bezahlbar wären. Was meinst Du, was die Entwicklung und der Bau, des neuen ICE gekostet hat? Grundstücke für Bahnhöfe, ließen sich für billigstes Geld, schon außerhalb von 20 Km einer Großstadt, erwerben. Der Bau des Bahnhofs, könnte für 200 Millionen erstellt werden. Rechnet man also 6 Bahnhöfe für 1,8 Milliarden, und Bau eines Zuges von 200 Millionen, käme man auf eine Summe von 2 Milliarden. Würde man dafür eine AG gründen, würde ich mir sofort für 3000 Euro ein Aktienpaket zulegen.


Warum sollte es der liebe Gott, mit so netten Menschen wie Dir, nicht gut meinen? Geh ruhig von noch 20 Jahren aus. Ich hatte ja oben geschrieben. Die ersten Züge könnten nach meiner Rechnung, schon in 5 Jahren fahren. Erste Versuche, wären sogar schon in 2 Jahren möglich. (Man könnte für die Be- und Entladung alte Güterbahnhöfe nutzen, die heute ungenutzt in der Gegend rumstehen.) Das dürfte doch noch zu deinen Lebzeiten möglich sein?

Was die Sache mit der Energie (Strom) angeht, dürften hier, einige noch im 20. Jahrhundert leben. Mitlerweile wird mit Windkrafträdern soviel Energie erzeugt, das die Dinger in Spitzenzeiten abgestellt werden müssen, weil keiner den Strom benutzen kann. Das Zauberwort, heißt Stromspeicherung, wo mit Hochdruck dran gearbeitet wird. Nur noch eine Frage von wenigen Jahren, bis das Problem gelöst ist.

Was die Skepsis angeht, ist man immer wieder erstaunt, wie leichtgläubig und verbohrt viele Menschen sein können. Wie war das denn damals mit den Atomkraftwerken? Sollten da nicht die Lichter ausgehen? Sollten die Leute nicht auf Zügen in Ohnmacht fallen, die schneller als 100 Km/h fuhren? Sollte der Growian (Großwindanlage) der heute eher eine Kleinwindanlage darstellt, nicht als Witzfigur in die Geschichte eingehen? Sollte nicht die erste Rakete, außerhalb der Atmosphäre verglühen und explodieren? Und, sollten die Astronauten, nicht auf dem Mondstaub, metertief versinken? Tut mir Leid, aber ich kann mit so einer Maschinenstürmerei, nicht das Geringste anfangen, zumal es Autoreisezüge, schon seit fast 100 Jahren gibt.


Ich habe ja gar nichts gegen ihren Traum ein zu wenden, außer eben meine Erfahrungen mit dem Autoreisezug als warnendes Beispiel vor zu tragen. Wenn ein solches Netzwerk tatsächlich angeboten wird, wäre ich einer der ersten Nutzer dieses Angebots.

Mir fällt es mit fortschreitendem Alter immer schwerer, die Stecke aus Nordwestdeutschland nach Westpommern in Polen auf der Autobahn 350 km und nachher noch fast 200 km Landstraßen zurück zu legen. Ein Fahrdienst Bremen <--> Stettin wäre da eine gute Sache oder Bremen <--> Swinemünde (noch besser).

Als anderen Lösungsweg hatte ich auch schon angepeilt, mit einem der vielen polnischen Wochenpendler aus Nordwestdeutschland nach Kamien Pomorski mit zu fahren. Vor Ort dann ein kleines Elektroauto für Einkäufe und Ausflüge und Besuche. Da wäre eine elektrische Reichweite ~100 km mehr als ausreichend. Gegen diese Lösung spricht gelegentlich die Notwendigkeit, einiges Gepäck mitführen zu müssen. Allerdings wird dieser Fall immer seltener eintreten, je vollständiger die Haushalte in D und PL ausgestattet sein werden. Ich könnte mir sogar vorstellen, daß eine Art TWIZY in D und in PL meinen Bedürfnissen völlig genügen würde.

Eine ganz schnelle Lösung könnte die Ferienflugverbindung Bremen <--> Heringsdorf sein. Die gibt es aber nicht, sondern nur von Düsseldorf aus. Zu weite Anreise zum Flughafen.
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Re: Einführung von Autoreisezügen für Elektroautos

Beitragvon Misterfritz » So 13. Aug 2017, 10:12

H2O hat geschrieben:(13 Aug 2017, 10:35)Mir fällt es mit fortschreitendem Alter immer schwerer, die Stecke aus Nordwestdeutschland nach Westpommern in Polen auf der Autobahn 350 km und nachher noch fast 200 km Landstraßen zurück zu legen. Ein Fahrdienst Bremen <--> Stettin wäre da eine gute Sache oder Bremen <--> Swinemünde (noch besser).
Gut,
das sind aber eher private Probleme. Wer die Nordsee vor der Tür hat und meint erheblich weiter entfernt noch ein Domizil an der Ostsee haben zu müssen, muss halt zusehen, wie er dahin kommt.

Und es erschliesst sich mir auch der Sinn nicht, Autos über eine so lange Strecke zu transportieren. Dafür gibt es andere Lösungen, z.B. ein Auto am Zielort zu mieten.

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