Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

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immernoch_ratlos
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Re: Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 28. Mär 2017, 09:41

Nun ich will es mal ganz vorsichtig versuchen - will mich wirklich nicht mit noch mehr Usern hier anlegen - was die Menschheit zunehmend braucht, ist das Abgehen von der Mentalität "dem Sieger gehört alles".

Der hier gefragte Erhalt des "technologischen Stand", brauch zunächst einmal die Erkenntnis, dafür werden immer weniger Menschen benötigt. Zwar versuchen beinahe alle "Ökonomen", weiterhin das Märchen von den immer neuen Arbeitsplätzen, die dank schwindelerregender technologischer Entwicklung anderweitig verloren gehen, aber oh Wunder auf zauberhafte Weise plötzlich aus dem Nichts neu und immer gerade rechtzeitig auftauchen. Klar, um die eigenen Theorien einer Pseudowissenschaft voll der Mythen, die als Grundlage dienen, zu stützen.

Die verschiedenen "Revolutionen" der letzten ~100.000 Jahre kumulieren sich nun im 21. Jahrhundert einer Zeitrechnung, welche das davor meist aus religiösen Gründen einfach negiert. Menschen können in Gruppen bis ~150 relativ problemlos "sozial interagieren". Danach bedarf es starker Mythen um inzwischen Milliarden einigermaßen mit relativ wenigen Kriegen ein Zusammenleben zu ermöglichen.

Währen "wir" Sapiens nicht wie andere Tiere und könnten unsere Ausnahmehirne rein logisch nutzen, gäbe es wirklich nur das was eine "handvoll Millionen" wirklich benötigen. Die Technologie würde inzwischen menschliche Arbeit problemlos ersetzen und keiner würde auch nur einen unnützen Gedanken darüber verschwenden, was jemand, der gerade menschliche Arbeit gezielt abschafft, nun noch zum arbeiten übrigbleibt um sich damit auch weiterhin "definieren zu können".

Um eine Religion "pseudologisch" zu begründen, musste ein Gott oder je nach Kulturkreis praktischerweise Götter erfunden werden. Ein entscheidendes Manko wer nur eine "Ideologie" ebenso "pseudologisch" begründen möchte. Da fehlt eindeutig "eine allmächtige unvorhersehbare Instanz", welcher "man" alles anlasten kann, was eben in der Realität nicht funktionieren kann.

Mit Hilfe eines "gnädigen Gottes" ließe es sich sicher erklären, warum in einer "Ökonomie", welche aus schnöden Gewinnabsichten, nach und nach alle menschlichen Tätigkeiten durch Maschinen und Algorithmen beseitigt, ein jedes Menschlein, weiter ausschließlich, durch seine "Arbeit" (sei sie nun geistig oder manuell) seinen Lebensunterhalt verdienen soll. Ein gütiger Gott, würde diesen Widerspruch per "Gebot" verhindern und jeder, der nicht brav daran glaubt, würde kurzerhand öffentlich abgefackelt.

Nun ist die "Ökonomie" leider eine gottlose Pseudoreligion, die sich allerdings selbst als Wissenschaft darstellt. Bevor nicht nachweislich die Hälfte der theoretischen "Arbeitnehmerschaft" nur noch von der zweiten Hälfte der "geistig oder manuell" arbeitenden, alimentiert, wird (was mindestens schwierig, wenn nicht schon unmöglich ist), wird diese Pseudoreligion versuchen, das Boot irgendwie über Wasser zu halten.

Betrachtet man allerdings die tatsächliche menschliche Erdbevölkerung und wie viele da überhaupt noch in der Lage sind, "geistig oder manuell" ihren Lebensunterhalt zu "verdienen", würde jemand, der eher logisch drauf ist, schon mal überlegen was "Morgen" mit dieser schönen Weltordnung passieren wird. Aber welche "Eintagsfliege" denkt denn über "Morgen" nach ?

Wer so "nachhaltig" den Planeten plündert, die eigene Umwelt (und die aller Mitbewohner) mit Elan zerstört, braucht sich über "die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten" keinerlei Gedanken machen.

Alles, was ausschließlich, gegenwärtig, als "Denkmodell" - wohl eher als Mythos in menschlichen Köpfen herumspukt, ist ungeeignet unser über die Jahrtausende aufgebautes Problem zu lösen. Das ist total und nachhaltig verbockt. Was können die gängigen Mythen - Geld, Staatsidee, Religionen, philosophische Betrachtungen von der Gleichheit aller Menschen - wenn um die Ecke herum das ganz anders gesehen wird, noch sinnvolles bewirken ?

OK da hilft nur der Glaube - wie im dreißigjährigen Krieg gedacht - wo der Spruch "er musste dran glauben", nur eine Metapher für, "ich hab ihn gekillt", war. Ohne grundlegende Veränderungen in den nächsten Jahren - und das weltweit - wird die Frage nach der Mindestzahl, sich eher auf die Mindestzahl der Überlebenden richten, die eine Spezies benötigt um ihre ihre Art überhaupt zu erhalten.

Je nachdem, wie diese voraussehbaren Auseinandersetzungen geführt wurden, erübrigt sich auch das.... :dead:
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)

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