Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

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Adam Smith
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Re: Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

Beitragvon Adam Smith » Sa 17. Dez 2016, 00:33

Teeernte hat geschrieben:(17 Dec 2016, 00:31)

...in wiefern gab es hier die Immobilienblase ? ....und im Emsland war auch nichts...

Der Zunami hat auch Deutsche getroffen.....aber die waren vor Ort - als Urlauber.

Dein Beitrag handelte doch von einer Krise.
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Teeernte
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Re: Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

Beitragvon Teeernte » Sa 17. Dez 2016, 00:36

Adam Smith hat geschrieben:(17 Dec 2016, 00:33)

Dein Beitrag handelte doch von einer Krise.


Was hats HIER (Damals/Heute) für Auswirkung ? - nichts..

In den USA sind die Auswirkungen sichtbar/spürbar....... bis hin zur letzten Wahl..
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Adam Smith
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Re: Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

Beitragvon Adam Smith » Sa 17. Dez 2016, 00:39

Teeernte hat geschrieben:(17 Dec 2016, 00:36)

Was hats HIER (Damals/Heute) für Auswirkung ? - nichts..

In den USA sind die Auswirkungen sichtbar/spürbar....... bis hin zur letzten Wahl..

Auch in den USA ist die Krugman-Blase bis auf den Schuldenstand schon längst vorbei.
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Teeernte
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Re: Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

Beitragvon Teeernte » Sa 17. Dez 2016, 00:50

Adam Smith hat geschrieben:(17 Dec 2016, 00:39)

Auch in den USA ist die Krugman-Blase bis auf den Schuldenstand schon längst vorbei.


Die Auswirkungen in der Bevölkerung nicht .... , sicher um den technologischen Stand zurückzudrängen - war das Bläschen doch zu Regional....
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Adam Smith
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Re: Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

Beitragvon Adam Smith » Sa 17. Dez 2016, 01:03

Teeernte hat geschrieben:(17 Dec 2016, 00:50)

Die Auswirkungen in der Bevölkerung nicht .... , sicher um den technologischen Stand zurückzudrängen - war das Bläschen doch zu Regional....

Zu Regional? Was bedeudet das? Die USA, EU, Japan, China und Südkorea waren in Bezug auf die Blase zu unbedeutend? Lag es an Taiwan?
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Teeernte
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Re: Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

Beitragvon Teeernte » Sa 17. Dez 2016, 01:19

Adam Smith hat geschrieben:(17 Dec 2016, 01:03)

Zu Regional? Was bedeudet das? Die USA, EU, Japan, China und Südkorea waren in Bezug auf die Blase zu unbedeutend? Lag es an Taiwan?


Es hatte auf den technologischen Stand keine katastrophalen Auswirkungen - wie ein schwarzer Ledergürtel zu braunen Schuhen...in der Stadt.
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Re: Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

Beitragvon Occham » Sa 17. Dez 2016, 05:51

Teeernte hat geschrieben:(17 Dec 2016, 00:07)

Das Wachstum wird durch Krise und Krieg (überregionale Katastrophen) beschnitten...und auf Stände vor Jahrzehnten....und Jahrhunderten zurückgeworfen.

....wenn es sein muss - kann es auch 1000 ...oder 2000 Jahre sein.

Ich denke mit der Industrie 4.0 sind wir schon auf den richtigen Weg, die muss aber mehr als Übergangsbemühung betrachtet werden, in ein größer werdendes System.
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Re: Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

Beitragvon Hyde » Sa 17. Dez 2016, 11:02

Ist eine theoretische Frage, auf die ich keine Antwort weiß.

Für mich steht aber fest, dass sich der technologische Fortschritt zukünftig beschleunigen wird. Denn im vergangenen Jahrhundert kamen alle technologischen Neuerungen aus den USA, Europa oder Japan. Zusammen haben diese Länder eine Bevölkerung von ca 1 Milliarde. Zukünftig werden sich aber auch Länder wie China und Indien zu modernen Industrienationen entwickeln, wodurch plötzlich eine zusätzliche Bevölkerung von ca 2,5 Milliarden zu potentiellen "Erfindern" wird, deren Potential im Sinne des technologischen Fortschritts genutzt werden kann.

Wenn man sich ansieht, was selbst ein kleines Land wie Südkorea mittlerweile technologisch leistet, weil es sich industrialisiert hat, dann lässt das erahnen, was für Möglichkeiten der Welt technologisch offenstehen, wenn erst Milliardenvölker wie China & Indien mal so weit sind.
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Re: Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

Beitragvon watisdatdenn? » So 25. Dez 2016, 08:09

Russland hat nur 140 millionen einwohner!
russland würde ich definitiv ein autonomes existieren zutrauen.
meine aktuelle vermutung ist dass man zwischen 10 und 100 millionen (natürlich sehr gebildete) menschen braucht
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Adam Smith
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Re: Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

Beitragvon Adam Smith » So 25. Dez 2016, 08:40

watisdatdenn? hat geschrieben:(25 Dec 2016, 08:09)

Russland hat nur 140 millionen einwohner!
russland würde ich definitiv ein autonomes existieren zutrauen.
meine aktuelle vermutung ist dass man zwischen 10 und 100 millionen (natürlich sehr gebildete) menschen braucht

Russland ist in der Lage den technologischen Stand zu halten? Russland kann also den Silicon Valley in den USA problemlos ersetzen?
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Darkfire
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Re: Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

Beitragvon Darkfire » So 25. Dez 2016, 09:32

Ich bezweifle das die USA im Moment das alles könnte, denn auch deine geforderte Mondlandung ist etwas was die USA so aus dem Stand nicht mehr schaft.
Du fixierst dich hier gerade viel zu sehr auf die USA, denn es gibt einige Regionen die könnten hier mit der USA gut mithalten.
Jede Region auch der USA fehlen erst mal wichtige Grundlagen die sie bisher von aussen bezieht und diese müssten sie intern ersetzen.
Dazu braucht man ein Umfeld das nicht gerade aus Bankern und Maklern besteht.
Die USA wurde nicht umsonst zum Importeur von Waren.
Im übrigen währe das Aufrechterhalten des Stromnetzes wohl die wichtigste Aufgabe und nicht das entwickeln von neuen Computerspielen oder dem Drang auf dem Mond zu fliegen.
Allerdings den Standard wie jetzt, könnte man in keinem Fall halten, denn irgendwelche Abstriche gibt es immer.
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Adam Smith
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Re: Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

Beitragvon Adam Smith » So 25. Dez 2016, 09:47

Darkfire hat geschrieben:(25 Dec 2016, 09:32)

Ich bezweifle das die USA im Moment das alles könnte, denn auch deine geforderte Mondlandung ist etwas was die USA so aus dem Stand nicht mehr schaft.


Die bräuchten dafür wieder einige Jahre. Schaffen würden sie es aber wieder.
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Re: Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

Beitragvon Darkfire » So 25. Dez 2016, 11:12

Und warum ?
Warum sollte Belgien das wollen ?
Auserdem wenn alles um die USA herumwegfallen würde, dann hätte die USA auch ein Problem damit.
Es gibt wichtigere Probleme als ein Propagandaflug auf den Mond, besonders wenn diese eine Zivilisation aufrecht erhalten sollen.

Es geht ums Überleben auf einem einigermassen technischen Niveau.
Das schaft nicht nur die USA alleine, da sind auch andere dazu in der Lage, dafür braucht man kein Sillicon Vally.
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Re: Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

Beitragvon immernoch_ratlos » So 25. Dez 2016, 16:10

Hier irgendeine Zahl zu nennen ist purer Unsinn.

Was wichtig wäre, ist die Sicherung des angesammelten Wissens - völlig gleichgültig vom wem das letztendlich stammt. Über Jahrtausende konnte sich da einiges entwickeln, anderes ging vollkommen verloren. Teils, weil die Wissenskette abriss (neuere archäologischen Funde zeigen, was da für Jahrhunderte verloren ging um dann wieder neu erfunden zu werden) Über Papier - eigentlich Pergament - und Tontäfelchen - Wandbemalungen und allerlei exotisches - wurde Wissen erhalten.

Davon bleibt nur wenig übrig, wenn die weltweite Zivilisation für mehrere Generationen zusammenbricht. Selbst Heute gelingt es nach nichteinmal einer Generation technologisch eingelagertes Wissen wieder "sichtbar zu machen". Heutiges Papier überlebt jedenfalls kein weiteres Jahrhundert. Bits und Bytes benötigen Soft- und Hardware - womit sich das Problem in den eigenen Schwanz beißt. Wenn es nicht gelingt zumindest den Kern des reichhaltigen Wissens wieder "sichtbar" zu machen ist schlicht Ende Gelände.

Ein wie immer gearteter Neuanfang auf der Basis eines sehr gründlich geplünderten Planeten, wird glücklich sein, wenn die wichtigsten "Kulturtechniken" Ackerbau und Viehzucht wiederbelebt werden können. Schon nach 2 ... 3 Generationen ohne vernünftige Lernsysteme, werden die Nachkommen staunend mit den übriggebliebenen Artefakten herumspielen und nicht mehr wissen für was das mal gut war, geschweige denn, etwas weiterführendes dazu erfinden.

Ist das Wissen einigermaßen verwendbar gesichert, wird es möglich sein mit einer allerdings deutlich niedriger Weltbevölkerung weiter zu existieren. Ein großes "Reste verwerten" - mehr wird das für lange Zeit nicht mehr werden - das ist noch das positivste Szenario das ich sehe. Mit "Personal" so auf dem Stand vor der "industriellen Revolution" oder besser sehr deutlich darunter. Qualität schlägt Quantität.

Aber mein Glas das vorher voll war, ist eben nurmehr noch halbvoll, weil die andere Hälfte eben schon wech ist....
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

Beitragvon Adam Smith » So 25. Dez 2016, 16:13

immernoch_ratlos hat geschrieben:(25 Dec 2016, 16:10)

Hier irgendeine Zahl zu nennen ist purer Unsinn.

Was wichtig wäre, ist die Sicherung des angesammelten Wissens - völlig gleichgültig vom wem das letztendlich stammt. Über Jahrtausende konnte sich da einiges entwickeln, anderes ging vollkommen verloren. Teils, weil die Wissenskette abriss (neuere archäologischen Funde zeigen, was da für Jahrhunderte verloren ging um dann wieder neu erfunden zu werden) Über Papier - eigentlich Pergament - und Tontäfelchen - Wandbemalungen und allerlei exotisches - wurde Wissen erhalten.

Davon bleibt nur wenig übrig, wenn die weltweite Zivilisation für mehrere Generationen zusammenbricht. Selbst Heute gelingt es nach nichteinmal einer Generation technologisch eingelagertes Wissen wieder "sichtbar zu machen". Heutiges Papier überlebt jedenfalls kein weiteres Jahrhundert. Bits und Bytes benötigen Soft- und Hardware - womit sich das Problem in den eigenen Schwanz beißt. Wenn es nicht gelingt zumindest den Kern des reichhaltigen Wissens wieder "sichtbar" zu machen ist schlicht Ende Gelände.
..

Es braucht aber auch genügend Personen die etwas mit diesem Wissen etwas anfangen könne.
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immernoch_ratlos
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Re: Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

Beitragvon immernoch_ratlos » So 25. Dez 2016, 16:30

OK, wenn es nicht anders geht und weil heute Weihnachten ist - 578.342 sollten es schon sein..... :thumbup:

Wenn dann alles wieder funktioniert, müssen es wieder mehr werden - wer soll sonst all das schöne Zeug kaufen, was es dann bestimmt wieder gibt...... :p
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Re: Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

Beitragvon Kael » Mi 4. Jan 2017, 21:01

Autark geht im übrigen schon mit 4 Familien je 5 Personen (2 Elternteile, 3 Kinder) - um daraus eine weitere Gesellschaft zu entwickeln

Und um unseren technologischen Stand zu halten benötigst du auch nur ca. 10.000.
Da du nur Personen benötigst welche die aktuelle Technologie "reparieren" können und auch neu produzieren. Dazu benötigst du nur die richtigen Fabriken.
Ich glaube sogar noch weniger werden benötigt. Problematisch wird es eher bei Dingen wie Satelliten die außerhalb unseres Planeten sind.
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Re: Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

Beitragvon DieBananeGrillt » Fr 27. Jan 2017, 23:43

watisdatdenn? hat geschrieben:(02 Mar 2016, 14:00)

Die Amisch Gemeinschaften leben zu ca 100 relativ autark in einer gemeinschaft (mit farmer, schlosser, tischler, etc..).
das scheint die mindestanzahl für eine autarke lebensweise wie im 17. jhdt zu sein.


Wie viele Leute (spezialisten) braucht man eurer Ansicht nach mindestens um unseren heutigen technologischen level (handyproduktion, satelliten, etc..) in einer autarken gesellschaft zu halten?
Was für technologien/methoden wären nötig um den technologischen level auch mit weniger menschen halten zu können (3D-Druck, künstliche intelligenz etc..)?
in welche technologische zeit würde die menschheit zurückfallen, wenn es eine zersplitterung der gemeinschaft gäbe?

bin gespannt auf eure antworten / ideen :).


meiner ansicht nach wären ca. 10 million menschen für unser heutiges technologisches niveau nötig. das ist aber eher ein bauchgefühl.


Das ist eine interessante Frage.
Also in meiner Wohnung ist schon soviel Technik verbaut, das kein Außenstehender mehr so einfach durchblickt.
Sollten die vielen Geräte dann Mängel aufweisen und reparaturbedürftig werden, so wäre dies sicherlich mit großem Aufwand verbunden.
Gut, den größten Teil dann selbst reparieren zu können.
Schon jetzt ist es nicht möglich für alle Probleme jemanden zu finden, der sich damit auskennt.
Also ist nicht die Menge an Leuten ist entscheidend, sondern die Qualität der Kenntnisse dort durchblicken zu können.
Und am Besten für sich selbst, sich diese Kenntnisse anzueignen.
Wenn ich Werkzeuge dafür benötige, so kaufe ich diese, immer noch erheblich billiger als Fachkräfte zu finden und einzusetzen.
So wundert es auch nicht das Baumärkte einen Rekordumsatz erzielt haben , wie nie zuvor.
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Re: Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

Beitragvon Soldmann » Mo 27. Mär 2017, 23:57

Diese Frage habe ich mir auch schon mal gestellt, im Zusammenhang mit einem Artikel über eine potentielle Mars-Kolonie. Da war die Anzahl von Leuten, die man auf den Mars fliegen müsste (mit entsprechender Ausrüstung), sehr gering eingeschätzt, ein paar tausend, die dort eine autonome Kolonie erhalten könnten. Ich würde so ca. auf eine Million schätzen.

Voraussetzung ist natürlich, dass es nur um das erhalten des Standards geht, solange bis die Bevölkerung groß genug ist, wieder auf Wachstum zu setzen. Das kapitalistische Wirtschaftssystem würde dann durch eine Planwirtschaft ersetzt. Forschung eingestellt. Es ginge nur darum den vorhandenen Maschinenpark zu erhalten und vermehren. Also Standardisierung aller Einzelteile, Robotisierung der Fabriken. Selbst da bräuchte man ziemlich viele Leute, alleine die nötigen Rohstoffe zu schürfen, transportieren und verarbeiten.

Für ein postapokalyptisches Modell ist es eigentlich nicht so wichtig. Dann fällt man eben auf den Stand des 19. Jhdts zurück, hat man eben für 100 Jahre keine Handys und Flatscreens mehr. Solange die moderne innovative Gesellschaftsstruktur erhalten bleibt (und die Forschungsdaten) gehts relativ schnell wieder aufwärts sobald sich die Bevölkerung vermehrt. Die Frage ist wieviele Menschen man braucht für eine Industriegesellschaft. 10 Mio würden bestimmt ausreichen glaube ich (nicht auf unserem techn. Niveau natürlich).
Rom wurde auch nicht an einem Tag zerstört.
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Re: Was ist die Mindestzahl an Leuten um unseren technologischen Stand zu halten?

Beitragvon unity in diversity » Di 28. Mär 2017, 01:49

frems hat geschrieben:(24 Mar 2016, 18:56)

Wer soll denn entwickeln und produzieren, wenn es nicht genug Abnehmer gibt? Die Antwort lautet daher natürlich 7 Milliarden.

Für die Güterproduktion, Schiffe, Smarthäuser, Strümpfe, wird man immer weniger Personal brauchen. Wer nicht mehr an der Güterproduktion teilnimmt, was kann er zum Austausch anbieten?
Womit wollen die genaugenommen bezahlen?
Das könnten die Jäger und Sammler der Neuzeit werden.
In Drittweltländern gibt es die schon.
Müllkippen nach verwertbaren Rohstoffen durchsuchen und was noch brauchbar ist, in den Wirtschaftskreislauf einfügen...
Aber das dauert, bis die sich ein Handy leisten können.
Im Prinzip kann man weltweit Vollbeschäftigung organisieren, aber dann verdient keiner mehr halbwegs vernünftig.

Dazu kommt noch die, aus Umweltgründen, positiv zu bewertende share economy.
Wenn das Konzept um sich greift, können Produktionskapazitäten runtergefahren werden.
Das betrifft den Kern des Industriestandortes Deutschland (Maschinen- und Anlagenbau).

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