Vorschläge zur Wohnungsnot

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Re: Vorschläge zur Wohnungsnot

Beitragvon H2O » Mi 26. Okt 2016, 12:56

Fadamo hat geschrieben:(26 Oct 2016, 13:34)

Adel verpflichtet. :thumbup:


Auf diese Art Ritterschlag könnte ich gut verzichten; der käme mir eher wie ein Eselstritt vor.
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Fadamo
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Re: Vorschläge zur Wohnungsnot

Beitragvon Fadamo » Mi 26. Okt 2016, 13:01

H2O hat geschrieben:(26 Oct 2016, 13:56)

Auf diese Art Ritterschlag könnte ich gut verzichten; der käme mir eher wie ein Eselstritt vor.


:D
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Kael
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Re: Vorschläge zur Wohnungsnot

Beitragvon Kael » Sa 29. Okt 2016, 04:09

Wieso baut man nicht einfach Hochhäuser mit 12qm wohnungen und 20qm für Paare
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Re: Vorschläge zur Wohnungsnot

Beitragvon Wildermuth » Sa 29. Okt 2016, 04:52

Kael hat geschrieben:(29 Oct 2016, 05:09)

Wieso baut man nicht einfach Hochhäuser mit 12qm wohnungen und 20qm für Paare


Gibts und werden auch weiterhin gebaut. Nennt man studentenheim oder so ähnlich.
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Re: Vorschläge zur Wohnungsnot

Beitragvon Misterfritz » Sa 29. Okt 2016, 09:51

ohne weitere flächen zu beanspruchen, könnte man massiv in die aufstockung vorhandener mehrfamilienhäuser investieren. das wäre vor allem in städten sinnvoll, wo wenig freie flächen zur verfügung sind und/oder baugrundstücke enorm teuer sind.
http://www.fr-online.de/darmstadt/wohnu ... 86530.html
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Re: Vorschläge zur Wohnungsnot

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 29. Okt 2016, 10:09

Wildermuth hat geschrieben:(29 Oct 2016, 05:52)

Nennt man studentenheim oder so ähnlich.

Können da auch Studenten im Seniorenstudium einziehen?


teddys home hat geschrieben:(29 Oct 2016, 10:51)

ohne weitere flächen zu beanspruchen, könnte man massiv in die aufstockung vorhandener mehrfamilienhäuser investieren.

Ja, wenn die Statik es hergibt.
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Re: Vorschläge zur Wohnungsnot

Beitragvon frems » Fr 11. Nov 2016, 18:35

Da hat sich wohl jemand verspekuliert:

Die Stadt entzieht einem Immobilienbesitzer die Verfügung über leere Wohnungen. Das Bezirksamt renoviert auf seine Kosten und sucht Mieter.
https://www.taz.de/Stadt-macht-Ernst-ge ... /!5353348/
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Vorschläge zur Wohnungsnot

Beitragvon ebi80 » Do 17. Nov 2016, 14:45

Ich wäre für Plastikplanen. Der Menschen würdig. Günstig in der Anschaffung. Die Menschheit kommt wieder in die Realität zurück. Hätte sogar einen psychologischen Effekt. Und Abends gibt es gemeinsames Gänseblümchen grillen.
Welldachhütten wäre auch ne Idee, aber schon zuviel des guten. Vielleicht Gitterkäfige wie in manchen Asiatischen Metropolen.
Wer braucht schon ein eigenes Klo, Küche, Wasser und Strom. Völlig überbewertet und Menschen haben so ein Luxus nicht verdient, außer mir. Ironie aus.
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Re: Vorschläge zur Wohnungsnot

Beitragvon streicher » Sa 3. Nov 2018, 13:44

Misterfritz hat geschrieben:(29 Oct 2016, 10:51)

ohne weitere flächen zu beanspruchen, könnte man massiv in die aufstockung vorhandener mehrfamilienhäuser investieren. das wäre vor allem in städten sinnvoll, wo wenig freie flächen zur verfügung sind und/oder baugrundstücke enorm teuer sind.
http://www.fr-online.de/darmstadt/wohnu ... 86530.html

Passiert hier in München ständig. Wir wohnen in einer Wohnung im Dachgeschoss, welches ausgebaut worden ist. München scheint allerdings noch auf Jahrzehnte das Los gezogen zu haben, mit der Schaffung von Wohnraum dem tatsächlichen Bedarf hinterher zu hinken.

Wären Tiny Houses ein Teil der Lösung? Sie beanspruchen wenig Platz und müssen je nach Typ auch nicht an einen Ort gebunden sein.
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Re: Vorschläge zur Wohnungsnot

Beitragvon Quatschki » Sa 3. Nov 2018, 15:40

Müssen halt ein paar Alte sterben. Nützt doch alles nichts!
Der Anstieg der Lebenserwartung um 1 Jahr bewirkt in Deutschland einen Mehrbedarf von einer halben Million Wohnungen, weil eben die Wohnungen länger benötigt werden als früher.
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Re: Vorschläge zur Wohnungsnot

Beitragvon Misterfritz » Sa 3. Nov 2018, 17:36

streicher hat geschrieben:(03 Nov 2018, 13:44)Wären Tiny Houses ein Teil der Lösung? Sie beanspruchen wenig Platz und müssen je nach Typ auch nicht an einen Ort gebunden sein.
Die sind in den Städten überhaupt keine Lösung, weil sie halt Platz benötigen - und der fehlt in den Städten. In Städten kann die Lösung nur in der Höhe liegen.
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Re: Vorschläge zur Wohnungsnot

Beitragvon H2O » Sa 3. Nov 2018, 17:49

Misterfritz hat geschrieben:(03 Nov 2018, 17:36)

Die sind in den Städten überhaupt keine Lösung, weil sie halt Platz benötigen - und der fehlt in den Städten. In Städten kann die Lösung nur in der Höhe liegen.


Das ist so nicht unbedingt richtig. Fast alle großen Städte wetteifern mit günstig gelegenen Gewerbeflächen um weitere Ansiedlungen von Betrieben, was zugleich auch weitere Mitarbeiter von anderswo und weiteren Wohnungsmangel bedeutet. Da gäbe es schon Möglichkeiten, vor allem, wenn so etwas nur für ein oder zwei Jahrzehnte geplant würde.
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Re: Vorschläge zur Wohnungsnot

Beitragvon streicher » Sa 3. Nov 2018, 17:50

Quatschki hat geschrieben:(03 Nov 2018, 15:40)

Müssen halt ein paar Alte sterben. Nützt doch alles nichts!
Der Anstieg der Lebenserwartung um 1 Jahr bewirkt in Deutschland einen Mehrbedarf von einer halben Million Wohnungen, weil eben die Wohnungen länger benötigt werden als früher.

Schiebst du den Zynismus vor... Seit mindestens zwei Jahrzehnten haben wir in Deutschland praktisch keinen Anstieg der Bevölkerung mehr. Was könnten also die Gründe für Wohnungsnot sein: starker Zuzug, Anspruch auf durchschnittlich mehr Wohnraum, im Schnitt kleinere Haushalte.
Also ohne Zynismus: mehr WGs (auch von älteren Leuten)?
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Re: Vorschläge zur Wohnungsnot

Beitragvon Misterfritz » Sa 3. Nov 2018, 18:02

H2O hat geschrieben:(03 Nov 2018, 17:49)

Das ist so nicht unbedingt richtig. Fast alle großen Städte wetteifern mit günstig gelegenen Gewerbeflächen um weitere Ansiedlungen von Betrieben, was zugleich auch weitere Mitarbeiter von anderswo und weiteren Wohnungsmangel bedeutet. Da gäbe es schon Möglichkeiten, vor allem, wenn so etwas nur für ein oder zwei Jahrzehnte geplant würde.
Da würde reichen, wenn man nicht reine Gewerbegebiete sondern Mischgebiete ausweisen würde. Ausserdem verbrauchen so flache Hallen ungemein viel Platz, das könnte sicherlich auch anders gelöst werden.
Und wenn man damit schon anfängt: Warum müssen Parkplätze sinnlos Platz wegnehmen, wenn man sie doch auch überbauen könnte? Überhaupt Parkplätze, wenn man sich ansieht, wieviel Platz sowas an Stadien verbraucht, für alle zwei Wochen während der Saison für ein paar Stunden. Sinnlose Platzverschwendung.
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Re: Vorschläge zur Wohnungsnot

Beitragvon streicher » Sa 3. Nov 2018, 18:18

Misterfritz hat geschrieben:(03 Nov 2018, 17:36)

Die sind in den Städten überhaupt keine Lösung, weil sie halt Platz benötigen - und der fehlt in den Städten. In Städten kann die Lösung nur in der Höhe liegen.
Selbst wenn es nur noch wenig Platz gibt, freie Flächen gibt es selbst in Städten wie Berlin, Hamburg und München noch einige. Dort würden eher die mobilen Varianten der Tiny Houses aufgestellt werden.
Allerdings ist der Vorschlag von H2O, Parkplätze zu überbauen, sicherlich viel effizienter.
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Re: Vorschläge zur Wohnungsnot

Beitragvon Misterfritz » Sa 3. Nov 2018, 18:26

streicher hat geschrieben:(03 Nov 2018, 18:18)

Selbst wenn es nur noch wenig Platz gibt, freie Flächen gibt es selbst in Städten wie Berlin, Hamburg und München noch einige. Dort würden eher die mobilen Varianten der Tiny Houses aufgestellt werden.
Man könnte aber auf diesen Flächen Mehrfamilienhäuser bauen, für mehr als nur zwei Leute.
streicher hat geschrieben:(03 Nov 2018, 18:18)Allerdings ist der Vorschlag von H2O, Parkplätze zu überbauen, sicherlich viel effizienter.
War zwar mein Vorschlag, aber egal ;)
Es ist völlig bescheuert, für Parkplätze Böden zu versiegeln und sonst nichts weiter mit dem Platz anzufangen.
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Re: Vorschläge zur Wohnungsnot

Beitragvon H2O » Sa 3. Nov 2018, 18:33

Misterfritz hat geschrieben:(03 Nov 2018, 18:26)

Man könnte aber auf diesen Flächen Mehrfamilienhäuser bauen, für mehr als nur zwei Leute.
War zwar mein Vorschlag, aber egal ;)
Es ist völlig bescheuert, für Parkplätze Böden zu versiegeln und sonst nichts weiter mit dem Platz anzufangen.


Man könnte doch auch Tiny-Houses stapeln, wie das als Behelf mit Container-Unterkünften für Flüchtlinge gemacht wurde. Es geht um Notbehelf, um Zeit zu gewinnen für "vernünftigen" Wohnungsbau... meine ich. Für junge Leute und ledige Paare ist so etwas sicher zumutbar. Natürlich sind Wohnungen in "Schöner Wohnen" von anderem Schlage. :(
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Re: Vorschläge zur Wohnungsnot

Beitragvon Teeernte » Sa 3. Nov 2018, 18:42

H2O hat geschrieben:(03 Nov 2018, 18:33)

Man könnte doch auch Tiny-Houses stapeln, wie das als Behelf mit Container-Unterkünften für Flüchtlinge gemacht wurde. Es geht um Notbehelf, um Zeit zu gewinnen für "vernünftigen" Wohnungsbau... meine ich. Für junge Leute und ledige Paare ist so etwas sicher zumutbar. Natürlich sind Wohnungen in "Schöner Wohnen" von anderem Schlage. :(


Wellblech-Ghettos ?

Es besteht keine WohnungsNOT - es wollen nur zu viele in Großstädte.... keiner will nach ANKLAM. Es gibt viele ausbaufähige kleine Hauser, die für 5000 Eu mit Grundstück den Besitzer wechseln.
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Re: Vorschläge zur Wohnungsnot

Beitragvon Misterfritz » Sa 3. Nov 2018, 18:49

Teeernte hat geschrieben:(03 Nov 2018, 18:42)

Wellblech-Ghettos ?

Es besteht keine WohnungsNOT - es wollen nur zu viele in Großstädte.... keiner will nach ANKLAM. Es gibt viele ausbaufähige kleine Hauser, die für 5000 Eu mit Grundstück den Besitzer wechseln.
Das Problem bei Anklam und so dürfte sein: Man kann seltenst seinen Arbeitsplatz mitnehmen ;)
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Re: Vorschläge zur Wohnungsnot

Beitragvon H2O » Sa 3. Nov 2018, 19:29

Teeernte hat geschrieben:(03 Nov 2018, 18:42)

Wellblech-Ghettos ?

Es besteht keine WohnungsNOT - es wollen nur zu viele in Großstädte.... keiner will nach ANKLAM. Es gibt viele ausbaufähige kleine Hauser, die für 5000 Eu mit Grundstück den Besitzer wechseln.


An anderer Stelle (Verkehrsplanung) hatte ich schon gemeint, daß wachsende Ballungsräume einer Art Naturgesetz folgen. Da leben erwerbstätige Menschen und gewinnbringende Unternehmen, da konzentrieren sich wirtschaftliche Macht und politischer Einfluß. Und dementsprechend Infrastruktur aller Art, Bildung, Gesundheit, Kultur und Unterhaltung, gepflegte Gaststätten und Speiselokale. Diese Möglichkeiten ziehen weitere Fachleute und Unternehmen an. Wer beruflich vorankommen will, der wird in einer überhaupt nicht auf Dauer angelegten Containersiedlung schon auf seine Eigentumswohnung oder ein Häuschen in Reichweite sparen und sehen, ob sein Betrieb ihm Aufstiegsmöglichkeiten bietet.

Wenn er ernüchtert erkennt: Das war nix, dann hat er gute Aussicht, ganz in der Nähe weitere Betriebe zu finden, die seine Fähigkeiten brauchen.

Das Programm ziehen Sie jetzt einmal in Anklam durch. Ich finde diese kleine Stadt ganz nett, weil ich sie oft auf Kurs Swinemünde durchqueren mußte (jetzt gibt es eine Umgehungsstraße). Außer Hinweisen auf eine Zuckerfabrik ist mir dort nichts Industrielles aufgefallen. Für junge Leute im Existenzaufbau wenig anziehend; für den, der dort schon wohnt, vielleicht einen Kampf wert. Mir sind keine größeren Planungen bekannt, wie man im deutsch-polnischen Grenzbereich diese schönen alten Kleinstädte entwickeln möchte.

Daran hapert es. Da hilft kein preisgünstiges Grundstück oder Ausbauhäuschen.

Da ist es dann umgekehrt: Keine gewinnbringenden Unternehmen vor Ort; keine Zuwanderung von weiteren Betrieben und Fachleuten aller Art. Diese fatale Entwicklung ist aber kein Ostthema; oft genug findet man diesen Schrumpf auch im Westen, etwa in Rheinland-Pfalz oder in Ostfriesland.

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