Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

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Thomas I
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Re: Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

Beitragvon Thomas I » Mi 23. Nov 2011, 01:48

Tantris » Mi 23. Nov 2011, 01:36 hat geschrieben:Für thomas genauso einfach,wie festzustellen, ob ein passant vom auto überfahren wurde.


Was genau veranlasst dich zu der Annahme, das sei für mich genauso einfach? Oder ist das mal wieder der von dir gewohnte Spam ad hominem?

Tantris » Mi 23. Nov 2011, 01:36 hat geschrieben:Wie er das genau macht.... also.... da... hm... er ist auf jeden fall ein sehr beschäftiger mensch, verstehst du???


Bleibe Er doch ersteinmal beim Ob bevor er sich übers Wie sein Maul zerreisst!
Zuletzt geändert von Thomas I am Mi 23. Nov 2011, 01:48, insgesamt 1-mal geändert.
Daylight

Re: Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

Beitragvon Daylight » Mi 23. Nov 2011, 02:08

Herr Bert » Di 22. Nov 2011, 22:07 hat geschrieben:Wie wird eigentlich festgestellt,
dass der Tod eines Menschen
durch Passivrauchen ausgelöst wurde?

Wissenschaftlich seriös verifiziert, - soweit mir bekannt, - nicht, selbst wenn die Fachwelt dieses partiell als wahrscheinlich annimmt.
Zuletzt geändert von Daylight am Mi 23. Nov 2011, 02:09, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

Beitragvon Tantris » Mi 23. Nov 2011, 02:12

Daylight » Mi 23. Nov 2011, 03:08 hat geschrieben:Wissenschaftlich seriös verifiziert, - soweit mir bekannt, - nicht, selbst wenn die Fachwelt dieses partiell als wahrscheinlich annimmt.


Lässt sich der tod durch autounfall bei fussgängern mit einigermassen sicherheit diagnostizieren?
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Re: Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

Beitragvon Daylight » Mi 23. Nov 2011, 02:47

Tantris » Mi 23. Nov 2011, 02:12 hat geschrieben:
Lässt sich der tod durch autounfall bei fussgängern mit einigermassen sicherheit diagnostizieren?

Sie meinten voraussagen? Nein.
Zuletzt geändert von Daylight am Mi 23. Nov 2011, 02:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

Beitragvon Thomas I » Mi 23. Nov 2011, 02:55

Daylight » Mi 23. Nov 2011, 02:08 hat geschrieben:Wissenschaftlich seriös verifiziert, - soweit mir bekannt, - nicht, selbst wenn die Fachwelt dieses partiell als wahrscheinlich annimmt.



Also mir ist zumindst eine Studie des Deutsches Krebsforschungszentrum bekannt welche wissenschaftlich seriös den Zusammenhang zwischen Lungenkrebs bei Nichtrauchern und derem vorhergehenden Passivrauchen belegt.

Ich kann mir auch schlecht vorstellen, das Gerichte in diversen Industrienationen hohe Schadenersatzansprüche bestätigen wegen einer Sache die nicht seriös verifiziert ist.

Ansonsten ist das hier auch nicht Thema sondern mal wieder ein Versuch von Tantris vom Thema abzulenken weil er soinst ja mal mit Argumenten und Fakten arbeiten müsste.
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Re: Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

Beitragvon Tantris » Mi 23. Nov 2011, 02:58

Daylight » Mi 23. Nov 2011, 03:47 hat geschrieben:Sie meinten voraussagen? Nein.


Nein, ich meinte:
Ein tod durch passivrauchen ist kaum zu beweisen, aber mit einer gewissen groben wahrscheinlichkeit anzugeben.

wie ist das beim tod durch autounfall?
Ist das nicht eindeutiger, wenn man tot unter dem autoreifen liegt?

Deshalb... der vergleich hinkt nicht nur, erkommt schon im rollstuhl daher...
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Re: Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

Beitragvon Tantris » Mi 23. Nov 2011, 03:08

Thomas I » Mi 23. Nov 2011, 03:55 hat geschrieben:

Also mir ist zumindst eine Studie des Deutsches Krebsforschungszentrum bekannt welche wissenschaftlich seriös den Zusammenhang zwischen Lungenkrebs bei Nichtrauchern und derem vorhergehenden Passivrauchen belegt.

Ich kann mir auch schlecht vorstellen, das Gerichte in diversen Industrienationen hohe Schadenersatzansprüche bestätigen wegen einer Sache die nicht seriös verifiziert ist.

Ansonsten ist das hier auch nicht Thema sondern mal wieder ein Versuch von Tantris vom Thema abzulenken weil er soinst ja mal mit Argumenten und Fakten arbeiten müsste.


~ 90% der lungenkrebspatienten sind raucher.

Du kannst also die wahrscheinlichkeit für lungenkrebs um das zehnfache steigern, wenn du zu rauchen beginnst.

Das ist der unterschied rauchen vs. nichtrauchen.

Gehen wir einfach mal davon aus, passivrauchen sei so schlimm wie rauchen selbst. Genauso gefährlich. Sicherheitshalber.

Dann hat ein passivraucher das zehnmal höhere risiko, an lungenkrebs zu erkranken, als wenn er sich nur in sauberer luft aufhalten würde (andere risikofaktoren etc. werden nicht berücksichtig bzw als gleich angenommen)

Nun stellen wir uns zwei fussgänger vor:
der eine geht unbehelligt über die strasse
der andere wird dabei vom autoerfasst und überrollt.

Um wieviel höher schätzt du das verletzungsrisiko im zweiten fall?

Das ist der unterschied, zwischen wahrscheinlichkeit und sicherem ereignis. Auch die beweisführung ist einfacher.

Äpfel und birnen hätten weit mehr gemeinsam...
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Re: Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

Beitragvon Thomas I » Mi 23. Nov 2011, 03:42

Tantris » Mi 23. Nov 2011, 03:08 hat geschrieben:
~ 90% der lungenkrebspatienten sind raucher.

Du kannst also die wahrscheinlichkeit für lungenkrebs um das zehnfache steigern, wenn du zu rauchen beginnst.

Das ist der unterschied rauchen vs. nichtrauchen.

Gehen wir einfach mal davon aus, passivrauchen sei so schlimm wie rauchen selbst. Genauso gefährlich. Sicherheitshalber.

Dann hat ein passivraucher das zehnmal höhere risiko, an lungenkrebs zu erkranken, als wenn er sich nur in sauberer luft aufhalten würde (andere risikofaktoren etc. werden nicht berücksichtig bzw als gleich angenommen)

Nun stellen wir uns zwei fussgänger vor:
der eine geht unbehelligt über die strasse
der andere wird dabei vom autoerfasst und überrollt.

Um wieviel höher schätzt du das verletzungsrisiko im zweiten fall?

Das ist der unterschied, zwischen wahrscheinlichkeit und sicherem ereignis. Auch die beweisführung ist einfacher.

Äpfel und birnen hätten weit mehr gemeinsam...


Und wie genau hilft das Tempolimit auf Autobahnen den Fußgängern?

Mal ganz abgesehen davon, dass ein Fußgänger auf einer Autobahn fraglos noch extrem viel seltener ist als ein lungekrebskranker Passivraucher - welchen Fußgänger helfen Limits a la yogi61 auf der Autobahn?

Da wo Fußgänger auftreten bin ich durchaus für mehr Maßnahmen die auch eine Ausbremsung und Reduzierung des Strassenverkehrs beinhalten dürfen - und vor allem Weg mit den in ohnehin gefährlichen Ortsdurchfahrten herumparkenden Autos. Gerade in Dörfern sollte gelten: Fahrbahn schmaler, Gehweg breiter, Halteverbot.

Von mir aus kann man Ortseingangschilder, Vorsicht Schule und Zebrastreifenschilder gleich serienmäßig mit Radarfallen bestücken - sollte heute m.E. nicht mehr der technische Aufwand sein.

Aber was hilft mir z.B. eine Spielstrasse wie die in der ich wohne wenn die dann derart zugeparkt ist , dass, wenn man da durchfährt, man das Gefühl hat man manövriert einen Flugzeugträger durch den Panamakanal? Und die Gemeinde nichts tut weil da ja die Wähler des Herrn Bürgermeisters herumparken und lieber nachts auf der Umgehungsstrasse sinnlos herumblitzt?

Und dann immer diese deutsche Sturrheit und Unbeweglichkeit Warum kann vor einer Schule eigentlich nicht zu Schulzeiten (wäre bei mir hier im Ort inkl. Puffer dann etwa 7°° - 17°° Uhr) Tempo 20 sein den Rest des Tages (also etwa 5°° - 7°° und 17°° - 21°° Uhr) Tempo 40 und nachts wenn das Dorf aussieht wie nach dem Atomschlag dafür dann Tempo 60?

Aber nein, da ist durchgehend Tempo 50 und wenn man da alle Jubeljahre mal einen Blitzer sieht ist es todsicher Sonntag in der früh - wo da ja Unmengen Kinder dann sind... :mad:

Ich bin dafür dass man da Schnellfahren kann und darf wo die Infrastruktur für diesen Zweck errichtet wurde - also nicht in der geschlossenen Ortschaft oder im Wohngebiet oder auf der Alleenstrasse oder der Landstrasse - sehr wohl aber auf der Autobahn.

Und wenn ich mir die Verteilung letaler Verkehrsunfälle anschaue, dann sind es eben nicht die Autobahnen (insbesondere in Relation zum Verkehrsaufkommen) welche vorrangig das Problem sind - es sind eben die Strassen innerorts und das was man Überlandstrasse nennt ausserorts.

Und da helfen nicht nur Limits, da helfen - Schweden lässt grüssen - vor allem auch bauliche Verbesserungen und Veränderungen.
Und eine Geschwindigkeitsüberwachung unter dem Gesichtspunkt der Verbesserung der Sicherheit und nicht der Verbesserung des Gemeindeetats!

Wenn hier aber trotz aller dieser Fakten von gewissen Leuten und Kreisen permanent auf dem Thema Autobahn und Schnellfahren auf Autobahnen herumgeritten wird, dann sind diese Menschen entweder einfach erkenntnisresistent, einfach blöde oder - und das vermute ich - sie haben eine andere Motivlage und schieben die Unfalltoten nur als Argument vor.
Zuletzt geändert von Thomas I am Mi 23. Nov 2011, 03:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

Beitragvon Herr Bert » Mi 23. Nov 2011, 05:23

Daylight » Mittwoch 23. November 2011, 02:08 hat geschrieben:Wissenschaftlich seriös verifiziert, - soweit mir bekannt, - nicht, selbst wenn die Fachwelt dieses partiell als wahrscheinlich annimmt.



Es ist wie immer bei Statistiken:
Diejenigen, von denen sie am liebsten
zitiert werden, haben sie nie gelesen
und schon gar nicht verstanden.
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Re: Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

Beitragvon Tantris » Mi 23. Nov 2011, 08:36

Thomas I » Mi 23. Nov 2011, 04:42 hat geschrieben:
Und wie genau hilft das Tempolimit auf Autobahnen den Fußgängern?

Auch auf der autobahn biste heutzutage selten allein, bzw solltest nicht darauf verlassen. Andere PKWs, LKWs, Krads. Denk an pareifreund wiesheu!


Da wo Fußgänger auftreten bin ich durchaus für mehr Maßnahmen die auch eine Ausbremsung und Reduzierung des Strassenverkehrs beinhalten dürfen - und vor allem Weg mit den in ohnehin gefährlichen Ortsdurchfahrten herumparkenden Autos. Gerade in Dörfern sollte gelten: Fahrbahn schmaler, Gehweg breiter, Halteverbot.

JA, allein, wenn man die "Atmosphäre" ändern würde, also, wenn es nicht mehr aussieht, wie eine rennstrecke, könnte das das eine oder andere kinderleben im jahre retten.

Von mir aus kann man Ortseingangschilder, Vorsicht Schule und Zebrastreifenschilder gleich serienmäßig mit Radarfallen bestücken - sollte heute m.E. nicht mehr der technische Aufwand sein.

Finanzschwache gemeinden aufgepasst!
Schlaglöcher verkaufen ist nicht das einzige geschäft.

BTW:
hier in kambodscha steigt die zahl der verkehrstoten beständig an. Das liegt daran, dass die strassen (sehr langsam) besser werden und man auf einmal schneller als 27 kmh unterwegs ist. Da kann schonmal was passieren...
Auch die helme lassen einen die geschwindigkeit nicht mehr so gut fühlen und hören.
Natürlich gehört zu beidem noch ein gewisses mass an dummheit... das man aber leider überall voraussetzen muss.

Aber was hilft mir z.B. eine Spielstrasse wie die in der ich wohne wenn die dann derart zugeparkt ist , dass, wenn man da durchfährt, man das Gefühl hat man manövriert einen Flugzeugträger durch den Panamakanal? Und die Gemeinde nichts tut weil da ja die Wähler des Herrn Bürgermeisters herumparken und lieber nachts auf der Umgehungsstrasse sinnlos herumblitzt?

Tja, was willste gegen die hohe automobildichte anfangen? zweitwagen verbieten? kfz nur bei nachgewiesenem parkplatz zulassen?
Ja, welcher lokalpolitiker traut sich gegen die anwohner?


Und dann immer diese deutsche Sturrheit und Unbeweglichkeit Warum kann vor einer Schule eigentlich nicht zu Schulzeiten (wäre bei mir hier im Ort inkl. Puffer dann etwa 7°° - 17°° Uhr) Tempo 20 sein den Rest des Tages (also etwa 5°° - 7°° und 17°° - 21°° Uhr) Tempo 40 und nachts wenn das Dorf aussieht wie nach dem Atomschlag dafür dann Tempo 60?

Das primat des automobils direkt vor dem gehsteig einer schule hat schon was perverses. Was man macht, sind so eine reling ein paar meter ums schultor entlang, damit die schüler nicht begeistert aus der schule auf die strasse laufen könne.
Der autofahrer muss kapieren, dass er in der stadt, im wohngebiet und v.a. an einer schule, NICHT zu den privilegierten verkehrteilnehmern gehört. Dazu ist die besiedlung in den städten zu dicht.
Warum nicht speedbreaker?

Ich bin dafür dass man da Schnellfahren kann und darf wo die Infrastruktur für diesen Zweck errichtet wurde - also nicht in der geschlossenen Ortschaft oder im Wohngebiet oder auf der Alleenstrasse oder der Landstrasse - sehr wohl aber auf der Autobahn.

Ja, da wohl noch am ehesten. Ob uns das recht zum schnellfahren insgesamt nicht doch zu teuer kommt? Ich meine, wir passen unser sozialverhalten, unsere finanzen, unsere landschaft und umwelt dem individualverkehr an, der eine schöne sache ist, aber, wie teuer darf er sein?

Menschengerechte städte und autogerechte schnellstrassen klingt ja gut. Aber, wie gesagt, ich bin mir gar nichtmal so sicher, ob der individualverkehr auf autobahnen und überlandstrassen mit pkws mit verbrennungsmotoren, nur gesteuert vom gehirn und den reaktionen des fahrers mit sehr hohen geschwindigkeiten vielleicht doch nur ein skurrilles, teures hobby ist, dass sich verselbständigt hat und die menschheit dominiert.

Und wenn ich mir die Verteilung letaler Verkehrsunfälle anschaue, dann sind es eben nicht die Autobahnen (insbesondere in Relation zum Verkehrsaufkommen) welche vorrangig das Problem sind - es sind eben die Strassen innerorts und das was man Überlandstrasse nennt ausserorts.

Die disko-heimfahrten?

Wenn hier aber trotz aller dieser Fakten von gewissen Leuten und Kreisen permanent auf dem Thema Autobahn und Schnellfahren auf Autobahnen herumgeritten wird, dann sind diese Menschen entweder einfach erkenntnisresistent, einfach blöde oder - und das vermute ich - sie haben eine andere Motivlage und schieben die Unfalltoten nur als Argument vor.


vielleicht nur verwundert, was für wunderliche und teuer hobbies sich die gesellschaft leistet?
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Re: Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

Beitragvon Quatschki » Mi 23. Nov 2011, 10:49

Was man beim Passivrauchen sehr schlecht beweisen kann, ist die möglicherweise vorhandene suizidale Absicht
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

Beitragvon Welfenprinz » Mi 23. Nov 2011, 14:41

yogi61 » Di 22. Nov 2011, 08:29 hat geschrieben:
Ich weiss es ist schwer, sich aus den über die Jahrzehnte geprägten Dogmen zu befreien,in der Verkehrstote verharmlost


Also deine ziele in allen Ehren, aber so verbohrt solltest Du nun auch nicht vor gehen.
Seit jahrzenhnten(seit Anfang der 70er jahre) sinken die Unfall- und Opferzahlen. Und das ist auch auf konkrete Massnahmen zurückzuführen , angerfangen mit der Anschnallpflicht, dem unterfahrschutz für Lkws etc.

Ein bisschen anders ausdrücken solltest Du dich schon um Vedrständnis und Verbündete für dein Anliegen zu gewinnen. :)
Zuletzt geändert von Welfenprinz am Mi 23. Nov 2011, 14:47, insgesamt 1-mal geändert.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

Beitragvon Welfenprinz » Mi 23. Nov 2011, 15:20

Es steigt übrigens nicht nur die zahl der Verkehrstoten an sondern auch die zahl der zerstörten blitzer. :) (gestern gehört, aber genaue zahlen leider vergessen).
ziviler ungehorsam und so.
unsere VErkehrs - und Sicherheitspolitik wird bald an einen Punkt stossen , wo die überzogene Schurigelei zu einer massiven Missachtung der Regeln führen wird.
Damit Gebote und Verbote eingehalten werden muss ein Mindestmass an Verständnis und Einsicht da sein. Und das wird durch immer mehr einengende Vorschriften und Regelungswut zerstört.
mensch macht sich dann keine Gedanken mehr darüber wie er sich verhält um die vorschriften einzuhalten sondern setzt seinen ERfindungsreichtum daran, diese zu umgehen.
Zuletzt geändert von Welfenprinz am Mi 23. Nov 2011, 15:21, insgesamt 2-mal geändert.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

Beitragvon Herr Bert » Mi 23. Nov 2011, 16:02

Jemand hat geschrieben:Wie wird eigentlich festgestellt,
dass der Tod eines Menschen
durch Passivrauchen ausgelöst wurde?

Daylight » Mittwoch 23. November 2011, 02:08 hat geschrieben:Wissenschaftlich seriös verifiziert, - soweit mir bekannt, - nicht, selbst wenn die Fachwelt dieses partiell als wahrscheinlich annimmt.

Also Esoterik?
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Re: Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

Beitragvon Thomas I » Mi 23. Nov 2011, 16:05

Tantris » Mi 23. Nov 2011, 08:36 hat geschrieben:
Auch auf der autobahn biste heutzutage selten allein, bzw solltest nicht darauf verlassen. Andere PKWs, LKWs, Krads. Denk an Parteifreund wiesheu!


Der war ein Parteifreund von dir? Na ja, an die bayerischen Stammtische passt dein Auftreten hier auch gut.

Aber war Otto Wiesheu damals nicht sturzbesoffen? Und war nicht das Fahren im Suff damals das Problem? Hmm??


Tantris » Mi 23. Nov 2011, 08:36 hat geschrieben:JA, allein, wenn man die "Atmosphäre" ändern würde, also, wenn es nicht mehr aussieht, wie eine rennstrecke, könnte das das eine oder andere kinderleben im jahre retten.


Mein Reden. Wenn am sich manche norddeutsche Ortsdurchfahrt anschaut, da bekommt man nachts wenn man das Ortsschild mal übersehen hat garnicht mit das man in einer Ortschaft ist: Schnurgerade Strasse, links und rechts Grün, dann kommt erst der Gehweg und die Häuser nochmal gut 50m weg von der Strasse - und ab 23°° ist auch die Beleuchtung aus.
Sorry, da muss man sich nicht wundern wenn da dann spätestens nachts keiner mehr 50km/h fährt.




Finanzschwache gemeinden aufgepasst!
Schlaglöcher verkaufen ist nicht das einzige Geschäft.

BTW:
hier in kambodscha steigt die zahl der verkehrstoten beständig an. Das liegt daran, dass die strassen (sehr langsam) besser werden und man auf einmal schneller als 27 kmh unterwegs ist. Da kann schonmal was passieren...
Auch die helme lassen einen die geschwindigkeit nicht mehr so gut fühlen und hören.
Natürlich gehört zu beidem noch ein gewisses mass an dummheit... das man aber leider überall voraussetzen muss.


Na ja - auch auf den Schlammpisten war die Zahl der Unfälle wohl nicht ganz ohne. Zumindest habe ich selten soviele Unfälle auf so kurzer Strecke passiert wie damals in Kambodscha.


Aber was hilft mir z.B. eine Spielstrasse wie die in der ich wohne wenn die dann derart zugeparkt ist , dass, wenn man da durchfährt, man das Gefühl hat man manövriert einen Flugzeugträger durch den Panamakanal? Und die Gemeinde nichts tut weil da ja die Wähler des Herrn Bürgermeisters herumparken und lieber nachts auf der Umgehungsstrasse sinnlos herumblitzt?

Tja, was willste gegen die hohe automobildichte anfangen? zweitwagen verbieten? kfz nur bei nachgewiesenem parkplatz zulassen?
Ja, welcher lokalpolitiker traut sich gegen die anwohner?


In einer Spielstrasse darf nicht geparkt werden (es sei denn auf ausdrücklich dafür gedachten Flächen, die gibt es hier nicht). Ich würde erst einmal mit Knöllchen verteilen anfangen. Die meisten haben nämlich genug Platz auf ihren Grundstücken um einen extra Stellplatz für den Zweitwagen anzulegen.

Und das Argument das sich kein Politker traut lassen du oder yogi61 ja auch für ein Autobahn-Tempolimit nicht gelten.



Das primat des automobils direkt vor dem gehsteig einer schule hat schon was perverses. Was man macht, sind so eine reling ein paar meter ums schultor entlang, damit die schüler nicht begeistert aus der schule auf die strasse laufen könne.
Der autofahrer muss kapieren, dass er in der stadt, im wohngebiet und v.a. an einer schule, NICHT zu den privilegierten verkehrteilnehmern gehört. Dazu ist die besiedlung in den städten zu dicht.
Warum nicht speedbreaker?


Stimme ich dir absolut zu. Auch gegen Speedbreaker habe ich nichts - allerdings hatte ich mal das Vergngügen einer Testfahrt liegend im Rettungswagen über solche Dinger - und kann seitdem die Bedenken der Rettungsdienste verstehen.


Ja, da wohl noch am ehesten. Ob uns das recht zum schnellfahren insgesamt nicht doch zu teuer kommt? Ich meine, wir passen unser sozialverhalten, unsere finanzen, unsere landschaft und umwelt dem individualverkehr an, der eine schöne sache ist, aber, wie teuer darf er sein?


Nun ja, in Europa (zumindest in Nord-, West- und Mitteleuropa) haben wir die notwendige Infrastruktur bereits. Ich plädiere auch nicht für mehr neue Autobahnen. Es mag noch einige kleinere sinnvole Ergänzungen als Neubaustrecken geben und natürlich auch mal Ausbauten vorhandener Strecken - aber dass da noch grossflächige Landschafts- und Umweltanpassung zu erwarten ist sehe ich derzeit nicht.

Was das Sozialverhalten angeht, das scheint dem Menschen angeboren zu sein schneller vorankommen zu wollen. Schon in den 1830er fing in den USA das Publikum an nach schnelleren Zügen zu rufen - da gab es die dort gerade mal 3, 4, 5, 6 Jahre...

Was die Finanzen angeht: Einer Strasse die für 40-Tonner mit 80km/h ausgelegt ist, ist es egal ob du deinen Pkw da mit 100, 150 oder 200km/h langfährst - den Mehrverbrauch an Unterhalt und Treibstoff trägt niemand ausser du selbst. Und wofür du dein Geld ausgibst sollte in einem freien Land dann doch noch deine Sache sein und bleiben.

Mal abgesehe davon, dass ich mittelfridstig auch mit brauchbaren Fahrzeugen rechne die ohne Verbrenungsmotor auskommen. Und Elektroantriebe z.B. eignen sich technisch gesehen erst recht gut auch für schnelles Fahren...

Menschengerechte städte und autogerechte schnellstrassen klingt ja gut. Aber, wie gesagt, ich bin mir gar nichtmal so sicher, ob der individualverkehr auf autobahnen und überlandstrassen mit pkws mit verbrennungsmotoren, nur gesteuert vom gehirn und den reaktionen des fahrers mit sehr hohen geschwindigkeiten vielleicht doch nur ein skurrilles, teures hobby ist, dass sich verselbständigt hat und die menschheit dominiert.


Auf Überlandstrassen ist doch heute mehr als 100km/h garnicht mehr drin. Ich kenne bundesweit zwei Überlandstrassen die nicht vom Ausbaustandard her eine Autobahn sind auf denen man schneller als 100km/h fahren darf.

Gegen mehr Technik im Auto die auch z.B. die Einhaltung des Abstandes oder der Spurhaltung überprüft und zur Not auch korrigiert oder im Atem des Fahrers nach Alkohol schnüffelt , die die Weiterfahrt verweigert wenn ein Insasse nicht angeschnallt ist (immernoch gut die Hälfte aller als Insassen eines Fahrzeuges tödlich verunglückenden Menschen sind nicht oder nicht korrekt angeschnallt!!!!) usw. usf. hätte ich nichts einzuwenden. Auch gegen striktere Sicherheitsmaßstäbe beim Zustand der Fahrzeuge spricht garnichts ebensowenig wie gegen eine Pflicht der Fahrzeugführer regelmäßig an Nachschulungen teilzunehmen und den Lernerfolg dort auch mit einer Prüfung zu dokumentieren.
Führerschein auf Lebenszeit ist eh ein Unding. Ich finde eine Nachprüfung zur Verlängerung der Geltung alle 10 oder 15 Jahre zumindest wäre durchaus sinnvoll.

Und wenn die Politik sich das nicht traut kann man ja ein generelles Tempolimit enführen und wer schneller Fahren will darf das da wo es bisher ging auch weiterhin, muß aber - ähnlich wie bei den Wohnwagen für 100km/h - den gute Zustand seines Fahrzeuges nachweisen und alle 10 Jahre zur Nachprüfung, dafür bekommt er dann ein andersfarbiges Nummernschild...

...gut, ist jetzt in Hinblick auf Firmenwagen und so noch nicht ganz durchdacht, zugegeben.



Die disko-heimfahrten?




Ja, die auch.

Da gab es in Niedersachsen mal ein Abschnitt einer breiten und geraden Bundesstrasse außerorts, 100km/h erlaubt. War immerschon Unfallschwerpunkt des Abreiseverkehrs einer nahegelegenen Großraumdisko.
Nachdem in kurzer Zeit drei Kiddies besoffen und/oder bekifft mit jeweils DEUTLICH über 100km/h ihr Auto an den Baum gesetzt hatten reagierten die Behörden mit...

...mehr Kontrollen? Nöööööö!!!...

...mit dem Aufstellen von 80km/h Schildern und fleißigem Geblitze im morgendlichen Berufsverkehr.

Es kam wie es kommen musste: Wer bekifft und besoffen 120, 130, 140km/h statt erlaubten 100km/h fährt, den stört auch ein 80km/h-Schild weniger.
Die Unfälle blieben, die Toten auch.

Inzwischen steht da in der einzigen Kurve ein stationärer Blitzer - nun hauts die Kiddies meist da raus weil sie versuchen vor dem runterzubremsen.

Alles in allem hat das an der Disco-Kiddies-Problematik nichts geändert, aber alle anderen Benutzer die da vorher problemlos 100km/h fahren durften sind jetzt Raser wenn sie das machen und werden ganz fleißig geblitzt.


vielleicht nur verwundert, was für wunderliche und teuer hobbies sich die gesellschaft leistet?


Dann würden diese Menschen mal über autogerechte Städte, subventionierte Parkplätze, Ausbildungszustand der Fahrzeuglenker, technischer Zustand der Fahrzeuge, hoher Anteil nicht angeschnallter Menschen und getöteten Unfallopfern, hoher Anteil von durch Handy, Rauchen, Essen, Trinken, Navi begucken abgelenkter oder schlicht von rauschmitteln beduselter Personen unter den Unfallverursachern u.v.m. reden.
Aber das wollen diese yogi61s garnicht.
Denn anders als beim Schnellfahren wären sie dann selber betroffen. Dann müsste man ja fürs Parken in der Stadt auch selber mal mehr zahlen - oder die Tram nehmen - dürfte sich während der Fahrt keine Kippe mehr anstecken und - oh Schreck - vorher auch kein Bierchen mehr trinken. Und dann müssten sie selber mal zur Nachprüfung und ggf. für einen bessere Unterhalt sorgen (mal ehrlich: Bei einem nicht unbeträchtlichen Teil der "Limit-auf der-Autobahn-jetzt"-Schreier fragt man sich schon rein optisch wie die ihr Fahrzeug durch den TÜV bekommen haben...). Das alles wollen sie natürlich nicht.
Zuletzt geändert von Thomas I am Mi 23. Nov 2011, 16:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

Beitragvon WuesteErde » Mo 19. Dez 2011, 20:06

***
Zuletzt geändert von Thomas I am Mo 19. Dez 2011, 20:33, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: ad hominem - MOD
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Re: Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

Beitragvon jack000 » Mo 19. Dez 2011, 20:46

A-8-Blitzer seit drei Jahren außer Betrieb

Stuttgart - Seit 1997 gibt es zwischen Hohenstadt im Kreis Göppingen und Ulm in beiden Fahrtrichtungen insgesamt zwölf Starenkästen. Sie sollen kontrollieren, ob die Verkehrsteilnehmer den Hinweisen der flexiblen Displays auf der 38 Kilometer langen Strecke folgen. Nach Informationen unserer Zeitung sind die Blitzer allerdings seit Ende 2008 außer Betrieb. Da die zwölf Blitzer mit den Displays vernetzt sind, würde die Reparatur mindestens 250.000 Euro kosten. Gab es allerdings im letzten Jahr des vollständigen Betriebs, also 2007, noch 203 Unfälle in diesem Bereich, so waren es 2010 nur 168.

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... 0ba2d.html

Die Zahl der Unfälle ist also gesunken obwohl es bereits ein Tempolimit immer gab ...
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

"allzu häufig paart sich im Gemüte, Dämlichkeit mit Herzensgüte" (Wilhelm Busch)
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Re: Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

Beitragvon Praia61 » Di 31. Jan 2012, 15:56

ToughDaddy » Di 22. Nov 2011, 16:33 hat geschrieben:
Klar, damit sie noch schneller zerfallen während ein paar vorher noch Gewinne einsacken.

Die französischen Autobahnen sind ok.
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Re: Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

Beitragvon Praia61 » Di 31. Jan 2012, 15:59

yogi61 » Mi 23. Nov 2011, 00:15 hat geschrieben:Tut mir leid, aber ich hatte die Antwort schon fertig, deswegen so schnell.

Ich wiederhole noch einmal, wir müssen neue Wege gehen So lange die Betonköpfe da nicht mitmachen, müssen wir jüngere,einsichtigere Generationen zur Vernunft bewegen.

Jung und einsichtiger, der Pauschalwitz des Jahres.
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Thomas I
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Re: Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

Beitragvon Thomas I » Mi 1. Feb 2012, 03:27

Praia61 » Di 31. Jan 2012, 15:56 hat geschrieben:Die französischen Autobahnen sind ok.


Ja, die welche Maut kosten und in den Händen privater Konzessionsnehmer sind. Sobald man durch die letzte Mautstelle ist sind die dann alles andere als ok.
Hätte der Bund Mauteinnahmen in französischer Höhe, hätten wir vergoldete Leitplanken auf unseren Autobahnen.
Zuletzt geändert von Thomas I am Mi 1. Feb 2012, 03:32, insgesamt 1-mal geändert.

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