Wärmedämmungen: Immer mehr Probleme

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Kaukas
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Re: Wärmedämmungen: Immer mehr Probleme

Beitragvon Kaukas » So 22. Mai 2011, 17:08

frems » So 22. Mai 2011, 13:59 hat geschrieben:Dein sofortiger Schuß und den Verweis auf die Handwerker spricht schon ziemlich von Deiner Überzeugung. Ich persönlich halte mich da lieber etwas zurück und warte ab, bis man mehr Erfahrungen gesammelt hat; auch wenn ich nicht manch Architekten Glauben schenk, die meinen, Dämmstoffe wären in einigen Jahrzehnten das, was Asbest heute ist. :p
Naja, bei Lehmputz in Verbindung mit Naturmaterialien sind Probleme rund ums Wohnklima oder gesundheitlichen Gefahren sicher schon ausdiskutiert, da warte ich nicht noch...
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neo1968
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Re: Wärmedämmungen: Immer mehr Probleme

Beitragvon neo1968 » So 22. Mai 2011, 21:26

Kaukas » So 22. Mai 2011, 12:40 hat geschrieben:Genau, runter mit den Dämmstoffen, das armortisiert sich dann auch wieder :D


Nein, der Dämmstoff muß einfach nur den korrekten Querschnitt haben.
Dann befindet sich der Taupunkt nämlich da wo er hingehört und nicht mitten im Mauerwerk.
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frems
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Re: Wärmedämmungen: Immer mehr Probleme

Beitragvon frems » Do 26. Mai 2011, 13:48

Kaukas » So 22. Mai 2011, 18:08 hat geschrieben:Naja, bei Lehmputz in Verbindung mit Naturmaterialien sind Probleme rund ums Wohnklima oder gesundheitlichen Gefahren sicher schon ausdiskutiert, da warte ich nicht noch...

Gerade beim Fachwerk wirst Du aber größere Probleme mit synthetischen Dämmstoffen kriegen. Und auch Naturmaterialien sind entsprechend bearbeitet.
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Re: Wärmedämmungen: Immer mehr Probleme

Beitragvon Kaukas » Do 26. Mai 2011, 15:29

frems » Do 26. Mai 2011, 14:48 hat geschrieben:Gerade beim Fachwerk wirst Du aber größere Probleme mit synthetischen Dämmstoffen kriegen. Und auch Naturmaterialien sind entsprechend bearbeitet.
Öhm, den Lehm habe ich selbst mit aus der Grube geholt, also nix Ziegel o.ä.. Ernsthaft, das ist Lehm und nix als Lehm. Zuschlag hie und do Strohhäksel.
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Re: Wärmedämmungen: Immer mehr Probleme

Beitragvon frems » Do 26. Mai 2011, 15:40

Kaukas » Do 26. Mai 2011, 16:29 hat geschrieben:Öhm, den Lehm habe ich selbst mit aus der Grube geholt, also nix Ziegel o.ä.. Ernsthaft, das ist Lehm und nix als Lehm. Zuschlag hie und do Strohhäksel.

Oh, den Satz hatte ich beschissen formuliert. Meinte eigentlich, daß synthetische Dämmstoffe das eine oder andere Fachwerk schon zerrissen haben und daß manche Stoffe, die von der Industrie gerne als "natürlich" und "ökologisch" vermarktet werden, ziemlich stark chemisch bearbeitet worden sind, weshalb ich mich frage, warum man diese bei normalen Gebäuden dann verwenden sollte. Aber so lange sich die Leute ihr Häuschen im Grünen komplett einpacken, vom Passivhaus und EnEV schwadronieren, um dann täglich eine Stunde mit dem Auto zur Arbeit unterwegs zu sein, ist ja eh noch alles in Ordnung. ;)

Ist nicht an Dich gerichtet.
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Re: Wärmedämmungen: Immer mehr Probleme

Beitragvon adal » Do 26. Mai 2011, 15:49

frems » So 22. Mai 2011, 13:32 hat geschrieben:Die EnEV fordert doch einen Luftwechsel, wodurch eh ein automatisches Lüftungssystem zum Einsatz kommt. :?:
...elektronisch gesteuerte Permanententlüftung mit Wärmerückgewinnung über Wärmetauscher. Wer es sich leisten kann...
Zuletzt geändert von adal am Do 26. Mai 2011, 15:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wärmedämmungen: Immer mehr Probleme

Beitragvon frems » Do 26. Mai 2011, 15:58

adal » Do 26. Mai 2011, 16:49 hat geschrieben:...elektronisch gesteuerte Permanententlüftung mit Wärmerückgewinnung über Wärmetauscher. Wer es sich leisten kann...

Günstiger als eine Schimmelbeseitigung allemal. Denke nicht, daß Vermieter so naiv sind und auf ein korrektes Verhalten der Bewohner hoffen. Zudem spart's ja auch Wärme. Hab mir mal ein ganz nettes System angekuckt, das für ein Einfamilienhaus keine zehn Scheine gekostet hat. Es war aber schon ziemlich hässlich.
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Re: Wärmedämmungen: Immer mehr Probleme

Beitragvon Kaukas » Do 26. Mai 2011, 16:02

adal hat geschrieben:Wer es sich leisten kann...
Umgekehrt. Zunehmend.

frems » Do 26. Mai 2011, 16:40 hat geschrieben:Aber so lange sich die Leute ihr Häuschen im Grünen komplett einpacken, vom Passivhaus und EnEV schwadronieren, um dann täglich eine Stunde mit dem Auto zur Arbeit unterwegs zu sein, ist ja eh noch alles in Ordnung
Absolut richtig. Das haben viele auch verstanden, wenn Du Dir mal die qm-Preise der Speckgürtel mit und ohne Bahnanschluß ansiehst. Der Unterschied ist massiv und wird zunehmend größer, klar.

btw., ich habe übrigens deshalb 2 Häuskn, weil mein Arbeitsweg so exakt 5 Stufen, also von privat zum Job, beträgt. Aber andererseits auch nur 5min von der BAB entfernt. Vergleichbares hätte ich mir in der Stadt nicht leisten können, zumal in der Landeshauptstadt, zu deren Innenstadt ich außerhalb der Geschäftszeiten 25min brauche. Innerhalb..... nee, frag lieber nicht :rolleyes:
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Re: Wärmedämmungen: Immer mehr Probleme

Beitragvon Amun Ra » Do 26. Mai 2011, 19:13

frems » Do 26. Mai 2011, 16:40 hat geschrieben:...Aber so lange sich die Leute ihr Häuschen im Grünen komplett einpacken, vom Passivhaus und EnEV schwadronieren, um dann täglich eine Stunde mit dem Auto zur Arbeit unterwegs zu sein, ist ja eh noch alles in Ordnung. ;)
...

Das hat vielmehr mit Grundstückspreisen und noch einigen anderen Gründen zu tun... ;)
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Re: Wärmedämmungen: Immer mehr Probleme

Beitragvon frems » Do 26. Mai 2011, 22:03

Amun Ra » Do 26. Mai 2011, 20:13 hat geschrieben:Das hat vielmehr mit Grundstückspreisen und noch einigen anderen Gründen zu tun... ;)

Vor allem mit 'nem Cayenne. :p

Mir ging's ja vor allem um die Ökologie, die dann immer rausgeholt wird. Als wenn's irgendwem um den Klimaschutz statt um die Finanzen geht.

Beispiel: 2*25km pro Tag*200 Arbeitstage = 10.000km. 10 Liter pro 100km, 10kWh pro Liter, also 10.000 im Jahr. Heißt, er braucht vielleicht nur 30kWh/m² im Häuschen, aber würde, wenn man den die weiteren Faktoren auf seinen Standort hinzuzählt, 130kWh/m² verbrauchen.

Mal geht's ja auch in den Urlaub und er kommt auf 15.000km im Jahr. Kostet sein Wagen günstige 22.000€ und hält 10 Jahre bei 3000€ an laufenden Kosten und einer täglichen Nutzung von einer Stunde (300 im Jahr), zahlt er pro Stunde Autofahrt 17,33€. Mit einer Bahnkarte ist er bei 4,40€.

Was ich damit sagen will: Ist halt nicht nur eine Frage dessen, was man sich leisten kann, sondern vor allem, ob man es sich leisten will. Bei einem Abendkleid, welches vielleicht 500€ kostet, fragt ja auch keiner nach der Wirtschaftlichkeit. Daß es in den Schmarotzerkommunen günstiger Land als in der Stadt gibt, mußt Du mir nicht erzählen. :p
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Re: Wärmedämmungen: Immer mehr Probleme

Beitragvon Welfenprinz » Fr 27. Mai 2011, 07:33

Bevor ich in Haus ziehe, in dem die Fenster nicht geöffnet werden können und eine Zwangsentlüftung/austausch installiert ist, campier ich lieber unter der Autobahnbrücke.
ich glaub es hackt.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Wärmedämmungen: Immer mehr Probleme

Beitragvon Kaukas » Fr 27. Mai 2011, 07:41

Welfenprinz » Fr 27. Mai 2011, 08:33 hat geschrieben:Bevor ich in Haus ziehe, in dem die Fenster nicht geöffnet werden können und eine Zwangsentlüftung/austausch installiert ist, campier ich lieber unter der Autobahnbrücke.
ich glaub es hackt.
Die Geschmäcker sind verschieden, der eine hat es gern leise und warm, der andere zugig und laut. Ist auch eine Altersfrage... :)
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Re: Wärmedämmungen: Immer mehr Probleme

Beitragvon frems » Fr 27. Mai 2011, 11:15

Welfenprinz » Fr 27. Mai 2011, 08:33 hat geschrieben:Bevor ich in Haus ziehe, in dem die Fenster nicht geöffnet werden können und eine Zwangsentlüftung/austausch installiert ist, campier ich lieber unter der Autobahnbrücke.
ich glaub es hackt.

Daß in Passivhäusern die Fenster nicht geöffnet werden können, ist aber auch ein Vorurteil. Mir ist jedenfalls noch kein Objekt unter die Nase gekommen, wo dies nicht möglich ist. Bloß eine automatische Lüftung, die häufig für ein sehr, sehr angenehmes Klima führt, wird eingebaut, weil es oft nicht reicht, wenn man morgens und abends mal das Fenster kurz aufmacht, um Schimmel vorzubeugen. :?:
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