Tempo 30 als Regel?

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jack000
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon jack000 » Fr 14. Apr 2017, 18:31

frems hat geschrieben:(14 Apr 2017, 19:20)

So langsam setzt sich die Vernunft durch, wenn auch nur zaghaft:


https://www.welt.de/politik/deutschland ... edten.html

http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/V ... it164.html
Vor der Haustür wollen das alle, aber genau diejenigen die selbst Autos haben und gerne nutzen fahren gerne bei anderen Mitmenschen vor der Haustür vorbei ...
=> Extremegoismus pur!
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frems
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon frems » Fr 14. Apr 2017, 18:38

jack000 hat geschrieben:(14 Apr 2017, 19:31)

Vor der Haustür wollen das alle, aber genau diejenigen die selbst Autos haben und gerne nutzen fahren gerne bei anderen Mitmenschen vor der Haustür vorbei ...
=> Extremegoismus pur!

Woher weißt Du, dass die Befragten alle Autos haben und sich Tempo 50 auf anderen Abschnitten wünschen? Und welche Leute wollen kein Tempo 30 vor ihrer Haustür? Die ohne Auto? Wirkt ziemlich skurril, zumal ja genug Fakten für eine solche Regelung sprechen.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 14. Apr 2017, 19:16

Na ja, beide Artikel enthalten eher das Gegenteil - außer dem "Umweltbundesamt" und seiner Präsidentin sind alle wichtigen Ebenen sonst eher gegen eine generelle Einführung :?:

Ohne eine "überall Durchsetzungsmethode", wird das nix mit "30 als Regel". Dazu - oder dafür - sind die allermeisten PKW einfach nicht geschaffen. Ein wenig Unachtsamkeit und man liegt problemlos über dieser Geschwindigkeit. Schon der Tacho ist "unten herum" kaum darauf eingestellt. "Psychologie" dort ist die "mögliche Höchstgeschwindigkeit" die eine Kiste bieten kann. Da werden gern noch einiges "hochgestapelt".

"Unten herum" - gar im Schritttempo - "Zeichen 325.1 StVO" wird dem Fahrer eine Schätzung abverlangt - eine "Geschwindigkeit" von 1 Meter pro Sekunde oder 3,6 km/h darf jeder versuchen überhaupt zu erkennen. Der übliche Tacho schweigt sich da sehr "höflich" aus. Deutsche Gerichte haben ebenfalls Probleme sich da exakt festzulegen. "Irgendwo deutlich unter 20 km/h" wird da recht hilflos die "Schrittgeschwindigkeit" verortet.

Dabei gilt das " Schritttempo" auch "in verkehrsberuhigten Bereichen und für die Vorbeifahrt an haltenden Bussen, die an der Haltestelle das Warnblinklicht eingeschaltet haben, sowie für durch Zusatzzeichen zugelassenen Fahrverkehr auf Fußgängerflächen, beispielsweise bei einem dem Radverkehr eingeräumten Benutzungsrecht auf Gehwegen (Zeichen 239) durch Zusatzzeichen 1022-10 „Radfahrer frei“

Deutschland viel Gesetz und Bürokratie, die im Alltag wenig Beachtung findet. Was im realen Einzelfall durchaus "ins Auge gehen kann". :eek:

Als Freund fortschrittlicher Technologie zum Besten aller Menschen, meine ich, der Tacho sollte - was beim Stand der Elektronik kaum ein Problem sein sollte - den unteren Bereich - also ab 0 bis 40 km/h besonders groß anzeigen. Aber nicht nur anzeigen, sondern solange das nicht per Signal von außen (Funkbarke, GPS usw.) ERZWUNGEN wird, wenigsten mit optischen und akustischen Signalen der Fahrer "unterstützen". Wer seinen Gurt nicht anlegt, darf solange ein penetrantes akustisches Signal genießen, bis er / sie einlenkt oder dem Wahnsinn verfällt.

Tempo 30 - gleichgültig wo und warum, wird solange auch nicht annähernd eingehalten, bis dies mehrheitlich, lückenlos überwachbar ist. Selbst in meinem Kaff, existiert eine 30er Zone rechts und links der Durchfahrtsstraße, welche uns Dörfler in zwei Wohnzonen teilt. Am Ortseingang ist dreißig für ~250m Pflicht - funktioniert aber nur dort tadellos - ein böser Blitz mit Foto und folgender Rechnung, hilft die ansonsten nur als "unverbindliches Angebot" betrachtete 30er Reglung durchzusetzen. Eigentlich sind hier nur ~500m mit der deutlich gefährlicheren Geschwindigkeit von 50 km/h übriggeblieben - auch da gibt es sozusagen "andersherum" einen amtlichen "Starenkasten".

Von meinem bescheidenen Zuhause, bis in die nächste größere Stadt, passiere ich bislang "Blitzer" - zur nächsten Großstadt sind es mindestens sechs von den Dingern. Auch die unterschiedlichen Ortspolizisten erfreuen sich an jedem "Raser" der den Stadtsäckel füllen hilft. Es ist zu vermuten, da ja auch private "Fallensteller" ihr Geld mit "Rasern" verdienen, das es soooo schnell keine andere Methoden die geforderten Geschwindigkeiten tatsächlich zu erzwingen. Gleichgültig warum diese überhaupt verfügt werden....

"Tempo 30 als Regel?" der Kopf (bis auf ein paar Holzköpfe) sagt JA :(

Der Bauch - beinahe aller gestressten Autofahrer sagt nein .... :rolleyes:
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon jack000 » Fr 14. Apr 2017, 19:23

frems hat geschrieben:(14 Apr 2017, 19:38)

Woher weißt Du, dass die Befragten alle Autos haben und sich Tempo 50 auf anderen Abschnitten wünschen? Und welche Leute wollen kein Tempo 30 vor ihrer Haustür? Die ohne Auto? Wirkt ziemlich skurril, zumal ja genug Fakten für eine solche Regelung sprechen.

Nun, es sind halt langjährige Beobachtungen und auch eigene Erfahrungen die einen Rückschlüss auf diese Scene schließen lassen.
Das geht los beim Mathematiklehrer in der Berufsschule in meiner Heimatgegend bis hin zu den Verhinderern der Nordostumgehung in Stuttgart .. es ist immer das gleiche Schema vorzufinden.

Dazu kommen diejenigen die ganz vorne bei Protesten gegen Entlastungsstrassen sind, die in verkehrsberuhigten Gegenden/Sackgassen wohnen und die die Grundstücke zuvor günstig erworben haben unter der Prämisse das da mal in der Nähe eine Entlastungsstrasse gebaut wird.
=> Entlastungsstrassen also die z.B. LKW-Verkehr vermeiden sollen der 1 Meter vor den Häusern anderer verläuft aber verhindert werden durch Personen die ihre Häuser 200-300 Meter entfernt von der Entlastungsstrasse hätten.

Wie gesagt ist die "Entlastungsstrassenverhinderungsindustrie" i.d.R. genau zuzuordnen und in den seltensten Fällen sind überzeugte Fahrradfahrer darunter ...
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Sa 15. Apr 2017, 03:40

ich kann erst ab 60 den 5. gang einlegen. deshalb braucht mein auto bei 60 weniger benzin, als bei 30.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon frems » Sa 15. Apr 2017, 11:23

immernoch_ratlos hat geschrieben:(14 Apr 2017, 20:16)

Na ja, beide Artikel enthalten eher das Gegenteil - außer dem "Umweltbundesamt" und seiner Präsidentin sind alle wichtigen Ebenen sonst eher gegen eine generelle Einführung :?:

Es gehört ja auch zum guten Journalismus, dass man auch Ewiggestrigen mal kurz Gehör schenkt. Dass das UBA sich so langsam an wissenschaftlichen Fakten orientiert, ist doch mal ein positiver Schritt. Daher schrieb ich ja, es passiere zaghaft. Da sind natürlich noch einige dicke Bretter zu bohren. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon frems » Sa 15. Apr 2017, 11:24

jack000 hat geschrieben:(14 Apr 2017, 20:23)

Nun, es sind halt langjährige Beobachtungen und auch eigene Erfahrungen die einen Rückschlüss auf diese Scene schließen lassen.
Das geht los beim Mathematiklehrer in der Berufsschule in meiner Heimatgegend bis hin zu den Verhinderern der Nordostumgehung in Stuttgart .. es ist immer das gleiche Schema vorzufinden.

Dazu kommen diejenigen die ganz vorne bei Protesten gegen Entlastungsstrassen sind, die in verkehrsberuhigten Gegenden/Sackgassen wohnen und die die Grundstücke zuvor günstig erworben haben unter der Prämisse das da mal in der Nähe eine Entlastungsstrasse gebaut wird.
=> Entlastungsstrassen also die z.B. LKW-Verkehr vermeiden sollen der 1 Meter vor den Häusern anderer verläuft aber verhindert werden durch Personen die ihre Häuser 200-300 Meter entfernt von der Entlastungsstrasse hätten.

Wie gesagt ist die "Entlastungsstrassenverhinderungsindustrie" i.d.R. genau zuzuordnen und in den seltensten Fällen sind überzeugte Fahrradfahrer darunter ...

Also halten wir fest: die Bürger reagieren auf den Lärm, mit dem sie konfrontiert werden, und nicht auf den Lärm, den sie verursachen. :?:
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Ein Terraner » Sa 15. Apr 2017, 11:28

Ich bin für Tempo 30, aber nur wenn keine Auto mehr gebaut werden darf das weniger als 400PS hat. :thumbup:
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon frems » Mo 12. Jun 2017, 23:07

Die Pläne des Senats für mehr mehr Tempo-30-Abschnitte auf Berlins Hauptstraßen werden offenbar immer konkreter. Nach einem Bericht des Berliner Kuriers sollen Autofahrer auf fünf stark befahrenen Straßen in Charlottenburg, Mitte, Tiergarten, Schöneberg und Tempelhof künftig entsprechend abgebremst werden. Anfangs allerdings nur während zeitlich begrenzter Testphasen. Kombiniert mit weiteren Maßnahmen soll das Tempolimit dafür sorgen, dass der Verkehr flüssiger läuft und der Ausstoß gesundheitsgefährdender Stickoxide dadurch verringert wird. Außerdem soll Tempo 30 Unfälle vermindern und den Lärm reduzieren. Ein Sprecher von Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos) war am Montagabend nicht erreichbar. [...]

Ob Tempo 30 alleine den Ausstoß von Stickoxiden vermindert, ist äußerst umstritten. Die Chance ist aber groß, dass der Verkehrsfluss durch die geringeren Sicherheitsabstände steigt und Fahrer trotz des Tempolimits dadurch sogar schneller vorankommen. Sicher erreichen lässt sich dies nach neuesten Untersuchungen aber nur durch die Kombination des Tempolimits mit weiteren Maßnahmen wie intelligente Ampelschaltungen, flexible grüne Wellen und kluge Baustellen-Koordination.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/verke ... 25272.html

Da dürften viele Fahrer wieder sehr irritiert sein.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Di 13. Jun 2017, 05:11

....sogar schneller vorankommen....


frems hat geschrieben:(13 Jun 2017, 00:07)

http://www.tagesspiegel.de/berlin/verke ... 25272.html

Da dürften viele Fahrer wieder sehr irritiert sein.


iss natürlich totaler quatsch. reduzierung des tempos verringert den durchsatz an fahrzeugen. reduzierung des tempos verringert nur das unselige stocken und verklumpen des verkehrs wenn andere fahrzeuge in die spur wechseln. würden alle fahrer ihr fahrzeug beherrschen, gäbs das nicht...

würde ja auch keiner behaupten, dass ein prozessor mit 5 ghz langsamer läuft als ein prozessor mit 3 ghz.... das sind linksgrün versiffte flatulenzen die irgendwem ein hirnödem verursacht haben, der zufällig an der falschen stelle was zu sagen hat....
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Fuerst_48 » Mi 13. Jun 2018, 13:33

In Wien haben Verkehrskontrollen für Radfahrer begonnen, die sich einen Dreck um die Strassenverkehrsordnung scheren. Es gab satte Strafen und nicht wenige.
Endlich...
(Wie sagte unlängst ein Prominenter auf die Frage, wie er sich das Paradies vorstelle? WIEN - OHNE Radfahrer - war seine Antwort.)
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 14. Jun 2018, 17:47

Tempo 30 als Regel? - mit welchem Ziel ?

Mehr Sicherheit oder geringerer Verbrauch ? Beides geht weder bei typischen Verbrennern und erst recht nicht bei e-Mobilen.

Ob man am Ende "schneller am Ziel ankommt", wenn man die Höchstgeschwindigkeit bei 30 km/h festmacht, hängt von den "Hindernissen" und "Ereignissen" zwischen Start und Ziel ab und ist sehr variabel im Ergebnis.

Hohe Verkehrsdichte - mit der üblichen Fahrkunst der Beteiligten - ich bezweifle da jeglichen "Gewinn". Womöglich frist ja der Stress von "Stopp and Go" den Sicherheitsgewinn langsamer Fahrweise wieder auf. Der Verbrauch und damit (bei Verbrennern) die Schadstoffe steigen unterhalb von 50km/h sehr deutlich an. Auch e-Mobile (je nach Strommix) verursachen höhere Schadstoffanteile - nur eben "anderswo" :dead:

"Verkehrsarme Zeiten" zeigen worin die Lösung liegen mag - schlicht weniger Fahrzeuge und ein flexibles Management, welches "günstigere Geschwindigkeiten" erlaubt... :?

Der Verbrauch von "Akkufüllstand" liegt zwischen 50 ... 60 km/h im günstigsten Bereich. Mit bloßem Auge schon erkennbar auf der Grafik "Avarage Speed".

Wenn man einfach Rechtecke einzeichnet ( © kann ich nur privat nutzen) lässt sich folgendes ablesen :
Geschwindigkeit : 28 km/h UND 90km/h = 200 W/km

Geschwindigkeit : 30 km/h UND 86km/h = ~190 W/km

Geschwindigkeit : 42 km/h UND 72km/h = ~175 W/km

Geschwindigkeit : 50 km/h UND 62km/h = ~160 W/km

Bei ca. 55 km/h fährt ein e-Mobil (jedenfalls nach dieser Grafik) am "verbrauchsgünstigen".

Das bedeutet ab fünfzig "abwärts" steigt der Verbrauch exponentiell an um gegen Null km/h ("Schrittgeschwindigkeit") den höchsten Verbrauchswert zu erreichen :( Umgekehrt verläuft die Kurve etwas flacher und je nach Widerstandsbeiwert dürfte hier wie üblich die "günstigsten Werte" zwischen 86 und 90 km/h liegen.

Für mich nicht wirklich überraschend, auch Verbrenner haben "optimale Bereiche".
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon H2O » Do 14. Jun 2018, 18:09

In Nebenstraßen wurde die Höchstgeschwindigkeit für Kraftfahrzeuge auf 30 km/h gesenkt, um die Unfallgefahr für Radfahrer und spielende Kinder zu verringern. Auf vierspurigen Hauptverkehrswegen wäre Tempo 30 eher eine Schikane, um den Menschen die Autofahrerei zu verleiden. Nach vorstehenden technischen Angaben kann nur noch dieser böse Wille dahinter stehen.

Dabei wäre durch eine geschickte Verkehrssteuerung eine wesentliche Verringerung der Umweltbelastung mit Geräusch und giftigem Gestank möglich. Oder durch Ausbau des ÖPNV-Netzes.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Ein Terraner » Do 14. Jun 2018, 18:40

Tempo 30 ist im Modernen Autos ein fast nicht mehr wahrnehmbares Tempo, das geht schief, mit Ansage.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Polibu » Do 14. Jun 2018, 19:11

Tempo 30 können die meinetwegen in den überfüllten Großstädten machen. Auf dem Dorf oder in kleinen bis mittelgroßen Städten ist das nicht notwendig.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon JohnnyWeissmüller » Do 14. Jun 2018, 19:17

Mein altes Auto zeigt bei 86 km/h den niedrigsten Verbrauch an. In der Stadt lohnt sich das allerdings nicht, weil es bei der Beschleunigung auf 86 km/h viel mehr verbrauche, als ich bei der Geschwindigkeit sparen könnte.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon bennyh » Fr 15. Jun 2018, 22:56

Fuerst_48 hat geschrieben:(13 Jun 2018, 14:33)

In Wien haben Verkehrskontrollen für Radfahrer begonnen, die sich einen Dreck um die Strassenverkehrsordnung scheren. Es gab satte Strafen und nicht wenige.
Endlich...
(Wie sagte unlängst ein Prominenter auf die Frage, wie er sich das Paradies vorstelle? WIEN - OHNE Radfahrer - war seine Antwort.)

WIEN - OHNE Radfahrer. Also besser, diese Leute säßen stattdessen im Auto und würden die Straßen noch weiter verstopfen?
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Cat with a whip » Fr 27. Jul 2018, 11:35

Selbst mit Tempo 30 wären einige Fahrer von übermotiorisierten Schlachtschiffen überfordert. Heute ist es oft so dass bei erlaubten 30 die meissten zwischen 40 u. 50 fahren.

Also endlich einfach das was jetzt generell in Ortschaften zulässig ist.

Hier wollte wohl noch einer mit sehr viel PS (laut psychiatrisch auffälliger Gefährder würde man die vielen PS zum sicheren Überholen benötigen) ganz schnell über Rot huschen, mit mehr als erlaubt.

Rotlicht-Raser rammt Radfahrer

Mit hoher Geschwindigkeit fuhr ein Autofahrer in Kreuzberg über eine rote Ampel. Dabei erfasste er einen Radfahrer, der schwer verletzt wurde.

Der Unfall geschah nach Polizeiangaben am Donnerstagnachmittag in Kreuzberg. Zeugenaussagen zufolge befuhr ein 50-jähriger gegen 15 Uhr mit seinem Mercedes die Yorckstraße in Richtung Gneisenaustraße. Hierbei soll er das Rotlicht der Ampel an der Kreuzung Mehringdamm/Gneisenaustraße missachtet haben. Nachdem er zunächst einem anfahrenden Pkw des Querverkehrs ausweichen konnte, stieß er mit dem auf dem Radweg des Mehringdamms in Richtung Blücherstraße fahrenden 38-Jährigen zusammen.

Durch die Wucht des Zusammenpralls wurde der Mann gegen einen geparkten Skoda geschleudert und schwer verletzt. Die Feuerwehr brachte ihn in eine Klinik. Da der 50-Jährige laut mehrerer Zeugenaussagen deutlich zu schnell unterwegs gewesen sein soll, beschlagnahmten die Polizisten neben seinem Führerschein auch den Mercedes.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/poli ... 53554.html
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum

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