Tempo 30 als Regel?

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Camarasaurus
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Camarasaurus » Mo 18. Jun 2012, 18:34

Kibuka » Mo 18. Jun 2012, 18:29 hat geschrieben:
Was du wieder alles weißt. Du solltest bei BMW als Zukunftsforscher arbeiten!


Dass du die Gelegenheit wahrnimmst, mal wieder bisschen zu stänkern, war nicht anders zu erwarten. :D Scheiß Tag gehabt heute? :D
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Tantris » Mo 18. Jun 2012, 18:36

Camarasaurus » Mo 18. Jun 2012, 19:33 hat geschrieben:Natürlich nicht. Aber einen Missstand kann ich beim besten Willen nicht erkennen.


Jedes jahr mehr verkehrsttote als in einem größeren nahostkrieg reicht natürlich nicht... :(
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Kibuka » Mo 18. Jun 2012, 18:39

Camarasaurus hat geschrieben:
Dass du die Gelegenheit wahrnimmst, mal wieder bisschen zu stänkern, war nicht anders zu erwarten. Scheiß Tag gehabt heute?


Es geht mir nur darum, wie selbstverständlich du hier eine konkrete Zukunft propagierst, so als ob du geradewegs aus dem Jahr 2040 kommen würdest.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Tantris » Mo 18. Jun 2012, 18:41

Kibuka » Mo 18. Jun 2012, 19:39 hat geschrieben:
Es geht mir nur darum, wie selbstverständlich du hier eine konkrete Zukunft propagierst, so als ob du geradewegs aus dem Jahr 2040 kommen würdest.


Tödliche missstände zu ignorieren, mit dem hinweis, irgendwann würde sicher alles besser, halte ich für zynismus.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon ToughDaddy » Mo 18. Jun 2012, 19:31

frems » Mo 18. Jun 2012, 18:26 hat geschrieben:Mir ging's doch um die Frage allgemein. Die Argumente von Politikern interessieren mich ja nicht. Und wenn jemand sagt, daß es für Unfälle irrelevant sei und auch nicht für weniger Lärm sorgt, dann schau ich halt, was es da für Untersuchungen gab und nicht, was irgendeine Person auf Wählerfang sagt. So schweinereich ist Hamburg auch nicht, daß man unüberlegt einfach Geld rauswirft. Trotzdem geht's hier nicht um den Neubau sämtlicher Straßen und Einrichtungen, sondern nur um ein paar Schilder, die aufgestellt bzw. verschoben werden müssen.

Mit allgemeinen Antworten kommt man aber hier nicht zum gewünschten Ergebnis. Ich habe nicht geschrieben, dass es für Unfälle irrelevant ist, sondern dass man dies doch erstmal aufzeigen sollte. Feiner Unterschied. Ein paar Schilder? Das sind schon mehr als nur ein paar. Und die Preise für solche Schilder sind nicht gering. Dies auszugeben für ein paar Sprüche und Vermutungen ist es garantiert nicht wert. Abgesehen, dass natürlich zu den Schildern auch noch lauter andere Dinge neu rausgegeben werden müssen.


Nein, ich meinte z.B. die beiden Arbeiten aus Dresden und Jena. Das waren die erstbesten, die ich fand, aber beim Überfliegen gab's noch weitere. Und von diesem "Dann sollte keiner mehr fahren" spricht ja niemand. Das Thema sollte man so wirklich nicht überbewerten. Es sind ja bereits etliche Straßen bei Tempo 30 ohne daß alles so viel schlimmer wurde.

Zu den beiden Arbeiten habe ich mich schon geäußert, leider nur pauschale Aussagen. Doch, es ist schlimmer, wenn es Sonderregelungen geben muss für die Normalgeschwindigkeit. Sonderregelungen sollten nie dafür da sein mehr Freiheit zu geben, sondern die Freiheit sollte normal sein.


Herje, da ist aber einer gereizt. Natürlich verlagert sich der Lärm dann zur Hauptstraße, in der 50 gefahren werden kann. Trotzdem ist es in Wohngebieten dann ruhiger als an Hauptstraßen, die meist eh nicht stark bewohnt sind und/oder bereits ums zigfache einer Umgehungsstraße befahren.

Ist es doch jetzt schon. Warum sollte also alles geändert werden und Geld rausgewurfen werden, wenn sich angeblich nichts ändert? Wie vorhin schon gefragt.

Ja, das wird's sein. :p
Es geht lediglich um Nebenstraßen, die dann Tempo 30 werden, sofern sie es nicht eh schon sind, während es auf den Hauptstraßen bei 50 bleibt.

Jetzt erklärst nur noch mal, was schon ausgesagt wurde. Aber ein Grund für das Geldausgeben und das Ändern von Gesetzen liegt noch immer nicht vor. Wo soll der jetzige Mißstand sein?
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Thomas I » Mo 18. Jun 2012, 22:17

frems » Mo 18. Jun 2012, 15:33 hat geschrieben:Von Hauptstraßen spricht doch auch keiner. Weder ich, noch Zürich, noch irgendeine Partei. Niemand will Tempo 30 auf Hauptstraßen. :?:


Ja WOZU braucht man dann Tempo-30 als Regelgeschwindigkeit innerorts? Die Nebenstrassen sind doch heute eh alle Tempo-30-Zone???????

Was soll der Stuss mit aufwändiger Gesetzesänderung die dann nichts ändert ausser das man entlang der Hauptstrassen dann für teures Geld überall 50-Schilder aufstellen und alle Zone-30-Schilder dann durch Ende-der-50er-Zone-Schilder ersetzen muß wenn niemand Tempo 30 auf Hauptstraßen will ?
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Thomas I » Mo 18. Jun 2012, 22:20

frems » Mo 18. Jun 2012, 18:26 hat geschrieben:[...]

Es geht lediglich um Nebenstraßen, die dann Tempo 30 werden, sofern sie es nicht eh schon sind, während es auf den Hauptstraßen bei 50 bleibt.


Bei den ganz wenigen Nebenstrassen die heute noch nicht Tempo-30 haben wäre es dann aber billiger die in Tempo-30-Zonen umzuwandeln, statt deswegen die ganze StVO zu ändern und dann entlang der Hauptstrassen unzählige neue Tempo-50-Schilder aufstellen zu müssen, dafür die Tempo-30-Schilder dann aber in die Tonne kloppen zu müssen...
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon frems » Mo 18. Jun 2012, 22:31

Thomas I » Mo 18. Jun 2012, 23:17 hat geschrieben:
Ja WOZU braucht man dann Tempo-30 als Regelgeschwindigkeit innerorts? Die Nebenstrassen sind doch heute eh alle Tempo-30-Zone???????

Was soll der Stuss mit aufwändiger Gesetzesänderung die dann nichts ändert ausser das man entlang der Hauptstrassen dann für teures Geld überall 50-Schilder aufstellen und alle Zone-30-Schilder dann durch Ende-der-50er-Zone-Schilder ersetzen muß wenn niemand Tempo 30 auf Hauptstraßen will ?

Sind sie denn alle Tempo 30? Ich kenn einige Gegenbeispiele, aber hab leider keine Statistik dazu finden können. Aber weiterhin verstehe ich nicht die Aufregung. Wenn zahlreiche Forschungsinstitute auf so etwas plädieren, um Lärm zu senken und Leben zu schützen, finde ich dieses finanzielle Argument etwas sehr obszön. Es geht ja nicht darum, jede Fahrbahn komplett umzugestalten, sondern nur, Schilder von A nach B zu stellen, bei lediglich die Zahlen bzw. Scheibe ausgetauscht wird. Da stellt sich höchstens die Frage, wo die ganzen alten Scheiben hinsollen, weil man ja offensichtlich nicht mehr so viele benötigt, wenn nur noch bei den Hauptstraßen das Tempo gekennzeichnet ist. Damit dürfte auch wieder weniger ausgetauscht. Und die machen ja in Kilometern nur einen meist kleinen Teil aus. Bis auf den ADAC, der noch seine autogerechte Stadt wünscht, ist mir niemand bekannt, der gegen Tempo 30 ist.

Also wenn jemand gute Gründe hat, was dagegen spricht, z.B. warum es nicht zu weniger Opfern kommen soll oder die Anwohner nicht unter weniger Lärm leiden würden, bin ich ja für jede Info dankbar und lasse mich gerne eines Besseren belehren. Aber Verkehrsopfer und -lärm damit zu begründen, daß eine kleine Scheibe an einem Schild zu teuer wär, ist wirklich etwas erschreckend.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Thomas I » Mo 18. Jun 2012, 22:34

frems » Mo 18. Jun 2012, 23:31 hat geschrieben:Sind sie denn alle Tempo 30? Ich kenn einige Gegenbeispiele, aber hab leider keine Statistik dazu finden können. Aber weiterhin verstehe ich nicht die Aufregung. Wenn zahlreiche Forschungsinstitute auf so etwas plädieren, um Lärm zu senken und Leben zu schützen, finde ich dieses finanzielle Argument etwas sehr obszön. Es geht ja nicht darum, jede Fahrbahn komplett umzugestalten, sondern nur, Schilder von A nach B zu stellen, bei lediglich die Zahlen bzw. Scheibe ausgetauscht wird. Da stellt sich höchstens die Frage, wo die ganzen alten Scheiben hinsollen, weil man ja offensichtlich nicht mehr so viele benötigt, wenn nur noch bei den Hauptstraßen das Tempo gekennzeichnet ist. Damit dürfte auch wieder weniger ausgetauscht. Und die machen ja in Kilometern nur einen meist kleinen Teil aus. Bis auf den ADAC, der noch seine autogerechte Stadt wünscht, ist mir niemand bekannt, der gegen Tempo 30 ist.

Also wenn jemand gute Gründe hat, was dagegen spricht, z.B. warum es nicht zu weniger Opfern kommen soll oder die Anwohner nicht unter weniger Lärm leiden würden, bin ich ja für jede Info dankbar und lasse mich gerne eines Besseren belehren. Aber Verkehrsopfer und -lärm damit zu begründen, daß eine kleine Scheibe an einem Schild zu teuer wär, ist wirklich etwas erschreckend.


Warum rüstet man nicht einfach die wenigen Nebenstrassen die noch nicht Limit 30 haben einfach mit Limit 30 nach und gut ist?
Dass ein Schilderwald entlang innerörtlicher Hauptstrassen mehr Sicherheit bedeutet ist nämlich auch sehr zweifelhaft.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Tantris » Mo 18. Jun 2012, 22:34

Thomas I » Mo 18. Jun 2012, 23:20 hat geschrieben:
Bei den ganz wenigen Nebenstrassen die heute noch nicht Tempo-30 haben wäre es dann aber billiger die in Tempo-30-Zonen umzuwandeln, statt deswegen die ganze StVO zu ändern und dann entlang der Hauptstrassen unzählige neue Tempo-50-Schilder aufstellen zu müssen, dafür die Tempo-30-Schilder dann aber in die Tonne kloppen zu müssen...


Erhöht die sicherheit und schafft arbeitsplätze!
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Thomas I » Mo 18. Jun 2012, 22:45

Tantris » Mo 18. Jun 2012, 23:34 hat geschrieben:
Erhöht die sicherheit und schafft arbeitsplätze!


Die Ausweitung voin Tempo-30-Zonen auf die letzten davon bisher ausgesparten Nebenstrassen bringt genau dasselbe für die Sicherheit, ohne dass dabei soviel Steuergelder verpulvert werden.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon frems » Mo 18. Jun 2012, 23:00

Thomas I » Mo 18. Jun 2012, 23:34 hat geschrieben:
Warum rüstet man nicht einfach die wenigen Nebenstrassen die noch nicht Limit 30 haben einfach mit Limit 30 nach und gut ist?
Dass ein Schilderwald entlang innerörtlicher Hauptstrassen mehr Sicherheit bedeutet ist nämlich auch sehr zweifelhaft.

Kann man natürlich machen. Da mußt Du die Verkehrsplaner und Politiker mal fragen. Ob das langfristig aber auch günstiger ist, wird sich zeigen müssen. Prinzipiell ist eine Reduzierung der Beschilderungen jedenfalls zu begrüßen und gilt auch als ein Grund, warum z.B. Gemeinschaftsstraßen nicht gefährlicher sind als gewöhnliche. Als das müssen dann von Fall zu Fall die Experten entscheiden, an deren Gutachten ich keinen Zweifel hab. Und die sprechen wohl eine recht deutliche Sprache. Deshalb würde ich Kosten nie über Gesundheit von Menschen stellen, wenn es um solche Kleinigkeiten geht, selbst wenn eine Kommune klamm ist. In Berlin haben sie mal über 10.000 Verkehrsschilder für 300.000 Euro ausgetauscht, also weniger als 30€ für ein Schild inklusive Einbau, das da bei Wind und Wetter stehen bleibt. Worüber reden wir denn, wenn so eins alle paar Hundert Meter steht? :s

In ganz Berlin gibt's 350.000 Verkehrsschilder. Dann sind wir Pi-mal-Daumen bei 10 Millionen, selbst wenn alle Schilder ausgetauscht würden. Aber es betrifft ja nur die Tempo-Schilder, die dann auch noch neu hinzukommen. Für ein demontiertes Tempo-30-Schild muß man natürlich nicht die Summe ausgeben. Aber selbst wenn man jedes zweite Schild austauscht, wovon ich nicht ausgehen würde, wäre das einmalig knapp über einem Euro pro Einwohner. Und das soll keiner haben und sich nur Städte wie Hamburg leisten können? :?
http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/ ... 71276.html

Da ist ja selbst eine grüne Ampel teurer, die regelmäßig mal mit speziellen Fahrzeugen ausgetauscht werden muß. Wenn das der einzige verbleibende Grund ist, der dagegen spricht, muß ich sagen, daß ich von einer Unentschlossenheit mittlerweile zu einer Unterstützung solcher Forderungen rübermache.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Tantris » Mo 18. Jun 2012, 23:10

Ampeln sind nicht nur teuer, sie sind auch unfallträchtiger als kreisverkehre.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Thomas I » Di 19. Jun 2012, 08:14

frems » Di 19. Jun 2012, 00:00 hat geschrieben:Kann man natürlich machen. Da mußt Du die Verkehrsplaner und Politiker mal fragen.


Muß ich nicht. Die Forderung "Mehr Nebenstrassen mit Tempo 30" klingt nämlich im Wahlkampf einfach nicht so schön reisserisch und autofeindlich wie "Innerorts nur noch Tempo 30 als Regeltempo".
Und daher alleine weht da der Wind.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon garfield335 » Di 19. Jun 2012, 08:14

Tempo 30 ist viel zu schnell, da wird mir schwindelig. :x
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Tantris » Di 19. Jun 2012, 08:22

Garfield335 » Di 19. Jun 2012, 09:14 hat geschrieben:Tempo 30 ist viel zu schnell, da wird mir schwindelig. :x


Kannst ja zu fuss gehen, wenn du dich das traust....
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon frems » Di 19. Jun 2012, 11:21

Thomas I » Di 19. Jun 2012, 09:14 hat geschrieben:
Muß ich nicht. Die Forderung "Mehr Nebenstrassen mit Tempo 30" klingt nämlich im Wahlkampf einfach nicht so schön reisserisch und autofeindlich wie "Innerorts nur noch Tempo 30 als Regeltempo".
Und daher alleine weht da der Wind.

Ja, deshalb ging's mir halt nicht um einige einzelne Politiker im Wahlkampf. Auch die Polizei und ihre Sicherheitsexperten sind für Tempo 30 als Regel, während es die Politik gerne den Kommunen überlassen möchte: http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... rueck.html

Und was wäre denn nicht "autofeindlich"? Tempo 60 überall? Es gibt sicherlich schönere Titel in einer Stadt als eine vermeintliche "Autofreundlichkeit" zulasten der Bürger. Und da sich bekanntlich ja auch die Bedeutung des Autos, egal ob als Stellenwert für die Massen oder lediglich aus finanziellen Gründen, immer weiter in der Bevölkerung abnimmt, werden die Prioritäten den Menschen sicherlich in Zukunft noch weiter in den Mittelpunkt stellen: http://www.ndr.de/regional/hamburg/verkehr339.html (und das ist in der "autofreundlichsten" Stadt Deutschlands...) :?
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Thomas I » Di 19. Jun 2012, 12:07

frems » Di 19. Jun 2012, 12:21 hat geschrieben:Ja, deshalb ging's mir halt nicht um einige einzelne Politiker im Wahlkampf. Auch die Polizei und ihre Sicherheitsexperten sind für Tempo 30 als Regel, während es die Politik gerne den Kommunen überlassen möchte: http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... rueck.html


Eben, Kommunen die einfach überall Tempo 30 wollen montieren innerorts einfach alle 30-Zonen-Schilder ab und hängen die einfach direkt unter die Ortschilder. Einfacherere Lösung geht ja wohl nicht oder?

frems » Di 19. Jun 2012, 12:21 hat geschrieben:Und was wäre denn nicht "autofeindlich"? Tempo 60 überall? Es gibt sicherlich schönere Titel in einer Stadt als eine vermeintliche "Autofreundlichkeit" zulasten der Bürger.


Es geht den Grünen darum zu dokumentieren dass sie was gegen Autos unternehmen, nicht um mehr Sicherheit oder so.
Ginge es ihnen um Sicherheit, dann würden sie dafür mehr Tempo-30-Zonen in Nebenstrassen und deren bauliche Veränderung kämpfen.



frems » Di 19. Jun 2012, 12:21 hat geschrieben: Und da sich bekanntlich ja auch die Bedeutung des Autos, egal ob als Stellenwert für die Massen oder lediglich aus finanziellen Gründen, immer weiter in der Bevölkerung abnimmt, werden die Prioritäten den Menschen sicherlich in Zukunft noch weiter in den Mittelpunkt stellen: http://www.ndr.de/regional/hamburg/verkehr339.html (und das ist in der "autofreundlichsten" Stadt Deutschlands...) :?


An die Sache mit dem abnehmenden Stellenwert glaube ich erst wenn der sich ganz kalr in abnewhmenden Fahrzeugbeständen niederschlägt. Das ist derzeit nicht der Fall, also verallgemeinere bitte nicht dem Umstand das wenige Großstadtbewohner freiwillig ohne Auto leben zu einer gesamtgesellschaftlichen Bewegung.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Tantris » Di 19. Jun 2012, 12:14

Thomas I » Di 19. Jun 2012, 13:07 hat geschrieben:
Eben, Kommunen die einfach überall Tempo 30 wollen montieren innerorts einfach alle 30-Zonen-Schilder ab und hängen die einfach direkt unter die Ortschilder. Einfacherere Lösung geht ja wohl nicht oder?


Eben. Ich weiss auch nicht, warum du da eine kostenexplosion erkennen kannst.
Mit dem gesetz würde man sich dann sogar dieses schild noch sparen.


Es geht den Grünen darum zu dokumentieren dass sie was gegen Autos unternehmen, nicht um mehr Sicherheit oder so.
Ginge es ihnen um Sicherheit, dann würden sie dafür mehr Tempo-30-Zonen in Nebenstrassen und deren bauliche Veränderung kämpfen.

Genau das passiert doch gerade. Sie wollen doch tempo 30. Natürlich auch auf den nebenstrassen. Wo ist dein problem?


An die Sache mit dem abnehmenden Stellenwert glaube ich erst wenn der sich ganz kalr in abnewhmenden Fahrzeugbeständen niederschlägt. Das ist derzeit nicht der Fall, also verallgemeinere bitte nicht dem Umstand das wenige Großstadtbewohner freiwillig ohne Auto leben zu einer gesamtgesellschaftlichen Bewegung.


auch ich habe den eindruck, dass die generation mit dem quasi-religiösen verhältnis zu verbrennungsmotoren langsam ausdünnt....
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon frems » Di 19. Jun 2012, 12:42

Thomas I » Di 19. Jun 2012, 13:07 hat geschrieben:Eben, Kommunen die einfach überall Tempo 30 wollen montieren innerorts einfach alle 30-Zonen-Schilder ab und hängen die einfach direkt unter die Ortschilder. Einfacherere Lösung geht ja wohl nicht oder?

Das sollen dann die Kommunen entscheiden. Wenn sie aber die Möglichkeit haben, nur noch die Ausnahmen (Tempo 50) zu kennzeichnen, während alle anderen Bereiche automatisch Tempo 30 sind, dann wäre das ja schon was. Ob man das dann tut, sollte jede Gemeinde selbst entscheiden. Die kennen ihre Straßen ja am besten.

Es geht den Grünen darum zu dokumentieren dass sie was gegen Autos unternehmen, nicht um mehr Sicherheit oder so.
Ginge es ihnen um Sicherheit, dann würden sie dafür mehr Tempo-30-Zonen in Nebenstrassen und deren bauliche Veränderung kämpfen.

Ich bin aber kein Grüner, verdammich. :D

Diesen "Wir gegen die anderen"-Mist heiße ich auch nicht gut, aber das gilt für die empörte Autofahrer-Fraktion auch, die sofort die Volkswirtschaft am Abgrund sieht, wenn man vielleicht durch ein weiteres Wohngebiet nur noch mit 30 statt 50 fährt.


An die Sache mit dem abnehmenden Stellenwert glaube ich erst wenn der sich ganz kalr in abnewhmenden Fahrzeugbeständen niederschlägt. Das ist derzeit nicht der Fall, also verallgemeinere bitte nicht dem Umstand das wenige Großstadtbewohner freiwillig ohne Auto leben zu einer gesamtgesellschaftlichen Bewegung.

Der Fahrzeugbestand, unabhängig seines Nutzens, ist aber auch das einzige, was noch gegen den Trend spricht, der sich in Untersuchungen, Umfragen und auch Nutzungen anderer Verkehrsmittel niederschlägt. Und ob das aufgrund des Benzinpreises so ist, aufgrund des Stellenwerts oder aufgrund besserer Radwege und ÖPNV-Systeme, ist ja erstmal irrelevant. Daß es aufm Dorf anders aussehen mag, will ich ja nicht absprechen. Aber beim Tempo 30 geht's auch primär um Städte. :?:
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