Tempo 30 als Regel?

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Billie Holiday
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Re: Rot-Grün will Tempo 30 einführen !

Beitragvon Billie Holiday » Di 19. Jun 2012, 13:32

Morgens im Berufsverkehr werden die Aggressionen ins Unermessliche steigen, wenn man mit Tempo 30 durch die Gegend tuckern muß.
Schrecklich, dieser Plan :mad:
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Praia61
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Praia61 » Di 19. Jun 2012, 15:07

Für Tempo 30 sind die PKWs gar nicht ausgelegt. :cool:
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Thomas I
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Thomas I » Di 19. Jun 2012, 16:58

Tantris » Di 19. Jun 2012, 13:14 hat geschrieben:Eben. Ich weiss auch nicht, warum du da eine kostenexplosion erkennen kannst.
Mit dem gesetz würde man sich dann sogar dieses schild noch sparen.


Die Zahl der Kommunen die aber innerörtliche Strassen haben auf denen sie kein Limit 30 wollen und die dann unzählige 50er-Schilder aufstellen müssen dürfte aber ungleich grösser sein. Und die werden weder für lau angeschafft noch für lau aufgestellt.
Es dürfte nämlich nur sehr, sehr wenige Kommunen geben die das gesamte innerörtliche Strassennetz dann auf Tempo 30 setzen.
Und diese wenigen können das auch bei der vorhandenen Rechtslage mit wenig Aufwand heute schon machen.


Genau das passiert doch gerade. Sie wollen doch tempo 30. Natürlich auch auf den nebenstrassen. Wo ist dein problem?


Das habe ich jetzt mehrfcah dargelegt, wenn dass deine Möglichkeiten übersteigt kann ich dir da auch nicht weiterhelfen.



auch ich habe den eindruck, dass die generation mit dem quasi-religiösen verhältnis zu verbrennungsmotoren langsam ausdünnt....


Komisch, warum nimmt der Kfz-Bestand dann immernoch zu?
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Thomas I
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Thomas I » Di 19. Jun 2012, 17:02

frems » Di 19. Jun 2012, 13:42 hat geschrieben:Das sollen dann die Kommunen entscheiden. Wenn sie aber die Möglichkeit haben, nur noch die Ausnahmen (Tempo 50) zu kennzeichnen, während alle anderen Bereiche automatisch Tempo 30 sind, dann wäre das ja schon was.


Ja, was ist das? Wir haben doch mit der Tempo-30-Zone ein bewährtes Mittel ganze Nebenstrassennetze auf Tempo 30 festzusetzen.
Das ist wesentlich weniger Schilderwald als innerörtliche Hauptstrasse wo nach jeder Einmündung/Kreuzung dann in beide Richtungen ein 50er-Schild hingestellt werden müsste für die Ausnahmen...


frems » Di 19. Jun 2012, 13:42 hat geschrieben:Ob man das dann tut, sollte jede Gemeinde selbst entscheiden. Die kennen ihre Straßen ja am besten.


Bei Bundes-, Landes- und Kreisstrassen sollten da aber auch noch andere mitreden. Sonst enden wir da in einer wahren Kleinstaaterei wo jeder den Pendler aus dem nächsten Ort gerne drangsaliert...



Der Fahrzeugbestand, unabhängig seines Nutzens, ist aber auch das einzige, was noch gegen den Trend spricht, der sich in Untersuchungen, Umfragen und auch Nutzungen anderer Verkehrsmittel niederschlägt. Und ob das aufgrund des Benzinpreises so ist, aufgrund des Stellenwerts oder aufgrund besserer Radwege und ÖPNV-Systeme, ist ja erstmal irrelevant. Daß es aufm Dorf anders aussehen mag, will ich ja nicht absprechen. Aber beim Tempo 30 geht's auch primär um Städte. :?:


Ich wüsste nicht dass das Regeltempo 30 dann nur in Städten gelten soll?
Zuletzt geändert von Thomas I am Di 19. Jun 2012, 17:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon frems » Di 19. Jun 2012, 17:10

Das war zumindest eingangs die Forderung: http://taz.de/Idee-von-SPD-und-Gruenen/!95496/

Wenn nur alle paar hundert Meter ein Tempo-50-Schild bei den wenigen Hauptstraßen stünde und nicht mehr in kurvigen Nebenstraßen, die ggf. sogar noch Tempo 50 sind, wäre das natürlich zu begrüßen. Eine verwirrende Überschilderung braucht doch niemand, weder die Autofahrer noch die potentiellen Opfer. :?:
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Thomas I » Di 19. Jun 2012, 17:15

frems » Di 19. Jun 2012, 18:10 hat geschrieben:Das war zumindest eingangs die Forderung: http://taz.de/Idee-von-SPD-und-Gruenen/!95496/

Wenn nur alle paar hundert Meter ein Tempo-50-Schild bei den wenigen Hauptstraßen stünde und nicht mehr in kurvigen Nebenstraßen, die ggf. sogar noch Tempo 50 sind, wäre das natürlich zu begrüßen. Eine verwirrende Überschilderung braucht doch niemand, weder die Autofahrer noch die potentiellen Opfer. :?:


Gibt es dann spezielle Ortseingangschilder für Städte damit der Autofahrer merkt, dass das jetzt eine Stadt ist?
Oder ist Stadt hier doch als Synonym für innerorts zu verstehen?

Und zeige mir mal die Ortsdurchfahrt wo an einer Hauptstrasse nur alle paar hundert Meter eine Einmündung oder Kreuzung kommt.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon frems » Di 19. Jun 2012, 17:24

Thomas I » Di 19. Jun 2012, 18:15 hat geschrieben:
Gibt es dann spezielle Ortseingangschilder für Städte damit der Autofahrer merkt, dass das jetzt eine Stadt ist?
Oder ist Stadt hier doch als Synonym für innerorts zu verstehen?

Und zeige mir mal die Ortsdurchfahrt wo an einer Hauptstrasse nur alle paar hundert Meter eine Einmündung oder Kreuzung kommt.

Sind Städte nun lediglich zum Durchfahren da? :?:

Entsprechende Hauptstraßen kann ich Dir aus Hamburg so einige nennen. Eigentlich auch jede Bundesstraße, egal ob 431, 447, 434, 75, 5 oder 4. Da sind, so vom überfliegen her, bei Großteilen im Schnitt für 150 bis 400 Metern keine Einfahrt auf der jeweiligen Seite. Das sollte jemanden, der nur die Hauptstraße herumbraust, nun wirklich nicht all zu stark irritieren, während er weiß, daß in den Nebenstraßen überall ohne Ausnahme Tempo 30 gilt. Klappt doch auch in kleineren Straßen, wo alle paar Meter auf die jeweilige Vorfahrtsregel hingewiesen wird. Also so eine kleine Umgewöhnung traue ich den Menschen schon zu, die regelmäßig fahren und sich davor fürchten, vielleicht zwei Minuten länger zur Arbeit zu fahren zum Wohle der Allgemeinheit.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Thomas I » Di 19. Jun 2012, 17:58

frems » Di 19. Jun 2012, 18:24 hat geschrieben:Sind Städte nun lediglich zum Durchfahren da? :?:

Entsprechende Hauptstraßen kann ich Dir aus Hamburg so einige nennen. Eigentlich auch jede Bundesstraße, egal ob 431, 447, 434, 75, 5 oder 4. Da sind, so vom überfliegen her, bei Großteilen im Schnitt für 150 bis 400 Metern keine Einfahrt auf der jeweiligen Seite. Das sollte jemanden, der nur die Hauptstraße herumbraust, nun wirklich nicht all zu stark irritieren, während er weiß, daß in den Nebenstraßen überall ohne Ausnahme Tempo 30 gilt. Klappt doch auch in kleineren Straßen, wo alle paar Meter auf die jeweilige Vorfahrtsregel hingewiesen wird. Also so eine kleine Umgewöhnung traue ich den Menschen schon zu, die regelmäßig fahren und sich davor fürchten, vielleicht zwei Minuten länger zur Arbeit zu fahren zum Wohle der Allgemeinheit.


Und, gibt es dann neue Ortsschilder oder woran erkenne ich dann ob ich jetzt in einer Stadt bin?
Übrigends: Jede von einer 50-er-Hauptstrase abzweigende Nebenstrasse müsste dann natürlich trotzdem mit einem 30-er-Schild versehen werden. Denn das Ende des 50-er-Ausnahme-Bereiches muss ja kenntlich gemacht werden...
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon frems » Mo 13. Mär 2017, 20:12

Aus gegebenem Anlass:

An vielen Berliner Schulen gibt es keine Schülerlotsen mehr, weil Autoraser den Job zu gefährlich machen. Nun hat der Bundesrat beschlossen: Vor Schulen, Kindergärten und Seniorenheimen soll künftig grundsätzlich Tempo 30 gelten.

http://www.rbb-online.de/politik/beitra ... esrat.html

Die Autofahrer in Hamburg müssen sich auf gravierende Veränderungen einstellen. Noch in diesem Jahr wird die Zahl der Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Tempo 30 in der Hansestadt deutlich zunehmen. Grund ist eine Veränderung der Straßenverkehrsordnung und die dazugehörige Verwaltungsvorschrift, die am vergangenen Freitag den Bundesrat passiert hat. Demnach ist die Geschwindigkeit künftig vor Kitas, Schulen, Alten- und Pflegeheimen oder Krankenhäusern "in der Regel auf Tempo 30 zu beschränken" – jedenfalls wenn diese "über einen direkten Zugang zur Straße verfügen oder im Nahbereich der Einrichtungen starker Ziel- und Quellverkehr ... vorhanden ist". So steht es in der Vorschrift.

Der Beschluss könnte gerade für Großstädte wie Hamburg dazu führen, dass Tempo 30 eher zur Regel als zur Ausnahme auch auf den größeren Straßen wird.

http://www.shz.de/regionales/hamburg/de ... 36706.html

Interessant ist vor allem die Umkehr der Beweispflicht. Während früher Tempo-30-Strecken (die Journalisten verwechseln dies gerne mit Tempo-30-Zonen) begründen musste, z.B. durch ein erhöhtes Unfallrisiko, müssen die Behörden heute erklären, welche Gründe es gibt, um Tempo 50 auf einem Abschnitt einzurichten.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 13. Mär 2017, 22:19

Schilder ? welche Schilder ?

Die automatische Geschwindigkeitsbremse ab ~2018 macht Schilder obsolet.

Für ganz hartnäckige Fälle könnte ja das GPS erklären wo man / frau sich gerade befindet - "sie verlassen soeben die Stadt Schilda, sie dürfen nun mit 3 x 30 km/h ihrem Ziel entgegeneilen - in exakt 536m gelten wegen dringender Straßenarbeiten (Schilderabbau) für ca. 200km "gewisse Geschwindigkeitsbeschränkungen" wir werden sie rechtzeitig abbremsen und wünschen weiter gute Fahrt (diese Meldung kann zusätzlich akustisch dargestellt werden, falls sie unter einer größeren Sehschwäche leiden)....
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon garfield336 » Mi 15. Mär 2017, 10:39

pikant hat geschrieben:(16 Nov 2010, 14:43)

ich bin fuer Tempo30
Zahl der Verkehrstoten geht bei Tempo30 drastisch zurueck
Renate hat mal wieder den Durchblick
fuer Berlin


Ich bin für Tempo 0

Denn bei Tempo 0 kann auch die Zahl der Verkehrstoten auf 0 reduziert werden.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon garfield336 » Mi 15. Mär 2017, 10:47

frems hat geschrieben:(13 Mar 2017, 20:12)

Aus gegebenem Anlass:


http://www.rbb-online.de/politik/beitra ... esrat.html


http://www.shz.de/regionales/hamburg/de ... 36706.html

Interessant ist vor allem die Umkehr der Beweispflicht. Während früher Tempo-30-Strecken (die Journalisten verwechseln dies gerne mit Tempo-30-Zonen) begründen musste, z.B. durch ein erhöhtes Unfallrisiko, müssen die Behörden heute erklären, welche Gründe es gibt, um Tempo 50 auf einem Abschnitt einzurichten.


Es geht nicht um Tempo 30 oder Tempo 50 oder was weiss ich.

In Deutschland sollten sie erstmal schauen, dass dort wo Tempo 50 angezeigt wird man auch Tempo 50 fährt.

Man hat ja null Konsequenzen zu befürchten wenn man anstatt 50 mit 60 fährt.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Ein Terraner » Mi 15. Mär 2017, 10:50

Mit meinem Auto ist es echt schwer 30 zu fahren, das ist mehr Rollen mit Standgas und leicht Kuppeln damit der Motor nicht abwürgt.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon firlefanz11 » Mi 15. Mär 2017, 11:12

In Berlin kommt man zu 80% der Tageszeit eh nur mit 30 voran egal wo man langfährt. Sollen se mal machen... :D
Abgesehen davon ist das Pseudoargument mit der angeblichen Reduzierung Verkehrstoter fürn Fuß weil die Mehrheit Selbiger bei Unfällen auf Autobahn o. Bundesstraße anfallen, und nicht innerhalb geschlossener Ortschaften... Hab leider keine Beleg dazu gefunden aber ich gehe stark davon aus, das es so ist...
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 15. Mär 2017, 12:59

Nichts leichter als das - oft ist so eine Antwort nur ein paar Klicks und eine Frage entfernt :

Todeswahrscheinlichkeit bei Verkehrsunfällen mit Fußgängerbeteiligung in Abhängigkeit der Fahrzeuggeschwindigkeit Verfasst von Martin Randelhoff | Stand: 19.03.2016 | Veröffentlicht: 15.02.2016 |

a) muss man halt wissen wollen und b) solche Ergebnisse "irgendwie" in die eigene Sicht der Dinge einfließen lassen.... :?

Besonders aussagekräftig ist gleich die erste Grafik mit dem schönen Untertitel : "Todeswahrscheinlichkeit eines Fußgängers zwischen 15 und 59 Jahren bei Kollission mit einem kraftfahrzeug in Abhängigkeit der Geschwindigkeit". Nun wer so eine Grafik "lesen kann" wird feststellen so ab ~30km/h fängt es ganz allmählich für den ungeschützten Fußgänger an "lebensgefährlich" zu werden, wenn er / sie / es warum auch immer mit einem KFZ kollidiert.

Ab ~50km/h sterben 9 von 100 Fußgänger - nochmal "nur" +10km/h höher (60km/h) sterben 25 von 100 Personen "mit großer Sicherheit". Kinder unter 15 Jahren, dürften eine deutlich höhere "Ausfallquote" haben.

Das ist nun nicht sehr verwunderlich, wenn man / frau sich dessen : "Die kinetische Energie steigt gemäß der Formel Ekin = 1/2 m v2 überproportional, da die Geschwindigkeit quadratisch in die Berechnung eingeht. Proportional zur Bewegungsenergie steigt wiederum die Verletzungsschwere an." bewusst ist.

Noch einleuchtender ist diese Darstellung :
Leicht verständlich wird dieser Zusammenhang, wenn dieser durch eine energie-äquivalente Fallhöhe ausgedrückt wird. Eine Aufprallgeschwindigkeit von 30 km/h entspricht einer Fallhöhe von 3,5 m, in etwa gleichzusetzen mit einem Sturz aus dem 1. Stockwerk eines Hauses. Ein Aufprall bei 50 km/h entspricht einer Höhe von 9,8 Metern (3. Stock) und bei 70 km/h von 19,3 Metern (6. Stock).


Noch eine Möglichkeit "interaktiv" die "Fatalities" bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Alter der "Probandenkohorte" gibt es gleich HIER "Pedestrian fatality risk as a function of car impact speed" Das Rentenalter bei Personen "+60" lässt sich bei der Aufprallgeschwindigkeit von 60km/h auf günstige 90 abrupt gekürzte Renten steigern....

Wer das nicht glaubt, kann ja mal "probeweise" vom 10m Turm in das leere Becken springen so ~ 14,2m sind das sicherlich. Danach können wir hier gerne weiterdiskutieren :cool:
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Teeernte » Mi 15. Mär 2017, 13:02

firlefanz11 hat geschrieben:(15 Mar 2017, 11:12)

In Berlin kommt man zu 80% der Tageszeit eh nur mit 30 voran egal wo man langfährt. Sollen se mal machen... :D
Abgesehen davon ist das Pseudoargument mit der angeblichen Reduzierung Verkehrstoter fürn Fuß weil die Mehrheit Selbiger bei Unfällen auf Autobahn o. Bundesstraße anfallen, und nicht innerhalb geschlossener Ortschaften... Hab leider keine Beleg dazu gefunden aber ich gehe stark davon aus, das es so ist...


Denen geht es doch nur darum - dass das Fahrrad dann LINKS fahren kann - weil es die Autos überholt.... :D :D :D

Aber dann selbst 60 kmh fahren ...auf dem GEH-weg - Radfahrer !! :D :D :D
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon relativ » Mi 15. Mär 2017, 13:10

firlefanz11 hat geschrieben:(15 Mar 2017, 11:12)

In Berlin kommt man zu 80% der Tageszeit eh nur mit 30 voran egal wo man langfährt. Sollen se mal machen... :D
Abgesehen davon ist das Pseudoargument mit der angeblichen Reduzierung Verkehrstoter fürn Fuß weil die Mehrheit Selbiger bei Unfällen auf Autobahn o. Bundesstraße anfallen, und nicht innerhalb geschlossener Ortschaften... Hab leider keine Beleg dazu gefunden aber ich gehe stark davon aus, das es so ist...

Eigentlich braucht man nur zu wissen, daß die meisten Verkehrstote auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen sind, um zu erkennen wo unser Problem im Strassenverkehr liegt. Es wäre ja total wünschenswert, wenn jeder wusste wie er den Strassenverhältnissen angepasst fahren sollte, nur ist dies offensichtlich ja nicht der Fall. Zu viele egoistische Raser auf unseren Strassen ergeben eben Gesetzesverschärfungen, daß muss auch den Rasern klar sein.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon firlefanz11 » Mi 15. Mär 2017, 13:28


Nette Sache und Physik Unterstufe nur völlig am Thema vorbei wenn in D sagen wir mal 90% der Verkehrstoten zum Todeszeitpunkt gar nicht per pedes unterwegs waren sondern als Auto- o. Motorradfahrer auf ner AB o BS... :rolleyes:
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 15. Mär 2017, 13:47

Nun war der Anlass für den Bundesratsbeschluss "Tempo 30 vor Schulen" - wie user frems schrieb - nicht einfach allgemein das Aufprallgeschwindigkeitsabhängige Todes- und Verletzungsrisiko - sondern speziell das von Schülerlotsen (wenn ichs richtig verstanden habe). Meine Frage wäre also, ob dieses Risiko für Schülerlotsen einfach nur das linear über die Gesamt-Straßenverweilzeit kumulierte Risiko ist, oder ob das für Schülerlotsen, die vielleicht durch ihre Tätigkeit abgelenkt werden oder auch durch Gewöhnung unvorsichtiger werden, sich noch einmal überproportional erhöht.

Was ich häufig an einer Grundschule in der Nähe meines Wohnorts kurz vor Schulbeginn sehe, wirkt nicht gerade beruhigend. Ich habe auch den Eindruck, dass vor zehn, fünfzehn Jahren noch erheblich häufiger ein Polizist den Kindern beigeordnet war.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mi 15. Mär 2017, 13:48

Ach ja, da gibt es noch all jene, denen 30 im Stadtgebiet gefühlt langsam vorkommen - Dazu habe ich mal ein wenig "geforscht" und dies hier bei "Stastista" gefunden : Europäische Städte mit der niedrigsten Durchschnittsgeschwindigkeit im Straßenverkehr (Stand: 2008; in Kilometer pro Stunde) (ausklappen nicht vergessen !) Gut die Zahlen stammen von 2008, aber ich sehe keinen Grund anzunehmen, die Durchschnittsgeschwindigkeiten hätten sich in den letzten 8 Jahren signifikant erhöht...

Ganz offensichtlich nützt auch gelegentliches "Schnellfahren" nur herzlich wenig. Die Phasen, wo die Geschwindigkeit unterhalb 30km/h liegen, scheinen zu überwiegen - Stop and Go tun das Übrige, das alles, obwohl meist noch 50km/h erlaubt sind.

Billi Holiday hat geschrieben:Morgens im Berufsverkehr werden die Aggressionen ins Unermessliche steigen, wenn man mit Tempo 30 durch die Gegend tuckern muß.
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Ich verstehe ja Deinen Unmut, aber vermutlich liegt es längst nicht mehr an den "theoretisch erlaubten Geschwindigkeiten". Womöglich ist es schlicht unmöglich geworden zu bestimmten Zeiten in vielen Städten überhaupt noch auf höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten zu kommen... :(
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