Tempo 30 als Regel?

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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Zunder » Do 16. Mär 2017, 13:18

immernoch_ratlos hat geschrieben:(16 Mar 2017, 08:12)

Da muss man offensichtlich dankbar sein, das wenigsten diejenigen welche am Ende das Sagen haben, sich über all die Spinner hinwegsetzen, denen logische Argumente absolut keinen Eindruck machen.

Wenn du deine eigene Quelle verstanden hättest, wäre dir aufgefallen, daß ein Tempolimit nur auf kritischen Straßenabschnitten sinnvoll ist. Ein generelles Tempolimit ist purer Aktionismus.
Das mit der Logik solltest du dir nochmal durch den Kopf gehen lassen.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon frems » Do 16. Mär 2017, 13:48

garfield336 hat geschrieben:(16 Mar 2017, 09:25)

Tempo 30 bedeutet nicht dass man 40 auf dem Tacho haben darf :D Man kriegt doch in D keinen Strafzettel dann. Und wenn man dann mal einen Strafzettel bekommt sind es lächerliche 15euro.

40 wären aber schon mehr für die Verkehrssicherheit besser als 60. :p
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon relativ » Do 16. Mär 2017, 14:54

frems hat geschrieben:(15 Mar 2017, 17:07)

Tempo 30 in Städten heißt nicht automatisch längere Fahrzeiten als bei Tempo 50. Aber das verstehen in Deutschland die meisten Autofahrer nicht, weil man bei uns den Führerschein ohne großen Aufwand nachgeschmissen bekommt.

War das Ironie?
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon garfield336 » Do 16. Mär 2017, 14:55

Zunder hat geschrieben:(16 Mar 2017, 02:15)

Wenn in Deutschland 30 auf dem Schild steht, fahren pensionierte Polizisten maximal 28 km/h,



Das wäre auch die angebrachte Geschwindigkeit für alle andern.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon relativ » Do 16. Mär 2017, 14:56

Zunder hat geschrieben:(16 Mar 2017, 02:15)

Wenn in Deutschland 30 auf dem Schild steht, fahren pensionierte Polizisten maximal 28 km/h, deren Witwen 26,5 km/h. Und wenn sie Yogi vor sich haben, müssen sie scharf bremsen.

Tempo 30 ist geboten vor Schulen und Kindergärten. Dort sollten auch die Blitzer stehen.
In München auf dem Mittleren Ring wäre eine generelle Beschränkung auf 30 km/h einfach nur ideologischer Schwachsinn.

Dies kann man leicht umgehen, indem man auch "Innerorts" Bundesstraßen deklariert.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon frems » Do 16. Mär 2017, 15:26

relativ hat geschrieben:(16 Mar 2017, 14:54)

War das Ironie?

Nee, wieso? :?: Dafür braucht man nicht einmal einen Hauptschulabschluss. Kannst nun gerne sagen, dass es im Timbuktu noch einfacher ist, aber das ist ja nicht der Maßstab zur Qualitätsbemessung. Fährt ein Auto 80 auf einer 30er-Stricke und eins 77,5, ist letzteres noch immer zu schnell. Den Richter interessiert es dann wenig, wenn man darauf verweist, dass es woanders noch ein klein wenig übler aussah.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon relativ » Do 16. Mär 2017, 15:44

frems hat geschrieben:(16 Mar 2017, 15:26)

Nee, wieso? :?: Dafür braucht man nicht einmal einen Hauptschulabschluss. Kannst nun gerne sagen, dass es im Timbuktu noch einfacher ist, aber das ist ja nicht der Maßstab zur Qualitätsbemessung. Fährt ein Auto 80 auf einer 30er-Stricke und eins 77,5, ist letzteres noch immer zu schnell. Den Richter interessiert es dann wenig, wenn man darauf verweist, dass es woanders noch ein klein wenig übler aussah.

Sag mir wo es schwerer ist?
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon frems » Do 16. Mär 2017, 15:54

relativ hat geschrieben:(16 Mar 2017, 15:44)

Sag mir wo es schwerer ist?

Wenn Du mir sagst, was das in der Diskussion bringen soll, tu ich's gerne. Sonderlich nützlich erscheint es nicht, da die Skala nicht vom einfachsten bis zum schwersten Test reicht, sondern danach, was gelernt/gelehrt wird und was man leisten muss, um die Berechtigung zu kriegen. Wenn ein anderes Land seine Standards erhöht oder senkt, bleiben die eigenen ja trotzdem gleich.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 16. Mär 2017, 16:08

Zunder hat geschrieben:Wenn du deine eigene Quelle verstanden hättest, wäre dir aufgefallen, daß ein Tempolimit nur auf kritischen Straßenabschnitten sinnvoll ist. Ein generelles Tempolimit ist purer Aktionismus.


Jeder Regel ihre Ausnahme ! Hier in den Städten die ich in der Metropolregion (drei Bundesländer betroffen) kenne (> 4 Millionen Einwohner), sind die Wohngebiete in den Städten seit Jahren bereits weitgehend 30er Zonen. Wohngebiete gelten wegen "Kind und Kegel" eben als kritisch. Dort wo es sinnvoll ist z.B. bei diversen "Ringen", Durchgangsverbindungen (Fortsetzung von Bundesstraßen) u.ä. Bereiche), wird es auch künftig Ausnahmen geben - ist doch logisch.

Nur Leute die das nicht verstehen wollen, unterstellen anderen gern Unverständnis.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon relativ » Do 16. Mär 2017, 16:21

frems hat geschrieben:(16 Mar 2017, 15:54)

Wenn Du mir sagst, was das in der Diskussion bringen soll, tu ich's gerne. Sonderlich nützlich erscheint es nicht, da die Skala nicht vom einfachsten bis zum schwersten Test reicht, sondern danach, was gelernt/gelehrt wird und was man leisten muss, um die Berechtigung zu kriegen. Wenn ein anderes Land seine Standards erhöht oder senkt, bleiben die eigenen ja trotzdem gleich.

Ich glaube es hilft um zu erkenenn, daß der Grund für unsser Rasertum , wohl kaum in der Fahrausbildung selber liegt. Da ist noch etwas anderes, was man wohl auch mit einer noch so weiterführenden Ausbildung nicht herraus bekommen wird. Sondern nur mit persönlich harten Strafen.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon frems » Do 16. Mär 2017, 20:21

relativ hat geschrieben:(16 Mar 2017, 16:21)

Ich glaube es hilft um zu erkenenn, daß der Grund für unsser Rasertum , wohl kaum in der Fahrausbildung selber liegt. Da ist noch etwas anderes, was man wohl auch mit einer noch so weiterführenden Ausbildung nicht herraus bekommen wird. Sondern nur mit persönlich harten Strafen.

Es ging ja auch nicht darum, dass die deutschen Raser ihr Hobby nur deshalb haben, weil sie ihren Führerschein faktisch geschenkt bekommen, sondern halt leider sehr wenig über Verkehrsprozesse wissen. Das ist nicht per se schlimm, da es ja Arbeitsteilung gibt. Leider ist es bloß insb. in Deutschland so, dass sich Menschen sehr viel auf Nachweise, Zertifikate, Urkunden usw. einbilden. Da hat man vor 40 Jahren einen Moped-Führerschein gemacht, kennt seit spätestens der 90er keine StVO-Änderungen mehr, aber hält sich für einen Professor für alle verkehrsrelevanten Fachdisziplinen. Die meisten scheitern schon daran, dass sie ihre Durchschnittsgeschwindigkeit in urbanen Räumen nicht einmal grob kennen bzw. einschätzen können, obwohl man dafür nur die Grundrechenarten benötigt.

Letztlich ist ja aber das Thema, dass in Großstädten Schritt für Schritt Tempo 30 zur Regel wird und es nur noch wenige Strecken für höhere Geschwindigkeiten gibt. Da könnte man wieder darüber nachdenken, ob man einfach alle Tempo-30-Schilder (inkl. Schulen usw.) abmontiert und nur noch jene Abschnitte, die für 50 oder mehr (z.B. Stadtautobahnen) ausgelegt sind, entsprechend markiert. Das wäre ein Abbau vieler Schilder (-> mehr Übersichtlichkeit statt "Schilderwald") und gleichzeitig würden Fahrer, die ein Schild in einer neuen Straße übersehen haben, im Zweifel 30 fahren statt wie bisher 50. Die "Ich wusste nicht, dass 30 gilt"-Ausrede ist manchmal halt nicht gelogen, sondern Fahrer haben tatsächlich angenommen, es gelte 50, weil sie das 30er-Schild nicht sahen. Das führt auch ganz gerne zu Unfällen, auch wenn in vielen Köpfen der Glaube vorherrscht, Tempolimits in Städten seien eine "Gängelung" und die (längst widerlegte) "Melkkuh der Nation" solle von "denen da oben" doch nur wieder geärgert werden.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon immernoch_ratlos » Fr 17. Mär 2017, 12:28

Nun ja was in "Rasern" vorgeht findet sich im Extrem hier : Hintergrund Kopfkino - Warum sind wir so scharf auf Geschwindigkeit? Oder ein geradezu possierlicher Rückblick in die 70er mit dem seltsamen Titel : Ein Gefühl wie im Reformhaus (1974.04.29) Mit den sichtlich falschen Erwartungen :
Ein Tempolimit hätte diese ersprießliche Veränderung des Sozialverhaltens bestimmt nicht zuwege gebracht, würde sie nach meiner Überzeugung sogar gefährden. Zu Zeiten von Tempo 100 jedenfalls ist auf den Autobahnen nicht so gescheit gefahren worden wie heute.

Kunststück: Erzwungene Verhaltensweisen schaffen noch keine Bewußtseinsveränderung -- und eine solche bahnt sich hier offenbar an. Sozialintelligenz bildet sich weder durch Gebote noch durch Verbote. Sozialintelligenz gibt es auch bei Tempo 180 -- und darüber.

Wenn hier (um Mißverständnissen abzuhelfen) ein persönliches Wort zum Thema "Rasen" erlaubt ist: Ich habe da keinen Bedarf mehr; der ist längst gedeckt. Ich kann mit Tempo 130 prima leben. Ich hätte gar nicht mehr den Mut, in einer kritischen Situation (vor einer schwierigen Kurve etwa) das Gas bis zum äußersten Anbremspunkt stehen zu lassen. Ich würde auch nie den Straßenverkehr mit Autorennen verwechseln -- weil ich Autorennen kenne.

Aber ich habe um so mehr gegen die habituelle Kriminalisierung des Schnellfahrens, die sich nicht zuletzt darin ausdrückt, daß in Polizeiberichten als Unfallursache immer wieder "überhöhte Geschwindigkeit" steht und nicht etwa "mangelnde Beherrschung des Fahrzeugs".
Nun lässt sich mit ein paar Klicks leicht herausfinden was 1975 der Bestand "Kraftfahrzeuge insgesamt" war : 21.223.750 (alles inklusive) davon 17.898.422 PKW. Ebenfalls "from the horse's mouth" vom "Kraftfahrt Bundesamt" die "Jahresbilanz des Fahrzeugbestandes am 1. Januar 2017" (ein Auszug) :
62,6 Millionen Kraftfahrzeuge (Kfz) bildeten den Fahrzeugbestand zum 1. Januar 2017. Dies entsprach einem Zuwachs von mehr als einer Million Kfz (+1,9 %) im Vergleich zum Vorjahresstichtag.

Diese gliederten sich in 55,6 Millionen Kfz und knapp über 7,0 Millionen Kfz-Anhänger. Hinzu kamen knapp zwei Millionen Fahrzeuge mit Versicherungskennzeichen, deren Hauptanteil (95,8 %) Zweiräder ausmachten....

...Personenkraftwagen (Pkw) bildeten mit einem Anstieg um +1,6 Prozent und insgesamt 45.803.560 Einheiten den größten Anteil.
Das entspricht für den größten Posten die PKW einer Zunahme um ~256 % (+27.905.138 PKW) seit 1975 in 41 Jahren. Die Zunahme war exponentiell mit kurzen Verdopplungszeiten am Anfang (1960 ... ~1964), (1964 ... 1975), (1975 ... ~1994) und die letzte noch mögliche Verdoppelung ausgehend von 1980 mit 23.191.616 PKW, welche sich (wenn überhaupt) erst zwischen Anfang 2017 mit 45.803.560, in bis ~~ 2020 nochmal (letztmalig) vollständig verdoppeln können. Klares Bild, die anfängliche "S-Kurve" ist seit ~1985 in eine sich permanent verringernde Steilheit übergegangen. Der mögliche Zuwachs an PKW, kann ein so großes Angebot (inländischer + ausländischer Anbieter) auf keinen Fall mehr befriedigen. Einzige verbleibende Wachstumschance ist Export. Oder eben "Umstieg" auf völlig neue Antriebstechniken. Sehr, sehr fraglich, ob auch nur annähernd die Zahlen der bislang fossil betriebenen KFZ (PKW) erreichbar sind, selbst, wenn sich das "Reichweitenproblem" als lösbar herausstellt.

Sämtliche Beteiligten werden grundsätzlich andere Sorgen haben, als die sog. "Freiheit" überall die Geschwindigkeit nach Gusto weiter sicherzustellen. Die kommende Welle autonomer Fahrzeuge, wird den Individualverkehr sehr schnell (zumindest in den großen Städten) verdrängen. Relativ personenschützende Geschwindigkeiten bis 30km/h sind für miteinander vernetzte Fahrzeuge kein Problem. Selbst Kollisionen "Maschine vs. Mensch" sind (s. Grafik) endet extrem selten tödlich. Auch der Grad der Verletzung ist "überschaubar. Die "Umsicht" und völlige "Emotionslosigkeit" einer Maschine, erlaubt eine kontinuierlichen Verkehrsfluss, der mit Menschen niemals möglich ist. relativ niedrige Geschwindigkeit in den Bereichen wo sich "unberechenbare Menschen" aufhalten und in gesicherten Bereichen womöglich "angepasste" höhere Geschwindigkeiten.

All die sinnlosen "ethischen Fragen", wen die Maschine im Zweifelsfall überfahren "darf" sind absurd, weil einem gut funktionierenden System solch schwere Fehler eben nahezu unrealistisch sind *.

Die Frage ob das nun auch der Allerletzte akzeptiert wird sich schlicht nicht stellen. Die Einschnitte in die sog. "Freiheit" werden zur Gewöhnung führen. Wenn ich mir überlege, an was ich mich selbst in mehr als 70 Jahren inzwischen gewöhnt habe, sehe ich diesen Aspekt völlig gelassen. Wenn uns nichts "schlimmeres" droht, als der Verlust uns auch in den Städten nach Gusto gegenseitig totfahren zu dürfen, blicke ich gelassen in meine "Restzeit".....

* wer sich in Busse, Bahn und auf "Vergnügungsveranstaltungen" in "Hand" von Technik begibt, stellt die Sicherheit ja auch nicht grundsätzlich in Frage. Diese "Scheinargumente" gibt es nur dort, wo warum auch immer Veränderungen abgelehnt werden - oder wer fährt radikal niemals Bahn, weil sich dort schon sehr tödliche Unfälle ereignet haben ? Gute und sorgfältig gewartete Technik ist dem emotionsgeladenen menschlichen Handeln allemal vorzuziehen :thumbup:

In Schweden hat man die "Vision Zero" seit 1997
DER WESTEN hat geschrieben:Programm „Vision Zero“ ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: die Abschaffung des Verkehrstodes. Ab 2050 soll im skandinavischen Königreich niemand mehr durch Verkehrsunfälle sterben oder schwer verletzt werden.
Selbst "Landstraßen" (also auch der außerstädtische Verkehr) kann da nicht ausgenommen werden.
"Idiotensicheres Rundum-System" geplant.
Sein Verkehrsamt hat jahrelang Verkehrstodesfälle in Schweden analysiert. Vor allem hohe Geschwindigkeit sei ein Knackpunkt. Das Land hat extrem viele Geschwindigkeitsbegrenzungen. Die Einhaltung wird durch ein sichtbares extrem engmaschiges Netz aus Straßenkameras und mit drakonischen Geldstrafen flankiert.

Vor allem hat Schweden seine Todesraten auf Landstraßen drastisch reduziert. Auf den gefährlichsten 3000 Kilometern wurden Mittelstreifenbarrieren errichtet. Genauso wie die Verbreitung der Kameras jedes Jahr weiter zunimmt, werden mittelfristig sämtliche gefährlicheren Landstraßenabschnitte solche Barrieren haben. Belin: „Mit Barrieren sterben 90 Prozent weniger Menschen.“

Insgesamt sei der Straßenbau ein zentrales Sicherheitsinstrument. So gebe es auf engen Straßen weniger tödliche Unfälle als auf breiteren. Deshalb wurden Fußgänger und Fahrradwege ausgebaut.
davon sind "wir" hier mental wohl noch "Lichtjahre" entfernt - ist angesichts primitivster Grundeinstellung, auch wenig verwunderlich... :mad:
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon frems » So 26. Mär 2017, 20:18

Umweltbundesamt fordert generelles Tempo 30 in Städten

Die Messstellen belegen einen zu hohen Schadstoffanteil in der Innenstadt. Das Umweltbundesamt will Autoverkehr stark reduzieren.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/verke ... 64430.html

Langsam, aber sicher. Fein.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » So 26. Mär 2017, 20:49

frems hat geschrieben:(26 Mar 2017, 21:18)

Umweltbundesamt fordert generelles Tempo 30 in Städten

Die Messstellen belegen einen zu hohen Schadstoffanteil in der Innenstadt. Das Umweltbundesamt will Autoverkehr stark reduzieren.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/verke ... 64430.html

Langsam, aber sicher. Fein.
bei dem thema werden wir uns nie einig. ich bin ja für stadtautobahnen ohne geschwindigkeitsbegrenzungen. :D
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon frems » So 26. Mär 2017, 20:56

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(26 Mar 2017, 21:49)

bei dem thema werden wir uns nie einig. ich bin ja für stadtautobahnen ohne geschwindigkeitsbegrenzungen. :D

Naja, auf einer Stadtautobahn will ja niemand Tempo 30 einführen. ;) Als Regel (mit Ausnahmen) wäre Tempo 30 aber sinnvoll, damit auch die Autofahrer schneller an ihr Ziel kommen. Vom gesundheitlichen und zeitlichen Gewinn für Anwohner, Fußgänger, ÖPNV-Nutzer ganz zu schweigen.
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Fuerst_48 » So 26. Mär 2017, 21:07

frems hat geschrieben:(26 Mar 2017, 21:56)

Naja, auf einer Stadtautobahn will ja niemand Tempo 30 einführen. ;) Als Regel (mit Ausnahmen) wäre Tempo 30 aber sinnvoll, damit auch die Autofahrer schneller an ihr Ziel kommen. Vom gesundheitlichen und zeitlichen Gewinn für Anwohner, Fußgänger, ÖPNV-Nutzer ganz zu schweigen.

Es ist auch eine Platzfrage...sämtliche Großstädte in CANADA haben Stadtautobahnen mit Erlaubnis der üblichen Geschwindigkeiten. In Europas engen Stadtzentren ist das eine andere Ausgangssituatuation. Da ist Tempo 30 ab und zu temporär notwendig. Manchmal durch das Verkehrsaufkommen fast unumgänglich. Ohne Tempolimits...sozusagen man "staut" durch die Städte...
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon Kibuka » Mi 5. Apr 2017, 07:19

Immerhin in München hat man den Wahnsinn gestoppt.

Stadt stoppt Tempo-50-Pläne für Mittleren Ring

Tempo 50 bringt nichts - weder für die Luft noch für die lärmgeplagten Anwohner. Zu diesem Schluss war das städtische Umweltreferat gekommen.

Beim Feinstaub gilt Tempo 30 als die ungünstigste Geschwindigkeit, bei dieser ist der Schadstoffausstoß am heftigsten.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ver ... -1.3450775


Ein Fünkchen Resthirn scheint also noch vorhanden zu sein.
Have no heroes, look up to no-one, for if you do, the best you'll ever be is second. If you have to ask why, you'll never understand!

„Weil das Wohl von einem genauso schwer wiegt, wie das Wohl von vielen.“
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon frems » Fr 14. Apr 2017, 18:20

So langsam setzt sich die Vernunft durch, wenn auch nur zaghaft:

Tempo 30 in der Stadt – und zwar auf allen Straßen: Das fordert das Umweltbundesamt. „Tempo 30 sollte auf allen Straßen in der Stadt gelten“, sagte Präsidentin Maria Krautzberger. „Tempo 30 bringt bessere Luft, flüssigeren Verkehr und weniger Unfälle – und man ist in der Regel genauso schnell unterwegs.“ Zwar könnten auf bestimmten Straßen auch höhere Geschwindigkeiten erlaubt werden, aber 30 Stundenkilometer solle die Regel sein.

https://www.welt.de/politik/deutschland ... edten.html

Viele Hamburger wollen vor ihrer Haustür Tempo 30 haben. Das ist das Ergebnis eines Aufrufs des Fahrradclubs ADFC. Mehr als 150 Bürger haben sich an der ADFC-Aktion beteiligt und wünschen sich etwa für die Straßen Am Bramkamp, in der Sierichstraße und an der Fruchtallee ein Tempolimit.

http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/V ... it164.html
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Fr 14. Apr 2017, 18:26

deutschland geht unter. danke merkel. :thefinger:
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Re: Tempo 30 als Regel?

Beitragvon frems » Fr 14. Apr 2017, 18:30

"Deutschland muss aufatmen, damit wir leben können." (oder so) hieß es schon vor 100 Jahren.
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