ÖPNV-Vorrangschaltungen an Ampeln

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jack000
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ÖPNV-Vorrangschaltungen an Ampeln

Beitragvon jack000 » Do 3. Dez 2009, 12:31

Die aktuelle IHK-Studie „Verkehr in Hannover: Anforderungen an die Verkehrspolitik und die Verkehrsinfrastruktur“ zeigt Probleme und Engpässe im Verkehrssystem der Landeshauptstadt auf. Ergebnis: Die Landeshauptstadt setzt kompromisslos auf den öffentlichen Nahverkehr, Pkws werden schlichtweg ausgebremst.

Gemeinsam mit Unternehmern und in Abstimmung mit Vertretern des Tiefbauamtes hat die IHK Hannover in ihrer Untersuchung die Verkehrsinfrastruktur, den Verkehrsablauf sowie die Erreichbarkeit ausgesuchter Standorte in Hannover analysiert. Ziel der Studie war, die Probleme und Engpässe im Verkehrssystem der Landeshauptstadt offen zu legen. Die Analyse der Ergebnisse zeigt, dass die oft einseitige Bevorzugung des ÖPNV gegenüber dem motorisierten Individualverkehr zum Teil zu nicht akzeptablen Ergebnissen für die Wirtschaft führt.

Beispielsweise bremsen Busse, die zum Fahrgastwechsel auf der Fahrbahn (an sogenannten Buskaps) halten, den Verkehr auf der Straße in unnötiger Weise aus: Durch die ÖPNV-Vorrangschaltung an Ampeln können Busse und Bahnen der Üstra in die Ampelschaltung eingreifen und eine eigene Grünphase anfordern. Oft erfolgt diese Anforderung jedoch zu früh, wenn der Bus/die Bahn noch nicht abfahrbereit ist. Und da in der Regel keine Abmeldung erfolgt, steht der Verkehr unnötiger Weise minutenlang still, obwohl der Bus/die Bahn die Kreuzung längst passiert hat.


http://www.hannover.ihk.de/ihk-themen/s ... -auto.html

Das Ziel ist es, durch den ÖPNV den Verkehr umweltfreundlicher zu gestalten. Aber durch massive Verkehrsbehinderungen und blindem ÖPNV-Vorrang enstehen deutlich mehr Abgase als vermeindlich eingespart werden.

Entweder man verbietet den MIV in einigen Bereichen der Stadt oder man lässt ihn zu. Wenn er aber zugelassen wird und keine Grüne Welle mehr möglich ist, weil der ÖPNV sich an Ampeln sein Recht einfordert immer der erste zu sein enstehen sinnlose Staus die die Umwelt verpesten, unötig Lärm erzeugen und dem ÖPNV quasi nichts bringen, da dieser sich die Ampeln gegenseitig rot stellt.

Sollte Verkehrspolitik in den Städten nicht ideologiefrei sein um die Umwelt und die Nerven der Anwohner und Autofahrer zu schützen ?
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: ÖPNV-Vorrangschaltungen an Ampeln

Beitragvon USA TOMORROW » Sa 5. Dez 2009, 15:43

In Hannover Auto fahren ist wirklich keine Freude... :|
John 3:16
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Re: ÖPNV-Vorrangschaltungen an Ampeln

Beitragvon Thomas I » Di 8. Dez 2009, 18:12

jack000 hat geschrieben:Sollte Verkehrspolitik in den Städten nicht ideologiefrei sein um die Umwelt und die Nerven der Anwohner und Autofahrer zu schützen ?


Jetzt plötzlich schon - als man jahrzehntelang das Auto bevorzugt hat (was heißt da überhaupt hat?) in der Verkehrspolitik, konnte man von denen die sich da jetzt beklagen keine solche Forderungen hören...
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Re: ÖPNV-Vorrangschaltungen an Ampeln

Beitragvon Summers » Di 8. Dez 2009, 22:53

usaTomorrow hat geschrieben:In Hannover Auto fahren ist wirklich keine Freude... :|


Na, ich denke, da gibt es Städte, wo das weitaus anstrengender ist. Fahr mal in den Pott! ;)
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Re: ÖPNV-Vorrangschaltungen an Ampeln

Beitragvon jack000 » Mi 20. Jan 2010, 15:34

Besonders bei engen räumlichen Verhältnissen kann es durch unausgewogene ÖPNV-Vorrangschaltungen zu einer erheblichen Behinderung des Individualverkehrs und erheblichen Rückstaus entlang stark befahrener Straßen kommen. Damit verbunden ist auch ein erhöhter Kraftstoffverbrauch durch stehenden Verkehr sowie eine erhöhte Umweltbelastung durch die Abgase.


http://wapedia.mobi/de/%C3%96PNV-Bevorrechtigung

In Stuttgart will man jetzt den Feinstaub mit Kleber "festkleben" :roll:
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Re: ÖPNV-Vorrangschaltungen an Ampeln

Beitragvon jack000 » Mi 20. Jan 2010, 15:55

"Hutsim" so die Bezeichnung für das elektronische System, simuliert Fahrzeuge und Detektoren und sendet Verkehrsdaten an das Kontrollsystem. Als Antwort werden Verkehrssignale und der Status jedes Signalpostens zurückgesendet. "Die Wartezeiten für Busse und Bahnen konnten wir so um mehr als zehn Sekunden bis zu einer halben Minute verkürzen.

jaja, soviel zur Theorie :)

Die Nachteile für Privatfahrzeuge halten sich in Grenzen, denn sie müssen nur einige Sekunden länger an der Ampel warten", berichtete Kari Sane von der Stadtplanungsbehörde in Helsinki.

Na wenn es weiter nichts ist ;)

Dennoch trat ein unerwünschter Effekt ein, den die Stadt eigentlich durch die flexiblere Verkehrsführung ausschalten wollte. "Der Kraftstoffverbrauch hat sich bei der großen Masse der etwas länger wartenden Pkw leicht erhöht", räumte Sane ein. Leicht gestiegen seien auch die Emissionen von (CO). Die in der Stadt gemessenen Konzentrationen von Stickoxiden (NOx) seien jedoch konstant geblieben.

Spitzenklasse :thumbup:
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Re: ÖPNV-Vorrangschaltungen an Ampeln

Beitragvon jack000 » Do 21. Jan 2010, 10:44

"Grüne Welle" auf den Straßen schont Umwelt und Gesundheit

Den Städten droht der Verkehrsinfarkt! Wenn Autos vor Ampeln ständig anhalten und anfahren, stoßen sie Unmengen an Schadstoffen wie Feinstaub aus. Und das hat Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit.

Bleibt zu hoffen, das die Verantwortlichen das auch beherzigen !

Doch wenn sich das, was jetzt in Hannover erfolgreich getestet wurde, zum Modell für Deutschland entwickeln sollte, könnten die hohen Feinstaubbelastungen in den Städten bald verringert werden.

Erkenntnisse können zum Erfolg führen ?

Die Vorher-Nachher-Untersuchung habe ergeben, dass im gesamten Untersuchungsnetz die Reisezeiten um 22, die Wartezeiten um 47 und die Anzahl der Halte um 36 Prozent hätten verringert werden können. In dem analysierten Stadtviertel ließen sich so der Kraftstoffverbrauch um 23 Prozent verringern und rund 600 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß in einem Jahr einsparen. Das volle Optimierungspotenzial könne dann erreicht werden, wenn keine ÖPNV-Bevorrechtigung zu beachten sei.


http://www.innovations-report.de/html/b ... 13713.html

Es geht also wenn man nur will ! :thumbup:
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Re: ÖPNV-Vorrangschaltungen an Ampeln

Beitragvon jack000 » Do 21. Jan 2010, 11:35

Rückendeckung durch die Politik ?

Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) will massiv in die Verkehrspolitik der Landeshauptstadt eingreifen. Er kippt nicht nur die Verschärfung der Umweltzone, sondern will Hannover auch die grüne Welle vorschreiben.

Der Streit um Hannovers Umweltzone geht in die nächste Runde. Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) will massiv in die Verkehrspolitik der Landeshauptstadt eingreifen. „Hannover hat kein Feinstaub-, sondern ein Stickstoffproblem. Wir werden künftig früher einschreiten“, kündigte der Umweltminister im Landtag an. Was das konkret heißt, verdeutlichte seine Sprecherin. „Die Stadt muss grüne Wellen bei den Ampeln einführen“, sagte Ministeriumssprecherin Jutta Kremer Heye dieser Zeitung. Damit soll der Ausstoß des giftigen Stickstoffdioxids gemindert werden.

http://www.sn-online.de/Nachrichten/Han ... -Welle-vor

Soweit so gut, aber:
Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) wertet dies als unzulässigen Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung:

Das ist allerdings richtig, aber was sonst soll man tun wenn:
Zur Not will die Stadt vor Gericht klagen. Hannover hat sich bereits 1987 dazu entschieden, Bussen und Bahnen Vorrangschaltungen bei den Ampeln zu geben. Weil betonte, dabei bleibe es.

Manche halt ideologische Verkehrspolitik für besser halten, egal wie negativ das Ergebnis ist.

„Wir lassen nicht zu, dass der Umweltminister weiteres Chaos anrichtet.“

Das Chaos ist momentan durch die ÖPNV-Bevorrechtigung da, daher geht der Schritt Grüne Wellen einzuführen in die richtige Richtung => Weg vom Chaos !
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Re: ÖPNV-Vorrangschaltungen an Ampeln

Beitragvon jack000 » Do 21. Jan 2010, 13:59

Dem Umstand erhöhter Luftschadstoffbelastung auf der Ludenberger Straße wird derzeit
begegnet, indem
signaltechnische Maßnahmen - hierzu gehört unter anderem die
Beseitigung der ÖPNV-Vorrangschaltung - ergriffen werden
, um den dortigen
Verkehrsverlauf so zu verflüssigen, dass durch die dadurch bewirkte Reduzierung der
Schadstoffbelastung
der Grenzwert gemäß den gesetzlichen Vorgaben (Bundes-
Immissionsschutz Gesetz und die 22. Verordnung desselben) auch zukünftig eingehalten wird.

http://www.duesseldorf.de/pvrat/vorlage ... 7-2005.pdf

Vom 26.04.2005 ...
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Re: ÖPNV-Vorrangschaltungen an Ampeln

Beitragvon ralphon » Sa 30. Jan 2010, 20:24

...Die Vorher-Nachher-Untersuchung habe ergeben, dass im gesamten Untersuchungsnetz die Reisezeiten um 22, die Wartezeiten um 47 und die Anzahl der Halte um 36 Prozent hätten verringert werden können. In dem analysierten Stadtviertel ließen sich so der Kraftstoffverbrauch um 23 Prozent verringern und rund 600 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß in einem Jahr einsparen. Das volle Optimierungspotenzial könne dann erreicht werden, wenn keine ÖPNV-Bevorrechtigung zu beachten sei.


Das klingt ein bischen nach "unser Waschmittel wäscht 30% weißer als ein herkömmliches Waschmittel". Entsprechend beschissen muß die Planung vorher gewesen sein.
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Re: ÖPNV-Vorrangschaltungen an Ampeln

Beitragvon adal » Sa 30. Jan 2010, 21:49

Die autogerechte Stadt. Eine Vision aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Es wird so getan, als sei das innerstädtische Verkehrsaufklommen eine Konstante. In Wahrheit wird es begrenzt durch die Zumutungen: Stop and go und Mangel an Parkplätzen. Andernfalls wächst es ins schier Unermessliche.

Außerdem wird übersehen, dass auch die innerstädtische Moblität keine Konstante ist: Möglichst viele Menschen möglichst schnell von A nach B bringen geht nur mit Verbesserungen beim ÖPNV.
Zuletzt geändert von adal am Sa 30. Jan 2010, 22:01, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: ÖPNV-Vorrangschaltungen an Ampeln

Beitragvon Thomas I » So 31. Jan 2010, 03:00

adal hat geschrieben:Die autogerechte Stadt. Eine Vision aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Es wird so getan, als sei das innerstädtische Verkehrsaufklommen eine Konstante. In Wahrheit wird es begrenzt durch die Zumutungen: Stop and go und Mangel an Parkplätzen. Andernfalls wächst es ins schier Unermessliche.


Ob es gleich mit der Schaffung der autogerechten Stadt zu tun hat wenn man Dinge verbessert?
Dass ich jedes mal wenn ich bis 21.00 Uhr arbeite und dann so gegen 21.15 Uhr nach Hause gondele auf einer bestimmten Strecke auf etwa 2,5km an drei Ampeln vorbei muß und es JEDES Mal eine der Ampeln schafft mich 2min sinnlos herumstehen zu lassen (es kommt eigentlich nie jemand, weder ein anderes Auto noch ein Fußgänger aus einer anderen Richtung als aus meiner..) bringt niemnaden etwas. Um 22 Uhr schalten zwei der drei Ampeln auch ab.
Ich frage mich da: Warum schaltet nicht auch die dritte ab? (Die "bewacht" die Zufahrt zum Ruderverein - gerade in der Jahreszeit um die Uhrzeit gehen ja ganz viele rudern auf dem Rhein...) Und warum schaltet man die nicht um 19 Uhr ab? Der grosse Berufsverkehr findet da nämlich zwischen 16 und 18 Uhr statt, danach ist da nichts los. (Deswegen ist das auch eine beliebte Blitzerstrecke...) Da wird die Buslinie da entlang sogar auf Kleinbusse umgestellt...Trotzdem aber darf ich jeden Abend da ein bis zweimal sinnlos anhalten und Energie vergeuden...

Alternativ könnte man antürlich auch der S-Bahn einen Takt verpassen der den Namen S-Bahn gerecht wird, so dass ich nach der Arbeit nicht 40min auf die nächste warten muß. Dann sind mir die Ampeln egal, weil dann regeln die nur noch die Luft (wobei das sicher auch Energie kostet...) während ich in der S-Bahn sitze...



adal hat geschrieben:Außerdem wird übersehen, dass auch die innerstädtische Moblität keine Konstante ist: Möglichst viele Menschen möglichst schnell von A nach B bringen geht nur mit Verbesserungen beim ÖPNV.


Trotzdem solte man auch bei den anderen Verkehrsträgern verbessern wo es möglich ist und auch da keine sinnlosen Schikanen aufrechterhalten die nur den Energieverbrauch mehren.
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Re: ÖPNV-Vorrangschaltungen an Ampeln

Beitragvon adal » So 31. Jan 2010, 13:01

Thomas I hat geschrieben:
Ob es gleich mit der Schaffung der autogerechten Stadt zu tun hat wenn man Dinge verbessert?
Dass ich jedes mal wenn ich bis 21.00 Uhr arbeite und dann so gegen 21.15 Uhr nach Hause gondele auf einer bestimmten Strecke auf etwa 2,5km an drei Ampeln vorbei muß und es JEDES Mal eine der Ampeln schafft mich 2min sinnlos herumstehen zu lassen (es kommt eigentlich nie jemand, weder ein anderes Auto noch ein Fußgänger aus einer anderen Richtung als aus meiner..) bringt niemnaden etwas. Um 22 Uhr schalten zwei der drei Ampeln auch ab.
Ich frage mich da: Warum schaltet nicht auch die dritte ab? (Die "bewacht" die Zufahrt zum Ruderverein - gerade in der Jahreszeit um die Uhrzeit gehen ja ganz viele rudern auf dem Rhein...) Und warum schaltet man die nicht um 19 Uhr ab? Der grosse Berufsverkehr findet da nämlich zwischen 16 und 18 Uhr statt, danach ist da nichts los. (Deswegen ist das auch eine beliebte Blitzerstrecke...) Da wird die Buslinie da entlang sogar auf Kleinbusse umgestellt...Trotzdem aber darf ich jeden Abend da ein bis zweimal sinnlos anhalten und Energie vergeuden...

Alternativ könnte man antürlich auch der S-Bahn einen Takt verpassen der den Namen S-Bahn gerecht wird, so dass ich nach der Arbeit nicht 40min auf die nächste warten muß. Dann sind mir die Ampeln egal, weil dann regeln die nur noch die Luft (wobei das sicher auch Energie kostet...) während ich in der S-Bahn sitze...





Trotzdem solte man auch bei den anderen Verkehrsträgern verbessern wo es möglich ist und auch da keine sinnlosen Schikanen aufrechterhalten die nur den Energieverbrauch mehren.
Wenn sich auf diese Weise die Mobilität verbessert (ein Parameter, der hier unter den Tisch fiel) ist auch der geringe CO2-Anstieg infolge der ÖPNV-Vorrangschaltung zu rechtfertigen. Wie signifikant dieser für Helsinki errechnete Anstieg ist, blieb im übrigen unerörtert.
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Re: ÖPNV-Vorrangschaltungen an Ampeln

Beitragvon Thomas I » So 31. Jan 2010, 13:35

adal hat geschrieben: Wenn sich auf diese Weise die Mobilität verbessert (ein Parameter, der hier unter den Tisch fiel) ist auch der geringe CO2-Anstieg infolge der ÖPNV-Vorrangschaltung zu rechtfertigen. Wie signifikant dieser für Helsinki errechnete Anstieg ist, blieb im übrigen unerörtert.


Sicher. Nur kenne ich viel zuviele Ampelanlagen die geare nachts die Energie nicht wert sind die ihr Betrieb erfordert.
In Mannheim ist die Vorrangschaltung .T. so blöd geschaltet dass die Tram mit Mühe noch bei "Orange" auf die Kreuzung kommt. Wenn die ersten Autos grün bekommen ist der hintere Teil besagter Tram (muß ja abbremsen da nach der Kreuzung meist die Station folgt) nur zu oft noch mitten auf selbiger...
Wessen Mobilität das verbessert ist mir ein Rätsel.
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Re: ÖPNV-Vorrangschaltungen an Ampeln

Beitragvon adal » So 31. Jan 2010, 13:39

Thomas I hat geschrieben:
Sicher. Nur kenne ich viel zuviele Ampelanlagen die geare nachts die Energie nicht wert sind die ihr Betrieb erfordert.
In Mannheim ist die Vorrangschaltung .T. so blöd geschaltet dass die Tram mit Mühe noch bei "Orange" auf die Kreuzung kommt. Wenn die ersten Autos grün bekommen ist der hintere Teil besagter Tram (muß ja abbremsen da nach der Kreuzung meist die Station folgt) nur zu oft noch mitten auf selbiger...
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Wenn es schlecht gemacht ist - wie auch in Hannover - ist das noch kein Einwand gegen die Vorrangschaltung an sich.
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Re: ÖPNV-Vorrangschaltungen an Ampeln

Beitragvon Thomas I » So 31. Jan 2010, 13:46

adal hat geschrieben: Wenn es schlecht gemacht ist - wie auch in Hannover - ist das noch kein Einwand gegen die Vorrangschaltung an sich.


In Deutschland macht man es halt um es zu haben. nicht um damit auch was zu verbessern...
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Re: ÖPNV-Vorrangschaltungen an Ampeln

Beitragvon jack000 » So 31. Jan 2010, 15:59

adal hat geschrieben:Die autogerechte Stadt. Eine Vision aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Es wird so getan, als sei das innerstädtische Verkehrsaufklommen eine Konstante. In Wahrheit wird es begrenzt durch die Zumutungen: Stop and go und Mangel an Parkplätzen. Andernfalls wächst es ins schier Unermessliche.


Nein, die Zumutungen sind ideologisch bedingt. Wenn man die Autos aus der Stadt heraushalten möchte, dann doch durch Pförtnerampeln. Aber wenn die Autos schonmal in der Stadt sind sollten diese auch ohne Schikanen vorrankommen können um so sinnlose Wartezeit und Umweltverschmutzung zu vermeiden.

Wenn also ÖPNV-Vorrangschaltungen nachgewiesen mehr schaden als sie nutzen sollten diese auch abgeschafft werden.
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Re: ÖPNV-Vorrangschaltungen an Ampeln

Beitragvon jack000 » So 31. Jan 2010, 16:01

adal hat geschrieben: Wenn es schlecht gemacht ist - wie auch in Hannover - ist das noch kein Einwand gegen die Vorrangschaltung an sich.


ÖPNV-Vorrangschaltungen lassen sich nicht "gut" machen. Dann warten halt die Fußgänger oder Fahradfahrer bis die Busse und Bahnen sich erstmal gegenseitig die Ampeln rot schalten. Was spricht denn gegen ein Konzept, bei dem alle Verkehrsteilnehmer gut vorrankommen ?
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Re: ÖPNV-Vorrangschaltungen an Ampeln

Beitragvon adal » So 31. Jan 2010, 16:04

jack000 hat geschrieben:
ÖPNV-Vorrangschaltungen lassen sich nicht "gut" machen. Dann warten halt die Fußgänger oder Fahradfahrer bis die Busse und Bahnen sich erstmal gegenseitig die Ampeln rot schalten. Was spricht denn gegen ein Konzept, bei dem alle Verkehrsteilnehmer gut vorrankommen ?
Dagegen spricht die Mobilitäts-Effizienz. Ein vollbesetzter Bus befördert in etwa so viele Passagiere wie eine 1 km lange Autoschlange.
Zuletzt geändert von adal am So 31. Jan 2010, 16:53, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: ÖPNV-Vorrangschaltungen an Ampeln

Beitragvon jack000 » Mo 1. Feb 2010, 09:31

adal hat geschrieben:Ein vollbesetzter Bus befördert in etwa so viele Passagiere wie eine 1 km lange Autoschlange.


Das ist eine Milchmädchenrechnung...
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