Alltagskultur in Palästina und Israel

Moderator: Moderatoren Forum 3

Benutzeravatar
Liegestuhl
Beiträge: 36070
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 11:04
Benutzertitel: Herzls Helfer
Wohnort: אולדנבורג

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Liegestuhl » Di 16. Okt 2018, 02:26

Senexx hat geschrieben:(15 Oct 2018, 21:56)

Ich habe hier gelernt, dass Israel eine moderne, tolerante Gesellschaft sei, in der jeder seine Meinung äußern könne, sein Leben leben könne. Insofern hat es mich verwundert, dass es gewissermaßen Heiratsverbote gibt.


Nur weil es keine Möglichkeit für eine Zivilehe gibt, bedeutet es nicht, dass sie verboten ist. Auch nicht "gewissermaßen".

Wer sich diese Möglichkeit wünscht, muss bei der Wahl für Avigdor Lieberman stimmen. Seine Partei fordert dies schon lange.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
Benutzeravatar
Senexx
Beiträge: 7090
Registriert: Di 25. Apr 2017, 08:21
Benutzertitel: Catalunya nou Estat d'Europa

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Senexx » Di 16. Okt 2018, 04:29

Liegestuhl hat geschrieben:(16 Oct 2018, 03:26)

Nur weil es keine Möglichkeit für eine Zivilehe gibt, bedeutet es nicht, dass sie verboten ist. Auch nicht "gewissermaßen".

Wer sich diese Möglichkeit wünscht, muss bei der Wahl für Avigdor Lieberman stimmen. Seine Partei fordert dies schon lange.


Bei uns kann ein Katholik eine Protestantin heiraten - in einer christlichen Trauung. Warum ist so etwas in Israel nicht möglich? In einer jüdischen Zeremonie heiratet eine Jüdin einen Muslim?
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
Zusatzhinweis: Trollbeiträge und ad-personam und Spam werden von mir ignoriert.
Benutzeravatar
Alter Stubentiger
Beiträge: 3805
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 08:20
Benutzertitel: Sozialdemokrat

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 16. Okt 2018, 06:27

Senexx hat geschrieben:(15 Oct 2018, 21:56)

Ich habe hier gelernt, dass Israel eine moderne, tolerante Gesellschaft sei, in der jeder seine Meinung äußern könne, sein Leben leben könne. Insofern hat es mich verwundert, dass es gewissermaßen Heiratsverbote gibt.


Es ist doch wie überall. Da wo die Religiösen den Ton angeben ist alles Mögliche verboten. Da kann der Rest Israels noch so modern und tolerant sein.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
Benutzeravatar
Liegestuhl
Beiträge: 36070
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 11:04
Benutzertitel: Herzls Helfer
Wohnort: אולדנבורג

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Liegestuhl » Di 16. Okt 2018, 07:12

Senexx hat geschrieben:(16 Oct 2018, 05:29)

Bei uns kann ein Katholik eine Protestantin heiraten - in einer christlichen Trauung. Warum ist so etwas in Israel nicht möglich? In einer jüdischen Zeremonie heiratet eine Jüdin einen Muslim?


Nein, aber es kann ein jüdischer Mann einen muslimischen Mann heiraten und diese Heirat zivilrechtlich in Israel anerkennen lassen. Da könnte sich Deutschland eine Scheibe abschneiden.

Die Übergabe der Ehe an die einzelnen religiösen Gemeinschaften war ein Zugeständnis Ben Gurions an die unterschiedlichen Religiongemeinschaften im neugegründeten Staat zur Wahrung des inneren Friedens.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
Benutzeravatar
Bleibtreu
Moderator
Beiträge: 7629
Registriert: Mi 27. Feb 2013, 11:58
Benutzertitel: freigeist
Wohnort: Tel Aviv // Paris

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Bleibtreu » Di 16. Okt 2018, 10:07

Liegestuhl hat geschrieben:(16 Oct 2018, 03:26)

Nur weil es keine Möglichkeit für eine Zivilehe gibt, bedeutet es nicht, dass sie verboten ist. Auch nicht "gewissermaßen".

So ist es - diesen Unterschied hatte ich versucht in meinem Beitrag heraus zu arbeiten - schliesslich werden ziv EheSchliessungen in Israel anerkannt.

Wer sich diese Möglichkeit wünscht, muss bei der Wahl für Avigdor Lieberman stimmen. Seine Partei fordert dies schon lange.

Jedes Land hat seine Grusler und die ihre Anhaenger. Auch davon kann Deutschland ein Lied singen

Liegestuhl hat geschrieben:(16 Oct 2018, 08:12)

Nein, aber es kann ein jüdischer Mann einen muslimischen Mann heiraten und diese Heirat zivilrechtlich in Israel anerkennen lassen. Da könnte sich Deutschland eine Scheibe abschneiden.

DAS duerfte den einen oder anderen auch im aufgeklaerten Europa schocken! In TelAviv koennen Homos seit 2002 ihre Partnerschaft eintragen lassen und bekommen zusaetzlich kommunale Verguenstigungen. :D

In TelAviv gibt es sogar ein Denkmal fuer die homosexuellen Opfer der Shoah. In der Stadt leben viele Homosexuelle, die gerne mit ihrem Hund in den Parks spazieren gehen oder Nachts in den Bars abfeiern. Typische HomoBars braucht es auch keine, [ich weiss gar nicht, ob es hier ueberhaupt eine gibt] weil sich Homos zwanglos unter die Heten mischen koennen. Hier gibt es naemlich nicht die typischen BeruehrungsAengste + Separierungen wie in Europa. Strengreligioese aller Couleur sehen das hier, wie weltweit, natuerlich anders - aber die haben in TelAviv nichts zu sagen. Wenn die zu laut werden, gibt es was auf die Muetze!

Di Übergabe der Ehe an die einzelnen religiösen Gemeinschaften war ein Zugeständnis Ben Gurions an die unterschiedlichen Religiongemeinschaften im neugegründeten Staat zur Wahrung des inneren Friedens.

Das hast du noch besser formuliert als ich :thumbup:

Aus heutiger, moderner Sicht mag Gurions damalige Entscheidung ein Fehler gewesen sein - aus damaliger Sicht, im historischen Kontext betrachtet, fast zwingend. Auch aktuell ist es immer noch sehr problematisch, gerade wenn eine Muslima sich mit einem Juden oder AndersGlaeubigen einlaesst. Das ist auch in Europa und den USA/Kanada nicht anders. Im Nahen/Mittleren ist die Problematik halt noch viel brisanter. Der israelische Staat vermeidet es sich in die religioesen Angelegenheiten nicht juedischer Gemeinschaften einzumischen, wie auch gut am Thema GrabesKirche zu sehen ist. Man stelle sich vor, der juedische Staat wuerde hier eingreifen und den untereinander eifersuechtelnden Kaempfern der christl Konfessionen/Denominationen die kindischen Streitereien darum, wer nun mehr Recht als der andere hat abnehmen - dagegen waeren die alljaehrlichen OsterSchlaegereien um die GrabesKirche KinderKacke! :D
•Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein. // Moderatorin im Forum 2
https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
Concordia - Integritas - Industria
Benutzeravatar
Senexx
Beiträge: 7090
Registriert: Di 25. Apr 2017, 08:21
Benutzertitel: Catalunya nou Estat d'Europa

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Senexx » Di 16. Okt 2018, 10:18

Liegestuhl hat geschrieben:(16 Oct 2018, 08:12)

Nein, aber es kann ein jüdischer Mann einen muslimischen Mann heiraten und diese Heirat zivilrechtlich in Israel anerkennen lassen. Da könnte sich Deutschland eine Scheibe abschneiden.

Die Übergabe der Ehe an die einzelnen religiösen Gemeinschaften war ein Zugeständnis Ben Gurions an die unterschiedlichen Religiongemeinschaften im neugegründeten Staat zur Wahrung des inneren Friedens.


Bei uns gibt es doch auch die gleichgeschlechtliche Ehe. Wobei ich darin keinen Fortschritt sehe.

Aber wenn es in Israel keine Zivilehe gibt, wieso gibt es dann eine zivilrechtliche Anerkennung? Was bedeutet das genau? Und lassen auch Juden ihre Ehe zivilrechtlich anerkennen?
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
Zusatzhinweis: Trollbeiträge und ad-personam und Spam werden von mir ignoriert.
Benutzeravatar
Bleibtreu
Moderator
Beiträge: 7629
Registriert: Mi 27. Feb 2013, 11:58
Benutzertitel: freigeist
Wohnort: Tel Aviv // Paris

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Bleibtreu » Di 16. Okt 2018, 14:11

Senexx hat geschrieben:(16 Oct 2018, 05:29)

Bei uns kann ein Katholik eine Protestantin heiraten - in einer christlichen Trauung. Warum ist so etwas in Israel nicht möglich? In einer jüdischen Zeremonie heiratet eine Jüdin einen Muslim?

Deutschland ist halt nicht die Welt und schon gar nicht Israel. Du kannst orientalische Christen auch nicht mit den heutigen europaeischen Protestanten oder Katholiken gleichsetzen. Dass juedische wie auch islamische Denominationen ebenfalls ihre eigenen Vorstellungen haben, duerfte dir auch nicht ganz fremd sein. Wieso fragst du eigentlich nicht danach, wieso eine Muslima einen Juden nicht islamisch heiraten darf? :D

Zu deiner Information: Interreligioese Ehe


Senexx hat geschrieben:(16 Oct 2018, 11:18)

Aber wenn es in Israel keine Zivilehe gibt, wieso gibt es dann eine zivilrechtliche Anerkennung? Was bedeutet das genau? Und lassen auch Juden ihre Ehe zivilrechtlich anerkennen?

Was verstehst du an dem Unterschied zwischen religioeser Heirat und zivilrechtlicher EheSchliessung und Anerkennung derselben in Israel, immer noch nicht? Das wurde dir bereits alles ausfuehrlich erklaert. Wenn ich als Israelin in Paris einen NichtJuden standesamtlich heirate und dann mit ihm zusammen in Israel lebe, wird unsere Ehe vom israelischen Staat anerkannt - Punkt!
•Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein. // Moderatorin im Forum 2
https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
Concordia - Integritas - Industria
Eulenwoelfchen
Beiträge: 470
Registriert: Do 8. Feb 2018, 23:16

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Eulenwoelfchen » Di 16. Okt 2018, 16:20

Bleibtreu hat geschrieben:(16 Oct 2018, 15:11)
Wenn ich als Israelin in Paris einen NichtJuden standesamtlich heirate und dann mit ihm zusammen in Israel lebe, wird unsere Ehe vom israelischen Staat anerkannt - Punkt!


Hurry up!! :D - Und das Kinderchenmachen nicht vergessen wg. dieser läßlichen Formalien. :D :D
Benutzeravatar
Bleibtreu
Moderator
Beiträge: 7629
Registriert: Mi 27. Feb 2013, 11:58
Benutzertitel: freigeist
Wohnort: Tel Aviv // Paris

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Bleibtreu » Di 16. Okt 2018, 17:07

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(16 Oct 2018, 17:20)

Hurry up!! :D - Und das Kinderchenmachen nicht vergessen wg. dieser läßlichen Formalien. :D :D

Selbstverstaendlich auch mit Kindern - die sind in Israel schliesslich gern gesehen => Laechelt die Kinder doch wenigstens an! :p
•Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein. // Moderatorin im Forum 2
https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
Concordia - Integritas - Industria
Benutzeravatar
Senexx
Beiträge: 7090
Registriert: Di 25. Apr 2017, 08:21
Benutzertitel: Catalunya nou Estat d'Europa

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Senexx » Di 16. Okt 2018, 20:43

Bleibtreu hat geschrieben:(16 Oct 2018, 15:11)
Was verstehst du an dem Unterschied zwischen religioeser Heirat und zivilrechtlicher EheSchliessung und Anerkennung derselben in Israel, immer noch nicht? Das wurde dir bereits alles ausfuehrlich erklaert. Wenn ich als Israelin in Paris einen NichtJuden standesamtlich heirate und dann mit ihm zusammen in Israel lebe, wird unsere Ehe vom israelischen Staat anerkannt - Punkt!

Danke, dass Sie sich die Mühe machen, zu wiederholen, was ja nicht misszuverstehen ist. Sie wird zivilrechtlich anerkannt. Aha.

Und was bedeutet das genau? Genau danach hatte ich gefragt.
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
Zusatzhinweis: Trollbeiträge und ad-personam und Spam werden von mir ignoriert.
Eulenwoelfchen
Beiträge: 470
Registriert: Do 8. Feb 2018, 23:16

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Eulenwoelfchen » Di 16. Okt 2018, 21:54

Bleibtreu hat geschrieben:(16 Oct 2018, 18:07)

Selbstverstaendlich auch mit Kindern - die sind in Israel schliesslich gern gesehen => Laechelt die Kinder doch wenigstens an! :p


Schön. :) Das machen dein Land und seine Menschen großartig. Chapeau!
Benutzeravatar
Bleibtreu
Moderator
Beiträge: 7629
Registriert: Mi 27. Feb 2013, 11:58
Benutzertitel: freigeist
Wohnort: Tel Aviv // Paris

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Bleibtreu » Di 16. Okt 2018, 22:11

Vongole hat geschrieben:(16 Oct 2018, 22:46)

Bigamie wird ja auch nicht mal in Israel anerkannt. ;)

Das gilt fuer in Israel geschlossene Ehen - Unter den in Israel lebenden Beduinen ist VielWeiberei trotzdem verbreitet und nimmt zu:

Beduinen in Israel: Und noch eine und noch eine und noch eine...

Die Vielweiberei unter den Beduinen in Israel nimmt zu – obwohl sie offiziell verboten ist. Nun will der Staat dagegen vorgehen. Zum ersten Mal seit langer Zeit steht ein Mann mit zwei Frauen vor Gericht [...]

Es ist verlockend, die Vielehe als archaische Tradition zu beschreiben, die mit Urbanisierung und Bildung von selbst verschwinde. Doch so ist es nicht. Jamila H. lebt in Rahat, Israels größter Beduinenstadt. Als Erste von elf Geschwistern legte sie das Abitur ab und studierte Literaturwissenschaften. Anstatt ihren Cousin zu heiraten, wie ihre Eltern es forderten, gab sie mit 21 Jahren dem Werben eines 27-jährigen Psychologen nach. "Mein Vater warnte mich: Der kommt aus einer Familie, in der alle Männer mehrere Frauen heiraten", erinnert sie sich. "Ich sagte: Er nicht, er hat doch studiert!"

Ein Trugschluss. Die Häufigkeit polygamer Ehen ist weder gekoppelt an das Bildungsniveau noch an Wohnort oder Wohlstand der Männer, zeigen Studien. Laut einem Bericht der Knesset, des israelischen Parlaments, scheint die Verbreitung der Polygamie sogar zuzunehmen. Denn zum einen sei die Praxis sozial akzeptiert, weil der Koran die Ehe mit bis zu vier Frauen erlaube; zum anderen erhöhten mehrere Frauen den sozialen Status des Mannes. [...]
•Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein. // Moderatorin im Forum 2
https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
Concordia - Integritas - Industria
Benutzeravatar
Vongole
Beiträge: 2186
Registriert: Di 24. Mär 2015, 18:30

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Vongole » Di 16. Okt 2018, 23:39

Mein Post im Fußball-Thread war ja spaßig gemeint, das wusste ich natürlich nicht, danke für die Erklärung, Bleibtreu.
Gut, dass der Staat dieser Sitte ein Ende setzen will, obwohl ich mir nicht so sicher bin, ob er das schafft.
Benutzeravatar
Bleibtreu
Moderator
Beiträge: 7629
Registriert: Mi 27. Feb 2013, 11:58
Benutzertitel: freigeist
Wohnort: Tel Aviv // Paris

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Bleibtreu » Mi 17. Okt 2018, 00:08

Vongole hat geschrieben:(17 Oct 2018, 00:39)

Mein Post im Fußball-Thread war ja spaßig gemeint, das wusste ich natürlich nicht, danke für die Erklärung, Bleibtreu.
Gut, dass der Staat dieser Sitte ein Ende setzen will, obwohl ich mir nicht so sicher bin, ob er das schafft.

Deine Antwort an mich ist bei mir auch scherzhaft angekommen. :)

Da das Thema aber einen ernsthaften Hintergrund hat und ein handfestes Problem in Israel ist und gut hierher passt, hab ich die Antwort dazu hier eingestellt. Zumindest wird der Kampf gegen VielWeiberei aufgenommen - in wie weit dies von Erfolg gekroent sein wird, da habe ich auch meine Zweifel. Ich setze dabei auf die BeduinenFrauen! ;)

bonne nuit
•Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein. // Moderatorin im Forum 2
https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
Concordia - Integritas - Industria
Benutzeravatar
Zunder
Beiträge: 5382
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 14:00

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Zunder » Mi 17. Okt 2018, 00:34

Senexx hat geschrieben:(16 Oct 2018, 05:29)

Bei uns kann ein Katholik eine Protestantin heiraten - in einer christlichen Trauung. Warum ist so etwas in Israel nicht möglich? In einer jüdischen Zeremonie heiratet eine Jüdin einen Muslim?

Auch in Israel kann ein Katholik eine Protestantin heiraten, wenn sie einen Pfaffen finden, der sie traut.
Ein Rabbi wird's nicht tun. Ein Imam auch nicht.
Benutzeravatar
Liegestuhl
Beiträge: 36070
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 11:04
Benutzertitel: Herzls Helfer
Wohnort: אולדנבורג

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Liegestuhl » Mi 17. Okt 2018, 07:01

Bleibtreu hat geschrieben:(16 Oct 2018, 11:07)
Aus heutiger, moderner Sicht mag Gurions damalige Entscheidung ein Fehler gewesen sein - aus damaliger Sicht, im historischen Kontext betrachtet, fast zwingend.


Im Grunde ist es immer noch aktuell. Stell dir einfach mal vor, ein israelischer Politiker würde den Vorschlag machen, dass ausnahmslos alle Ehen vor einem Beamten des Staates Israel geschlossen werden müssen! Da wäre bei den Arabern der Teufel los und diesem Politiker wird man vorwerfen, er würde den inneren Frieden gefährden wollen.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
Benutzeravatar
Bleibtreu
Moderator
Beiträge: 7629
Registriert: Mi 27. Feb 2013, 11:58
Benutzertitel: freigeist
Wohnort: Tel Aviv // Paris

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Bleibtreu » Mi 17. Okt 2018, 09:19

Liegestuhl hat geschrieben:(17 Oct 2018, 08:01)

Im Grunde ist es immer noch aktuell. Stell dir einfach mal vor, ein israelischer Politiker würde den Vorschlag machen, dass ausnahmslos alle Ehen vor einem Beamten des Staates Israel geschlossen werden müssen! Da wäre bei den Arabern der Teufel los und diesem Politiker wird man vorwerfen, er würde den inneren Frieden gefährden wollen.

:D Da wuerden in der Tat die Djinns tanzen und nicht nur die - da waeren Einige aus dem Haeuschen! :D Aber so meinte ich es ueberhaupt nicht. Man muss ja nicht gleich vom einen Extrem ins naechste wechseln. Die zivilrechtliche EheSchliessung sollte nur als weitere Moeglichkeit zu den religioesen angeboten werden - nicht als Muss fuer Alle.
•Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein. // Moderatorin im Forum 2
https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
Concordia - Integritas - Industria
Eulenwoelfchen
Beiträge: 470
Registriert: Do 8. Feb 2018, 23:16

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 17. Okt 2018, 11:30

Von EW gelöscht.
Benutzeravatar
Senexx
Beiträge: 7090
Registriert: Di 25. Apr 2017, 08:21
Benutzertitel: Catalunya nou Estat d'Europa

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Senexx » Mi 17. Okt 2018, 21:42

Ich wüsste immer noch gern, was zivilrechtliche Anerkennung einer religiös oder im Ausland geschlossenen Ehe in Israel genau bedeutet.
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
Zusatzhinweis: Trollbeiträge und ad-personam und Spam werden von mir ignoriert.
Benutzeravatar
Liegestuhl
Beiträge: 36070
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 11:04
Benutzertitel: Herzls Helfer
Wohnort: אולדנבורג

Re: Alltagskultur in Palästina und Israel

Beitragvon Liegestuhl » Do 18. Okt 2018, 03:57

Senexx hat geschrieben:(17 Oct 2018, 22:42)

Ich wüsste immer noch gern, was zivilrechtliche Anerkennung einer religiös oder im Ausland geschlossenen Ehe in Israel genau bedeutet.


Man gilt vor dem Staat als verheiratet; also mit allen Rechten und Pflichten.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.

Zurück zu „35. Israel & Palästina“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast