Die Araber und der Nahostkonflikt

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Eulenwoelfchen
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 6. Jun 2018, 23:14

Die HAMAS wurde bereits in den 80-Jahren von der ägypt. Muslimbruderschaft als paläst. Ableger gegründet.
Kopf der Bande war ein Sheik Yassim. Ein ziemlich krankes, aber gefährliches Hirn, das vor allem das Ziel hatte,
gegen die PLO und Arafat einen Gegenpol zu bilden, falls dieser vorhaben sollte, tatäschlich einen Frieden mit Israel
zu schließen (hatte er zwar nie vor). HAMAS tarnte sich anfangs als moderate - vor allem caritativ - tätige Gruppierung,
die vorgab, keinerlei politische Gestaltungsambitionen zu haben.

Damit führte man anfangs sogar Israel kurz hinters Licht. Den Rest der Welt sowieso.
Das wahre Gesicht von Mord und hinterfotzigem Bombenterror incl. der Absicht, jede Verhandlung und Lösung mit Israel
zu verhindern, zeigte HAMAS dann erstmals so richtig 1993/94, als sich unter dem israel. Premier Rabin eine mögliche Friedenslösung
abzeichnete. Es kam zu einer ersten, massiven Terrorwelle, die sich auch zeitlich chronologisch genau nachweisen lässt, mit ganz üblen
Attentaten und Mordanschlägen in Israel. Um dort die politische Stimmung für eine Verhandlungslösung zu kippen.
Was auch letztlich gelang, wenn man den Irrsinn des Attentats auf Rabin aussen vorlässt. Der wohl zu dieser Zeit als hochangesehener
Mann in Israel einen Konsens hätte herstellen können, der einer Einigung mit Arafats PLO zugestimmt hätte.

Aber HAMAS wollte das mit Mord und Gewalt verhindern. Die ident. Strategie der blutigen Terrors - vor allem gegen ahnungslose Zivilsten in Israel,
gab es dann wieder 1998 zu der Zeit, als die Osloer Verhandlungen liefen. Auch hier tat HAMAS alles, um mit Terror und Bomben
eine mögliche Einigung zu verhindern. Und genauso kann man hier die massive Zunahme von Attentaten und Bombenanschlägen
parallel zu den Verhandlungen sogar zeitlich zuordnen.

HAMAS wurde von der Muslimbruderschaft gegründet, als Vorsichtsmaßnahme, die einen Frieden auf jeden Fall verhindern sollte.
Ziel war und ist es gewesen, Israel auszulöschen und die Juden aus dem gesamten paläst. Raum mindestens zu vertreiben.
Nicht umsonst ist in der bis heute gültigen Charta der HAMAS, ihrem politischen Grundsatzprogramm, die Vernichtung des Staates
Israel und die Tötung von Juden als Gesetz festgeschrieben. Und auch, keinerlei Verhandlungen mit Israel und den Juden
zu führen. Man lehnt es - nachlesbar in diesem kranken Konvulat - ausdrücklich ab, zu verhandeln.

HAMAS ist seit je her einzig und allein dazu da, Frieden mit Israel zu verhindern. Mit jedem erdenklichen Terror.
Das war der Auftrag und das ist er auch heute noch.

---
Israel ist enorm zukunftsorientiert. Zum Beispiel mit führend bei KI und autonomen Waffensystemen. Aber nicht nur da.
Generell im IT und Digitalsektor… usw. - Auch anderen Bereichen wie der Wasserwirtschaft usw.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Vongole » Mi 6. Jun 2018, 23:19

Troh.Klaus hat geschrieben:(06 Jun 2018, 22:31)

Ist aber ein Symptom. Und das "sehr modern und zukunftsorientiert", da habe ich schon meine Zweifel. Dafür gibt es in Israel zu viele Fundamentalisten, mit steigender Tendenz.


Wer hat dir denn sowas erzählt?
Würdest du als Deutschland-Tourist von einem verschlafenen Karfreitag auf die Modernität Deutschlands schließen?
Israel ist eines der innovativsten Länder der Welt in Bezug auf Medizin, IT- und Solartechnik, Landwirtschaft, sogar Forschungssatelliten schicken sie ins All.
Es hat tolle SchriftstellerInnen und MusikerInnen, Designer, ungeheuer selbst- und modebewusste Frauen, es ist ein quicklebendiges wunderschönes Land.
Wenn du mit "Fundamentalisten" Menschen meinst, die zu 100% zu ihrem Land stehen und es gegen jeden verteidige würden, der es angreift, ja, die gibt es.
Und lass dir eins sagen, wäre ich Israelin, ich gehörte dazu, ich würde platzen vor Stolz auf dieses Land.

Edit: Ja, am Schabat in Jerusalem sehr sehr ruhig, aber wenn er vorbei ist... ;)
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Troh.Klaus » Mi 6. Jun 2018, 23:41

Vongole hat geschrieben:(07 Jun 2018, 00:19)
Wer hat dir denn sowas erzählt?
Würdest du als Deutschland-Tourist von einem verschlafenen Karfreitag auf die Modernität Deutschlands schließen?
Israel ist eines der innovativsten Länder der Welt in Bezug auf Medizin, IT- und Solartechnik, Landwirtschaft, sogar Forschungssatelliten schicken sie ins All.
Es hat tolle SchriftstellerInnen und MusikerInnen, Designer, ungeheuer selbst- und modebewusste Frauen, es ist ein quicklebendiges wunderschönes Land.
Wenn du mit "Fundamentalisten" Menschen meinst, die zu 100% zu ihrem Land stehen und es gegen jeden verteidige würden, der es angreift, ja, die gibt es.
Und lass dir eins sagen, wäre ich Israelin, ich gehörte dazu, ich würde platzen vor Stolz auf dieses Land.

Edit: Ja, am Schabat in Jerusalem sehr sehr ruhig, aber wenn er vorbei ist... ;)

Nun, der Wehrfähigkeit von Leuten, die am Sabbat nicht mal selbständig Aufzug fahren können, würde ich nicht so recht vertrauen. Oder wie es ein Veteran aus dem Krieg 1967 ausdrückte: "Die haben uns mit Beten den Krieg gewonnen". Es gibt die tollen Menschen, Künstler, etc., und Israel ist in manchen Feldern technologische Spitze, ja. Es gibt aber auch die (wachsende) andere Seite, verbohrte fundamentalistische Orthodoxe, die mit dem Israel, das Dir so zusagt, wenig anfangen können.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 6. Jun 2018, 23:53

Troh.Klaus hat geschrieben:(07 Jun 2018, 00:41)

Nun, der Wehrfähigkeit von Leuten, die am Sabbat nicht mal selbständig Aufzug fahren können, würde ich nicht so recht vertrauen. Oder wie es ein Veteran aus dem Krieg 1967 ausdrückte: "Die haben uns mit Beten den Krieg gewonnen". Es gibt die tollen Menschen, Künstler, etc., und Israel ist in manchen Feldern technologische Spitze, ja. Es gibt aber auch die (wachsende) andere Seite, verbohrte fundamentalistische Orthodoxe, die mit dem Israel, das Dir so zusagt, wenig anfangen können.

Ja, es gibt Radikale und auch eine lebendige Streitkultur anscheinend. Gleichzeitig ist das aber nicht ganz mit Deutschland zu vergleichen, die Gesellschaft ist wesentlich robuster. Etwa 50 % hören auf das, was die Regierung sagt, die Medien werden nicht so richtig ernst genommen und die höchste Glaubwürdigkeit hat das Militär - nicht die Regierung, nicht Parteien.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Vongole » Mi 6. Jun 2018, 23:59

Troh.Klaus hat geschrieben:(07 Jun 2018, 00:41)

Nun, der Wehrfähigkeit von Leuten, die am Sabbat nicht mal selbständig Aufzug fahren können, würde ich nicht so recht vertrauen. Oder wie es ein Veteran aus dem Krieg 1967 ausdrückte: "Die haben uns mit Beten den Krieg gewonnen". Es gibt die tollen Menschen, Künstler, etc., und Israel ist in manchen Feldern technologische Spitze, ja. Es gibt aber auch die (wachsende) andere Seite, verbohrte fundamentalistische Orthodoxe, die mit dem Israel, das Dir so zusagt, wenig anfangen können.


Klar gibt es die, in jedem Land gibt's Menschen, die mit dem Staat, und der mit ihnen, wenig anfangen können.
Haben wir ja auch, bei uns gibt's eine Partei, die würde gern die Zeit zurückdrehen.
Eine pluralistische Gesellschaft wird damit fertig, sieht man ja, hier wie dort.
Guter Rat noch Klaus, glaub nicht alles, was in deutschen Medien über Israel steht, die meisten haben davon wenig oder gar keine Ahnung, und wenn ihnen gar nichts mehr einfällt,
schreiben sie bei Haaretz ab.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon think twice » Do 7. Jun 2018, 19:49

Vongole hat geschrieben:(07 Jun 2018, 00:59)

glaub nicht alles, was in deutschen Medien über Israel steht,

Aua. :s
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Troh.Klaus » Do 7. Jun 2018, 22:09

Vongole hat geschrieben:(07 Jun 2018, 00:59)
Klar gibt es die, in jedem Land gibt's Menschen, die mit dem Staat, und der mit ihnen, wenig anfangen können.
Haben wir ja auch, bei uns gibt's eine Partei, die würde gern die Zeit zurückdrehen.

Klar, "eine Partei" gibt es bei uns auch. Alles rosarot, alles gut. Es gibt allerdings einen kleinen Unterschied. In Israel hat's gleich vier "eine Partei", Orthodoxe und Ultra-Orthodoxe, die zusammen rund ein Viertel der Abgeordneten in der Knesset stellen und mit 9 oder 10 Ministern in der Regierung sitzen. Auf deutsche Verhältnisse übertragen wäre das so was wie Kanzler Söder mit Mehrheitsbeschaffer Gauland. Ich finde diese Vorstellung gruselig.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Vongole » Do 7. Jun 2018, 23:19

Troh.Klaus hat geschrieben:(07 Jun 2018, 23:09)

Klar, "eine Partei" gibt es bei uns auch. Alles rosarot, alles gut. Es gibt allerdings einen kleinen Unterschied. In Israel hat's gleich vier "eine Partei", Orthodoxe und Ultra-Orthodoxe, die zusammen rund ein Viertel der Abgeordneten in der Knesset stellen und mit 9 oder 10 Ministern in der Regierung sitzen. Auf deutsche Verhältnisse übertragen wäre das so was wie Kanzler Söder mit Mehrheitsbeschaffer Gauland. Ich finde diese Vorstellung gruselig.


Solange die Knesset eine für das Land erfolgreiche Politik macht, sollte uns das nicht stören, zumal es auch nicht unsere Angelegenheit ist.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon DarkLightbringer » Do 7. Jun 2018, 23:46

Troh.Klaus hat geschrieben:(07 Jun 2018, 23:09)

Klar, "eine Partei" gibt es bei uns auch. Alles rosarot, alles gut. Es gibt allerdings einen kleinen Unterschied. In Israel hat's gleich vier "eine Partei", Orthodoxe und Ultra-Orthodoxe, die zusammen rund ein Viertel der Abgeordneten in der Knesset stellen und mit 9 oder 10 Ministern in der Regierung sitzen. Auf deutsche Verhältnisse übertragen wäre das so was wie Kanzler Söder mit Mehrheitsbeschaffer Gauland. Ich finde diese Vorstellung gruselig.

Nichts ist rosarot, allerdings ist nicht überall alles gleich.
Am Angesehensten ist anscheinend das Militär, dann folgt der Geheimdienst, dann die Parteien. Das ist bei uns völlig anders.

Prof. Schueftan witzelte mal: Ein Auslandsjournalist verbringt drei Tage im Hotel, reist wieder ab und schreibt dann ein Buch mit dem Titel "Israel heute, gestern und morgen".
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Bobo » Fr 8. Jun 2018, 09:21

bennyh hat geschrieben:(04 Jun 2018, 13:33)

Lateinamerika wäre ein Beispiel. Dort leben etwa 25-30 Mio. Araber, hauptsächlich in Mexiko, Kolumbien, Brasilien, Argentinien, Venezuela und Chile. Meines Wissens nicht weniger säkular als die übrige Gesellschaft dieser Länder.



Was soll das Dampfgeplauder? Sie wissen doch, von welcher Region die Rede ist? Womöglich findet sich in Tibet auch noch ein Araber, der nicht nach der weltlichen Macht greift. :D Nur wie steht* in Regionen (Ländern) Wo der Griff nach der Macht möglich ist? :dead:
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Bobo » Fr 8. Jun 2018, 09:49

think twice hat geschrieben:(03 Jun 2018, 18:14)

Hier mal eine andere Version als die "Die Hamas schickt ihre eigenen Leute in den Tod:

"Israelische Sprecher machten die Hamas für die Ereignisse am Freitag verantwortlich. Die Islamisten leisteten den Demonstranten logistische Hilfe und entsandten ihre Führer zu den Kundgebungen. Doch tatsächlich hat sie die Proteste nicht selbst organisiert. Fotos machen das deutlich. Im Meer der Flaggen fand sich keine einzige Fahne der islamistischen Terrororganisation.

Dies war eine Vorgabe der Organisatoren der Proteste gewesen, die sich nicht als Hamas-Mitglieder verstehen. Sie wollten „keine Konfrontation mit Israel, sondern der Welt endlich klarmachen, dass wir hier wie in einem großen Gefängnis leben, das unerträglich geworden ist“, sagte ein Mitglied des leitenden Komitees der israelischen Tageszeitung „Ha’aretz“."

Der ganze Artikel ist lesenswert.
https://www.welt.de/politik/ausland/art ... essen.html



Und weil man keine spezielle Flagge sah oder sieht ist die Hamas unbeteiligt? Seltsame Logik. Hat die Hamas in den letzten Jahrzehnten nicht eindrucksvoll bewiesen, dass sie jedes fremde Menschenopfer bringen, wenn es um ihre kranke Ideologie geht? Was drückt der Slogan "Rückmarsch" denn aus, wenn nicht genau jene Hamasfantasie, die weltweilt schon abertausenden Menschen das Leben kostete? Einschließlich arglosen Flugpassagieren und Sportlern. Wenn die Araber in Gaza in einem Gefängnis leben, dann weil ihre Führer es ihnen auferlegt haben.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 8. Jun 2018, 11:02

Bobo hat geschrieben:(08 Jun 2018, 10:21)

Nur wie steht* in Regionen (Ländern) Wo der Griff nach der Macht möglich ist? :dead:

MMn. wird der Islam immer noch mit dem Schwert verbreitet, überall an den Nahtstellen zwischen dem Islam und der restlichen Welt gibt es Gewaltausbrüche besonders in Afrika und in Asien. Mit Südamerika kenne ich mich zu wenig aus, vllt. ist dort die Integration besonders gut gelungen, dann sollte man sich mal ansehen, wie das dort funktioniert hat.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Keoma » Fr 8. Jun 2018, 11:09

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 Jun 2018, 12:02)

MMn. wird der Islam immer noch mit dem Schwert verbreitet, überall an den Nahtstellen zwischen dem Islam und der restlichen Welt gibt es Gewaltausbrüche besonders in Afrika und in Asien. Mit Südamerika kenne ich mich zu wenig aus, vllt. ist dort die Integration besonders gut gelungen, dann sollte man sich mal ansehen, wie das dort funktioniert hat.


Habe ich schon geschrieben, der Islam hat dort keine Bedeutung, da die meisten arabischen Zuwanderer Christen waren.
Z.B. Maroniten aus dem Libanon und Jordanien
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 8. Jun 2018, 11:30

Okay.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon bennyh » Fr 8. Jun 2018, 11:39

Bobo hat geschrieben:(08 Jun 2018, 10:21)
Was soll das Dampfgeplauder? Sie wissen doch, von welcher Region die Rede ist?

Sie schrieben "Araber", nicht "Moslem". Dass dazwischen ein Unterschied besteht, brauche ich Ihnen wohl nicht erklären, oder doch?
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 8. Jun 2018, 12:05

Es hat also etwas mit einem Zauberbuch zu tun - oder doch eher mit Strukturen ?
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 8. Jun 2018, 12:44

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(07 Jun 2018, 00:14)

Die HAMAS wurde bereits in den 80-Jahren von der ägypt. Muslimbruderschaft als paläst. Ableger gegründet.
Kopf der Bande war ein Sheik Yassim. Ein ziemlich krankes, aber gefährliches Hirn, das vor allem das Ziel hatte,
gegen die PLO und Arafat einen Gegenpol zu bilden, falls dieser vorhaben sollte, tatäschlich einen Frieden mit Israel
zu schließen (hatte er zwar nie vor). HAMAS tarnte sich anfangs als moderate - vor allem caritativ - tätige Gruppierung,
die vorgab, keinerlei politische Gestaltungsambitionen zu haben.

. Und auch, keinerlei Verhandlungen mit Israel und den Juden
zu führen. Man lehnt es - nachlesbar in diesem kranken Konvulat - ausdrücklich ab, zu verhandeln.

HAMAS ist seit je her einzig und allein dazu da, Frieden mit Israel zu verhindern. Mit jedem erdenklichen Terror.
Das war der Auftrag und das ist er auch heute noch.


Man muss bei der Darstellung dieses "Auftrags" aber auch klar sehen, wer die Auftraggeber waren und sind. Und die Finanziers. Das waren einmal vor allem Saudi Arabien und Syrien. Danach vor allem der prozentual reichste Staat der Welt, Katar. Dann, nach der Blockade Katars durch Saudi Arabien, nun der Iran. Auch wenn die Hamas sunnitisch geprägt ist. Es ist (na, für mich jedenfalls) sehr sehr schwierig, das eigentliche Spiel zu durchschauen. Das immer noch schlüssigste Modell ist das des Kampfes um die Rolle der neuen "Ordnungsmacht" im Nahen Osten. Die USA sind zwar immer noch militärisch präsent, Russland ist es wieder ... aber ansonsten gibt es seit Jahren ein machtpolitisches Vakuum. Da sieht die Führung im Iran ihre Chance gekommen, diese Rolle zu übernehmen. Die arabische Welt zerfällt. Die Türkei zerreibt sich im Kurdenkonflikt. Israel verteidigt seine Staatlichkeit und beschäftigt sich ansonsten mit Hochtechnologie. Das scheint die Stunde Persiens zu sein. Zumal der Iran auf der einen Seite und in gewisser Hinsicht eine der wenigen "normalen Staaten" der Region ist. Er hat eine Wirtschaft, die nicht so gut wie ausschließlich auf Rohstoffverkauf basiert. Er hat eine demographisch halbwegs normalstrukturierte Bevölkerung. Die Wirtschaft ist auf der einen Seite staatlich gelenkt. Auf der anderen Seite gehört der Iran gemäß BIP zu den 20 größten Wirtschaftsmächten der Welt. (Da lag ich in meiner Einschätzung auch ziemlich falsch). Kurz und gut: Iran hätte eigentlich das Zeug, eine Art China des Nahen Ostens zu werden. So wie es im Iran ein Mullah-System gibt, gibts in China eine allmächtige Kommunistische Partei. Aber beides steht - erstaunlicherweise - einem wirtschaftlichen, militärischen und machtpolitischen Aufstieg nicht im Wege. Ganz anders als im Realsozialismus des 20. Jahrhunderts. Und nun kaufen sie sich die Hamas und ihren Einfluss.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 8. Jun 2018, 14:45

Der Iran will den ganzen Nahen Osten mit Terroristen fluten - als einen "normalen Staat" kann man das nicht gerade bezeichnen.
Zudem will man noch Israel auslöschen.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Geri2 » Fr 8. Jun 2018, 21:37

es gibt kein palaestinensisches volk. selbst arafat war aegyter.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon nyan cat » Fr 8. Jun 2018, 22:01

Geri2 hat geschrieben:es gibt kein palaestinensisches volk.

Was ein "Volk" ist, ist sowieso nicht genau definiert.
Einen palästinensischen Pass gab es aber schon zur Zeit der britischen Besatzung.

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