Die Araber und der Nahostkonflikt

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Kunigunde
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Kunigunde » Do 24. Mai 2018, 17:51

bennyh hat geschrieben:(19 May 2018, 10:44)

Arafat hat Israel doch bereits 1993 anerkannt. Abbas hat diese Position nicht revidiert.


Doch, hat er.

http://www.deutschlandfunk.de/palaestin ... _id=408390
Kunigunde
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Kunigunde » Do 24. Mai 2018, 17:56

Liegestuhl hat geschrieben:(19 May 2018, 10:50)

Als was denn? Zumindest nicht als jüdischen (nicht-muslimischen) Staat. Und das hat Abbas bis heute nicht gemacht.


JÜDISCHER STAAT?

Lies mal, was ein KLUGER Jude dazu zu sagen hat.
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=17128
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Keoma » Do 24. Mai 2018, 18:00

Kunigunde hat geschrieben:(24 May 2018, 18:56)

JÜDISCHER STAAT?

Lies mal, was ein KLUGER Jude dazu zu sagen hat.
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=17128

Welcher Jude?
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Adam Smith
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Adam Smith » Do 24. Mai 2018, 18:04

Kunigunde hat geschrieben:(24 May 2018, 18:56)

JÜDISCHER STAAT?

Lies mal, was ein KLUGER Jude dazu zu sagen hat.
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=17128

Israel ist ja ein jüdischer Staat. Palästinenser möchten hier aber einen Staat errichten in dem möglichst keine Juden leben. Und falls doch Juden hier leben, dann müssen sie Schutzgeld bezahlen.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Bleibtreu » Do 24. Mai 2018, 18:12

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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Keoma » Do 24. Mai 2018, 18:25


Na ja, heiter - wenn jemand diesen Aktivisten als Juden deklariert, sollte man die Diskussion gleich beenden.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Liegestuhl » Fr 25. Mai 2018, 10:20

Kunigunde hat geschrieben:(24 May 2018, 18:56)

JÜDISCHER STAAT?

Lies mal, was ein KLUGER Jude dazu zu sagen hat.
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=17128


Möchtest du mit mir darüber diskutieren?
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 25. Mai 2018, 18:07

Diese ganze Nakba-Fama und die Überbetonung einzelner Fälle, wo tatsächlich
Leute ihre Dörfer verlassen mussten, erzwungen durch sog. Israelisches Militär,
das den eben gegründeten Staat verteidigte, ignoriert eines immer wieder und immer noch:

Frau Abulhawa wäre ihr sicher nicht schönes Schicksal erspart geblieben, wie jenen wenigen,
die tatsächlich vertrieben wurden. Die nicht und auf Empfehlung der angreifenden arabischen Staaten
mit der Aussicht auf baldige Rückkehr und Übernahme - auch der jüdischen Latifundien - zum
Verlassen geradezu animiert und in opportunistischer Vorteilsaussicht motiviert wurden. Von Vertreibung oder erzwungener Flucht kann hier keine Rede sein.

All diese anrührenden Geschichten sollen als persönliche und individuelle Aufarbeitung geschrieben werden. Gerne. Solange sie nicht die alleinige
Verantwortung der Araber (und heutiger Palästinenser, die es damals als Volk gar nicht gab) leugnen oder verdrängen. Erkennen und auch benennen, wer
für ihr Schicksal ursächlich war. Nämlich diejenigen, die SOFORT und unmittelbar nach der legitimen
Staatsgründung diesen Staat Israel gewaltsam und massiv angriffen. Um ihn zu zerstören und zu vernichten.
Selbstredend damit auch die Heimat aller Juden. Die dort lebten und nichts als Schutz vor Verfolgung, Vertreibung und Ermordung suchten.
Und ein Leben mit Zukunft … und im Frieden.

Hätte es den arabischen Angriff, der - auf arabischer Seite - an Feindseligkeit und in seinen Vernichtungszielen
nichts an Unmenschlichkeit und eiskaltem Vertreibungswillen ausließ, nicht gegeben,
hätte auch Frau Abulhawa ihre Heimstatt nicht verlassen müssen.

Möglicherweise wäre ihr Buch dann auch überflüssig gewesen und die Palästinenser hätten
das, was sie jetzt seit 70 Jahren herbeimorden und herbeibomben wollen, längst:
Einen eigenen Staat. Neben dem Staat Israel.

Da sie aber letzteren lieber mit Gewalt, verlogener Hasspropaganda und ungezügelter Mordlust gegen Juden - also mit allen dreckigen Mitteln - ausradieren wollen,
wird das nichts werden. Statt endlich einen eigenen Staat, in friedfertiger Nachbarschaft, aufzubauen. Der seinen Menschen das gibt, was man eine Zukunft nennt.
Statt endlich nach vorne zu schauen, rennt man lieber ständig rückwärts. Pflegt in geradezu masochistischer Schmerzverzückung seine historisch/zeitgeschichtlich verbogenen Hühneraugen.
Mit denen man die tatsächlich Verantwortlichen für die damaligen schicksalhafte Ereignisse weder sehen
noch erkennen kann.

Da können sich noch so viele Leute ihr Einzelschicksal vom Leib schreiben. Entscheidend ist am Ende des Tages, ob man
bis zur Ursache vordringen will, um abschließen zu können. Oder doch lieber schon bei den Folgen anhält und den entscheidenden Teil der Wahrheit verdrängt oder negiert.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon think twice » Fr 25. Mai 2018, 20:08

Hass macht blind und ungerecht. Deshalb lese ich das Buch. Ich habe extra gegoogelt, um ein Buch zu finden, welches objektiv geschrieben ist. Ich vertraue da mal dem Urteil der juedischen Zeitung.
Wenn ich das Buch gelesen habe, werde ich nach einem suchen, welches das Schicksal eines israelischen Kindes beschreibt.
Mich interessieren die Einzelschicksale, denn sie machen die Summe einer Gesellschaft aus und sind allemal interessanter als kollektive Schuldzuweisungen der einen oder anderen Seite, die vom Hass zerfressen sind.
Ich möchte wissen, wie der oder die Einzelne in solch einer explosiven Umgebung lebt. Wie denkt er, wie fühlt er?
Ich möchte nicht urteilen, ich moechte verstehen.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Vongole » Fr 25. Mai 2018, 23:32

@tt

Welche jüdische Zeitung war denn das, ich konnte nichts finden?
Und wie hat dir das Buch gefallen?
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon think twice » Sa 26. Mai 2018, 01:09

Vongole hat geschrieben:(26 May 2018, 00:32)

@tt

Welche jüdische Zeitung war denn das, ich konnte nichts finden?
Und wie hat dir das Buch gefallen?

Ich habe mehrere Rezensionen gelesen, in der die jüdische Zeitung zitiert wird:

"Susan Abulhawa gelingt es, die bittere Geschichte Palästinas im Verlauf des zwanzigsten Jahrhunderts als ebenso unterhaltsame wie aufschlussreiche Familienchronik mit Bestsellerpotential aufzuarbeiten. Abulhawa erzählt mit bemerkenswerter Neutralität, berücksichtigt die Standpunkte beider Seiten und hütet sich davor, Israel einseitig als Aggressor zu schildern. Ihre Sprache ist poetisch und suggestiv, bestimmte Bilder verharren noch lange im Gedächtnis des Lesers."
Jüdische Zeitung"

Ich habe das Buch erst heute gekauft und erst einige Seiten gelesen.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Bleibtreu » Sa 26. Mai 2018, 10:21

Die amerikanische Autorin Susan Abulhawa ist nicht in Israel oder den pal. Gebieten geboren oder aufgewachsen. Sie lebte lediglich im Alter von 10-13 in einem ostjerusalemer Waisenhaus. Was will sie gross autobiographisch ueber den NahostKonflikt schreiben? Schauen wir uns ihren LebensLauf mal genauer er:

Susan Abulhawa wurde in Kuwait als Kind eines palästinensischen Paares aus dem Stadtteil At-Tur in Ost-Jerusalem geboren, das sich bald nach ihrer Geburt trennte. Sie selbst wurde zunächst zu ihrem Onkel in die USA geschickt, bei dem sie bis zu ihrem fünften Lebensjahr lebte. Anschließend kam sie zu verschiedenen Verwandten nach Kuwait und Jordanien. Im Alter von zehn Jahren nahm man sie nach Jerusalem mit, wo sie in einem Waisenhaus unterkam. Im Alter von 13 Jahren wurde sie nach Charlotte (North Carolina) als Pflegekind vermittelt. Abulhawa lebt seitdem in den USA und machte einen Collegeabschluss in Biologie. [...] In späteren Jahren wandte sie sich dem Journalismus sowie dem Schreiben von Kurzgeschichten und Romanen zu. Durch eine Reise im Jahre 2000 nach Palästina wurde sie aufgrund ihrer Erlebnisse und Beobachtungen zur politischen Aktivistin. Sie kämpft seither für die Sache der Palästinenser durch Veröffentlichungen, Interviews und Fernsehauftritte.

Die Kampagne Boycott, Divestment and Sanctions wurde von Abulhawa mitgegründet. Die Organisation versucht, einen Boykott von Waren und Lebensmitteln zu organisieren, die von israelischen Firmen oder in jüdischen, illegalen Siedlungen im Westjordanland hergestellt werden. Susan Abulhawa lebt heute mit ihrer Tochter in Yardley (Pennsylvania).


Dass propalaestinensische Aktivisten sich durch Neutralitaet auszeichnen waere mir auch neu. :cool:

Um welche juedische Zeitung es sich handeln soll, die auf der deutschen AmazonSeite als PresseStimme zitiert wird, bleibt wohl ein Geheimnis, dass auch Google nicht lueftet. Auch ich konnte wie Vongole nichts dazu finden. Auf der englischen Seite von Amazon, wo der englische OriginalTitel ihres Romans "Mornings in Jenin" verlinkt ist, ist dazu ebenfalls nichts Erhellendes zu finden. Dort wird eine juedische Zeitung nicht mal erwaehnt.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Liegestuhl » Sa 26. Mai 2018, 11:06

Ich verstehe gar nicht, warum das Buch hier überhaupt angefeindet wird. Niemand wird bezweifeln, dass es im Zuge der jüdisch-arabischen Kriege Not und Elend auf beiden Seiten gab. Und natürlich ist es völlig legitim, die Themen Kindheit, Vertreibung und Krieg in Romanen zu verarbeiten; ob nun biographisch und fiktiv. Letztlich sagen diese bedauerlichen Schicksale aber nichts über Ursachen, Fehler und Vermeidbarkeiten des Nahostkonfliktes aus.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Bleibtreu » Sa 26. Mai 2018, 11:25

Liegestuhl hat geschrieben:(26 May 2018, 12:06)

Ich verstehe gar nicht, warum das Buch hier überhaupt angefeindet wird. [...]

Erzaehl nicht so einen Stuss. Es geht nicht um Anfeindung, sondern um die Behauptung der Neutralitaet als Referenz und "Ich habe extra gegoogelt, um ein Buch zu finden, welches objektiv geschrieben ist." Dass Aktivisten neutral und objektiv sind waere mir wirklich neu. :rolleyes:

PeterK hat geschrieben:(26 May 2018, 12:09)

Die haben offenbar ihre Inhalte gar nicht online. Man kann "Web-Abonnent" werden und dann PDFs herunterladen. Ich nehme aber an, dass die Zeitung gemeint ist, weil einige der ersten Treffer bei der Suche nach Teilen der Rezension auf Schweizer Seiten zeigten; u. a. auf diesen Spinner hier: https://hanspeter.stalder.ch/dossiers/p ... lt-schlief

Das ist mir auch aufgefallen. Aber wo etwas zu finden ist, spuckt die Suche ein Ergebnis mit Link aus, wie bei dem Suchwort "Bücher". Das Suchwort Abulhawa erzeugt kein Ergebnis. Wir sind also so schlau wie vorher. Schade, ich haette das kurze Zitat gerne im Kontext gelesen.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Eulenwoelfchen » Sa 26. Mai 2018, 13:21

Ganz offenkundig ist - nach der dankenswerten Einstellung des Lebenslaufs der Autorin - und ihrer politischen Position als propalästinensische Aktivistin
und Mitbegründerin von BDS - weder von Neutralität zu sprechen und auch nicht von wahrheitsgemäßer (meinetwegen auch romanhaft wahrer) Schilderung ihres
Aufwachsens und ihres Schicksals auszugehen. Somit kann man den Text und die Darstellung in der Einleitung ihres Buches, ihre Familie sei mit Waffengewalt 1948 aus ihrem
(paläst.) palästinensischen Dorf vertrieben worden, genausowenig für wahr halten wie die ebensfalls abgedruckte Behauptung, das Mädschen sei in einem
Flüchtlingslager aufgewachsen...

Daran kann man erkennen, wie sehr propalästinensische Propaganda gezielt Köpfe verdreht, mit herzerweichenden
Schicksalsbelegen und - geschichten, die alles andere als wahrheitsgemäß sind. Schon gar nicht neutral… Und wie sehr, in meinen Augen - ziemlich gewissenlos -
Erfindungen und Unwahrheiten benutzt werden, um diese seitens der Palästinenser ziemlich verlogene und faktenfalsche Fama der Nakba historisch vernebelnd
als Schuld der Juden und ihres Staates Israel darzustellen.

Country Joe McDonald sang 'mal in einem Song sinngemäß "Last monday I was in the movie … oh my god, the same ol' shit again" ...

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Frau Bleibtreu, die zur Erhellung der Vita um die Person der zitierten us-amerikan.(!) Autorin und propalälstinensischen Aktivistin Susan Abulhawa
Fakten - und damit die Wahrheit ans Licht - brachte.

Wir wünschen allseits ein schönes und friedliches Wochenende!

gez. Eule und Woelfchen
Zuletzt geändert von Eulenwoelfchen am Sa 26. Mai 2018, 13:46, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Fliege » So 27. Mai 2018, 18:37

Vongole hat geschrieben:(27 May 2018, 19:26)
Freudschaften zwischen arabischen und iraelischen kleinen und größeren Jungen gibt es, und zwar in Israel.

Das macht ein wenig klarer, wer den Frieden im Nahen Osten hintertreibt. :-)
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Moses » So 27. Mai 2018, 20:37

Ich hab den Strang mal grob gereinigt, bleibt doch bitte beim Thema!
Für Buchrezensionen gibt es ein eigens Unterform!

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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon think twice » Mo 28. Mai 2018, 06:21

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(26 May 2018, 14:21)

Ganz offenkundig ist - nach der dankenswerten Einstellung des Lebenslaufs der Autorin - und ihrer politischen Position als propalästinensische Aktivistin
und Mitbegründerin von BDS - weder von Neutralität zu sprechen und auch nicht von wahrheitsgemäßer (meinetwegen auch romanhaft wahrer) Schilderung ihres
Aufwachsens und ihres Schicksals auszugehen. Somit kann man den Text und die Darstellung in der Einleitung ihres Buches, ihre Familie sei mit Waffengewalt 1948 aus ihrem
(paläst.) palästinensischen Dorf vertrieben worden, genausowenig für wahr halten wie die ebensfalls abgedruckte Behauptung, das Mädschen sei in einem
Flüchtlingslager aufgewachsen...


Selbst wenn es die Romanfiguren nicht gibt, gibt es Hunderttausende Palästinenser, die vertrieben wurden und Hunderttausende Kinder, die seit Jahrzehnten in Flüchtlingslagern aufwachsen. Kein Kind, was in einem solchen Lager zur Welt kam, ist mit "Hass auf Israel und mit dem Wunsch nach dessen Vernichtung" geboren worden.

Trotz aller Ursachenforschung haben diese Menschen ein Leben und die Schilderung von Einzelschicksalen geben ihnen ein Gesicht. Es sind Menschen, die zu einem grossen Teil nichts mit der Politik und der Uneinigkeit zu tun haben, die keine "Schuld" tragen, sondern die einfach nur leiden. Sie haben auch ein Recht gehört zu werden.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon think twice » Mo 28. Mai 2018, 06:31

Bleibtreu hat geschrieben:(26 May 2018, 12:25)

Erzaehl nicht so einen Stuss. Es geht nicht um Anfeindung, sondern um die Behauptung der Neutralitaet als Referenz und "Ich habe extra gegoogelt, um ein Buch zu finden, welches objektiv geschrieben ist." Dass Aktivisten neutral und objektiv sind waere mir wirklich neu. :rolleyes:


Natürlich erzählt die Autorin die Geschichte aus Sicht eines palästinensischen Fluechtlingskind. Mir war es wichtig, dass sie die Gegenseite nicht offen verdammt, das verstehe ich unter objektiv. Das scheint nach Lesen vieler Rezensionen nicht der Fall zu sein und ist schon mehr, als viele Foristen hier in der Lage sind!
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Adam Smith » Mo 28. Mai 2018, 06:48

Die Frau besuchte im Jahr 2000 die palästinensischen Gebiete und war fassungslos. So etwas kannte sie aus den USA nicht. Und dann wurde sie zur Aktivisten, weil Israel an den schockierenden Erlebnissen schuld sein soll. Um dieses zu verifizieren hätte sie aber Länder mit ähnlicher Kultur besuchen müssen. Also Syrien, Libyen, Jemen, Irak, Algerien und Ägypten abseits der Touristen usw.

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