Die Araber und der Nahostkonflikt

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nyan cat
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon nyan cat » So 10. Jun 2018, 21:24

Bleibtreu hat geschrieben:Es wird Zeit, dass die TerrorKroeten im Nahen und MIttleren Osten begreifen, dass auch sie mit Terror auf keinen gruenen Zweig kommen.

Bloß wie willst du ihnen das begreiflich machen? Ihre Strategie ist doch, den Feind mürbe zu machen, so dass für ihn der Kampf irgendwann wirtschaftlich und personell nicht mehr tragbar ist. Wie willst du sie von dieser Strategie abbringen?
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Tom Bombadil
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Tom Bombadil » So 10. Jun 2018, 21:28

Bleibtreu hat geschrieben:(10 Jun 2018, 22:05)

Es wird Zeit, dass die TerrorKroeten im Nahen und MIttleren Osten begreifen, dass auch sie mit Terror auf keinen gruenen Zweig kommen.

So sieht es aus. Aber solange das Geld - auch aus der EU - reichlich fließt, werden die einen Teufel tun und ihre Haupteinnahmequelle trockenlegen.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon schokoschendrezki » So 10. Jun 2018, 21:36

Bleibtreu hat geschrieben:(10 Jun 2018, 22:05)

Gacker, natuerlich 20 Jahre :cool:

Und auch die deutsch-franzoesische Erbfeindschaft hat ein Ende gefunden, obwohl sie Jahrhunderte dauerte. Der sich die letzten Jahre immens verstaerkende IslamTerror hat Europaer per se sowas von angefressen gemacht auf Terror, TerrorAnschlaege und TerrorKroeten, dass ich da innerhalb Europas wenig Chancen fuer einen neuen genuin europaeischen Terrorismus sehe. Wer mit so einem Scheiss kommt muss damit rechnen, dass er erstmal richtig was auf die Fresse bekommt! :D

Es wird Zeit, dass die TerrorKroeten im Nahen und MIttleren Osten begreifen, dass auch sie mit Terror auf keinen gruenen Zweig koennen.

Ist das denn wirklich so? Mal genau überlegen, Was macht Europäer heute und wirklich auch von Nord nach Süd und von West nach Ost "angefressen". Die am heftigsten agierenden politischen Bewegungen auch in Europa laufen nicht in Richtung Friedfertigkeit und Terrorbekämpfung, Frankreich ist aus leidvoller Erfahrung sicher eine Nummer für sich ... steht aber nicht für ganz Europa. Menschenketten im Baskenland und Katalonien. Hass gegen die Existenz eines "Mazedonien" genannten Landes von Seiten der Griechen. Hass auf die "Schmach von Trianon" in Ungarn. Hass auf die Verächter der Schlacht auf dem Amselfed als Heilige Sache aller Serben. Tut mir Leid. Ich sehe in Europa weit weniger Angefressenheit von Terrorismus und vielmehr Aufstachelung zu Hass und Terrorismus.

Einfach weil diese kulturalistisch gestelllte Identitätsfrage alle anderen Fragen nach einem guten Leben überschattet.


Es gab - gemessen an den realen Gegebenheiten natürlich - ein einigernmaßen gutes Leben in Sarajevo. Christen, Muslime, Atheisten kamen miteinander aus. Aber es hat nicht sein sollen. Was ist das? Selbst unter Preisgabe einer nornalen materiellen Abgesichertheit: Die Anderen müssen bekämpft und vernichtet werden. Was ist das? Ganz allgemein anthropologisch betrachtet. Warum ist der Mensch ein derartig wunderliches Geschöpf?
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nyan cat
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon nyan cat » So 10. Jun 2018, 21:52

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Jun 2018, 22:28)

So sieht es aus. Aber solange das Geld - auch aus der EU - reichlich fließt, werden die einen Teufel tun und ihre Haupteinnahmequelle trockenlegen.

Weniger Geld würde sie nur temporär schwächen. Ich nehme an, es geht um die Islamisten. Die scheuen den Tod nicht. Ganz im Gegenteil. In der Schlacht zu sterben ist ihr höchstes Ziel. Mit Todesangst und Angst vor einer leeren Kriegskasse kann man sie nicht beeindrucken. Man könnte ihnen vielleicht einreden, dass ihr Tun von Gott missbilligt wird. Könnte aber schwer werden.
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Ammianus
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Ammianus » So 10. Jun 2018, 21:56

nyan cat hat geschrieben:(10 Jun 2018, 22:24)

Bloß wie willst du ihnen das begreiflich machen? Ihre Strategie ist doch, den Feind mürbe zu machen, so dass für ihn der Kampf irgendwann wirtschaftlich und personell nicht mehr tragbar ist. Wie willst du sie von dieser Strategie abbringen?


Die machen aber den Feind kein bischen mürbe, nur sich selbst. Sie vernichten und verhindern so jegliche Zukunft für ihre Seite und bekommen das nicht einmal selbst mit. Gleichzeitig arbeiten sie massiv den Hardliner in Israel in die Hände. Durch sie hat u. a. Netanjahu diese starkte Stütze von einem Großteil des Volkes und bekommt dessen Stimmen.

Wer sich dafür interessiert, wie krank die in ihren Birnen sind, der muss sich mal die Pamphlete der Özoguz-Truppe im Muslim-Markt durchlesen. Und auch die sogenannte Botschaft der Heiligkeit unserer Zeit, gemeint ist der iranische Revolutionsführer, an die Jugend im Westen. Dagegen waren die Honecker-Reden fast noch spannend und unterhaltsam.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Bleibtreu » So 10. Jun 2018, 22:08

Offenbar ist es in Europa fuer Einige wirklich zu heiss. :cool:

schokoschendrezki hat geschrieben:(10 Jun 2018, 22:36)

Ist das denn wirklich so? Mal genau überlegen, Was macht Europäer heute und wirklich auch von Nord nach Süd und von West nach Ost "angefressen". Die am heftigsten agierenden politischen Bewegungen auch in Europa laufen nicht in Richtung Friedfertigkeit und Terrorbekämpfung, Frankreich ist aus leidvoller Erfahrung sicher eine Nummer für sich ... steht aber nicht für ganz Europa. Menschenketten im Baskenland und Katalonien. Hass gegen die Existenz eines "Mazedonien" genannten Landes von Seiten der Griechen. Hass auf die "Schmach von Trianon" in Ungarn. Hass auf die Verächter der Schlacht auf dem Amselfed als Heilige Sache aller Serben. Tut mir Leid. Ich sehe in Europa weit weniger Angefressenheit von Terrorismus und vielmehr Aufstachelung zu Hass und Terrorismus. Einfach weil diese kulturalistisch gestelllte Identitätsfrage alle anderen Fragen nach einem guten Leben überschattet.

Bitte informiere dich erst mal genauer ueber den Begriff Terrorismus - danke!

Es gab - gemessen an den realen Gegebenheiten natürlich - ein einigernmaßen gutes Leben in Sarajevo. Christen, Muslime, Atheisten kamen miteinander aus. Aber es hat nicht sein sollen. Was ist das? Selbst unter Preisgabe einer nornalen materiellen Abgesichertheit: Die Anderen müssen bekämpft und vernichtet werden. Was ist das? Ganz allgemein anthropologisch betrachtet. Warum ist der Mensch ein derartig wunderliches Geschöpf?

Der Weg ins PhilosophieForum geht hier lang viewforum.php?f=41

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Jun 2018, 22:28)

So sieht es aus. Aber solange das Geld - auch aus der EU - reichlich fließt, werden die einen Teufel tun und ihre Haupteinnahmequelle trockenlegen.

Warum sollten sie auch - die TerrorFuersten leben ja auch wahrhaft fuerstlich davon, waehrend ihr Volk vegetiert oder ihr Leben als VollPfosten fuer die gute Sache opfert.
•Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Tom Bombadil » So 10. Jun 2018, 22:11

nyan cat hat geschrieben:(10 Jun 2018, 22:52)

Ich nehme an, es geht um die Islamisten. Die scheuen den Tod nicht. Ganz im Gegenteil. In der Schlacht zu sterben ist ihr höchstes Ziel.

Auch in Gaza sind die allermeisten Einwohner ganz normale Menschen die es nicht als ihre allerhöchste Erfüllung ansehen, als Märtyrer für Allah in den Tod zu gehen. Und wenn die posthume Apanage der Hamas auch noch ausfällt, dann sinkt das Interesse daran noch mehr.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Geri2 » So 10. Jun 2018, 22:22

Die Israelis definieren sich ueber die Liebe zu ihrem Land, die Palaestinenser ueber ihren Hass auf Israel.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon nyan cat » So 10. Jun 2018, 22:24

Tom Bombadil hat geschrieben:Auch in Gaza sind die allermeisten Einwohner ganz normale Menschen die es nicht als ihre allerhöchste Erfüllung ansehen, als Märtyrer für Allah in den Tod zu gehen.

Das kommt darauf an. Zuerst sind sie es bestimmt, bis eine einschneidendes Erlebnis passiert. Dann kann sich dann schnell ändern.
Zuletzt geändert von nyan cat am So 10. Jun 2018, 22:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon nyan cat » So 10. Jun 2018, 22:33

Geri2 hat geschrieben:(10 Jun 2018, 23:22)

Die Israelis definieren sich ueber die Liebe zu ihrem Land, die Palaestinenser ueber ihren Hass auf Israel.


Kann man das so verallgemeinern? Ich dachte immer, Israelis orientieren sich mehr an westlichen Werten wie Freiheit und Individualismus, anstatt an Nationalismus. Klar, Rechtsradikale gibt es dort auch, aber doch eher eine Minderheit.

Aber dass bei den Palis Hass auf Israel einen großen Raum einnimmt, ist sicherlich richtig.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Geri2 » So 10. Jun 2018, 22:38

Ich war 1985 in Gaza. Ich kann verstehen, dass nicht nur Israel die Grenzen dicht macht, sondern auch Aegypten. Die Menschen triefen vor Hass.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Keoma » Mo 11. Jun 2018, 06:22

Ammianus hat geschrieben:(10 Jun 2018, 22:56)

Die machen aber den Feind kein bischen mürbe, nur sich selbst. Sie vernichten und verhindern so jegliche Zukunft für ihre Seite und bekommen das nicht einmal selbst mit. Gleichzeitig arbeiten sie massiv den Hardliner in Israel in die Hände. Durch sie hat u. a. Netanjahu diese starkte Stütze von einem Großteil des Volkes und bekommt dessen Stimmen.

Wer sich dafür interessiert, wie krank die in ihren Birnen sind, der muss sich mal die Pamphlete der Özoguz-Truppe im Muslim-Markt durchlesen. Und auch die sogenannte Botschaft der Heiligkeit unserer Zeit, gemeint ist der iranische Revolutionsführer, an die Jugend im Westen. Dagegen waren die Honecker-Reden fast noch spannend und unterhaltsam.


Was mich wundert, dieser Dr. Josef Haas, müsste doch schon längst eine wegen Verhetzung auf die Birne bekommen.
Dass der Yavuz ihn so gewähren lässt, merkwürdig, sonst ist er vorsichtiger.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 11. Jun 2018, 07:36

Bleibtreu hat geschrieben:(10 Jun 2018, 23:08)
Bitte informiere dich erst mal genauer ueber den Begriff Terrorismus - danke!

Nein. Um Terrorismus handelt es sich bei den von mir aufgezählten Beispielen nicht. Und natürlich ist diese deutsch-französische Erbfeindschaft im wesentlichen beendet. Ich glaube aber, dass mit dem Ende des Ost-West-Konflikts lange verdeckte Bruchlinien in Europa nach und nach wieder präsenter werden. Die man natürlich nicht mit denen im Nahen Osten vergleichen kann. Aber das Nachwendeeuropa ist keine Region, in der man ein für allemal aus der Geschichte gelernt und sich von Hass und Gewalt verabschiedet hat. Das haben insbesondere die Jugoslawienkriege überdeutlich gezeigt.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Bobo » Mo 11. Jun 2018, 08:37

bennyh hat geschrieben:(08 Jun 2018, 12:39)

Sie schrieben "Araber", nicht "Moslem". Dass dazwischen ein Unterschied besteht, brauche ich Ihnen wohl nicht erklären, oder doch?



Richtig! Und wo finden wir die Araber bevorzugt? (übrigens passend zum Thema)
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 11. Jun 2018, 10:34

Geri2 hat geschrieben:(10 Jun 2018, 23:38)
Ich war 1985 in Gaza. Ich kann verstehen, dass nicht nur Israel die Grenzen dicht macht, sondern auch Aegypten. Die Menschen triefen vor Hass.

Das ist nun aber schon eine Weile her.

Es lohnt sich, genauer hinzuschauen und nicht nur den Hass wahrzunehmen. Saudi Arabien boykottiert bekanntlich Katar seit einiger Zeit wegen "Terrorunterstützung". Und tatsächlich gehören sie (sowohl der Staat wie auch Privatmenschen) zu den wichtigsten Finanziers der Hamas. Durch den Boykott ist Katar zudem auf Zusammenarbeit mit dem Iran angewiesen. Und man arbeitet auch zusammen. Und dann aber auch: Fußball-WM 2022. Der DFB wird bestimmt nicht zum Boykott aufrufen. Und der Staatsfond Katars hält große Anteile großer deutscher Unternehmen wie Siemens, VW, Deutsche Bank usw. Über die Welt des Terrors und der Terrorunterstützer wird häufig so gesprochen, als läge die auf einem anderen Planeten. Wir, die Europäer, die Bundesbürger stehen viel mehr mit drin als wir vielleicht erst mal glauben. Steigt der Wert der VW- oder Siemens-Aktien so landet - wies aussieht - ein Teil der Gewinne letztendlich auch auf den Konten von Terrorgruppen.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Ammianus » Mo 11. Jun 2018, 10:38

Keoma hat geschrieben:(11 Jun 2018, 07:22)

Was mich wundert, dieser Dr. Josef Haas, müsste doch schon längst eine wegen Verhetzung auf die Birne bekommen.
Dass der Yavuz ihn so gewähren lässt, merkwürdig, sonst ist er vorsichtiger.


Witzig ist auch der gleich zweifach sprechende Name. Dabei müssen da doch alle mit Klarnamen schreiben. Zuvor gibt es auch noch ein Telefonat mit Özoguz bevor man in diesem Forum frei geschaltet wird. Na ja, nomen est omen. Ein anderes Thema als Juden hat der nicht. Ich würde aber sagen, der bewegt sich immer ganz klar an der äußersten Kante.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Moses » Mo 11. Jun 2018, 14:51

Provospam entfernt

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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon Geri2 » Mo 11. Jun 2018, 15:50

schokoschendrezki hat geschrieben:(11 Jun 2018, 11:34)

Das ist nun aber schon eine Weile her

Es ist noch schlimmer geworden.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon nyan cat » Mo 11. Jun 2018, 15:59

Geri2 hat geschrieben:(10 Jun 2018, 23:38)

Ich war 1985 in Gaza. Ich kann verstehen, dass nicht nur Israel die Grenzen dicht macht, sondern auch Aegypten. Die Menschen triefen vor Hass.


Der Mann meiner Schwester ist öfter da. Er ist freier Journalist und arbeitet u.a. für al-Arabiya.
Das mit dem Hass stimmt. Was nicht stimmt ist, dass die meisten Gazaner die Hamas ablehnen. Genau das Gegenteil ist der Fall.
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Re: Die Araber und der Nahostkonflikt

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 11. Jun 2018, 19:29

nyan cat hat geschrieben:(11 Jun 2018, 16:59)

Der Mann meiner Schwester ist öfter da. Er ist freier Journalist und arbeitet u.a. für al-Arabiya.
Das mit dem Hass stimmt. Was nicht stimmt ist, dass die meisten Gazaner die Hamas ablehnen. Genau das Gegenteil ist der Fall.

Die Argumenationskette Hass/Gaza/Hamas/Ablehnung/Zustimmung zwischen Dir und Geri2 versteh' ich jetzt zwar logisch nicht so ganz .. aber egal: Al-Arabiya ist das Konkurrenzunternehmen zu Al Jazeera. Beide Medienkonzerne befinden sich im Besitz unfassbar reicher arabischer Investoren. Was da so entschieden wird von diesen Investoren oder ebenso von unfassbar reichen arabischer Staatsfonds ... das entzieht sich ebenso der Öffentlichkeit wie die Entscheidungen dortiger intransparenter, undemokratischer politischer Regimes und ebenso Entscheidungen der FIFA bezüglich Fußball-wM 2022 und ebenso Entscheidungen globaler Unternehmen, deren Aktienbesitz zu großeh Teilen von arabischen Investoren gehalten wird. Wir wissen nix darüber. Und wir diskutieren endlos über Mentalitäten, Kulturalitäten, Religionismen. Weil wir nur dies haben. Harte Politik wäre in Betracht zu ziehen, sprich: Macht, Geld und Einfluss anstelle von weichen Faktoren. Jahrzehntelang wurde die Sicht auf sogenannte "Befreiungsbewegungen" mit Bedacht politisch weichgespült. Nach dem Motto die "gerechte Sache des palistinänsischen Volks", die "gerechte Sache des nikaraguanischen Volks" usw. usf ... und am Ende standen hinter diesen "gerechten Sachen" einfach nur skrupellose Macht- und Geldinteressen von Mafia-Organisationen. Wollen wir die Konflikte im Nahen Osten nicht mal - poilitisch interessiert wie wir nun mal sind :p - aus dieser Perspektive betrachten? Nötig dazu wäre ganz insbesondere ein klassischer, investigativer Journalismus. Der verdeckte Strukturen aufdeckt, anstatt über einen angeblichen arabischen Volkscharakter zu schwafeln.Aber daran besteht kein Interesse. DIe Gelder im ÖR gehen im wesentlichen für Sportübertragungsrechte drauf. ... oh, sorry, ich krieg mich grad nicht mehr ein ...
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