USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

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Gutmensch1
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Gutmensch1 » Fr 24. Aug 2018, 14:00

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(20 Aug 2018, 20:04)

Das kann man so sehen, wenn man den Palästinensern ihre Begründungen, besonders den Anspruch, einen Teil Jerusalems, genauer den Ostteil,
als berechtigt ansieht. Meiner Meinung nach besteht aber dieser Anspruch nur auf palästinensischen Terrorpapier. Fordern kann man ja viel ...

Ich persönlich sehe dieses Anrecht auf halb Jerusalem auf palästinensischer Seite nicht. Von daher kann ich mich auch nicht mit
einer - ich sage mal - resevierten Haltung gegenüber einer sog. "Siedlungspolitik" im Ostteil Jerusalems anfreunden.
Für mich hat der Staat Israel jedes Gestaltungsrecht, auch hinsichtlich der Stadtentwicklungspolitik für all seine Metropolen uneingeschränkt.
Auch für Ostjerusalem.


Richtig, es kann nicht Ziel einer verantwortlichen Stadtentwicklungspolitik sein, dass sie im vorauseilendem Gehorsam der Trennung von Ost- und Westjerusalem Vorschub leistet, ganz im Sinne radikaler Palästinenser, die sich zudem damit ja nicht zufrieden geben würden. Ostjerusalem ist aus Sicht radikaler Palästinenser nur ein Etappensieg. Nein, Juden sollten überall "siedeln" dürfen auch und insbesondere in der ihnen heiligsten Stadt und erst recht in Ostjerusalem. Ich habe solche "Siedlungen" -wie sie hier zu Lande propagiert werden- besucht. Meist wird ein einzelnes Gebäude, das in einer Baulücke gebaut wird als"illegale Siedlung" hysterisch bezeichnet. Die Stadt Jerusalem kann nicht aufhören zu leben nur weil die Palästinenser auf unbestimmte Zeit nicht gewillt sind in Frieden mit ihrem Nachbarn zu leben. Ich bin dafür, dass Israel dafür sorgt die Vermischung zu fördern und die Palästinenser vor vollendeten Tatsachen stellt, damit sie irgend wann von ihrem "Traum" die Juden zu vertreiben, aufwachen und endlich im Sinne der Zukunft für ihre Kinder zum ersten Mal ehrliche Verhandlungen mit den Israelis aufnehmen. Der Bau der sogenannten "Siedlungen" in Ostjerusalem ist ein Beitrag für den Frieden.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 24. Aug 2018, 15:48

Ich kann Ihnen da nur beipflichten und mich hinsichtlich der Reiseerfahrungen ihrerseits und den daraus resultierenden Kenntniserweiterungen bedanken.
Selbst war ich noch nie in Jerusalem.

Ich finde auch noch einen anderen Aspekt sehr beachtlich, der sicherlich den veranwortlichen Politikern in Israel bewusst und auch geläufig ist , vermute ich mal:
Der Anspruch der Palästinenser auf Ostjerusalem als Hauptstadt eines künftigen Palästinensischen Staates wäre ein ständiger Unruhe- und auch Gefahrenherd
für den jüdischen Staat Israel. In dem Augenblick nämlich, wo der Ostteil die Hauptstadt eines palästinensischen Staates wäre, hätte man auch die
Probleme mit dem, was ich jetzt unter dem Begriff diplomatische Immunität subsubmiere incl. der damit verbundenen Möglichkeiten, auch aggressive
Pläne voranzutreiben, die gegen Israel gerichtet sind. Es wäre ein absolutes Sicherheitsrisiko, sich mitten im Staatsgebiet eine solche Insel der
diplomatischen Untastbarkeit zu leisten. Und Eingriffe dort wären dann, völkerrechtlich Angriffe, also ein kriegerischer Akt gegen einen anderen Staat.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Fuerst_48 » So 26. Aug 2018, 09:28

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(24 Aug 2018, 16:48)

Ich kann Ihnen da nur beipflichten und mich hinsichtlich der Reiseerfahrungen ihrerseits und den daraus resultierenden Kenntniserweiterungen bedanken.
Selbst war ich noch nie in Jerusalem.

Ich finde auch noch einen anderen Aspekt sehr beachtlich, der sicherlich den veranwortlichen Politikern in Israel bewusst und auch geläufig ist , vermute ich mal:
Der Anspruch der Palästinenser auf Ostjerusalem als Hauptstadt eines künftigen Palästinensischen Staates wäre ein ständiger Unruhe- und auch Gefahrenherd
für den jüdischen Staat Israel. In dem Augenblick nämlich, wo der Ostteil die Hauptstadt eines palästinensischen Staates wäre, hätte man auch die
Probleme mit dem, was ich jetzt unter dem Begriff diplomatische Immunität subsubmiere incl. der damit verbundenen Möglichkeiten, auch aggressive
Pläne voranzutreiben, die gegen Israel gerichtet sind. Es wäre ein absolutes Sicherheitsrisiko, sich mitten im Staatsgebiet eine solche Insel der
diplomatischen Untastbarkeit zu leisten. Und Eingriffe dort wären dann, völkerrechtlich Angriffe, also ein kriegerischer Akt gegen einen anderen Staat.

Ich war ein paarmal in Israel, vom Golan bis in den Negev und nach Eilath. Gleichwohl hat Jerusalem eine ganz eigene Faszination. Ob Klagemauer, Yad Vashem, Ölberg, österr. Hospiz, Chagallfenster in der Kapelle der Klinik Hadassah, es ist einfach einzigartig.
Abgesehen vom rein touristischen Aspekt, hatten wir auch Kontakt mit einem Polizeioffizier, einem Benediktinermönch, einer Palästinenserfamilie und Kibbuzbewohnern. So gewinnt man ein besseres Bild von Israel, insbesondere von Jerusalem. Die Verlegung der amerikan. Botschaft dorthin ist nur ein Mosaikstein, vielleicht ein bedeutsamer...wer weiß ??
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Eulenwoelfchen » So 26. Aug 2018, 11:32

Fuerst_48 hat geschrieben:(26 Aug 2018, 10:28)

Ich war ein paarmal in Israel, vom Golan bis in den Negev und nach Eilath. Gleichwohl hat Jerusalem eine ganz eigene Faszination. Ob Klagemauer, Yad Vashem, Ölberg, österr. Hospiz, Chagallfenster in der Kapelle der Klinik Hadassah, es ist einfach einzigartig.
Abgesehen vom rein touristischen Aspekt, hatten wir auch Kontakt mit einem Polizeioffizier, einem Benediktinermönch, einer Palästinenserfamilie und Kibbuzbewohnern. So gewinnt man ein besseres Bild von Israel, insbesondere von Jerusalem. Die Verlegung der amerikan. Botschaft dorthin ist nur ein Mosaikstein, vielleicht ein bedeutsamer...wer weiß ??


Beneidenswert. Danke für die Schilderung. Konnten Sie den Tempelberg und die Moschee auch besuchen bzw. betreten? - Wie sehen Sie das? - Ist es für Sie denkbar, dass Ostjerusalem als Hauptstadt eines palästin. Staates Teil einer unfassenden und beständigen Friedenslösung sein könnte,
ohne dass dadurch der Staat Israel sicherheitspolitisch eine gefährliche, nicht mehr kontrollierbare Insel mitten im eigenen Nest hätte? Und möglicherweise die geteilte Stadt auch städtebaulich ein ständiger Unruheherd wäre? - Wenn ich an Berlin denke, als die Stadt noch geteilt war,
kann ich in einem solchen Zustand ausser Nachteilen nichts erkennen, das zukunftsfähig und positiv wäre. Ich war dort - kurz nach dem Fall der Mauer bzw. nachdem die Wiedervereinigung bereits feststand. Hatte das Glück, einen echten Berliner Taxifahrer, der damals um die 65 sein mochte,
zu erwischen und der dann sein Taxometer ausschaltete, als ich im sagte, ich möchte gerne eine Tour machen, entlang den Trennlinien, die die Mauer mitten in das Herz dieser Stadt geschnitten hatte. Er erzählte mir dann an vielen Stellen, was das für die Menschen bedeutete. Eine geteilte Stadt.
Und wie sehr das die Menschen, Familien usw. zerriß und trennte. Er kannte viele Einzelschicksale. Und es wurde mir bewusst, welch ein Unterschied besteht, wenn man lediglich aus der Ferne, egal wie bemüht und aufmerksam man die politischen Geschehnisse beobachtet, und dann plötzlich
ganz nah davorsteht, die Trennung auch physisch durch die Haut dringt, die so eine monströse Trennung für die Menschen bedeutet(e). Und welcher Irrsin und Irrweg eine solche politische "Vernunftlösung" war und ist: Ostberlin als Hauptstadt eines ideologieverannten eigenen
Staates war, solange dieser Staat existierte. Nicht nur eine symbolische Insel der ideologischen Feindseligkeit, sondern auch tagtäglicher, gelebter, politisch erzwungener Intoleranz gegen über Allem, was Freiheit, Individualität, kurz, anders zu sein und zu leben, anging.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Fuerst_48 » So 26. Aug 2018, 11:52

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(26 Aug 2018, 12:32)

Beneidenswert. Danke für die Schilderung. Konnten Sie den Tempelberg und die Moschee auch besuchen bzw. betreten? - Wie sehen Sie das? - Ist es für Sie denkbar, dass Ostjerusalem als Hauptstadt eines palästin. Staates Teil einer unfassenden und beständigen Friedenslösung sein könnte,
ohne dass dadurch der Staat Israel sicherheitspolitisch eine gefährliche, nicht mehr kontrollierbare Insel mitten im eigenen Nest hätte? Und möglicherweise die geteilte Stadt auch städtebaulich ein ständiger Unruheherd wäre? - Wenn ich an Berlin denke, als die Stadt noch geteilt war,
kann ich in einem solchen Zustand ausser Nachteilen nichts erkennen, das zukunftsfähig und positiv wäre. Ich war dort - kurz nach dem Fall der Mauer bzw. nachdem die Wiedervereinigung bereits feststand. Hatte das Glück, einen echten Berliner Taxifahrer, der damals um die 65 sein mochte,
zu erwischen und der dann sein Taxometer ausschaltete, als ich im sagte, ich möchte gerne eine Tour machen, entlang den Trennlinien, die die Mauer mitten in das Herz dieser Stadt geschnitten hatte. Er erzählte mir dann an vielen Stellen, was das für die Menschen bedeutete. Eine geteilte Stadt.
Und wie sehr das die Menschen, Familien usw. zerriß und trennte. Er kannte viele Einzelschicksale. Und es wurde mir bewusst, welch ein Unterschied besteht, wenn man lediglich aus der Ferne, egal wie bemüht und aufmerksam man die politischen Geschehnisse beobachtet, und dann plötzlich
ganz nah davorsteht, die Trennung auch physisch durch die Haut dringt, die so eine monströse Trennung für die Menschen bedeutet(e). Und welcher Irrsin und Irrweg eine solche politische "Vernunftlösung" war und ist: Ostberlin als Hauptstadt eines ideologieverannten eigenen
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Ich kann keine Antwort aus dem Ärmel schütteln, die stichhaltig genug wäre. Woran ich glaube ist, dass es lange Verhandlungen geben muß, damit ein richtiger Friede einkehren kann, den auf beiden seitenbestimmt 98% der Menschen wollen.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Tom Bombadil » So 26. Aug 2018, 18:12

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(20 Aug 2018, 20:04)

Das kann man so sehen, wenn man den Palästinensern ihre Begründungen, besonders den Anspruch, einen Teil Jerusalems, genauer den Ostteil,
als berechtigt ansieht.

Wenn ich mich richtig erinnere, war der Ostteil Jerusalems immer muslimisch geprägt. Dass ich für die "Politik" der Palästinenser rein gar nichts übrig hab, brauche ich wohl nicht extra zu betonen, deren Terror ist selbstverständlich das weitaus größere Friedenshindernis. Und dass eine geteilte Stadt, einen Hauptstadt sogar, im 21. Jahrhundert ein Anachronismus ist, macht die Sache nicht einfacher.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Vongole » So 26. Aug 2018, 18:26

Tom Bombadil hat geschrieben:(26 Aug 2018, 19:12)

Wenn ich mich richtig erinnere, war der Ostteil Jerusalems immer muslimisch geprägt. Dass ich für die "Politik" der Palästinenser rein gar nichts übrig hab, brauche ich wohl nicht extra zu betonen, deren Terror ist selbstverständlich das weitaus größere Friedenshindernis. Und dass eine geteilte Stadt, einen Hauptstadt sogar, im 21. Jahrhundert ein Anachronismus ist, macht die Sache nicht einfacher.


Anscheinend legen die in Jerusalem lebenden Muslime gar keinen so großen Wert darauf, in einem künftigen Staat mit Scharia"Recht" zu leben.
Ansonsten würden Terrorgruppen sie nicht dahingehend bedrohen, ja nicht an den Kommunalwahlen am 30. Okt. teilzunehmen.

An open letter appeared in various Arab media outlets calling on Arab Jerusalemites to boycott the city’s municipal elections. It was translated for the first time on the Facebook page “View from East Jerusalem – 0202” under the heading: “The Islamic nationalist forces in Al-Quds the occupied capital.”

The letter states: “We regard anyone who takes part in the elections, supports them, or deals with them as someone who is cut off from the nation and will be seen as one of the mechanisms of the occupation and its helpers.” The letter further asserts: “Whoever takes part in the elections is a traitor who harms all the Palestinian values.”


Candidate Ramadan Dabash on the Threats: “I’m a Traitor? They’re Traitors!”

http://jcpa.org/article/jerusalems-arab ... elections/
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Fuerst_48 » So 26. Aug 2018, 18:58

Tom Bombadil hat geschrieben:(26 Aug 2018, 19:12)

Wenn ich mich richtig erinnere, war der Ostteil Jerusalems immer muslimisch geprägt. Dass ich für die "Politik" der Palästinenser rein gar nichts übrig hab, brauche ich wohl nicht extra zu betonen, deren Terror ist selbstverständlich das weitaus größere Friedenshindernis. Und dass eine geteilte Stadt, einen Hauptstadt sogar, im 21. Jahrhundert ein Anachronismus ist, macht die Sache nicht einfacher.

Aus der Geschichte lernt der Mensch selten bis nie. Und dass Stadt- oder Länderteilungen KEINE Lösung sind, ist bekannt, aber offenbar ein kaum lösbarer Umstand.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Wolverine » Di 9. Okt 2018, 13:23

unity in diversity hat geschrieben:(22 Dec 2017, 13:40)

Blicken wir den Tatsachen ins Auge.
Streit um den Zankapfel Jerusalem, gab es immer und er würde sich fortsetzen, bis die Raben weiß sind.
Deshalb war es richtig, das Streitobjekt vom Tisch zu nehmen.
Die Lage wird sich schnell beruhigen.

Hat sic bis jetzt bestätigt. Man sollte auch einfach mal klar sehen, dass die Israelis jeden Anspruch auf Jerusalem haben und die Araber gar keinen. Jerusalem wird im Koran nicht erwähnt und die Forderung, dass Jerusalem die Hauptstadt eines palästinensischen Staates werden soll, kam erst, nachdem die Israelis ihre Hauptstadt selbst bestimmen wollten, wie es üblich ist. Unter jordanischer Besatzung ist Jerusalem zu einem unansehnlichen Drecksloch verkommen und zeigt damit eigentlich deutlich, was hinter der Forderung steckt.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Wolverine » Di 9. Okt 2018, 13:25

Keoma hat geschrieben:(22 Dec 2017, 17:02)

Ihr konzentriert euch meiner Ansicht nach zu sehr auf die Person Trump.
Dass der eine personifizierte Katastrophe ist, brauchen wir nicht zu diskutieren.
Aber dass Jerusalem die Hauptstadt Israels ist, auch nicht.

Eben. Muss beides nicht diskutiert werden.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Wolverine » Di 9. Okt 2018, 13:29

Tom Bombadil hat geschrieben:(22 Dec 2017, 22:40)

Kein Staat dieser Welt muss sich die Genehmigung dritter Staaten einholen, wo die Hauptstadt des Staates sein soll. Ausser Israel.


Israel, der Feind der Menschheit. Mit diesem Gebaren macht sich die UNO lächerlich. Als Jordanien die WB erst besetzt und danach völkerrechtswidrig annektiert hat, gab es kein Aufbegehren seitens der Palästinenser und es gab auch keine Forderung nach einem palästinensischen Staat oder gar einer Hauptstadt.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon bennyh » Di 9. Okt 2018, 13:57

Fuerst_48 hat geschrieben:(26 Aug 2018, 12:52)

Ich kann keine Antwort aus dem Ärmel schütteln, die stichhaltig genug wäre. Woran ich glaube ist, dass es lange Verhandlungen geben muß, damit ein richtiger Friede einkehren kann, den auf beiden seitenbestimmt 98% der Menschen wollen.

98% aber nur auf der israelischen Seite. Auf der arabischen Seite herrscht nacht wie vor bei 98% die Maximalforderung eines rein arabischen Palästinas.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Vongole » Di 9. Okt 2018, 14:23

Wolverine hat geschrieben:(09 Oct 2018, 14:23)

Hat sic bis jetzt bestätigt. Man sollte auch einfach mal klar sehen, dass die Israelis jeden Anspruch auf Jerusalem haben und die Araber gar keinen. Jerusalem wird im Koran nicht erwähnt und die Forderung, dass Jerusalem die Hauptstadt eines palästinensischen Staates werden soll, kam erst, nachdem die Israelis ihre Hauptstadt selbst bestimmen wollten, wie es üblich ist. Unter jordanischer Besatzung ist Jerusalem zu einem unansehnlichen Drecksloch verkommen und zeigt damit eigentlich deutlich, was hinter der Forderung steckt.


Der bekannte ägyptische Philosoph und Islamwissenschaftler Youssef Ziedan, der gerne in Israel Vorträge halten möchte, untermauert den isr. Anspruch auf Jerusalem:

The author, who has published more than 50 books, made headlines in 2015, when he insisted in an interview on Egyptian television on using the words beit hamikdash in Hebrew, referring to the Temple Mount, and explained why, in his opinion, Muslim claims to al-Aqsa Mosque in Jerusalem were baseless.
“Al-Aqsa Mosque didn’t exist back then,” said Ziedan in the interview. “There was no city named al-Quds, and modern teachings claiming this are disastrous.”
Instead, he claimed that the phrase “al-Aqsa” refers to a mosque on the outskirts of the city of Ta’if, west of Mecca.

He bases his hypothesis on the teachings of the ancient Muslim historian Al-Waqidi, who was born 100 years after the appearance of Muhammad and made similar claims.


https://www.jpost.com/Middle-East/The-E ... ael-568463
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Wolverine » Di 9. Okt 2018, 14:34

Vongole hat geschrieben:(09 Oct 2018, 15:23)

Der bekannte ägyptische Philosoph und Islamwissenschaftler Youssef Ziedan, der gerne in Israel Vorträge halten möchte, untermauert den isr. Anspruch auf Jerusalem:

The author, who has published more than 50 books, made headlines in 2015, when he insisted in an interview on Egyptian television on using the words beit hamikdash in Hebrew, referring to the Temple Mount, and explained why, in his opinion, Muslim claims to al-Aqsa Mosque in Jerusalem were baseless.
“Al-Aqsa Mosque didn’t exist back then,” said Ziedan in the interview. “There was no city named al-Quds, and modern teachings claiming this are disastrous.”
Instead, he claimed that the phrase “al-Aqsa” refers to a mosque on the outskirts of the city of Ta’if, west of Mecca.

He bases his hypothesis on the teachings of the ancient Muslim historian Al-Waqidi, who was born 100 years after the appearance of Muhammad and made similar claims.


https://www.jpost.com/Middle-East/The-E ... ael-568463


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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon bennyh » Di 9. Okt 2018, 14:41

Wolverine hat geschrieben:(09 Oct 2018, 14:23)

Hat sic bis jetzt bestätigt. Man sollte auch einfach mal klar sehen, dass die Israelis jeden Anspruch auf Jerusalem haben und die Araber gar keinen. Jerusalem wird im Koran nicht erwähnt und die Forderung, dass Jerusalem die Hauptstadt eines palästinensischen Staates werden soll, kam erst, nachdem die Israelis ihre Hauptstadt selbst bestimmen wollten, wie es üblich ist. Unter jordanischer Besatzung ist Jerusalem zu einem unansehnlichen Drecksloch verkommen und zeigt damit eigentlich deutlich, was hinter der Forderung steckt.

Das ist richtig. Wenn die Israelis ihre Hauptstadt morgen nach Timbuktu verlegen würden, würden die Araber behaupten, Timbuktu stünde im Koran und Ansprüche darauf stellen. Die Weltöffentlichkeit wäre dann auch blöd genug um darauf reinzufallen.
Hier noch einmal der Hinweis, dass die Araber sich im Jahre 1947 den UN-Teilungsplan ablehnten und dadurch automatisch den völkerrechtlichen Anspruch auf das Gebiet, einschließlich Jerusalems, verwirkten.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Teeernte » Di 9. Okt 2018, 15:40

bennyh hat geschrieben:(09 Oct 2018, 14:57)

98% aber nur auf der israelischen Seite. Auf der arabischen Seite herrscht nacht wie vor bei 98% die Maximalforderung eines rein arabischen Palästinas.


...hat ja jeder seine Grenze.

Nur die arabische Seite will ihre Extrawurst.....auf israelischem Boden.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon bennyh » Di 9. Okt 2018, 15:48

Wolverine hat geschrieben:(09 Oct 2018, 15:34)

Was Israel bestätigt. :thumbup:

So ist es! :thumbup: :cool:
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Wolverine » Di 9. Okt 2018, 15:56

Teeernte hat geschrieben:(09 Oct 2018, 16:40)

...hat ja jeder seine Grenze.

Nur die arabische Seite will ihre Extrawurst.....auf israelischem Boden.


Man muss die Sache mal realistisch betrachten. Ich meine, Abbas hätte mal heimlich verlauten lassen, dass die Ablehnung der Res.181 der wohl größte Fehler in der "Geschichte des palästinensischen Volkes" war. Was irgendwann noch übrig bleibt, wird niemals den Status eines Staates erreichen. Und das wissen die Kameraden aus der Terrorabteilung ganz genau. Deshalb wird es auch in Zukunft keine Einigung geben. Die Israelis haben bei Clinton das wohl beste Angebot aller Zeiten gemacht und Arafat hat zu allem Nein gesagt. Hätte er das Angebot angenommen, wäre er schon damals umgebracht worden. Darüber sollten sich alle im Klaren sein.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon bennyh » Di 9. Okt 2018, 22:20

Teeernte hat geschrieben:(09 Oct 2018, 16:40)

...hat ja jeder seine Grenze.

Nur die arabische Seite will ihre Extrawurst.....auf israelischem Boden.

Das ist richtig. Die arabische Seite ist mit ihrer Grenze nicht zufrieden und versucht permanent ihre Grenze in Richtung Israel auszudehnen. Wobei das Endziel natürlich die komplette Vereinnahmung Israels ist. Man hofft, mit Feuerdrachen und anderen Vernichtungswaffen dieses Ziel zu erreichen.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 10. Okt 2018, 02:03

Niki Haley wird ihr Amt als UN-Vertreterin der USA zum Jahresende aufgeben. Sie wolle sich aus rein perönlichen Erholungsgründen eine Auszeit nehmen, hiess es dazu heute in den Medien.
Schade. SEHR schade. Da geht eine standfeste und kluge Frau von der politischen Bühne.

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