USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Kritikaster » Fr 22. Dez 2017, 21:29

Keoma hat geschrieben:(22 Dec 2017, 21:22)

Dieser überbezahlte Debattierklub, den du liebevoll Völkergemeinschaft titulierst, hat als Vollversammlung zu Recht keine bindende Wirkung.

Weil Du das so siehst, kann also jeder hirnverbrannte Schwachmat wie Trump (oder meinetwegen andernorts auch Putin) "Fakten" schaffen, indem er irgend etwas zu Recht erklärt? :rolleyes:

Setz besser noch einmal neu an.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Keoma » Fr 22. Dez 2017, 21:38

Kritikaster hat geschrieben:(22 Dec 2017, 21:29)

Weil Du das so siehst, kann also jeder hirnverbrannte Schwachmat wie Trump (oder meinetwegen andernorts auch Putin) "Fakten" schaffen, indem er irgend etwas zu Recht erklärt? :rolleyes:

Setz besser noch einmal neu an.

Wie wäre es, wenn du etwas präziser auf meine Fragen eigenen würdest, das ist ein äußerst schwache Replik.
Außerdem konzentrierst du dich schon wieder auf die Person Trump.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Kritikaster » Fr 22. Dez 2017, 21:45

Keoma hat geschrieben:(22 Dec 2017, 21:38)

Wie wäre es, wenn du etwas präziser auf meine Fragen eigenen würdest, das ist ein äußerst schwache Replik.
Außerdem konzentrierst du dich schon wieder auf die Person Trump.

Nein, ich konzentriere mich auf den international anerkannten Status Jerusalems seit der Besetzung des Ostteils 1967.

DU und die Unterstützer des Trumpschen Vorgehens stehen in der Pflicht, Mehrheiten für ihre Position zu organisieren, um dies zu ändern. Die fehlen Euch, und damit erübrigt sich jede weitere Diskussion über Deine Ablenkungsversuche von diesem Kernaspekt der Diskussion.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Keoma » Fr 22. Dez 2017, 21:56

Kritikaster hat geschrieben:(22 Dec 2017, 21:45)

Nein, ich konzentriere mich auf den international anerkannten Status Jerusalems seit der Besetzung des Ostteils 1967.

DU und die Unterstützer des Trumpschen Vorgehens stehen in der Pflicht, Mehrheiten für ihre Position zu organisieren, um dies zu ändern. Die fehlen Euch, und damit erübrigt sich jede weitere Diskussion über Deine Ablenkungsversuche von diesem Kernaspekt der Diskussion.


Wieso stehen "wir" in der Pflicht?
Jerusalem ist die Hauptstadt Israels, seit 70 Jahren, da können sich alle auf den Kopf stellen.
Halb Europa hat sich bei der Abstimmung in die Hosen gemacht, so wie immer, wenn Muslime mit dem Ausrasten drohen.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Kritikaster » Fr 22. Dez 2017, 22:05

Keoma hat geschrieben:(22 Dec 2017, 21:56)

Wieso stehen "wir" in der Pflicht?
Jerusalem ist die Hauptstadt Israels, seit 70 Jahren, da können sich alle auf den Kopf stellen.

Ich will Dir gerne entgegen kommen, Keoma: Allenfalls der Westteil ist international als solches halbwegs anerkannt.

Was Trump und Co. (inkl. DU) daraus zu konstruieren versuchen, geht ins Leere. Und da spielt es nun mal keine Rolle, wie stark auch immer Eure irrationale Abneigung gegen Muslime ausgeprägt sein mag.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Keoma » Fr 22. Dez 2017, 22:25

Kritikaster hat geschrieben:(22 Dec 2017, 22:05)

Ich will Dir gerne entgegen kommen, Keoma: Allenfalls der Westteil ist international als solches halbwegs anerkannt.

Was Trump und Co. (inkl. DU) daraus zu konstruieren versuchen, geht ins Leere. Und da spielt es nun mal keine Rolle, wie stark auch immer Eure irrationale Abneigung gegen Muslime ausgeprägt sein mag.

Ich persönlich konstruiere gar nichts.
Du willst nicht zur Kenntnis nehmen, dass die Generalversammlung original nichts zu melden hat.
Und Ostjerusalem beherbergt die Klagemauer, auf die die Juden im Leben nie wieder verzichten werden.
Wie auch immer deine irrationale Abneigung gegen Juden ausgeprägt sein mag.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 22. Dez 2017, 22:40

Kritikaster hat geschrieben:(22 Dec 2017, 21:06)

Was Israel und die USA veranstaltet haben, legitimiert jedenfalls NICHTS! Das wurde damit noch einmal bestätigt.

Kein Staat dieser Welt muss sich die Genehmigung dritter Staaten einholen, wo die Hauptstadt des Staates sein soll. Ausser Israel.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Kritikaster » Fr 22. Dez 2017, 23:10

Keoma hat geschrieben:(22 Dec 2017, 22:25)

Ich persönlich konstruiere gar nichts.
Du willst nicht zur Kenntnis nehmen, dass die Generalversammlung original nichts zu melden hat.
Und Ostjerusalem beherbergt die Klagemauer, auf die die Juden im Leben nie wieder verzichten werden.
Wie auch immer deine irrationale Abneigung gegen Juden ausgeprägt sein mag.

LOL!

Bist Du wirklich so dumm, dass Du auf die Schiene abgleiten musst? :rolleyes: Ich denke, das muss nicht sein.

Liebe/r Keoma, ich war stets ein Freund Israels und der Juden sowie ein energischer Verteidiger des Rechtes des "auserwählten Volkes" auf seinen eigenen Staat in Palästina. Daran werden auch noch so scharfe - und offensichtlich erkennbar substanzlose - Anwürfe von Dir oder anderen etwas ändern, die anscheinend nicht mit der Erkenntnis umgehen können, dass gegenseitige Freundschaft auch mit dem Recht - ja, gar der PFLICHT! - verbunden ist, Kritik an der Haltung des Partners deutlich zu machen, wo immer sie begründet ist.

Du vermagst offenbar nicht anzuerkennen, dass die Völkergemeinschaft, organisiert in den Vereinten Nationen, diejenige Institution ist, die - ebenso wie bei der seinerzeitigen Gründung des Staates Israel - so lange über den Status Gesamt-Jerusalems zu entscheiden hat, wie es den Israelis nicht gelingt, mit den Palästinensern als zweiter betroffener Partei darüber ein Einvernehmen zu erzielen. Ost-Jerusalem ist bis zum Abschluss eines entsprechenden Vertrags zwischen den betroffenen Parteien völkerrechtlich ebensowenig israelisches Staatsgebiet wie dies auf die Krim als angeblich russisches Staatsgebiet zutrifft.

Werte/r Keoma, dass die Klagemauer eine überaus große Bedeutung für das jüdische Selbstverständnis hat, ist mir (in den Grenzen meines nichtjüdischen und damit nicht unmittelbar betroffenen Weltbildes) durchaus klar. Gestatte mir bitte dennoch den Hinweis darauf, dass m. E. der - religiös begründete - Anspruch auf ungehinderten Zugang dazu im 21. Jahrhundert keinesfalls durch die jeweils aktuell gegebenen Machtverhältnisse zu klären ist.

Dies mit ihren Nachbarn (und, ja, auch derzeitigen Gegnern) einvernehmlich zu regeln, ist eine der großen Aufgaben des israelischen Volkes, als dessen "Freund aus der Ferne" ich mich aus Überzeugung nach wie vor betrachte.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Kritikaster » Fr 22. Dez 2017, 23:22

Tom Bombadil hat geschrieben:(22 Dec 2017, 22:40)

Kein Staat dieser Welt muss sich die Genehmigung dritter Staaten einholen, wo die Hauptstadt des Staates sein soll. Ausser Israel.

Das gilt nur dann, wenn es darum geht, völkerrechtswidrig einen Teil des militärisch kontrollierten Gebietes zur Hauptstadt zu erklären, das man im Zuge eines Krieges erobert hat und über dessen Status kein völkerrechtlich anerkannter Vertrag abgeschlossen wurde.

Man kann ein solches Vorgehen gut heißen, die überwältigende Mehrheit der Weltbevölkerung und ihrer Regierungen tut das nicht.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 22. Dez 2017, 23:29

Kritikaster hat geschrieben:(22 Dec 2017, 23:22)

Das gilt nur dann, wenn es darum geht, völkerrechtswidrig einen Teil des militärisch kontrollierten Gebietes zur Hauptstadt zu erklären, das man im Zuge eines Krieges erobert hat und über dessen Status kein völkerrechtlich anerkannter Vertrag abgeschlossen wurde.

Landerwerb im Zuge eines Verteidigungskrieges ist völkerrechtlich legitim. Oder soll Elsass-Lothringen und Schlesien heim ins Reich? Wer solche Landverluste vermeiden will, sollte eben tunlichst auf Angriffskriege verzichten, diese Lektion hat Deutschland knallhart lernen müssen, die Araber haben es bis heute nicht gelernt und sie werden dafür von der "Völkergemeinschaft" auch noch gehätschelt und bedauert. Geht der Siedlungsbau halt in die nächste Runde.

Der "überwältigenden Mehrheit der Weltbevölkerung" geht dieser - im Grunde völlig belanglose - Konflikt sonstwo vorbei.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Kritikaster » Fr 22. Dez 2017, 23:35

Tom Bombadil hat geschrieben:(22 Dec 2017, 23:29)

Landerwerb im Zuge eines Verteidigungskrieges ist völkerrechtlich legitim. Oder soll Elsass-Lothringen und Schlesien heim ins Reich? Wer solche Landverluste vermeiden will, sollte eben tunlichst auf Angriffskriege verzichten, diese Lektion hat Deutschland knallhart lernen müssen, die Araber haben es bis heute nicht gelernt und sie werden dafür von der "Völkergemeinschaft" auch noch gehätschelt und bedauert. Geht der Siedlungsbau halt in die nächste Runde.

Der "überwältigenden Mehrheit der Weltbevölkerung" geht dieser - im Grunde völlig belanglose - Konflikt sonstwo vorbei.

Und wo bleibt jetzt Dein Argument zur Verteidigung der Annexion fremden Staatsgebietes durch Israel gemessen am sich in den letzten 100 Jahren weiter entwickelt habenden Völkerrecht des Jahres 2017? :?:
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 23. Dez 2017, 00:24

Genau da, wo die "Annexion" (die natürlich keine ist) fremder Staatsgebiete durch Polen, Frankreich, Sowjetunion, Tschechoslowakei etc. pp, auch bleibt. Oder willst du wirklich nachträglich die Grenzen auf der Basis des heutigen Verständnisses von Völkerrecht neu ziehen? Viel Spaß mit Russland, Türkei, Iran, Irak, Syrien und China, um nur ein paar wenige Staaten zu nennen, die sich für deine Ideen nicht erwärmen werden. Desweiteren war und ist Jerusalem so wie auch Judäa und Samaria kein "fremdes Staatsgebiet", weder damals noch heute existiert ein arabischer Staat in der Region Palästina.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Kritikaster » Sa 23. Dez 2017, 00:37

Tom Bombadil hat geschrieben:(23 Dec 2017, 00:24)

Genau da, wo die "Annexion" (die natürlich keine ist) fremder Staatsgebiete durch Polen, Frankreich, Sowjetunion, Tschechoslowakei etc. pp, auch bleibt. Oder willst du wirklich nachträglich die Grenzen auf der Basis des heutigen Verständnisses von Völkerrecht neu ziehen? Viel Spaß mit Russland, Türkei, Iran, Irak, Syrien und China, um nur ein paar wenige Staaten zu nennen, die sich für deine Ideen nicht erwärmen werden. Desweiteren war und ist Jerusalem so wie auch Judäa und Samaria kein "fremdes Staatsgebiet", weder damals noch heute existiert ein arabischer Staat in der Region Palästina.

Du glaubst ernsthaft, dass die von Dir genannten Beispiele die aktuelle Völkerrechtsverletzung durch Israel und die USA rechtfertigten? :?:

Wenn das die Basis Deiner Vorstellung von internationalem Recht darstellt, dann kann man nur noch sagen: GUTE NACHT!

Jo, und genau das tu ich jetzt auch. ;)
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Quatschki » Sa 23. Dez 2017, 00:42

Die Älteren werden sich erinnern:
Berlin war auch "Hauptstadt der DDR" (der Ostteil), obwohl das nicht hätte sein dürfen, weil völkerrechtlich formal ganz Berlin unter gemeinsamer Viermächteverwaltung stand
und die DDR gemäß Hallstein-Doktrin von den Westmächten als Staat bis 1973 überhaupt nicht anerkannt war.

Die arabischen Staaten spielten bei der Anerkennung der DDR und der Durchbrechung des westdeutschen Alleinvertretungsanspruchs eine entscheidende Rolle.
1956 drohte zum Beispiel der ägyptische Präsident Nasser der Bundesrepublik, eine Botschaft in der DDR einzurichten, falls die Bundesrepublik eine Botschaft in Israel aufmacht.
Im März 1965 betrachtete Bundeskanzler Ludwig Erhard den Staatsbesuch Walter Ulbrichts in Kairo als feindseeligen Akt. Als Antwort auf diesen "Affront" nahm nun die Bundesrepublik im Mai 1965 diplomatische Beziehungen zu Israel auf. Woraufhin sämtliche arabischen Länder ihre Botschafter aus Bonn abberiefen.

Ich finde es merkwürdig, dass solche historische Zusammenhänge in den Medien nicht diskutiert werden.
Es ist ja unsere Geschichte! Aber bezüglich der Zeit 1945-1989 scheint das Land von einer merkwürdigen Amnesie befallen zu sein.
Viele Jüngere wissen garnicht mehr, dass Bonn auch mal Bundeshauptstadt war!
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Kritikaster » Sa 23. Dez 2017, 00:52

Quatschki hat geschrieben:(23 Dec 2017, 00:42)

Die Älteren werden sich erinnern:
Berlin war auch "Hauptstadt der DDR" (der Ostteil), obwohl das nicht hätte sein dürfen, weil völkerrechtlich formal ganz Berlin unter gemeinsamer Viermächteverwaltung stand
und die DDR gemäß Hallstein-Doktrin von den Westmächten als Staat bis 1973 überhaupt nicht anerkannt war.

Die arabischen Staaten spielten bei der Anerkennung der DDR und der Durchbrechung des westdeutschen Alleinvertretungsanspruchs eine entscheidende Rolle.
1956 drohte zum Beispiel der ägyptische Präsident Nasser der Bundesrepublik, eine Botschaft in der DDR einzurichten, falls die Bundesrepublik eine Botschaft in Israel aufmacht.
Im März 1965 betrachtete Bundeskanzler Ludwig Erhard den Staatsbesuch Walter Ulbrichts in Kairo als feindseeligen Akt. Als Antwort auf diesen "Affront" nahm nun die Bundesrepublik im Mai 1965 diplomatische Beziehungen zu Israel auf. Woraufhin sämtliche arabischen Länder ihre Botschafter aus Bonn abberiefen.

Ich finde es merkwürdig, dass solche historische Zusammenhänge in den Medien nicht diskutiert werden.
Es ist ja unsere Geschichte! Aber bezüglich der Zeit 1945-1989 scheint das Land von einer merkwürdigen Amnesie befallen zu sein.
Viele Jüngere wissen garnicht mehr, dass Bonn auch mal Bundeshauptstadt war!

Könntest Du bitte noch einmal klar machen, welche Verbindung Du zwischen Deinen historischen (und lange bekannten) Ausführungen und dem aktuellen, grandiosen Trumpschen Scheitern seiner aktuellen Jerusalem-Politik siehst?
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Polibu » Sa 23. Dez 2017, 01:04

Kritikaster hat geschrieben:(23 Dec 2017, 00:52)

Könntest Du bitte noch einmal klar machen, welche Verbindung Du zwischen Deinen historischen (und lange bekannten) Ausführungen und dem aktuellen, grandiosen Trumpschen Scheitern seiner aktuellen Jerusalem-Politik siehst?


Mit Trump hat das Thema Hauptstadt Israels doch rein gar nichts zu tun. Oder ging es bei der Abstimmung nur darum Trump eines auszuwischen?

Jerusalem ist die Hauptstadt Israels. Und zwar komplett. Was Trump dazu sagt spielt erst mal überhaupt keine Rolle. Er hat dies nur anerkannt und nicht entschieden. Entschieden haben das die Israelis. Und zwar völlig zu Recht. Wer 4 Mal ausgerottet werden soll und sich behauptet hat und die Gebiete erobert hat, der kann diese Gebiete auch zu seiner Hauptstadt erklären. Wenn mir noch einer erzählen will die Araber hätten noch ein Anrecht auf Jerusalem, der ist völlig realitätsfern.

Das hört sich für mich so an, als ob man erst zufrieden ist, wenn Israel tatsächlich ausgerottet ist. So geschichtsvergessen kann man doch gar nicht sein. Wie oft soll Israel denn noch angegriffen werden? Bis sie endlich niedergemetzelt sind oder was? Nein, natürlich nicht. Die Palästinenser haben dort rein gar nichts mehr zu melden. Die können froh, dass Israel die nicht wegfegt. Die sind nämlich nicht so drauf wie die Araber. Die Araber hätten die Israelis schon weggefegt, wenn sie in der Position Israels wären. Schon längst. Ohne auch nur mit der Wimper zu zucken.

Israel soll sich unendlich angreifen lassen und im Gegenzug noch Jerusalem teilen? Wer das fordert, der ist für mich ein klarer Antisemit.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Kritikaster » Sa 23. Dez 2017, 01:08

Polibu hat geschrieben:(23 Dec 2017, 01:04)

Mit Trump hat das Thema Hauptstadt Israels doch rein gar nichts zu tun. Oder ging es bei der Abstimmung nur darum Trump eines auszuwischen?

Nein.
Polibu hat geschrieben:Jerusalem ist die Hauptstadt Israels. Und zwar komplett.

Und wieder : Nein!
Aber Du wirst sicher für diese Auffassung eine völkerrechtlich anerkannte Grundlage liefern können, oder?
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Polibu » Sa 23. Dez 2017, 01:10

Kritikaster hat geschrieben:(23 Dec 2017, 01:08)

Nein.

Und wieder : Nein!
Aber Du wirst sicher für diese Auffassung eine völkerrechtlich anerkannte Grundlage liefern können, oder?


Ich mache einen dicken Haufen auf diese dreckige Völkerrecht. Das geht mir am Allerwertesten vorbei. Dieses Völkerrecht ist antisemitischer Dreck.
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Kritikaster » Sa 23. Dez 2017, 01:12

Polibu hat geschrieben:(23 Dec 2017, 01:10)

Ich mache einen dicken Haufen auf diese dreckige Völkerrecht. Das geht mir am Allerwertesten vorbei. Dieses Völkerrecht ist antisemitischer Dreck.

Da Dein Haufen-Machen auf jede Art von geltendem Recht bekannt ist, hättest Du das in diesem Zusammenhang jetzt nicht noch einmal gesondert zu betonen brauchen. :rolleyes:
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Re: USA setzen Länder vor UN-Jerusalem-Abstimmung unter Druck

Beitragvon Polibu » Sa 23. Dez 2017, 01:20

Kritikaster hat geschrieben:(23 Dec 2017, 01:12)

Da Dein Haufen-Machen auf jede Art von geltendem Recht bekannt ist, hättest Du das in diesem Zusammenhang jetzt nicht noch einmal gesondert zu betonen brauchen. :rolleyes:


An der Israellfrage erkennt man den waren Charakter der sogenannten Menschenfreunde. Jeder normale Mensch mit gesundem Menschenverstand würde akzeptieren, dass Israel das Recht hat Jerusalem zu seiner Hauptstadt zu machen. Aber Israelfeinde nun mal nicht. Und so einer braucht mir auch nicht mir seinem Geschwurbel ankommen.

Ein ganzes Volk soll mehrmals ausgerottet werden und trotzdem verlangen immer noch viele Menschen, dass Israel weiter klein bei geben soll. Da kann man sich eigentlich nur noch an den Kopf packen. Mit dem gesunden Menschenverstand kann man das gar nicht mehr begreifen.

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