Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Liegestuhl » So 6. Mär 2016, 11:44

ThorsHamar hat geschrieben:Du machst Dir Sorgen um das Schicksal der 75 Araber, die entlassen wurden?


Ja, das mache ich.

Diese Menschen waren in Lohn und Brot und haben eine Perspektive für ihr Leben und das ihrer Familie erkannt. Jetzt stürzen sie in die Perspektivlosigkeit und sind ein leichtes Opfer für die Rattenfänger von Hamas und Fatah.

Aber was interessiert das schon Antisemiten? Ihnen geht es nur ums Israel-Bashing.
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon bennyh » So 6. Mär 2016, 18:47

Liegestuhl hat geschrieben:(06 Mar 2016, 11:44)

Ja, das mache ich.

Diese Menschen waren in Lohn und Brot und haben eine Perspektive für ihr Leben und das ihrer Familie erkannt. Jetzt stürzen sie in die Perspektivlosigkeit und sind ein leichtes Opfer für die Rattenfänger von Hamas und Fatah.

Hauptsache man konzentriert sich auf die handvoll Palästinenser, die durch die Besatzung vermeintliche Vorteile erfahren bzw. erfahren haben und ignoriert einfach stumpf den breiten Rest der Bevölkerung, der unter der Besatzung leidet. Das könnte auch aus dem Politbüro der Volksrepublik China stammen. Seht nur, wie toll es den Tibetern unter unserer Knute geht!
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Liegestuhl » So 6. Mär 2016, 19:01

bennyh hat geschrieben:(06 Mar 2016, 18:47)

Hauptsache man konzentriert sich auf die handvoll Palästinenser, die durch die Besatzung vermeintliche Vorteile erfahren bzw. erfahren haben und ignoriert einfach stumpf den breiten Rest der Bevölkerung, der unter der Besatzung leidet.


Was konkret hat dieser Protest für den "breiten Rest der Bevölkerung" getan?
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon bennyh » So 6. Mär 2016, 19:47

Liegestuhl hat geschrieben:(06 Mar 2016, 19:01)

Was konkret hat dieser Protest für den "breiten Rest der Bevölkerung" getan?

Welcher Protest?
"Dafür bekommst Du ne saftige Sperre, Junge!"
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Liegestuhl » So 6. Mär 2016, 20:06

bennyh hat geschrieben:(06 Mar 2016, 19:47)

Welcher Protest?


Hast du den Faden verloren?
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon bennyh » So 6. Mär 2016, 20:58

Liegestuhl hat geschrieben:(06 Mar 2016, 20:06)

Hast du den Faden verloren?

Scheinbar. Welchen Protest meinen Sie?
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Liegestuhl » So 6. Mär 2016, 21:49

bennyh hat geschrieben:(06 Mar 2016, 20:58)

Scheinbar. Welchen Protest meinen Sie?


Der Protest, der in dem Artikel beschrieben wird.

:rolleyes:

Was hattest du denn gedacht?
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon bennyh » So 6. Mär 2016, 22:08

Liegestuhl hat geschrieben:(06 Mar 2016, 21:49)

Der Protest, der in dem Artikel beschrieben wird.

Ich weiß immer noch nicht, welchen Protest Sie meinen. Reden Sie von der Kennzeichnungsplicht für Produkte aus dem Westjordanland?
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Liegestuhl » So 6. Mär 2016, 22:46

bennyh hat geschrieben:(06 Mar 2016, 22:08)

Ich weiß immer noch nicht, welchen Protest Sie meinen. Reden Sie von der Kennzeichnungsplicht für Produkte aus dem Westjordanland?


Lies einfach den Artikel, den ich gepostet habe!
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon ThorsHamar » Mo 7. Mär 2016, 14:00

Liegestuhl hat geschrieben:(06 Mar 2016, 11:44)

Ja, das mache ich.

Diese Menschen waren in Lohn und Brot und haben eine Perspektive für ihr Leben und das ihrer Familie erkannt. Jetzt stürzen sie in die Perspektivlosigkeit und sind ein leichtes Opfer für die Rattenfänger von Hamas und Fatah.

Aber was interessiert das schon Antisemiten? Ihnen geht es nur ums Israel-Bashing.


Arbeitslos geworden sind diese Araber aber letztlich nicht wegen BDS, sondern wegen der Verweigerung der Arbeitserlaubnis durch Israel.
Das ist die letzte Ursache in dieser Kette.
Wenn Dir also das Schicksal der 75 Araber tatsächlich Sorgen macht, dann solltest Du auch das Verhalten Israels im Gesamtprozess MITbeachten.
Aber was interessiert das schon Philosemiten? Ihnen geht doch nur um Israel - Glorification.
Zuletzt geändert von ThorsHamar am Di 8. Mär 2016, 15:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon ThorsHamar » Mo 7. Mär 2016, 14:01

bennyh hat geschrieben:(06 Mar 2016, 03:31)

Ich frage mich, ob man sich unter Herzls Helfern auch Sorgen um das Schicksal der Palästinenser macht dir unter der Besatzung leiden und Nachteile empfangen. Oder zählen lediglich diejenigen, anhand derer man die Besatzung quasi als etwas gutes, für die Palästinenser vorteilhaftes darstellen kann?


Ja, nur die zählen.
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Liegestuhl » Mo 7. Mär 2016, 15:33

ThorsHamar hat geschrieben:Arbeitslos geworden sind diese Araber aber letztlich nicht wegen BDS, sondern wegen der Verweigerung der Arbeitserlaubnis durch Israel.

Und du meinst, die Verweigerung der Arbeitserlaubnis ist keine Reaktion auf BDS?
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon ThorsHamar » Mo 7. Mär 2016, 17:21

Liegestuhl hat geschrieben:(07 Mar 2016, 15:33)

Und du meinst, die Verweigerung der Arbeitserlaubnis ist keine Reaktion auf BDS?


Das ist doch völlig egal. Wichtig ist doch wohl, ob die Verweigerung eine Notwendigkeit war. Und das war sie unternehmerisch nicht ....
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Liegestuhl » Di 8. Mär 2016, 07:59

ThorsHamar hat geschrieben:(07 Mar 2016, 17:21)

Das ist doch völlig egal. Wichtig ist doch wohl, ob die Verweigerung eine Notwendigkeit war.


Vermutlich ebensowenig und ebensoviel wie die Proteste der BSD-Typen.
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon ThorsHamar » Di 8. Mär 2016, 08:16

Liegestuhl hat geschrieben:(08 Mar 2016, 07:59)

Vermutlich ebensowenig und ebensoviel wie die Proteste der BSD-Typen.


Die BDS - Typen und ihre Proteste gibt es ja überhaupt nur deshalb, weil der Staat Israel Gebiete ausserhalb des Staatsgebietes besetzt hält, in welchem nichtjüdische Einwohner unter israelischen Militärgesetzen leben müssen.
Die Entscheidung der israelischen Behörde, den Arbeitern die Weiterarbeit in der Firma zu verweigern, ist ebenfalls Ausdruck dieser Besatzungswillkür.
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Liegestuhl » Di 8. Mär 2016, 08:29

ThorsHamar hat geschrieben:Die BDS - Typen und ihre Proteste gibt es ja überhaupt nur deshalb, weil der Staat Israel Gebiete ausserhalb des Staatsgebietes besetzt hält, in welchem nichtjüdische Einwohner unter israelischen Militärgesetzen leben müssen.


Man muss schon schwer mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn man glaubt, dass diese Proteste dafür sorgen, dass Israel seine Politik im Sinne ihrer Initiatoren ändert. Nein, Thor. Das sind Nadelstiche, die verteilt werden und Israel sticht zurück. Vom Prinzip her sind diese Boykotte wie die Raketen, die von der Hamas Richtung Israel geschossen werden. Militärisch bringen sie den Palästinensern nichts. Aber die Antworten Israels schaden ihnen richtig. Die Analogien findet man den BSD-Idioten und der Hamas. Beiden ist das Wohl des palästinensischen Volkes total egal. Es geht nur um den Hass auf Israel.

Schau mal:

http://i.imgur.com/pHPgPec.jpg?1

und hier:

http://i.imgur.com/knhbATz.jpg?1
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon fred76 » Di 8. Mär 2016, 09:16

Liegestuhl hat geschrieben:(08 Mar 2016, 08:29)

Man muss schon schwer mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn man glaubt, dass diese Proteste dafür sorgen, dass Israel seine Politik im Sinne ihrer Initiatoren ändert. Nein, Thor. Das sind Nadelstiche, die verteilt werden und Israel sticht zurück. Vom Prinzip her sind diese Boykotte wie die Raketen, die von der Hamas Richtung Israel geschossen werden. Militärisch bringen sie den Palästinensern nichts. Aber die Antworten Israels schaden ihnen richtig. Die Analogien findet man den BSD-Idioten und der Hamas. Beiden ist das Wohl des palästinensischen Volkes total egal. Es geht nur um den Hass auf Israel.


Gehts noch primitiver, Liegestuhl?
Wie kommst du auf die unsinnige Annahme, der Boykott Israelischer Waren sei ein militärischer Angriff?
Menschen, die sich für die Palästinenser einsetzen, sind übrigens mitnichten "Idioten", "Antisemiten" oder leben ihren "Hass auf Israel" aus - auch wenn manch Israelfreund mangels Argumenten nichts als Diskreditierung einfällt.

Im übrigen ist Israel nicht der harte Brocken, für den du das Land darstellst. Das kleine Israel muss schlicht aufpassen, nicht komplett seine Reputation in der Welt zu verlieren, Israel überlebt nur dank jährlicher Milliardenzuwendungen aus dem Ausland und dem politischen Schutz der USA.
Deshalb zeigen Proteste sehr wohl Wirkung. Siehe Gaza-Flottille. Bereits der kurze Blick der Weltöffentlichkeit auf Gaza hatte damals ausgereicht, dass die Israelis die eigene Blockade massiv zusammengestrichen haben.

Was glaubst du, was der begrenzende Faktor bei Israels "Siedlungsaktivitäten" auf pal. Land ist? Deren moralische Größe?
Die Liebe zum Nachbarn? Wohl eher nicht: Die Grenze zieht, was außenpolitisch gerade noch so zu verkaufen ist.

Richtig ist, dass die korrekte Kennzeichnung israelischer Waren aus der Westbank dem Verbraucher die Möglichkeit einräumt, diese explizit abzulehnen.
Weltweit. Und davor haben die Israelis Angst. Sie wissen, dass ihre "Siedlungsaktivitäten" weltweit mit großer Mehrheit auf Ablehnung stoßen. Sie haben Angst davor, dass den israelischen Firmen in den völkerrechtlich illegalen Siedlungen das billige Land und die billigen Arbeitskräfte nix nutzen. Sie wissen, dass für viele Produkte der israelische Markt allein nicht ausreicht.

Ohne Frage riskiert der Boykott, dass der eine oder andere Palästinenser seinen Billiglohn-Job bei einem Siedler verliert. Ohne Frage besteht das Risiko, dass er sich damit in das Heer von tausenden arbeitslosen Arabern einreihen muss, die eh heute schon keinen Job finden.
Aber wenn den Juden klar wird, dass ihre Firmen in der Westbank für den Weltmarkt wertlos werden, ist weit mehr gewonnen. Die Juden werden nicht dort leben, wo sie kein Einkommen haben.

Die Siedler werden nicht kampflos aufgeben. Ich persönlich denke, dass ein erfolgreicher Boykott einen weiteren, massiven Rechtsruck bei den Israelis zur Folge hätte. Trotz. Noch radikale Ansichten werden akzeptabel werden. Und damit werden die Israelis ihre Position auf dem Weltmarkt für ganz Israel verlieren. Und glaube mir, nur Dampf von Außen zwingt die Israelis an den Verhandlungstisch mit den Palästinensern.

In einem Punkt hast du recht: Es sind nur Nadelstiche. Aber sie schmerzen - steter Tropfen höhlt den Stein, Liegestuhl.
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon ThorsHamar » Di 8. Mär 2016, 09:27

[quote="Liegestuhl"](08 Mar 2016, 08:29)

Man muss schon schwer mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn man glaubt, dass diese Proteste dafür sorgen, dass Israel seine Politik im Sinne ihrer Initiatoren ändert. Nein, Thor. Das sind Nadelstiche, die verteilt werden und Israel sticht zurück. Vom Prinzip her sind diese Boykotte wie die Raketen, die von der Hamas Richtung Israel geschossen werden. Militärisch bringen sie den Palästinensern nichts. Aber die Antworten Israels schaden ihnen richtig. Die Analogien findet man den BSD-Idioten und der Hamas. Beiden ist das Wohl des palästinensischen Volkes total egal. Es geht nur um den Hass auf Israel.[/url]

Angesichts der weltweit einhelligen Verachtung und Verurteilung der israelischen Besatzungspolitik und Dem, was "Siedlungspolitik" genannt wird, kommt es Dir nicht in den Sinn, dass Du mal Unrecht haben könntest mit Deinem Urteil "Es geht nur um den Hass auf Israel" ?
Zuletzt geändert von ThorsHamar am Di 8. Mär 2016, 09:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon ThorsHamar » Di 8. Mär 2016, 09:29

fred76 hat geschrieben:(08 Mar 2016, 09:16)

Gehts noch primitiver, Liegestuhl?
Wie kommst du auf die unsinnige Annahme, der Boykott Israelischer Waren sei ein militärischer Angriff?
Menschen, die sich für die Palästinenser einsetzen, sind übrigens mitnichten "Idioten", "Antisemiten" oder leben ihren "Hass auf Israel" aus - auch wenn manch Israelfreund mangels Argumenten nichts als Diskreditierung einfällt.

Im übrigen ist Israel nicht der harte Brocken, für den du das Land darstellst. Das kleine Israel muss schlicht aufpassen, nicht komplett seine Reputation in der Welt zu verlieren, Israel überlebt nur dank jährlicher Milliardenzuwendungen aus dem Ausland und dem politischen Schutz der USA.
Deshalb zeigen Proteste sehr wohl Wirkung. Siehe Gaza-Flottille. Bereits der kurze Blick der Weltöffentlichkeit auf Gaza hatte damals ausgereicht, dass die Israelis die eigene Blockade massiv zusammengestrichen haben.

Was glaubst du, was der begrenzende Faktor bei Israels "Siedlungsaktivitäten" auf pal. Land ist? Deren moralische Größe?
Die Liebe zum Nachbarn? Wohl eher nicht: Die Grenze zieht, was außenpolitisch gerade noch so zu verkaufen ist.


Richtig ist, dass die korrekte Kennzeichnung israelischer Waren aus der Westbank dem Verbraucher die Möglichkeit einräumt, diese explizit abzulehnen.
Weltweit. Und davor haben die Israelis Angst. Sie wissen, dass ihre "Siedlungsaktivitäten" weltweit mit großer Mehrheit auf Ablehnung stoßen.
Sie haben Angst davor, dass den israelischen Firmen in den völkerrechtlich illegalen Siedlungen das billige Land und die billigen Arbeitskräfte nix nutzen. Sie wissen, dass für viele Produkte der israelische Markt allein nicht ausreicht.

Ohne Frage riskiert der Boykott, dass der eine oder andere Palästinenser seinen Billiglohn-Job bei einem Siedler verliert. Ohne Frage besteht das Risiko, dass er sich damit in das Heer von tausenden arbeitslosen Arabern einreihen muss, die eh heute schon keinen Job finden.
Aber wenn den Juden klar wird, dass ihre Firmen in der Westbank für den Weltmarkt wertlos werden, ist weit mehr gewonnen. Die Juden werden nicht dort leben, wo sie kein Einkommen haben.

Die Siedler werden nicht kampflos aufgeben. Ich persönlich denke, dass ein erfolgreicher Boykott einen weiteren, massiven Rechtsruck bei den Israelis zur Folge hätte. Trotz. Noch radikale Ansichten werden akzeptabel werden. Und damit werden die Israelis ihre Position auf dem Weltmarkt für ganz Israel verlieren. Und glaube mir, nur Dampf von Außen zwingt die Israelis an den Verhandlungstisch mit den Palästinensern.

In einem Punkt hast du recht: Es sind nur Nadelstiche. Aber sie schmerzen - steter Tropfen höhlt den Stein, Liegestuhl.


Sehe ich auch so.
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Liegestuhl » Di 8. Mär 2016, 10:38

ThorsHamar hat geschrieben:Angesichts der weltweit einhelligen Verachtung und Verurteilung der israelischen Besatzungspolitik und Dem, was "Siedlungspolitik" genannt wird, kommt es Dir nicht in den Sinn, dass Du mal Unrecht haben könntest mit Deinem Urteil "Es geht nur um den Hass auf Israel" ?


Gegen die Siedlungspolitik zu sein und Boykotte gegen Israel zum Schaden der Palästinenser zu organisieren, sind zwei verschiedene Dinge. Israel-Bashing hilft nicht den Palästinensern. Israel-Bashing ist eine Ausdrucksform des Antisemitismus. Israel-Bashing zeigt. wie wichtig ein jüdischer Staat in der heutigen Welt noch ist.
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