Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

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Wolverine
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Wolverine » So 13. Mär 2016, 15:36

fred76 hat geschrieben:(10 Mar 2016, 12:36)

Jeder Befreiungskampf fordert Opfer, man sollte sich glücklich schätzen, dass es im konkreten Fall nur um Jobs geht - und schlechtbezahlte noch dazu.

Selbstredend ist die Frage heuchlerisch, ob ein einzelner Vorgang den Durchbruch bringt. Das ist schlicht Nonsens.
Die Israelis müssen aber lernen, dass ihre Unternehmen in den völkerrechtlich illegalen Siedlungen mit massiven Absatzproblemen auf dem Weltmarkt rechnen müssen. Und das ist eine sehr gute Sache.


Eher nicht. Es krankt schon daran, dass es keine völkerrechtlich illegale Siedlungen gibt. Das behauptet man zwar andauernd, kann es jedoch in keinem einzigen Fall begründen. Von massiven Absatzproblemen ist auch nichts bekannt. Deine Spekulationen und Wunschvorstellungen kollidieren also erheblich mit der Realität. Die Aufgabe des BDS ist nach eigener Aussage ausschließlich darauf fokussiert Israel Schaden zuzufügen. Wären sie daran interessiert gegen Menschenrechtsverletzungen vorzugehen, müssten sie zu erst einmal einen Boykott aller arabischen Staaten verlangen, danach den Boykott chinesischer Produkte, danach Sanktionen gegen Russland usw., also Boykott gegen all diejenigen Staaten, die gegen die Menschenrechte verstoßen, die illegal Land tatsächlicher Staaten besetzen und besiedeln (nicht Israel natürlich) u.v.a.m.
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Fuerst_48 » So 13. Mär 2016, 15:40

Wolverine hat geschrieben:(13 Mar 2016, 15:36)

Eher nicht. Es krankt schon daran, dass es keine völkerrechtlich illegale Siedlungen gibt. Das behauptet man zwar andauernd, kann es jedoch in keinem einzigen Fall begründen. Von massiven Absatzproblemen ist auch nichts bekannt. Deine Spekulationen und Wunschvorstellungen kollidieren also erheblich mit der Realität. Die Aufgabe des BDS ist nach eigener Aussage ausschließlich darauf fokussiert Israel Schaden zuzufügen. Wären sie daran interessiert gegen Menschenrechtsverletzungen vorzugehen, müssten sie zu erst einmal einen Boykott aller arabischen Staaten verlangen, danach den Boykott chinesischer Produkte, danach Sanktionen gegen Russland usw., also Boykott gegen all diejenigen Staaten, die gegen die Menschenrechte verstoßen, die illegal Land tatsächlicher Staaten besetzen und besiedeln (nicht Israel natürlich) u.v.a.m.

Wenn die Produkte qualitativ einwandfrei sind, ist die Herkunft nachrangig. Kein Konsument fährt ins Westjordanland um prüft nach, welcher Landwirt das Obst und Gemüse vermarktet.
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Wolverine » So 13. Mär 2016, 18:38

Fuerst_48 hat geschrieben:(13 Mar 2016, 15:40)

Wenn die Produkte qualitativ einwandfrei sind, ist die Herkunft nachrangig. Kein Konsument fährt ins Westjordanland um prüft nach, welcher Landwirt das Obst und Gemüse vermarktet.

Exakt so sieht es aus. Die Intention dahinter ist ganz klar. Der Jude soll wieder einmal den gelben Stern tragen. Der Käufer soll sich aus rassistischen Gründen gegen Israel entscheiden und deshalb ist die BDS- Veranstaltung auch eine rassistische - und antisemitische. Dazu gibt es massenhaft Nachweise im Netz.
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Fuerst_48 » So 13. Mär 2016, 18:53

Wolverine hat geschrieben:(13 Mar 2016, 18:38)

Exakt so sieht es aus. Die Intention dahinter ist ganz klar. Der Jude soll wieder einmal den gelben Stern tragen. Der Käufer soll sich aus rassistischen Gründen gegen Israel entscheiden und deshalb ist die BDS- Veranstaltung auch eine rassistische - und antisemitische. Dazu gibt es massenhaft Nachweise im Netz.

Gut, dass der Konsument nicht soo blöd ist, wie manche das vermuten....
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Wolverine » So 13. Mär 2016, 19:47

Fuerst_48 hat geschrieben:(13 Mar 2016, 18:53)

Gut, dass der Konsument nicht soo blöd ist, wie manche das vermuten....


Ich suche nach israelischen Produkten und wenn ich keine auf Anhieb finde, frage ich den Verkäufer ziemlich laut danach. :)
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Fuerst_48 » So 13. Mär 2016, 19:51

Wolverine hat geschrieben:(13 Mar 2016, 19:47)

Ich suche nach israelischen Produkten und wenn ich keine auf Anhieb finde, frage ich den Verkäufer ziemlich laut danach. :)

Aha, der ist schwerhörig...alles klar... :D :D :D
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Wolverine » So 13. Mär 2016, 23:15

Fuerst_48 hat geschrieben:(13 Mar 2016, 19:51)

Aha, der ist schwerhörig...alles klar... :D :D :D


Einige werden rot........aber insgesamt haben die BDSler in meinen Regionen eher weniger Erfolg.
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Fuerst_48 » So 13. Mär 2016, 23:20

Wolverine hat geschrieben:(13 Mar 2016, 23:15)

Einige werden rot........aber insgesamt haben die BDSler in meinen Regionen eher weniger Erfolg.

Das beruhigt mich nun...
Laila tov....
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Wolverine » So 13. Mär 2016, 23:39

Fuerst_48 hat geschrieben:(13 Mar 2016, 23:20)

Das beruhigt mich nun...
Laila tov....


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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon bennyh » Mo 14. Mär 2016, 00:17

Wolverine hat geschrieben:(13 Mar 2016, 15:36)
Die Aufgabe des BDS ist nach eigener Aussage ausschließlich darauf fokussiert Israel Schaden zuzufügen.

Kann man das irgendwo nachlesen? Oder haben Sie sich das ausgedacht?
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Liegestuhl » Fr 18. Mär 2016, 07:14

Wolverine hat geschrieben:(13 Mar 2016, 18:38)

Exakt so sieht es aus. Die Intention dahinter ist ganz klar. Der Jude soll wieder einmal den gelben Stern tragen. Der Käufer soll sich aus rassistischen Gründen gegen Israel entscheiden und deshalb ist die BDS- Veranstaltung auch eine rassistische - und antisemitische. Dazu gibt es massenhaft Nachweise im Netz.


Lies mal bitte das hier:

Palestinian human rights activist: “BDS is a prelude to genocide”

http://en.cijnews.com/?p=30124
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Wolverine » Sa 19. Mär 2016, 00:51

Liegestuhl hat geschrieben:(18 Mar 2016, 07:14)

Lies mal bitte das hier:

Palestinian human rights activist: “BDS is a prelude to genocide”

http://en.cijnews.com/?p=30124


Jau, bestätigt mich vollumfänglich. :) :thumbup:
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Bobo » Sa 19. Mär 2016, 11:17

Liegestuhl hat geschrieben:(18 Mar 2016, 07:14)

Lies mal bitte das hier:

Palestinian human rights activist: “BDS is a prelude to genocide”

http://en.cijnews.com/?p=30124



Es braucht halt mutige Palästinenser mit Unterstützung, um diese Problematik deutlich stärker in den Fokus einer breiten Öffentlichkeit zu bringen. Hier und vor Ort. Hier wäre es sinnvoll, prominente Fürsprecher ohne Ansehen der Person ans Licht zu zerren und sie nicht eher vom Haken zu lassen, bis sie zu jedem einzelnen Punkt Stellung bezogen haben. Schau dir die durchgeknallte Feministin an. Sie ist angeblich Autorin und Journalistin! Beide Tätigkeiten erfordern sorgfältige Recherchen! Mit dem offenen Brief hat sie sich sowas von diskreditiert, das ihr Verlag ihr bereits auf den Schädel rumgesprungen sein dürfte. Ihr Buch kann sie einstampfen. Es ist kaum zu erwarten, dass darin mehr Sachkenntnis zu finden ist, als zum Thema Nahen Osten. Vermutlich fischte sie in Erwartung einer gewissen Prominenz nach Leser, um die der Verlag eher nicht geworben hätte. Ihre internationale "Karriere" dürfte vorbei sein, bevor sie begonnen hat. Von ihr wird die Branche nicht mehr viel hören.
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Wolverine » Mo 21. Mär 2016, 00:32

"Israel is dealing with a prejudiced, systematic attack against its existence. The BDS Movement which claims that it is working against Apartheid, in retrospect is using methods of Apartheid in that it calls for the shunning of Jewish Academics, the Boykott of jewish goods, the de-legitimization of jewish commerce. It is up to us to show solidarity with the Jews and their right to national sovereignty"

Britain's Secretary of State for Justice Michael Gove

http://www.ynetnews.com/articles/0,7340 ... 95,00.html

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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon tabernakel » Di 22. Mär 2016, 08:05

Wolverine hat geschrieben:(21 Mar 2016, 00:32)
"Israel is dealing with a prejudiced, systematic attack against its existence. The BDS Movement which claims that it is working against Apartheid, in retrospect is using methods of Apartheid in that it calls for the shunning of Jewish Academics, the Boykott of jewish goods, the de-legitimization of jewish commerce. It is up to us to show solidarity with the Jews and their right to national sovereignty"

Britain's Secretary of State for Justice Michael Gove

Kann man BDS betreffend genau so stehen lassen. Allerdings erschließt sich mir der Zusammenhang zur Kennzeichnungspflicht nicht; interessanterweise unterstütze ich diese sogar. Israel sollte kein Zacken aus der Krone fallen für Exporte in die EU statt "Made in Israel" z.B. "Made in Judäa und Samaria" draufzuschreiben. Israel hat das Westjordanland (aus guten Gründen) nicht annektiert, sondern behandelt es selbst als umstrittenes Gebiet. Von daher ist "Made in Israel" für Waren aus diesem umstrittenen Gebiet schon mal schlicht Humbug, BDS hin- oder her. Und solange die EU die Annektionen von Ostjerusalem (und den Golanhöhen) nicht anerkennt, ist es auch für Waren von dort faktisch korrekt eine separate Ausweisung einzufordern; das hat mit BDS nur indirekt zu tun wenn man "wer nicht für mich ist, ist gegen mich" als Maßstab anlegt. Zumal Exporte aus dem Westjordanland in die EU sowieso nur von marginaler Bedeutung sind.

Überlegenswert wäre es denke ich für Europa die Diskussion um die Kennzeichnung, sowie den nicht endenden palästinensischen Terror, die jahrzehntelange Gehirnwäsche zu Judenhass und Gewalt bei den Palästinensern in Medien, Schulen und Moscheen, sowie die Situation in Syrien mal konsequent zu goutieren und folgerichtig die Annektionen des Golan und von Ostjerusalem durch Israel unilateral anzuerkennen; dann kann man sich auch die separierende Kennzeichnung aus diesen beiden Gebieten sparen. Aber solange der Irrglaube existiert dass man den Palästinensern nur genügend politische Munition liefern muss um einen Friedensprozess zu erzwingen, im Glauben Israel wäre die erpressbarere Partei von der man so lange Konzessionen erwirken kann bis Friede Freude Eierkuchen ausbricht, so lange wird sich da nichts ändern. Aus meiner Sicht ein fataler Irrglaube der nicht nur massiv dazu beigetragen hat dass links orientierte Politiker in Israel aktuell so wenig zu melden haben, sondern vor allem den Konflikt bis heute zu verlängern weil die Palästinensische Politik ihrer Bevölkerung immer noch verkaufen kann dass sie nur genügend Krawall verbreiten muss um alle ihre Ziele zu erreichen.
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Bobo » Di 22. Mär 2016, 11:32

Zitat:Tabernakel
(…) weil die Palästinensische Politik ihrer Bevölkerung immer noch verkaufen kann dass sie nur genügend Krawall verbreiten muss um alle ihre Ziele zu erreichen.


Genau darum geht’s bei der Aktion. Der Blick für das Detail geht der Öffentlichkeit scheinbar langsam verloren. Es macht einen Unterschied, ob man sich für einen Staat Palästina oder gegen Israel einsetzt. Der Einsatz gegen Israel – und die Kampagne der BDS sind gegen Israel gerichtet und damit auch gegen die Palästinenser, die nicht mit den „Krawallmachern“ und Terrororganisationen am Hut haben. Siehe Soda Stream. Ein Unzahl Palästinenser verloren ihre Lebensgrundlage und lieferten sie direkt der Willkür derer aus, welche die Hand auf Gelder haben oder sie missbrauchen, die für das Volk vorgesehen sind. Man sollte Aktionen, die sich vom Charakter her mehr gegen Israel, als für ein mögliches Palästina erweisen, grundsätzlich weltweit eine eindeutige Absage erteilen. Auf diese Weise bekäme die Vernunft langsam aber stetig die Gelegenheit, sich wirksam auszubreiten. Insbesondere auch deshalb, weil über Lippenbekenntnisse hinaus keine ernsthaften Anstrengungen zur Gründung eines lebensfähigen und friedlichen Staat Palästina neben Israel erkennbar sind. Für jene, die noch wollen, wird es Zeit, zu gehen und die Geiselhaft der zum Frieden bereiten Palästinenser zu beenden.
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon HugoBettauer » Mi 23. Mär 2016, 16:00

Diese Soda-Stream-Geschichte wurde schon weiter vorn widerlegt. Es ging um wirtschaftliche Gründe. Ein Staat Palästina geht zwangsläufig zulasten Israels, wie auch ein Iran-Atom-Deal nur zulasten Israels geht. Das ist kein Grund, das Thema nicht trotzdem anzugehen. Auch die korrekte Kennzeichnung von Waren erregt in Israel viel Protest. Man brauche das für die Verbraucher nicht, man habe finstere Motive - am Ende entscheidet der Verbraucher, ob es einen Unterschied macht oder nicht.
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Wolverine » Mi 23. Mär 2016, 16:17

"Israel is dealing with a prejudiced, systematic attack against its existence. The BDS Movement which claims that it is working against Apartheid, in retrospect is using methods of Apartheid in that it calls for the shunning of Jewish Academics, the Boykott of jewish goods, the de-legitimization of jewish commerce. It is up to us to show solidarity with the Jews and their right to national sovereignty"

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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon fred76 » Do 31. Mär 2016, 08:07

Fuerst_48 hat geschrieben:(13 Mar 2016, 15:40)

Wenn die Produkte qualitativ einwandfrei sind, ist die Herkunft nachrangig. Kein Konsument fährt ins Westjordanland um prüft nach, welcher Landwirt das Obst und Gemüse vermarktet.


Das ist ja das Geniale an der Kennzeichnungspflicht:
Du musst nicht irgendwohin fahren, um rauszubekommen, woher es stammt - es genügt ein Blick auf die Verpackung. Natürlich ist klar, dass viele israelische Firmen aus den völkerrechtlich illegalen Siedlungen damit ein Problem mit ihrem Standort bekommen - SodaStream ist ein Beispiel dafür.

Den Chefs dort ist relativ schnell klargeworden, dass ihr Standort ein gefundenes Fressen für das Marketing der Konkurrenz ist. Menschen, die sich diese Sprudler kaufen, wollen laut eigener Erhebung von SodaStream nicht nur weniger Flaschen schleppen, sondern die Umwelt entlasten. SodaStream als grünes, sympathisches Unternehmen - da ist es schon marketingtechnisch Kacke, wenn der eigene Standort ausgerechnet auf billigem Land errichtet wurde, was den Palästinensern gestohlen wurde.

Gerade SodaStream zeigt, wie sensibel das Thema ist. Unternehmen, die ihre Produkte unter dem eigenen Namen verkaufen wollen, brauchen einen absolut integren Ruf. Das hat SodaStream erkannt und sich selbst zum Vorreiter der Rechte des palästinensischen Arbeiters gemacht.

Im Kern kann man das unter der alten Lebensweisheit zusammenfassen: "Wes Brot ich es, des Lied ich sing."
Wer auf dem Weltmarkt verkaufen will, muss sich entsprechend anpassen - und der "Rest" der Welt (außerhalb von Israel) ist sich in dem Punkt weitestgehend einig, dass die israelischen Siedlungen auf den palästinensischen Gebieten völkerrechtlich illegal sind. Das Tarnmäntelchen "Made in Israel" wurde diesen Firmen weggenommen, so einfach ist das.
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Re: Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen

Beitragvon Tom Bombadil » Do 31. Mär 2016, 08:22

Doof nur, dass jetzt wieder mehr Palis arbeitslos sind. Super sinnvolle Sache :thumbup:
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson

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