Der israelisch-palästinensische binationale Staat

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ThorsHamar
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon ThorsHamar » Di 9. Mai 2017, 10:07

H2O hat geschrieben:(09 May 2017, 10:52)

Drehen wir diese Vorgeschichte doch einmal ins Allgemeine: Sind wir wirklich sicher, daß die Menschen im Nahen Osten seit den Kreuzzügen ganz einfach friedlich unter den Kalifen und Sultanen vor sich hin wirtschafteten, oder gab es nicht vielleicht auch da schon heftige Auseinandersetzungen zwischen Religionen (Christen unterschiedlicher Bekenntnisse, Araber als Sunniten, Schiiten und anderer Spielarten, türkischer Herrschaft und anschließend alliierter Herrschaft)? In Europa ging es in diesen Zusammenhängen auch sehr lange Zeit mit ungebremster Brutalität zur Sache.

Ich kann mit dieser Verallgemeinerung auf dem Holzweg gelandet sein. Allerdings spricht für diese Überlegung doch das Bild, das der Nahe Osten seit langer Zeit vermittelt.


Ja, da dort immer Religioten verschiedener Betvereine miteinander leben mussten, habe ich ja auch von "relativ friedlich" geschrieben. Wirklicher Frieden war da nie ....
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Liegestuhl » Di 9. Mai 2017, 10:17

ThorsHamar hat geschrieben:(09 May 2017, 11:05)

Ja, ohne Frage richtig!!

Und genau deshalb ist ein Konzept "Judenstaat" prinzipiell ja nichts Anderes als ein Konzept "Moslemstaat" oder "Islamische Republik" ....


...oder Palästinenserstaat oder Deutschland, dem Staat des deutschen Volkes.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon ThorsHamar » Di 9. Mai 2017, 10:36

Liegestuhl hat geschrieben:(09 May 2017, 11:17)

...oder Palästinenserstaat oder Deutschland, dem Staat des deutschen Volkes .


Netter :p Versuch ...
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon H2O » Di 9. Mai 2017, 10:37

Liegestuhl hat geschrieben:(09 May 2017, 10:54)

Ja, natürlich. Juden mussten als Dhimmis, also als Bürger 2. Klasse, unter der Herrschaft der Muslime leben. Da war alles friedlich. Aber wir sind uns doch darüber einig, dass eine solche gesellschaftliche und politische Konzeption im 21. Jahrhundert nichts zu suchen hat.

Dieses Schicksal teilten die Juden in dieser Region sicher mit den nahöstlichen Christen. So berichten das Leute, die sich mit der Geschichte des Nahen Ostes befaßt haben.

Das nennt sich schlichtweg "Antisemitismus". Man nimmt alle in Kollektivhaftung.

Die Christen des Nahen Ostens sind auch unter verschärften Abwanderungsdruck geraten. So soll die Zahl palästinensischer Christen auch ganz erheblich geschrumpft sein; in Irak fast bis zur Bedeutungslosigkeit. Nur haben die Christen nicht das Gedankenmodell eines auf ihrer Religion aufbauenden Volkes. Die bedrängten und ermordeten sich auch gegenseitig.
Zuletzt geändert von H2O am Di 9. Mai 2017, 12:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Liegestuhl » Di 9. Mai 2017, 10:41

ThorsHamar hat geschrieben:(09 May 2017, 11:36)

Netter :p Versuch ...


Ist aber so. Schau einfach mal, was oben auf dem deutschen Reichstag steht!
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon H2O » Di 9. Mai 2017, 10:45

Liegestuhl hat geschrieben:(09 May 2017, 11:17)

...oder Palästinenserstaat oder Deutschland, dem Staat des deutschen Volkes.


Deutschland bemüht sich aber, Menschen aus Europa und Israel eine Heimat zu bieten, nimmt Flüchtlinge mit Asylanspruch auf und integriert sie nach Möglichkeit in unsere offene Gesellschaft. Dieser Grundsatz steht in unserem Grundgesetz nach den Erfahrungen im Nazi-Deutschland.

Daß ein solches Verfahren nicht völlig reibungslos funktionieren kann, das liegt aus meiner Sicht in der Natur des Umgangs mit "Fremdlingen". Manche davon sind eben fremder als andere. Dann muß man sogar schriftlich geben, wie wir uns unser gesellschaftliches Zusammenleben vorstellen. :)
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon H2O » Di 9. Mai 2017, 10:51

Liegestuhl hat geschrieben:(09 May 2017, 11:41)

Ist aber so. Schau einfach mal, was oben auf dem deutschen Reichstag steht!


Der Reichstag ist in dem Sinne ein geschichtliches Denkmal aus der hohen Zeit der europäischen Gründung von Nationalstaaten. Damals war das Deutsche Volk keineswegs nur deutsch. Es war auch gar nicht beabsichtigt, es ethnisch zu reinigen, sondern die nicht-deutsche Bevölkerung zu assimilieren. Ein deutsches Volk wollen wir aber auch heute sein, trotz der Anwesenheit vieler Fremder. Zugleich kommt aber auch eine europäische Entwicklung dazu. Vielleicht spricht man dann eines Tages von einem "europäischen Volk".
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon ThorsHamar » Di 9. Mai 2017, 10:54

Liegestuhl hat geschrieben:(09 May 2017, 11:41)

Ist aber so. Schau einfach mal, was oben auf dem deutschen Reichstag steht!


Ja, bezieht sich auf das Staatsvolk Deutschlands, welches das Parlament wählt.
Was heisst eigentlich Knesset? :cool:
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Liegestuhl » Di 9. Mai 2017, 11:14

ThorsHamar hat geschrieben:(09 May 2017, 11:54)

Ja, bezieht sich auf das Staatsvolk Deutschlands, welches das Parlament wählt.


Nein, Thor. Du darfst gerne mal einen Sinti mit deutscher Staatsangehörigkeit fragen, ob er sich selber zum deutschen Volk zählt.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Liegestuhl » Di 9. Mai 2017, 11:16

H2O hat geschrieben:(09 May 2017, 11:45)
Deutschland bemüht sich aber, Menschen aus Europa und Israel eine Heimat zu bieten, nimmt Flüchtlinge mit Asylanspruch auf und integriert sie nach Möglichkeit in unsere offene Gesellschaft.


Das macht Israel doch auch.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon H2O » Di 9. Mai 2017, 11:57

Liegestuhl hat geschrieben:(09 May 2017, 12:16)

Das macht Israel doch auch.


Sicher, aber sehr eingeschränkt auf Juden mit und ohne religiöses Bekenntnis. Ein politischer Kraftakt war sicher die Aufnahme äthiopischer Juden. Verfolgte irakische oder syrische Christen suchen Asyl in anderen Aufnahmeländern. Aber so etwas läßt sich ja hier nachlesen:

https://israelzwischenzeilen.com/2013/1 ... nicht-los/

http://www.auswandern-arbeiten.de/38-0- ... srael.html

http://www.deutschlandfunkkultur.de/isr ... _id=336143

http://www.zeit.de/2016/06/fluechtlinge ... is/seite-2
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon ThorsHamar » Di 9. Mai 2017, 12:37

Liegestuhl hat geschrieben:(09 May 2017, 12:14)

Nein, Thor. Du darfst gerne mal einen Sinti mit deutscher Staatsangehörigkeit fragen, ob er sich selber zum deutschen Volk zählt.


Das ist völlig uninteressant in Bezug auf die Inschrift am Reichstag.
Die Sinti, die ich kenne, (wohnen gleich umme Ecke im Osten ) sind Deutsche, nennen sich übrigens deutsche Sinti. http://www.sinti-roma-berlin.de und der Zentralrat heisst "Zentralrat Deutscher Sinti und Roma".
Der Zentralrat der Juden heisst übrigens "Zentralrat der Juden in Deutschland".
Nur ein klitzekleiner Unterschiede in der Selbstsicht ....

Was heisst denn nun Knesset? Soll ICH Dir das sagen?
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon H2O » Di 9. Mai 2017, 12:39

Liegestuhl hat geschrieben:(09 May 2017, 12:14)

Nein, Thor. Du darfst gerne mal einen Sinti mit deutscher Staatsangehörigkeit fragen, ob er sich selber zum deutschen Volk zählt.


Deutsche Staatsangehörigkeit wird erst seit wenigen Jahrzehnten gleichgesetzt mit deutscher Volksangehörigkeit. Eine deutsche Blutlinie der Vorfahren ist in einem Mischvolk aus Slawen, Germanen, Kelten, Romanen und vielen anderen Gruppen, darunter sicher auch Sinti und Roma, wenig sinnvoll. Wenn "Ihr" deutscher Sinti an Wahlen zum Bundestag teilnehmen kann, dann ist er Deutscher, auch wenn er die Zuweisung ablehnt. Vermutlich wird er Leistungen der deutschen Gesellschaft weniger lebhaft zurück weisen.

Ich fürchte, daß es in Deutschland eine ganze Menge deutscher Staatsbürger gibt, die sich nicht zu unserer deutschen Gesellschaft bekennen. Ja, wenn sie das denn glücklicher macht... Leider gibt es auch viele deutsche Staatsbürger, die glücklicher wären, wenn man diesen Menschen die deutsche Staatsangehörigkeit entziehen könnte. Verzwickte Gesellschaft!
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Ger9374 » Di 9. Mai 2017, 13:39

H2O hat geschrieben:(09 May 2017, 13:39)

Deutsche Staatsangehörigkeit wird erst seit wenigen Jahrzehnten gleichgesetzt mit deutscher Volksangehörigkeit. Eine deutsche Blutlinie der Vorfahren ist in einem Mischvolk aus Slawen, Germanen, Kelten, Romanen und vielen anderen Gruppen, darunter sicher auch Sinti und Roma, wenig sinnvoll. Wenn "Ihr" deutscher Sinti an Wahlen zum Bundestag teilnehmen kann, dann ist er Deutscher, auch wenn er die Zuweisung ablehnt. Vermutlich wird er Leistungen der deutschen Gesellschaft weniger lebhaft zurück weisen.

Ich fürchte, daß es in Deutschland eine ganze Menge deutscher Staatsbürger gibt, die sich nicht zu unserer deutschen Gesellschaft bekennen. Ja, wenn sie das denn glücklicher macht... Leider gibt es auch viele deutsche Staatsbürger, die glücklicher wären, wenn man diesen Menschen die deutsche Staatsangehörigkeit entziehen könnte. Verzwickte Gesellschaft!



Es gibt wie immer mehrere Gruppen, ich habe viel
mit Sinti-Roma als Kunden zu tun. Völlig normal die meisten. Dann auffällig die , die vor allem auf ihre eigene Gruppenrechtssprechung Wert legen.Eine bestimmte Person ist dann sowas wie ein Richter. Geht aber auch über die Familie hinaus( wenn ich das richtig verstanden habe).
Die Sprache ist wohl auch ein Gemisch von vielem.Jedenfalls ist Russisch, Polnisch denen nicht fremd.Kleidung inzwischen ganz normal.
Interessanter Menschenschlag .
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon H2O » Di 9. Mai 2017, 14:28

Ger9374 hat geschrieben:(09 May 2017, 14:39)

Es gibt wie immer mehrere Gruppen, ich habe viel
mit Sinti-Roma als Kunden zu tun. Völlig normal die meisten. Dann auffällig die , die vor allem auf ihre eigene Gruppenrechtssprechung Wert legen.Eine bestimmte Person ist dann sowas wie ein Richter. Geht aber auch über die Familie hinaus( wenn ich das richtig verstanden habe).
Die Sprache ist wohl auch ein Gemisch von vielem.Jedenfalls ist Russisch, Polnisch denen nicht fremd.Kleidung inzwischen ganz normal.
Interessanter Menschenschlag .


Dieses Elebnis werden Sie mit sehr vielen Fremden mit althergebrachter fremde Kultur oder Unkultur haben. Die Gruppenrechtsprechung kann nur wirken, wenn Kläger und Beklagter mit diesem Verfahren einverstanden sind. Im wesentlichen handelt es sich dabei um Konflikte innerhalb der Gruppe; ganz sicher unterhalb der Schwelle, an der der deutsche Staatsanwalt tätig werden muß. Etwa Erbschaftsangelegenheiten, kleine Tätlichkeiten innerhalb der Gruppe.

So ähnlich wird die Sache auch gehandhabt bei der Anwendung der Scharia. Dabei ist mir nicht ganz wohl, weil in Familienangelegenheiten den Mädchen und Frauen geringer Ansprüche an Erbschaften zugestanden werden. Aus meiner Sicht müßte das schriftliche Urteil einem deutschen Richter vorgelegt werden, der prüfen muß, in wie weit in derartigen Urteilen unser Gleichheitsprinzip
verletzt wurde, das ein Teil der Menschnenrechte ver.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon H2O » Di 9. Mai 2017, 14:39

H2O hat geschrieben:(09 May 2017, 15:28)

Dieses Elebnis werden Sie mit sehr vielen Fremden mit althergebrachter fremde Kultur oder Unkultur haben. Die Gruppenrechtsprechung kann nur wirken, wenn Kläger und Beklagter mit diesem Verfahren einverstanden sind. Im wesentlichen handelt es sich dabei um Konflikte innerhalb der Gruppe; ganz sicher unterhalb der Schwelle, an der der deutsche Staatsanwalt tätig werden muß. Etwa Erbschaftsangelegenheiten, kleine Tätlichkeiten innerhalb der Gruppe.

So ähnlich wird die Sache auch gehandhabt bei der Anwendung der Scharia. Dabei ist mir nicht ganz wohl, weil in Familienangelegenheiten den Mädchen und Frauen geringer Ansprüche an Erbschaften zugestanden werden. Aus meiner Sicht müßte das schriftliche Urteil einem deutschen Richter vorgelegt werden, der prüfen muß, in wie weit in derartigen Urteilen unser Gleichheitsprinzip
verletzt wurde, das einen Teil der Menschenrechte vertritt.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Ger9374 » Di 9. Mai 2017, 14:50

H2O hat geschrieben:(09 May 2017, 15:39)




Gesichtsverlust tritt in dieser mittelalterlichen Welt
sogar ein wenn man ins Krankenhaus geht.
Man wird Häuslich geboren und stirbt auch Häuslich.Zuerst dachte ich die veräppeln mich,
ist aber so.Ein Traditioneller Käfig kann auch zum
Gefängnis ausarten.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon H2O » Di 9. Mai 2017, 18:53

Ger9374 hat geschrieben:(09 May 2017, 15:50)

Gesichtsverlust tritt in dieser mittelalterlichen Welt
sogar ein wenn man ins Krankenhaus geht.
Man wird Häuslich geboren und stirbt auch Häuslich.Zuerst dachte ich die veräppeln mich,
ist aber so.Ein Traditioneller Käfig kann auch zum
Gefängnis ausarten.


Wenn man an einer heilbaren Krankheit leidet, die nach einer Intensivbehandlung noch Jahrzehnte Lebensfreude schenkt, dann sollte man sich selbstverständlich den Händen von Fachleuten anvertrauen. Wenn dagegen Stimmung gemacht wird mit dem Ergebnis eines vorzeitigen Todes... das wäre in der Tat Käfig, Gefängnis und frühes Mittelalter, als solche Hilfen für einfache Leute unerreichbar waren.

Aber so natürliche Dinge wie Geburt und leider auch altersbedingter Tod haben aus meiner Sicht in Krankenhäusern nichts zu suchen. Diese Menschen sind nicht krank, sondern sie werden geboren
oder sie sterben, wie die natürliche Weltordnung das vorgibt. Selbstverständlich sollen bei Schwangeren Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig das Risiko durch die Geburt beherrschbar halten, und bei der Geburt eine Hebamme helfen und bei sich abzeichnende Gefahren für Mutter und Kind einen Frauenarzt rufen... das gehört ja zur vorsorglichen Gefahrenabwehr.

Der Tod im Kreis meiner Angehörigen wäre mir auch willkommener als der unter starken Lichtstrahlern und summenden Pumpen und Beatmungsgeräten. Das ist heute aber fast unvermeidbar, wenn die Angehörigen weit verstreut in der Welt leben. Immerhin hat man aber mit Hospizen und schmerzstillenden Arzneien diesem technischen Schrecken etwas entgegen gesetzt.
Schlimm wird es, wenn man versäumt hat, diese den Todeskampf hinaus ziehenden Behandlungen bei freiem Willen von vorn herein ab zu lehnen. In dieser Hinsicht hat die ärztliche Kunst, Leben zu retten, eine weniger erfreuliche Richtung genommen.
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Steinmeier legt Kranz auf Arafats Grab und wirbt für die Zweistaatenlösung

Beitragvon King Kong 2006 » Di 9. Mai 2017, 21:12

Abbas erhofft sich etwas von Trump. Da darf man gespannt sein.

Steinmeier wirbt für Zwei-Staaten-Lösung

Erst vor wenigen Tagen war der Präsident der Palästinensischen Behörde, Mahmoud Abbas, in Washington und hat bei Trump vorgefühlt, wie sich die neue amerikanische Regierung zu der Dauerkrise in Nahost positioniert. Er freue sich, Trump in zwei Wochen in Bethlehem zu sehen, sagte Abbas nun.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/new ... 51792.html


Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich zum Abschluss seiner Nahost-Reise mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas getroffen. Zuvor hatte Steinmeier als erster deutscher Bundespräsident einen Kranz am Grab des früheren Palästinenserführers Jassir Arafat niedergelegt.

http://www.heute.de/bundespraeident-fra ... 34042.html
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
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Vongole
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Re: Steinmeier legt Kranz auf Arafats Grab und wirbt für die Zweistaatenlösung

Beitragvon Vongole » Mi 10. Mai 2017, 00:28

King Kong 2006 hat geschrieben:(09 May 2017, 22:12)

Abbas erhofft sich etwas von Trump. Da darf man gespannt sein.


Worauf denn? Sie glauben doch nicht wirklich, dass diese Windfahne Trump, unbeleckt von jeder politischen und geografischen Realität, etwas bewegen wird.
Auch Kushner wird nichts richten, wie viele geglaubt haben.

Dass Steinmeier sich nicht entblödet hat, einen Kranz auf das Grab eines vielfachen Mörders zu legen, verwundert mich zawr nicht - mehr - aber es hat mich zutiefst entsetzt.

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