Der israelisch-palästinensische binationale Staat

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JJazzGold
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon JJazzGold » Mi 7. Feb 2018, 07:45

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(07 Feb 2018, 01:22)

die israelis haben doch ihre rechte am land aufgegeben als sie weggezogen sind vor 2000 jahren. die palästinenser nicht. is halt jetzt pech für die isralelis - rechtsansprüche der israelis auf das land bestehen nur, wo sie das legal von den palästinensern (käuflich) erworben haben...- :s


Vor 2000 Jahren gab es keine Palästinenser, ergo sollten deren Rechtsansprüche nur für Land bestehen, welches sie käuflich von den Osmanen erworben haben..
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Adam Smith
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Adam Smith » Mi 7. Feb 2018, 08:37

Die Palästinenser sind durch das Völkerbundmandat für Palästina entstanden. Hätte man damals dieses anders aufgeteilt, dann könnte es heute z.B keine Palästinenser geben. Denn die Briten haben das Gebiet nur so genannt. Jordanier könnte es z.B. auch nicht geben.
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Liegestuhl
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Liegestuhl » Mi 7. Feb 2018, 09:35

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(07 Feb 2018, 01:22)

die israelis haben doch ihre rechte am land aufgegeben als sie weggezogen sind vor 2000 jahren. die palästinenser nicht. is halt jetzt pech für die isralelis - rechtsansprüche der israelis auf das land bestehen nur, wo sie das legal von den palästinensern (käuflich) erworben haben...- :s


Du solltest dich vielleicht näher mit der Geschichte auseinandersetzen.
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Tom Bombadil
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 7. Feb 2018, 10:33

relativ hat geschrieben:(07 Feb 2018, 09:10)

Ne das ist nicht irrelevant welche Varriablen du bei deiner fiktiven Darstellung/Beispiel benutzt.

Doch, in dem Fall ist es irrelevant. Der Fall wird sowieso nicht eintreten.

Du meinst der Status Quo der Realität hilft uns bei einer Lösung des Problems?

Mein Gott stell dich nicht dumm. Nein, es bringt aber auch nichts, irgendwelche - mittelfristig komplett unrealisierbaren - Visionen zu haben.

Dieses Problem kann m.M. nur dadurch gelöst werden, daß man einfach keine "Hater" erzieht bzw. groß werden lässt.

Wie gesagt, pal./arab. Kinderfernsehen und die pal. Kindererziehung zu Hass und Antisemitismus steht dem diametral gegenüber.

Dann flogen ein paar Raketen und schon waren die Pallies wieder nicht zum Frieden bereit.

Ja nu, die Hamas ist nunmal die demokratisch gewählte Regierung in Gaza, wenn die Palis mit deren Politik nicht mehr einverstanden sind, sollen sie sie loswerden, zur Not auch mit Hilfe von außen, Israel hilft sicher gerne dabei.

Und nochmal die Frage: Wie würdest du denn einen Gewaltverzicht erreichen wollen?
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relativ
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon relativ » Mi 7. Feb 2018, 13:10

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Feb 2018, 10:33)

Doch, in dem Fall ist es irrelevant. Der Fall wird sowieso nicht eintreten.
Also war deine Vision /Fiktion einfach nur gequirlter Hirnfurz? Ja dann sag das doch.


Mein Gott stell dich nicht dumm. Nein, es bringt aber auch nichts, irgendwelche - mittelfristig komplett unrealisierbaren - Visionen zu haben.

Nein meines Vision ist realisierbar , weil ich nicht vom Unmöglichen ausgehe, so wie du z.B., sondern von einem machbaren Prozess des Willens.


Wie gesagt, pal./arab. Kinderfernsehen und die pal. Kindererziehung zu Hass und Antisemitismus steht dem diametral gegenüber.

Hm, Veränderungen im Verhalten sind bei dir wohl nicht vorgesehen, oder?

Ja nu, die Hamas ist nunmal die demokratisch gewählte Regierung in Gaza, wenn die Palis mit deren Politik nicht mehr einverstanden sind, sollen sie sie loswerden, zur Not auch mit Hilfe von außen, Israel hilft sicher gerne dabei.
Sorry aber das lief alles schon vor der Hamas und den "demokratischen" Wahlen. Die Hamas sind das Produkt dieser Status Quo Politik ohne Visionen.

Und nochmal die Frage: Wie würdest du denn einen Gewaltverzicht erreichen wollen?

Wenn dir meine bisherige Antwort (Stichwort Erziehung/Projekte/ Prozess) nicht reicht, dann tut es mir leid. Ich kenne keinen Knopf den man einfach so drücken könnte und die Gewalt endet, so naiv bin ich einfach nicht.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Liegestuhl » Mi 7. Feb 2018, 13:18

relativ hat geschrieben:(07 Feb 2018, 13:10)

..., sondern von einem machbaren Prozess des Willens.


Finde den Fehler!
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon bennyh » Mi 7. Feb 2018, 13:50

Adam Smith hat geschrieben:(07 Feb 2018, 08:37)

Die Palästinenser sind durch das Völkerbundmandat für Palästina entstanden. Hätte man damals dieses anders aufgeteilt, dann könnte es heute z.B keine Palästinenser geben. Denn die Briten haben das Gebiet nur so genannt. Jordanier könnte es z.B. auch nicht geben.

Das verdeutlicht natürlich genau die Willkür eines Argumentes, das sich auf die Namensgebung einer bestimmten Region und damit einhergehend der Bevölkerung derselben stützt.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Liegestuhl » Mi 7. Feb 2018, 13:57

relativ hat geschrieben:(07 Feb 2018, 13:38)

Du bist ein einem anderen Programm, daß wissen wir doch jetzt.


Ein Prozess des Willens setzt zwingend einen Willen voraus. Wenn der nicht da ist, wird es nichts.

Und bevor du fragst: Ja, das gilt für beide Seiten.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon relativ » Mi 7. Feb 2018, 15:00

Liegestuhl hat geschrieben:(07 Feb 2018, 13:57)

Ein Prozess des Willens setzt zwingend einen Willen voraus. Wenn der nicht da ist, wird es nichts.

Und bevor du fragst: Ja, das gilt für beide Seiten.

Liege bitte, wir hatten das doch schon, fang doch nicht wieder von vorne an, soviel Langeweile kannst du doch gar nicht haben. :x
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Liegestuhl » Mi 7. Feb 2018, 15:18

relativ hat geschrieben:(07 Feb 2018, 15:00)

Liege bitte, wir hatten das doch schon, ...


Mag sein, dass du das schon hattest. Ich hatte das noch nicht.

Und wenn ich glaube, dass deine Visionen unrealistisch sind, dann äußere ich das nicht nur, sondern begründe dies auch.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon relativ » Mi 7. Feb 2018, 15:41

Liegestuhl hat geschrieben:(07 Feb 2018, 15:18)

Mag sein, dass du das schon hattest. Ich hatte das noch nicht.

Und wenn ich glaube, dass deine Visionen unrealistisch sind, dann äußere ich das nicht nur, sondern begründe dies auch.

Auch das hast du schon, nur braucht meine Vision nix mit dem mom Status Quo zu tun zu haben. Auch dies hatte ich dir schon versucht zu erklären. Du willst da nicht mitmachen? Gut dann sei doch bitte schön raus beim Visionen schmieden, oder ist das so schwer für dich wenns um ein bestimmtes Thema geht?
Nochmal meine Visionen sind nicht aus der luft gegriffen, es gab etliche solcher Versuche, die aber genau am Status Quo der Politik und der Gesellschaften gescheitert sind.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Liegestuhl » Mi 7. Feb 2018, 15:57

relativ hat geschrieben:(07 Feb 2018, 15:41)
Nochmal meine Visionen sind nicht aus der luft gegriffen, es gab etliche solcher Versuche, die aber genau am Status Quo der Politik und der Gesellschaften gescheitert sind.


Was lässt dich hoffen, dass es bei deiner gegenwärtigen Vision anders ist?
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon BingoBurner » Mi 7. Feb 2018, 16:19

King Kong 2006 hat geschrieben:(15 Feb 2015, 10:08)

Es sieht tatsächlich so aus, daß es wohl ein Einheitsstaat werden wird. Ich habe das eigentlich immer als ziemlich unrealistisch angesehen, aber die Zweistaatenlösung ist praktisch tot und dient nur noch der theoretischen Diskussion. Reiner Aktionismus - im Nichtstun. Gibt's keine zwei Staaten, wird es zwangsläufig einen Staat geben.



Puuuh....erstellt 2015..naja.

Es führt nix an einer Zweistaatenlösung vorbei.
Nicht wenn man Israel als jüdischen Staat erhalten will...

Ich, wenn ich der Oberboss aller Palastinänser wäre......würde folgendes raushauen.

1. Abschwörung jedlicher Gewalt ( gegen Juden bzw. Israel im Besonderen)
2. Volle Annerkennung des israelischen Staates.
3. Übergabe sämtlicher palastinänser Gebiete an Israel
4. Annerkennug seitens Israels, das jeder Palästinenser ab sofort israleischer Staatsangehöriger ist.

Das ist doch das goldene Kalb um das alle herum tanzen ? Right ?

Das in der Knesset einigen Abgeordneten die Pumpe geht bei solchen Gedanken ist wohl klar, angesichts von 2 Millionen neuen Staatsbürgern.
Irionie dabei wäre.......die Palästinenser hätten jetzt ihr eignes Staatsgebiet..........demokratisch betrachtet.


Nein, wenn man Israel als jüdischen Staat erhalten will vor allem als Rechtsstaat bzw. Demokratie führt kein Weg an der Zweistaatenlösung vorbei.
Oder ich sehe den Weg einfach nicht........verstehe nicht wo ich gedanklich falsch abbiege.......

Oder man macht es wie Trump. Wobei......eine Botschaft verlegen........ich würde einfach das Türschild abschrauben und woanders wieder anschrauben.
Die symbolische Geste ist die Selbe.

Wie auch immer Feuer frei......just my two cents.
Dont take your organs to heaven !
Heaven knows we need them here !

Dinge, die Impfgegner sagen : https://www.facebook.com/impfgegnerzitate/

BASTIANNNN ......... https://www.youtube.com/watch?v=n3D33s5GB4A
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Chajm » Mi 7. Feb 2018, 16:29

relativ hat geschrieben:(07 Feb 2018, 15:41)

( ...)
Nochmal meine Visionen sind nicht aus der luft gegriffen, es gab etliche solcher Versuche, die aber genau am Status Quo der Politik und der Gesellschaften gescheitert sind.

Also, entweder ist es mir entgangen oder Sie haben Ihre Visionen bislang noch nicht so richtig klar und deutlich zum Ausdruck gebracht - deshalb meine Frage, wie denn nun diese Visionen im Detail aussehen und wie Sie gedenken, diese zu realisieren?
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relativ
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon relativ » Mi 7. Feb 2018, 16:43

Chajm hat geschrieben:(07 Feb 2018, 16:29)

Also, entweder ist es mir entgangen oder Sie haben Ihre Visionen bislang noch nicht so richtig klar und deutlich zum Ausdruck gebracht - deshalb meine Frage, wie denn nun diese Visionen im Detail aussehen und wie Sie gedenken, diese zu realisieren?

Soll ich Pojekte noch mit detailierten inhalten ausschmücken? Ach was, so weit komme ich doch gar nicht... und ich befürchte es wird die Meisten hier eh nicht interessieren. Daher mache ich mir so eine Mühe bestimmt nicht, auf eine offensichtliche Suggestivfrage. Denn wie habe ich hier schon mehrmals angedeutet. Erziehung, Bildung Projekte, Zeit , Prozesse und ganz wichtig der Wille und Durchhaltevermögen auch bei Rückschlägen.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Chajm » Mi 7. Feb 2018, 16:58

relativ hat geschrieben:(07 Feb 2018, 16:43)

Soll ich Pojekte noch mit detailierten inhalten ausschmücken? Ach was, so weit komme ich doch gar nicht... und ich befürchte es wird die Meisten hier eh nicht interessieren. Daher mache ich mir so eine Mühe bestimmt nicht, auf eine offensichtliche Suggestivfrage. Denn wie habe ich hier schon mehrmals angedeutet. Erziehung, Bildung Projekte, Zeit , Prozesse und ganz wichtig der Wille und Durchhaltevermögen auch bei Rückschlägen.

Erziehung - wen wollen Sie wie und womit erziehen?
BildungsProjekte - wen wollen Sie wie und womit mit welchem Ziel bilden?
Zeit - ist in diesem Zusammenhang ein relativ diffuser Begriff
Prozesse - sollten Sie schon genauer erklaeren koennen
Wille und Durchhaltevermoegen auch bei Rueckschlaegen - wer soll Willen und Durchhaltevermoegen bei welchen Rueckschlaegen aufbringen oder zeigen?
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon tabernakel » Mi 7. Feb 2018, 19:06

relativ hat geschrieben:(07 Feb 2018, 13:10)
Sorry aber das lief alles schon vor der Hamas und den "demokratischen" Wahlen. Die Hamas sind das Produkt dieser Status Quo Politik ohne Visionen.

Genau da ist Dein Denkfehler, denn die PLO gab es schon vor dem Krieg 1967! Hamas wie Fatah sind nur zwei unterschiedliche Nachfahren derselben PLO-Grundidee, deren Ansatz 1948, 67 und 73 mit der Niederlage der arabischen Armeen scheiterte: Israel zerstören. Die beiden Gruppen unterscheiden sich nur in der gewählten Ersatz-Strategie: Die Hamas bevorzugt einen jahrzehntelangen Abnutzungsterror unter dem Schutz des Völkerrechts, während die Fatah auf internationale Isolierung Israels setzt (Lawfare).

Beide sind sich einig dass die "Gleichschaltung" der palästinensischen Zivilbevölkerung durch Erziehung zu Jihad und Dauerverzicht mittels Schulen, Medien und Moscheen essentiell für ihre Erfolgsaussichten ist, was daher auch beide mit hohem Eifer betreiben. Und beide sind daher in ihrer heutigen Form auch gleich ungeeignet für einen Friedensschluss, da ihre Politik eben nicht auf langfristige friedliche Koexistenz ausgelegt ist, sondern auf Konfrontation. Und solange die palästinensische Hoffnung nicht ausstirbt dass man Israel einfach ausradieren könnte, so lange ist jeder Frieden für die Israelis nichts als ein Stück Papier welches mit großen Konzessionen verbunden, und am Ende nichts wert wäre.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 7. Feb 2018, 23:32

relativ hat geschrieben:(07 Feb 2018, 13:10)

Ja dann sag das doch.

Ich hätte ahnen können, dass dich das Beispiel, wie ein Volk seinen Staat "verlieren" könnte, intellektuell überfordern würde.

Nein meines Vision ist realisierbar , weil ich nicht vom Unmöglichen ausgehe, so wie du z.B., sondern von einem machbaren Prozess des Willens.

So wie sich die Realität darstell ist deine "Vision" auch in 100 Jahren nicht realisierbar.

Hm, Veränderungen im Verhalten sind bei dir wohl nicht vorgesehen, oder?

Momentan sieht es nicht so aus, als würden die pal. Autoritäten etwas in der Richtung, dass sie ihre Kinder mit Antisemitismus und Hass vollpumpen, ändern wollen.

Die Hamas sind das Produkt dieser Status Quo Politik ohne Visionen.

Keine Ahnung, welches Kraut Abbas so raucht, aber dessen Visionen ändern sicher nichts zum Besseren: viewtopic.php?f=12&t=16982&p=4124255#p4124255

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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon relativ » Mi 7. Feb 2018, 23:55

Liegestuhl hat geschrieben:(07 Feb 2018, 15:57)

Was lässt dich hoffen, dass es bei deiner gegenwärtigen Vision anders ist?

Die Hoffung eben. Wenn hier bestimmte Personen diese nicht mehr haben, ist das nicht mein Problem.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon relativ » Do 8. Feb 2018, 00:08

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Feb 2018, 23:32)

Ich hätte ahnen können, dass dich das Beispiel, wie ein Volk seinen Staat "verlieren" könnte, intellektuell überfordern würde.

Dein fiktives Beispiel der Machtergreifung der Türken und dessen Folgen war so ziemlich das Gegenteil von Intellektuell sondern eher Stammtisch Sarrazin .Hier nochmal zum mitlesen

Wenn zB. - im rein fiktiven Fall - die Türken die größte Volksgruppe in Deutschland stellen würden, sie sich nicht als Deutsche sondern als Türken sehen und entsprechende Politik machen würden, dann wäre Deutschland nicht mehr das Land der Deutschen.

Ich möchte gerne mal wissen was da Intellektuell überfordern sollte.


So wie sich die Realität darstell ist deine "Vision" auch in 100 Jahren nicht realisierbar.

Ja ich weiss mitlerweile, daß einige hier keine Wege ausser den Status Quo mehr sehen bzw. sehen wollen. Nur macht dies bitte nicht zu meinem Problem.


Momentan sieht es nicht so aus, als würden die pal. Autoritäten etwas in der Richtung, dass sie ihre Kinder mit Antisemitismus und Hass vollpumpen, ändern wollen.

Ja, der Trend geht wohl in beide Richtungen.

Keine Ahnung, welches Kraut Abbas so raucht, aber dessen Visionen ändern sicher nichts zum Besseren: viewtopic.php?f=12&t=16982&p=4124255#p4124255

Tja, ob die israelis noch jemand besseres zum Verhandeln bekommt (ich glaube BingoBurner hat sich hier angeboten, aber ich glaube der raucht auch. :D ) Ist nach deiner Meinung die man hier lesen darf, wohl dann eher nicht möglich. Also doch lieber Abbas ganz so schlecht reden, wer weiss was sonst noch kommt.

Nein, reicht nicht.
Muss mich das jetzt kümmern? Ich glaube nicht.
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