Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Moderator: Moderatoren Forum 3

Benutzeravatar
Vongole
Beiträge: 2448
Registriert: Di 24. Mär 2015, 18:30

Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Vongole » Mo 3. Sep 2018, 13:21

JJazzGold hat geschrieben:(03 Sep 2018, 09:05)


D' accord.
Jordaniens Hussein, wie auch sein Sohn, haben sich erfolgreich jahrzehntelang gegen den Plan des al-Assad Clans verwehrt, das Großreich der Haschemiten wieder auferstehen zu lassen, mit gravierenden Folgen für Israel. Nachdem al-Assad dank Russland in Syrien wieder Morgenluft schnuppert, ist abzusehen, wann er aufgrund der Übernahme Jordaniens durch die Palästinenser diesen Gedanken wiederbeleben würde, im Gegensatz zu heute mit höherer Erfolgsaussicht. Dann ist die Unterschrift unter das Friedensabkommen keinen Pfifferling mehr wert.

Ich frage mich, was die betreffenden Israelis reitet, einem solch idiotischen Plan mit fatalen Auswirkungen Zustimmung zu zollen.
Hüte dich vor der Erfüllung deiner Wünsche.


Bei den betreffenden Israelis handelt es sich um die üblichen "Friedensaktivisten", die ihr eigenes Land um ein Linsengericht verkaufen würden. ;)
Der Gedanke kam mir gleich, als ich las, dass die Haaretz, das isr. Sprachrohr der Palästinenser, das Gerücht verbreitet.

The comments came hours after Palestinian Authority President Mahmoud Abbas told a delegation of Israeli peace activists — including lawmakers — about the US confederation scheme and his support for it.

According to the dovish Peace Now group, a senior delegation of which met Abbas on Sunday in Ramallah, the Palestinian leader said senior US administration officials Jared Kushner and Jason Greenblatt asked him recently about his opinion on a “confederation with Jordan.”

https://www.timesofisrael.com/jordan-re ... estinians/

Was da so allgemein um Kushners Friedensplan wabert, ist augenblicklich sicher nicht ernst zu nehmen.
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 32233
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 00:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon JJazzGold » Mo 3. Sep 2018, 13:36

Vongole hat geschrieben:(03 Sep 2018, 14:21)

Bei den betreffenden Israelis handelt es sich um die üblichen "Friedensaktivisten", die ihr eigenes Land um ein Linsengericht verkaufen würden. ;)
Der Gedanke kam mir gleich, als ich las, dass die Haaretz, das isr. Sprachrohr der Palästinenser, das Gerücht verbreitet.


https://www.timesofisrael.com/jordan-re ... estinians/

Was da so allgemein um Kushners Friedensplan wabert, ist augenblicklich sicher nicht ernst zu nehmen.


Ah, danke!
Ich gestehe, ich habe das nur am Rande mitbekommen und dachte, das sei wieder ein Trump'scher Synapsenstreik.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
tabernakel
Beiträge: 546
Registriert: Do 26. Mär 2015, 11:12

Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon tabernakel » Mo 3. Sep 2018, 22:24

Inzwischen gibt's ne Israelische Meldung zu der Konföderationsgeschichte:
Official: Israel not behind Jordanian-Palestinian confederation idea Israel is not behind what Palestinian Authority President Mahmoud Abbas said was a US-backed peace plan based on a Palestinian confederation with Jordan, senior Israeli diplomatic officials clarified Monday. The clarification came after reports claimed the idea of a Palestinian-Jordanian confederation – which Abbas told a Peace Now delegation was raised in a conversation he had with US envoys Jared Kushner and Jason Greenblatt – was an Israeli proposal. Prime Minister Benjamin Netanyahu’s position remains that an agreement must be directly negotiated between the sides and include a demilitarized Palestinian entity – which he has referred to it as a “state-minus” – with Israeli security control west of the Jordan River, the official said. That position, which Netanyahu has articulated numerous time, “has not changed,” the official added
Benutzeravatar
Vongole
Beiträge: 2448
Registriert: Di 24. Mär 2015, 18:30

Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Vongole » Do 6. Sep 2018, 17:00

Sehr hörenswertes Interview von Tagesschau24 mit Alex Feuerherdt zur UNRWA und zum "Flüchtlingsstatus" der Palästinenser:

http://www.tagesschau.de/multimedia/vid ... 43995.html
Benutzeravatar
King Kong 2006
Beiträge: 5009
Registriert: Di 3. Jun 2008, 10:41
Benutzertitel: Kongenial

Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon King Kong 2006 » Do 6. Sep 2018, 21:14

Zu diesem kuriosen Plan des Schwiegersohnes von Donald Trump kann kein Beteiligter ernsthaft zustimmen.

Was Mr Jared nicht zur Kenntnis nehmen will ist, das es egal ist, ob es Palästina, Konföderation oder sonstwie heißt. Es geht nicht um das wie, sondern ob. Israel muß bei einem Palästina und bei einer "Konföderation" Land abgeben. Damit ist der Plan gescheitert.

Weder die Palästinenser, noch die Jordanier und auch die Israelis werden davon viel halten... Jeder aus bestimmten Gründen.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
Benutzeravatar
Liegestuhl
Beiträge: 36076
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 11:04
Benutzertitel: Herzls Helfer
Wohnort: אולדנבורג

Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Liegestuhl » Do 6. Sep 2018, 22:58

Man sollte sich nichts vormachen, denn die Palästinenser werden ohnehin zu allem nein sagen. Es gibt auch niemanden, der überhaupt Zusagen machen könnte
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
Benutzeravatar
Liegestuhl
Beiträge: 36076
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 11:04
Benutzertitel: Herzls Helfer
Wohnort: אולדנבורג

Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Liegestuhl » Fr 7. Sep 2018, 07:07

Benny:

Der Irrglaube, man müsste nur lange genug trotzig auf den Boden stampfen und zu allem NEIN sagen, um irgendwann auf den Status ante bellum zurückzukehren, ist Teil der palästinensischen Tragödie. Das unbedingte und kategorische NEIN der palästinensischen Führer war, ist und bleibt die schärfste Waffe der israelischen Falken.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
Benutzeravatar
Antonius
Beiträge: 4216
Registriert: Mo 9. Jun 2008, 22:57
Benutzertitel: SURSUM CORDA
Wohnort: BRD

Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Antonius » Fr 7. Sep 2018, 09:30

Vongole hat geschrieben:(06 Sep 2018, 18:00)
Sehr hörenswertes Interview von Tagesschau24 mit Alex Feuerherdt zur UNRWA und zum "Flüchtlingsstatus" der Palästinenser:

http://www.tagesschau.de/multimedia/vid ... 43995.html
Ein sehr guter Beitrag von Alex Feuerherdt zum Thema der UNRWA.
Danke, Vongole.
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Immanuel Kant (1724-1804)
bennyh
Beiträge: 4578
Registriert: Sa 23. Feb 2013, 10:58
Benutzertitel: Auf ganz dünnem Eis
Wohnort: Fast gesperrt

Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon bennyh » Sa 8. Sep 2018, 11:31

Liegestuhl hat geschrieben:(07 Sep 2018, 08:07)

Benny:

Der Irrglaube, man müsste nur lange genug trotzig auf den Boden stampfen und zu allem NEIN sagen, um irgendwann auf den Status ante bellum zurückzukehren, ist Teil der palästinensischen Tragödie. Das unbedingte und kategorische NEIN der palästinensischen Führer war, ist und bleibt die schärfste Waffe der israelischen Falken.

Das ist richtig. Israel hat völkerrechtlich keine Verpflichtung, den Arabern im Restmandat irgendein Angebot zu machen. Nachdem die Araber den großzügigen UN-Teilungsplan ablehnten und stattdessen einen genozidären Angriffskrieg führten, haben sie dieses Recht verwirkt. Israel hat trotz der 11 weiteren Angriffskriege der Araber im Restmandat unzählige großzügige Angebote gemacht, die allesamt von den Terrorfürsten abgelehnt wurden, da diese aus finanziellen Gründen lieber extremistischen Terror ausüben.
Warum sollte Israel den Arabern im Restmandat noch weitere Angebote machen? :cool:
Usertreffen 2019 FTW
Danke an die Moderation für die gute Arbeit all die vielen Jahre.
Haltet euch einfach an die Nutzungsbedingungen, Leute!
Benutzeravatar
Liegestuhl
Beiträge: 36076
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 11:04
Benutzertitel: Herzls Helfer
Wohnort: אולדנבורג

Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Liegestuhl » Sa 8. Sep 2018, 12:58

bennyh hat geschrieben:(08 Sep 2018, 12:31)
Warum sollte Israel den Arabern im Restmandat noch weitere Angebote machen? :cool:


Israel sollte keine Angebote machen, sondern die palästinensische Führung sollte sie machen. Sie sind diejenigen, die etwas wollen.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
Polibu

Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Polibu » Sa 8. Sep 2018, 14:14

Israel hat das Gazagebiet abgegeben und zum Dank hagelt es regelmässig Bomben auf israelisches Gebiet. Ich bezweifle, dass das die Israelis dazu ermuntert noch mehr Zugeständnisse zu machen.

Wenn die Palästinenser sich nicht kompromisslos von der Hamas lossagen, dann wird es keine Lösung geben. Da die Hamas allerdings mit Geld aus Europa und den arabischen Staaten zugepumpt wird und die Hamas sich deshalb als Wohltäter aufspielen kann, wird das wohl nie was werden.
bennyh
Beiträge: 4578
Registriert: Sa 23. Feb 2013, 10:58
Benutzertitel: Auf ganz dünnem Eis
Wohnort: Fast gesperrt

Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon bennyh » Sa 8. Sep 2018, 15:26

Liegestuhl hat geschrieben:(08 Sep 2018, 13:58)

Israel sollte keine Angebote machen, sondern die palästinensische Führung sollte sie machen. Sie sind diejenigen, die etwas wollen.

Genau. :thumbup: Hinzu kommt, dass das gesamte Heilige Land zum Dar-Wa-Islam gehörte und jede Aufgabe auch nur eines Quadratzentimeter davon ein Verrat am Koran der Araber im Restmandat bedeuten würde und daher absolut völlisch illusorisch ist. Daher wird es keine Angebote seitens der Araber geben.
Usertreffen 2019 FTW
Danke an die Moderation für die gute Arbeit all die vielen Jahre.
Haltet euch einfach an die Nutzungsbedingungen, Leute!
Benutzeravatar
Liegestuhl
Beiträge: 36076
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 11:04
Benutzertitel: Herzls Helfer
Wohnort: אולדנבורג

Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Liegestuhl » Sa 8. Sep 2018, 15:40

bennyh hat geschrieben:(08 Sep 2018, 16:26)

Genau. :thumbup: Hinzu kommt, dass das gesamte Heilige Land zum Dar-Wa-Islam gehörte und jede Aufgabe auch nur eines Quadratzentimeter davon ein Verrat am Koran der Araber im Restmandat bedeuten würde und daher absolut völlisch illusorisch ist. Daher wird es keine Angebote seitens der Araber geben.


So ist es leider, Benny. Du hast völlig Recht.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
Benutzeravatar
Julian
Beiträge: 7880
Registriert: Di 5. Jan 2016, 00:38

Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Julian » Di 11. Sep 2018, 20:37

Eine interessante Dokumentation, die ich gerade im Deutschlandfunk gehört habe:
https://www.deutschlandfunk.de/lifta-wa ... _id=425394

Es ist wohl sinnvoller, dass ich einen Link zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk einstelle, der wesentliche Punkte, die auch ich aufgebracht habe, thematisiert. Ich würde mich nicht mehr trauen, solche Dinge hier zu äußern, weil ich keine Lust habe, als Antisemit bezeichnet zu werden, nur weil ich mich differenziert mit der Thematik auseinandersetze.
Projekt Julian I: 5 Jan 2016 - 14 Aug 2018
Projekt Julian II: 14 Aug 2018 -
Eulenwoelfchen
Beiträge: 519
Registriert: Do 8. Feb 2018, 23:16

Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 12. Sep 2018, 00:01

Julian hat geschrieben:(11 Sep 2018, 21:37)

Eine interessante Dokumentation, die ich gerade im Deutschlandfunk gehört habe:
...Ich würde mich nicht mehr trauen, solche Dinge hier zu äußern, weil ich keine Lust habe, als Antisemit bezeichnet zu werden..


Wie soll man ihre ziemlich dreiste Unterstellung bewerten? Mit der sie all jenen Userinnen und Usern - und deren inhaltlich begründeten Gegenargumenten zu ihrer Sichtweise -
selbstgefällig das pauschalierende Kainsmal auf die Stirn jubeln, sie wegen eines solchen Rundfunkbeitrags als Antisemit abzustempeln.

Wie würden Sie so ein Verhalten selbst bezeichnen? - Als bodenlos? Jammerlappig? - Oder als selbstdarstellerischen Versuch eines zu unrecht
mit der "Antismitismuskeule" niedergeschlagenen Opfers?

Hier stellt sich die Frage, ob Ihnen tatsächlich bewusst ist, was Sie da vom Stapel lassen ...



Julian hat geschrieben:]
...als Antisemit bezeichnet zu werden, nur weil ich mich differenziert mit der Thematik auseinandersetze.

Was wollen Sie damit sagen? - Daß alljene, die eine andere und fundierte Sicht der Dinge haben, inhaltlich -innerhalb dieser Threadthematik - nicht differenzieren können?
Im Gegensatz zu Ihnen in Schwarz-Weiss-Denkhaltung den User Julian - natürlich völlig grundlos - einfach zum Antisemiten abstempeln?

Na dann...hier ein Hördokument zum Thema, datiert zu den Ereignissen 1967, als wiedereinmal der Staat Israel von mehreren arabischen Armeen vernichtet werden sollte,
und natürlich auch Westjerusalem judenfrei gemacht werden sollte. Der Ostteil war bis dahin ja ohnehin jordanisch-palästinensisch und Juden hatten zu ihren historischen Stätten ihrer Urväter und den mehrere Jahrtausende alten Wurzeln ihres Volkes dort
keinen Zutritt.


"Jerusalem of Gold" (Hebrew: ירושלים של זהב‎, Yerushalayim Shel Zahav) is a popular Israeli song written by Naomi Shemer in 1967. The original song described the Jewish people's 2000-year longing to return to Jerusalem; Shemer added a final verse after the Six-Day War to celebrate Jerusalem's unification under Israeli control.
At that time, the Old City was under Jordanian rule; Jews had been barred from entering, and many holy sites had been desecrated. Only three weeks after the song was published, the Six-Day War broke out. The song was the battle cry and morale booster of the Israeli troops. Shemer even sang it for them before the war and festival, making them among the first in the world to hear it. On 7 June, the Israel Defense Forces captured the eastern part of Jerusalem and the Old City from the Jordanians. When Shemer heard the paratroopers singing "Jerusalem of Gold" at the Western Wall, she wrote a final verse, reversing the phrases of lamentation found in the second verse. The line about shofars sounding from the Temple Mount is a reference to an event that actually took place on 7 June.
This beautiful version is from the late OFRA HAZA.
bennyh
Beiträge: 4578
Registriert: Sa 23. Feb 2013, 10:58
Benutzertitel: Auf ganz dünnem Eis
Wohnort: Fast gesperrt

Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon bennyh » Mi 12. Sep 2018, 09:14

Julian hat geschrieben:(11 Sep 2018, 21:37)

Eine interessante Dokumentation, die ich gerade im Deutschlandfunk gehört habe:
https://www.deutschlandfunk.de/lifta-wa ... _id=425394

Es ist wohl sinnvoller, dass ich einen Link zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk einstelle, der wesentliche Punkte, die auch ich aufgebracht habe, thematisiert. Ich würde mich nicht mehr trauen, solche Dinge hier zu äußern, weil ich keine Lust habe, als Antisemit bezeichnet zu werden, nur weil ich mich differenziert mit der Thematik auseinandersetze.

Ihre dreiste Behauptung, es würde Usern hier im Forum leichtfertig und grundlos Antisemitismus unterstellt werden, offenbart lediglich, wes' Geistes Kind Sie sind. Solche Behauptungen kenne ich nur von Antisemiten.
Usertreffen 2019 FTW
Danke an die Moderation für die gute Arbeit all die vielen Jahre.
Haltet euch einfach an die Nutzungsbedingungen, Leute!
Benutzeravatar
Julian
Beiträge: 7880
Registriert: Di 5. Jan 2016, 00:38

Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Julian » Mi 12. Sep 2018, 10:36

bennyh hat geschrieben:(12 Sep 2018, 10:14)

Ihre dreiste Behauptung, es würde Usern hier im Forum leichtfertig und grundlos Antisemitismus unterstellt werden, offenbart lediglich, wes' Geistes Kind Sie sind. Solche Behauptungen kenne ich nur von Antisemiten.


Quod erat demonstrandum.

Ich hatte darauf hingewiesen, dass es bei der Gründung Israels zu Ungerechtigkeiten kam, dass der Teilungsplan nicht zum Vorteil der Palästinenser war, dass Palästinenser vertrieben wurden, dass Anfang des 19. Jahrhundert die Juden eine kleine, im übrigen arabischsprachige Minderheit dort waren, und dass folglich die Palästinenser Rechte als autochthone Minderheit genießen sollten, was die Anerkennung des Arabischen als Amtssprache einschließt.

Es wurde dann sofort auf mich eingedroschen, sinngemäß, dass wer das offizielle Narrativ der Gründung Israels anzweifle, ja damit auch das Existenzrecht Israels in Frage stelle und mithin des Antisemitismus verdächtig sei. Wenig nutzte es, dass ich betonte, dass ich im gegenwärtigen Konflikt aus pragmatischen Gründen eher auf der Seite Israels als der Palästinenser stehe.

Ich würde von daher einfach um mehr Differenzierung, mehr Gelassenheit und weniger Hysterie bitten und darum, dass man sich eingehender mit den Positionen anderer Foristen beschäftigt, bevor man sie verurteilt.
Projekt Julian I: 5 Jan 2016 - 14 Aug 2018
Projekt Julian II: 14 Aug 2018 -
Benutzeravatar
Julian
Beiträge: 7880
Registriert: Di 5. Jan 2016, 00:38

Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Julian » Mi 12. Sep 2018, 10:43

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(12 Sep 2018, 01:01)

Wie soll man ihre ziemlich dreiste Unterstellung bewerten? Mit der sie all jenen Userinnen und Usern - und deren inhaltlich begründeten Gegenargumenten zu ihrer Sichtweise -
selbstgefällig das pauschalierende Kainsmal auf die Stirn jubeln, sie wegen eines solchen Rundfunkbeitrags als Antisemit abzustempeln.

Wie würden Sie so ein Verhalten selbst bezeichnen? - Als bodenlos? Jammerlappig? - Oder als selbstdarstellerischen Versuch eines zu unrecht
mit der "Antismitismuskeule" niedergeschlagenen Opfers?

Hier stellt sich die Frage, ob Ihnen tatsächlich bewusst ist, was Sie da vom Stapel lassen ...




Was wollen Sie damit sagen? - Daß alljene, die eine andere und fundierte Sicht der Dinge haben, inhaltlich -innerhalb dieser Threadthematik - nicht differenzieren können?
Im Gegensatz zu Ihnen in Schwarz-Weiss-Denkhaltung den User Julian - natürlich völlig grundlos - einfach zum Antisemiten abstempeln?

Na dann...hier ein Hördokument zum Thema, datiert zu den Ereignissen 1967, als wiedereinmal der Staat Israel von mehreren arabischen Armeen vernichtet werden sollte,
und natürlich auch Westjerusalem judenfrei gemacht werden sollte. Der Ostteil war bis dahin ja ohnehin jordanisch-palästinensisch und Juden hatten zu ihren historischen Stätten ihrer Urväter und den mehrere Jahrtausende alten Wurzeln ihres Volkes dort
keinen Zutritt.


"Jerusalem of Gold" (Hebrew: ירושלים של זהב‎, Yerushalayim Shel Zahav) is a popular Israeli song written by Naomi Shemer in 1967. The original song described the Jewish people's 2000-year longing to return to Jerusalem; Shemer added a final verse after the Six-Day War to celebrate Jerusalem's unification under Israeli control.
At that time, the Old City was under Jordanian rule; Jews had been barred from entering, and many holy sites had been desecrated. Only three weeks after the song was published, the Six-Day War broke out. The song was the battle cry and morale booster of the Israeli troops. Shemer even sang it for them before the war and festival, making them among the first in the world to hear it. On 7 June, the Israel Defense Forces captured the eastern part of Jerusalem and the Old City from the Jordanians. When Shemer heard the paratroopers singing "Jerusalem of Gold" at the Western Wall, she wrote a final verse, reversing the phrases of lamentation found in the second verse. The line about shofars sounding from the Temple Mount is a reference to an event that actually took place on 7 June.
This beautiful version is from the late OFRA HAZA.


Nun, das Wesentliche finden Sie in meiner obigen Antwort an bennyh. Und ja, man hat mich hier des Antisemitismus verdächtigt wegen Aussagen, die denen in der Doku sehr ähnlich waren, beispielsweise hinsichtlich gewisser Ungerechtigkeiten bei der Staatsgründung Israels.

Auch Ihre hysterische Reaktion zeigt sehr gut, auf welchem Empörungsniveau hier diskutiert wird. Eine sachliche Auseinandersetzung ist quasi nicht möglich.
Projekt Julian I: 5 Jan 2016 - 14 Aug 2018
Projekt Julian II: 14 Aug 2018 -
Eulenwoelfchen
Beiträge: 519
Registriert: Do 8. Feb 2018, 23:16

Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 12. Sep 2018, 11:46

Julian hat geschrieben:(12 Sep 2018, 11:43)
...verdächtigt wegen Aussagen, die denen in der Doku sehr ähnlich waren, beispielsweise hinsichtlich gewisser Ungerechtigkeiten bei der Staatsgründung Israels.

So, und welche deckungsgleichen Aussagen hinsichtlich der Ungerechtigkeiten innerhalb der Doku seitens der Deutschlandfunk-Redaktion wären das im einzelnen genau?
Sie meinen doch wohl damit nicht die Aussagen jenes Palästinensers, der von "zionistischen Banden" sprach? Oder ist es genau das, was sie auch denken und rein "sachlich"
hier an den Mann bzw. die Frau bringen wollten. Also, wie wäre es mal zur Abwechslung mit substanziellen, inhaltlichen Stellungnahmen, die ihre Behauptung der Ungerechtigkeiten
gegenüber den Palästinensern bzw. der Bevorteilung der Juden bei der Staatsgründung Israels belegen. Die gibt es nämlich in dieser Doku gar nicht, sondern nur in Ihrer zusammengezwirbelten Fantasie.


Julian hat geschrieben:(12 Sep 2018, 11:43)
Auch Ihre hysterische Reaktion zeigt sehr gut, auf welchem Empörungsniveau hier diskutiert wird. Eine sachliche Auseinandersetzung ist quasi nicht möglich.


Sie sind einfach ein hoffnungsloser Fall, weil Sie einfach weiterhin - ziemlich dreist - auf Ihrer missverstanenen Leberwurstschiene lieber beleidigen und die Fakten, auch hier
im Thread, bezüglich des Diskussionsverhaltens anderer User, verdrehen. Offenkundig und nachlesbar sind Sie auch nicht in der Lage, dies zu erkennen. Auch gut.
Bobo
Beiträge: 2424
Registriert: Fr 5. Okt 2012, 09:41

Re: Der israelisch-palästinensische binationale Staat

Beitragvon Bobo » Mi 12. Sep 2018, 12:30

Julian hat geschrieben:(12 Sep 2018, 11:36)

Quod erat demonstrandum.

Ich hatte darauf hingewiesen, dass es bei der Gründung Israels zu Ungerechtigkeiten kam, dass der Teilungsplan nicht zum Vorteil der Palästinenser war, dass Palästinenser vertrieben wurden, dass Anfang des 19. Jahrhundert die Juden eine kleine, im übrigen arabischsprachige Minderheit dort waren, und dass folglich die Palästinenser Rechte als autochthone Minderheit genießen sollten, was die Anerkennung des Arabischen als Amtssprache einschließt.

Es wurde dann sofort auf mich eingedroschen, sinngemäß, dass wer das offizielle Narrativ der Gründung Israels anzweifle, ja damit auch das Existenzrecht Israels in Frage stelle und mithin des Antisemitismus verdächtig sei. Wenig nutzte es, dass ich betonte, dass ich im gegenwärtigen Konflikt aus pragmatischen Gründen eher auf der Seite Israels als der Palästinenser stehe.

Ich würde von daher einfach um mehr Differenzierung, mehr Gelassenheit und weniger Hysterie bitten und darum, dass man sich eingehender mit den Positionen anderer Foristen beschäftigt, bevor man sie verurteilt.



Lieber Julian,

bei der wie selbstverständlich benutzten Formulierung „Palästinenser“ als Synonym für die arabische Seite liegt bereits ein Fehler. Es gibt sie nicht, die Palästinenser. Sie sind eine Eigenkreation der arabischen Seite, um eben die affektive Assoziation „Palästinenser – Palästina“ ins Leben zu rufen. Will man den Terminus benutzen, gäbe es arabische Palästinenser und israelische Palästinenser. Und wenn man schon von Ungerechtigkeiten bei der Aufteilung des Mandatsgebietes spricht, meint man doch wohl, dass Transjordanien, welches der arabischen Bevölkerung zugesprochen wurde, flächenmäßig eindeutig der größere Happen war. Bitte nicht vergessen! Das Volk „Palästinenser“ als Synonym für den arabischen Bevölkerungsteil in Palästina war nur ein trickreicher Propagandazug der arabischen Seite, der zumindest bei dir verfing. Wenn Palästinenser, dann meint es alle dort unten lebenden Menschen, einschließlich der Israelis.

Zurück zu „35. Israel & Palästina“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Keoma und 3 Gäste