Nach Israel ziehen

Moderator: Moderatoren Forum 3

Benutzeravatar
Liegestuhl
Beiträge: 34813
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 11:04
Benutzertitel: Herzls Helfer
Wohnort: אולדנבורג

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Liegestuhl » Di 29. Sep 2015, 13:25

Ela,

Ich finde deine Einstellung schon sehr merkwürdig. Wenn der Staat Israel die Definition der Halacha nutzt, ist Israel ein Gottesstaat. Wenn der Staat Israel eine weltliche Definition nutzt, dann nutzt er die, die "argumentatorisch" (gegenüber wem überhaupt?) gerade passt. Bei welcher Definition hättest du eigentlich nichts zu meckern gehabt?
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
Benutzeravatar
Ela
Beiträge: 605
Registriert: Mi 12. Nov 2014, 13:36

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Ela » Mi 30. Sep 2015, 08:45

Liegestuhl » Di 29. Sep 2015, 13:25 hat geschrieben:Ela,

Ich finde deine Einstellung schon sehr merkwürdig. Wenn der Staat Israel die Definition der Halacha nutzt, ist Israel ein Gottesstaat. Wenn der Staat Israel eine weltliche Definition nutzt, dann nutzt er die, die "argumentatorisch" (gegenüber wem überhaupt?) gerade passt. Bei welcher Definition hättest du eigentlich nichts zu meckern gehabt?


Gemeckert habe ich nicht.
Aber eine allgemeingültige Definition des Begriffes 'Jude' gibt es meines Wissens nicht.
Mal mit eigenen Worten erklärt:
Die Franzosen sind ein Volk. Punkt.
Sie sind keine Religionsgemeinschaft. Punkt.
Die Christen sind eine Religionsgemeinschaft. Punkt.
Sie sind kein Volk. Punkt.
Soweit, so klar.
Sind die Juden ein Volk?
Wer weiß? Hier gibt es schon Unstimmigkeiten, wie man anhand der Thesen Shlomo Sands und dessen Befürwortern erkennen kann.
Sind die Juden eine Religionsgemeinschaft?
Ja, oder etwa nicht? Es gibt doch auch säkular ausgerichtete Juden, die gerade mal an hohen Feiertagen religiöse Bräuche ausüben. Wenn überhaupt. (Manche essen ja am Sabbat einen McBacon, wobei sie gleich zweifach gegen die Kaschrut verstoßen :D )
Es gibt auch Leute, die sagen selbst als zum Christentum Konvertierter bleibt man Jude. Ob's stimmt? Keine Ahnung.
Wer ist überhaupt Jude?
Bisher war ich der Meinung, ein Jude sei abstammungsmäßig derjenige, dessen Mutter Jüdin ist.
Musste mich aber von dir eines Besseren belehren lassen.
Laut israelischer Staatsdefinition ist derjenige Jude, der mindestens ein jüdisches Großelternteil hat.

Du siehst also, es ist weder einfach noch überhaupt klar, wie man Jude definiert, da streiten sich selbst Juden untereinander.
Dass man dieses dann auch "argumentatorisch" nutzen kann, ist doch logisch.
Benutzeravatar
Liegestuhl
Beiträge: 34813
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 11:04
Benutzertitel: Herzls Helfer
Wohnort: אולדנבורג

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Liegestuhl » Mi 30. Sep 2015, 08:50

Ela » Mi 30. Sep 2015, 09:45 hat geschrieben:Aber eine allgemeingültige Definition des Begriffes 'Jude' gibt es meines Wissens nicht.

Richtig. Genauso wenig, wie es eine allgemeingültige Defintion darüber gibt, wer Christ oder Muslim oder Deutscher ist. Darüber scheiden sich die Geister. Und das ist auch gut so.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
Truther
Beiträge: 80
Registriert: Mi 1. Jan 2014, 18:32

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Truther » Mi 30. Sep 2015, 16:58

Liegestuhl » Wed 30. Sep 2015, 08:50 hat geschrieben: Genauso wenig, wie es eine allgemeingültige Defintion darüber gibt, wer Christ oder Muslim oder Deutscher ist. Darüber scheiden sich die Geister. Und das ist auch gut so.



Wer Deutscher ist, ist eindeutig im GG definiert, die Definition wurde zitiert, aber leider von den Mods gelöscht.
Truther
Beiträge: 80
Registriert: Mi 1. Jan 2014, 18:32

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Truther » Mi 30. Sep 2015, 16:59

Ela » Wed 30. Sep 2015, 08:45 hat geschrieben:
Gemeckert habe ich nicht.
Aber eine allgemeingültige Definition des Begriffes 'Jude' gibt es meines Wissens nicht.
Mal mit eigenen Worten erklärt:
Die Franzosen sind ein Volk. Punkt.
Sie sind keine Religionsgemeinschaft. Punkt.
Die Christen sind eine Religionsgemeinschaft. Punkt.
Sie sind kein Volk. Punkt.
Soweit, so klar.
Sind die Juden ein Volk?
Wer weiß? Hier gibt es schon Unstimmigkeiten, wie man anhand der Thesen Shlomo Sands und dessen Befürwortern erkennen kann.
Sind die Juden eine Religionsgemeinschaft?
Ja, oder etwa nicht? Es gibt doch auch säkular ausgerichtete Juden, die gerade mal an hohen Feiertagen religiöse Bräuche ausüben. Wenn überhaupt. (Manche essen ja am Sabbat einen McBacon, wobei sie gleich zweifach gegen die Kaschrut verstoßen :D )
Es gibt auch Leute, die sagen selbst als zum Christentum Konvertierter bleibt man Jude. Ob's stimmt? Keine Ahnung.
Wer ist überhaupt Jude?
Bisher war ich der Meinung, ein Jude sei abstammungsmäßig derjenige, dessen Mutter Jüdin ist.
Musste mich aber von dir eines Besseren belehren lassen.
Laut israelischer Staatsdefinition ist derjenige Jude, der mindestens ein jüdisches Großelternteil hat.

Du siehst also, es ist weder einfach noch überhaupt klar, wie man Jude definiert, da streiten sich selbst Juden untereinander.
Dass man dieses dann auch "argumentatorisch" nutzen kann, ist doch logisch.



Vielen Dank, das war ein ausführlicher und sachlicher Beitrag.
Benutzeravatar
Liegestuhl
Beiträge: 34813
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 11:04
Benutzertitel: Herzls Helfer
Wohnort: אולדנבורג

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Liegestuhl » Mi 30. Sep 2015, 17:41

Ela: Glaubst du das deine Defintion von Christ auch meiner entspricht?

Glaubst du, dass deine Definiton von "Deutscher" auch meiner entspricht?

Nein, man kann darüber streiten.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
Benutzeravatar
Fuerst_48
Beiträge: 3696
Registriert: Mi 22. Jan 2014, 20:09
Benutzertitel: Cogito, ergo sum

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Fuerst_48 » Do 1. Okt 2015, 18:11

Liegestuhl » Mi 30. Sep 2015, 18:41 hat geschrieben:Ela: Glaubst du das deine Defintion von Christ auch meiner entspricht?

Glaubst du, dass deine Definiton von "Deutscher" auch meiner entspricht?

Nein, man kann darüber streiten.

DEUTSCHER ist (aktuell) kein Reizthema.
JUDE (laut meinem jüdischen Freund) war eines und wird stets eines sein.
Benutzeravatar
Fuerst_48
Beiträge: 3696
Registriert: Mi 22. Jan 2014, 20:09
Benutzertitel: Cogito, ergo sum

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Fuerst_48 » Fr 12. Aug 2016, 11:04

Chajm hat geschrieben:(26 Nov 2013, 21:50)

;) Wenn Sie Deutscher sind und kein Toitscher - herzlich Willkommen! ;)

Skifahren am Berg HERMON, ein eigenes Resort wartet dort.
Nur die Strasse 999 sollte man mit Vorsicht befahren. Sie führt wenige Kilometer über südlibanesisches Gebiet, bevor sie wieder Israel erreicht. Eine öde Strecke, nur die HIZBOLLAH dürfte einem dort begegnen. Ob die sich mit einem VISUM für den Besuch des LIBANON begnügen?? :mad2: :mad2: :mad2: :mad2:
Marc Aurel

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Marc Aurel » Fr 12. Aug 2016, 12:40

Ela hat geschrieben:(30 Sep 2015, 09:45)

Gemeckert habe ich nicht.
Aber eine allgemeingültige Definition des Begriffes 'Jude' gibt es meines Wissens nicht.
Mal mit eigenen Worten erklärt:
Die Franzosen sind ein Volk. Punkt.
Sie sind keine Religionsgemeinschaft. Punkt.
Die Christen sind eine Religionsgemeinschaft. Punkt.
Sie sind kein Volk. Punkt.
Soweit, so klar.
Sind die Juden ein Volk?
Wer weiß? Hier gibt es schon Unstimmigkeiten, wie man anhand der Thesen Shlomo Sands und dessen Befürwortern erkennen kann.
Sind die Juden eine Religionsgemeinschaft?
Ja, oder etwa nicht? Es gibt doch auch säkular ausgerichtete Juden, die gerade mal an hohen Feiertagen religiöse Bräuche ausüben. Wenn überhaupt. (Manche essen ja am Sabbat einen McBacon, wobei sie gleich zweifach gegen die Kaschrut verstoßen :D )
Es gibt auch Leute, die sagen selbst als zum Christentum Konvertierter bleibt man Jude. Ob's stimmt? Keine Ahnung.
Wer ist überhaupt Jude?
Bisher war ich der Meinung, ein Jude sei abstammungsmäßig derjenige, dessen Mutter Jüdin ist.
Musste mich aber von dir eines Besseren belehren lassen.
Laut israelischer Staatsdefinition ist derjenige Jude, der mindestens ein jüdisches Großelternteil hat.

Du siehst also, es ist weder einfach noch überhaupt klar, wie man Jude definiert, da streiten sich selbst Juden untereinander.
Dass man dieses dann auch "argumentatorisch" nutzen kann, ist doch logisch.


Interessant. Wie wäre das eigentlich, wenn ich eine Jüdin heiraten würde und zum Judentum konvertierte. Wäre ich dann ein echter Jude, oder erst unsere Kinder? Jüdisches Blut fließt ja nicht in meinen Adern, wenn man von der "Volks"-Theorie ausgeht.
Benutzeravatar
Flat
Beiträge: 4912
Registriert: Sa 7. Mär 2015, 17:14

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Flat » Fr 12. Aug 2016, 12:50

Marc Aurel hat geschrieben:(12 Aug 2016, 13:40)

Interessant. Wie wäre das eigentlich, wenn ich eine Jüdin heiraten würde und zum Judentum konvertierte. Wäre ich dann ein echter Jude, oder erst unsere Kinder? Jüdisches Blut fließt ja nicht in meinen Adern, wenn man von der "Volks"-Theorie ausgeht.


Moin,

wenn Du konvertierst, bist Du Jude. Die Heirat kannst Du aus Deinem Beispiel streichen, sie ist ohne Belang für diese Frage.

Ist aber nicht so einfach wie in anderen Religionen, da das Judentum nicht missioniert und die Konvertierung daher einiges an Lernen, Mühe und Ernsthaftigkeit mit sich bringt. Da kannst gern 3 Jahre oder mehr für einplanen. Sofern Du vorher einen Rabbiner von Deiner Ernsthaftigkeit überzeugt hast. Am Schluss musst Du dann nur noch das Rabbinergericht (Beit din) überzeugen.
_______
wer Rechtsradikales sagt und tut, ist rechtsradikal. Das hat nichts mit Nazikeule zu tun.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/inte ... 62231.html
Marc Aurel

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Marc Aurel » Fr 12. Aug 2016, 12:59

@Flat: Danke für die Info. Ganz schön aufwendig. Dann bleibe ich doch lieber kritischer Christ ^^.

Obwohl, dann würde auch die Kirchensteuer wegfallen. Stattdessen ein bisschen ungesäuertes Brot zum Pascha-Fest backen, fertig ^^. Oder gibts da auch Zwangsabgaben? Na o.k. Genug geblödelt.
Benutzeravatar
Flat
Beiträge: 4912
Registriert: Sa 7. Mär 2015, 17:14

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Flat » Fr 12. Aug 2016, 13:08

Marc Aurel hat geschrieben:(12 Aug 2016, 13:59)

@Flat: Danke für die Info. Ganz schön aufwendig. Dann bleibe ich doch lieber kritischer Christ ^^.

Obwohl, dann würde auch die Kirchensteuer wegfallen. Stattdessen ein bisschen ungesäuertes Brot zum Pascha-Fest backen, fertig ^^. Oder gibts da auch Zwangsabgaben? Na o.k. Genug geblödelt.


Moin,

solange Christ sein für Dich eine Alternative ist, solltest Du an Konvertierung zum Judentum eh keinen Gedanken verschwenden.

Nach jüdischem Glauben verschlechterst Du mit Deiner Konvertierung Deine Chancen vor Gott. Als Jude wirst Du an 613 Weisungen gemessen, als Nichtjude nur an 7 Weisungen. Eine Konvertierung ist nicht nötig, um vor Gott als gerecht zu gelten.

Es ist nach jüdischem Glaube für Dich als Nichtjude entscheidend, welche Taten Du im Sinne dieser 7 Weisungen vollbracht hast, im guten wie im schlechten. Das wird ´von Gott gewogen. Im Gegensatz zum christlichen Glauben führt aber nicht eine Sünde unweigerlich ins Verderben sondern gute Taten gleichen schlechte aus. Und es zählen auch wirklich nur Taten und keine Gedanken oder Absichten. Wenn's Dich interessiert, schau einfach mal bei Wikipedia unter 'noachidische Gebote'. Ist für einen ersten Einstieg ganz brauchbar (letztlich aber eben doch Wikipedia mit seinen bekannten Unzulänglichkeiten).
_______
wer Rechtsradikales sagt und tut, ist rechtsradikal. Das hat nichts mit Nazikeule zu tun.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/inte ... 62231.html
Benutzeravatar
Flat
Beiträge: 4912
Registriert: Sa 7. Mär 2015, 17:14

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Flat » Fr 12. Aug 2016, 13:10

Marc Aurel hat geschrieben:(12 Aug 2016, 13:59)

Obwohl, dann würde auch die Kirchensteuer wegfallen.


Moin,

dazu brauchst Du nur auszutreten. Entgegen landläufiger Meinung bleibt man trotzdem Christ. Ich lese in den Evangelien nirgends die Notwendigkeit einer Kirchenmitgliedschaft.
_______
wer Rechtsradikales sagt und tut, ist rechtsradikal. Das hat nichts mit Nazikeule zu tun.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/inte ... 62231.html
Marc Aurel

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Marc Aurel » Fr 12. Aug 2016, 14:35

Flat hat geschrieben:(12 Aug 2016, 14:08)

....
Es ist nach jüdischem Glaube für Dich als Nichtjude entscheidend, welche Taten Du im Sinne dieser 7 Weisungen vollbracht hast, im guten wie im schlechten. Das wird ´von Gott gewogen. Im Gegensatz zum christlichen Glauben führt aber nicht eine Sünde unweigerlich ins Verderben sondern gute Taten gleichen schlechte aus. Und es zählen auch wirklich nur Taten und keine Gedanken oder Absichten. Wenn's Dich interessiert, schau einfach mal bei Wikipedia unter 'noachidische Gebote'. Ist für einen ersten Einstieg ganz brauchbar (letztlich aber eben doch Wikipedia mit seinen bekannten Unzulänglichkeiten).


Moinsen.

Danke, ich schmöker da mal rein. Katholisch, dann die sieben jüdischen Regeln, dann noch Buddhas Lehren ein bischen beherzigen, dann müsste im nächsten Leben ja alles klargehen ^^. 100 Jungfrauen brauche ich nicht, ein Engel reicht schon, also der Islam ist schonmal überflüssig.
Marc Aurel

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Marc Aurel » Fr 12. Aug 2016, 14:43

https://de.wikipedia.org/wiki/Noachidische_Gebote

Ah, prima, das ist ja mit den 10 Geboten eh schon abgedeckt.

Gut, ich hoffe, mit Tierquälerei ist nicht gemeint, Mücken und anderes Ungeziefer in der Wohnung kurz und schmerzlos zu töten.

Das ist, jetzt mal ohne Flachs, eine sehr sympathische Haltung gegenüber Andersgläubigen.

Im Christentum und erst recht im Islam soll es Andersgläubigen ja nicht so gut ergehen.
Was ich noch nie verstanden habe, denn was soll denn ein armer Naturbursche im Dschungel machen, wenn er noch nie vom "wahren Gott" gehört hat? Das sind imho Dichtungen von Menschen, die aber mit einem gütigen Gott, so es ihn tatsächlich gibt, nichts zu tun haben.
Benutzeravatar
Flat
Beiträge: 4912
Registriert: Sa 7. Mär 2015, 17:14

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Flat » Sa 13. Aug 2016, 08:03

Marc Aurel hat geschrieben:(12 Aug 2016, 15:43)

https://de.wikipedia.org/wiki/Noachidische_Gebote

Ah, prima, das ist ja mit den 10 Geboten eh schon abgedeckt.



Moin,

nein, obwohl es natürlich eine große Schnittmenge gibt, da beides aus dem Judentum stammt.

Es fehlt in den 10 Geboten die Weisung, sich für einen gerechten Staat einzusetzen und die Natur zu achten. (dieses findet sich im Judentum in anderen Weisungen. Die 10 Gebote sind ja nur ein kleiner Teil)

Wiederum finden sich 5 der 10 Gebote nicht in den 7 Weisungen.
_______
wer Rechtsradikales sagt und tut, ist rechtsradikal. Das hat nichts mit Nazikeule zu tun.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/inte ... 62231.html
Kleon 2.0
Beiträge: 128
Registriert: Mi 20. Mai 2015, 14:31
Benutzertitel: Revolutionärer Reformist

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Kleon 2.0 » Sa 13. Aug 2016, 08:37

Marc Aurel hat geschrieben:(12 Aug 2016, 13:59)
Obwohl, dann würde auch die Kirchensteuer wegfallen. (...) Oder gibts da auch Zwangsabgaben?


Mitglieder der jüdischen Gemeinden sind in Deutschland Kirchensteuer-pflichtig; fließt dann natürlich auch diesen Gemeinden zu.
Marc Aurel

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Marc Aurel » Sa 13. Aug 2016, 11:34

Kleon 2.0 hat geschrieben:(13 Aug 2016, 09:37)

Mitglieder der jüdischen Gemeinden sind in Deutschland Kirchensteuer-pflichtig; fließt dann natürlich auch diesen Gemeinden zu.


Tatsache, ich habe es eben mal gegoogelt. Man lernt nie aus.
Danke!
Benutzeravatar
Fuerst_48
Beiträge: 3696
Registriert: Mi 22. Jan 2014, 20:09
Benutzertitel: Cogito, ergo sum

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Fuerst_48 » Di 27. Sep 2016, 14:54

Kleon 2.0 hat geschrieben:(13 Aug 2016, 09:37)

Mitglieder der jüdischen Gemeinden sind in Deutschland Kirchensteuer-pflichtig; fließt dann natürlich auch diesen Gemeinden zu.

Erst kürzlich hat in Münschen nach über 70 Jahren wieder ein jüdisches Gymnasium mit seinem Unterricht begonnen.
Benutzeravatar
HugoBettauer
Beiträge: 22842
Registriert: Mo 16. Jul 2012, 15:43
Benutzertitel: Das blaue Mal
Wohnort: Anti-Anti

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon HugoBettauer » Mi 28. Sep 2016, 07:17

Truther hat geschrieben:(30 Sep 2015, 17:58)

Wer Deutscher ist, ist eindeutig im GG definiert, die Definition wurde zitiert, aber leider von den Mods gelöscht.

Die Definition des Grundgesetzes ist eine gute und für die deutsche Gesetzgebung gültige. Sie hält weder einen anderen Staat ab, für sein Herrschaftsgebiet nach beliebiger Definition Menschen als Deutsche zu bezeichnen (oder dies zu verneinen) und davon abhängig irgendwelche Minderheitenrechte zu definieren noch kann sie Wissenschaftler, Medien oder Politiker daran hindern, beliebige Aggregate aus eigenen Gründen abweichend als Deutsche oder Nichtdeutsche zu bezeichnen. So ist es auch mit dem Judentum: Der israelische Staat hat eine Rechtsidee von jüdischen Menschen, die unter anderem für die Einbürgerung Folgen hat. Verschiedene jüdische Glaubensrichtungen in Israel und sonst auf der Welt können eigene Vorstellungen haben, ob jemand Jude ist bzw warum jemand Jude sein kann. Dritte, etwa auswärtige Staaten, können weitere Gründe haben, warum sie jemanden als Juden bezeichnen und behandeln. Entsprechend wird die eine Definition, nach der alle gehen müssen, wohl an der Durchsetzbarkeit scheitern.
Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt
ist alles neu
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt
ist alles neu und anders als früher.

Zurück zu „35. Israel & Palästina“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste