Nach Israel ziehen

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fred76
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon fred76 » Mo 21. Sep 2015, 15:51

Bobo » Mo 21. Sep 2015, 12:41 hat geschrieben:Berechtigte Sicherheitspolitik fiele mir da ein.


Siehst du, mir nicht. Auch das unterscheidet uns.
Netanjahu übrigens auch nicht, schließlich nannte er explizit "demografische und geografische" Gründe, keine Sicherheitsbedenken.
Zuletzt geändert von fred76 am Mo 21. Sep 2015, 15:53, insgesamt 1-mal geändert.
Bobo
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Bobo » Mo 21. Sep 2015, 16:13

fred76 » Mo 21. Sep 2015, 16:51 hat geschrieben:
Siehst du, mir nicht. Auch das unterscheidet uns.
Netanjahu übrigens auch nicht, schließlich nannte er explizit "demografische und geografische" Gründe, keine Sicherheitsbedenken.



Und was denkst du, verbirgt sich hinter Demografie? Schlag mal nach. Dann wird dir der Zusammenhang klar. Präziser hätte er es kaum ausdrücken können.
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Fuerst_48
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Fuerst_48 » Sa 26. Sep 2015, 13:16

Liegestuhl » Mo 19. Jan 2015, 23:20 hat geschrieben:
Ach komm, Gretel! Denk mal an die jüdische Geschichte! Denk mal daran, wie es ist, auf Andere angewiesen zu sein und wie das bisher so geklappt hat. Es ist wirklich nicht so schwer, Gretel. Du protzt doch sonst auch immer so damit, dass du studiert hast.

Am Ende vom Geld noch so viel Monat...da fangen viele zu studieren an, die noch nie eine UNI von innen gesehen haben... :cool: :cool:
Truther
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Truther » Sa 26. Sep 2015, 21:26

Cobra9 » Wed 27. Nov 2013, 08:19 hat geschrieben:
Moin Moin,

also mal ganz kurz die Basis. Alle Nichtjuden müssen zur Erteilung für eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung eine feste Arbeitsstelle und eine ausreichend hohe Kapitaldecke besitzen.


Und wie wird es bestimmt, wer Jude ist?
In Deutschland ist jeder ein Deutscher, der einen deutschen Pass hat.

Es wäre nicht schlecht, wenn Deutschland und andere europäischen Länder solche Gesetze hätten, wie Israel. Dann gäbe es in Europa kein Problem mit dem "demographischen Wandel" (sprich demographischer Katastrophe) und Flüchtlingen aus der Dritten Welt.
Zuletzt geändert von Truther am Sa 26. Sep 2015, 21:34, insgesamt 3-mal geändert.
Andrea-Perula

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Andrea-Perula » Sa 26. Sep 2015, 23:20

Truther » Sa 26. Sep 2015, 21:26 hat geschrieben:
Und wie wird es bestimmt, wer Jude ist?
In Deutschland ist jeder ein Deutscher, der einen deutschen Pass hat.

Es wäre nicht schlecht, wenn Deutschland und andere europäischen Länder solche Gesetze hätten, wie Israel. Dann gäbe es in Europa kein Problem mit dem "demographischen Wandel" (sprich demographischer Katastrophe) und Flüchtlingen aus der Dritten Welt.



Man muss nur in der muetterlichen Linie etwas juedisches finden .....dann klappt es auch mit dem Zuzug ins gelobte Land.

Man kann auch zum Judentum konvertieren.... ist sehr schwer ein Kollege hat fast 7 Jahre gebraucht.

Die Regeln und Feste lernen dauert schon seine Zeit. Ich finde das Judentum als sehr interessant und stehe als Christ dem wohl weit naeher als anderen Religionen.
Andrea-Perula

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Andrea-Perula » Sa 26. Sep 2015, 23:22

Truther » Sa 26. Sep 2015, 21:26 hat geschrieben:
Und wie wird es bestimmt, wer Jude ist?
In Deutschland ist jeder ein Deutscher, der einen deutschen Pass hat.

Es wäre nicht schlecht, wenn Deutschland und andere europäischen Länder solche Gesetze hätten, wie Israel. Dann gäbe es in Europa kein Problem mit dem "demographischen Wandel" (sprich demographischer Katastrophe) und Flüchtlingen aus der Dritten Welt.



Nicht jeder mit deutschem Pass ist Deutscher im Sinne des GG...... der Pass oder Ausweis geht nur davon aus dass er Deutscher ist.......
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zollagent
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon zollagent » So 27. Sep 2015, 12:51

Andrea-Perula » So 27. Sep 2015, 00:22 hat geschrieben:

Nicht jeder mit deutschem Pass ist Deutscher im Sinne des GG...... der Pass oder Ausweis geht nur davon aus dass er Deutscher ist.......

Es ist eher nicht jeder Deutsche mit einem deutschen Pass ausgetattet. Wenn du Mal den entsprechenden Artikel imGrundgesetz hierzu lesen würdest, wäre dir das klar.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Liegestuhl » Mo 28. Sep 2015, 08:50

Andrea-Perula » So 27. Sep 2015, 00:20 hat geschrieben:Man muss nur in der muetterlichen Linie etwas juedisches finden .....dann klappt es auch mit dem Zuzug ins gelobte Land.


Das war früher einmal. Seit 1970 reicht es, einen jüdischen Großelternteil zu haben. Die Frage, wer Jude ist und wer nicht, wird innerhalb der israelischen Rechtsprechung, in Bezug auf das Rückkehrgesetz, nicht auf der religiösen Definition der Halacha beantwortet, sondern ist rein weltlicher Natur. Nur um einfach mal mit diesem Vorurteil aufzuräumen.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Truther » Mo 28. Sep 2015, 11:08

Liegestuhl » Mon 28. Sep 2015, 08:50 hat geschrieben:

Seit 1970 reicht es, einen jüdischen Großelternteil zu haben. Die Frage, wer Jude ist und wer nicht, wird innerhalb der israelischen Rechtsprechung, in Bezug auf das Rückkehrgesetz, nicht auf der religiösen Definition der Halacha beantwortet, sondern ist rein weltlicher Natur. Nur um einfach mal mit diesem Vorurteil aufzuräumen.



Sehr Interessent, danke!

Also, wer Jude ist, wird anhand der Abstammung bestimmt, mit Sprache, Kultur oder Religion hat das nichts zu tun. Habe ich Sie richtig verstanden?
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Ultra-tifosi » Mo 28. Sep 2015, 12:03

Mal ein Tipp, wo in Israel:

Haifa ist die mit Abstand (meiner Meinung nach) beste Stadt in Israel. Eine Arbeiterstadt (270.000 Einwohner) mit vielen Religionen (Juden, Muslime, Christen, Drusen, Bahai)
die alle sehr gut miteinander auskommen, auch weil die Religionsauslegung seitens der Einwohner eher gemäßigt und pragmatisch ist. Nebenbei die einzigste Großstadt in Israel in der am Sabbat öffentliche Verkehrsmittel fahren.

Ansonsten natürlich die Partystadt Tel Aviv, auch wenn die Mieten sauteuer sind oder Be´er Scheva, eine Stadt am Rande der Wüste Negev mit einem aber sehr lebendigen Studentenleben.

Jerusalem, Akkon u.a. sind zwar toll anzusehen, aber dort zu wohnen ist ne Qual...
Zuletzt geändert von Ultra-tifosi am Mo 28. Sep 2015, 12:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Liegestuhl » Mo 28. Sep 2015, 12:24

Ultra-tifosi » Mo 28. Sep 2015, 13:03 hat geschrieben:Mal ein Tipp, wo in Israel:

Haifa ist die mit Abstand (meiner Meinung nach) beste Stadt in Israel. Eine Arbeiterstadt (270.000 Einwohner) mit vielen Religionen (Juden, Muslime, Christen, Drusen, Bahai)
die alle sehr gut miteinander auskommen, auch weil die Religionsauslegung seitens der Einwohner eher gemäßigt und pragmatisch ist.


Am Temple der Bahai sind der User Platon und ich fast mal ums Leben gekommen. Die Stadt ist wirklich toll (in den Restaurants gab es sogar Schweinefleisch), aber für mich als Flachländer ist sie zu hügelig :)
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Platon » Mo 28. Sep 2015, 12:27

Liegestuhl » Mo 28. Sep 2015, 13:24 hat geschrieben:Am Temple der Bahai sind der User Platon und ich fast mal ums Leben gekommen.

:D
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Bobo » Mo 28. Sep 2015, 15:05

Platon » Mo 28. Sep 2015, 13:27 hat geschrieben: :D
Ein unvergessliches Erlebnis im heiligen Land.



Huch! Wie das? Lag es am Essen, dem Straßenverkehr oder ist was gruseliges passiert? (wenn man den fragen darf)
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Liegestuhl » Mo 28. Sep 2015, 15:32

Offtopic:

Der Kerl hat mit einem Auto dieses "rechts halten"-Schild überfahren und ist dann auf seinem Bodenblech die Senke heruntergeschlittert. Die Reifen waren quasi ausgehoben.

https://www.google.de/maps/@32.8146425, ... 56!6m1!1e1

Wir liefen ungefähr hier, als wir den Wagen herunterscheppern hörten:

https://www.google.de/maps/@32.8142876, ... 56!6m1!1e1

Irgendwann hatten die Reifen wieder Boden und die Kiste ist volle Kanne nach rechts ausgebrochen und gegen diese Pfeiler gerast. Das Auto ist dabei sicherlich einen Meter in die Luft gewirbelt worden. Wäre die Kiste nach links ausgebrochen, wären wir jetzt Matsch an der Wand.

https://www.google.de/maps/@32.8139447, ... 56!6m1!1e1
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Fuerst_48 » Mo 28. Sep 2015, 16:30

Andrea-Perula » Sa 26. Sep 2015, 23:20 hat geschrieben:

Man muss nur in der muetterlichen Linie etwas Juedisches finden .....dann klappt es auch mit dem Zuzug ins gelobte Land.

Man kann auch zum Judentum konvertieren.... ist sehr schwer ein Kollege hat fast 7 Jahre gebraucht.

Die Regeln und Feste lernen dauert schon seine Zeit. Ich finde das Judentum als sehr interessant und stehe als Christ dem wohl weit naeher als anderen Religionen.

Was bei den gemeinsamen Wurzeln nachvollziehbar ist. Ein Freund (lebt mit Familie in Deutschland) ist Jude, seine Frau Christin, die Kinder durften sich frei für eine Glaubenszugehörigkeit entscheiden. Eine Tochter wurde Jüdin, ist in Jerusalem verheiratet, was die Sache insgesamt erleichtert hat. Von wegen finanzieller RÜCKHALT...
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Ela » Di 29. Sep 2015, 08:27


Liegestuhl schrieb:
Seit 1970 reicht es, einen jüdischen Großelternteil zu haben. Die Frage, wer Jude ist und wer nicht, wird innerhalb der israelischen Rechtsprechung, in Bezug auf das Rückkehrgesetz, nicht auf der religiösen Definition der Halacha beantwortet, sondern ist rein weltlicher Natur. Nur um einfach mal mit diesem Vorurteil aufzuräumen.


Truther » Mo 28. Sep 2015, 11:08 hat geschrieben:

Sehr Interessent, danke!

Also, wer Jude ist, wird anhand der Abstammung bestimmt, mit Sprache, Kultur oder Religion hat das nichts zu tun. Habe ich Sie richtig verstanden?


Mal so , mal so.
Ich glaube das kommt darauf an.
Nämlich, wie es argumentatorisch grade am besten passt :D
Zuletzt geändert von Ela am Di 29. Sep 2015, 08:29, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Nathan » Di 29. Sep 2015, 08:40

jack000 » Di 26. Nov 2013, 23:06 hat geschrieben:Wenn ich richtig informiert bin, dann ist in Israel das Ladenschlußthema intelligent gelöst worden und das Klima recht angenehm.

Davon ausgehend, dass ich kein Schußopfer bin und das das Klima recht angenehm ist, ist Tel-Aviv sicherlich ein angenehmer Ort!
(Allerdings soll die Wohnungsproblematik dort wesentlich sein, was ein Grund ist nicht dort hin zu ziehen (Ich käme ja sonst vom Regen in die Traufe))


ich hätte keinen Bock, dauernd irgendwelche Raketen aus meinem Vorgarten ausbuddeln zu müssen
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Liegestuhl » Di 29. Sep 2015, 13:03

Ela » Di 29. Sep 2015, 09:27 hat geschrieben:Mal so , mal so.
Ich glaube das kommt darauf an.
Nämlich, wie es argumentatorisch grade am besten passt :D


Was genau meinst du?
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon pikant » Di 29. Sep 2015, 13:08

Nathan » Di 29. Sep 2015, 08:40 hat geschrieben:
ich hätte keinen Bock, dauernd irgendwelche Raketen aus meinem Vorgarten ausbuddeln zu müssen


das ist mit ein Grund , warum viele nicht nach Israel ziehen wollen, wobei das Land gute Abwehrsysteme gegen diese massiven Geschosse hat und das Land auch kulturell und landschaftlich einiges positive zu bieten hat.
Zudem ist das Klima dort angenehm mild :)
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Chajm » Di 29. Sep 2015, 13:14

Vielleicht sollte sich all jene, die sich hier in wilden und wüsten Spekulationen über das im Thread zu diskutierende Thema ergehen, ganz einfach mal die israelische Botschaft anschreiben und um Klärung bitten!
Die Konsularabteilung und auch die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit helfen da bestimmt gerne - und wenn die Frager, sozusagen als Empfehlung, noch einige ihrer hiesigen Suaden verlinken, dann wird die Hilfe nochmal so gerne gewährt!

Shalom
Chajm


PS: Was die Suaden betrifft - eigentlich brauchen die nicht verlinkt zu werden, die haben sie in Berlin eh schon!
"Where no counsel is, the people fall, but in the multitude of counselors there is safety."

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