Nach Israel ziehen

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Antonius
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Antonius » Di 6. Jan 2015, 15:50

freigeist » Do 29. Mai 2014, 21:52 hat geschrieben:Es gibt Palästinenser, die in Israel leben und nichts zu befürchten haben. Es geht also...
Liegestuhl » So 1. Jun 2014, 07:08 hat geschrieben:Es gibt zahlreiche christliche Palästinenser, die halten den israelischen Staat so schützenswert, dass sie ihren Wehrdienst in der israelischen Armee ableisten, um im Zweifel gegen ihre muslimischen Landsleute zu kämpfen. Es ist in Israel keine Frage des jüdisch oder nicht jüdisch sein, sondern welche Einstellung jemand zum israelischen Staat hat; ob er ihm freundlich oder feindlich gegenüber steht.

Christen sind im allgemeinen sehr loyale Bürger des Staates Israel.

Warum?

Ein wichtiger Grund dürfte sein, daß Israel der einzige Ort im Nahen Osten ist, an dem Christen ohne Diskriminierung leben können.
Es gibt eine wachsende Anzahl von Christen, besonders aus Nazareth, die freiwillig in die israelische Armee eintritt
und sich vollständig als loyale und produktive Bürger in die israelische Gesellschaft integriert.
Dieser Trend wird nun auch von anderen Medien im Ausland erkannt, auch wenn die meisten Nachrichtenagenturen immer noch behaupten,
daß Israel alle nichtjüdischen Minderheiten unterdrückt.

http://www.israelheute.com/Nachrichten/ ... fault.aspx
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fred76
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon fred76 » Di 6. Jan 2015, 17:00

Antonius » Di 6. Jan 2015, 15:50 hat geschrieben:Ein wichtiger Grund dürfte sein, daß Israel der einzige Ort im Nahen Osten ist, an dem Christen ohne Diskriminierung leben können.


Leere Phrasen. Auch das "gelobte Land" ist voller Schatten:
Die "Pricetag"-Anschläge jüdischer Fanatiker richten sich nicht nur gegen Araber, sondern auch gegen andere Minderheiten, einschließlich Christen. Und der Staat Israel unternimmt praktisch nichts, um derartige Anschläge zu verhindern. in den letzten Jahren hat es viele hundert davon gegeben:

"Es gibt ein einziges Plakat in ganz Jerusalem, mitten im christlichen Viertel, am Christian Information Center, wo auf Hebräisch, Arabisch und Englisch steht "Welcome to the Holy Land" und wo man den Papst sieht, also einfach ein Begrüßungsposter. Das musste jetzt abgehängt werden, um nicht religiöse Gefühle der Juden zu verletzen. Wie gesagt ein Plakat, was mitten im christlichen Viertel hängt."
http://www.deutschlandfunk.de/angriffe- ... _id=285076
Martin**

Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Martin** » Di 6. Jan 2015, 18:27

fred76 » Di 6. Jan 2015, 17:00 hat geschrieben:

[i]"Es gibt ein einziges Plakat in ganz Jerusalem, ...

Woher weißt du das?
Hast du die ganze Stadt danach durchsucht?
Wie oft warst du schon dort?
:?:
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Christoph » Di 6. Jan 2015, 18:56

Simowitsch » Di 26. Nov 2013, 21:44 hat geschrieben:Ist es für mich als Deutscher einfach, nach Israel zu ziehen oder muss man da bestimmte Voraussetzungen erfüllen?


Du müsstest zum jüdischen Glauben konvertieren.
Allerdings sollte die Annahme einer Religion immer eine Frage der persönlichen Überzeugung sein. Niemand sollte eine bestimmte Religion annehmen, um daraus weltliche Vorteile zu ziehen.
Ich persönlich würde nicht zum jüdischen Glauben konvertieren, nur weil ich dann nach Israel einwandern könnte.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Provokateur » Di 6. Jan 2015, 18:59

Muss man? Reicht es nicht, eine Israelitin zu heiraten (ja, über das ob und wie und ob überhaupt brauchen wir jetzt nicht zu reden, aber theoretisch)?
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Liegestuhl » Mi 7. Jan 2015, 15:50

Christoph » Di 6. Jan 2015, 18:56 hat geschrieben:Du müsstest zum jüdischen Glauben konvertieren.


Die notwendige Beschneidung macht dann der diensthabene Offizier bei der Einreise auf dem Ben Gurion Airport.

http://embassies.gov.il/berlin/Consular ... ation.aspx
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Marie-Luise » Mi 7. Jan 2015, 17:58

Christoph » Di 6. Jan 2015, 18:56

Du müsstest zum jüdischen Glauben konvertieren.
Allerdings sollte die Annahme einer Religion immer eine Frage der persönlichen Überzeugung sein. Niemand sollte eine bestimmte Religion annehmen, um daraus weltliche Vorteile zu ziehen.
Ich persönlich würde nicht zum jüdischen Glauben konvertieren, nur weil ich dann nach Israel einwandern könnte.


Seltsam. Der Journalist Ulrich Sahm lebt seit Jahrzehnten in Israel und ist nicht zum jüdischen Glauben übergetreten, obwohl mit einer Israelin verheiratet.

Wenn sich Israelis für Deutschland entscheiden, können sie doch ganz einfach einreisen.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Fadamo » Mi 7. Jan 2015, 19:13

Liegestuhl » Di 26. Nov 2013, 21:54 hat geschrieben:
Ein Freund von mir hat dort eine Israelin kennengelernt und lebt dort seit langer Zeit mir ihr zusammen. Kein Problem.



Mus man da nicht jude sein ?
Kann man eigentlich ein jude werden?Sorry ich kann eigentlich mit dem wort jude nix anfangen,daher meine frage.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Provokateur » Mi 7. Jan 2015, 19:30

Google mal nach "Konversion zum Judentum".

Du musst nur wollen ^^
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Liegestuhl » Mi 7. Jan 2015, 19:40

Fadamo » Mi 7. Jan 2015, 19:13 hat geschrieben:Mus man da nicht jude sein ?


Nein. Um in Deutschland zu leben, musst du auch nicht deutsch werden.

Wenn du einen Job hast, der benötigt wird, kannst du sofort einreisen.

Um israelische Staatsbürger zu werden, musst du 5 Jahre in Israel gelebt haben. Jude musst du selbstverständlich nicht werden.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon fred76 » Do 8. Jan 2015, 11:32

Liegestuhl » Mi 7. Jan 2015, 19:40 hat geschrieben:Um israelische Staatsbürger zu werden, musst du 5 Jahre in Israel gelebt haben. Jude musst du selbstverständlich nicht werden.


Wie so häufig kommen von dir nur Halbwahrheiten. Liegestuhl.
Wie bekomme ich denn in Israel eine Aufenthalts/Arbeitsgenehmigung für 5 Jahre?

Antwort: In der Praxis eigentlich gar nicht, zumindest nicht ohne Beziehungen.
Ohne Arbeitserlaubnis geht nix, bist du deinen Job los, fliegst du raus. Damit bist du de facto Sklave deines Arbeitgebers - vorausgesetzt, du findest überhaupt jemanden, der sich auf den Papierkrieg einlässt. Beziehungen eben.
Oder du hast soviel Kohle, um jahrelang als "Tourist" in Israel leben zu können. Dummerweise endet ein Touristenvisum aber nach 6 Monaten.
Da solltest du also zusätzlich die Kohle haben, jedes halbe Jahr aus und wieder einzureisen. Bleibst du länger oder arbeitest gar illegal, hast du ein lebenslanges Einreiseverbot für Israel.

Um es mal zusammenzufassen: Du bist entweder Jude, hast gute Beziehungen oder mächtig viel Kohle.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Liegestuhl » Do 8. Jan 2015, 14:07

Provokateur » Di 6. Jan 2015, 18:59 hat geschrieben:Reicht es nicht, eine Israelitin zu heiraten (ja, über das ob und wie und ob überhaupt brauchen wir jetzt nicht zu reden, aber theoretisch)?


Eine Aufenthaltsgenehmigung bekommst du in Israel wie in jedem anderen Land. Nach 5 Jahren kannst du sogar die Staatsbürgerschaft beantragen.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon fred76 » Do 8. Jan 2015, 14:40

Liegestuhl » Do 8. Jan 2015, 14:07 hat geschrieben:
Eine Aufenthaltsgenehmigung bekommst du in Israel wie in jedem anderen Land. Nach 5 Jahren kannst du sogar die Staatsbürgerschaft beantragen.

Die blanke Theorie. Rede mal mit einen von den vielen tausend Afrikanern, die stellenweise 7 und mehr Jahre in Israel leben und Familien und Freunde dort haben.
Die bekommen jetzt so nette "Einladungen", nach Holot umzuziehen. Das ist so ne Art Freiluftgefängnis in der Wüste, an der Grenze zu Ägypten. Genauer die Endstation.

***
Zuletzt geändert von Mind-X am Fr 9. Jan 2015, 15:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Marie-Luise » Do 8. Jan 2015, 19:43

fred76 » Do 8. Jan 2015, 14:40

Die blanke Theorie. Rede mal mit einen von den vielen tausend Afrikanern, die stellenweise 7 und mehr Jahre in Israel leben und Familien und Freunde dort haben.
Die bekommen jetzt so nette "Einladungen", nach Holot umzuziehen. Das ist so ne Art Freiluftgefängnis in der Wüste, an der Grenze zu Ägypten. Genauer die Endstation.

Um die Menschen von dort loszuwerden, haben die moralischen Israelis auch kein Problem, Staaten wie Uganda mit Waffen zu beliefern, wenn diese ihnen im Gegenzug die Afrikaner abnehmen.


Warum bilden sich Afrikaner ein, jedes Land müsste sie aufnehmen? Das sehe ich gar nicht ein.

Sollen sie doch ihre Länder aufbauen.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Liegestuhl » Fr 9. Jan 2015, 09:56

Marie-Luise » Do 8. Jan 2015, 19:43 hat geschrieben:Warum bilden sich Afrikaner ein, jedes Land müsste sie aufnehmen? Das sehe ich gar nicht ein.


In Israel ist es wie in anderen Ländern auch. Wer berufliche Fähigkeiten hat, die gebraucht wird, erhält eine Aufenthaltsgenehmigung. Leute, die dem Sozialsystem auf der Tasche liegen, haben es bei Einwanderungen immer schwer.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon MN7 » Mo 19. Jan 2015, 16:29

Jude oder nicht, das größte Integrationshindernis in Israel sind mangelnde Kenntnisse der hebräischen Sprache. Wer nicht anständig sprechen kann, bekommt nur miese Mindestlohnjobs und versackt in der Unterschicht.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Liegestuhl » Mo 19. Jan 2015, 16:32

MN7 » Mo 19. Jan 2015, 16:29 hat geschrieben:Jude oder nicht, das größte Integrationshindernis in Israel sind mangelnde Kenntnisse der hebräischen Sprache. Wer nicht anständig sprechen kann, bekommt nur miese Mindestlohnjobs und versackt in der Unterschicht.


Das ist wohl in Israel wie auch in jedem anderen Land so.
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Gretel » Mo 19. Jan 2015, 19:13

A. von Dahlenberg » Sa 10. Jan 2015, 23:33 hat geschrieben:Immer mehr Juden in Frankreich haben Angst und ziehen nach Israel. Der Anschlag im jüdischen Supermarkt galt eindeutig den Juden.

@Thorshamer, wie gesagt, noch mehr europäische Juden, also "Zionisten" ziehen nach Israel, weil man ihnen nach dem Leben trachtet.


Oha ja - das muß der Grund sein. In Israel ist es diesbezüglich ja auch wesentlich gemütlicher. :? :rolleyes:

Wieviel tödliche Anschläge auf Juden gabs gleich in Europa in den letzten Jahrzehnten im Vergleich zu Israel?
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon Liegestuhl » Mo 19. Jan 2015, 21:03

Gretel » Mo 19. Jan 2015, 19:13 hat geschrieben:Oha ja - das muß der Grund sein. In Israel ist es diesbezüglich ja auch wesentlich gemütlicher. :? :rolleyes:


Da ist man aber nicht auf den Schutz anderer Staaten angewiesen, sondern kann sich selber schützen.

Kannst ja mal drüber nachdenken, was der Unterschied ist!
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Re: Nach Israel ziehen

Beitragvon ThorsHamar » Mo 19. Jan 2015, 22:53

Liegestuhl » Heute 21:03 hat geschrieben:
Da ist man aber nicht auf den Schutz anderer Staaten angewiesen, sondern kann sich selber schützen.

Kannst ja mal drüber nachdenken, was der Unterschied ist!


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"Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht, mußt du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst."
Voltaire,

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