Boykotte und Blockaden

Moderator: Moderatoren Forum 3

Benutzeravatar
Julian
Beiträge: 7498
Registriert: Di 5. Jan 2016, 00:38

Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Julian » Mo 13. Aug 2018, 12:02

Chajm hat geschrieben:(13 Aug 2018, 12:57)

Und es faellt immer wieder auf, dass manche sich befleissigen zu sagen, dass man sich eigentlich zu wenig mit dem Thema befasst habe und zu wenig Kenntnisse habe - was aber die mit wenig Kenntnissen Ausgestatteten nicht davon abhaelt, umso eifriger mit ihren Fingern in fremden Nasen zu popeln.


Tja, komisch - ich dachte, dies sei ein Diskussionsforum, in dem man sich austauschen und auch dazulernen kann. Sollte das nicht der Fall sein?

Und ich bin eben so ehrlich zu sagen, dass ich mich mit BDS nie eingehend beschäftigt habe, weil mich das Thema bisher wenig interessiert hat. Von daher habe ich verschiedene Aspekte abgetrennt, die ich nicht beurteilen kann und will; es bleiben immer noch Aspekte übrig, die man diskutieren kann, beispielsweise die Frage, ob Sanktionen gegen Israel per se schon antisemitisch seien oder nicht.

Im übrigen darfst du mich auch direkt anschreiben und musst mich nicht von der Seite her ansprechen.
Projekt Julian I: 5 Jan 2016 - 14 Aug 2018
Projekt Julian II: 14 Aug 2018 -
Benutzeravatar
Bleibtreu
Moderator
Beiträge: 7522
Registriert: Mi 27. Feb 2013, 11:58
Benutzertitel: freigeist
Wohnort: Tel Aviv // Paris

Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Bleibtreu » Mo 13. Aug 2018, 12:08

Chajm hat geschrieben:(13 Aug 2018, 12:57)

Und es faellt immer wieder auf, dass manche sich befleissigen zu sagen, dass man sich eigentlich zu wenig mit dem Thema befasst habe und zu wenig Kenntnisse habe - was aber die mit wenig Kenntnissen Ausgestatteten nicht davon abhaelt, umso eifriger mit ihren Fingern in fremden Nasen zu popeln.

Richtig - das ist dann das BescheuertenArgument, das nicht mehr zu steigern ist. Es wird vor nichts halt gemacht. Hauptsache, juedische Nasen ausweiden! :D
•Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein. // Moderatorin im Forum 2
https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
Concordia - Integritas - Industria
Benutzeravatar
Chajm
Beiträge: 2143
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 12:27
Wohnort: Tel Aviv

Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Chajm » Mo 13. Aug 2018, 12:12

Eine Einschaetzung des Bundebeauftragten Felix Klein zu BDS

Herr Klein, die israelfeindliche BDS-Bewegung erfährt auch im Kulturbetrieb zunehmend Unterstützung. Wie bewerten Sie die Boykottaktionen des BDS?
"Die BDS-Bewegung ist in ihren Handlungen und Zielen antisemitisch. Die Aktivisten versuchen, Israel zu isolieren und als angeblichen Apartheidstaat zu diffamieren. Der jüdische Staat soll dadurch Schritt für Schritt delegitimiert werden. BDS nimmt zudem israelische Staatsbürger in Geiselhaft und macht sie pauschal für das Handeln der israelischen Regierung verantwortlich. Ich verurteile all das aufs Schärfste."

Die BDS-Aktivisten selbst sagen, es handele sich bloß um »Israelkritik«. Warum ist das falsch?
"Nun, man kann auch im Kern antisemitisch argumentieren, ohne es selbst zu beabsichtigen. Es ändert aber nichts daran: Wer wie BDS das Existenzrecht Israels abstreitet und die israelische Politik mit den Nazis gleichsetzt, der übt keine legitime Kritik an Israel mehr, sondern agiert im Kern antisemitisch."
https://www.juedische-allgemeine.de/art ... hlight/bds

Der Mann hat (leider) nur allzu Recht!
"Where no counsel is, the people fall, but in the multitude of counselors there is safety."
Benutzeravatar
Julian
Beiträge: 7498
Registriert: Di 5. Jan 2016, 00:38

Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Julian » Mo 13. Aug 2018, 12:13

Bleibtreu hat geschrieben:(13 Aug 2018, 13:08)

Richtig - das ist dann das BescheuertenArgument, das nicht mehr zu steigern ist. Es wird vor nichts halt gemacht. Hauptsache, juedische Nasen ausweiden! :D


Mir ist derweil aufgefallen, dass manche gerne in dritter Person von anderen sprechen, durchaus auch verbunden mit dem Einstreuen von Beleidigungen. Möglicherweise trauen sich manche nicht, eine offene, auf Argumenten basierende Diskussion zu führen und ziehen es vor, andere indirekt hinter deren Rücken zu diskreditieren.
Projekt Julian I: 5 Jan 2016 - 14 Aug 2018
Projekt Julian II: 14 Aug 2018 -
Benutzeravatar
Eulenwoelfchen
Beiträge: 442
Registriert: Do 8. Feb 2018, 23:16

Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mo 13. Aug 2018, 13:54

Julian hat geschrieben:(13 Aug 2018, 11:35)

Hast du noch nie von Sanktionen gegen ganze Länder gehört, weil ihr Handeln als gegen bestimmte Normen gerichtet interpretiert wird?
...
Ich halte solche Sanktionen aus verschiedenen Gründen nicht für richtig, zumal nicht aus deutscher Perspektive. Israel ist ein wichtiger Verbündeter Deutschlands, und seine Gesellschaft steht uns viel näher als die arabische. Von daher ist es eher in deutschem Interesse, wenn sich Israel stabilisiert, wozu eben auch ein verteidigungsfähiges Staatsgebiet - am besten auch das Westjordanland und die Golanhöhen - gehört. Nur behaupte ich eben nicht, diese Haltung sei gerecht, und eine jede andere antisemitisch.


Ich erlaube mir, verkürzt zu zitieren, nicht weil ich Ihre komplette Antwort damit geringschätzen will,
sondern nur noch auf zwei Aspekte Ihres Beitrags eingehe bzw. auf Ihre Eingangsfrage antworte.

BDS ist kein Staat oder keine Staatengemeinschaft, beispielsweise wie die EU, die sich aus guten Gründen nach der Krimannexion für
eine Sanktion dieses militärischen Überfalls von Rußland auf die Ukraien entschied. Soweit sollte Ihnen auch klar sein, dass wir hier von einer
Propaganda-NGO sprechen, die keinerlei Legitimität per Wahl in einem jeweiligen Staat hat, der dann durch eine gewählte oder wenigstens halbwegs
nachvollziehbare Regierungsbildung ggf. Sanktionen gegen ein anderes Land verhängt. Etwaige Querverbindungen oder Zusammenarbeit mit einschlägigen
UN_Organisationen sind ebenso keine Legitimation. Mir ist nicht bekannt, dass BDS im offiziellen Auftrag der UNO ihre - antiisraelische und klar antisemitische Denunzierungs-, Delegitimierungs- und Diffamierungspropaganda
ausführt und damit ausschließlich nur die jüdische Bevölkerung meint. Auch wenn sie damit vermeintliche Gesinnungsverbündete wie arabische oder andersstämmige Israelis mit in die Pfanne hauen. Gemeint sind nur die Juden und -innen.

Es wäre gut, ein Fortschritt, wenn Ihnen in diesem Zusammenhang wenigstens klar wäre, auf welcher Legitimations- bzw. Nichtlegitimationsgrundlage BDS agiert, und was allein daraus
abzuleiten ist. Und was nicht.

Zu Ihrem Normenhinweis eine kurze Gegenfrage: Wie schlicht und schwarzweiss darf es denn in einer Diskussion um BDS noch werden, um diese antisemitische, antijüdische, antizionistische und antiisraelische
Propaganda-Kolonne mit möglichen Berechtigungsschwaden zu umhüllen?

Welche Normen? Von wem sind die? Sie wollen jetzt nicht behaupten, dass ausgerechnet BDS dafür zuständig sei, normenwidriges Handeln des demokratischen Rechtsstaats Israel festzustellen? *augenroll

----
Ich gehe jetzt Werkstattkran "basteln". Wenn ich bohre, schweisse, säge, fräse, kenne ich kein Forum mehr…
Und abends muss ich Shakshuka - "Marmelade" machen. *Eckzähne wetz…
Eine eventuelle Antwort kann darob dauern...
Benutzeravatar
Julian
Beiträge: 7498
Registriert: Di 5. Jan 2016, 00:38

Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Julian » Mo 13. Aug 2018, 14:30

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(13 Aug 2018, 14:54)

Ich erlaube mir, verkürzt zu zitieren, nicht weil ich Ihre komplette Antwort damit geringschätzen will,
sondern nur noch auf zwei Aspekte Ihres Beitrags eingehe bzw. auf Ihre Eingangsfrage antworte.

BDS ist kein Staat oder keine Staatengemeinschaft, beispielsweise wie die EU, die sich aus guten Gründen nach der Krimannexion für
eine Sanktion dieses militärischen Überfalls von Rußland auf die Ukraien entschied. Soweit sollte Ihnen auch klar sein, dass wir hier von einer
Propaganda-NGO sprechen, die keinerlei Legitimität per Wahl in einem jeweiligen Staat hat, der dann durch eine gewählte oder wenigstens halbwegs
nachvollziehbare Regierungsbildung ggf. Sanktionen gegen ein anderes Land verhängt. Etwaige Querverbindungen oder Zusammenarbeit mit einschlägigen
UN_Organisationen sind ebenso keine Legitimation. Mir ist nicht bekannt, dass BDS im offiziellen Auftrag der UNO ihre - antiisraelische und klar antisemitische Denunzierungs-, Delegitimierungs- und Diffamierungspropaganda
ausführt und damit ausschließlich nur die jüdische Bevölkerung meint. Auch wenn sie damit vermeintliche Gesinnungsverbündete wie arabische oder andersstämmige Israelis mit in die Pfanne hauen. Gemeint sind nur die Juden und -innen.

Es wäre gut, ein Fortschritt, wenn Ihnen in diesem Zusammenhang wenigstens klar wäre, auf welcher Legitimations- bzw. Nichtlegitimationsgrundlage BDS agiert, und was allein daraus
abzuleiten ist. Und was nicht.

Zu Ihrem Normenhinweis eine kurze Gegenfrage: Wie schlicht und schwarzweiss darf es denn in einer Diskussion um BDS noch werden, um diese antisemitische, antijüdische, antizionistische und antiisraelische
Propaganda-Kolonne mit möglichen Berechtigungsschwaden zu umhüllen?

Welche Normen? Von wem sind die? Sie wollen jetzt nicht behaupten, dass ausgerechnet BDS dafür zuständig sei, normenwidriges Handeln des demokratischen Rechtsstaats Israel festzustellen? *augenroll


Selbstverständlich handelt es sich um eine Nichtregierungsorganisation, die Lobbyarbeit, man könnte auch sagen: Propaganda betreibt. Objektiv und neutral ist diese Organisation nicht. Gibt sie denn vor, objektiv und neutral zu sein?

Und nein, BDS ist kein staatlicher Akteur und hat keine demokratische Legitimation, deswegen klappt es ja auch nicht mit der Umsetzung der Maßnahmen. Ich finde aber nicht, dass eine Nichtregierungsorganisation generell nicht das Recht hat, Sanktionen oder ähnliches gegen einen Staat zu fordern. Ich bin mir sicher, dass es auch andere Nichtregierungsorganisationen gibt, die dies tun, sei es über Einwirkung auf einen Staat oder zwischenstaatliche Organisationen, oder aber, etwas ungewöhnlicher, durch Appelle an die Verbraucher. Die Staaten bzw. die Verbraucher können dann natürlich selbst entscheiden, wie sie die Forderung bewerten. Ich würde mich als Verbraucher an Boykotten generell nicht beteiligen.

Von welchen Normen ich rede? Nun, da gibt es ein Vielzahl - wobei man den Kontext betrachten muss und fast keine Normen absolut sind. Mich wundert die Frage etwas, denn so schwierig kann es doch nicht sein, sich in einen Araber hineinzuversetzen, dessen Familie vom heutigen Staatsgebiet Israels vertrieben worden ist, oder der in seinem täglichen Leben im Westjordanland durch alle möglichen Kontrollen und Einschränkungen behindert wird.

Dass Flüchtlinge ein Recht auf Rückkehr haben, dass ein Land nicht unbegrenzt besetzt werden und seine Bevölkerung über Jahrzehnte Maßnahmen unterworfen werden kann, die man als willkürlich empfinden kann: Das sind doch alles Normen, die man grundsätzlich nachvollziehen kann.

Wie ich oben schrieb (und wie auch freundlicherweise von dir zitiert), heißt das nicht, dass ich auf solchen Normen basierende Forderungen in diesem konkreten Fall unterstützen würde, einfach deswegen, weil die Situation komplex ist.

Die Israelis haben auch Rechte, und ein Rückkehrrecht für alle Flüchtlinge und deren Nachkommen würde den Staat Israel zu zerstören drohen, nicht zuletzt wegen der radikalen Einstellung vieler Araber gegenüber Israel. Auch die Besetzung des Westjordanlandes halte ich für weitgehend angemessen, auch in moralischer Hinsicht, da die Alternative wohl eher so etwas wie in Gaza wäre. Die immer weitere Besiedlung des Westjordanlandes halte ich für moralisch mindestens fragwürdig, aber verständlich vor den strategischen Interessen Israels.

Es mag sein, dass BDS antisemitisch ist; wie ich schon sagte, habe ich mich damit nicht eingehend auseinandergesetzt. Grundsätzlich halte ich es jedoch nicht für antisemitisch, sich als Palästinenser für seine Rechte einzusetzen, und wenn dazu auch ein gewaltfreier Boykott oder ähnliches gehört, dann kann ich das vielleicht richtig oder falsch, zielführend oder abträglich, aber nicht gleich antisemitisch nennen, wenn nicht noch andere Faktoren dazukommen.

Ich werbe einfach dafür, die Dinge in ihrer Komplexität zu sehen und nicht voreilig in vorbereitete Schubladen zu stecken. Der Ausgangspunkt, warum ich zu diesem Thema überhaupt geschrieben habe, war eher eine Metathema - eben meine Beobachtung, dass es sehr schwierig zu sein scheint, über dieses Thema zu diskutieren, ohne in Beschimpfungen und Vorwürfe des Antisemitismus abzugleiten.
Projekt Julian I: 5 Jan 2016 - 14 Aug 2018
Projekt Julian II: 14 Aug 2018 -
Benutzeravatar
Paperbackwriter
Beiträge: 259
Registriert: Mi 15. Aug 2018, 13:12

Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Paperbackwriter » Mi 15. Aug 2018, 14:57

Der BDS ist nichts weiter als eine Ansammlung psychisch kranker Realitätslegastheniker, die sich selbst als Helden betrachten, die einem angeblich von Israel unterdrückten Volk (unterdrückt wird dieses Volk von seinen eigenen Führern) zu Hilfe eilen wollen.
Benutzeravatar
Vongole
Beiträge: 1869
Registriert: Di 24. Mär 2015, 18:30

Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Vongole » Mi 5. Sep 2018, 14:35

Berliner Verfassungsschutz stuft BDS als antisemitisch ein, und folgt damit dem VS von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg:

https://www.jpost.com/International/Ber ... tic-565994

Klaus Lederer, the cultural senator of Berlin’s Left Party, has termed BDS “structural antisemitism.”

After the Post reported on widespread BDS activity in Berlin in 2017, the city’s mayor Michael Müller said that the BDS tactic of “standing with antisemitic signs in front of Berlin shops” is the functional equivalent of “the intolerable methods used in the Nazi era.”


Berlin wird nun, wie schon München und Frankfurt, alles tun, um die Verwendung öffentlicher Räume und Mittel zugunsten der BDS zu unterbinden.
Vielleicht rüttelt das auch die Bundesregierung endlich wach.
Benutzeravatar
Senexx
Beiträge: 6823
Registriert: Di 25. Apr 2017, 08:21
Benutzertitel: Catalunya nou Estat d'Europa

Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Senexx » Mi 5. Sep 2018, 19:23

Chajm hat geschrieben:(13 Aug 2018, 13:12)

Die BDS-Aktivisten selbst sagen, es handele sich bloß um »Israelkritik«. Warum ist das falsch?
"Nun, man kann auch im Kern antisemitisch argumentieren, ohne es selbst zu beabsichtigen. Es ändert aber nichts daran: Wer wie BDS das Existenzrecht Israels abstreitet und die israelische Politik mit den Nazis gleichsetzt, der übt keine legitime Kritik an Israel mehr, sondern agiert im Kern antisemitisch."
https://www.juedische-allgemeine.de/art ... hlight/bds

Der Mann hat (leider) nur allzu Recht!


Kannte das BDS bisher nicht. Habe nun auf ihrer Website ein wenig gelesen.

Wo genau kann ich nachlesen, dass sie das Existenzrecht Israels bestreiten?
Bobo
Beiträge: 2395
Registriert: Fr 5. Okt 2012, 09:41

Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Bobo » Do 6. Sep 2018, 10:52

Julius schrieb:

Selbstverständlich handelt es sich um eine Nichtregierungsorganisation, die Lobbyarbeit, man könnte auch sagen: Propaganda betreibt. Objektiv und neutral ist diese Organisation nicht. Gibt sie denn vor, objektiv und neutral zu sein?



Ja. Die Organisation bedient sich vermeintlich seriöser, auf jedem Fall aber willfähriger“ Strohmänner", die dem Treiben einen europakonformen Anstrich verleihen. Da wären vor allem Linke zu nennen. Mach dir bitte nichts vor. Demos und Veranstaltungen des BDS fänden ohne Linke Strohmänner in ganz Europa keinen nennenswerten Zulauf durch Einheimische. Linke jedoch ziehen zumindest jene an, die das vorgefertigte und recht einseitig anmutende Bild eines armen unterdrückten Volkes vor Augen haben, deren Führer jedoch in Wahrheit brutale und gewissenlose Terroristen sind, die nicht vor dem Versuch zurückschreckten auch Europäer zu ermorden und Europa für ihre menschenverachtende Sache in Geiselhaft durch Angst nehmen wollten. In dem Zusammenhang verweise ich auf die linken Terrorgruppen Made in Germany, die sich willfährig mit den palästinensischen Terrororganisationen zusammenschließen. Auch unvergessen, Kapitän Schuhmann, der vor Europas Augen nach einem Genickschuss vornüber aus dem Flugzeug auf das Rollfeld fiel.

Julian schrieb
Und nein, BDS ist kein staatlicher Akteur und hat keine demokratische Legitimation, deswegen klappt es ja auch nicht mit der Umsetzung der Maßnahmen. Ich finde aber nicht, dass eine Nichtregierungsorganisation generell nicht das Recht hat, Sanktionen oder ähnliches gegen einen Staat zu fordern. Ich bin mir sicher, dass es auch andere Nichtregierungsorganisationen gibt, die dies tun, sei es über Einwirkung auf einen Staat oder zwischenstaatliche Organisationen, oder aber, etwas ungewöhnlicher, durch Appelle an die Verbraucher. Die Staaten bzw. die Verbraucher können dann natürlich selbst entscheiden, wie sie die Forderung bewerten. Ich würde mich als Verbraucher an Boykotten generell nicht beteiligen.


Die BDS als bloße Nichtregierungsorganisation zu verharmlosen, obwohl bekanntermaßen palästinensische Terrorgruppen und deren Sympathiesanten zu den Gründungsvätern gehören, halte ich gelinde gesagt für grob fahrlässig und einen offensichtlichen Täuschungsversuch, der bei dir erkennbar verfing. Die Urväter des BDS sind palästinensische Terrorgruppen! Ich täte mich als Verbraucher sehr wohl an Boykotte beteiligen, wenn sie mir gerecht und sinnvoll erscheinen. Mit der BDS jedoch haben die Palästinenser eine zweite eindeutig antisemitische Front gegen Israel eröffnet. Terror über Europa auszuweiten, hat sich als Bumerang erwiesen.

Julian schrieb:
Von welchen Normen ich rede? Nun, da gibt es ein Vielzahl - wobei man den Kontext betrachten muss und fast keine Normen absolut sind. Mich wundert die Frage etwas, denn so schwierig kann es doch nicht sein, sich in einen Araber hineinzuversetzen, dessen Familie vom heutigen Staatsgebiet Israels vertrieben worden ist, oder der in seinem täglichen Leben im Westjordanland durch alle möglichen Kontrollen und Einschränkungen behindert wird.


Dann solltest du vielleicht beginnen, den richten Kontext herzustellen. Der findet sich in den arabischen Kriegen und dem Terror gegen Israel bzw. Juden. Man muss nicht jeden Schritt einer beteiligten Seite unterstützen, aber man sollte mindestens versuchen, sie zu verstehen. Zunächst mal wäre die Frage zu klären, wessen Familie denn wirklich vertrieben wurde? Dann war es ja nicht so, dass die Israelis aus langeweile kämpften, sondern sich gegen arabische Angriffskriege mit dem Zwecke, die Juden ins Meer zu jagen, erwehren mussten und einen verdammt hohen Blutzoll zahlen mussten. Zwischen und nach den Kriegen folgte Terror im Einzelfall und im großen Stil! Siehe Intifada und anderen Unsinn. Und ja. Auch ich sah Filme über kontrollen, deren Durchführung mir während des Betrachtens zunächst affektiv überzogen erschienen, aber sobald ich den Bildern die Situation hinzufügte, die für jeden erkennbar gänzlich durch die Araber und ihrem religiösen Wahn ausgelöst und herbeigeführt wurde, musste ich einräumen, dass ich mich vermutlich kein Stück anders verhalten hätte als die Soldaten am Checkpoint. Dies ach so harmlos daher kommenden Araber halten es für Geburtsrecht und heilige Pflicht, Juden allen Alters und Geschlecht zu töten, wann immer sich die Gelegenheit bietet. Das lässt den Juden keine Wahl, als ihnen möglichst keine Möglichkeit zu bieten und klarzustellen, dass man auf der Hut ist. Ob Soldat, Araber oder Europäer in einem Kuhdorf! Jeder hat nur ein Leben, und das verteidigt er natürlich mit allen Mitteln, wenn er klar bei Verstand ist. Nicht die Juden trachten den Arabern unermüdlich mit allen denkbare und undenkbaren Methoden nach dem Leben, sondern umgekehrt. Bekanntlich weiß heute niemand mehr, wie der Attentäter ausschaut, der dich als Jude morgen töten wird. Weder Alter noch Geschlecht taugen zum Indiz für einen mörderischen Attentäter. Wenn die von dir zitierten Araber also Frieden möchten und ohne harte Grenzkontrollen leben möchten, werden sie ihren Terrorwahn – womöglich auch nur Opportunismus ablegen und was dafür tun müssen. Das hieße, gegen die Terroristen in den eigenen Reihen vorgehen, sei auffliegen lassen und sogar Kooperation mit der IDF. Wir wissen beide, dass das nicht geschieht und so springen die arabischen Palästinenser unverdrossen weiter von der Brücke und jammern über ihre nassen Klamotten.

Julius schrieb:
Dass Flüchtlinge ein Recht auf Rückkehr haben, dass ein Land nicht unbegrenzt besetzt werden und seine Bevölkerung über Jahrzehnte Maßnahmen unterworfen werden kann, die man als willkürlich empfinden kann: Das sind doch alles Normen, die man grundsätzlich nachvollziehen kann.



Das sind keine Normen. Die sogenannten Flüchtlinge gehören in ihr Mandatsgebiet, das noch immer Jordanien heißt, und sie, die damaligen Flüchtlinge, haben sich an einen Vernichtungskrieg gegen Juden beteiligt. Außer bei den arabischen Palästinensern ist der Flüchtlingsstatus wohl nirgendwo vererbbar und auf diesem Planeten eine Illusion. Oder wurden den vertriebenen Deutschen je die Rückkehr in polnische und andere Ostgebiete angeboten? Nein. Und das obwohl die Deutschen im Gegensatz zu den Palästinensern ihre Lektion gelernt haben! Folgerichtig wird das auch mit sogenannten arabisch palästinensischen Erbflüchtlingen mit völliger Gewissheit nicht geschehen. Zurecht!

Julius schrieb
Die Israelis haben auch Rechte, und ein Rückkehrrecht für alle Flüchtlinge und deren Nachkommen würde den Staat Israel zu zerstören drohen, nicht zuletzt wegen der radikalen Einstellung vieler Araber gegenüber Israel. Auch die Besetzung des Westjordanlandes halte ich für weitgehend angemessen, auch in moralischer Hinsicht, da die Alternative wohl eher so etwas wie in Gaza wäre. Die immer weitere Besiedlung des Westjordanlandes halte ich für moralisch mindestens fragwürdig, aber verständlich vor den strategischen Interessen Israels.



Die Besiedlung des Westjordanlandes halte ich für die einzig wirksame Methode der Befriedung und überdies für eine wirkungsvolle Maßnahme gegen die Wahrung eines unerträglichen Status quos, der nichts anderes als die Bewahrung des Kriegszustands ist.

Julius schrieb
Es mag sein, dass BDS antisemitisch ist; wie ich schon sag
te, habe ich mich damit nicht eingehend auseinandergesetzt. Grundsätzlich halte ich es jedoch nicht für antisemitisch, sich als Palästinenser für seine Rechte einzusetzen, und wenn dazu auch ein gewaltfreier Boykott oder ähnliches gehört, dann kann ich das vielleicht richtig oder falsch, zielführend oder abträglich, aber nicht gleich antisemitisch nennen, wenn nicht noch andere Faktoren dazukommen.


Wenn Hamas und Fatah antisemitisch ist, ist es die BDS euch. Mehr gäbe es dazu nicht zu sagen. Man sollte sich aber damit auseinandersetzen, bevor man über die vermeintlich grundlosen Kontrollen der auch so armen Araber an den Checkpoints äußert. Zumindest sollte man sich in die Rolle eines kontrollierenden Soldaten und dem nicht nachlassenden arabischen Hass auf Juden einlassen. Wer am Checkpoint einen Fehler macht stirbt und reißt womöglich Kameraden mit in einen sinnlosen Tod!

Julius schrieb
Ich werbe einfach dafür, die Dinge in ihrer Komplexität zu sehen und nicht voreilig in vorbereitete Schubladen zu stecken. Der Ausgangspunkt, warum ich zu diesem Thema überhaupt geschrieben habe, war eher eine Metathema - eben meine Beobachtung, dass es sehr schwierig zu sein scheint, über dieses Thema zu diskutieren, ohne in Beschimpfungen und Vorwürfe des Antisemitismus abzugleiten.


Aber du tust doch genau das Gegenteil von dem, was du beteuerst. Du beschwerst dich darüber, dass Araber an den Checkpoints zu Unrecht kontrolliert werden, allenfalls Schikanen erleiden, versäumst es aber, die Ereignisse in den erforderlichen Kontext zu setzen, du siehst nichts Verdächtiges hinter der BDS, hast dich aber nie wirklich damit auseinander gesetzt usw. Wartest du darauf, dass sich dir der Kontext als eine völlig überraschende Einsicht am frühen Morgen nach dem Erwachen offenbart? Das wird wohl nie geschehen. Die arabischen Palästinenser haben in mehr als siebzig Jahren bewiesen, dass sie zu allen fähig sind, und auch Flugpassagiere, Flugkapitäne, Sportler usw. überall auf der Welt ermorden, wenn sie nur glauben, dem Ziel zur Vernichtung der Juden näher zu kommen. Grund war nicht irgendeine Siedlung, sondern der von Generation zu Generation weitergereichte religiös motivierte Hass auf die Juden. Die Siedlungen sind nur der Vorwand, tatsächlich aber (nur meine Meinung) eine friedfertige und unblutige Maßnahme, die den Arabern in aller Klarheit signalisiert, dass sie es nicht ewig so weiter treiben können, ohne zu riskieren alles zu verlieren. Es wird aller höchste Zeit, dass das aufhört und den Islamisten klar wird, dass es für sie nirgendwo einen sicheren Platz gibt. Egal welcher Herkunft oder welches Ziel sie für ihre mörderische Verwirrung verfolgen.
Benutzeravatar
King Kong 2006
Beiträge: 4841
Registriert: Di 3. Jun 2008, 10:41
Benutzertitel: Kongenial

Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 8. Sep 2018, 16:50

Helmut Lotti hat Bedenken.

Boykottaufruf

Dutzende Künstler gegen Eurovision Song Contest in Israel

Israel verletze die Menschenrechte der Palästinenser - mit dieser Begründung fordern prominente Künstler den Boykott des Eurovision Song Contest in einem offenen Brief. Sechs Unterzeichner stammen aus Israel selbst.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/euro ... 27187.html


Davon abgesehen ist es mir immer noch schleierhaft, wie Länder wie Israel, Aserbaidschan oder auch Australien, bei einem Wettbewerb wie dem EUROvision mitmachen können. Man könnte ja noch darüber nachdenken, Staaten außerhalb Europas einzuladen, wenn sie wenigstens in ihrer Heimatsprache singen würden. Mit originären Melodien und Weisen. Sonst könnte man es gleich Britischer-Popsong-Contest nennen. Oder man nennt es gleich Global-Contest. Bei einem afrikanischen Contest machen ja auch nicht Südkorea oder Dänemark mit...

Allerdings haben die israelischen Kritiker, Brian Eno oder hier Herr Lotti einen anderen Hintergrund in der Kritik dabei.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
Benutzeravatar
Vongole
Beiträge: 1869
Registriert: Di 24. Mär 2015, 18:30

Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Vongole » Sa 8. Sep 2018, 17:10

Was hat der israelische, bzw. jüdische Hintergrund der Künstler mit der Tatsache zu tun, dass sie wirkliche Menschenrechtsverletzungen der Palästinenser (sowohl an Israelis als auch am eigenen Volk),
negieren, und statt dessen Israel ungerechtfertigt an den Pranger stellen?
Es ist und bleibt eine antisemitische Aktion.
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 31501
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 00:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon JJazzGold » Sa 8. Sep 2018, 18:09

King Kong 2006 hat geschrieben:(08 Sep 2018, 17:50)

Helmut Lotti hat Bedenken.



Davon abgesehen ist es mir immer noch schleierhaft, wie Länder wie Israel, Aserbaidschan oder auch Australien, bei einem Wettbewerb wie dem EUROvision mitmachen können. Man könnte ja noch darüber nachdenken, Staaten außerhalb Europas einzuladen, wenn sie wenigstens in ihrer Heimatsprache singen würden. Mit originären Melodien und Weisen. Sonst könnte man es gleich Britischer-Popsong-Contest nennen. Oder man nennt es gleich Global-Contest. Bei einem afrikanischen Contest machen ja auch nicht Südkorea oder Dänemark mit...

Allerdings haben die israelischen Kritiker, Brian Eno oder hier Herr Lotti einen anderen Hintergrund in der Kritik dabei.


Nicht Dänemark oder Südkorea, aber die USA.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
King Kong 2006
Beiträge: 4841
Registriert: Di 3. Jun 2008, 10:41
Benutzertitel: Kongenial

Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 8. Sep 2018, 21:14

JJazzGold hat geschrieben:(08 Sep 2018, 19:09)

Nicht Dänemark oder Südkorea, aber die USA.


Nein zur USA zu sagen, auch wenns nicht passt, kann teuer werden.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
Benutzeravatar
Eulenwoelfchen
Beiträge: 442
Registriert: Do 8. Feb 2018, 23:16

Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Eulenwoelfchen » Sa 8. Sep 2018, 22:01

Jetzt könnte man natürlich fragen, was ausgerechnet der Erz-Antisemit Roger Waters von Pink Floyd mit
dem Eurpean Song Contest am Hut hat? - Musikalisch ist das ja wohl eher nicht seine Baustelle...

Aber als anerkannter und ausgewiesener Judenhasser lässt Herr Waters natürlich keine Gelegenheit aus,
eingehüllt in den propagandistischen "St. Martinsmantel" des propalästinensischen BDS, alte Nazizeiten wieder hochleben zu lassen.
Der Unterschied, den er und andere, gleichgesinnte Boykottkumpane als Künstler hier machen,
ist die Neucodierung, mit der der einstige Naziaufruf "kauft nicht bei Juden" in sog. Iraelkritik
umgebräunt wird: "kauft nicht bei Israelis".

Was aber im Endeffekt selbst für Dreiviertelblinde sichtbar und erkennbar der gleiche alte, braune Dreck ist.
Jeder weiss, dass im jüdischen Staat Israel die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung jüdisch ist.
Israel zu boykottieren ist also nichts anderes als Juden zu boykottieren. Wie eben die Nazis im Dritten Reich auch.
Bobo
Beiträge: 2395
Registriert: Fr 5. Okt 2012, 09:41

Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Bobo » Di 11. Sep 2018, 08:54

King Kong 2006 hat geschrieben:(08 Sep 2018, 17:50)

Helmut Lotti hat Bedenken.



Davon abgesehen ist es mir immer noch schleierhaft, wie Länder wie Israel, Aserbaidschan oder auch Australien, bei einem Wettbewerb wie dem EUROvision mitmachen können.


Aber warum denn? Ist doch nur der Name der Veranstaltung. Laufen beim Hamburg-Marathon oder Berlin- Marathon nur Hamburger und Berliner? :D
Benutzeravatar
Liegestuhl
Beiträge: 36014
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 11:04
Benutzertitel: Herzls Helfer
Wohnort: אולדנבורג

Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Liegestuhl » Di 11. Sep 2018, 09:51

King Kong 2006 hat geschrieben:(08 Sep 2018, 17:50)
Davon abgesehen ist es mir immer noch schleierhaft, wie Länder wie Israel, Aserbaidschan oder auch Australien, bei einem Wettbewerb wie dem EUROvision mitmachen können.


Weil es beim EUROVision um Musik geht und nicht um einen Geographiewettbewerb für Nationalisten.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 11652
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon schokoschendrezki » Di 11. Sep 2018, 10:11

Liegestuhl hat geschrieben:(11 Sep 2018, 10:51)

Weil es beim EUROVision um Musik geht und nicht um einen Geographiewettbewerb für Nationalisten.

Naja. Sagen wir mal um Spaß daran.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
Liegestuhl
Beiträge: 36014
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 11:04
Benutzertitel: Herzls Helfer
Wohnort: אולדנבורג

Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Liegestuhl » Di 11. Sep 2018, 10:16

schokoschendrezki hat geschrieben:(11 Sep 2018, 11:11)

Naja. Sagen wir mal um Spaß daran.


Und wenn man Spaß daran hat, was spricht dann dagegen auch andere Länder, die das gerne möchten, daran teilhaben zu lassen?
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 11652
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon schokoschendrezki » Di 11. Sep 2018, 10:31

Liegestuhl hat geschrieben:(11 Sep 2018, 11:16)

Und wenn man Spaß daran hat, was spricht dann dagegen auch andere Länder, die das gerne möchten, daran teilhaben zu lassen?

Überhaupt nix. Der Eurovision Song Contest ist schon vom Begriff her kein "Schlagerwettbewerb in Europa" sondern wird von der Runfunkorganisation "Eurovision" ausgerichtet und veranstaltet. Und auch die "Europäische Rundfunkunion", auf der die Teilnahmeberechtigungen beruhen, schließt weder vom Namen noch von Sinn und Ausrichtung eine weltweite Erweiterung aus.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt

Zurück zu „35. Israel & Palästina“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast