Boykotte und Blockaden

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Liegestuhl
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Liegestuhl » Do 14. Nov 2013, 02:42

derkleine » Mo 4. Nov 2013, 21:14 hat geschrieben:Würde es nicht helfen wenn die Menschen sich auf beiden Seiten nicht besser Kennenlernen würden. Ohne Doktrin von Oben? Einfach Mensch zu Mensch.


Wer sagt dir denn, dass sie es nicht machen?
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Gutmensch
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Gutmensch » Do 14. Nov 2013, 09:36

Sara Irani » Mo 4. Nov 2013, 21:54 hat geschrieben:Ich würde gern wissen, was sie am "philosemitisch" stört?
Ich bin auch philosemitisch, also den Juden und ihrer Kultur besonders aufgeschlossen gegenüberstehend.
Ist das etwas Verwerfliches?



Für Antizionisten und Antisemiten ist es verwerflich. Heute ist es nicht mehr en vogue antisemitisch zu sein, also bekämpfen Antisemiten nicht mehr die Juden, sie bekämpfen die Zionisten oder die Israelis. Um 1933 nannte man Menschen, die sich auf die Seite der Juden stellten in diffamierender Absicht: "Judenfreunde". Da der Begriff historisch belastet ist und man selbst ja kein Antisemit sein will, bekämpft man heute nicht mehr die Judenfreunde, man bekämpft die "Philosemiten". So einfach kann es gehen, man tauscht Begriffe aus und legt neu los, der alte Hass hat sich nur neu eingekleidet.
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ToughDaddy
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon ToughDaddy » Do 14. Nov 2013, 10:30

Gutmensch » Do 14. Nov 2013, 09:36 hat geschrieben:

Für Antizionisten und Antisemiten ist es verwerflich. Heute ist es nicht mehr en vogue antisemitisch zu sein, also bekämpfen Antisemiten nicht mehr die Juden, sie bekämpfen die Zionisten oder die Israelis. Um 1933 nannte man Menschen, die sich auf die Seite der Juden stellten in diffamierender Absicht: "Judenfreunde". Da der Begriff historisch belastet ist und man selbst ja kein Antisemit sein will, bekämpft man heute nicht mehr die Judenfreunde, man bekämpft die "Philosemiten". So einfach kann es gehen, man tauscht Begriffe aus und legt neu los, der alte Hass hat sich nur neu eingekleidet.


1. Wenn man nicht anderes zu tun hat, als Antisemitismus und Antizionismus gleichzusetzen, weil man Juden und Zionisten gleichsetzt und nicht mal weiß, dass seit der Gründung Israels sich der Begriff Zionismus gewandelt hat, obwohl man dies überall nachlesen kann, sollte man lieber ruhig sein und sich mit dem Thema beschäftigen, bevor man andere User hier einfach pauschal beleidigt.

2. Ebenso kann man Dir nur empfehlen (auch wenn Du nicht der einzige bist), Dich mal mit dem Begriff Philosemit auseinanderzusetzen. Um es kurz zu fassen: Philosemiten sind keine Judenfreunde, sondern Menschen, welche alles rechtfertigen und gutheißen, was Juden machen, weil es Juden sind. Also auf gut Deutsch: Aucn nur Rassisten. Oder um es anders zu sagen: Wer sich da nur auf Wiki verläßt, ist einfach nur verlassen.
Bsp:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/ ... t/1897478/
http://www.j-zeit.de/archiv/artikel.604.html

Mithin sind Deine Erklärungen zum alten Hass nur eines: sinnfreier Spam auf Grund von Argumentationslosigkeit.
Andere könnten sogar meinen, dass es sich bei Dir um einen Philosemiten handelt, welcher ohne irgend ein wenig Hintergrundwissen hier fast schon Amok läuft, weil es um Juden geht. Am Ende muss das aber jeder selber entscheiden. Ich empfehle Dir einfach nur, Dich erstmal mit den Begriffen auseinanderzusetzen, bevor Du andere User hier wie in letzter Zeit ständig beleidigst und gegen jeden gehetzt wird auf Grund von Unwissen.
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Wolverine
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Wolverine » Do 14. Nov 2013, 10:58

ToughDaddy » Do 14. Nov 2013, 10:30 hat geschrieben:
1. Wenn man nicht anderes zu tun hat, als Antisemitismus und Antizionismus gleichzusetzen, weil man Juden und Zionisten gleichsetzt und nicht mal weiß, dass seit der Gründung Israels sich der Begriff Zionismus gewandelt hat, obwohl man dies überall nachlesen kann, sollte man lieber ruhig sein und sich mit dem Thema beschäftigen, bevor man andere User hier einfach pauschal beleidigt.

2. Ebenso kann man Dir nur empfehlen (auch wenn Du nicht der einzige bist), Dich mal mit dem Begriff Philosemit auseinanderzusetzen. Um es kurz zu fassen: Philosemiten sind keine Judenfreunde, sondern Menschen, welche alles rechtfertigen und gutheißen, was Juden machen, weil es Juden sind. Also auf gut Deutsch: Aucn nur Rassisten. Oder um es anders zu sagen: Wer sich da nur auf Wiki verläßt, ist einfach nur verlassen.
Bsp:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/ ... t/1897478/
http://www.j-zeit.de/archiv/artikel.604.html

Mithin sind Deine Erklärungen zum alten Hass nur eines: sinnfreier Spam auf Grund von Argumentationslosigkeit.
Andere könnten sogar meinen, dass es sich bei Dir um einen Philosemiten handelt, welcher ohne irgend ein wenig Hintergrundwissen hier fast schon Amok läuft, weil es um Juden geht. Am Ende muss das aber jeder selber entscheiden. Ich empfehle Dir einfach nur, Dich erstmal mit den Begriffen auseinanderzusetzen, bevor Du andere User hier wie in letzter Zeit ständig beleidigst und gegen jeden gehetzt wird auf Grund von Unwissen.


Sorry, wenn ich das mal so deutlich ausdrücken muss, aber du bist dein eigenes Vorurteil. :cool:
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Liegestuhl » Sa 16. Nov 2013, 19:46

ToughDaddy » Do 14. Nov 2013, 10:30 hat geschrieben:Für Antizionisten und Antisemiten ist es verwerflich. Heute ist es nicht mehr en vogue antisemitisch zu sein, also bekämpfen Antisemiten nicht mehr die Juden, sie bekämpfen die Zionisten oder die Israelis. Um 1933 nannte man Menschen, die sich auf die Seite der Juden stellten in diffamierender Absicht: "Judenfreunde". Da der Begriff historisch belastet ist und man selbst ja kein Antisemit sein will, bekämpft man heute nicht mehr die Judenfreunde, man bekämpft die "Philosemiten". So einfach kann es gehen, man tauscht Begriffe aus und legt neu los, der alte Hass hat sich nur neu eingekleidet.


Was du schreibst, hat thematisch überhaupt nichts mit dem zu tun, was der User Gutmensch geschrieben hat. Du arbeitest hier offen mit Unterstellungen.
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Liegestuhl » Mo 12. Mai 2014, 15:20

Ideologisierte Verblendung und Dummheit manifestieren sich in den hysterischen Boykottaufrufen gegen Sodastream:

Muhammad Barhum ist israelischer Araber und Produktionsmanager von Sodastream. Er kennt Sodastream-Chef Daniel Birnbaum seit seinem Studium und ist ihm zu verschiedenen Arbeitgebern gefolgt. "Rein wirtschaftlich wäre es einfacher, den Laden hier zu schließen und die Produktion nach Israel zu verlegen, nach Galiläa oder in den Negev", sagt Barhum über das umstrittene Sodastream-Werk in Ma'ale Adumim. Aber Birnbaum sei ein alter Linker und fühle sich für die Arbeiter verantwortlich.


http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... -sein.html
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon fred76 » Mo 12. Mai 2014, 20:03

Liegestuhl » Mo 12. Mai 2014, 15:20 hat geschrieben:Ideologisierte Verblendung und Dummheit manifestieren sich in den hysterischen Boykottaufrufen gegen Sodastream:

http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... -sein.html


Die Boykottaufrufe sind nicht hysterisch, wohl eher die Reaktion manch eines "ideologisch verblendeten" Besatzungsfans.

So um die 35.000 Palästinenser arbeiten in der Westbank in den Siedlungen, ca. ein Drittel ohne Arbeitsgenehmigung - schlicht aus Verzweiflung.
Es gibt in den eigenen Dörfern keine Arbeit, um die Familien ernähren zu können.

"The cynical use of Palestinian workers in the SodaStream controversy"
"I’m ashamed I’m working there,” he says. “I feel this is our land, there should be no [Israeli] factory on this land.”"
http://972mag.com/the-cynical-exploitat ... air/86698/

Was Mr. Sodastream nicht so gerne erwähnt: Israelische Firmen bekommen das geraubte pal. Land zum Discountpreis... und die Arbeiter obendrauf. Du musst nur dafür sorgen, dass es diesen mies genug geht, schon kannst du dich in deinem sozialen Engagement sonnen, wenn du ein paar von den armen Kerlen zu Hungerlöhnen einstellst:

"Business owners were granted huge discounts on land leases and tax benefits, hiring workers at wages far below the legal minimum in Israel, without the required social benefits."
http://www.challenge-mag.com/en/article__388

Sodastream ist also offensichtlich nicht die Regel, sondern die Ausnahme.
Zuletzt geändert von fred76 am Mo 12. Mai 2014, 20:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Magnes » Mo 12. Mai 2014, 20:05

Liegestuhl » Mo 12. Mai 2014, 16:20 hat geschrieben:Ideologisierte Verblendung und Dummheit manifestieren sich in den hysterischen Boykottaufrufen gegen Sodastream:

Muhammad Barhum ist israelischer Araber und Produktionsmanager von Sodastream. Er kennt Sodastream-Chef Daniel Birnbaum seit seinem Studium und ist ihm zu verschiedenen Arbeitgebern gefolgt. "Rein wirtschaftlich wäre es einfacher, den Laden hier zu schließen und die Produktion nach Israel zu verlegen, nach Galiläa oder in den Negev", sagt Barhum über das umstrittene Sodastream-Werk in Ma'ale Adumim. Aber Birnbaum sei ein alter Linker und fühle sich für die Arbeiter verantwortlich.


http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... -sein.html
Dieses Scheinargument kennt man bereits aus dem Boykott Südafrikas: Wozu Menschenrechte, zivile Rechte oder Gleichheit solange es für einige Arbeit gibt, man also besser nicht boykottieren sollte. :x
Zuletzt geändert von Magnes am Mo 12. Mai 2014, 20:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Liegestuhl » Di 15. Aug 2017, 17:59

Wegen Israel: Bands boykottieren Berliner Popkultur-Festival

Die wegen Antisemitismus-Vorwürfen in der Kritik stehende "BDS"-Kampagne ruft Künstler dazu auf, ihre Teilnahme abzusagen.

...

Weil sich die israelische Botschaft in Berlin an den Reisekosten für die Bands beteiligt, wirft der BDS ihr vor, damit ein "weißgewaschenes, falsches Bild des Staates 'Israel'" zu zeichnen.


https://www.morgenpost.de/bezirke/panko ... tival.html

Tat und Begründung wiegen sich in gleicher Dämlichkeit.
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Re: Boykotte und Blockaden

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 15. Aug 2017, 18:13

Liegestuhl hat geschrieben:(15 Aug 2017, 18:59)

https://www.morgenpost.de/bezirke/panko ... tival.html

Tat und Begründung wiegen sich in gleicher Dämlichkeit.

Das nimmt langsam überhand. Bands werden gedrängt, nicht in Berlin zu spielen, nicht auf der Krim zu spielen, nicht in bestimmten Veranstaltungsorten zu spielen. Hotels werden gedrängt, Gäste rauszuwerfen. Andere setzen Hotels auf schwarze Listen. Wo soll das hinführen? Dialog und Kulturerlebnisse sind besser als Hass und Ausgrenzung.

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