Jerusalem

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Wie soll mit Jerusalem verfahren werden?

Die Stadt muß zwischen Israelis und Palästinenser geteilt werden!
46
23%
Jerusalem gehört den Israelis!
71
36%
Jerusalem gehört den Palästinensern!
18
9%
Jerusalem sollte eine Stadt unter UN-Verwaltung werden!
45
23%
Keine Ahnung!
19
10%
 
Abstimmungen insgesamt: 199
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Adam Smith
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Re: Jerusalem

Beitragvon Adam Smith » Mi 16. Mai 2018, 19:40

JFK hat geschrieben:(16 May 2018, 20:38)

Red nicht um den heißen brei, das ist noch lange kein Grund.

Die Feindschaft zu Israel ist ist extrem Verfahren, die Hamas dominiert die Palästinensische Gesellschaft und in einer Demokratie würden sie wohl auch Jahrzehnte lang die Regierung stellen, und Bibis Politik ist es, die mit allen zu verfügen stehenden Mittel die Existenz eines Souveränen Palästinensischen Staat zu verhindern.

Die Hamas dominiert Gaza. Das Westjordanland nicht.
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SpukhafteFernwirkung
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Re: Jerusalem

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Mi 16. Mai 2018, 19:47

JFK hat geschrieben:(16 May 2018, 20:38)

Red nicht um den heißen brei, das ist noch lange kein Grund.

Die Feindschaft zu Israel ist ist extrem Verfahren, die Hamas dominiert die Palästinensische Gesellschaft und in einer Demokratie würden sie wohl auch Jahrzehnte lang die Regierung stellen, und Bibis Politik ist es, die mit allen zu verfügen stehenden Mittel die Existenz eines Souveränen Palästinensischen Staat zu verhindern.


die hamas is eine terrororganisation, selbst wenn man alle ihre forderungen erfüllen würde, wären sie nicht zufrieden. deshalb ist es wichtig, dass man sie finanziell austrocknet.
und die palästinenser in gaza müssen einen verhandlungspartner für israel benennen. mit der hamas jedenfalls würde ich nie verhandeln.
die bundesregierung hat ja auch nie mit der raf verhandelt...- :rolleyes:
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JFK
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Re: Jerusalem

Beitragvon JFK » Mi 16. Mai 2018, 19:52

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(16 May 2018, 20:47)

die hamas is eine terrororganisation, selbst wenn man alle ihre forderungen erfüllen würde, wären sie nicht zufrieden. deshalb ist es wichtig, dass man sie finanziell austrocknet.
und die palästinenser in gaza müssen einen verhandlungspartner für israel benennen. mit der hamas jedenfalls würde ich nie verhandeln.
die bundesregierung hat ja auch nie mit der raf verhandelt...- :rolleyes:


Die Hamas will Israel ins Meer Treiben, natürlich sind sie keine Verhandlungenspartner, aber in der palästinensischen Gesellschaft reicht ihr Einfluss von oben bis unten, wer würde das negieren.
Man soll die Menschen so erziehen, daß sie das Ungehörige und Schädliche von selber unterlassen. Mit dem Verbieten ist gar nichts geholfen. Im Gegenteil. [...]
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SpukhafteFernwirkung
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Re: Jerusalem

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Mi 16. Mai 2018, 20:09

JFK hat geschrieben:(16 May 2018, 20:52)

Die Hamas will Israel ins Meer Treiben, natürlich sind sie keine Verhandlungenspartner, aber in der palästinensischen Gesellschaft reicht ihr Einfluss von oben bis unten, wer würde das negieren.
israel behauptet ja immer die hamas würde die aufständischen bezahlen. das kann aber nicht alles sein...- :rolleyes:
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Vongole
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Re: Jerusalem

Beitragvon Vongole » Mi 16. Mai 2018, 20:58

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(16 May 2018, 20:00)

wie nennst du das, wenn man auf unbewaffnete zivilisten mit kriegswaffen schießt inklusive deutlich erkennbarer journalisten...-? :p

edit: hast du mal gesehen was für löcher selbst die kleine 5,56x45mm macht? selbst wenn du sonen treffer überlebst, hast du oft bleibende schäden!


Du meinst sicher die Steine- und Brandsatz werfenden, Branddrachen abschießenden unbewaffneten Zivilisten an der Grenze?

Hast du mal erlebt, wenn sich so ein Steinchen als Handgranate entpuppt?
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Tom Bombadil
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Re: Jerusalem

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 16. Mai 2018, 21:38

Friedliche Demonstranten :D :D :D Da ist schon ganz harte Realitätsverweigerung.
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van Kessel
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Re: Jerusalem

Beitragvon van Kessel » Mi 16. Mai 2018, 21:44

Was passiert eigentlich, wenn wirklich niemand mehr über Israel und dessen Probleme berichtet? Diese Frage ist ernst gemeint. Tentativ - falls Jemand auf die Idee kommen sollte hier ad hominem zu antworten - es ist sinnlos.
Es gibt nämlich Kandidaten hier, welche noch nicht geschnallt haben, das die Position eines Users völlig egal ist, solange er dem Betreiber des Forums seine 'Personalien' überlassen hat.

Sowohl Israel als auch die Hamas benötigt die Weltöffentlichkeit, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Eigentlich sollte man erwarten, dass diese Menschen dort, sich eher um ihr täglich Brot und das Wasser kümmern müssten, als um Botschaften, Hauptstädte und wer dieses Gebilde gerade zu bedrohen beliebt.

Nimmt man diesen wenigen Menschen (gemessen an Weltbevölkerung) die Aufmerksamkeit der 'Welt', so sind sie tatsächlich gezwungen, sich miteinander auszutauschen, als sich potente 'Paten' zu besorgen, welche es der Welt 'besorgen'.

Ich denke, dass z. B. die Chinesen sich keinerlei Gedanken um Israel machen es sei, dort würden Rohstoffe gefunden, welche man vermarkten könnte.
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relativ
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Re: Jerusalem

Beitragvon relativ » Mi 16. Mai 2018, 21:45

Alexyessin hat geschrieben:(16 May 2018, 20:23)

Israel war zum Dialog bereit, diese Dialogbereitschaft wurde aber von Seiten der Palästinenser nicht genutzt. Und deswegen ist die Haltung das jetzt keine Vorbedingungen mehr kommen brauchen eben korrekt und nicht, wie du hier meinst, Rechtsradikal.

Das wäre aber wohl nicht in z.B.David Ben-Gurions Geist. Der hätte für den Frieden mehr gemacht, wenn man David Ben-Gurions verschollenes interview glauben schenken möchte.
Zuletzt geändert von relativ am Mi 16. Mai 2018, 22:42, insgesamt 1-mal geändert.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Jerusalem

Beitragvon JFK » Mi 16. Mai 2018, 21:50

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(16 May 2018, 21:09)

israel behauptet ja immer die hamas würde die aufständischen bezahlen. das kann aber nicht alles sein...- :rolleyes:


Ach wo, sicherlich haben Sie auch Kapitalisten am Start, schaut man aber auf die Arabische Welt, wird schon klar das die dominanten, Islamistischen Strömungen, so wie Erdoğan, genug Propaganda machen für ihre Hamas Brüder, die Opposition kommt dagegen gar nicht an, die Atheistische/Humanistische schon gar nicht, wer irgendwas humanistisches einbringen will, sucht immer den Weg über die Religion, an sonsten machen die Ewiggestrigen ihre Szene, das ist ein Klima zum kotzen das kannste dir gar nicht vorstellen, da sind sich sogar aleviten mit Sunniten einig wenn es um Israel und Juden geht, eine schmierenkomödie ist das von Religiösen Eiferern.

Die Palästinensische Gesellschaft insbesondere im Gaza ist wie in einem Latenten Kriegszustand, die Straßen/Kiez werden dominiert von Hamas Leuten, keine Linke Opposition weit und breit, da helfen auch kein "UN-Verwaltungen" mehr, das Geld fließt in den Kiez, wie willst du die in die Souveränität erlassen, nur Konsequent wenn Israel da keinen Staat akzeptiert, das ist alles viel zu Verfahren, es hilft nichts, je eher die Palästinenser den Staat Israel anerkennen, umsomehr mehr können Sie von ihrer Kultur erhalten, das gilt genauso wie für Nordkurdistan, ich hoffe die Jüngere Generation kann das noch erleben.
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Adam Smith
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Re: Jerusalem

Beitragvon Adam Smith » Mi 16. Mai 2018, 21:50

van Kessel hat geschrieben:(16 May 2018, 22:44)

Ich denke, dass z. B. die Chinesen sich keinerlei Gedanken um Israel machen es sei, dort würden Rohstoffe gefunden, welche man vermarkten könnte.

Wie kommst du denn darauf? China gehört laut IS übrigens auch vernichtet.
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relativ
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Re: Jerusalem

Beitragvon relativ » Mi 16. Mai 2018, 21:51

van Kessel hat geschrieben:(16 May 2018, 22:44)

Was passiert eigentlich, wenn wirklich niemand mehr über Israel und dessen Probleme berichtet? Diese Frage ist ernst gemeint. Tentativ - falls Jemand auf die Idee kommen sollte hier ad hominem zu antworten - es ist sinnlos.
Es gibt nämlich Kandidaten hier, welche noch nicht geschnallt haben, das die Position eines Users völlig egal ist, solange er dem Betreiber des Forums seine 'Personalien' überlassen hat.

Sowohl Israel als auch die Hamas benötigt die Weltöffentlichkeit, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Eigentlich sollte man erwarten, dass diese Menschen dort, sich eher um ihr täglich Brot und das Wasser kümmern müssten, als um Botschaften, Hauptstädte und wer dieses Gebilde gerade zu bedrohen beliebt.

Nimmt man diesen wenigen Menschen (gemessen an Weltbevölkerung) die Aufmerksamkeit der 'Welt', so sind sie tatsächlich gezwungen, sich miteinander auszutauschen, als sich potente 'Paten' zu besorgen, welche es der Welt 'besorgen'.

Ich denke, dass z. B. die Chinesen sich keinerlei Gedanken um Israel machen es sei, dort würden Rohstoffe gefunden, welche man vermarkten könnte.

Nunja könnte passieren ist aber m.M. eher unwahrscheinlich bei zwei so unterschiedlich Starken Kontrahenten. Die Erfahrung zeigt eher, daß der Stärkere noch stringenter seine Ziele verfolgt.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Eulenwoelfchen
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Re: Jerusalem

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 16. Mai 2018, 22:14

Gestern kam in den TV-Nachrichten ein recht interessanter Beitrag.
Dabei kam eine sehschlitzbewehrte Palästinenserin mit schwarzer Burka in Gaza im Krankenhaus zu Wort,
von dem zuvor ein ärztliches Statement gebracht wurde, dass "man mit der
Versorgungskapazität der Verletzten am Anschlag sei und hoffe, dass
es nicht weitere Verletzte gebe…" - Sag das mal Hamas, oder Abbas, möchte man da anfügen.

Daraufhin maulte die Frau offen herum, "zuerst schicken sie uns zum Grenzzaun,
und dann lassen sie uns allein und tun rein gar nichts".

Wer mit "sie" gemeint war, nämlich Hamas, war recht klar. Wer sonst tut eben nichts in Gaza
für die Bevölkerung, ausser sie aufzuhetzen und sozusagen das letzte Demonstrationsaufgebot
zu organisieren. Mit möglichst vielen Leuten, damit möglichst viele verletzt und erschossen werden,
wenn sie die Grenzzäune stürmen.

Das lässt sich dann, wie auch bei den bewaffneten Konflikten, bestens ausschlachten.
Der böse Teufel Israel mit seiner eiskalten IDF killt wehrlose Palästinenser, die nur friedlich
demonstrieren. Hamas-business as usual...

Es ist das altbekannte Schema, die eigenen Menschen zynisch und skrupellos als
Zielscheiben und Todeskandidaten vorzuschicken. Im Wissen, dass es mit Sicherheit Tote und
Verletzte geben wird. Da sich wohl kein Staat, auch nicht Israel, gefallen lassen wird,
eine Horde von wildgewordenen, mordlustigen und aufgehetzten Leuten einfach so über die Grenze zu
lassen.

Möchte mal wissen, was bei uns da so für Kommentare kämen, wenn das passieren würde…
Es reichte schon, als Merkel in einer Notsituation Menschen vor Orban rettete, diese also in wirklicher, akuter Not ohne Kontrolle
als Ausnahme über die Grenze ließ. Allerdings hatten die auch nicht vor, die
vorhandene einheimische Bevölkerung zu töten oder zu vertreiben.
Der Rest der ganzen Politiker hierzulande, die das unkontrollierte "Einfallen in unser Deutschland"
weidlich kritisierten und fast schon hysterisch ausschlachteten, ist ja allseits bekannt. Oder?
Was würden wohl die Menschen in Deutschland vom BGS und ggf. der Bundeswehr
erwarten und verlangen, wenn sich zig-zehntausendfacher Hassmob auf den Weg machen würde,
um in unser Land einzufallen, weil sie es als ihres betrachten. Warum und wie begründet auch immer.
Es reicht ja irgendein "Fakten"stuss, und schon fühlt man sich als "friedlicher Demonstrant"
im (Faust-) Recht.

Ansonsten hat der Rechtsstaat Israel und dessen IDF so human und sorgsam wie möglich agiert, um die Opferzahl
angesichts des beträchtlich großen Hassmobs an den Grenzzäunen zu stoppen und
die eigene Bevölkerung vor dem blinden und gehirngewaschenen Hass auf Judenermordung
zu schützen.

Hamas und auch Fatah (sie bilden ja eine "Einheitsregierung des Hasssäens und der bewussten Desinformation
und Faktenbeugung) haben die volle Verantwortung für all die Toten und Verletzten. Niemand sonst.
Sie sind die Totengräber des eigenen Volkes und moralisch schon längst aus der Menschheit ausgetreten.

Es ist unsagbar traurig und dreckig zugleich, was Hamas wiedereinmal abzieht: die eigenen Leute bewusst und gezielt in den
Tod zu schicken, ohne auch nur irgendetwas politisch zu erreichen. Im Gegenteil.

Der einzige Nutzen liegt in einer erstunkenen und verlogenen Propaganda, die zum wiederholten Male aufgegossen wird.
Aber deshalb nicht wahrer ist. Ausser in Europa, vor allem Deutschland, das Hassverstehen der Palästinenser zu erklären incl.
herzerweichender Nebelkerzenwerferei für Unverbesserliche.
Um die Zielgruppe caritativ tätiger und menschlich so engagierter Hilfsmissionare und -innen hierzulande mit der übliche Opferlamm-Fama
zu massieren und einseitig zu motivieren. Wie immer, fallen genug Leute darauf herein. Leider.

Sag mir, wo die Blumen sind…über Gräber weht der Wind" heisst es in einem Lied.
Ob die Palästinenser je verstehen werden? Falls sie Hamas und Fatah jemals zum Teufel gejagt haben sollten.
Allerdings ist zu befürchten, dass eher ein Kamel durch ein Nadelör latscht, als dass dies geschehen
wird.

Aber: think pink. Man soll die Hoffnung nie aufgeben. Und die Vision von Frieden und einem Leben,
das nicht nur aus Hass und Mordlust besteht, wenn jemand Jude ist.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 16. Mai 2018, 22:33

van Kessel hat geschrieben:(16 May 2018, 22:44)

Sowohl Israel als auch die Hamas benötigt die Weltöffentlichkeit, um überhaupt wahrgenommen zu werden.

Wozu sollte Israel die Weltöffentlichkeit brauchen? Solche Bilder wie von den Grenz"demonstrationen" nutzen Israel nicht (der Hamas langfristig auch nicht, immer mehr arabische Staaten haben die Nase voll von dem Theater), die Hamas braucht solche Bilder aber zum überleben, denn nur, wenn die Situation der Palis möglichst dramatisch schlecht dargestellt wird, rollt der Rubel.
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Re: Jerusalem

Beitragvon SirToby » Do 17. Mai 2018, 07:06

relativ hat geschrieben:(16 May 2018, 22:45)

Das wäre aber wohl nicht in z.B.David Ben-Gurions Geist. Der hätte für den Frieden mehr gemacht, wenn man David Ben-Gurions verschollenes interview glauben schenken möchte.


Es ist nicht so, dass israelische Politiker es nicht mit Friedenslösungen nicht probiert hätten. Auch ein Ben Gurion wäre nicht in der Lage substantiell andere Ergebnisse zu fabrizieren als sie heute vorliegen...
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Re: Jerusalem

Beitragvon relativ » Do 17. Mai 2018, 08:00

SirToby hat geschrieben:(17 May 2018, 08:06)

Es ist nicht so, dass israelische Politiker es nicht mit Friedenslösungen nicht probiert hätten. Auch ein Ben Gurion wäre nicht in der Lage substantiell andere Ergebnisse zu fabrizieren als sie heute vorliegen...


Das ist mir schon bewusst. Ich weigere mich jedoch im Bezug auf Frieden sich hinzustellen und zu meinen, jetzt hätte man ja alles Menschenmögliche gemacht, daran glaube ich nicht.
Deshalb brachte ich bei der Aussage von Alex, Gurion ins Spiel den ich btw. für einen aussergewöhnlichen Politiker und Menschen halte.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Alexyessin » Do 17. Mai 2018, 08:22

relativ hat geschrieben:(17 May 2018, 09:06)

Es ging mir auch mehr um deine Aussage , daß man sich von Seiten Israels jetzt nicht mehr zu bewegen hat/braucht, weil man ja in den 70 Jahren zuvor schon alles für einen Frieden getan hat, daß sehe ich komplett anders.


Es kann von Israel nicht erwartet werden jetzt groß Vorbedingungen zu akzeptieren NACHDEM schon so viel im Vorfeld in dieser Richtung passiert ist. Und solange sich die Hamas bzw. sämtliche Terroridioten nicht dazu durchringen können den bewaffneten Kampf aufzugeben wirst du in Israel dahingehend, verständlicherweise, auf taube Ohre stoßen.
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Re: Jerusalem

Beitragvon DarkLightbringer » Do 17. Mai 2018, 08:27

relativ hat geschrieben:(17 May 2018, 09:06)

Es kommt immer auch darauf an was in den Krug drinn ist und sicher gilt das was ich gesagt habe für beide Seiten. Wäre der Wille zum Frieden auf beiden Seiten größer als das Misstrauen , würden wir hier ja schon gar nicht mehr diskutieren.
Es ging mir auch mehr um deine Aussage , daß man sich von Seiten Israels jetzt nicht mehr zu bewegen hat/braucht, weil man ja in den 70 Jahren zuvor schon alles für einen Frieden getan hat, daß sehe ich komplett anders.

Ja, vielleicht hat man noch nicht alles versucht.
Das Umschrauben des US-Botschaftsschildes ist etwas Neues. Neu ist auch, dass den Saudis das Thema leid wird bzw. fast alle arabische Staaten weniger ein Problem mit Israel als vielmehr mit dem Iran haben.
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Re: Jerusalem

Beitragvon relativ » Do 17. Mai 2018, 08:37

Alexyessin hat geschrieben:(17 May 2018, 09:22)

Es kann von Israel nicht erwartet werden jetzt groß Vorbedingungen zu akzeptieren NACHDEM schon so viel im Vorfeld in dieser Richtung passiert ist. Und solange sich die Hamas bzw. sämtliche Terroridioten nicht dazu durchringen können den bewaffneten Kampf aufzugeben wirst du in Israel dahingehend, verständlicherweise, auf taube Ohre stoßen.

Ich erwarte nur das sie nicht Dicht machen bezüglich eines Friedens. Das tut man aber, wenn man sich hinstellt und z.B.Vorbedingungen stellt, die in der mom. Situation gar nicht vorstellbar sind, bzw. mom gar kein palestinesicher Führer garantieren kann.
Also ich denke die Hamas fällt doch als möglicher Verhandlungspartner eh aus, warum die immer als Gegenargument für Friedensverhandlungen hier herrangezogen wird, entzieht sich meiner Logik. Das sind Terroristen, die wollen keinen Frieden, schon gar nicht mit Israel. Die gefallen sich in ihrer Lebensaufgabe, da ist Hopfen und Mals verloren, die kann man nur Austrocknen so weit es geht.
Btw. welche Vorbedingungen von Seiten der Palästinenser gibt es denn? Bisher habe ich nur von Verhandlungspositionen gehört die man nicht verhandeln will z.B. Jerusalem und Rückkehrrecht
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Re: Jerusalem

Beitragvon relativ » Do 17. Mai 2018, 08:41

DarkLightbringer hat geschrieben:(17 May 2018, 09:27)

Ja, vielleicht hat man noch nicht alles versucht.
Das Umschrauben des US-Botschaftsschildes ist etwas Neues. Neu ist auch, dass den Saudis das Thema leid wird bzw. fast alle arabische Staaten weniger ein Problem mit Israel als vielmehr mit dem Iran haben.

Nunja das liegt evtl. aber nicht daran, dass denen Israel auf einmal so sympathisch ist. Also da sollte man zwischen schnöder Machtpolitik und Sympahtie schon unterscheiden können.
Das sie das Thema leid sind kann ich gut verstehen, ich denke das geht 2/3 der nicht involvierten Welt so.
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Re: Jerusalem

Beitragvon DarkLightbringer » Do 17. Mai 2018, 08:56

relativ hat geschrieben:(17 May 2018, 09:41)

Nunja das liegt evtl. aber nicht daran, dass denen Israel auf einmal so sympathisch ist. Also da sollte man zwischen schnöder Machtpolitik und Sympahtie schon unterscheiden können.
Das sie das Thema leid sind kann ich gut verstehen, ich denke das geht 2/3 der nicht involvierten Welt so.

Man könnte es auch Realpolitik nennen.

Wenn ich mich recht erinnere, soll (!) nach einem Medienbericht der saudische Kronprinz im vertrauten Kreis gesagt haben, die Palästinenser hätten schon oft genug eine Chance gehabt, sie sollten entweder Frieden machen oder aber aufhören, zu jammern.
Das hörte sich schon sehr unduldsam an.
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