Jerusalem

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Wie soll mit Jerusalem verfahren werden?

Die Stadt muß zwischen Israelis und Palästinenser geteilt werden!
47
23%
Jerusalem gehört den Israelis!
72
36%
Jerusalem gehört den Palästinensern!
18
9%
Jerusalem sollte eine Stadt unter UN-Verwaltung werden!
45
22%
Keine Ahnung!
19
9%
 
Abstimmungen insgesamt: 201
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Fuerst_48
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Re: Jerusalem

Beitragvon Fuerst_48 » Sa 17. Feb 2018, 17:41

Ammianus hat geschrieben:(17 Feb 2018, 17:27)

Und ewig das mit der Apartheid. Ist ja auch ein beliebter Propaganda-Begriff bei den Islamo-Faschisten - auch bei den Gefolgsleuten der iranischen Mullahs.
Im alten Polit-Forum stellte ich da mal die Frage:

Was geschah bis 1939 mit einem Juden, der mit einer sogenannten Arierrin schlief?
Was geschah mit einem Schwarzen im Südafrika der Apartheid, der mit einer Weißen schlief?
Was geschieht mit einem Palästinenser in Israel oder den besetzten Gebieten, der mit einer Jüdin schläft?
Was geschieht mit einem Juden, der in der Islamischen Republik Iran mit einer Muslima schläft?

Die Antworten und Rettungsversuche waren putzig.

Du willst Einzelfälle verallgemeinern oder quasi hochrechnen?
Das ist ein verfehltes Unterfangen.
tabernakel
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Re: Jerusalem

Beitragvon tabernakel » Sa 17. Feb 2018, 17:52

Fuerst_48 hat geschrieben:(17 Feb 2018, 17:41)
Du willst Einzelfälle verallgemeinern oder quasi hochrechnen?
Das ist ein verfehltes Unterfangen.

Ist es das? Ich würde eher sagen dass der Umgang eines Staates mit Minderheiten in Bezug auf Sex und Nachwuchs ein exzellenter Indikator für oder gegen Apartheid ist, denn hier sind die Kernpunkte der Familienpolitik sowie Demographie berührt! Und daran kann man in der Tat leicht ablesen wo Minderheiten deutlich Apartheid ausgesetzt sind, und wo nicht. Beim Poppen ist für Unterdrücker Schluss mit Lustig, da fallen alle Masken ... :thumbup:

Alter Stubentiger hat geschrieben:Nur wenn man über die Probleme der Besatzung im Westjordanland und die stille Vertreibung der Palästinenser aus Ostjerusalem diskutiert spielen noch größere Probleme und Vertreibungen auf der arabischen Halbinsel keine Rolle. Das ist ein ganz eigenes Thema.

Was soll bitte genau "stille Vertreibung" sein? Und wieso denkst Du dass dies den Palästinenser in Ostjerusalem widerfährt?
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Fuerst_48
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Re: Jerusalem

Beitragvon Fuerst_48 » Sa 17. Feb 2018, 17:56

tabernakel hat geschrieben:(17 Feb 2018, 17:52)

Ist es das? Ich würde eher sagen dass der Umgang eines Staates mit Minderheiten in Bezug auf Sex und Nachwuchs ein exzellenter Indikator für oder gegen Apartheid ist, denn hier sind die Kernpunkte der Familienpolitik sowie Demographie berührt! Und daran kann man in der Tat leicht ablesen wo Minderheiten deutlich Apartheid ausgesetzt sind, und wo nicht. Beim Poppen ist für Unterdrücker Schluss mit Lustig, da fallen alle Masken ... :thumbup: *)


Was soll bitte genau "stille Vertreibung" sein? Und wieso denkst Du dass dies den Palästinenser in Ostjerusalem widerfährt?

*) Alles reglementiert eine Gesetzesflut nicht. Notiz am Rande: Ein Kind mit muslimischem Vater und jüdischer Mutter ist für die Muslime ein Muslim, für die Juden ein Jude.
Soviel dazu (frei zitiert nach Eisenberg, Paul aus seinem Buch: Auf das Leben. Wien, 2017)
Zuletzt geändert von Fuerst_48 am Mo 19. Feb 2018, 12:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Tom Bombadil
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Re: Jerusalem

Beitragvon Tom Bombadil » So 18. Feb 2018, 00:33

Alter Stubentiger hat geschrieben:(17 Feb 2018, 15:49)

Kannst nicht in einen Topf werfen.

Danke. Schöner könnte man den Doppelstandard, der an Israel angelegt wird, gar nicht benennen.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Jerusalem

Beitragvon tabernakel » So 18. Feb 2018, 06:05

Tom Bombadil hat geschrieben:(18 Feb 2018, 00:33)
Danke. Schöner könnte man den Doppelstandard, der an Israel angelegt wird, gar nicht benennen.

Spannender finde ich daran dass es vor allem unsere Extremen jeglicher Coleur sind die diese Doppelstandards anlegen, wohl das einzige Thema bei dem sich extreme Muslime, extreme Linke und extreme Rechte einig sind. Werden sie dann darauf hingewiesen, kommt regelmäßig die unwahre Behauptung man dürfe Israel nicht kritisieren, wohlwissend dass niemand was gegen Kritik hat die an Israel dieselben Standards wie an die anderen Staaten der Region anlegt - die Israelis selbst nehmen kein Blatt vor den Mund sich gegenseitig für alles mögliche zu kritisieren. :D

p.s.: Kaum schreib ich's stolpere ich doch glatt über nen frischen Artikel in dem die rechten Extremen ihre Unterstützung ausgerechnet für den Iran kundtun ... als ob die Nasen der NPD nicht schon vorher spackig genug waren:
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Elser
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Re: Jerusalem

Beitragvon Elser » So 18. Feb 2018, 13:41

Ammianus hat geschrieben:(17 Feb 2018, 17:27)

Und ewig das mit der Apartheid. Ist ja auch ein beliebter Propaganda-Begriff bei den Islamo-Faschisten - auch bei den Gefolgsleuten der iranischen Mullahs.
Im alten Polit-Forum stellte ich da mal die Frage:

Was geschah bis 1939 mit einem Juden, der mit einer sogenannten Arierrin schlief?
Was geschah mit einem Schwarzen im Südafrika der Apartheid, der mit einer Weißen schlief?
Was geschieht mit einem Palästinenser in Israel oder den besetzten Gebieten, der mit einer Jüdin schläft?
Was geschieht mit einem Juden, der in der Islamischen Republik Iran mit einer Muslima schläft?

Die Antworten und Rettungsversuche waren putzig.


"-Faschisten" ein beliebter "Propaganda-Begriff" für Menschen die Ungerechtigkeiten in und durch Israel diskutiert wollen. Ansonsten verstehe ich Deine "Beispiele" (sind es Beispiele? - für - Irgentwas?) nicht.

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Ammianus
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Re: Jerusalem

Beitragvon Ammianus » So 18. Feb 2018, 13:57

Elser hat geschrieben:(18 Feb 2018, 13:41)

"-Faschisten" ein beliebter "Propaganda-Begriff" für Menschen die Ungerechtigkeiten in und durch Israel diskutiert wollen. Ansonsten verstehe ich Deine "Beispiele" (sind es Beispiele? - für - Irgentwas?) nicht.

Elser


Ich versuche zu erklären:

Gern wird von Islamo-Faschisten und anderen Leuten Israel als Apartheid-Staat benannt. So z.B. auch im Muslim-Markt des Teils der Özoguz-Familie in Delmenhorst. Diese z.B. verkörpern die Anhängerschaft Chameneis im Iran. Der sogenannte "Revolutionsführer" ist deren Marja. Also das Vorbild unter den Gelehrten, welches bedingungslos nachzuahmen ist.
Und nun ist selbstständiges Arbeiten angesagt um den Fragen nachzugehen und Antworten zu finden. Dazu muss ich sagen, dass ich weder über das Südafrika der Vergangenheit als auch über Israel verbindliche Angaben machen kann. Allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen, dass im jetzigen Israel der Geschlechtsverkehr zwischen einer Jüdin und einem Moslem unter Strafe steht.
Gerade wenn man sich aber das Ergebnis beim Iran ansieht fliegt den Hetzern der Apartheitstaat Israel regelrecht um die Ohren nimmt man noch das Dritte Reich von den Nürnberger Gesetzen bis ca. 1938 dazu.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Elser » So 18. Feb 2018, 14:06

Ammianus hat geschrieben:(18 Feb 2018, 13:57)

Ich versuche zu erklären:

Gern wird von Islamo-Faschisten und anderen Leuten Israel als Apartheid-Staat benannt. So z.B. auch im Muslim-Markt des Teils der Özoguz-Familie in Delmenhorst. Diese z.B. verkörpern die Anhängerschaft Chameneis im Iran. Der sogenannte "Revolutionsführer" ist deren Marja. Also das Vorbild unter den Gelehrten, welches bedingungslos nachzuahmen ist.
Und nun ist selbstständiges Arbeiten angesagt um den Fragen nachzugehen und Antworten zu finden. Dazu muss ich sagen, dass ich weder über das Südafrika der Vergangenheit als auch über Israel verbindliche Angaben machen kann. Allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen, dass im jetzigen Israel der Geschlechtsverkehr zwischen einer Jüdin und einem Moslem unter Strafe steht.
Gerade wenn man sich aber das Ergebnis beim Iran ansieht fliegt den Hetzern der Apartheitstaat Israel regelrecht um die Ohren nimmt man noch das Dritte Reich von den Nürnberger Gesetzen bis ca. 1938 dazu.


Ja - es gibt eindeutig schlimmere Staaten als Israel. Sogar viele, sehr sehr viel schlimmere. Ich glaube dir auch, dass es viele Vollidioten gibt, die Israel und/oder die Juden einfach nur verunglimpfen wollen. Ich aber habe sogar viel Sympathie für Israel. Hier geht es aber um - Israel ! Israel liegt mir am Herzen. Es bringt überhaupt nix wenn man Fehlentwicklungen, mit den noch größeren Fehlern anderer, verdecken will. Das ist, im Gegenteil, gefährlich für ein Land.

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Zuletzt geändert von Elser am So 18. Feb 2018, 14:18, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Vongole » So 18. Feb 2018, 14:12

tabernakel hat geschrieben:(18 Feb 2018, 06:05)

Spannender finde ich daran dass es vor allem unsere Extremen jeglicher Coleur sind die diese Doppelstandards anlegen, wohl das einzige Thema bei dem sich extreme Muslime, extreme Linke und extreme Rechte einig sind. Werden sie dann darauf hingewiesen, kommt regelmäßig die unwahre Behauptung man dürfe Israel nicht kritisieren, wohlwissend dass niemand was gegen Kritik hat die an Israel dieselben Standards wie an die anderen Staaten der Region anlegt - die Israelis selbst nehmen kein Blatt vor den Mund sich gegenseitig für alles mögliche zu kritisieren. :D

p.s.: Kaum schreib ich's stolpere ich doch glatt über nen frischen Artikel in dem die rechten Extremen ihre Unterstützung ausgerechnet für den Iran kundtun ... als ob die Nasen der NPD nicht schon vorher spackig genug waren:
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Diese Bemerkung kommt allerdings auch zunehmend aus der sog. Mitte, von Menschen, die jede Zugehörigkeit zu Extremen weit von sich weisen würden.
Mit dem Antizionismus/Antisemtismus ist's wie mit dem Riesen-Bärenklau, kaum glaubt man, ihn ausgerissen zu haben, breitet er sich an anderer Stelle ungehindert weiter aus.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Elser » So 18. Feb 2018, 14:17

Vongole hat geschrieben:(18 Feb 2018, 14:12)

Diese Bemerkung kommt allerdings auch zunehmend aus der sog. Mitte, von Menschen, die jede Zugehörigkeit zu Extremen weit von sich weisen würden.
Mit dem Antizionismus/Antisemtismus ist's wie mit dem Riesen-Bärenklau, kaum glaubt man, ihn ausgerissen zu haben, breitet er sich an anderer Stelle ungehindert weiter aus.


Dann pass mal gut auf, dass Du und andere verblindete Israelverklärer nicht, mit dem angeblichen Antisemitismus, die freie Meinungsbildung ausreißt.

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Re: Jerusalem

Beitragvon Moses » So 18. Feb 2018, 14:20

Elser hat geschrieben:(18 Feb 2018, 14:17)

Dann pass mal gut auf, dass Du und andere verblindete Israelverklärer nicht, mit dem angeblichen Antisemitismus, die freie Meinungsbildung ausreißt.

Elser


Antisemitismus ist keine Meinung - das versteht Du schon oder?
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Elser » So 18. Feb 2018, 14:35

Moses hat geschrieben:(18 Feb 2018, 14:20)

Antisemitismus ist keine Meinung - das versteht Du schon oder?


Ja - und eine Meinung ist nicht zwangläufig Antisemitismus, nur weil dir nicht gefällt. Das verstehst DU doch auch - oder?

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Re: Jerusalem

Beitragvon Alter Stubentiger » So 18. Feb 2018, 15:11

tabernakel hat geschrieben:(17 Feb 2018, 17:52)

Ist es das? Ich würde eher sagen dass der Umgang eines Staates mit Minderheiten in Bezug auf Sex und Nachwuchs ein exzellenter Indikator für oder gegen Apartheid ist, denn hier sind die Kernpunkte der Familienpolitik sowie Demographie berührt! Und daran kann man in der Tat leicht ablesen wo Minderheiten deutlich Apartheid ausgesetzt sind, und wo nicht. Beim Poppen ist für Unterdrücker Schluss mit Lustig, da fallen alle Masken ... :thumbup:

Was soll bitte genau "stille Vertreibung" sein? Und wieso denkst Du dass dies den Palästinenser in Ostjerusalem widerfährt?

Es sind illegale Bauten der Israelis im Osten im nachhinein legalisiert worden. Es gibt aber auch legale Baugenehmigungen. Für die Palästinenser gibt es dagegen kaum Baugenehmigungen in Ostjerusalem. Und die Palästinenser haben keine Bürgerrechte im Osten. Sie sind nur Residenten und dieser Status kann auch einfach entzogen werden. Was bereits ca. 150000 mal passiert ist. Die Organisation Elad kauft über Strohmänner oder arabische Tarnfirmen Wohnungen in Ostjerusalem......soll ich weitermachen? Das ist eine stille Vertreibung.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Alter Stubentiger
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Re: Jerusalem

Beitragvon Alter Stubentiger » So 18. Feb 2018, 15:20

Moses hat geschrieben:(18 Feb 2018, 14:20)

Antisemitismus ist keine Meinung - das versteht Du schon oder?


Es gibt auch Israelis die mit der Politik in den besetzten Gebieten nicht einverstanden sind oder? Auch Antisemiten? Oder bin nur ich dies weil ich als Deutscher diese Meinung teile?

Bedenke! Die Besatzung und die Politik von Netanjahu kritisiere ich. Aber ansonsten habe ich an Israel selbst nichts Substanzielles zu kritisieren.
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Ammianus
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Re: Jerusalem

Beitragvon Ammianus » So 18. Feb 2018, 15:42

Elser hat geschrieben:(18 Feb 2018, 14:06)

Ja - es gibt eindeutig schlimmere Staaten als Israel. Sogar viele, sehr sehr viel schlimmere. Ich glaube dir auch, dass es viele Vollidioten gibt, die Israel und/oder die Juden einfach nur verunglimpfen wollen. Ich aber habe sogar viel Sympathie für Israel. Hier geht es aber um - Israel ! Israel liegt mir am Herzen. Es bringt überhaupt nix wenn man Fehlentwicklungen, mit den noch größeren Fehlern anderer, verdecken will. Das ist, im Gegenteil, gefährlich für ein Land.

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Es geht hier weder um Verdecken noch Relativieren. Zu derartigen Praktiken habe ich so und so meine eigene Einstellung. Es geht um die schamlose Heuchelei potentieller Verbrecher, die Israel als Apartheidstaat bezeichnen obwohl sie, z.B. als Anhänger der iranischen Mullahs, einen Juden, der es wagt mit einer Muslima zu schlafen, ermorden würden.
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Re: Jerusalem

Beitragvon tabernakel » So 18. Feb 2018, 19:08

Alter Stubentiger hat geschrieben:(18 Feb 2018, 15:11)
Es sind illegale Bauten der Israelis im Osten im nachhinein legalisiert worden. Es gibt aber auch legale Baugenehmigungen. Für die Palästinenser gibt es dagegen kaum Baugenehmigungen in Ostjerusalem. Und die Palästinenser haben keine Bürgerrechte im Osten. Sie sind nur Residenten und dieser Status kann auch einfach entzogen werden. Was bereits ca. 150000 mal passiert ist. Die Organisation Elad kauft über Strohmänner oder arabische Tarnfirmen Wohnungen in Ostjerusalem......soll ich weitermachen? Das ist eine stille Vertreibung.

Palästinenser mit Residentenstatus in Ostjerusalem haben das Recht sich um die Israelische Staatsbürgerschaft zu bewerben, und solange jemand nicht komplett disloyal zum Staat Israel ist wird das auch bewilligt - zu tausenden. Könnten auch deutlich mehr sein wenn die Palästinenser nicht auf das Pferd "Ost-Jerusalem wird wieder Palästinensisch" setzen würden, am Ende kann und will Israel die Palästinenser nicht zum Beantragen der Bürgerrechte zwingen - müssen sie auch nicht. Was aber umgekehrt impliziert dass derjenige nicht darüber meckern darf "nur" einen Residenzstatus zu besitzen der die Israelische Staatsangehörigkeit schlicht nicht beantragt!

Zudem: Die Anforderung Jerusalem wenigstens alle paar Jahre mal zu besuchen um den Residenzstatus zu behalten ist nun wirklich nicht hart. Verwirkt haben dies in 50 Jahren gerade mal 14500 Palästinenser, mit typischen Gründen wie Fristversäumnisse oder Terrorismus. Ich weiss nicht wo Du Deine Zahl von 150.000 her hast, aber ich tippe mal drauf dass Du schlicht alle Palästinenser eingerechnet hast die in den letzten 50 Jahren in Ost-Jerusalem eines natürlichen Todes starben. Wäre nicht das erste mal dass sich die Palästinenser dieses Propagandamittels bedienen, in den Gaza-Kriegen wurden die Hamas-Opferzahlen ebenfalls nicht um die natürliche Sterblichkeit bereinigt. Was Du zudem unerwähnt lässt: Die palästinensische Bevölkerung in Ost-Jerusalem ist seit 1967 in absoluten Zahlen (wie überall) massiv angewachsen, alleine schon das führt jeden Vertreibungs-Vorwurf ad-absurdum. Und ja, der Anteil (!) der Palästinenser an der Gesamtbevölkerung Ostjerusalems ist zwar geschrumpft, das wäre bei vorher nahe 100% aber auch nicht anders zu erwarten. Zudem es 100% nur deshalb waren weil Juden 1948-67 restlos aus der Stadt vertrieben wurden, was eine WIRKLICHE Vertreibung darstellte die 1967 durch Wiederherstellung des Jüdischen Viertels korrigiert wurde.

Bei dem was Du hier von Dir gibst tippe ich einfach mal drauf dass Du begierig die Haaretz liest. Sei Dir bitte gewahr dass diese Zeitung zwar in der Vergangenheit in etwa mit dem hiesigen Spiegel vergleichbar, und noch 2006 durchaus journalistisch ernstzunehmen war. Seitdem aber die Zeitung jedoch immer mehr unterlaufen worden, und hatte in Israel schon 2016 nur noch einen Verkaufsanteil von 3.9% - will halt niemand mehr ne ultra-linke Propagandaschleuder (vergleichbar mit Arutz Sheva auf der anderen Seite des Spektrums) lesen, selbst wenn diese online mit Hochglanz für vor allem westliche Leser wie Dich aufbereitet wird. Wenn Du ein paar akkurate (und vor allem neutrale) Informationen zum Thema willst, gibt es diese zum Beispiel hier bei camera.org:
Are Arabs being ethnically cleansed from east Jerusalem? Are demolitions of Arab dwellings by Jerusalem authorities part of a master plan to drive Arab residents from east Jerusalem and replace them with Jewish residents? According to the most recent Jerusalem municipality records, the overall proportion of requested permits granted in the Jewish and in the Arab sectors are similar. While "nearly 10 times more [permits] were given to Israelis in west Jerusalem" than to Arabs in east Jerusalem in 2009, as mentioned in the above-quoted BBC documentary, there were also nearly 10 times as many requests in the Jewish sector than in the Arab sector. In other words, the percentage of fulfilled requests in east Jerusalem in 2009 was 55% in east Jerusalem vs. 63% in west Jerusalem. The proportion of granted requests for permits was similar, as well, in other years, as well. In 2008, for example, 46% of building permits requested were granted in east Jerusalem vs. 47% of permit requests granted in west Jerusalem. In 2010 , 80% of building permit requests for Arab-majority neighborhoods in Jerusalem were approved vs. 89% in Jewish-majority neighborhoods.

Human rights lawyer Justus Reid Weiner, a scholar-in-residence at the Jerusalem Center for Public Affairs who focused on illegal building in Jerusalem explains why it is such a popular phenomena among Arab residents. According to Weiner, "The Palestinian Authority and Arab governments have spent hundreds of millions of dollars in an intentional campaign to subsidize and encourage massive illegal construction in the Arab sector [of Jerusalem], seeing this as part of their ‘demographic war' against Israel." He notes that the "frantic pace of illegal construction continues despite the fact that the city has authorized more than 36,000 permits for new housing units in the Arab sector, more than enough to meet the needs of Arab residents through legal construction until 2020."


Oder aber mach einfach weiter so, und sitze begierig den Lügen und Verdrehungen einer Gruppierung auf die sich letztlich bereits einer wirklichen (!) Vertreibung (der Juden aus dem Westjordanland) schuldig gemacht hat, letztlich auf nichts anderes als eine weitere für die Israelis hinarbeitet, Landverkäufe an Juden entsprechend mit der Todesstrafe belegt, und konsequent versucht 3000 Jahre Jüdische Kultur in Palästina mittels quasi-automatischer UN-Abstimmungsmehrheit auszulöschen. Durch hunderte Millionen Euro EU-Hilfen finanziert, versteht sich. :mad:

p.s.: Ich vertrete hier nicht die Auffassung dass es am Applikationsprozess nichts zu meckern gäbe. Nur sind die Probleme dort weit von "Vertreibung" entfernt:
2016er Times of Israel Artikel zu dem Thema
Zuletzt geändert von tabernakel am So 18. Feb 2018, 22:01, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Jerusalem

Beitragvon bennyh » So 18. Feb 2018, 20:11

Ammianus hat geschrieben:(18 Feb 2018, 15:42)
Es geht hier weder um Verdecken noch Relativieren. Zu derartigen Praktiken habe ich so und so meine eigene Einstellung. Es geht um die schamlose Heuchelei potentieller Verbrecher, die Israel als Apartheidstaat bezeichnen obwohl sie, z.B. als Anhänger der iranischen Mullahs, einen Juden, der es wagt mit einer Muslima zu schlafen, ermorden würden.

Ich glaube die meisten Menschen würden Anhänger der iranischen Mullahs von vornherein als nicht besonders glaubwürdige Diskussionspartner zu diesem Thema ausschließen.
"Dafür bekommst Du ne saftige Sperre, Junge!"
"Bei uns herrschen Regeln. Nimm dich gefälligst zurück, sonst bist du hier raus, aber für immer!"
"Ich kann dir auch eine reinhauen."
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Re: Jerusalem

Beitragvon Ammianus » So 18. Feb 2018, 20:25

bennyh hat geschrieben:(18 Feb 2018, 20:11)

Ich glaube die meisten Menschen würden Anhänger der iranischen Mullahs von vornherein als nicht besonders glaubwürdige Diskussionspartner zu diesem Thema ausschließen.


Zum Glück ...
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Re: Jerusalem

Beitragvon Liegestuhl » Mo 19. Feb 2018, 10:44

Alter Stubentiger hat geschrieben:.... und die stille Vertreibung der Palästinenser aus Ostjerusalem


Das ist aber eine sehr stille "Vertreibung".

1967 lebten in Jerusalem 55000 Muslime.
1995 waren es bereits 182000.
In 2015 sind es bereits 307000.

Der Anteil der jüdischen Population in Jerusalem ist von 1980 (71,8%) auf 61,2% im Jahr 2015 gesunken.

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Demograph ... _Jerusalem

Möchtest du auch noch Zahlen zur "Vertreibung" der Palästinenser aus dem Westjordanland?
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Jerusalem

Beitragvon Fuerst_48 » Mo 19. Feb 2018, 12:24

Der Tag, an dem der Antisemitismus "eingemottet" wird, sollte ein FEIERTAG sein.

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