Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Moderator: Moderatoren Forum 3

Wird es in einigen Jahrzehnten Frieden in Israel, Palästina und den Nachbarn geben ?

ja, sie werden irgendwie eine Lösung finden
40
27%
nein, das geht noch ewig so weiter
106
73%
 
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jack000
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Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon jack000 » Mo 21. Dez 2009, 20:10

In dieser Region gibt es seit Jahrzehnten Konflikte, die nicht lösbar sind da die "Extremen" der jeweiligen Gegner nur die ab-, bzw. Wegschaffung des jeweils Anderen als Lösung akzeptieren würden und alles dafür tun, dass es so kommen wird.

Es dreht sich also alles permanent im Karoussel, aber wird es mal ein Ende der Spirale geben ? Was werde ich sehen, wenn ich in z.B. 30 Jahren die Nachrichten anschalte und es um die Region Israel, Palästina und Nachbarn geht ?
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USA TOMORROW
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon USA TOMORROW » Mo 21. Dez 2009, 20:15

jack000 hat geschrieben:da die "Extremen" der jeweiligen Gegner nur die ab-, bzw. Wegschaffung des jeweils Anderen als Lösung akzeptieren würden und alles dafür tun, dass es so kommen wird.

In Israel ist mir keine relevante Gruppe bekannt die so ein Ziel verfolgen würde. Bei den Palästinensern sieht die Zielsetzung allerdings auch bei den "gemäßigten" so aus.
John 3:16
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Fire81
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Fire81 » Mo 21. Dez 2009, 20:19

Hier fehlt eine Option, ich rechne mit dem schlimmsten.
Doppelagent

Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Doppelagent » Di 22. Dez 2009, 07:30

JJazzGold hat geschrieben:Palästinenser-Gebiete

Die internationale Gemeinschaft will die Bevölkerung in den Palästinenser-Gebieten mit mehr als 500 Milliarden Euro unterstützten. Anläßlich der New Yorker Geberkonferenz stand die Hilfe für die Palästinenser im Zentrum internationaler Initiativen. In Brüssel kündigte auch
EU-Außenkommissar XYZ neue Finanzhilfen für die Palästinenser in Höhe von 5,3 Mrd Euro an.
Die neuen Finanzierungswege fasst die EU-Kommission unter dem Titel "Temporärer internationaler Mechanismus" (TIM) zusammen, weil sie langfristig auf die Bildung einer neuen Regierung hofft.

Der schwedische Außenminister erinnerte auf der Konferenz daran, dass mehr als 90 Prozent der Bevölkerung im Gaza-Streifen für die tägliche Ernährung auf internationale Hilfe angewiesen sei.

An der von den USA, Großbritannien und Spanien in Zusammenarbeit mit der UNO veranstalteten Geberkonferenz in Stockholm nahmen Vertreter von etwa 30 Staaten sowie rund 20 internationalen Organisationen teil.

news 21.Dec 2039
Diesen von JJazzGold verfaßten Beitrag habe ich fäschlicherweise als reinen Copy&Past-Beitrag gewertet und gelöscht. JJazzGold, ich bitte vielmals um Entschuldigung. Auch Moderatoren machen mal Fehler :cry2:


So isses. :-)
nicht zu vergessen, dass die alimentierung dieses gesindels umgekehrt proportional zum abbau der sozialleistungen für die menschen der geberländer einhergehen wird.
Zuletzt geändert von Chlorobium am Di 22. Dez 2009, 12:06, insgesamt 2-mal geändert.
Doppelagent

Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Doppelagent » Di 22. Dez 2009, 07:36

jack000 hat geschrieben:In dieser Region gibt es seit Jahrzehnten Konflikte, die nicht lösbar sind da die "Extremen" der jeweiligen Gegner nur die ab-, bzw. Wegschaffung des jeweils Anderen als Lösung akzeptieren würden und alles dafür tun, dass es so kommen wird.

Es dreht sich also alles permanent im Karoussel, aber wird es mal ein Ende der Spirale geben ? Was werde ich sehen, wenn ich in z.B. 30 Jahren die Nachrichten anschalte und es um die Region Israel, Palästina und Nachbarn geht ?


das ist völliger nonsens. die "weg-und abschaffung" der araber wird in israel von keiner demokratisch legitimierten partei verfolgt.
im gegensatz dazu geniessen bei den arabern parteien und organisationen, welche die "weg-und abschaffung" der israelis/juden bzw. des staates israel aus der region propagandieren absolute mehrheiten.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon JJazzGold » Di 22. Dez 2009, 13:21

news 21.Dec 2039
Diesen von JJazzGold verfaßten Beitrag habe ich fäschlicherweise als reinen Copy&Past-Beitrag gewertet und gelöscht. JJazzGold, ich bitte vielmals um Entschuldigung. Auch Moderatoren machen mal Fehler


Kein Problem, Entschuldigung angenommen; Ihre Annahme, es handle sich nur um Copy&Paste zeigt unter anderem, ohne Bewertung, wie selbstverständlich eine unaufhörliche, jahrzehntelange Alimentierung der autonomen palästinensischen Gebiete zwischenzeitlich wahrgenommen wird.

Schöne Feiertage, JJ
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Frank_Stein » Sa 26. Dez 2009, 02:46

Doppelagent hat geschrieben:das ist völliger nonsens. die "weg-und abschaffung" der araber wird in israel von keiner demokratisch legitimierten partei verfolgt.


Diese Wegschaffung hat in der Vergangenheit stattgefunden - und die ständige Ausweitung des Siedlungsbaues auf fremdem Land ist nichts anderes als das Wegschaffen der Anderen.
Welche israelische Partei tritt denn für den Stopp von Siedlungsbauten ein?
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon adal » Sa 26. Dez 2009, 03:28

theoderich hat geschrieben:
Diese Wegschaffung hat in der Vergangenheit stattgefunden - und die ständige Ausweitung des Siedlungsbaues auf fremdem Land ist nichts anderes als das Wegschaffen der Anderen.
Welche israelische Partei tritt denn für den Stopp von Siedlungsbauten ein?
Wie sieht denn die "Wegschaffung" der Palästinenser in der Praxis aus. Könntest du das näher erläutern?
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Frank_Stein
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Frank_Stein » Sa 26. Dez 2009, 15:09

adal hat geschrieben: Wie sieht denn die "Wegschaffung" der Palästinenser in der Praxis aus. Könntest du das näher erläutern?


Ein klitzekleines Beispiel.
Das folgende Bild sollte Dir vertraut sein.
http://red.speyer.de/de/rathaus/pressed ... usalem.jpg
Du siehst dort einen freien Platz.
http://farm1.static.flickr.com/213/5000 ... 6e3f84.jpg
Vorher standen dort Häuser - bewohnt von Palästinensern. Man hat sie nicht gefragt, ob sie ihre Wohnungen verlassen wollen - bevor man den Platz planiert hat.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon adal » Sa 26. Dez 2009, 16:30

theoderich hat geschrieben:
Ein klitzekleines Beispiel.
Das folgende Bild sollte Dir vertraut sein.
http://red.speyer.de/de/rathaus/pressed ... usalem.jpg
Du siehst dort einen freien Platz.
http://farm1.static.flickr.com/213/5000 ... 6e3f84.jpg
Vorher standen dort Häuser - bewohnt von Palästinensern. Man hat sie nicht gefragt, ob sie ihre Wohnungen verlassen wollen - bevor man den Platz planiert hat.
Ja, der Sechstagekrieg ist für die Palästinenser echt Scheiße gelaufen. Können sie doch den Juden nicht mehr den Zugang zur Klagemauer verweigern. Religiöse Diskriminierung Andersgläubiger ist schließlich ein unveräußerliches islamisches Menschenrecht. :lol:
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Frank_Stein » Sa 26. Dez 2009, 16:59

adal hat geschrieben: Ja, der Sechstagekrieg ist für die Palästinenser echt Scheiße gelaufen. Können sie doch den Juden nicht mehr den Zugang zur Klagemauer verweigern. Religiöse Diskriminierung Andersgläubiger ist schließlich ein unveräußerliches islamisches Menschenrecht. :lol:


Ja richtig - ich habe vergessen, dass die palästinensichen Bewohner der Stadt Jerusalem diesen Krieg und die Angriffe gegen Israel begonnen haben. Warum bauen die ihre Häuser auch direkt neben die Klagemauer - einem der heiligsten Orte für Jüdische Nationalisten - selbst schuld :comfort:
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Platon » Sa 26. Dez 2009, 17:00

ich glaube die Häuser an der Klagemauer sind nun ein denkbar schlechtes Beispiel :|
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Frank_Stein
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Frank_Stein » Sa 26. Dez 2009, 20:46

Platon hat geschrieben:ich glaube die Häuser an der Klagemauer sind nun ein denkbar schlechtes Beispiel :|



Mit welchem Recht hat man diese Menschen vertrieben und all ihren Besitz zerstört?
Was haben diese Menschen getan, dass sie das verdient haben?
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Frank_Stein » Mo 28. Dez 2009, 11:25

Platon hat geschrieben:ich glaube die Häuser an der Klagemauer sind nun ein denkbar schlechtes Beispiel :|


Dann nehmen wir eben ein aktuelles Beispiel
http://www.n-tv.de/politik/Israel-veroe ... 56361.html
Demokratie ist zu wichtig, um sie dem Volk zu überlassen.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Rumba » Di 29. Dez 2009, 08:44

theoderich hat geschrieben:Was haben diese Menschen getan, dass sie das verdient haben?


Sie haben ihr Vieh an die Klagemauer, dem größten noch existierendem Heiligtum der Juden, getrieben und sie vollscheissen lassen, um die dort betenden Juden zu demütigen. Ich kann die Gewinner des Sechstagekrieges sehr gut verstehen, dass sie diesen Umstand ändern wollten.
Rumba

Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Rumba » Di 29. Dez 2009, 10:13

theoderich hat geschrieben:
Dann nehmen wir eben ein aktuelles Beispiel
http://www.n-tv.de/politik/Israel-veroe ... 56361.html


Im Grunde steht schon alles in dem Artikel, den du gepostest hast. Israel verzichtet auf den Baustopp im Westjordanland; jedoch nicht in Jerusalem. Die Juden beanspruchen Jerusalem, weil dort seit 3000 Jahren Juden leben und sich dort die Heiligtümer des Judentums befinden. Die Araber beanspruchen Jerusalem, weil Mohammed dort mit seinem Lieblingspferd hingeflogen ist.

Letztlich werden durch den Siedlungsbau in Ostjerusalem Fakten geschaffen, um die eigenen Ansprüche durchzusetzen. Darüber mag man denken, wie man will, aber die Araber würden nichts anderes tun, wenn sie es könnten. Du kannst im Nahen Osten keine westeuropäischen Maßstäbe anlegen. Ich persönlich würde es auch sinnvoller finden, die demographische Mehrheit im Kernland zu sichern, anstatt den Nenner auch noch zu vergrößern.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon borus » Di 29. Dez 2009, 10:53

Rumba hat geschrieben:
Im Grunde steht schon alles in dem Artikel, den du gepostest hast. Israel verzichtet auf den Baustopp im Westjordanland; jedoch nicht in Jerusalem. Die Juden beanspruchen Jerusalem, weil dort seit 3000 Jahren Juden leben und sich dort die Heiligtümer des Judentums befinden. Die Araber beanspruchen Jerusalem, weil Mohammed dort mit seinem Lieblingspferd hingeflogen ist.

Letztlich werden durch den Siedlungsbau in Ostjerusalem Fakten geschaffen, um die eigenen Ansprüche durchzusetzen. Darüber mag man denken, wie man will, aber die Araber würden nichts anderes tun, wenn sie es könnten. Du kannst im Nahen Osten keine westeuropäischen Maßstäbe anlegen. Ich persönlich würde es auch sinnvoller finden, die demographische Mehrheit im Kernland zu sichern, anstatt den Nenner auch noch zu vergrößern.
seit 3 000 jahren dort lebten ist ja wohl stark übertrieben .der beduienenstamm ist ja auch erst dort eingewandert und hat das ansässige volk vertrieben und ermordet (zdf die bibel)aber ok geschichte scheint sich zu wiederholen.
Sollte ich jemanden persönlich verletzt haben,das war nicht meine absicht und bitte ich hiermit offiziell um Entschuldigung. wahrheit ist wahrheit nur muss es einen geben der sie sagt und kein feigling sein
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Rumba » Di 29. Dez 2009, 11:31

borus hat geschrieben:seit 3 000 jahren dort lebten ist ja wohl stark übertrieben .der beduienenstamm ist ja auch erst dort eingewandert und hat das ansässige volk vertrieben und ermordet (zdf die bibel)aber ok geschichte scheint sich zu wiederholen.


:roll:

Und was ändert das an dem, was ich geschrieben habe?
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Frank_Stein » Di 29. Dez 2009, 20:02

Rumba hat geschrieben:
Im Grunde steht schon alles in dem Artikel, den du gepostest hast. Israel verzichtet auf den Baustopp im Westjordanland; jedoch nicht in Jerusalem. Die Juden beanspruchen Jerusalem, weil dort seit 3000 Jahren Juden leben und sich dort die Heiligtümer des Judentums befinden. Die Araber beanspruchen Jerusalem, weil Mohammed dort mit seinem Lieblingspferd hingeflogen ist.

Letztlich werden durch den Siedlungsbau in Ostjerusalem Fakten geschaffen, um die eigenen Ansprüche durchzusetzen. Darüber mag man denken, wie man will, aber die Araber würden nichts anderes tun, wenn sie es könnten. Du kannst im Nahen Osten keine westeuropäischen Maßstäbe anlegen. Ich persönlich würde es auch sinnvoller finden, die demographische Mehrheit im Kernland zu sichern, anstatt den Nenner auch noch zu vergrößern.


Fakt ist - dass beide Seite berechtigte Ansprüche auf diese Stadt haben. Daher ist eine Teilung - da ein friedliches Zusammenleben momentan nicht möglich ist - die vermutlich einzige Option.
Aber man soll bitte diese Grenzen nicht verschieben.
Dass die arabische Seite den Israelis nichts gutes wünscht ist klar. Ob sich das jemals ändern wird - daran müssen beide Seiten arbeiten. Solange Israel diesem Hass immer wieder neue Nahrung gibt - wird sich da wohl nichts ändern.
Auch die Hammas hat kein Interesse daran, dass es jemals Frieden geben wird.
Israel kann aber durch seine Politik Einfluss auf die Bevölkerung Palästinas ausüben, dass deren Zuspruch in für die Hammas sinkt.
Das setzt aber voraus, dass man bereit ist, die Rechte der Palästinenser anzuerkennen und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen und sie nicht wie Vieh zu behandeln, indem man das ganze Volk in Kollektivhaftung nimmt.
Demokratie ist zu wichtig, um sie dem Volk zu überlassen.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Gretel » Mi 30. Dez 2009, 09:39

theoderich hat geschrieben:
Fakt ist - dass beide Seite berechtigte Ansprüche auf diese Stadt haben. Daher ist eine Teilung - da ein friedliches Zusammenleben momentan nicht möglich ist - die vermutlich einzige Option.
Aber man soll bitte diese Grenzen nicht verschieben.
Dass die arabische Seite den Israelis nichts gutes wünscht ist klar. Ob sich das jemals ändern wird - daran müssen beide Seiten arbeiten. Solange Israel diesem Hass immer wieder neue Nahrung gibt - wird sich da wohl nichts ändern.
Auch die Hammas hat kein Interesse daran, dass es jemals Frieden geben wird.
Israel kann aber durch seine Politik Einfluss auf die Bevölkerung Palästinas ausüben, dass deren Zuspruch in für die Hammas sinkt.
Das setzt aber voraus, dass man bereit ist, die Rechte der Palästinenser anzuerkennen und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen und sie nicht wie Vieh zu behandeln, indem man das ganze Volk in Kollektivhaftung nimmt.


WER ist denn gegen die Teilung gewesen? Und ist es IMMER noch?!


Gemäß dem Sykes-Picot-Abkommen vom 3. Januar 1916 sollte Jerusalem internationalisiert werden, damit Juden, Christen und Moslems allezeit freien Zugang zu Jerusalem haben.

Das aber passte den Arabern nicht, sie beanspruchten Jerusalem, das sie Al-Kuds nennen, allein für sich und zettelten daher die ersten Terroranschläge gegen in Eretz-Israel lebende Juden an. So ist der arabische Vorwurf, dass die vom britischen Außenminister Arthur Balfour am 2. November 1917 verabschiedete Balfour-Deklaration Schuld an den bis zum heutigen Tag andauernden Unruhen ist, falsch, denn die Balfour-Deklaration wurde erst 22 Monate später verkündet.

Während der Jerusalem-Friedenskonferenz in San Remo im April 1920 wurden die in Jerusalem lebenden Juden von den Arabern angegriffen, ihre Geschäfte zerstört, neun Juden getötet und 215 verletzt. Der arabische Zorn traf nicht nur die zionistischen Neuankömmlinge, sondern auch ihre alteingesessenen jüdischen Nachbarn. Auf Druck des Moslemischen Rates erlaubten die Briten den Arabern, alle jüdischen Thoraschreine von der Westmauer (Klagemauer) zu beseitigen.

Zusätzlich war es verboten zu sagen, dass die Westmauer der Rest des jüdischen Tempelplatzes sei.

Nach den 1929er Unruhen mit dem Massaker an Hebrons Juden geriet die arabische Nationalbewegung zunehmend unter den Einfluss des Jerusalemer Muftis Amin al-Hussaini, der 1931 auf dem Islamischen Kongress, an dem 133 arabische Persönlichkeiten aus 22 Ländern teilnahmen, die Moslems aufrief, „Jerusalem von der Pest der Juden zu befreien“. 1936 wandte sich das Oberste Arabische Komitee unter Wortführung des Jerusalemer Muftis Amin al-Hussaini an Adolf Hitler mit der Bitte, den Arabern bei der „Ausrottung der Juden in Palästina“ behilflich zu sein.

Fasziniert von der nationalsozialistischen Arier-Abstammungslehre übertrugen die in dem britischen Mandats-Palästina lebenden Araber diese faschistische Idee auf sich und behaupteten von da an, dass sie die direkten Nachkommen der Kanaaniter seien, die unter Josua (um 1230 vor Chr.) von den Israeliten besiegt wurden. Daher sei es nach 3000 Jahren die Sache der Araber, die Juden aus „ihrem“ Heiligen Land zu vertreiben. So hatten Araber und Deutschlands Nationalsozialisten die gleichen Feinde. Daher lautete eine ihrer Parolen: „Allah im Himmel und Hitler auf Erden!“

Um den immer stärker werdenden Unruhen entgegenzutreten, entschloss sich die britische Peel-Kommission 1937 das Mandats-Palästina zu teilen. Doch die Bildung eines Judenstaates lag nicht im Interesse des Deutschen Reiches, hieß es in Berlin, was als Stärkung des Arabertums galt, denn im Mittelpunkt stand das Ziel eines „judenreinen Jerusalems“.

Nach dem Zusammenbruch des III. Reiches setzte sich der Mufti von Jerusalem in die Schweiz ab. Obwohl die Briten seine Auslieferung verlangten, blieb er dort unbehelligt, bis ihm 1947 die Flucht nach Kairo gelang. Dort setzte er seinen Kampf gegen die Juden fort und infiltrierte die arabischen Staaten mit der nationalistischen Rassenlehre, nach der Juden Ungeziefer und lebensunwert seien.

Mit der Staatsgründung Israels 1948 blieb die Jerusalemer Altstadt in arabischen Händen. Daher konzentrierte sich der arabische Hass auf das allgemeine Israel, denn Jerusalem war ja „judenrein“. In den 19 Jahren von 1948 bis 1967 unter jordanischer Herrschaft ließen die Araber ihren Hass auf die jüdischen Gebäude aus und zerstörten alle 58 Synagogen in Jerusalem. Von den 50.000 jüdischen Gräbern auf dem Ölberg wurden 37.000 zerstört und deren Grabsteine zum Bau von Kasernen, Straßen und Hotels verwendet.

Als Jerusalem 1967 von den Israelis erobert wurde, rückte die Stadt endgültig in den Fokus der Moslems, für die Al-Kuds (Jerusalem) ein unveräußerliches islamisches Territorium ist. Seitdem versuchen militante Moslems, die Juden als „Dämonen des Teufels“ aus Jerusalem auszutreiben, was seit 1979 – vom iranischen Revolutionsführer Khoumeini eingeführt – alljährlich von den schiitischen Moslems am Al-Kuds-Tag (Jerusalemtag) exorzistisch durchgeführt wird. Damit wurde Jerusalem neben dem politischen auch zum spirituellen Brennpunkt.

http://www.israelheute.com/default.aspx ... em&idx=615



Im Teilungsplan der UN von 1947 war das vorgesehen. Damals hätten die Araber den erheblich besseren Teil bekommen und Jerusalem wäre internationalisiert wurden. Die Juden stimmten trotz der Jerusalemreglung zu, die Araber nicht. Nach dem 1948er Krieg annektierten die Jordanier für 19 Jahre das Westjordanland und Ostjerusalem. Sie schleiften das jüdische Viertel, zerstörten 58 Synagogen, zertrümmerten die Grabsteine des jüdischen Friedhofes und pflasterten, wie die Nazis in Krakau, damit die Strassen. Sie verboten den Juden 19 Jahre das Betreten ihrer einzigen heiligen Stätte und liessen ansonsten Ostjerusalem und die Westbank wirtschaftlich verrotten.
Sollte dieses EU-Strategiepapier tatsächlich existieren, wäre es der Ausdruck unglaublicher Dummdreistigkeit und Selbstüberschätzung.
Ach und die einzigen, die mit ihren "Ausgrabungen" die "Stabilität" Jerusalems gefährden, sind die Araber selbst. Durch die brachiale Unterhöhlung des Tempelberges, zwecks Baus einer unterirdischen Moschee. Die archäologischen Ausgrabungen der Israelis sind Arabern und mit ihnen sympathisierenden Europäern ein Dorn im Auge, da deren Ergebnisse die offizielle Propaganda vom Nichtvorhandensein jüdischer Historie in Jerusalem ad absurdum führt.
Zuletzt geändert von Gretel am Mi 30. Dez 2009, 09:41, insgesamt 1-mal geändert.
Muck watt jü wüllt - de Lüüd snackt doch.

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