Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

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Wird es in einigen Jahrzehnten Frieden in Israel, Palästina und den Nachbarn geben ?

ja, sie werden irgendwie eine Lösung finden
40
28%
nein, das geht noch ewig so weiter
105
72%
 
Abstimmungen insgesamt: 145
Senexx
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Senexx » Mi 17. Mai 2017, 15:32

Wie denn?
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Liegestuhl
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Liegestuhl » Do 18. Mai 2017, 07:26

Abbas übt sich in Demokratie:

Kommunalwahlen im Westjordanland ohne Hamas

http://www.deutschlandfunk.de/palaestin ... _id=744374
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Liegestuhl
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Liegestuhl » Do 18. Mai 2017, 07:49

Die Kommunalwahlen haben tolle Ergebnisse gebracht. Die Bürger von Hebron haben einen 6fachen Mörder zum Bürgermeister gewählt.

http://www.israelheute.com/Nachrichten/ ... fault.aspx
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon elmore » Fr 19. Mai 2017, 01:14

Nicht nur in der Westbank werden die Fürsten des mörderischen, palästinensischen Terrors und Judenhasses
gewählt.

Yahya Sinwar: Ultraradikaler und verurteilter Mörder* wird neuer Chef der Hamas in Gaza.
http://www.audiatur-online.ch/2017/02/14/neuer-hamas-chef-in-gaza-radikaler-unter-den-extremisten/
*Der Mann saß 22 Jahre in israelischer Haft, verurteilt wegen nachgewiesenem Mord an eigenen Landsleuten,
die er wg. Kollaboration mit Israel umbrachte.

Mit solchen Gestalten sollen Verhandlungen möglich sein? Als ernsthafte Gesprächspartner für eine Friedenslösung?
Zuletzt geändert von elmore am Fr 19. Mai 2017, 11:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Anderus
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Anderus » Fr 19. Mai 2017, 01:52

elmore hat geschrieben:(19 May 2017, 02:14)

Nicht nur in der Westbank werden die Fürsten des mörderischen, palästinensischen Terrors und Judenhasses
gewählt.

Yahya Sinwar: Ultraradikaler und verurteilter Mörder* wird neuer Chef der Hamas in Gaza.
http://www.audiatur-online.ch/2017/02/14/neuer-hamas-chef-in-gaza-radikaler-unter-den-extremisten/
Der Mann saß 22 Jahre in israelischer Haft, verurteilt wegen nachgewiesenem Mord an eigenen Landsleuten,
die er wg. Kollaboration mit Israel umbrachte.

Mit solchen Gestalten sollen Verhandlungen möglich sein? Als ernsthafte Gesprächspartner für eine Friedenslösung?


Das wäre genauso, als wenn man wilde Wölfe als "Wächter und Beschützer" bei einer Schafsherde einsetzen würde. Man fragt sich reflexartig, wo sich Leute wie Herr Gabriel informieren, bevor sie eine Reise nach Israel antreten, oder sich Gedanken über Zweistaatenlösungen und Siedlungspolitik machen.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Ger9374 » Fr 19. Mai 2017, 02:00

[*]Für die eine Seite Freiheitskämpfer, für die andere Seite Terrorist und Mörder.
Arafat lag auch in diesem Schema.
Hilft aber bei Lösungssuchen nicht viel weiter.
Glaubwürdige Verhandlungen mit Radikalen wird es bestimmt nicht geben.Der stabilste Faktor ist Israel, aber ob von Nethanjau was kommen könnte
Sehe ich skeptisch.Fatah und Hamas sind im Moment nicht fähig einen Schritt zu tun.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Vongole » Fr 19. Mai 2017, 02:09

Anderus hat geschrieben:(19 May 2017, 02:52)

Das wäre genauso, als wenn man wilde Wölfe als "Wächter und Beschützer" bei einer Schafsherde einsetzen würde. Man fragt sich reflexartig, wo sich Leute wie Herr Gabriel informieren, bevor sie eine Reise nach Israel antreten, oder sich Gedanken über Zweistaatenlösungen und Siedlungspolitik machen.


Bei seinem guten Freund Abbas natürlich.
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unity in diversity
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon unity in diversity » Fr 19. Mai 2017, 02:11

Gibt es in den Palästinensergebieten freie Wahlen, oder legt man den Leuten nur Einheitslisten vor die Nase?
Vielleicht hilft ein Mehrparteiensystem weiter.
Die Parteien müssen nur voneinander unterscheidbar sein.
Damit kann man den Extremismus isolieren.
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Anderus
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Anderus » Fr 19. Mai 2017, 11:10

Ger9374 hat geschrieben:(19 May 2017, 03:00)

[*]Für die eine Seite Freiheitskämpfer, für die andere Seite Terrorist und Mörder.


Ja, ja, wird so gesagt. Trotzdem sollte es auch für Palästinenser möglich sein, sich die Frage zu beantworten, welche Art von "Freiheit" sie unter solchen Führern zu erwarten haben. Wer eine solche Knechtung als Freiheit empfindet, der wird im Leben nicht mehr Unfrei.

Darf ich mal daran erinnern, das der Gewählte im Gaza, 22 Jahre im Gefängnis gesessen hat, weil er angebliche Kollaborateure ermordet hat? Man kann sich das ja als Palästinenser mal vorstellen, wie das ist, wenn nachts um 4 Uhr, Kettenhunde vorbei kommen und einen der Kollaboration beschuldigen und bezichtigen, obwohl man unschuldig ist. Man gefoltert wird, bis man zugibt, das Israelis die einzigen Menschen sind, denen man helfen muss.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon elmore » Fr 19. Mai 2017, 12:12

Ger9374 hat geschrieben:(19 May 2017, 03:00)

[*]Für die eine Seite Freiheitskämpfer, für die andere Seite Terrorist und Mörder.


Da liegt das Problem bzw. die Ursache: Wenn man nicht erkennen will oder kann,
dass diese korrupten Eliten des Todes keinesfalls Freiheitskämpfer sind, für keine Seite.

Sondern schlicht Terroristen und Mörder, die damit ihre korrupte Existenz
bestreiten. Gut gesponsert von allen möglichen Geldgebern, denen Sie ihre
Mord- und Terrorpolitik als Freiheitskampf "verkaufen". Und leider auch ihre
eigene Bevölkerung damit verarschen bis nicht mal mehr ein Arzt kommen will…

Natürlich sind diese sog. Wahlen in Gaza oder der Westbank eine reine Farce.
Die Bevölkerung, zumindest der Teil, der diese Mörderbande klar als
Ursache für das eigene, düstere Schicksal erkennt und ablehnt, hat keine
Alternative.

Und auf der anderen Seite bestreitet die HAMAS die legitime Präsidentschaft
des Herrn Abbas. Die nach deren Sicht seit 2009 illegal ist. Tatsächlich wurde er
seither auch nicht mit irgendwelchen Wahlen in der Westbank in seinem Amt
bestätigt.

Diese Mord- und Terrorbrüder haben natürlich auch einen eisernen Würgegriff
auf Land und Leute gelegt. Der neue Chef von Gaza hat nicht umsonst einen
eigenen Geheimdienst gegründet und steht diesem als Chef vor…

Und wie ja die damaligen Wahlen in Gaza, übrigens unter der Ägide von Ismael Haniya,
dem Multimillionär und "Immobilienkönig von Gaza", der nun zum Oberboss der HAMAS aufgestiegen ist,
zeigten, schlug man sich lieber gegenseitig die Köpfe ein und ermordete die eigenen Landsleute des
anderen, konkurrierenden politischen Lagers der Fatah/PLO um, um deren Kandidaturen und Wahlen
zu verhindern.

Solange - vor allem die internationale Gemeinschaft - sowohl die Mordeliten in Gaza als auch in
der Westbank finanziert und hofiert, wird die jeweilige Bevölkerung keine realistische Chance
haben, durch Wahlen, die halbwegs auch diesen Namen verdienen, andere politische Optionen
zu wählen.
Um so eine legitime Machtverlagerung oder Veränderung herbei zu führen.
Mit politischen Führern, mit denen man ernsthaft verhandeln könnte. Und die auch
letztlich vertrauenswürdig genug und willens sind, Sicherheits-, Existenz- und Friedenshaltungsgarantien
gegenüber Israel als BASIS jeder Verhandlung zu geben und einzuhalten und zunächst genau das im eigenen Land
als unumgänglich und völkerrechtlich irreversibel durchzusetzen.

Aber all das ist Schall und Rauch. Sowohl HAMAS als auch PLO/Fatah sitzen in ihren dicken Sesseln,
und killen notfalls die eigenen Leute, um sich ihre bequeme und sorgenfrei fremdfinanzierte eigene
Existenz und Macht mit Mord und Terror gegen Israel und die Juden zu erhalten.

An Frieden sind diese Gestalten nicht interessiert. Warum auch? - Sie würden sich ja den
bequemen und gut gepolsterten eigenen Existenzast absägen:
Ihren Broterwerb als lebenslange Berufsterroristen und - mörder, die an Frieden NULL Interesse haben.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon unity in diversity » Sa 20. Mai 2017, 00:52

Das ist alles unbefriedigend.
Einen eingefrorenen Konflikt kann man immer wieder eskalieren, besonders vor Wahlen, oder um von wirtschaftlichem Unvermögen abzulenken.
Das beginnt mit subtilen Meinungsäußerungen, gegen die keine rechtsstaatlichen Mittel verfügbar sind. Das unterschwellig am Laufen gehaltene Feindbild ist durch Stabilität gekennzeichnet.
So das man jederzeit darauf Zugriff hat.
Wo der Rechtsstaat abwesend ist, geht das noch leichter.
Dann läßt man was passieren und appelliert anschließend an den Zusammenhalt gegen den unerbittlichen Feind.
Man kann die Leute aber nicht dauerhaft in Anspannung halten, deshalb werden Ruhepausen eingelegt.
Wenn die Ruhe zu lange andauert, entwickeln die Leute neue Interessen, die mit einem erwünschten Dauerkonflikt inkompatibel sind.
So startet man das Ganze nochmal von vorn.
Wie kommt man aus diesem Teufelskreis raus?
Das West-Eastern Divan Orchestra ist ein geeigneter Anfang, weil gute Musik keine Grenzen kennt.
Man muß versuchen, den Extremisten die Schafe zu entführen, weil die ohne Basis keine Reichweite haben.
Die Jugend kann man leichter zum Glaubensabfall bewegen..
Stromausfälle kommen in den Terroristenhochburgen häufig vor.
Dann ist kein Internet.
Aber ein batteriebetriebenes Radio hat jeder.
Ein neuer Rundfunksender, mit einem muttersprachlichen Araber als Moderator, wäre ein Vorschlag, weil beides leicht zu finden ist.
Das Programm, mit emanzipatorischen und modernen Inhalten zügig moderiert und dazu mit Musik, die eingängig ist.
Moderne und arabische Befindlichkeiten kann man sinnvoll miteinander kombinieren.
Wobei die Tendenz klar sein sollte.
Die Freiheit des Einzelnen, setzt die Freiheit aller voraus.
Eine Mittelwellenfrequenz überstreicht die Hamas- und Fatah-Gebiete gleichermaßen, wobei der Schwerpunkt auf der Information liegt.
Für die Freunde von Kultur&Musik, kommen 2 grenznahe UKW-Sender in Betracht.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Vongole » Sa 20. Mai 2017, 01:53

@Unitiy:

Glaubst Du wirklich, dass man auf diese Weise den Teufelskreis, wie Du das nennst, durchbrechen kann, durch Musik und eine Art RIAS?
Weißt Du, wie es pal. Menschen geht, die nach Versöhnung mit Israel streben, und das öffentlich machen?
Weißt Du, was passieren würde, wenn Palästinenser diesen fiktiven Sender anhören würden?
Es ginge ihnen sehr schnell wie Widerständlern, schweigenden oder lauten, während der Naziherrschaft beim Hören von Radio London.
Die Jugend Palästinas hört den Hass-Sendern zu, weil ihre Eltern sie dazu erziehen und ihnen keinen Ausweg lassen.
Missversteh mich nicht, fast jedes Projekt, dass sich gegen diesen Hass einsetzt, findet ich richtig.
Alas, es wird die Palästinenser nicht erreichen.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon unity in diversity » Sa 20. Mai 2017, 05:56

Wenn die so hervorragende Patrioten sein müssen, kann man die bestimmt überreden, idf-radio einzustellen.
Da läuft auch ein lockeres Programm und man informiert sich ja nur über die Absichten des Feindes und lernt dabei hebräisch.
Die Senderkette kann auch mal am Abend, zu einer festen Zeit, in arabisch und farsi senden.
Für die Israelis gleichzeitig ein Angebot, wichtige Fremdsprachen zu lernen.
So schlägt man mehrere Fliegen mit einer Klappe.
Der Grenzverkehr zwischen Israel und den Palästinensergebieten, ist aktuell ziemlich einseitig.
Die Palästinenser dürfen rein und sehen, was Zivilisation ist, aber die Israelis dürfen nicht raus.
Daraus muß man was machen.
Man kann sehen, wer von den jugendlichen Palästinensern beeindruckt ist.
Die Idolmakers können diese Menschen gewinnen, so sie denn den Grenzverkehr genau beobachten.
Andererseits muß man Beispiele schaffen, um die Einseitigkeit zu veranschaulichen, in etwa so:
Ich weiß, daß die Hamas-Radiostation ein technisches Personal braucht.
Ich habe mich bei denen beworben und bin deshalb, von der Hamas-Grenzkontrolle unverzüglich durchzuleiten.
Wenn die Hamas-Grenzkontrolle mir sagt, daß ich nicht einreisen darf, sind sie Rassisten und ich werde diesen Sachverhalt in geeigneter Weise zu würdigen wissen.
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Hamas Rundreise

Beitragvon King Kong 2006 » So 11. Jun 2017, 08:38

Osama Hamdan, Chef der Hamas, kündigt eine Rundreise durch die Region an. Allerdings ist weniger über die Details bekannt. Lediglich, daß zur Zeit eine Delegation der Hamas in Ägypten ist. Die Fahrt solle dann weiter nach Teheran gehen. Beziehungen der Hamas zum Iran sind turbulent geworden. Während die Beziehungen früher relativ gut waren, sind sie in den letzten Jahren bis zur Feindschaft bzw. äußert kühl geworden. Die Hamas hatte sich an Mursi und den Muslimbrüder orientiert und an die Türkei (AKP-Erdogan). Nicht mehr an den schiitischen Iran. Zumal die Kämpfe in Syrien die Hamas ebenfalls in schweres Fahrwasser gebracht hat. Die Beziehungen der Hamas zum Iran sind wohl nicht mehr in der Form wiederherzustellen, wie es einmal war. Die Türkei, Qatar und andere Kräfte in Ägypten etc. haben ihren Platz im Beziehungsgeflecht der Hamas.

Hamdan will wohl jetzt eruieren, was wie wo noch geht, oder nicht.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Gutmensch1 » So 18. Jun 2017, 16:48

Liegestuhl hat geschrieben:(18 May 2017, 08:49)

Die Kommunalwahlen haben tolle Ergebnisse gebracht. Die Bürger von Hebron haben einen 6fachen Mörder zum Bürgermeister gewählt.

http://www.israelheute.com/Nachrichten/ ... fault.aspx



Hurra! Der Friedenswille der palästinensischen Mehrheit bestätigt sich bei jeder Wahl. :?
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Liegestuhl » Do 29. Jun 2017, 08:49

Interview mit Arye Sharuz Shalicar über das israelische Verhältnis zu Russland und Saudi-Arabien.

Shalicar: Sie decken die Iraner und sind damit im Grunde der Schirmherr unsere ärgsten Feinde. Weil wir uns dessen bewusst sind, ist uns der Kontakt zu Russland auch sehr wichtig. Man muss miteinander reden. Die Russen kennen damit auch unsere roten Linien.

Frage: Das sind?

Shalicar: Die Sicherheit der Golanhöhen und das Einschmuggeln moderner Waffen aus Syrien in den Libanon zum Beispiel. Das sind rote Linien. Und in Israel sind rote Linien tatsächlich rote Linien. Das sagt man nicht nur so.

https://www.nwzonline.de/interview/mosk ... 38774.html

:thumbup:
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon elmore » Do 29. Jun 2017, 10:49

Liegestuhl hat geschrieben:(29 Jun 2017, 09:49)

Interview mit Arye Sharuz Shalicar über das israelische Verhältnis zu Russland und Saudi-Arabien.

Shalicar: Sie decken die Iraner und sind damit im Grunde der Schirmherr unsere ärgsten Feinde. Weil wir uns dessen bewusst sind, ist uns der Kontakt zu Russland auch sehr wichtig. Man muss miteinander reden. Die Russen kennen damit auch unsere roten Linien.

Frage: Das sind?

Shalicar: Die Sicherheit der Golanhöhen und das Einschmuggeln moderner Waffen aus Syrien in den Libanon zum Beispiel. Das sind rote Linien. Und in Israel sind rote Linien tatsächlich rote Linien. Das sagt man nicht nur so.

https://www.nwzonline.de/interview/mosk ... 38774.html

:thumbup:


Wie schätzt man in Israels politischen Entscheiderkreisen die Lage tatsächlich zu der Frage der roten Linien ein? - Vor allem in Bezug auf Rußland?
Geht man davon aus, dass im Falle des Überschreitens dieser roten Linien duch Iran Rußland im Falle massiverer israelischer Militärschläge (zur Vernichtung
solcher Waffen) etc. Rußland militärisch stillhalten wird oder ähnliche Drohungen wie jüngst gegen die USA, ab sofort Grenzlinien gelten,
deren Überschreitung auch durch israelische Jets ein Angriffs- bzw. Abschußgrund durch russische Kampfjets wäre?

Oder herrscht eher die Ansicht bzw. Einschätzung vor, dass Rußland zwar propagandawohlfeil mault, aber nicht aktiv eingreifen würde?
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Liegestuhl » Di 4. Jul 2017, 09:23

Meiner Meinung nach ein hochinteressanter Artikel über das Verhältnis zwischen Israel und Indien.

Indien hat in der Resolution 181 gegen die Gründung Israels gestimmt. Das Verhältnis hat sich über die Jahrzehnte langsam normalisiert und momentan sieht es so aus, als wenn die Palästinenserfrage immer mehr in den Hintergrund rutscht. Sehr lesenswert!
Diplomatische Gewichtsverschiebung

Modi setzt einen Meilenstein in Israel


https://www.nzz.ch/international/diplom ... ld.1304152
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Keoma » Di 4. Jul 2017, 09:31

Liegestuhl hat geschrieben:(04 Jul 2017, 10:23)

Meiner Meinung nach ein hochinteressanter Artikel über das Verhältnis zwischen Israel und Indien.

Indien hat in der Resolution 181 gegen die Gründung Israels gestimmt. Das Verhältnis hat sich über die Jahrzehnte langsam normalisiert und momentan sieht es so aus, als wenn die Palästinenserfrage immer mehr in den Hintergrund rutscht. Sehr lesenswert!


https://www.nzz.ch/international/diplom ... ld.1304152


Ist ja klar, Modi ist ein Erz-Hindu und pfeift auf muslimische Befindlichkeiten.
Bösartig könnte man sagen, Rassisten unter sich.
"Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren." -Albert Einstein
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Re: Perspektive - Israel, Palästina und Nachbarn

Beitragvon Liegestuhl » Di 4. Jul 2017, 10:07

Die Palästinafrage verlor in den Beziehungen zu diesem potenziell wichtigen Partnerland entsprechend an Bedeutung.

https://www.nzz.ch/international/diplom ... ld.1304152

Die Palästinenserfrage ist in der Prioritätenliste der Golfstaaten weit nach hinten gerückt.

https://www.srf.ch/news/international/w ... r-konflikt

Ich schätze, die Hamas muss bald wieder Theater machen, damit die Palästinenserfrage auch weiterhin gestellt wird.
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