Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

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Vongole
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Vongole » Fr 17. Nov 2017, 15:16

pikant hat geschrieben:(17 Nov 2017, 15:09)

machen Sie einen eigenen Thread auf, denn hier geht es um Antisemitismus, Israelkritik und ihre Frage hat damit null zu tun.


Doch, die Frage hat damit zu tun, nämlich als wiederholtes Beispiel für praktizierten Antizionismus/Antisemitismus.
pikant
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon pikant » Fr 17. Nov 2017, 15:18

bennyh hat geschrieben:(17 Nov 2017, 15:11)

Im Jahre 1948 waren die meisten ehemaligen Kolonien nicht ehemalig und diejenigen, die ehemalig waren, waren unter deutlichem Einfluss der ehemaligen Kolonialherren. Binnen weniger Jahre würde sich der Sachverhalt dramatisch ändern und um das Jahr 1960 herum seinen Zenit und mit der Unabhängigkeit Angolas und schließlich Beendigung der Apartheid in Südafrika und Namibia seinen Abschluss finden. Wir sehen leider alles durch dir Brille der Gegenwart. 1948 war eine ganz andere Zeit.


jo und ganz Suedamerika war unter dem Einfluss der USA und hatte nichts zu sagen und musste so abstimmen wie USA es befahl - laecherlich
wahrscheindlich hatte dann auch die USA bei den Stimmen Europa ihre Finger mit im Spiel :rolleyes:
VT USA - dem kann ich leider nicht folgen
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Bleibtreu
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Bleibtreu » Fr 17. Nov 2017, 15:59

ryu1850 hat geschrieben:(17 Nov 2017, 15:26)

Die Araber haben dafür gekämpft, dass Gebiet in dem sie Leben verwalten zu können.
Die Juden dafür gekämpft, dass Gebiet in dem sie gerne Leben würden verwalten zu können.

Da gibt es doch einen Unterschied --> kein Doppelstandard

Aber natuerlich war das wieder ein doppelter Standard von DIR. Denn DU hattest NUR die Araber erwaehnt! Und du tust es wieder: Die in dem sie leben, gegen in dem sie gerne leben wuerden. Obacht, auch nach der Zerstörung des juedischen Staates und vor der Gruendung Israels, lebten schon Juden in Palaestina - im gesamten Nahen und Mittleren Osten. Und damit sind wir wieder bei meiner vorhin gemachten Aussage ueber deinen Schmonzes, den du staendig absonderst:

Bleibtreu hat geschrieben:(17 Nov 2017, 13:53)

Es geht nicht um historisch aeltere Ansprueche, sondern um das anerkennen der Tatsache, dass das Judentum & Juden keine [kulturellen] Fremdkoerper im Nahen und Mittleren Osten sind, wie es dieser eine JudenFummler postuliert. :)


relativ hat geschrieben:(17 Nov 2017, 14:02)
Solche angeblichen Ansprüche waren mir in beim Nahost/Israel/Palästinenser Diskurs schon immer suspekt, da dies ja immer automatisch Ausgrenzung der anderen bedeutet, wo man sich doch zuallerest um ein mögliches Zusammenleben kümmern sollte.[...]

Na dann lies noch mal ganz genau nach, was der Juser hier alles absondert. :cool:

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(17 Nov 2017, 15:33)

eigentlich haben die juden nicht für ihre eigenen rechte gekämpft, sondern für die rechte der alliierten. die alliierten haben sich dann dafür revanchiert, in dem sie nicht mal versucht haben den holocaust zu verhinden. zum ausgleich haben die briten dann versucht, die auswanderung von juden nach palästina zu verhindern. jetzt haben die juden für ihr recht auf einen eigenen staat gekämpft und zwar gegen die briten und die UN...- :p

Du erzaehlst typischen BrechReizMuell unwissender JudenFummler. Lesen bildet:

Die Jüdische Brigade (Jewish Brigade) war eine kämpfende Einheit in der British Army während des Zweiten Weltkriegs, die auf Seiten der Alliierten gegen die Achsenmächte kämpfte. Die Brigade setzte sich aus Freiwilligen aus dem Gebiet des Völkerbundsmandats für Palästina zusammen.

Hintergrund
Die britische Regierung unter Premierminister Arthur Neville Chamberlain veröffentlichte am 17. Mai 1939 das Weißbuch von 1939, in welchem die Teilung des Mandatsgebiets in ein jüdisches und ein arabisches Gebiet abgelehnt wurde. Nachdem am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg begonnen hatte, erklärte David Ben-Gurion, der Vorsitzende der Jewish Agency, die offizielle Vertretung der Juden im Völkerbundsmandat Palästina: „Wir werden gegen das Weißbuch kämpfen als ob es keinen Krieg gäbe, und im Krieg kämpfen als ob es kein Weißbuch gäbe.“

Chaim Weizmann, Präsident des Zionistenkongresses, bot der britischen Regierung die uneingeschränkte Zusammenarbeit der jüdischen Gemeinde im britischen Völkerbundsmandat für Palästina an und versuchte, in Verhandlungen den Aufbau einer jüdischen Einheit zu erreichen, die unter britischer Schirmherrschaft unter einer jüdischen Flagge kämpfen sollte. Sein Gesuch wurde abgelehnt, doch im September 1940 konnten 15 Bataillone mit Juden aus Palästina zusammengestellt werden, die 1941 u. a. in Griechenland gegen die Deutschen im Rahmen des Griechenlandfeldzuges kämpften. Zusammen mit Commonwealth- und freifranzösischen Truppen sowie Palmach-Hilfstruppen kämpften einige dieser Bataillone im gleichen Jahr auch gegen die unter einer nationalistischen Regierung (Qailani) von den Alliierten abgefallene irakische Armee (Mai) sowie gegen die mit Hitlerdeutschland verbündeten Vichy-französischen Kolonialtruppen in Syrien und Libanon (Juni und Juli).

Trotz britischer Bemühungen, die gleiche Anzahl Juden und Araber im „Palästina-Regiment“ zu rekrutieren, meldeten sich dreimal mehr jüdische als arabische Freiwillige. Am 6. August 1942 wurden drei jüdische und ein arabisches Bataillon(e) gebildet. Das Palästina-Regiment kam in den Schlachten von El Alamein zum Einsatz. Ziel der Briten war auch, ein Gegengewicht zu den Bemühungen von Mohammed Amin al-Husseini zu bilden, der schon wenige Wochen nach Hitlers „Machtergreifung“ die Zusammenarbeit mit dem NS-Regime suchte.


Auf deine HolocaustAeusserung geht ich erst gar nicht ein - und jetzt schleich dich! :x
• This right is the natural right of the Jewish people to be masters of their own fate, like all other nations, in their own sovereign State [Ben-Gurion]

https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Moses » Fr 17. Nov 2017, 18:37

Das Thema ist wiedermal geputzt worden und geöffnet - ich bitte allgemein zu beachten, das jegliche Form von Antisemitismus hier stringent geahndet wird. Ins besondere bitte ich diesen Strang zu beachten:

http://politik-forum.eu/viewtopic.php?f=27&t=64940

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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Liegestuhl » So 10. Dez 2017, 16:05

Liegestuhl hat geschrieben:(09 Nov 2017, 11:53)

Die Zustände in Malmö desillusionieren wirklich. Und dass es dort überhaupt noch Juden gibt, war ja selbst für Broder nicht nachzuvollziehen.


In Schweden läuft bereits die warme Entjudifizierung des Landes.

SHOUTS OF 'WE WILL SHOOT THE JEWS' AT RALLY IN MALMO

3 arrested over attempted arson at Swedish synagogue

Jewish community members said group of masked men threw multiple burning objects at house of worship in Gothenburg


https://www.timesofisrael.com/3-arreste ... synagogue/
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Tom Bombadil » So 10. Dez 2017, 21:08

Liegestuhl hat geschrieben:(10 Dec 2017, 16:05)

In Schweden läuft bereits die warme Entjudifizierung des Landes.
https://www.timesofisrael.com/3-arreste ... synagogue/

Das wundert nicht, Mal sehen, wann es in D wieder losgeht.
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Liegestuhl » So 10. Dez 2017, 23:47

Wieder brannte ein Davidstern in Berlin

Bereits am Freitag waren bei einer anti-israelischen Demonstration vor dem Brandenburger Tor unter „Tod den Juden“-Rufen zwei Fahnen verbrannt worden. Die Polizei ermittelt wegen Verletzung von Hoheitszeichen.

Berlins Regierender Bürgermeister will nun jede Kundgebung auflösen lassen, von der Straftaten ausgehen. „Wer durch das Verbrennen von Fahnen Hass sät, kann nicht das Demonstrationsrecht für sich in Anspruch nehmen“, erklärte Michael Müller (SPD).


https://www.bz-berlin.de/berlin/neukoel ... -flagge-an

Ich frage mich manchmal, welche Erwartungshaltung die Organisatoren dieser Demos eigentlich haben. Die müssen doch wissen, welche Außenwirkung dieser Mist hat.
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon tabernakel » Mo 11. Dez 2017, 11:31

Liegestuhl hat geschrieben:[url=http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?p=4076352#p407635
Ich frage mich manchmal, welche Erwartungshaltung die Organisatoren dieser Demos eigentlich haben. Die müssen doch wissen, welche Außenwirkung dieser Mist hat.

Ich denke die wissen das durchaus: Das Verbrennen von Israels Flagge ist ein nonverbaler Weg die komplette Zerstörung Israels zu symbolisieren. Und wenn die aktuellen Gesetzte nicht ausreichen um der Polizei ein Einschreiten nahezulegen, dann sollte der Bundestag sich damit befassen und diese gegebenenfalls verschärfen.
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 11. Dez 2017, 11:52

Liegestuhl hat geschrieben:(10 Dec 2017, 23:47)

Die müssen doch wissen, welche Außenwirkung dieser Mist hat.

Die Außenwirkung ist für diese Typen doch optimal. Man kann öffentlich die Zerstörung Israels zelebrieren, volksverhetzende Parolen gröhlen und der Welt zeigen, dass die deutsche Exekutive nichts dagegen unternimmt. Damit lockt man dann noch mehr Gesindel an...
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon ryu1850 » Mo 11. Dez 2017, 21:51

Liegestuhl hat geschrieben:(10 Dec 2017, 23:47)


Ich frage mich manchmal, welche Erwartungshaltung die Organisatoren dieser Demos eigentlich haben. Die müssen doch wissen, welche Außenwirkung dieser Mist hat.


Was sollen sie denn sonst machen? Alle Israel kritischen Demos verbieten, weil wegen ein paar Idioten sowas aus dem Ruder läuft?
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Liegestuhl » Mo 11. Dez 2017, 21:54

ryu1850 hat geschrieben:(11 Dec 2017, 21:51)

Was sollen sie denn sonst machen?


Kommt darauf an, was sie erreichen wollen.

Wenn sie sich Zuspruch für ihre Sache erhoffen, dann sind Fahnen verbrennen und wilde Sau spielen wohl die falschen Mittel.
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Polibu » Mo 11. Dez 2017, 22:02

Liegestuhl hat geschrieben:(10 Dec 2017, 23:47)

https://www.bz-berlin.de/berlin/neukoel ... -flagge-an

Ich frage mich manchmal, welche Erwartungshaltung die Organisatoren dieser Demos eigentlich haben. Die müssen doch wissen, welche Außenwirkung dieser Mist hat.


Klar. Und die Auswirkungen sind ja auch von den Organisatoren erwünscht.
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon ryu1850 » Mo 11. Dez 2017, 22:23

Liegestuhl hat geschrieben:(11 Dec 2017, 21:54)

Kommt darauf an, was sie erreichen wollen.

Wenn sie sich Zuspruch für ihre Sache erhoffen, dann sind Fahnen verbrennen und wilde Sau spielen wohl die falschen Mittel.


Aber genau das macht ja eher seltenst der Organisator.
Genau wie bei einer Nazi Demo auch kaum der Organisator offen verbotene Dinge macht, oder bei einer Linken Demo kaum der Organisator die Polizei angreift. Das machen nur Leute die legitim friedliche Demos für ihre Zwecke missbrauchen.
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Moses » Mo 11. Dez 2017, 22:28

ryu1850 hat geschrieben:(11 Dec 2017, 22:23)

Aber genau das macht ja eher seltenst der Organisator.
Genau wie bei einer Nazi Demo auch kaum der Organisator offen verbotene Dinge macht, oder bei einer Linken Demo kaum der Organisator die Polizei angreift. Das machen nur Leute die legitim friedliche Demos für ihre Zwecke missbrauchen.


wie kann man denn eine friedliche Demo legitim missbrauchen?
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon tabernakel » Mo 11. Dez 2017, 23:03

ryu1850 hat geschrieben:(11 Dec 2017, 21:51)
Was sollen sie denn sonst machen? Alle Israel kritischen Demos verbieten, weil wegen ein paar Idioten sowas aus dem Ruder läuft?

Nein. Sondern den Unterschied zwischen "Kritik an Israel" und "Volksverhetzung" deutlich machen indem man diejenigen die Fahnen verbrennen vor Gericht zur Rechenschaft zieht, wenn nötig nach Verschärfung der aktuellen Gesetzeslage, und vorzugsweise gleich inklusive Verhaftung während der Demo. Und zudem bei solchen Vorfällen aktiv strafrechtlich untersucht ob es sich wirklich um Einzeltäter handelt, oder ob die Organisatoren involviert waren. Das Ganze ist eben keine Bagatelle, Fahnenverbrennung bei Demos kann (in anderen Fällen) durchaus internationale Konflikte verursachen, selbst wenn so was im mittleren Osten inzwischen zum Normalfall mutiert ist. Und im Falle Israels ist Fahnenverbrennung auf Deutschem Boden aus meiner Sicht noch weitaus schlimmer da in unserem Land im 20. Jahrhundert 6 Millionen Juden ermordet wurden, von den Jahrhunderten vorher ganz zu schweigen.
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon ryu1850 » Mo 11. Dez 2017, 23:22

tabernakel hat geschrieben:(11 Dec 2017, 23:03)

Nein. Sondern den Unterschied zwischen "Kritik an Israel" und "Volksverhetzung" deutlich machen indem man diejenigen die Fahnen verbrennen vor Gericht zur Rechenschaft zieht, wenn nötig nach Verschärfung der aktuellen Gesetzeslage, und vorzugsweise gleich inklusive Verhaftung während der Demo. Und zudem bei solchen Vorfällen aktiv strafrechtlich untersucht ob es sich wirklich um Einzeltäter handelt, oder ob die Organisatoren involviert waren. Das Ganze ist eben keine Bagatelle, Fahnenverbrennung bei Demos kann (in anderen Fällen) durchaus internationale Konflikte verursachen, selbst wenn so was im mittleren Osten inzwischen zum Normalfall mutiert ist. Und im Falle Israels ist Fahnenverbrennung auf Deutschem Boden aus meiner Sicht noch weitaus schlimmer da in unserem Land im 20. Jahrhundert 6 Millionen Juden ermordet wurden, von den Jahrhunderten vorher ganz zu schweigen.


Also jemanden vor Gericht zu ziehen nur weil er eine Flagge verbrennt ist schon ziemlich überzogen. Dadurch wird keinem Menschen geschadet, soll doch jeder verbrennen was er will.
Die Konsequenz für die heutige Generation die man aus dem Holocaust zieht ist nicht, dass Juden in Deutschland besondern Schutz brauchen, sondern dass Rassenhass und ethnische Konflikte im Allgemeinen viel Aufmerksamkeit von außen brauchen, damit sie nie wieder so eskalieren.
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon tabernakel » Mo 11. Dez 2017, 23:31

ryu1850 hat geschrieben:(11 Dec 2017, 23:22)
Also jemanden vor Gericht zu ziehen nur weil er eine Flagge verbrennt ist schon ziemlich überzogen. Dadurch wird keinem Menschen geschadet, soll doch jeder verbrennen was er will.

Sorry, sehe ich absolut nicht so.
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Liegestuhl » Mo 11. Dez 2017, 23:45

ryu1850 hat geschrieben:(11 Dec 2017, 23:22)

Also jemanden vor Gericht zu ziehen nur weil er eine Flagge verbrennt ist schon ziemlich überzogen. Dadurch wird keinem Menschen geschadet, soll doch jeder verbrennen was er will.


Was konkret soll denn mit der Verbrennung einer israelischen Flagge ausgedrückt werden? Wofür steht es symbolisch?
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Chajm » Di 12. Dez 2017, 08:52

ryu1850 hat geschrieben:(11 Dec 2017, 23:22)

Also jemanden vor Gericht zu ziehen nur weil er eine Flagge verbrennt ist schon ziemlich überzogen. Dadurch wird keinem Menschen geschadet, soll doch jeder verbrennen was er will.
...


Aber gewiss doch - auch die Nazis liess man verbrennen was sie wollten!
Erst verbrannten sie nur Buecher ...! :rolleyes:
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Excellero » Di 12. Dez 2017, 09:41

Ich weiß garnicht wieso man hier immer irgendwelche Sonderformen braucht. Israelkritik, Antisemitismus, Antizionismus, ...

Ist Kritik an einem beliebigen Staat etwas anderes als Kritik an Israel?
Ist Rassismus gegen Juden etwas anderes als Rassismus gegen eine andere Volks oder Religionsgruppe ?
Ist Antizionismus etwas anderes als das negieren eines Staatsanspruches eines beliebigen anderen Volkes ? (zum Beispiel Katalonien oder Kroatien ;) )

irgendwie stört mich das immer...
Um fremden Wert willig und frei anzuerkennen, muß man eigenen haben.
-Immanuel Kant

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