Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

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Tom Bombadil
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 12. Dez 2017, 13:04

Excellero hat geschrieben:(12 Dec 2017, 09:41)

Ist Kritik an einem beliebigen Staat etwas anderes als Kritik an Israel?

Welche Staaten werden eigentlich noch so intensiv "kritisiert" wie Israel? Noch nichtmal die USA und Russland werden derart kritisiert, da konzentriert sich die Kritik auf Trump und Putin. Auch Nordkorea ist nicht anhaltender Kritik ausgesetzt, da trifft es Kim. Iran, Saudi-Arabien und China, drei der momentan schlimmsten Menschenrechtsverbrecher, werden so gut wie gar nicht kritisiert, und wenn doch mal Kritik auftaucht, soll schnell die Meinungsfreiheit abgeschafft werden: https://www.welt.de/newsticker/sport-ne ... m-vor.html Wo ist denn die Kritik an China wegen der Besatzung Tibets oder an Russland wegen der Besatzung der Krim? Wo sind die Demos, wo "Kindermörder China" und "Kindermörder Russland" gerufen wird und entsprechende Fahnen brennen? Gibt es alles nicht. Doppelte Standards.
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon bennyh » Di 12. Dez 2017, 13:29

tabernakel hat geschrieben:(11 Dec 2017, 23:31)

Sorry, sehe ich absolut nicht so.

Wem wird Ihrer Meinung nach dadurch geschadet?
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon H2O » Di 12. Dez 2017, 13:35

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Dec 2017, 13:04)

Welche Staaten werden eigentlich noch so intensiv "kritisiert" wie Israel? Noch nichtmal die USA und Russland werden derart kritisiert, da konzentriert sich die Kritik auf Trump und Putin. Auch Nordkorea ist nicht anhaltender Kritik ausgesetzt, da trifft es Kim. Iran, Saudi-Arabien und China, drei der momentan schlimmsten Menschenrechtsverbrecher, werden so gut wie gar nicht kritisiert, und wenn doch mal Kritik auftaucht, soll schnell die Meinungsfreiheit abgeschafft werden: https://www.welt.de/newsticker/sport-ne ... m-vor.html Wo ist denn die Kritik an China wegen der Besatzung Tibets oder an Russland wegen der Besatzung der Krim? Wo sind die Demos, wo "Kindermörder China" und "Kindermörder Russland" gerufen wird und entsprechende Fahnen brennen? Gibt es alles nicht. Doppelte Standards.


Das stimmt so mit Sicherheit! Nur eben wäre doch an zu merken, wer diesen Irrsinn veranstaltet. Daß es deutsche Eingeborene gibt, die sich diesen Wahnsinn erlauben, Schmierereien, Mobbing... ja. Aber das ist doch keine Massenbewegung, sondern das sind Leute, die auch ohne Israel und Juden sehr große Schwierigkeiten im Umgang mit Menschen haben. Die werden sich immer Sündenböcke suchen, an denen sie ihre Wut auslassen können.

Durch Zuwanderung aus dem Nahen Osten und Nord-Afrika hat sich die Zahl primitiver Wutbürger vergrößert.

Was mich ziemlich verstört, das ist die immer wieder genannte "volle Härte des Rechtsstaats", der aber in so vielen Fällen seine Unfähigkeit nachgewiesen hat, daß unsereinem schon die Galle hoch kommt, wenn wieder davon die Rede ist. Der letzte Schrei war jüngst der "Aufstand der Zivilgesellschaft", den warm und trocken sitzende Bundes- und Landespolitiker von der Kette lassen wollten. Denn wehe, der Bürger organisiert seine Sicherheit selbst, wenn das über vergitterte Fenster und Türen am Wohneigentum hinaus geht.

Der Gesetzgeber hat versagt in der Ausgestaltung seiner Gesetze; offenbar darf man fremde Landesflaggen verbrennen, vielleicht auch Puppen am Galgen verbrennen, die die Kanzlerin oder den Vizekanzler darstellen, oder unser aller Trump... ja, man darf damit sogar Andenkenhandel betreiben.

Und diese Riege Unbelehrbarer wird jetzt noch durch reichlich Zuwanderung verstärkt. Warum dürfen diese Leute hier bleiben. Sind das etwa unsere Gesetze, die diesen Leuten Narrenfreiheit in Deutschland erlauben?

Und dann rufen diese geistig bequemen Politiker und Versager nach dem Volkszorn? Erst keine passenden Gesetze verfassen, um dann die Bürger im "Aufstand der Anständigen" zur Gesetzlosigkeit auf zu rufen? Denn ganz selbstverständlich muß man in diesen Fällen mit Gewalt rechnen. Zu erkennen an gut gepanzerten Polizisten, die gelegentlich auftreten.
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon X3Q » Di 12. Dez 2017, 13:36

bennyh hat geschrieben:(12 Dec 2017, 13:29)

Wem wird Ihrer Meinung nach dadurch geschadet?

Definiere Schaden!

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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 12. Dez 2017, 13:41

H2O hat geschrieben:(12 Dec 2017, 13:35)

Was mich ziemlich verstört, das ist die immer wieder genannte "volle Härte des Rechtsstaats"...

Hohle Phrasen, um das Volk zu beruhigen, passieren wird nichts.
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon X3Q » Di 12. Dez 2017, 13:43

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Dec 2017, 13:40)

Dazu braucht es keine Liste, da reicht ein Blick in die Medien, auf die Demonstrationszüge und auch ein Blick ins Forum, das Unterforum "Israel & Palästina" hat zehnmal so viele Beiträge wie das Unterforum "Asien" (inkl. China). Das spricht Bände.

Die "Juden-Obsession" einiger Personen ist schon verräterisch ...

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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon H2O » Di 12. Dez 2017, 13:51

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Dec 2017, 13:41)

Hohle Phrasen, um das Volk zu beruhigen, passieren wird nichts.


Also darf ich mich darüber doch mit Ihnen gemeinsam ärgern... oder?
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon bennyh » Di 12. Dez 2017, 13:53

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Dec 2017, 13:04)

Welche Staaten werden eigentlich noch so intensiv "kritisiert" wie Israel? Noch nichtmal die USA und Russland werden derart kritisiert, da konzentriert sich die Kritik auf Trump und Putin. Auch Nordkorea ist nicht anhaltender Kritik ausgesetzt, da trifft es Kim. Iran, Saudi-Arabien und China, drei der momentan schlimmsten Menschenrechtsverbrecher, werden so gut wie gar nicht kritisiert, und wenn doch mal Kritik auftaucht, soll schnell die Meinungsfreiheit abgeschafft werden: https://www.welt.de/newsticker/sport-ne ... m-vor.html Wo ist denn die Kritik an China wegen der Besatzung Tibets oder an Russland wegen der Besatzung der Krim? Wo sind die Demos, wo "Kindermörder China" und "Kindermörder Russland" gerufen wird und entsprechende Fahnen brennen? Gibt es alles nicht. Doppelte Standards.

Wo ist die Kritik an Russland aufgrund der Besatzung der Krim? Permanent in den Medien vielleicht? Darüber hinaus manifestiert durch anhaltende massive internationale Wirtschaftsanktionen seitens der USA, Kanadas, der EU, Norwegens, der Schweiz, Lichtensteins, Japans, Georgiens, Moldawiens, Australiens, Neuseelands sowie diverse internationale Firmen. Gibt es vergleichbare Sanktionen seitens einem dieser Staaten aufgrund der Besatzung des Westjordanlandes - einem Gebiet mit höherer Bevölkerung als der Krim?
Zuletzt geändert von bennyh am Di 12. Dez 2017, 13:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon bennyh » Di 12. Dez 2017, 13:55

X3Q hat geschrieben:(12 Dec 2017, 13:36)

Definiere schaden!

--X

schädlich, nachteilig sein, eine Beeinträchtigung, einen Nachteil, Verlust darstellen; Schaden zufügen

Beispiele
- jemandem geschäftlich schaden
- jemandem, jemandes Ansehen schaden
- das Lesen bei schlechtem Licht schadet deinen Augen
- damit schadest du dir [nur] selbst
- (umgangssprachlich) das schadet diesem Geizkragen [gar] nichts (geschieht ihm ganz recht)
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Moses » Di 12. Dez 2017, 13:56

bennyh hat geschrieben:(12 Dec 2017, 13:53)

Wo ist die Kritik an Russland aufgrund der Besatzung der Krim? Permanent in den Medien vielleicht? Darüber hinaus manifestiert durch anhaltende massive internationale Wirtschaftsanktionen seitens der USA, Kanadas, der EU, Norwegens, der Schweiz, Lichtensteins, Japans, Georgiens, Moldawiens, Australiens, Neuseelands sowie diverse internationaler Firmen. Gibt es vergleichbare Sanktionen seitens einem dieser Staaten aufgrund der Besatzung des Westjordanlandes - einem Gebiet mit höherer Bevölkerung als der Krim?


Den historischen Unterschied zwischen der Krim und dem Westjordanland lässt Du mal gediegen außen vor? Aber wir wissen doch, worum es Dir geht, da erzählst DU nichts Neues.
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon X3Q » Di 12. Dez 2017, 13:59

bennyh hat geschrieben:(12 Dec 2017, 13:55)

schädlich, nachteilig sein, eine Beeinträchtigung, einen Nachteil, Verlust darstellen; Schaden zufügen

Beispiele
- jemandem geschäftlich schaden
- jemandem, jemandes Ansehen schaden
- das Lesen bei schlechtem Licht schadet deinen Augen
- damit schadest du dir [nur] selbst
- (umgangssprachlich) das schadet diesem Geizkragen [gar] nichts (geschieht ihm ganz recht)

Wenn ein Mob durch die Straßen von Berlin zieht und Flaggen des Staates Israel verbrennt, könnten sich Juden in Deutschland in ihrer Sicherheit gefährdet sehen. Ein Gefühl der Unsicherheit macht sich breit, evt. sogar Angst. Ist durchaus ein Schaden. Findest du nicht?

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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon bennyh » Di 12. Dez 2017, 14:35

Vongole hat geschrieben:(12 Dec 2017, 14:19)
Es geht doch nicht um Kritik generell, sondern wie "kritisiert" wird.
Kritisiere ich z.B. alle Russen, wenn ich Putin meine? Alle Amerikaner wegen Trump? Alle Deutschen wegen Merkel?
Fordert jemand öffentlich die Auslöschung dieser Staaten?
Schreit jemand bei Demos in Deutschland "Amerikaner ins Gas"?
Müssen deutsche Einrichtungen wie Schulen oder Kirchen z.B. in Amerika durch die Polizei geschützt werden, damit ihren Besuchern nichts zustößt?

Nein, das ist Israel vorbehalten, seiner Bevölkerung und den Juden in aller Welt.

Man sollte vielleicht einen Unterschied machen zwischen denjenigen, die auf Demos "Juden ins Gas" rufen und denjenigen, die ganz normal Kritik etwa an der Besatzungspolitik im Westjordanland äußern. Letztere richtet sich nicht gegen alle Israelis oder Juden in aller Welt, sondern gegen die Politik, genauso wie im Falle Russlands, Amerikas oder Deutschland (die im Übrigen auch nicht nur durch Putin, Trump und Merkel im Alleingang geleitet wird).
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Moses » Di 12. Dez 2017, 14:52

Nur als wiederholter Hinweis:

Provokationen werden hier nicht geduldet.

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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon H2O » Di 12. Dez 2017, 15:08

X3Q hat geschrieben:(12 Dec 2017, 13:59)

Wenn ein Mob durch die Straßen von Berlin zieht und Flaggen des Staates Israel verbrennt, könnten sich Juden in Deutschland in ihrer Sicherheit gefährdet sehen. Ein Gefühl der Unsicherheit macht sich breit, evt. sogar Angst. Ist durchaus ein Schaden. Findest du nicht?

--X


Da ist doch so beabsichtigt. Unser Gesetzgeber muß dringend eine Gesetzeslage schaffen, die auf unserem Staatsgebiet öffentliche Schändung und Vernichtung von Staatssymbolen von anerkannten Staaten bei Strafe verbietet. Vom Staatssymbol zu zufällig aufgegriffenen fremden Staatsangehörigen ist es doch nicht weit.

Wenn dieser Terror von ausländischen Tätern ausgeht, dann sollte im Wiederholungsfall die zwangsweise Abschiebung folgen. Warum sollen wir uns dann noch länger mit diesem Gesocks herum plagen?
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon bennyh » Di 12. Dez 2017, 15:32

Moses hat geschrieben:(12 Dec 2017, 13:56)

Den historischen Unterschied zwischen der Krim und dem Westjordanland lässt Du mal gediegen außen vor? Aber wir wissen doch, worum es Dir geht, da erzählst DU nichts Neues.

Es gibt ganz erhebliche Unterschiede zwischen sämtlichen von Tom Bombardil erbrachten Beispielen, namentlich USA, Nordkorea, Russland, Saudi-Arabien, Iran und China, sowohl historischer, gegenwärtiger Natur als auch bezüglich der Frage, wieviel Kritik geäußert wird und inwiefern Kritik zielführend ist. Das ist eben das Problem, wenn man dekontextualisiert eine Reihe von Staaten anführt, die wenig bis gar nichts gemeinsam haben und für einen artifiziellen Punkt herhalten sollen. So gesehen wissen wir natürlich, worum es Dir geht und entsprechen erzählst Du uns nichts neues.
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon ryu1850 » Di 12. Dez 2017, 16:11

H2O hat geschrieben:(12 Dec 2017, 15:08)

Da ist doch so beabsichtigt. Unser Gesetzgeber muß dringend eine Gesetzeslage schaffen, die auf unserem Staatsgebiet öffentliche Schändung und Vernichtung von Staatssymbolen von anerkannten Staaten bei Strafe verbietet. Vom Staatssymbol zu zufällig aufgegriffenen fremden Staatsangehörigen ist es doch nicht weit.


Ist das ihr ernst? Vom Gegenstände zerstören bis zum Menschen verletzen ist es ein riesiger Schritt.
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon PeterK » Di 12. Dez 2017, 16:13

bennyh hat geschrieben:(12 Dec 2017, 14:35)
Man sollte vielleicht einen Unterschied machen zwischen denjenigen, die auf Demos "Juden ins Gas" rufen und denjenigen, die ganz normal Kritik etwa an der Besatzungspolitik im Westjordanland äußern.

"Man" sollte sich vielleicht Gedanken machen, ob "Besatzungspolitik" in dem Zusammenhang nicht ein gedankenlos verwendeter Begriff ist.
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon ryu1850 » Di 12. Dez 2017, 16:14

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Dec 2017, 14:27)

Für mich ist es hinreichend belegt, dass Israel häufiger, schärfer und ausdauernder kritisiert wird als andere Staaten.


Stellt sich dann nicht die Frage nach dem warum?
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Excellero » Di 12. Dez 2017, 16:14

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Dec 2017, 13:04)

Welche Staaten werden eigentlich noch so intensiv "kritisiert" wie Israel? Noch nichtmal die USA und Russland werden derart kritisiert, da konzentriert sich die Kritik auf Trump und Putin. Auch Nordkorea ist nicht anhaltender Kritik ausgesetzt, da trifft es Kim. Iran, Saudi-Arabien und China, drei der momentan schlimmsten Menschenrechtsverbrecher, werden so gut wie gar nicht kritisiert, und wenn doch mal Kritik auftaucht, soll schnell die Meinungsfreiheit abgeschafft werden: https://www.welt.de/newsticker/sport-ne ... m-vor.html Wo ist denn die Kritik an China wegen der Besatzung Tibets oder an Russland wegen der Besatzung der Krim? Wo sind die Demos, wo "Kindermörder China" und "Kindermörder Russland" gerufen wird und entsprechende Fahnen brennen? Gibt es alles nicht. Doppelte Standards.


Weil die keine entsprechenden "Feinde" haben, sondern höchstens Kritik in zivilisierter Form ernten. Ausserdem würde ich Fahnen verbrennen oder Parolen krähen nicht als Kritik bezeichnen. Aber das geht am Thema vorbei....

Provokation entfernt.
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Moses » Di 12. Dez 2017, 16:14

PeterK hat geschrieben:(12 Dec 2017, 16:13)

"Man" sollte sich vielleicht Gedanken machen, ob "Besatzungspolitik" in dem Zusammenhang nicht ein gedankenlos verwendeter Begriff ist.


Ich würde hier keine Gedankenlosigkeit unterstellen sondern eher eine gezielte Verwendung.
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

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