Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

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grün
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon grün » Fr 12. Jan 2018, 15:24

Tom Bombadil hat geschrieben:93% der antisemitischen Straftaten werden von Rechtsextremen begangen: https://www.stern.de/panorama/antisemit ... 84744.html

Ehe man da Muslime an den Pranger stellt, sollte man zuerst vor der eigenen Haustüre kehren.


Und Muslime können nicht rechtsextrem sein, weil?
Die Ideen der Linken sind vor allem langweilig.
-- Nicolás Gómez Dávila
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King Kong 2006
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 12. Jan 2018, 16:13

grün hat geschrieben:(12 Jan 2018, 15:24)

Und Muslime können nicht rechtsextrem sein, weil?


Es sind eher die Schnittmengen der Ethnien (bzw. Nationalität, die nicht identisch sein müssen) als die Religion zu nennen. Ein Türke, ein Kurde, ein Iraner, eine Syrer usw. können natürlich rechtsextrem sein. Wie ein Chinese oder Israeli. Man kann natürlich auch sagen, daß es Rechtsextreme gibt, die Muslime sind. Oder Juden. Oder Christen. Es gibt sogar schwule Rechtsextreme. Sicher auch schwule, christliche Rechtsextreme. Auch rechte Bibliothekare. Das sind doch Wortglaubereien.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon jellobiafra » Fr 12. Jan 2018, 16:23

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Jan 2018, 23:43)

Die Seiten 5 und 7 der Anlage sind doch recht eindeutig, die überwältigende Mehrheit der Tatverdächtigen hat die deutsche Staatsangehörigkeit. Es kann natürlich sein, dass es da auch welche mit Migrationshintergrund gibt, aber man kann den immer noch existierenden deutschen Antisemitismus nicht von der Hand weisen.


Das ist sicherlich richtig.

Allerdings werden durch die Zuordnung einer Tat zum Bereich PMK-Rechts keineswegs Muslime als Täter ausgeschlossen.
Die bloße Religionszugehörigkeit der Täter ist irrelevant für die Einordnung, es sei denn, es ist erkennbar, dass die Religion motivierend für die Tat ist.
Dies kann aber niemals von vorherein einem Christ oder Muslim unterstellt werden.

Wenn ein Christ, Hindu, Muslim, Buddhist oder Atheist einen Juden rassistisch beleidigt oder angreift, dann zählt das immer als rechte Tat.

Es kann deshalb auch niemand sagen, wie viele Muslime sich unter den 93 % Rechtsextremisten befinden, die antisemitische Straftaten begangen haben.
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 13. Jan 2018, 14:43

Zumindest ist die Nationalität bekannt, daran muss gearbeitet werden.
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon jellobiafra » Sa 13. Jan 2018, 16:50

Tom Bombadil hat geschrieben:(13 Jan 2018, 14:43)

Zumindest ist die Nationalität bekannt, daran muss gearbeitet werden.


Das stimmt allerdings auch.
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Sammelstrang: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?"

Beitragvon Brainiac » Sa 14. Jul 2018, 16:56

[edit]Soll hierhin integriert werden: viewtopic.php?f=12&t=1144[/edit]

Ich habe noch nie die Achse zitiert, aber hier muss es mal sein.

Ken Jebsen, früher RBB, jetzt Piratenpartei, redet nicht nur, wie er denkt, er schreibt auch so, wie er redet.
Hier sein Offener Brief an Angela Merkel, für Rechtschreibung und Zeichensetzung ist der Verfasser verantwortlich:

"
[...]

Wenn SIE die kranken Ideen radikaler Zionisten übernehmen und ” .. Wir wollen das es einen jüdischen Staat gibt..,” faseln unterstützen sie eine rassistische Grundüberzeugung die im übrigen mit dem Judentum Null gemein hat.

Nationalzionisten haben Israel okkupiert wie Nazis 33 Deutschland okkupiert haben und sprechen im selbst ernannten Auftrag für alle Juden."

https://www.achgut.com/artikel/post_vom_piraten_nationalzionisten_haben_israel_okkupiert_wie_nazis_33_deut

Wer das nicht als antisemitisch einordnet, ist es vermutlich selbst.

Und dann noch:
"... Ich wünsche IHNEN einen friedlichen 2. Advent und denken SIE mal darüber nach als was SIE in die Geschichte eingehen wollen.
Als Mitorganisatorin des dritten Weltkriegs ?"

https://img.webme.com/pic/m/meine-gifs/idefix7.gif
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Re: Die Rolle und Motivation der Medien in unserer Gesellschaft

Beitragvon Schnitter » Sa 14. Jul 2018, 17:37

Brainiac hat geschrieben:(14 Jul 2018, 17:56)

Ich habe noch nie die Achse zitiert, aber hier muss es mal sein.


https://www.achgut.com/artikel/post_vom_piraten_nationalzionisten_haben_israel_okkupiert_wie_nazis_33_deut

Wer das nicht als antisemitisch einordnet, ist es vermutlich selbst.

Und dann noch:

https://img.webme.com/pic/m/meine-gifs/idefix7.gif


Ich würde sagen die Grenze zur Geisteskrankheit ist hier definitiv überschritten :D
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Re: Sammelstrang: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?"

Beitragvon Vongole » So 15. Jul 2018, 13:41

Die Frage an sich ist schon eine antisemitische Unterstellung, @einePerson.
Der Staat Israel unterscheidet nicht zwischen Menschen unterschiedlcher Religion und/oder Herkunft, alle Bürger genießen, wie in jeder Demokratie, die gleichen Rechte.

Zu Ken Jebsen: Der Mann ist ein Antisemit und Holocaust-Leugner übelster Sorte, und ich kann nicht verstehen, dass seinen Thesen hier im Forum Raum gegeben wird,
nicht mal in Form einer sogenannten Diskussion.
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Re: Die Rolle und Motivation der Medien in unserer Gesellschaft

Beitragvon Brainiac » So 15. Jul 2018, 14:27

EinePerson hat geschrieben:(15 Jul 2018, 13:39)

Brainiac, Ken führt einen Vergleich an - ich stimme dir zu, dass der unpassend ist - aber dass damit eine Dämonisierung der Regierung Israels statt gefunden habe, kann ich nicht sehen. Ken spricht von "Nationalzionisten"

... und verweist auf 1933 und spricht von "Okkupierung" Israels...
DU setzt das gleich mit der Regierung Israels. Ich glaube nicht, dass für Ken beide Personengruppen deckungsgleich sind und schon gar nicht geht so eine Gleichsetzung aus dem Text hervor.

Haarspalterei. Was soll denn mit "okkupiert" sonst gemeint sein? Natürlich meinte er die aktuelle Regierung, er erwähnt ja auch explizit Netanjahu.

Dann machst du eine weitere Gleichsetzung: Eine Dämonisierung der Regierung Israels wäre gleichbedeutend mit einer Dämonisierung des Staates Israel - auch das ist falsch. Regierung -ungleich- Staat -ungleich- Religion -ungleich- Ethnie.

Das ist Haarspalterei. Das eine bewirkt das andere, eine Dämonisierung der Regierung eines Staates dämonisiert den letzteren, der von ersterer, dem obersten Organ des Staates, vertreten und geprägt wird. Zumal wenn diese Regierung von einer parlamentarischen Mehrheit gestützt wird und somit Gesetze in ihrem Sinne durchsetzen kann.

Und mehr Dämonisierung als Gleichsetzung mit den Nazis geht wohl nicht.
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Re: Sammelstrang: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?"

Beitragvon Brainiac » So 15. Jul 2018, 14:32

Vongole hat geschrieben:(15 Jul 2018, 14:41)

Zu Ken Jebsen: Der Mann ist ein Antisemit und Holocaust-Leugner übelster Sorte, und ich kann nicht verstehen, dass seinen Thesen hier im Forum Raum gegeben wird,
nicht mal in Form einer sogenannten Diskussion.

Ausgangspunkt war die Frage nach Belegen für antisemitische Aussagen Jebsens im 5er. Daher das Eingangsbeispiel, das ich dann aus dem dortigen Strang abgetrennt habe. Des weiteren bin ich im Zweifel eher für Antworten als Wegwischen, aber das muss die hiesige Moderation entscheiden.
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Re: Sammelstrang: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?"

Beitragvon Vongole » So 15. Jul 2018, 14:44

Brainiac hat geschrieben:(15 Jul 2018, 15:32)

Ausgangspunkt war die Frage nach Belegen für antisemitische Aussagen Jebsens im 5er. Daher das Eingangsbeispiel, das ich dann aus dem dortigen Strang abgetrennt habe. Des weiteren bin ich im Zweifel eher für Antworten als Wegwischen, aber das muss die hiesige Moderation entscheiden.


Danke für die Antwort.
Das bin ich normalerweise auch, aber ich halte es eben für kontraproduktiv, krude Post-Auschwitz-Judenfeindschaft und Israelhetze in einer "Diskussion" zu verbreiten, daher mein Widerspruch.
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Re: Sammelstrang: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?"

Beitragvon Kritikaster » So 15. Jul 2018, 18:46

EinePerson hat geschrieben:(15 Jul 2018, 13:39)

Brainiac, Ken führt einen Vergleich an - ich stimme dir zu, dass der unpassend ist - aber dass damit eine Dämonisierung der Regierung Israels statt gefunden habe, kann ich nicht sehen. Ken spricht von "Nationalzionisten" DU setzt das gleich ucp.php?i=ucp_notifications

Brainiac, wenn du meine Beiträge liest, dann wirst du sicher merken, dass ich selbst zwar gerne auch mal scharfe Kritik übe, aber meine Sprache nie (oder fast nie, ich will keine Einzelfälle ausschließen, an die ich mich jetzt nicht mehr erinnere) ausfallend wird. Ich selbst halte es für wenig hilfreich eine (stark) ausfallenden Sprache zu benutzen. Dessen ungeachtet steht es weder mir noch dir zu anderen vorzuschreiben, welche Worte und Vergleiche sie benutzen (Einschränkungen bilden die geltenden Gesetze).

Welche Art "Vergleiche" in diesem Forum als unzulässiger Antisemitismus bzw. Antizionismus betrachtet und bei Nichtbeachtung entsprechend geahndet wird, ist in den "Bekanntmachungen" jedes einzelnen Sachforums nachzulesen:
viewtopic.php?f=27&t=64940
Grundlage möglicher Sanktionierungen ist die inhaltliche Aussage der geposteten Beiträge. Wie diese stilistisch gestaltet sind, ist hierfür unwesentlich.
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Re: Sammelstrang: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?"

Beitragvon Jekyll » Mo 16. Jul 2018, 05:31

Hier mal eine andere, objektivere Quelle zum Vorfall:
Jebsen wies die Vorwürfe erneut zurück und kündigte an, seine Sendung im Internet fortzusetzen. Der Satz zum Holocaust sei ein Zitat eines anderen gewesen. Der Sender rbb habe bisher keinen konkreten Kündigungsgrund belegt. Man habe ihm weder die einzuhaltenden journalistischen Standards noch die Kündigungsgründe näher erläutert. Er klagte vor dem Arbeitsgericht Potsdam gegen seine Entlassung. Das Verfahren endete mit einer außergerichtlichen Einigung, über deren Details Stillschweigen vereinbart wurde.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ken_Jebsen#Kontroverse_und_Entlassung_durch_rbb

Die Angelegenheit ist also doch nicht so eindeutig und klar wie es uns der werte Kollege Kritikaster bzw. die taz weißmachen wollen.
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Re: Sammelstrang: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?"

Beitragvon Kritikaster » Mo 16. Jul 2018, 05:50

Jekyll hat geschrieben:(16 Jul 2018, 06:31)

Hier mal eine andere, objektivere Quelle zum Vorfall:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ken_Jebsen#Kontroverse_und_Entlassung_durch_rbb

Die Angelegenheit ist also doch nicht so eindeutig und klar wie es uns der werte Kollege Kritikaster bzw. die taz weißmachen wollen.

Die TAZ hat den entsprechenden Rechtsstreit gewonnen. Punkt! :)
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Vongole » Di 17. Jul 2018, 23:20

@EinePerson

Ich hab mir jetzt den ganzen Sermon durchgelesen und mich gegen eine Antwort entschieden.
Erstens bin ich nicht bereit, Ihnen Geschichtsunterricht zu erteilen, auch nicht in Bezug auf Israel, besonders, da vieles in den Subforen des 35ers schon nachzulesen ist.
Zweitens diskutiere ich nicht mit Foristen, die ihre "Weisheiten" aus den hetzerischen Thesen eines Jebsen beziehen, und/oder aus uralten Fundstücken aus dem www.
In diesem Sinne, EOD.
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Paperbackwriter » Mi 15. Aug 2018, 21:30

bennyh hat geschrieben:(12 Dec 2017, 14:35)

Man sollte vielleicht einen Unterschied machen zwischen denjenigen, die auf Demos "Juden ins Gas" rufen und denjenigen, die ganz normal Kritik etwa an der Besatzungspolitik im Westjordanland äußern. Letztere richtet sich nicht gegen alle Israelis oder Juden in aller Welt, sondern gegen die Politik, genauso wie im Falle Russlands, Amerikas oder Deutschland (die im Übrigen auch nicht nur durch Putin, Trump und Merkel im Alleingang geleitet wird).


Als Jordanien die heute sogenannte Westbank besetzt hielt, in der Zeit von 1948 - ^967, gab es da eine Resolution oder gar Kritik an der Besatzung durch Jordanien? Oder gibt es diese "Kritik" nur, wenn Israel etwas macht?
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Wolverine » Do 25. Okt 2018, 12:41

Polibu hat geschrieben:(13 Dec 2017, 18:31)

Die Amerikaner oder auch anderen Staaten hätten die Palästinenser schon längst weggefegt, wenn sie an Israels Stelle wären. Israel hat schon sehr viel Geduld mit den Palästinensern. Fast täglich fliegen palästinensische Raketen auf Israels Boden. Ich frage mich warum Israel sich das überhaupt noch gefallen lässt. Denen hätte ich schon längst Manieren beigebracht. Völlig egal was die UNO zu mucken hat. Die haben gar nichts zu sagen. 1967 hat sich die UN auf Befehl Nassers verkrümelt und Israel seinem Schicksal überlassen. Und dann meldet sich die UNO wieder und schwafelt was von Völkerrechtsverletzungen. Sind die noch ganz dicht im Kopf?

Israel hat das Land im Krieg erobert und dort hat niemand anders mehr irgendwelche Besitzansprüche ausser Israel allein. Und deshalb kann Israel dort Siedlungen bauen wie sie wollen. Die Palästinenser haben von Israel rein gar nichts zu erwarten und trotzdem werden Palästinenser in Israel operiert, wenn sie krank sind und nicht in Ägypten.

Warum riegelt denn Ägypten die Grenze ab? Immer wird von Israel gesprochen, aber was tut Ägypten damit es den Palästinensern besser geht? Nicht viel. Die Palästinenser werden von ihren arabischen Brüdern im Stich gelassen und missbraucht. Warum fliegen dann keine Raketen nach Ägypten?

Frieden im nahen Osten kann es nur mit einem starken Israel geben. Ich bin auch dafür, dass es den Palästinensern besser geht, aber einen eigenen Staat haben sie nicht verdient. Die Hamas wird ja nicht von Mainzelmännchen gewählt.

Normalerweise sollte sich Europa und Amerika gegen jeden arabischen Staat erheben, der auch nur daran denkt Israel anzugreifen. Stattdessen will man den Iran zur Atommacht machen. Die UN stänkert gegen Israel wo sie nur kann und schwächt Israel damit. Millionen europäische Gelder werden in den Gazastreifen geliefert und für Waffen verwendet.

Mir kann keiner mehr erzählen, dass bei der UNO nicht ein Haufen Antisemiten sitzen. Auch in Deutschland sitzen genug Antisemiten in der Regierung. Oder warum wird den antisemitischen sogenannten Demos in Deutschland nicht klar und deutlich Einhalt geboten?


Alles richtig, soweit............Eine Empfehlung. Ich habe die erste Ausgabe gelesen und war begeistert. https://diekolumnisten.de/2016/03/31/ew ... endenbock/
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon PeterK » Mi 31. Okt 2018, 10:18

Selina hat geschrieben:(31 Oct 2018, 10:10)

Richtig. Vom Ansatz her stimme ich dir voll und ganz zu. Diese deutsche Attitüde, ständig über andere Nationen und andere Regierungen urteilen zu müssen, und das auch noch auf zum Teil herablassende und diffamierende Weise, das finde ich auch entsetzlich. Ist aber auch irgendwo typisch für viele Deutsche. Warum es hier im Moment dazu kam, so etwas über Netanjahu zu äußern, hängt mit dem ständigen Antisemitismus-Vorwurf zusammen, sobald man etwas an politischen Haltungen und einzelnen Politikern kritisiert. Mich nervt das ungeheuer, weil ich eine sehr konsequente Gegnerin jeglicher judenfeindlichen Äußerung und Handlung bin und im Alltag sofort dagegen vorgehe, aber ich mir trotzdem nicht den Mund verbieten lassen möchte, wenn ich die gegenwärtige Politik der israelischen Regierung kritisiere. Da sollte man schon klar unterscheiden.

Ich ziehe das mal in diesen Thread rüber, ok?

Ich sehe das ein bisschen anders und frage mich dann doch hin und wieder, woher diese Obsession stammt, die Regierung bzw. die Politik des einzigen demokratischen Rechtsstaats in der Region "kritisieren" zu wollen.
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Selina
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon Selina » Mi 31. Okt 2018, 10:23

PeterK hat geschrieben:(31 Oct 2018, 10:18)

Ich ziehe das mal in diesen Thread rüber, ok?

Ich sehe das ein bisschen anders und frage mich dann doch hin und wieder, woher diese Obsession stammt, die Regierung bzw. die Politik des einzigen demokratischen Rechtsstaats in der Region "kritisieren" zu wollen.


Jetzt hast du aber meine Antwort ja oben drüber über deine Äußerung gestellt, wo ich ja meinte, dass ich solches Tun ebenfalls ablehne.

PS: Sorry, irgendwie bin ich jetzt ein wenig durcheinander gekommen mit diesem Thread-Wechsel. Altes Gehirn :D Muss aber auch erstmal was Wichtiges erledigen. Vielleicht bis später ;)
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
PeterK
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Re: Wie unterscheidet man Antisemitismus/Antizionismus von Israelkritik?

Beitragvon PeterK » Mi 31. Okt 2018, 10:31

Selina hat geschrieben:(31 Oct 2018, 10:23)

Jetzt hast du aber meine Antwort ja oben drüber über deine Äußerung gestellt, wo ich ja meinte, dass ich solches Tun ebenfalls ablehne.

PS: Sorry, irgendwie bin ich jetzt ein wenig durcheinander gekommen mit diesem Thread-Wechsel. Altes Gehirn :D Muss aber auch erstmal was Wichtiges erledigen. Vielleicht bis später ;)

Alles klar :).

IMO sind wir hiermit
Selina hat geschrieben:(31 Oct 2018, 10:17)
Ich finde zum Beispiel den Siedlungsbau im Westjordanland falsch.

... dann vollständig "umgezogen".

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